Die Hobsons Brewery in Cleobury Mortimer (Shropshire)

Eigenes Foto.

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Ist das nicht ein schöner Name für eine Kleinstadt: Cleobury Mortimer? Das klingt nach Agatha Christies Romanwelt, in der Miss Jane Marple Mörder zur Strecke bringt. Zur Orientierung, der rund 3000 Einwohner zählende Ort liegt auf halbem Wege zwischen Ludlow und Kidderminster, sein Wahrzeichen ist der verdrehte Kirchturm von St Mary the Virgin, über den ich in meinem Blog einmal berichtete.

Eine kleine, aber feine Brauerei hat sich 1993 in Cleobury Mortimer niedergelassen, die Hobsons Brewery, die heute in der Tenbury Road zu finden ist, etwas außerhalb der Marktstadt. Ea handelt sich hier um eine familiengeführte Brauerei, die keiner der Großbrauereien angehört. Die Familie Davis, die Eigentümer, legt viel Wert auf Nachhaltigkeit, das heißt, man gewinnt Energie aus Sonnenkollektoren und einem Windrad, das die Brauereigebäude überragt. Hobsons Brewery hat den Ehrgeiz, zur umweltfreundlichsten Brauerei Englands zu werden. Im Jahr 2010 wurde sie für ihre Bemühungen mit dem Best Green Business Award ausgezeichnet.

Ich habe mir einmal ein Sortiment an Bieren dieser Brauerei zugelegt, darunter das Old Prickly mit dem Igel auf dem Flaschenetikett (5 Pence von jedem verkauften Pint bzw. jeder verkauften Flasche gehen an die British Hedgehog Preservation Society), das Manor Ale (gebraut zur Erinnerung an die Dampflokomotiven der Manor Class der Severn Valley Railway), Old Henry (im Gedenken an den großen Braumeister Shropshires, nach dem die Firma benannt wurde) und Twisted Spire. Das Etikett dieser Flasche, die ich gestern trank, zeigt den kuriosen Turm von St Mary the Virgin. Es ist ein helles Bier, das, so die Beschreibung der Brauerei, sowohl den Ale-Trinker anspricht als auch den Lager-Fan. Mit nur 3,6% Alkoholgehalt ist es ein relativ schwaches Bier.

Hobsons Brewery bietet Gruppenführungen durch ihre Produktionsstätten an, sogenannte Brewery Nights, die eine Führung, Bierproben und ein Buffet enthalten, und Foodie Nights, die jeweils unter einem anderen Motto stehen wie Fish Night, Charcuterie Night oder Curry Night.
Dieser Film stellt die Brauerei in Shropshire vor.

Wer die ganze Palette der Biere der Hobsons Brewery einmal ausprobieren möchte, der kann das im The Kings Arms in Cleobury Mortimer tun. Das Gasthaus aus dem 15. Jahrhundert liegt direkt gegenüber der Kirche St Mary the Virgin.

Hobsons Brewery
Newhouse Farm
Tenbury Rd
Cleobury Mortimer
Shropshire, DY14 8RD

The Kings Arms in Cleobury Mortimer.   © Copyright P L Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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„London Black Cab Stout“ – Ein Dunkelbier aus Londons Fuller’s Brewery

Eigenes Foto.

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Gestern Abend trank ich ein Bier, das in Londons Fuller’s Brewery gebraut wird und das den Namen „London Black Cab Stout“ trägt. Genauso schwarz wie die Taxen in Großbritanniens Hauptstadt sieht dieses Dunkelbier auch aus, das 4,5% Alkohol hat und dessen Etikett ein Black Cab ziert. Bisher kannte ich von Fuller’s nur deren Flaggschiff, das „London Pride„, aber auch dieses Stout schmeckte mir gut. Im vorigen Jahr wurde es auf dem Cape Town Festival of Beer in Südafrika als bestes Dark Beer ausgezeichnet, das (nach Angabe der Brauerei) Kaffee- und Schokoladenoten in der Nase hat und weiterhin “ red berry notes and mild hops meeting chocolatey, malty character on the way to a delicious dry finish“. Es soll eines der besten Stouts weltweit sein, wiederum nach Aussage der Brauerei. Dieser Film zeigt eine ausführliche Verkostung des London Black Cab Stout.

Die Geschichte der Brauerei in Chiswick im Westen Londons, an der Themse gelegen, reicht mehrere Jahrhunderte zurück, die Erfolgsstory begann aber erst 1845 als John Bird Fuller zusammen mit den Braumeistern Henry Smith und John Turner die Zügel in die Hand nahmen. Heute haben wir es mit einem großen Konzern zu tun, der nicht nur viele Biersorten in der sogenannten Griffin Brewery an der Chiswick Lane braut, sondern auch noch mehr als 400 Hotels und Pubs in London und im Süden des Landes besitzt. Jedes Jahr wird dem besten dieser Pubs die Griffin Trophy überreicht; im Jahr 2016 war es The Hydrant im Zentrum Londons in der Monument Street, ganz in der Nähe, wo 1666 der Große Brand in der Pudding Lane seinen Ursprung hatte.

Wer sich die Brauerei einmal ansehen möchte, kann das auf einer „Tasting Tour“ machen, die fünfmal täglich von Montag bis Samstag stattfindet und £20 kostet. Kostenlos dagegen ist die „Virtual Tour“ auf den sehr gut gemachten Webseiten von Fuller’s. Im Shop der Brauerei kann man sich mit sämtlichen Produkten der Firma eindecken.

Dieser Film wirft einen Blick hinter die Kulissen der Brauerei.

Die Brauerei an der Themse in Chiswick.   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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   © Copyright PAUL FARMER and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 3. Februar 2017 at 02:00  Comments (2)  
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Die Tring Brewery in Hertfordshire und das De Havilland Aircraft Museum

Die Brauerei an der London Road.   © Copyright Michael Trolove and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brauerei an der London Road.
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Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Namen englische Brauereien ihren Bieren geben; da müssen sehr fantasievolle Menschen am Werke sein. Auch die Tring Brewery in Hertfordshire, in dem gleichnamigen Ort ansässig, macht da keine Ausnahme. Da heißt ein Bier „Side Pocket For A Toad“, ein anderes „Death Or Glory“ und wieder ein anderes „Aldbury Alchemist“.

Zwei erfahrene Braumeister lenken die Geschicke der Brauerei, der Gründer Richard Shardlow und Andrew Jackson, die beide vorher in anderen großeren Brauereien des Landes gearbeitet haben.

Seit Anfang des Jahres 2016 hat man in der Tring Brewery eine neue Serie aufgelegt, monatlich wechselnde saisonale Biere, die alle nach Flugzeugen der Firma De Havilland benannt sind. Die Flugzeugbaufirma hatte ihren Stammsitz in Hatfield, ebenfalls in Hertfordshire, und ein großes Museum bei London Colney, dicht an der Autobahn M25, sammelt alle Flugobjekte dieser Firma, das De Havilland Aircraft Museum. Dort ist man gerade dabei einen neuen Hangar zu bauen, in den alle Flugzeuge untergebracht werden sollen, die bisher noch draußen stehen und Wind und Wetter ausgesetzt sind. Mehr als £2 Millionen wird das neue Gebäude kosten und trotz Unterstützung durch den Heritage Lottery Fund fehlen noch immer rund £500 000. So hat sich die Tring Brewery mit dem Museum zusammengetan, um einen Teil der benötigten Gelder zusammenzubringen.

Im Monat Januar begann die neue Bierserie mit „Albatross„, benannt nach einem Verkehrsflugzeug, das De Havilland Ende der 1930er Jahre baute. Es folgten „Hornet“ im Februar und „Hummingbird“ im März. Das Bier des Monats Oktober ist zurzeit „Vampire„, in den letzten beiden Monaten des Jahres werden noch „Wooden Wonder“ und „Comet“ gebraut.

Man kann alle Biersorten der Brauerei in deren Shop in der London Road, gegenüber von Tesco, kaufen. Die Tring Brewery bietet donnerstags und samstags auch Besichtigungstouren mit Verkostung an.

Mein Übernachtungstipp für diese Region: Das Pendley Manor Hotel im Cow Lane, östlich von Tring.

Tring Brewery
Dunsley Farm
London Road
Tring
Hertfordshire
HP23 6HA

Das De Havilland Aircraft Museum bei London Colney (Hertfordshire).   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das De Havilland Aircraft Museum bei London Colney (Hertfordshire).
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Eine De Havilland Vampire, nach der das Bier des Monats Oktober benannt wurde. This work has been released into the public domain.

Eine De Havilland Vampire, nach der das Bier des Monats Oktober benannt wurde.
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Published in: on 15. Oktober 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Die St Austell Brewery – Ein Familienunternehmen in St Austell (Cornwall)

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Walter Hicks legte 1851 den Grundstein für die St Austell Brewery, die seitdem fest in Familienbesitz ist und sich nicht von einem der großen Konzerne schlucken ließ. St Austell liegt an der Südküste von Cornwall und zählt zu den größten Städten der Grafschaft. Die Brauerei beschäftigt die meisten Arbeitnehmer in der Region und beliefert den ganzen Südwesten nicht nur mit ihren Bieren, sondern auch mit anderen Getränken und Spirituosen. Zu dem Unternehmen gehören weiterhin zahlreiche Pubs und Hotels.

Die bekannteste und umsatzstärkste Biersorte der Brauerei ist das Tribute Ale, mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2015 bei der International Beer Challenge und bei den World Beer Awards. Ich habe mir gerade zwei andere Sorten zugelegt, das Admiral’s Ale und Big Job.

Das Admiral’s Ale wurde erstmals 2005 gebraut, aus Anlass des 200. Jahrestages der Schlacht von Trafalgar. Das Etikett zeigt Admiral Nelson mit einem bierflaschenförmigen Fernrohr und den Worten „I see no ships“. Das rückseitige Etikett gibt weitere Informationen: Es war im Blue Anchor in Fraddon (der heute zu der Brauerei gehört), wo der königliche Bote John Richards Lapenotière, der die Botschaft von dem Sieg von Trafalgar und dem Tode Nelsons nach London bringen sollte, eine Pause einlegte, um sich zu erfrischen. In Gedenken an die berühmte Schlacht kann man heute noch mit dem Admiral’s Ale auf Horatio Nelson anstoßen.

Das Big Job ist ein „Cornish Double IPA“, wobei das IPA für India Pale Ale steht, und hat einen Alkoholgehalt von 7,2%. Es ist „massively hopped“ und „dry as a bone“.

