Mein Buchtipp – Paul Moody & Robin Turner: The Search for the Perfect Pub

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Paul Moody und Robin Turner sind immer auf der Suche nach „Juwelen“ in der sich ständig verändernden britischen Publandschaft. In ihrem Buch „The Rough Pub Guide: A Celebration of the Great British Boozer“ (Orion Books 2008) haben sie ein Countdown der 50 eigenwilligsten Pubs zusammengestellt (Platz 1: The Montague Arms, New Cross, London; Platz 2: The Dyffryn Arms, Pontfaen, Dyfed; Platz 3: The Temple, Manchester).

In Moody und Turners letztem Buch, „The Search For the Perfect Pub„, machen sie sich auf die Suche nach dem perfekten Pub. Das Buch trägt den Untertitel „Looking For the Moon Under Water„, und die Autoren nehmen damit Bezug auf ein Essay, das George Orwell 1946 verfasste, in dem er den fiktiven Pub „The Moon Under Water“ beschrieb, seine Vorstellung damals von dem perfekten britischen Pub.

Das Buch ist gleichzeitig eine locker geschriebene Untersuchung über die Rolle und die Problematik des Pubs im 21. Jahrhundert:
Wirte versuchen die schwindenden Gästezahlen aufzufangen, indem sie ihre Häuser in Gastro-Pubs, Themen-Pubs oder Musik-Pubs umwandeln.

Die großen Pubcos, das sind die großen Gesellschaften, denen Tausende von Pubs gehören, lassen die Wirte oft im Regen stehen und helfen ihnen nicht, sondern schließen die Gasthöfe kurzerhand, wenn sie nicht die geforderten Umsatzzahlen bringen.

Die großen Supermarktketten bieten Bier deutlich billiger an, was dazu führt, dass die Pints zuhause getrunken werden.

Das Rauchverbot hat ein übriges getan und den Pubs Umsatzverluste eingebracht.

Schwere Zeiten stehen der britischen Institution „Pub“ bevor, aber: Es gibt sie glücklicherweise immer noch, die „Boozer“, und sie spielen nach wie vor eine außerordentlich wichtige gesellschaftliche Rolle. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Auf meinen Reisen sind Pubbesuche immer sehr wichtig und ich fahre nie nach England, ohne meinen „The Good Pub Guide“ dabeizuhaben.

Hier ist ein Video, in dem ein Publican von den Problemen seiner Zunft singt.

Paul Moody & Robin Turner: The Search For the Perfect Pub – Looking For the Moon Under Water. Orion Books 2011. 288 Seiten. ISBN 978-1409112679.

Mein persönlicher „Perfect Pub“: The Falkland Arms in Great Tew (Oxfordshire). – Eigenes Foto.

Published in: on 26. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Neue Kochbücher auf dem britischen Buchmarkt

Obwohl man über das Internet so ziemlich alle Rezepte dieser Welt in Sekundenschnelle aufrufen kann, genießen Kochbücher in Großbritannien nach wie vor die Gunst vieler Käufer. Auf den Bestsellerlisten sind sie eigentlich immer zu finden und jetzt im Herbst sind eine ganze Menge von ihnen neu erschienen. Hier sind nur einige wenige Beispiele:

Stephen Harris: The Sportsman (Phaidon Press, seit heute erhältlich). In meinem Blogeintrag über die besten Restaurants Englands des Jahres 2017 außerhalb von London führte The Sportsman bei Seasalter in Kent die Liste an. Inhaber und Chefkoch Stephen Harris verrät in seinem Buch die Rezepte, die ihn in seinem Restaurant so berühmt machten und die zum Nachkochen anregen sollen.

Rick Stein: The Road to Mexico – 120 Vibrant Recipes From California and Mexico (Ebury, erscheint am 19. Oktober). Das Begleitbuch zur TV-Serie der BBC. Rick Stein ist ein Urgestein unter den britischen Köchen und sein Wohnort Padstow in Cornwall, wo er mehrere Restaurants betreibt, ist so stark von ihm geprägt, dass man ihn schon Padstein nennt.

Nigella Lawson: At My Table (Chatto&Windus, am 21. September erschienen). Die mehrfach ausgezeichnete Kochbuchautorin und Fernsehköchin ist von britischen Fernsehschirmen nicht mehr wegzudenken; fünf ihrer Bücher sind schon ins Deutsche übersetzt worden. In ihrem aktuellen Buch, ebenfalls Begleitmaterial zu einer sechsteiligen Fernsehserie auf BBC2, gibt sie Rezepte preis, die sie zuhause für ihre Familie und für Freunde kocht.