Weitere Sorten der St Austell Brewery sind Korev (das Bier, das die Surfer an den Stränden Cornwalls lieben, weil die Brauerei den Sport unterstützt), Hicks Special Draught (in Erinnerung an den Firmengründer gebraut), Eden Pale Ale (in Zusammenarbeit mit dem nur wenige Kilometer entfernten Eden Project entwickelt) und Clouded Yellow (das nach einem Schmetterling benannte Getränk ist eine Art Weißbier, dem Nelken, Koriander und Ahornsirup hinzugefügt werden).

Für alle diejenigen, die sich für den Brauprozess interessieren, wird jeden Freitagnachmittag eine sogenannte „Access All Areas Tour“ angeboten, bei der man einen Blick hinter die Kulissen der St Austell Brewery werfen kann. Für £25 ist man dabei, darin sind (und das ist sicher für die meisten der wichtigste Punkt) drei Pints enthalten plus diverser Bierproben. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele der Tourenteilnehmer am liebsten gleich zu den Pints und zu den Proben gehen und die Besichtigung des Brauvorgangs nach Möglichkeit streichen würden.

Seit 1999 findet jedes Jahr im November das St Austell Celtic Beer Festival in den Kellergewölben der Brauerei statt, bei dem über 150 verschiedene Biersorten aus dem ganzen Südwesten angeboten werden.

Auf dem Gelände der Brauerei gibt es ein Besucherzentrum, in dem man in der Hicks Bar die Produkte der St Austell Brewery probieren, im Restaurant Frühstück, Mittag- und Abendessen zu sich nehmen und im Shop sich mit Souvenirs eindecken kann.

Dieser witzig gemachte und informative Film stellt die Brauerei vor.

St Austell Brewery
63, Trevarthian Road
St Austell PL25 4BY

   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Das Besucherzentrum.   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Besucherzentrum.
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The Blue Anchor in Fraddon (Cornwall).   © Copyright Rod Allday and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 27. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Hook Norton Brewery in Hook Norton (Oxfordshire)

Eigenes Foto.

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In dem kleinen Ort Hook Norton in den Cotswolds in der Grafschaft Oxfordshire gelegen, findet man eine der ältesten Brauereien des Landes, die Hook Norton Brewery.

1849 von John Harris ins Leben gerufen, ist die Brauerei bis heute in der gleichen Familie geblieben und gehört keinem der großen Konzerne an. Es gibt nicht mehr viele Brauereien in England, die unabhängig geblieben sind und sich in Familienbesitz befinden.

Die Hook Norton Brewery ist die letzte Brauerei Englands, die noch von einer Dampfmaschine angetrieben wird. Man liebt dort die Traditionen, denn das Bier wird auch noch von Pferden ausgeliefert…allerdings nur in einem Umkreis von 8 Kilometern. Major und Nelson heißen die beiden Brauereipferde, die auch bei Hochzeiten oder Puberöffnungen gebucht werden können.

Die britische Zeitung „The Independent“ hat einmal eine Liste der 50 besten Biere der Welt aufgestellt und wer steht da auf Platz 1?  „Old Hooky“ von unserer hier vorgestellten Brauerei. Wenn das keine Auszeichnung ist!

Zu den „Stammbieren“ gehören das Lion, das Hooky, das Old Hooky und das Hooky Mild, wobei die letzten drei mehrfach mit Preisen gekrönt worden sind. Dazu kommen noch das „Rugby“-Bier Nice Try („Brewed to celebrate all that’s great about rugby“), Greedy Goose, Haymaker, Flagship („Originally brewed to celebrate the 200th anniversary of the Battle of Trafalgar „) und das Weihnachtsbier „Twelve Days“.

Wer sich einmal in diesem Teil der Cotswolds, nördlich von Chipping Norton, aufhält, dem kann ich einen Besuch in der Brauerei sehr empfehlen, die auch zweistündige Führungen (£12.50)anbietet und über ein Besucherzentrum verfügt, in dem man die Biere und noch  vieles andere mehr kaufen kann.

Die Brauerei besitzt zurzeit 40 Pubs in den Grafschaften Oxfordshire, Warwickshire, Northamptonshire, Leicestershire und Gloucestershire, darunter den Castle Inn in Edgehill (s. dazu meinen Blogeintrag), The Angel in Burford und The Falcon in Thame.

Dieser Film zeigt einen Rundgang durch die Brauerei.

Der Brauereichef, James Clarke, ist übrigens auch der Präsident der Hook Norton Brass Band, die in diesem Jahr ihr 130jähriges Bestehen feiert. Hier ist eine Kostprobe der Band mit der Titelmelodie der TV-Serie „Miss Marple“ (die mit Joan Hickson in der Hauptrolle). Ihr nächster Auftritt ist morgen am 18. Juni beim Shutford Festival (ich berichtete über Shutford in meinem Blog).

 

Eine Auswahl an Bieren der Hook Norton Brewery, die ich mir mitgebracht habe. Eigenes Foto.

Eine Auswahl an Bieren der Hook Norton Brewery, die ich mir mitgebracht habe.
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The Angel in Burford (Oxfordshire).    © Copyright Gordon Griffiths and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Angel in Burford (Oxfordshire).
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The Falcon in Thame (Oxfordshire).   © Copyright Bill Boaden and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 17. Juni 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Specialty Beers – Ungewöhnliche Biersorten

 

Eigenes Foto.

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Bierpuristen werden voraussichtlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn sie diesen Artikel lesen. Ich habe einmal einige recht ungewöhnliche Biersorten zusammengetragen, die mir in der letzten Zeit aufgefallen sind.

Banana Bread Beer der Wells & Young’s Brewery in Bedford. „Beer brewed with bananas“ steht auf dem Etikett zu lesen. 5,2% stark ist das Bier, dem man Bananenaroma verpasst hat und das die Brauerei folgendermaßen beschreibt: „seriously fruity, rich, yet suprisingly versatile“. Ich mochte es nicht! Hier sind die Breadettes im Film zu sehen, die das Bier in den USA vermarkten.

Nur unwesentlich besser schmeckte mir Young’s Luxury Double Chocolate Stout aus der gleichen Brauerei in Bedford. „Luxurious and at the same time with a hint of decadence“, so die Beschreibung der Produzenten des 5,2% starken Bieres. Ich hatte einmal ein Beertasting durchgeführt, bei dem es erstaunlicherweise einige Teilnehmer gab, die dieses Schokoladenbier mochten. Hier ist eine sehr positive  „Bierrezension“.

Auch die Chiltern Brewery bei Terrick in Buckinghamshire experimentiert gern und so hat man dort zwei Sorten entwickelt, die recht ungewöhnlich erscheinen. Earl Grey IPA und (ganz neu) Colombian Coffee Porter. Das erstgenannte entstand aus einer Zusammenarbeit der Brauerei mit der Teefirma Birchall’s, die für das Bier ihren Virunga East African Single Estate Tea aus Ruanda zur Verfügung gestellt haben. 3,9% Alkoholgehalt hat das Bier nur. Ich habe es (leider?) noch nicht probieren können.
Auch das Colombian Coffee Porter ist eine Kooperation. Hierbei hat sich die Chiltern Brewery mit der Firma Chartley Coffee aus Staffordshire zusammengetan, die einen Kaffee aus den Bergen Kolumbiens dafür geliefert haben. 4,1% Alkoholgehalt hat das Getränk.

Irving & Co. Brewers in Portsmouth haben eine Bier im Programm, das sich Captain B Spiced Rum Ale nennt. Dieses Bier wird vornehmlich für Bierfestivals hergestellt und hat 5,3%. „Strong sweet and spicy taste of the Caribbean“, so die Beschreibung der Brauerei. Ebenfalls im Programm Thai Me Up, ein Bier mit Geschmacksnoten aus Thailand wie Zitronengras, Koriander und Kardamom. 3,8% Alkoholgehalt. Das Strong Island Hopper schmeckt nach Erdbeeren und Aprikosen und hat 4,5%.

Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen…aber mir ist jetzt nach einem richtigen Bier zumute.

Published in: on 22. April 2016 at 02:00  Comments (4)  

Die Uley Brewery in Uley (Gloucestershire)

With friendly permission of Chas Wright.

With friendly permission of Chas Wright.

In meinem Blogeintrag vom 11. Januar diesen Jahres erwähnte ich, dass im Hunters Hall Inn bei Kingscote in Gloucestershire Uley Bitter von der Uley Brewery ausgeschenkt wird, einer Regionalbrauerei, die nur wenige Kilometer entfernt liegt. Der hübsche Ort Uley am Westrand der Cotswolds wird ganz von dem angenehmen Farbton der Häuser geprägt, die überwiegend aus Cotswolds-Kalkstein gebaut sind. Die B4066,  einfach nur The Street genannt, schlängelt sich durch das Dorf und an dieser Straße liegt auch die Uley Brewery. 1985 wurde sie gegründet, auf einem Gelände auf dem schon einmal eine Brauerei stand, Price’s Brewery, die ihre Pforten aber schon lange geschlossen hatte.

Die Biere hier werden mit Wasser aus einer eigenen Quelle gebraut und überwiegend an Pubs in der Region ausgeliefert, z.B. auch an einen meiner Lieblings-Pubs, The Fleece in Bretforton (ich berichtete in meinem Blog darüber). Neben dem oben erwähnten Uley Bitter, das von der CAMRA schon einmal mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden ist, werden noch weitere Ales in Uley hergestellt, von denen einige Namen mit Bezug zu Schweinen tragen wie Old Spot, Pig’s Ear und Hogshead (frühere Biere hießen Prairie Hog und Harping Hog). Ein anderes Ale, Laurie Lee’s Best Bitter, wurde nach dem berühmten Schriftsteller benannt, der im nahegelegenen Slad wohnte und das Buch „Cider With Rosie“ geschrieben hat, das den deutschen Übersetzungstitel „Cider mit Rosie“ trägt.

Der Eigentümer der Uley Brewery ist Chas Wright, der Braumeister Ken Lush. Beide haben, neben ihrer Arbeit in der Brauerei, einen ausgeprägten Hang zur Musik. Hier ist Ken Lush mit dem Lied „Pubcos“ zu hören.

Hoffentlich wird es noch lange diese liebenswerten kleinen Brauereien geben, die sich ständig gegen die großen Braukonzerne durchsetzen müssen.
The Old Crown Inn an der Hauptstraße von Uley führt natürlich auch die Biere aus der lokalen Brauerei.

Ich bin mehrere Male in Uley gewesen und haben diesen Ort in mein Herz geschlossen. In meinem Blog berichtete ich bereits über Uley und über das Owlpen Manor, das am Rand des Dorfes liegt. Ein Besuch hier ist unbedingt zu empfehlen!!

Uley Brewery
The Old Brewery
The Street
Uley
Gloucestershire

 

Der Besitzer der Uley Brewery, Chas Wright. With friendly permission of Chas Wright.

Der Besitzer der Uley Brewery, Chas Wright.
With friendly permission of Chas Wright.

The Old Crown in Uley.    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Old Crown in Uley.
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Published in: on 13. Januar 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Old Speckled Hen – Das Bier, das an den Sportwagenhersteller MG erinnert

Author: Jmcstrav. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

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In mehreren Pubs sah ich Handpumpen, auf denen das Schild „Old Speckled Hen“ prangte und das musste ich natürlich unbedingt probieren. Ein merkwürdiger Name, aber was gibt es nicht alles für merkwürdige und witzige Namen für Biersorten in England!

Gebraut wird Old Speckled Hen in Bury St Edmunds (Suffolk) in der Greene King Brewery. Doch das war nicht immer so, denn vorher wurde das Bier von der Morland Brewery in Abingdon hergestellt. Im Jahr 2000 schluckte Greene King die Brauerei in Oxfordshire und verlagerte die Produktion nach Suffolk.

Old Speckled Hen kam erstmals 1979 in die Pubs und die Getränkeabteilungen der Supermärkte. Die Morland Brewery braute es in Erinnerung an das 50jährige Bestehen des Sportwagenherstellers MG, der ebenfalls in der Stadt an der Themse ansässig war (leider wurde die Produktion in Abingdon ein Jahr später eingestellt).

Wie kam nun das Bier zu dem Namen? Auf dem MG-Werksgelände setzte man damals ein Auto aus eigener Herstellung ein, das für alle möglichen Zwecke verwendet wurde. Oft stand es in der Nähe der Lackierabteilung und da fiel schon mal der eine oder andere Farbklecks auf den Wagen, der im Laufe der Zeit ziemlich gesprenkelt („speckled“) aussah. So erhielt das Auto den Spitznamen „Der alte Gesprenkelte“ = Ould Speckl’d Un und daraus wurde schließlich Old Speckled Hen. Ian Williams von der Firma MG kam auf die Idee, diesen Namen für das neue Bier zu verwenden.

In Abingdon gibt es jetzt weder eine Autofabrik noch eine Brauerei. Einige Gebäude der Morland Brewery stehen noch und werden für andere Zwecke verwendet. Die MG-Produktionsstätten wurden abgerissen und neu bebaut. Nur der MG Car Club im Kimber House in der Cemetery Road erinnert noch an die Blütezeit des Sportwagenherstellers.

Old Speckled Hen wird mittlerweile in 47 Länder exportiert und in Großbritannien bekommt man es in vielen Supermärkten zu kaufen. Für die Fernsehwerbung setzt man gern einen Fuchs ein (hier ein Beispiel) und in diesem Film stellt Fox sein Lieblingsbier selbst vor.

In einem Beertasting, hier zu sehen, kann sich der Bierinteressierte ein genaueres Bild von Old Speckled Hen machen.

Die alten Brauereigebäude in Abingdon (Oxfordshire).    © Copyright Bill Nicholls and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die alten Brauereigebäude in Abingdon (Oxfordshire).
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Die Green King Brewery in Bury St Edmunds (Suffolk), wo das Old Speckled Hen heute hergestellt wird.    © Copyright Keith Evans and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Greene King Brewery in Bury St Edmunds (Suffolk), wo das Old Speckled Hen heute hergestellt wird.
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The National Brewery Centre in Burton-upon-Trent (Staffordshire)

Das National Brewery Centre in Burton-upon-Trent.    © Copyright David P Howard and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das National Brewery Centre in Burton-upon-Trent.
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Burton-upon-Trent in Staffordshire ist, ähnlich wie Tadcaster in North Yorkshire, die Bierbrauerstadt schlechthin. Früher existierten in der Stadt am Trent einige Dutzend Brauereien, heute sind es noch acht, denn die größeren haben im Laufe der Jahre die kleineren gefressen. Beherrscht wird Burton von den Großbrauereien Marston’s und der amerikanischen Molson Coors Brewing Company. Der frühere Platzhirsch Bass, 1777 gegründet, existiert in seiner eigenständigen Form nicht mehr, sondern gehört zu Molson und zu Anheuser-Busch InBev, einem belgisch-brasilianischen Großkonzern.

Ich kannte noch das Brauereimuseum auf dem Gelände der Firma Bass, das ich vor längerer Zeit einmal besuchte. Es wurde aufgelöst und durch das Coors Visitor Centre & Museum of Brewing ersetzt, das wiederum im Jahr 2008 geschlossen wurde. Am 1. Mai 2010 erblickte schließlich das National Brewery Centre das Licht der Welt, in dem die Ausstellungsstücke der Vorgängermuseen plus zahlreicher Neuerungen präsentiert werden. Die Eröffnung nahm die Tochter der Queen, Princess Anne, vor.

Im National Brewery Centre erfährt man alles, was man über die Bierherstellung wissen sollte, ein großflächiges Miniaturmodell der Stadt Burton-upon-Trent ist aufgebaut, man wird über die Geschichte der Brauerfamilie Bass informiert, sieht alte Brauereifahrzeuge und wird mit den beiden Shire Horses bekannt gemacht, mit denen man auch Kutschfahrten unternehmen kann.

Der Eintritt in das ganzjährig geöffnete Museum kostet £8.95. Für das leibliche Wohlbefinden sorgt das Restaurant Brewery Tap, das man man auch ohne Eintrittskarte besuchen kann; in der Beer Boutique hat man die Wahl unter einem riesigen Angebot an Flaschenbieren aus ganz Großbritannien.

Hier ist ein Film über einen Besuch im NBC.
Das Museum liegt am Rande des riesigen Molson Coors Firmengeländes. Die Zufahrt erfolgt über die Horninglow Street zu einem eigenen Besucherparkplatz.

The National Brewery Centre
Horninglow Street
Burton-upon-Trent
DE14 1NG

Brauereischilder am National Brewery Centre.    © Copyright M J Richardson and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Brauereischilder am National Brewery Centre.
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Ausstellungsstücke im National Brewing Centre.    © Copyright Roger  Kidd and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ausstellungsstücke im National Brewery Centre.
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Published in: on 14. Januar 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Sharp’s Brewery in Rock (Cornwall) und ihr „Doom Bar“-Ale

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Doom Bar ist der Name einer Sandbank in der Mündung des Camel Rivers an der Nordküste Cornwalls, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden ist; daher wohl auch der düstere, unheilschwangere Name.
Trotzdem ist ein außerordentlich beliebtes Bier nach dieser Sandbank benannt worden, das „Doom Bar“-Ale, gebraut von der Sharp’s Brewery in Rock (Cornwall). Der kleine Ort liegt auf der nordöstlichen Seite der Camel-Mündung, gegenüber von Padstow, wo der Koch Rick Stein sein Imperium hat. „Großbritanniens St Tropez“ und das „Kensington von Cornwall“ wird Rock auch genannt, weil hier viel Prominenz Urlaub macht.

Die Sharp’s Brewery hat sich 1994 hier niedergelassen, gegründet von einem gewissen Bill Sharp. Aus der kleinen Privatbrauerei hat sich eine große Firma entwickelt, die 2011 von dem US-amerikanischen und kanadischen Riesenkonzern Molson Coors Brewing Company aufgekauft wurde. Den Amerikanern stach offensichtlich der Erfolg des „Doom Bar“-Bitters ins Auge, von dem sie profitieren wollten.Es ist die Nummer 1 unter den Fassbieren in Großbritannien geworden, mit ständig steigenden Umsatzzahlen. Die Biersorte sorgt denn auch für 90% des Gesamtumsatzes der Brauerei. Das „Doom Bar“-Ale ist mit Auszeichnungen geradezu überschüttet worden; zuletzt bei der Vergabe der diesjährigen Taste of the West-Awards.

Aber hier in Rock werden natürlich noch andere Biersorten gebraut, auch wenn sie alle im Schatten des großen „Doom Bar“ stehen. Da gibt es z.B. noch das Cornish Pilsener, das Cornish Coaster, das Orchard und Sharp’s Own.

Eine Kuriosität am Rande: Chalky’s Bark und Chalky’s Bite gehören seit einiger Zeit in das Programm der Brauerei. Diese beiden Biere entstanden in Zusammenarbeit mit dem Meisterkoch der Meeresfrüchte Rick Stein aus Padstow. Beide sollen mit Meeresgetier besonders gut harmonieren. Benannt hat man die Biere nach Rick Steins Jack Russell Terrier Chalky, der meist bei den TV-Shows seines Herrchens anwesend war und eine eigene Fangemeinde hatte (er starb 2007).

Hier ist ein Doom Bar Beertasting zu sehen und hier eine Tour durch die Brauerei.

Sharp's Brewery in Rock (Cornwall).    © Copyright Tony Atkin and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die gefährliche Sandbank Doom Bar in der Mündung des Cames Rivers.    © Copyright Ian Knight and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die gefährliche Sandbank Doom Bar in der Mündung des Camel Rivers.
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Published in: on 2. Januar 2015 at 02:00  Comments (2)  
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Die Hogs Back Brewery in Tongham (Surrey)

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Auf dem Etikett meiner Bierflasche aus der Hogs Back Brewery steht in großen Buchstaben „T-E-A„, was aber nicht heißt, dass es sich hier um ein Teebier handelt, sondern um die Abkürzung für „Traditional English Ale“ und genauso schmeckt es auch, gebraut aus englischem Malz und Fuggles-Hopfen, der gleich um die Ecke in Puttenham angebaut wird. Ein für meine Begriffe hervorragendes Bier.

Die Hogs Back Brewery befindet sich etwas außerhalb des Ortes Tongham in Surrey, westlich von Guildford und vor den Toren von Aldershot. Benannt wurde sie nach dem Hog’s Back, einem Teil der North Downs Hügellandschaft. Die unabhängige Brauerei wurde 1992 von Martin Zillwood-Hunt und Anthony Stanton-Precious gegründet und war von Anfang an von Erfolg gekrönt. Heute stellt sie ca 58 000 Pints pro Woche her.

Das Traditional English Ale ist das meistverkaufte Bier der Firma; es hat einen Alkoholgehalt von 4,2%. Hier ist ein Film mit einer Verkostung des Bieres.
Weitere Produkte aus dem Hause Hogs Back sind u.a. das Saisonbier Advent Ale („perfect for enjoying by the fire place on the crisp wintery evenings leading up to Christmas“), das OTT (Old Tongham Tasty) und England’s Glory.

Bei zahlreichen Bierfestivals hat die Hogs Back Brewery Preise für ihre Produkte gewonnen, so z.B. für das „T-E-A“ bei der International Beer Challenge 2011 und beim Woking Beer Festival 2011.
Die Brauerei bietet an fünf Tagen in der Woche Besichtigungstouren an ( £12.50) und unterhält einen Shop, in dem alle Biere des Hauses, aber auch viele Biere aus allen Teilen der Welt verkauft werden.