Jamie Oliver: 5 Ingredients – Quick and Easy Food (Michael Joseph). Auch dieses bereits im August erschienene Buch des „Naked Chefs“, das sich ganz oben auf den Bestsellerlistenlisten tummelt, ist wieder ein TV-Serien-Begleitbuch. Auf Channel 4 bzw. in seinem Buch präsentiert er Rezepte, die alle auf fünf Bestandteilen beruhen: Olivenöl, Natives Olivenöl, Rotweinessig, Meersalz und schwarzer Pfeffer. Jamie Oliver verspricht, dass alle seine Gerichte in maximal dreißig Minuten zubereitet werden können.

Yotam Ottolenghi: Sweet (Ebury Press, am 7. September erschienen). Dieser israelisch-englische Koch hat schon so viele Auszeichnungen, das man sie fast nicht mehr zählen kann. Er besitzt mehrere Delikatessenläden in London und ist Inhaber von fünf Restaurants in der Stadt. In seinem aktuellen Buch geht es um Süßspeisen und Desserts

Published in: on 22. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Hunter Davies: Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ein merkwürdiger Titel, den sich Hunter Davies (oder sein Verlag) da ausgedacht hat: „Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans„.  Aber der Untertitel macht es deutlicher: „My Search for Britain’s Maddest Museums„. Pate für den Titel stand da sicher Kate Atkinsons Roman „Behind the scenes at the museum“.

Hunter Davies ist Journalist, der regelmäßig für mehrere englische Zeitungen schreibt, hat Bücher u.a über die Beatles und das Thema Fußball veröffentlicht und als Ghostwriter für Wayne Rooney und John Prescott fungiert.

In seinem Buch über die „verrückten Museen“ Großbritanniens stellt er Sammlungen von Menschen vor, die etwas merkwürdige Dinge zur Schau stellen wie das titelgebende “ The Baked Bean Museum of Excellence„“ in Port Talbot in Wales. Dort hat ein Captain Beany („Great British Eccentric of the Year 2009“) genannter Mann in seiner Wohnung alles zusammengetragen, was auch nur im entferntesten mit gebackenen Bohnen zusammenhängt und da gibt es einiges.

Ein alter Herr betreibt in Dulwich in London das British Vintage Wireless and Television Museum„; allerdings öffnet er die Tore nur nach telefonischer Anmeldung. Dann kann man sich hunderte von alten Radios ansehen.

Das „Chantry Bagpipe Museum“ in Morpeth (Northumberland) sammelt und stellt Dudelsäcke aus Northumberland aus (s. dazu meinen Blogeintrag) und in Ulverston (Cumbria) kann man sich im „Laurel and Hardy Museum“ über das Komikergespann Dick und Doof informieren (Stan Laurel wurde in Ulverston geboren).

Ein angenehm zu lesendes vergnügliches Buch!

Hunter Davies: Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans. Virgin Books 2010. ISBN: 978-0-7535-2213-4

Published in: on 20. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Roy Hattersley: In Search of England

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Der 1932 geborene Roy Hattersley war eine bekannte Persönlichkeit in der britischen Politik; er war Member of Parliament und wirkte unter mehreren Regierungen in unterschiedlichen Ministerien mit; lange Jahre war er Deputy Leader der Labour Party. Anfang der 90er Jahre zog er sich aus der Politik zurück, war aber als Journalist weiterhin tätig u.a. für die Daily Mail, den Spectator und den Guardian.

Für die Daily Mail schreibt er eine regelmäßige Kolumne „In Search of England„; genauso heißt auch sein Buch, das 2009 bei Little, Brown erschien und in dem Hattersley Zeitungsartikel aus den letzten 40 Jahren zusamengestellt hat, in denen er sich mit seinem Heimatland auseinandersetzt. Hattersley stammt aus Sheffield und seine  besondere Liebe gehört dem westlich der Stadt gelegenen Peak District, in dem er heute auch wohnt. Viele seiner Artikel beschäftigen sich mit dieser rauen Landschaft, die er mit seinem Hund Busker unzählige Male durchwandert hat.
Ein empfehlenswertes Buch, das es sowohl als gebundene Ausgabe als auch als Paperback zu kaufen gibt.