Hier ist ein Film vom Stand der Hogs Back Brewery beim Great British Beer Festival 2012.

Die Hogs Back Brewery in Tongham (Surrey).    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Verkaufsstand der Hogs Back Brewery auf dem Markt von Guildford.    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Hopfenanbau in Puttenham (Surrey).    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 8. Dezember 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Goddards Brewery bei Ryde auf der Isle of Wight

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Bis auf wenige Ausnahmen bekommt man die Biere aus der Goddards Brewery fast nur in Pubs im Süden Englands und da vor allem auf der Isle of Wight, denn das ist auch der Standort der Brauerei. 1993 gründete Anthony Goddard seine Firma auf dem Gelände der Barnsley Farm in der Nähe der Stadt Ryde. Nachdem er durch den Versicherungskonzern Lloyd’s sehr viel Geld verloren hatte und beinahe ruiniert war, musste sich Goddard, der vorher einen gutgehenden Weinbaubetrieb leitete, wieder von vorn anfangen und entschied sich dafür, eine Brauerei aufzubauen, was ihm auch hier auf der Isle of Wight gelang. Seit Mitte des vorigen Jahres hat sein Schwiegersohn Patrick Birley die Leitung der Firma übernommen.

Die Biere der Goddards Brewery haben witzige Namen; ich habe vier Sorten probiert:
Ale of Wight; ein nettes Wortspiel. „Originally brewed with summer evenings in mind“, so umschreibt die Brauerei ihr Bier, das 4% Alkoholgehalt in der Flaschenabfüllung hat, das Fassbier hat nur 3,7%.

Scrumdiggity hat ebenfalls 4%. Der Name beschreibt das Gefühl der Erleichterung, wenn man über eine längere Zeit mit voller Blase auf der Suche nach einer Toilette durch die Gegend gelaufen ist und besagte Blase nun endlich entleert hat.

Duck’s Folly ist mit 5,2% etwas stärker. Der Name ist ein Anagramm; mit der entsprechenden Buchstabenumstellung bekommt man schnell heraus, was Anthony Goddard von der Firma Lloyd’s hält.

Fuggle-Dee-Dum ist ein Bier mit 4,8% Alkoholgehalt, dessen Name auf die englische Hopfensorte Fuggles anspielt.

Auf den Etiketten der Biere aus dem Hause Goddards ist ein Mann mit einem Krug Ale in der Hand abgebildet, der offensichtlich gerade eine Siesta hält. Bei dem „Snoozing Man“ handelt es sich um einen Schäfer, der die Verbundenheit mit dem Land symbolisieren soll.

Die Produkte der Goddards Brewery kann man in dem Laden „Made on the Isle of Wight“ kaufen, der, wie auch die Brauerei, an der Bullen Road liegt.

Hier ist ein Film über die Brauerei und in diesem Film wird Fuggle-Dee-Dum probiert.

Goddards Brewery
Barnsley Farm
Bullen Road
Ryde, Isle of Wight
PO33 1QF

Eigenes Foto.

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Published in: on 16. November 2014 at 02:00  Comments (1)  
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Der Setley Ridge Vineyard und Farm Shop bei Brockenhurst in Hampshire

Eigenes Foto.

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In der September-Ausgabe der Zeitschrift „Hampshire Life“ las ich einen Artikel über Weinanbau in dieser südlichen Grafschaft Englands, und da beschloss ich, eines dieser Weinanbaugebiete zu besuchen, das mitten im New Forest liegt.

Setley Ridge Vineyard und Farmshop ist südlich des kleinen Städtchens Brockenhurst zu finden, ein kleines hübsches Verkaufsgebäude, umgeben von Gewächshäusern, deren Produkte man hier auch kaufen kann. Fünf Weine werden produziert, die wir in dem Farmshop probiert haben: Drei Rotweine, zwei Weißweine und ein Rosé.
Diese werden aus den Rebsorten Rondo, Pinot Noir, Bachus und Reichensteiner hergestellt. Wir fanden die Weine recht gut gelungen, allerdings sind sie auch nicht gerade billig. Der Medium Dry kostete rund €13, die Rotweine etwa €17. Eine Besichtigung des Weinkellers war zur Zeit unseres Besuches nicht möglich.

Ich kann den Farmshop unbedingt für einen Einkauf empfehlen!! In dem hübsch eingerichteten Laden werden Produkte aus der Region angeboten. Da gibt es z.B. Bier von der Isle of Wight, Knoblauch in allen möglichen Zusammensetzungen, ebenfalls von der Isle of Wight (ich berichtete einmal in meinem Blog darüber), Käse von der Lyburn Farm bei Salisbury, Wild aus dem New Forest, Schokolade aus dem Beaulieu Chocolate Studio, nur ein paar Kilometer entfernt, Ziegenmilchseifen von Cyril’s Goats Shed, Marmeladen und Chutneys, Kuchen und Gebäck. Ich hätte mich in dem Laden stundenlang aufhalten können.

Paul und Hayley Girling betreiben den Setley Ridge Vineyard und den Farmshop. Wir erlebten einen sehr freundlichen Empfang und wer sich im New Forest aufhält, sollte unbedingt hier einmal vorbeischauen. Ich garantiere, dass jeder etwas finden wird, auch als Mitbringsel für zuhause. Setley Ridge liegt direkt an der A337, der Lymington Road, die von Brockenhurst nach Lymington führt.

Mein Buchtipp – Jessica Boak & Ray Bailey: Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer

Foto meines Exemplares.

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Die beiden Bier-Blogger Jessica Boak und Ray Bailey (hier geht es zu ihrem Blog) haben sich in ihrem aktuellen Buch „Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer“ einmal in der britischen Brauereiszene umgesehen und berichten darüber, was sich da in den letzten Jahrzehnten getan hat. Geprägt wurde die Brauereilandschaft von den Big Six, das sind die Riesen-Brauereien, die andere aufgekauft oder die sich mit anderen zusammengeschlossen haben. 1971 gründete sich die CAMRA, die Campaign for Real Ale, die gegen die industriellen Herstellungsverfahren und den damit einhergehenden Qualitätsverlust der britischen Biere ankämpft. Dieser Interessenverband setzt sich nach wie vor für traditionell gebraute Biere ein, wird aber auch von kleineren Brauereien kritisiert, nach deren Meinung CAMRA zu starrsinnig ist und neue kreative Biere nicht gelten lassen will.

Da gibt es progressive Brauereien wie die 2007 von James Watt und Martin Dickie gegründete schottische BrewDog Brewery, die gern die Bierwelt mit außergewöhnlichen Produkten schockiert. Biere mit Namen wie Tactical Nuclear Penguin und Sink the Bismarck wurden auf den Markt gebracht, die 32% bzw. 41% Alkoholgehalt hatten.

Die Wild Beer Co bei Shepton Mallet in Somerset produziert beispielsweise ein „Bier“ namens Ninkasi, in dem Apfelsaft, eine sonst bei der Champagnerherstellung verwendete Hefe und Hopfen aus Neuseeland Anwendung findet und das in 0,75-Literflaschen mit einem wachsversiegelten Verschluss auf den Markt kommt.

Ein Dauerthema unter britischen Brauern, Pubbesitzern und Biertrinkern und auch in diesem Buch ist „Keg Ale“ oder „Cask Ale„. Ein Keg ist ein „Mehrwegfass, welches speziell zum industriellen Befüllen und der keimfreien Lagerung von Getränken entwickelt wurde“ (so die Wikipedia), während Cask „die alte Fassform für die Luftpumpenzapfung“ (ebenfalls Wikipedia) ist. Da prallen Welten aufeinander, Tradition gegen Moderne.

Für diejenigen, die sich intensiv mit britischen Bieren, ihren Pionieren und deren Brauereien beschäftigen möchten, ist dieses Buch eine hochinteressante Lektüre.

Jessica Boak & Ray Bailey: Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer. Aurum Press 2014.298 Seiten. ISBN 978-1-78131-186-8.

 

Published in: on 17. Oktober 2014 at 02:00  Comments (2)  

Die Timothy Taylor Brewery in Keighley (West Yorkshire) – Die beste Brauerei in ganz Großbritannien?

Eigenes Foto.

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In meinem Blogeintrag vom 17. August über das Great British Beer Festival 2014 schrieb ich:
„Als bestes Bier Großbritanniens des Jahres 2014, über alle Kategorien hinweg, wurde ein Produkt einer Brauerei aus der grauen Stadt im Moor, Keighley in West Yorkshire, ausgezeichnet: “Boltmaker” (“A well-balanced, genuine Yorkshire Bitter, with a full measure of maltiness and hoppy aroma”) aus dem Hause Timothy Taylor. Das Bitter Beer aus dem Norden Englands, benannt nach dem Pub “Boltmakers Arms” in Keighley, der der Brauerei gehört, konnte die Jury überzeugen und wurde zum Champion Beer of Britain 2014 ernannt. Seit 1858 besteht Timothy Taylor schon, deren mehrfach preisgekrönte Biere nicht nur in Yorkshires Pubs zu finden sind, sondern im ganzen Land“.

Nachdem ich gerade ein Bier aus dem Hause Timothy Taylor getrunken habe, möchte ich die Brauerei einmal etwas näher vorstellen. „Championship Beers“ steht auf dem Etikett, zu Recht, denn Biere aus der Brauerei in Keighley in West Yorkshire wurden schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wie z.B. „Timothy Taylor’s Landlord„, das bekannteste Bier, das ich heute probiert habe. Es soll einmal Madonnas Lieblingsbier gewesen sein wie der „Independent“ vor einigen Jahren berichtete. Seit 1953 schon wird es unter diesem Namen als Fassbier angeboten und hat mehr Auszeichnungen und Preise eingeheimst als jedes andere englische Bier. Der Alkoholgehalt dieses Bitters liegt bei 4,3%.

Neben dem oben schon erwähnten „Boltmaker“ werden in Keighley noch das „Golden Best“, das „Dark Mild“, das „Ram Tam“ (ein „Winter Warmer“) und das „Havercake Ale“ gebraut.

1858 startete Timothy Taylor, der 1826 in Bingley in West Yorkshire geboren wurde, die Brauerei im Cook Lane in Keighley, zog aber schon fünf Jahre später in die neugebaute Knowle Spring Brewery um. 1894 bohrte man einen tiefen Brunnen an dieser Stelle, und das Wasser daraus wird noch heute zum Brauen benutzt. Timothy Taylor ist nach wie vor eine unabhängige Brauerei und wurde noch nicht von einem der Brauerei-Riesen des Landes „geschluckt“.

Zu Timothy Taylor gehören einige Pubs in Keighley und in einem weiteren Umkreis wie z.B. der Fleece Inn in Haworth, die Royal Oak in Ripon und The Woolly Sheep in Skipton.

Besichtigungen der Brauerei sind nicht möglich, auch ein Besucherzentrum existiert nicht, dafür gibt es einen Webshop auf der Homepage, in dem man Bier und „Devotionalien“ wie T-Shirts, Manschettenknöpfe usw. kaufen kann. Wer sich die Brauereigebäude trotzdem einmal von der Straße aus ansehen möchte, Timothy Taylor liegt im südlichen Stadtzentrum von Keighley an der Queen’s Road.

Hier ist ein Tasting des „Landlords“ zu sehen und hier kann man den Brauvorgang in 60 Sekunden miterleben.

Timothy Taylor & Co. Limited
Knowle Spring Brewery
Keighley
West Yorkshire, BD21 1AW

Timothy Taylor's Brewery in Keighley (West Yorkshire).    © Copyright Graham Hogg and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Timothy Taylor’s Brewery in Keighley (West Yorkshire).
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The Fleece Inn in Haworth (West Yorkshire), einer der Timothy Taylor Pubs.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Fleece in Haworth (West Yorkshire), einer der Timothy Taylor Pubs.
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Published in: on 14. Oktober 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Hall & Woodhouse in Blandford St Mary (Dorset) – Die Brauerei mit dem Dachs

Hall & Woodhouse in Blandford St Mary (Dorset).    © Copyright Mike Faherty and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hall & Woodhouse in Blandford St Mary (Dorset).
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Fursty Ferret ist der Name eines Bieres, das ich kürzlich trank, ein Bitter mit 4,4% Alkoholgehalt. Auf dem Etikett  machen sich einige Frettchen an einem Bierfass zu schaffen; was sie da genau treiben, erklärt das rückwärtige Etikett: Als das idyllische Landhaus der Miss Rose Gribble in ein Gasthaus umgewandelt wurde, sollen sich die neugierigen Frettchen des Ortes an der Hintertür des Pubs versammelt haben, um das selbstgebraute Bier zu probieren. Das Etikett verrät auch den Geschmack des Fursty Ferret: „A tawny amber ale with a sweet nutty palate and a happy aroma with hints of Seville oranges„. Ich muss zugeben, dass ich die Orangen nicht herausgeschmeckt habe, aber trotzdem hat mir das Bier gefallen. Der besagte Gribble Inn steht übrigens in Oving bei Chichester (West Sussex) und der wurde leider bei einem Feuer am 19. Juli diesen Jahres schwer beschädigt. Man hofft, dass er wieder aufgebaut werden kann (die Frettchen waren an dem Brand unschuldig; sie haben eidesstattlich versichert, dass sie an der Hintertür nicht gezündelt haben!)

Hergestellt wird das Fursty Ferret und zahlreiche andere Biersorten in Blandford St Mary in Dorset, das ist ein kleiner Ort,  den der River Stour vom größeren Blandford Forum trennt. Beide sind durch eine Brücke miteinander verbunden. In der Bournemouth Road findet man die Hall & Woodhouse Badger Brewery, benannt nach dem Firmengründer Charles Hall, der 1777 den Grundstein legte und George Woodhouse, der 1847 eine Partnerschaft mit den Halls einging. Der „badger„, also der Dachs, ist das Firmenlogo.

Man stellt hier in Blandford St Mary auch eine Reihe von Saisonbieren her wie „Leaping Legend“, „Golden Glory“ und „Hopping Hare“. Fast alle Biere von Hall & Woodhouse sind schon einmal mit Preisen ausgezeichnet worden.

Der Brauerei gehören auch zahlreiche Pubs im gesamten Süden Englands. Im Visitor Centre an der Bournemouth Road kann man sich über die Geschichte der Brauerei informieren und an geführten Touren teilnehmen, die in der Regel montags bis samstags um 11 Uhr beginnen, zwei Stunden dauern und £10 kosten.

Hier ist ein Werbespot für das Fursty Ferret-Bier und hier ein Biertasting.

Hall & Woodhouse
The Brewery
Blandford St Mary
Dorset
DT11 9LS
Tel. 01258 486004

Eigenes Foto.

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Einer der Hall & Woodhouse-Pubs: Ye Olde George in East Meon (Hampshire).    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Einer der Hall & Woodhouse-Pubs:
Ye Olde George in East Meon (Hampshire).
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Published in: on 15. September 2014 at 02:00  Comments (3)  
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Großbritanniens beste Biere des Jahres 2014

Das Olympia in der Hammersmith Road - Hier fand das Great British Beer Festival 2014 statt.    © Copyright Martin Addison and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Olympia in der Londoner Hammersmith Road – Hier fand das Great British Beer Festival 2014 statt.
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„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der beste Brauer im ganzen Land?“. So oder ähnlich stellt sich die Frage alljährlich beim Great British Beer Festival, das in diesem Jahr vom 12. bis zum 16. August im Londoner Olympia in der Hammersmith Road stattfand. 55 000 Bierfans konnten sich in zwei Ausstellungshallen Hunderte von Bieren schmecken lassen, die von den Brauereien des Landes zum Probieren angeboten wurden. Auch einige ausländische Biere, u.a. aus Deutschland, waren bei Großbritanniens größtem Festival seiner Art vertreten.
Der Höhepunkt der Veranstaltung ist jedes Jahr die Verkündung der Beer Champions in den einzelnen Kategorien. Hier ist ein Überblick:

Als bestes Bier Großbritanniens des Jahres 2014, über alle Kategorien hinweg, wurde ein Produkt einer Brauerei aus der grauen Stadt im Moor, Keighley in West Yorkshire, ausgezeichnet: „Boltmaker“ („A well-balanced, genuine Yorkshire Bitter, with a full measure of maltiness and hoppy aroma“) aus dem Hause Timothy Taylor. Das Bitter Beer aus dem Norden Englands, benannt nach dem Pub „Boltmakers Arms“ in Keighley, der der Brauerei gehört, konnte die Jury überzeugen und wurde zum Champion Beer of Britain 2014 ernannt. Seit 1858 besteht Timothy Taylor schon, deren mehrfach preisgekrönte Biere nicht nur in Yorkshires Pubs zu finden sind, sondern im ganzen Land. Die Webseiten der Brauerei bieten einen Pubfinder an, der alle Gasthöfe verzeichnet, die TTs Bier auschenken. Übrigens kam auch im vergangenen Jahr der Champion aus West Yorkshire; da war es das 1872 Porter der Elland Brewery in Elland (zwischen Huddersfield und Halifax gelegen).

Auf Platz 2 landete ein Bier namens Citra der Brauerei Oakham Ales, die ihren Sitz in Peterborough in Cambridgeshire hat.  Die Charakterisierung laut Brauerei:  „A light refreshing beer with pungent grapefruit, lychee and gooseberry aromas leading to a dry, bitter finish“.

Auf Platz 3 schließlich kam ein Bier mit dem Namen Darwin’s Origin („Crisp, tart, fruity and refreshing but also with a juicy malt background“) der Salopian Brewery aus Shrewsbury (Shropshire). Es wird zu Ehren Charles Darwins gebraut, der 1809 in Shrewsbury geboren wurde. Selbstverständlich ziert auch ein Konterfei des großen Naturwissenschaftlers das Etikett der Bierflaschen.

In der Kategorie „Specialty Beers“ siegte das Triple Chocoholic („Chocolate malts, cocoa, chocolate essence combines to provide a strong chocolate bouquet and a rich chocolate flavour“) der Saltaire Brewery in Shipley (West Yorkshire). Ich habe einmal das Schokoladenbier „Youngs Luxury Double Chocolate“ probiert, muss aber sagen, dass das nicht so ganz mein Fall war.
Den zweiten Platz dieser Kategorie nahm das Way Out Wheat („Hefeweizen style wheat beer, a slightly sweeter edge with coriander and sweet orange peel“) der Offbeat Brewery in Crewe (Cheshire) ein, die u.a. auch ein Bier mit Blaubeergeschmack herstellt.
Die Brauerei Peak Ales, die auf dem Gelände des Chatsworth Estates in Derbyshire liegt, gelangte mit ihrem Bier Chatsworth Gold („Chatsworth Gold is a golden beer made with honey from the Chatsworth Estate. The delicate sweetness is well balanced with bitterness from Goldings and Fuggles hops“) auf den dritten Platz.

Wer sich die ausgezeichneten Biere in allen Kategorien ansehen möchte, der kann das hier tun.

Published in: on 17. August 2014 at 02:00  Comments (1)  
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Shire Horses – Die hübschen starken Pferde, die noch im Einsatz für einige Brauereien sind

Monty und Winston von der Harvey's Brewery in Lewes.   © Copyright Paul Gillett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Monty und Winston von der Harvey’s Brewery in Lewes.
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Shires Horses, also die schweren Arbeitspferde, waren früher einmal für Brauereien sehr wichtig, da durch sie die Pubs mit Bierfässern beliefert wurden. Die „Gentle Giants“ erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit und so gibt es eine Shire Horse Society, „dedicated to the protection, promotion and improvement of the Shire horse“, deren Schutzherrin die Queen ist. Die Pubs werden seit langem per LKW beliefert, aber einige Brauereien besitzen noch immer Pferde, die sie im täglichen Einsatz haben oder die zu besonderen Anlässen verwendet werden. Hier sind ein paar Beispiele:

Nelson, Major und Albert heißen die drei Pferde der Hook Norton Brewery in Hook Norton in Oxfordshire (ich berichtete in meinem Blog darüber). An zwei Tagen in der Woche beliefern diese Shire Horses Pubs in der näheren Umgebung der Brauerei. Ich mag diesen abgelegenen Ort in den Cotswolds und ich kann einen Besuch der Brauerei sehr empfehlen. Zweimal am Tag finden zweistündige Führungen statt, bei denen auch die Ställe und Nelson, Major und Albert gezeigt werden, wenn sie denn nicht gerade ihre Pubrunden machen. Hier ist ein Film über die Hook Norton Brewery in dem auch die Pferde zu sehen sind.

Monty und Winston sind die Kollegen der drei Oxfordshire Shire Horses, die in der Harvey’s Brewery in Lewes (West Sussex) eingesetzt werden. Die beiden freuen sich immer schon auf den Dienstag, denn dann werden sie vor eine Kutsche gespannt und haben das Vergnügen, einige Pubs in Lewes mit Bierfässern zu beliefern. Monty und Weston haben sogar schon einmal die Bekanntschaft der Queen gemacht, als sie die Harvey’s Brewery besuchte. Zu diesem Anlass wurden die Pferde besonders hübsch zurechtgemacht und sie waren besonders stolz darauf, den neuen „dray cart“, also die neue Bierkutsche ziehen zu dürfen. Hier sind die beiden Pferde im Film zu sehen.