Roy Hattersley: In Search of England. Little, Brown 2009. 368 Seiten. ISBN 978-1408700969 (gebundene Ausgabe).

 

Published in: on 17. September 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – David Long: Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places

Foto meines Exemplares

Von dem produktiven Autor David Long habe ich an dieser Stelle schon mehrere Bücher vorgestellt, zuletzt „Lost Britain: An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions„.
Mein heutiger Buchtipp lautet „Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places„, bereits 2007 erst bei Sutton Publishing, dann als Reprint bei The History Press erschienen, ein Ergänzungsband zu „Spectacular Vernacular: London’s 100 Most Extraordinary Buildings“, der ein Jahr zuvor veröffentlicht wurde. Beide Bücher sind noch lieferbar.

David Long beschäftigt sich in seinen Büchern gern mit dem Ungewöhnlichen und Exzentrischen, und so hat er in diesem Band 100 Londoner Bauwerke zusammengestellt, die in irgendeiner Weise aus dem Rahmen fallen und deren Geschichte selbst vielen Londonern nicht bekannt ist. „From ancient courtyards often hidden from view to the tangle of tunnels which run beneath the streets, it tells the strange stories of some genuine oddities„, so David Long im Vorwort. Hier sind einige Beispiele:

Das Broadcasting House der BBC am Portland Place mit der umstrittenen Skulptur Eric Gills.

Die Abbey Mills Pumping Station in Stratford, Joseph Bazalgettes Abwasser-Pumpwerk, das er in byzantinischem Stil gebaut hat und das auch The Cathedral of Sewage genannt wird.

Die Gaslaterne beim Savoy Hotel, die als letzte erhaltene dieser Art immer noch mit Methangas betrieben wird.

Die Burlington Arcade in Piccadilly, eine Einkaufsgalerie, in der Beadles noch immer darauf achten, dass hier nicht gepfiffen oder gerannt wird und niemand mit geöffnetem Regenschirm die Arkaden betritt.

Der Savoy Court vor dem gleichnamigen Hotel am Strand, die einzige Straße in Großbritannien, auf der Rechtsverkehr herrscht.

Zu jeder Beschreibung der 100 vorgestellten Gebäude wird ein großformatiges Schwarz-Weiß-Foto gegenübergestellt. Wieder ein interessantes Buch aus der Feder des Journalisten David Long.

David Long: Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places. The History Press 2008 (Reprint). 230 Seiten. ISBN 978-0-7509-4509-7.

 

Published in: on 7. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Vor fünf Jahren erschien ein Buch in Großbritannien, an dem ich viel Vergnügen hatte: „You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain“ von Tim Moore. Moore ist Reiseschriftsteller, und er schreibt für große britische Tageszeitungen.
In diesem Buch begibt er sich auf eine Reise in den „underbelly“ Großbritanniens, zu den Städten, die nicht auf der Sonnenseite des Landes stehen. Um das auch entsprechend „standesgemäß“ zu tun, unternimmt er die Reise in einem alten klapprigen Austin Maestro namens Craig, wohnt nur in den schäbigsten Hotels und sucht die Lokale mit der ungesundesten Ernährung auf. Mutig!

Seine Reise führt ihn u.a. in Küstenorte wie Leysdown-on-Sea auf der Isle of Sheppey, nach Skegness und Great Yarmouth, die schon einmal bessere Tage gesehen haben. Weitere Stationen sind Sheffield, Middlesborough, Hartlepool und Hull, sowie Cumbernauld in Schottland und Merthyr Tydfil in Wales („Britain’s capital of blank-faced, empty-headed, chip-fed loitering“).
Viele der von Moore aufgesuchten Orte im Norden des Landes leiden noch immer unter dem Zusammenbruch der Schwerindustrie bzw. unter der Aufgabe des Bergbaus, der oft die einzige Einnahmequelle der Bewohner war. Entsprechend desolat sieht es in diesen Regionen auch aus.

Damit der ein wenig masochistisch veranlagte Autor des Buches auch noch zusätzlich leiden muss, hat er sich für unterwegs die (nach seiner Meinung) schlimmste Musik zusammengestellt. Ozzy Osbourne erschallt häufig in Moores Austin Maestro („Ozzy’s relentless nasal profanity was already causing my jaw to clench“) und wenn er sich mal so richtig quälen möchte, spielt er „Orville’s Song“ mit Keith Harris.