Die Shire Horses der Wadworth Brewery in Devizes (Wiltshire) heißen Monty und Max und werden dort liebevoll von Martin und Callum Whittle gepflegt. Auch diese beiden Pferde werden für Pubbelieferungen in einem Umkreis von drei Kilometern eingesetzt und nebenbei treten sie, wie auch die bereits erwähnten anderen Brauereipferde, bei Festivals und anderen Veranstaltungen auf. Monty und Max haben mit ihren Besitzern einen Urlaubsanspruch ausgehandelt; jedes Jahr dürfen sie bei voller Kost und Logis zwei Wochen lang auf eine saftige Weide, wo sie Kraft tanken, um weiterhin schwere Bierfässer durch Devizes ziehen zu können. Dieser Film zeigt den Urlaubsantritt der Pferde (von den vier hier gezeigten, sind nur noch Monty und Max im aktiven Dienst).

Einen vollen Terminkalender haben auch Trooper und Royale von der Robinsons Brewery in Stockport bei Manchester (sie haben sogar eine eigene Facebook-Seite!). Ihr Aufgabenbereich: Anwesenheit auf Festivals, Shows und Country Fairs, sowie „promotional events, anniversaries, pub openings and notable celebrations“ wie es  auf der Webseite der Brauerei steht. Dort steht auch zu lesen, dass ihr Tag um 6.30 Uhr mit dem Frühstück beginnt und um 20.30 Uhr mit dem Abendessen endet. Dieser Film zeigt wie Trooper vor einen Bierwagen gespannt wird; von Royale ist leider nichts zu sehen.

Da wir Royale von der Robinsons's Brewery in Stockport bei Manchester vermissten, hier ist wenigstens ein Foto dem zweiten Shire Horse.   © Copyright Gerald England and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Da wir Royale von der Robinsons’s Brewery in Stockport im Film vermissten, hier ist wenigstens ein Foto von ihm.
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Monty von der Wadworth Brewery in Devizes (Wiltshire).   © Copyright Shazz and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Monty von der Wadworth Brewery in Devizes (Wiltshire).
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Published in: on 26. Juni 2014 at 02:00  Comments (4)  
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Die Jennings Brewery in Cockermouth (Cumbria)

Eigenes Foto.

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Vielleicht ist es das klare Wasser des Lake Districts, das die Biere aus der Jennings Brewery so gut schmecken lässt; mir gefiel jedenfalls das „Cumberland Ale“ aus der Brauerei in Cockermouth (Cumbria), das ich kürzlich trank, sehr gut. Für alle, die diese ehemalige Familienbrauerei einmal besichtigen möchten: Sie liegt passenderweise am Brewery Lane, dort wo die beiden Flüsse Cocker und Derwent zusammenfließen (und hin und wieder für eine Überschwemmung sorgen; s. dazu meinen Blogeintrag). Dort werden Führungen angeboten, die in der Hauptreisezeit von April bis Oktober täglich, außer sonntags, um 12 Uhr und um 14 Uhr stattfinden. Für £8 kann man die Brauerei besichtigen und zum (krönenden) Abschluss die Biere des Hauses probieren. Der angeschlossene Shop bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit einigen Flaschen Jennings Bitter, Cocker Hoop oder Sneck Lifter einzudecken.

Die Brauerei wurde schon 1828 von der Jennings-Familie gegründet; anfangs wurde das Bier in Lorton gebraut, bis man später in das sechs Kilometer entfernte Cockermouth zog. Dort stand die Castle Brewery zum Verkauf, die man übernahm und wo man bis heute Bier produziert. Die Brauerei florierte, man kaufte kleinere Brauereien sowie Pubs hinzu und das Unternehmen blieb in Familienhand, bis es 2005 von dem Konzern Marston’s PLC übernommen wurde. Diese in Wolverhampton ansässige Firma besitzt noch andere Brauereien wie z.B. die Wychwood Brewery in Witney (Oxfordshire) über die ich schon einmal berichtete. Außerdem nennt sie über 2000 Pubs im ganzen Land ihr eigen.
Von dem Besitzerwechsel profitierte die Jennings Brewery (anders als befürchtet), denn es wurde Geld investiert und Arbeitsplätze erhalten.

Ich nannte schon die Namen der Biere, die hier in Cockermouth produziert werden; zusätzlich gibt es noch die saisonalen Biere. Jeden Monat wird ein anderes Produkt auf den Markt gebracht. Im Augenblick, im Monat April, ist es das Red Rascal, im Mai wird es das Gold Digger sein. Man hat hier offensichtlich einen sehr erfindungsreichen Namengeber für die Erzeugnisse des Hauses. Sehr schön finde ich auch die Namen Lakeland Stunner (März), Blazing Saddles (September) und World’s Biggest Liar (November).

Hier ist ein Tasting des von mir probierten Cumberland Ales.

Jennings Brewery
Brewery Lane
Cockermouth, Cumbria, CA13 9NE
Tel. 0845 1297190

Eigenes Foto.

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Die Gebäude der Jennings Brewery in Cockermouth (Cumbria).    © Copyright Alexander P Kapp and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Gebäude der Jennings Brewery in Cockermouth (Cumbria).
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Published in: on 30. April 2014 at 02:00  Comments (6)  
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Everards Brewery in Narborough (Leicestershire)

Everards Brewery in Narborough (Leicestershire).    © Copyright Mat Fascione

Everards Brewery in Narborough (Leicestershire).
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Gestern trank ich ein Bier von der Everards Brewery, die in Narborough in Leicestershire ansässig ist. Es war das Original Premium Ale mit 4,7% Alkoholgehalt. 1849 braute William Everard sein erstes Bier und bis heute ist die Brauerei in Familienbesitz und (noch) nicht von einem der großen Konzerne übernommen worden. Als Everards Brewery 1999 sein 150jähriges Bestehen feierte, konnte sie sogar Prince Philip, den Gemahl der Königin, als Ehrengast begrüßen. Doch die Brauer haben noch ein weiteres Standbein: Sie besitzen über 170 Pubs, die sie verpachtet haben, und die sich alle in einem Umkreis von 100 Kilometern befinden.

Bereits viermal wurde die Brauerei mit der Auszeichnung Pub Company of the Year bedacht, zuletzt in diesem Jahr.

Außer dem von mir probierten Original Premium Ale werden u.a. noch folgende Sorten in Narborough gebraut:
Beacon Bitter mit nur schwachen 3.8%
Sunchaser Blonde Beer mit 4%, eine Art Lager Bier
Tiger Best Bitter mit 4,2%, das offizielle Bier der Rugbymannschaft Leicester Tigers.
Flourish Bitter mit 3,5%, ein Sommerbier
– Das Pumpkin Ale hat 3,8% und wird zu Hallowe’en hergestellt.
Sleighbell Premium Ale ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Weihnachtsbier, dem man 4,5% Alkoholgehalt spendiert hat.

Hier ist eine Verkostung des Tiger Best Bitters im Film.

Der Brauerei-Shop ist außer Sonntag täglich geöffnet; hier kann man, neben allen Biersorten, auch „Devotionalien“ wie Boxershorts, Poloshirts und Regenschirme kaufen mit denen man dann für die Brauerei kostenlos Reklame laufen darf.

Dieser Film gibt einen Überblick über die Geschichte der Everards Brewery.

Apropos Narborough: 1983 und 1986 ereigneten sich hier die Narborough Village Murders über die ich schon einmal berichtete.

Everards Brewery
Castle Acres
Narborough, Leicestershire. LE19 1BY

Eigenes Foto.

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Published in: on 25. August 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Breaking News – Das erste Bier zu Ehren des neugeborenen königlichen Nachwuchses ist da!!!

Die Chiltern Brewery     © Copyright Shaun Ferguson

Die Chiltern Brewery in Terrick (Buckinghamshire)
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Da hat die Chiltern Brewery in Terrick bei Aylesbury in Buckinghamshire aber schnell gehandelt. Das erste Bier für den neuen kleinen royalen Zugang ist da! „Royal Male“ heißt es, „to celebrate the birth of Prince George Alexander Louis Windsor on 22nd July 2013″.

Das 7,2% Vol. starke Ale kostet £5.90 pro Halbliter-Flasche und ist in limitierter Auflage erhältlich. „Wet the Royal Baby’s head in style!“ heißt es auf der Webseite der Brauerei und die Beschreibung des Bieres lautet: „It is a strong, pale bronze ale with hints of orange peel, creamy malts and citrus hops“.

Wer es bestellen möchte, kann das über die Homepage der Chiltern Brewery tun oder einfach dort vorbeifahren. Hier ist die Adresse:

Chiltern Brewery
Nash Lee Road
Terrick
Aylesbury
Buckinghamshire
HP17 0TQ

Published in: on 26. Juli 2013 at 14:52  Schreibe einen Kommentar  
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Die Rebellion Brewery in Marlow Bottom (Buckinghamshire)

Mein Rebellion-Bier im Biergarten des Queen's Head in Little Marlow. Eigenes Foto.

Mein Rebellion-Bier im Biergarten des Queen’s Head in Little Marlow.
Eigenes Foto.

Meine erste Begegnung mit einem Bier der Rebellion Brewery hatte ich letzten Sonntag in The Queen’s Head in Little Marlow. Die Brauerei liegt nur ein paar Kilometer von diesem hübschen, versteckten Pub entfernt (der mehrfach für die Inspector-Barnaby-Serie verwendet wurde), ausgeschildert von der Ausfallstraße von Marlow Richtung Bourne End, der A4155.

Die 1993 gegründete Brauerei ist eine jener Micro Breweries, die überwiegend den lokalen bzw. regionalen Markt versorgen. Hier werden ganzjährig drei Biere produziert: Das Rebellion IPA, das Rebellion Smuggler und das Rebellion Mutiny. Dazu kommen saisonale (Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter) und monatlich wechselnde Biere wie zuletzt im Mai das Rebellion Googly (…a deceptive, red beer that turns in unpredictable and surprising ways.“). Das nächste, nur im Juni gebraute Bier, ist das Rebellion Green Shoots („Amber and Refreshing“).

Bei den nationalen Bierwettbewerben hat die Brauerei aus Marlow auch schon mehrere Auszeichnungen erhalten; so z.B.bei den SIBA (Society of Independent Brewers) Nationals, wo das IPA zweimal Gold erhielt.

Jeden ersten Dienstag im Monat veranstaltet die Brauerei eine Open Night, bei der man für £10 Eintritt die Biere des Hauses probieren kann und bekommt zusätzlich noch Gutscheine für 5 Halbliter-Biere und ein Rebellion-Bierglas.

Im Shop der Brauerei kann man das gesamte Spektrum an Bieren kaufen, darüber hinaus auch Wein, Cider und regionale Produkte.

Hier ist ein Film über die Geschichte der Brauerei.

Rebellion Beer Co. Ltd.
Bencombe Farm
Marlow Bottom, Bucks, SL7 3LT
Tel: 01628 476594

Published in: on 31. Mai 2013 at 02:00  Comments (1)  
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Die Dartmoor Brewery in Princetown (Devon) – Hier wird das berühmte Jail Ale gebraut

   © Copyright David Smith

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Princetown, mitten im Dartmoor gelegen, beherbergt das noch immer berühmt-berüchtigte Dartmoor Prison, in dem einst Schwerverbrecher einsaßen, das heute aber zur Kategorie C zählt („Those who cannot be trusted in open conditions but who are unlikely to try to escape“). Ich berichtete in meinem Blog schon einmal darüber.

Princetown habe ich als ziemlich graue Stadt erlebt, vielleicht lag das aber auch an dem trüben Wetter und bei Sonnenschein mag das alles freundlicher aussehen, doch das den Ort beherrschende Gefängnis trägt nicht gerade zu einer positiven Stimmung bei.

Es gibt aber auch Erfreuliches über den Ort zu berichten, z.B. dass hier Englands höchstgelegene Brauerei zu finden ist, die von sich selbstbewusst behauptet, auch die Beste im ganzen Land zu sein: Die Dartmoor Brewery. Seit 1994 wird hier gebraut; der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und so zog man 2005 in ein neues Gebäude an der Station Road, dessen Braueinrichtung in Deutschland angefertigt wurde.

Wie sollte man sein Bier nun nennen, hier oben im Dartmoor? Natürlich, das Gefängnis wurde zum  Namensgeber des bekanntesten Bieres aus der Brauerei: Jail Ale. „This is a full bodied mid-brown beer with a well rounded flavour and a sweet Moorish aftertaste“, so die Beschreibung des Bieres, das mehrfach mit Auszeichnungen versehen worden ist.

Weitere Sorten aus der Dartmoor Brewery:
Legend – The West Country’s finest traditional cask ale („The combination of cool pure Dartmoor Water, the finest Devon Grown Malted Barley and the best of English Hops has created a classic cask conditioned beer smooth full flavoured and balanced with a delicious crispy malt fruit finish“)

Dartmoor IPA (IPA steht für India Pale Ale) –  „This is a highly drinkable amber coloured beer. It has a deliciously smooth thirst quenching taste and subtle hop aroma.“

Three Hares („Ale that is made with Heather Honey sourced only from the Moor. This produces delicious golden brown ale with a rich spicy taste of Dartmoor heather honey and a hint of apricots“).

Hoffen wir, dass die Brauerei unabhängig und im Familienbesitz bleibt und nicht von einem der großen Konzerne aufgekauft wird.

Hier ist ein Werbespot für das Jail Ale und hier ein Biertasting.

Dartmoor Brewery Ltd
Station Road
Princetown
Devon
PL20 6QX
Tel. 01822 890789

Published in: on 17. April 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Sharpham Vineyards bei Totnes (Devon)

Das Sharpham House und die Weinberge.   © Copyright David Hawgood

Das Sharpham House und die Weinberge.
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Von Totnes in Devon sind es nur wenige Kilometer bis zu den Sharpham Vineyards, am River Dart gelegen und überragt vom Sharpham House. Seit 20 Jahren wird auf dem Gelände des Sharpham Estates schon Wein angebaut, der mittlerweile mehrfach ausgezeichnet worden ist und über einen guten Ruf verfügt.

Sehr beliebt sind die Touren durch die Weinberge. Das beginnt bei der einfachen Tour ohne Weinprobe, bei der man sich ohne Führung das Gelände ansehen kann und endet mit The Sharpham Wine Experience, die stolze £65 kostet, die dafür aber auch einiges bietet wie u.a.: Ein Glas Sekt bei der Ankunft, Besuch des Sharpham House, eine geführte Tour durch die Weinberge, eine Weinprobe und ein Mittagessen.

Angebaut werden hier mehrere Traubensorten wie Dornfelder, Pinot Noir und die weniger bekannten Phoenix und Madeleine Angevine. Wein und Sekt aus Devon? Der ist bestimmt sauer und taugt nicht viel, werden sicher viele Deutsche sagen, die die Weine aus England noch nie probiert haben. Aber weit gefehlt: Englische Weine, und auch gerade englischer Sekt, befinden sich seit Jahren auf einem Höhenflug und heimsen immer mehr Preise bei internationalen Weinverkostungen ein. So wurde der Sharpham Sparkling Reserve NV mehrfach ausgezeichnet, der allerdings auch vom Preis her mit £29.95 im Bereich der Champagner liegt.
Zwei Rosés sind im Programm:Der Sharpham Rosé und der Sharpham Whole Berry Rosé. Von den vier Weißweinen werden zwei zu 100% aus Madeleine Angevine-Trauben hergestellt: Der Sharpham Estate Selection Dry und der Sharpham New Release 2012. Das Flaggschiff unter den Rotweinen ist der Sharpham Pinot Noir & Précoce zu £22.50. Wir haben es hier also beileibe nicht mit Billigweinen zu tun.

Da zu Wein natürlich Käse optimal passt, hat man neben den Wein-Produktionsanlagen gleich noch eine Käserei gebaut, deren Erzeugnisse international und national ebenfalls mit Preisen ausgezeichnet wurden. Sharpham Rustic Chives and Garlic, Sharpham Elmhirst und Sharpham Ticklemore Goat sind einige der hier produzierten Käse.

Das angeschlossene The Vineyard Café mit Blick auf den River Dart wurde übrigens 2011 vom The Good Food Guide mit dem Preis „Best Alfresco Restaurant“ ausgezeichnet. Geöffnet wird es wieder ab dem 1.Mai 2013. Die Weine und den Käse kann man natürlich direkt im Shop der Sharpham Vineyards kaufen.

Sharpham Estate
Ashprington
Totnes, Devon TQ9 7UT
Tel. 01803 732203

Die Weinberge und der River Dart.   © Copyright Simon Palmer

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Published in: on 10. April 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Black Sheep Brewery in Masham (North Yorkshire)

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Die kleine Marktstadt Masham im Wensleydale in North Yorkshire kann sich damit brüsten, dass zwei große Brauereien hier ihre Biere produzieren: Die Theakston Brewery, die ich einmal besichtigte, und worüber ich in meinem Blog schrieb, und die direkt daneben gelegene Black Sheep Brewery.

Die Theakston Brewery ist ein Familienunternehmen, das 1827 von Robert Theakston gegründet wurde; in den 1980er Jahren wurde es von dem Großunternehmen Scottish & Newcastle übernommen. Heute gehört es wieder der Theakston-Familie.
Paul Theakston war damals mit dem Verkauf der Brauerei nicht einverstanden und stieg 1988 aus der Firma aus, um gleich auf dem danebenliegenden Gelände die Black Sheep Brewery zu gründen. Vielleicht suchte er sich diesen Namen für seine Brauerei aus, weil er in der Familie als das „schwarze Schaf“ galt.

Die Black Sheep Brewery konnte sich am Markt sehr gut behaupten. Den größten Teil des Umsatzes erzielt sie nach wie vor in Yorkshire, aber auch im Ausland stießen einige Biere auf Interesse, so. z.B. in den USA. Dort konnte sich eine „Sonderedition“ durchsetzen, die 1999 anlässlich des Geburtstages der Comedytruppe Monty Python gebraut wurde und auch heute noch hergestellt wird: „Monty Pythons Holy Grail Ale“ („Tempered over burning witches“). Der Erzbischof von York soll bei einem Besuch im Vatikan Papst Benedikt XVI einmal einige Flaschen davon mitgebracht haben. Über eine Reaktion vom Papst ist nichts bekannt.

In der Brauerei in Masham werden neben dem Holy Grail diverse andere Biere produziert wie das Black Sheep Ale, das Golden Sheep Ale, das Yorkshire Square Ale und das Riggwelter Strong Yorkshire Ale. Ich habe einmal das Black Sheep Ale und das den Monty Pythons geweihte Bier probiert und für gut befunden.

Wie in der benachbarten Theakston Brewery gibt es auch hier ein Besucherzentrum mit Bar und Bistro und einem angeschlossenen Shop, in dem man das Bier des Hauses und „Devotionalien“ wie Mützen und T-Shirts mit aufgedrucktem Brauereinamen kaufen kann. Einstündige Touren durch die Brauerei werden angeboten, die mit einem Glas Ale in der Bar enden.

Obwohl es den britischen Brauereien nicht allzu gut geht, floriert das unabhängige Unternehmen hier am River Ure, was sicher auf das gute Management und die Kreativität von Paul Theakston zurückzuführen ist.

Hier ist ein kleiner Film, der die Brauerei vorstellt und hier eine „Bierrezension“ des Monty Python Holy Grail Ale“.

In Deutschland kann man einige Biere der Black Sheep Brewery beim Bierzwerg kaufen.

The Black Sheep Brewery
Wellgarth
Masham
North Yorkshire
HG4 4EN
Tel: 01765 689227

Eigenes Foto.

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Eigenes Foto.

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Published in: on 18. März 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Village Idiot, Wibbly Wallaby und andere witzige englische Biernamen

   © Copyright Brian Robert Marshall

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Fantasie haben sie schon, die englischen Brauereien, und so versehen sie ihre Biere häufig mit kuriosen, witzigen Namen. Einige Beispiele habe ich hier einmal zusammengestellt.

Die Wychwood Brewery in Witney (Oxfordshire), über die ich in meinem Blog schon einmal berichtete, tut sich mit der Namensgebung ihrer Biere besonders hervor. Neben ihren ständig gebrauten Hobgoblin-, King Goblin- und Scarecrow-Gerstensäften werden hier auch saisonale Biere hergestellt; so gibt es im November das Dog’s Bollocks („big, round and fruity“), im Dezember das Bah Humbug (rich, fruity spiced ale“) und im Februar das Dirty Tackle („luscious and hoppy“). Die Brauerei verfügt über sehr gut gemachte Webseiten!!

Nicht weniger fantasievoll sind die Namensgeber der ebenfalls in Oxfordshire ansässigen White Horse Brewery. Hier in Stanford-in-the-Vale, zwischen Wantage und Faringdon im Westen der Grafschaft gelegen, wird ein Bier namens Village Idiot gebraut („A beer well hopped with challenger/Bramling cross hops with a base of fine pale malt and wheat gives a light straw coloured beer with a lasting fruity aftertaste“). Da es in der Region mehrere White Horses gibt, jene in Hügel geritzte Erdzeichnungen, versieht die Brauerei die meisten ihrer Biere mit Namen, die auf Pferde Bezug nehmen wie Champion the Wonder Horse, Black Beauty oder Horse Rustler.

Die Wincle Brewery, tief im Peak District National Park in Cheshire gelegen, hat Biere mit dem Namen Wibbly Wallaby („very moreish“), Old Hag („a dark, sumptous and comforting ale“) und Undertaker („There’s s a touch of the night about this dark-coloured bitter“) im Programm.

In Shrewsbury in Shropshire hat die Salopian Brewery ihren Sitz. Auch hier werden saisonale Biere gebraut, denen man absonderliche Namen gegeben hat wie Loan Shark („risp fresh pine and mango flow across the palate and develop into a long crescendo of hops and a biscuit malt finish“), Rat Race („A field of hops, breeze with hints of of orange, citrus and lime. Hints of biscuit and wheat give depth and balance and a powerful finish“) oder Crocodile Tears („Light copper to the eye, Crocodile Tears is a vibrant ale, pure and fruit focused which tickles the palate with a refreshing bite“).

Sehr schöne Namen vergibt auch die Sadlers Ales Brewery bei Stourbridge in den West Midlands. Frost Giant („Light and refreshing extra pale ale, brewed with Challenger and Admiral Hops“) heißt das im Januar gebraute Bier, Snow Leopard („A complex I.P.A brewed with a blend of pure English hops and infused with Winter Spices“) das Dezember-Bier und Sun Catcher („A rich, deep, golden ale with an intense magnum hop bitterness“) das im August hergestellte.

In Lowestoft in Suffolk schließlich finden wir die Green Jack Brewery, deren Biere ebenfalls sehr schöne Namen tragen. Hier sind nur einige Beispiele: Red Herring („rich fruity red ale brewed with Oak and Beech smoked malt giving the beer a subtle smokey flavor with a dry smokey finish“), Gone Fishing („a strong, deep amber coloured Ale, fruity and malty very drinkable for it’s strength“) und Fruit Bat („Bitter with a taste of plums. Scary enough for Halloween“).

Die Salopian Brewery in Shrewsbury.   © Copyright Mike White

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Published in: on 24. Februar 2013 at 02:00  Comments (1)  

Three Choirs Vineyards bei Newent (Gloucestershire)

Wenn man in Deutschland versucht, englischen Wein zu kaufen, hat man ein Problem. Mir ist es bisher noch nicht gelungen. Selbst in großen Weinhandlungen in Hamburg und Lübeck erntete ich auf meine Frage nur Kopfschütteln. Man hatte zwar schon davon gehört, dass in England Wein angebaut wird, aber das war es auch schon. Ich habe aber auch in England selten einmal Weine aus dem eigenen Land in Supermärkten oder Weinhandlungen gesehen. Selbst in Oxford hatte ich in einem großen Weingeschäft kein Glück. Wo man denn in der Universitätsstadt welchen bekommmen könnte? Achselzucken. Also muss man schon zu den Erzeugern fahren, um sich vor Ort mit dem Rebensaft einzudecken.

Die Three Choirs Vineyards liegen in der Grafschaft Gloucestershire an der B4215, 3 Kilometer von Newent entfernt. Man produziert hier Weine für alle Geschmacksrichtungen: Trocken, halbtrocken und halbsüß. Ein Schaumwein („Classic Cuvée„, Seyval Blanc 80% Pinot Noir 20%) steht auch auf dem Programm, der,  nach eigenen Angaben, Champagnern sehr ähnlich sein soll und das zu einem erheblich geringeren Preis (£13.50). Diese Aussage klingt zwar sehr vollmundig, aber bei internationalen Blindverkostungen haben Schaumweine aus England schon mehrfach die großen französischen Stars geschlagen.

Martin Fowke von den Three Choirs Vineyards wurde 2008 zum Winemaker of the Year ernannt und bei dem English & Welsh Wine of the Year Competition des gleichen Jahres erhielt der Weißwein „Siegerrebe 2006“ die Auszeichnung  „Wein des Jahres“. Zurzeit gibt es den Nachfolger,  die „Siegerrebe 2011“ zu kaufen (£14.99).

Das Weingut in Gloucestershire bietet neben dem Weinanbau noch einiges mehr: Man kann hier übernachten (£145 – £205 pro Doppelzimmer), im anspruchsvollen Restaurant sein Mittag- und Abendessen einnehmen und, wer keinen Wein mag, das Bier der Whittingtons Brewery probieren, die auf dem gleichen Gelände untergebracht ist (ich berichtete darüber in meinem Blog).

Hier ist ein Film zu sehen, in dem Oz Clarke und James May die Three Choirs Vineyard besuchen

Three Choirs Vineyard
Newent  Gloucestershire GL18 1LS
Tel. 01531 890223

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Published in: on 25. Januar 2013 at 02:00  Comments (3)  
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Batemans Brewery in Wainfleet (Lincolnshire) – Eine mit Auszeichnungen überhäufte Brauerei

Eigenes Foto.

Wainfleet ist eine 2000-Einwohner-Gemeinde im Osten der Grafschaft Lincolnshire, die sich damit brüsten kann, eine Brauerei in ihren Mauern zu haben, die mit Preisen und Auszeichnungen geradezu überhäuft worden ist: Die Batemans Brewery.
Good Honest Ales“ lautet der Brauerei-Slogan und man hält sich bei Batemans streng daran. Ich habe vor einigen Tagen einmal das „Victory Ale“ probiert, das, so steht es jedenfalls auf dem Flaschenetikett, zu den besten 50 Bieren der Welt gehört. Auch die Sorten „Dark Lord“ und „Triple XB“ haben es schon unter die Top 50 geschafft.

Die 1874 von George Bateman gegründete Brauerei stellt eine ganze Menge unterschiedlicher Biere her, denen man witzige Namen geben hat wie z.B. Spring Goddess, Jewel in the Crown, Rosey Nosey oder England Expects; das sind vorwiegend Biere, die zu bestimmten Jahreszeiten gebraut werden.

Wer möchte, kann die Batemans Brewery auch besichtigen. Fast ganzjährig werden hier geführte Touren angeboten, bei denen eine Verkostung im Preis inbegriffen ist. Die Tour führt durch das viktorianische Brauhaus, das im Jahr 2002 durch ein weiteres hochmodernes Brauhaus ergänzt wurde, das der Bierspezialist und Buchautor Roger Protz („300 Beers to Try Before You Die!“) eröffnete.

Die Firma Batemans hat neben dem Brauen von Bier noch ein zweites Standbein: Sie besitzt ca 70 Pubs, die alle im Osten Englands, hauptsächlich in Lincolnshire, zu finden sind.

Hier ist eine Verkostung des „Victory Ales“ zu sehen und hier ist eine kleine Stadtrundfahrt durch Wainfleet in Lincolnshire.

George Bateman and Son Ltd
Salem Bridge Brewery
Wainfleet, Lincolnshire PE24 4JE
Tel. 01754 880317

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Batemans Brewery in Wainfleet.
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Published in: on 27. Juli 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Ridgeway Brewings „Bad Elf“-Serie – Stark, stärker, am stärksten

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Peter Scholey war einmal der Master Brewer bei der Brauerei Brakspear in Henley-on-Thames, die leider im Jahr 2002 ihre Pforten in der New Street schloss. Was nun? Scholey machte sich selbständig und entwickelte eigene Biere, die er allerdings nicht in einer eigenen Brauerei herstellt, sondern damit die Hepworth Brewery in Horsham (West Sussex) beauftragt.

Die Biere kommen unter dem Label Ridgeway Brewing auf den Markt und ein Teil davon, die Weihnachtsbiere, sind überwiegend für den US-Markt bestimmt.
Vor einigen Tagen trank ich ein Bier aus der „Bad Elf“-Serie (ja, man kann Weihnachtsbiere auch im Sommer trinken!), die sich durch einen recht hohen Alkoholgehalt auszeichnet und witzige Etiketten hat. Hier sind die „Bösen Elfen“ in der Reihenfolge ihrer Stärke einmal aufgelistet:

Bad Elf – mit 6%, das schwächste dieser Biere.
Very Bad Elf – hat immerhin schon 7,5%
Seriously Bad Elf – 9%, schon ganz schön viel für ein Bier
Criminally Bad Elf – 10,5%, aber es geht noch besser:
Insanely Bad Elf – hat sage und schreibe 12%

Ridgeway Brewing stellt noch einige weitere Biere her, die witzige Namen haben wie Santa’s Butt, Pickled Santa oder Reindeer Droppings.

Hier ist ein Film über eine Bierprobe des von mir getrunkenen „Seriously Bad Elf“ mit 9% Alkoholgehalt.

Ridgeway Brewing
6 Chapel Close
South Stoke, RG8 0JW
Oxfordshire
Tel. 0413 253-0500

Published in: on 25. Juni 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Hop Back Brewery in Downton (Wiltshire) – Die kleine Brauerei mit den vielen Auszeichnungen

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Vor einigen Tagen trank ich auf meiner Terrasse eine Flasche Summer Lightning der Hop Back Brewery. Es passte genau: Es war ein „Fast-schon-Sommer-Tag“ und im Hintergrund zog ein Gewitter auf. Summer + Lightning, so wie das Bier.

In Downton vor den Toren Salisburys in Wiltshire liegt die Hop Back Brewery, die 1986 erstmals in The Wyndham Arms in Salisbury Bier braute, ein Pub, der John und Julie Gilbert gehörte. Die beiden kauften 1991 The Waterloo Arms in Southampton dazu und in beiden konnte man das selbstgebraute Bier trinken.

Bald wurde man auch über die Grenzen der Region hinaus auf dieses Bier aufmerksam, die Nachfrage stieg, die ersten Preise wurden eingeheimst und die Kapazität im Pub reichte nicht mehr aus. Also wurde ein Fabrikgelände in Downton gekauft und jetzt konnte man größere Mengen an Bier produzieren.

Die CAMRA (Campaign for Real Ale) zeichnete die Biere der kleinen Brauerei mehrfach aus. Das oben erwähnte Summer Lightning erhielt schon früh die Auszeichnung „Best Strong Beer„, später wurde es zum „Cask Ale Brand of the Year“ ausgerufen und beim Great British Beer Festival erhielt es einmal die Goldmedaille in der Kategorie „Bottle Conditioned Beer„.

Neben dem Summer Lightning-Bier werden noch andere Sorten hergestellt, z.B. das „Crop Circle“ (wir sind ja in Wiltshire, dem Land der Kornkreise!), das „Odyssey“ und das „Taiphoon„.

Zur Brauerei gehören mittlerweile neun Pubs, u.a. „The Gluepot“ in Swindon, „The „Hopleaf“ in Reading und „The Sultan“ im Londoner Stadtteil Wimbledon.

Hier ist eine ausführliche Bierprobe des Summer Lightning im Film zu sehen.

Published in: on 1. Juni 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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