Ich sagte schon , dass Moore sich für seine Übernachtungen die schäbigsten Hotels ausgesucht hat; er tut das anhand von TripAdvisor-Wertungen; je schlechter die Bewertung, desto eher kommt das Etablissement für ihn in Frage. Als Höhepunkt hat er für seine letzte Übernachtung das Gresham Hotel im Londoner Stadtteil Ealing ausgesucht, das sich im TripAdvisor u.a. über folgende Eintragungen freuen kann: „Checked in, ten minutes later checked out“ oder „I wouldn’t let my dog stay there“. Aber auch diese letzte Hürde seiner Reise nimmt Tim Moore bravourös.
Das Buch ist einerseits witzig zu lesen, macht aber auch andererseits nachdenklich; ich kann es sehr empfehlen!

Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Around Unloved Britain: Travels Through Unloved Britain. Jonathan Cape 2012. 276 Seiten. ISBN 978-0224090117.

Leysdown-on-Sea auf der Isle of Sheppey, wo Tim Moores Reise beginnt.
Photo © Penny Mayes (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 30. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Martin Wainwright: The English Village – History and Traditions

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Kürzlich kaufte ich mir das Buch „The English Village: History and Traditions“ von Martin Wainwright. Der „Guardian“-Journalist beschäftigt sich darin mit der Geschichte und dem heutigen Zustand englischer Dörfer, ihren Traditionen und Problemen.
Nicht zuletzt durch die TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ ist man auch in Deutschland mit dem Wesen des englischen Dorfes vertraut, wenn es auch in der Realität wesentlich friedlicher zugeht und die Mordquote Gottseidank mit Abstand nicht so hoch ist. Aber Dorffeste spielen eine große Rolle, es gibt die Village Greens, und natürlich sind die Pubs (hoffentlich noch lange) Mittelpunkte vieler Dörfer.

Martin Wainwright beschäftigt sich mit den Veränderungen, die das englische Dorfleben erfahren hat und mit den Problemen, denen es sich stellen muss: Die familienbetriebenen Läden werden immer seltener, weil die Supermärkte vor den Toren ihre Waren billiger anbieten können; die Pubs schließen zurzeit mit einer Quote von etwa 50 pro Woche. Das sind alles keine schönen Aussichten. Dazu kommt, dass immer mehr Häuser von wohlhabenden Städtern aufgekauft werden, die sie als Zweitwohnungen nutzen und die den größten Teil des Jahres leer stehen.

Ein interessantes Buch des Autors, der auch das Buch „True North: In Praise of England’s Better Half“ geschrieben hat.

Dieser Film zeigt einige Szenen aus dem englischen Dorfleben.

Martin Wainwright: The English Village: History and Traditions. Michael O’Mara Books 2011. 192 Seiten. ISBN 978-1-84317-712-8.

Wie man sich ein englisches Bilderbuchdorf vorstellt: Westlington in Buckinghamshire und sein Village Green.
Eigenes Foto.

Dorffest in Ampney Crucis in Gloucestershire.
Photo © Vieve Forward (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 24. August 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Nicholas Hobbes: England: 1000 things you need to know

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

1000 Dinge, die man über England wissen sollte (oder auch nicht) hat der Londoner Nicholas Hobbes in seinem Buch „England: 1000 things you need to know“ zusammengetragen, das auf dem Umschlag den Zusatz trägt „The facts and fables, people and places, events and emblems that have shaped our heritage„.

Was findet man denn nun in diesem Buch? Hier einige Beispiele. Im Kapitel „Stage and screens“ gibt es Informationen über die großen englischen Regisseure, über die James Bond- und die Carry On-Filme. Unter „Legends and folklore“ findet man u.a. die 14 Orte, die die meisten Geistererscheinungen für sich beanspruchen können oder die Namen der guten und der bösen Feen.

Im Kapitel „Sports and pastimes“ fand ich die Informationen darüber, was aus den englischen Spielern des Fußball-WM-Endspiels von 1966 (England:Deutschland) geworden ist, recht interessant, und Hobbes geht auch auf die heiß diskutierte Frage ein, ob denn nun Geoff Hursts umstrittener Treffer zum 3:2 regulär war oder nicht.

Nicholas Hobbes‘ Buch kann man von vorn nach hinten lesen, man kann wahllos darin blättern: Man findet man ständig interessante Fakten und Informationen über England, die man vielleicht noch nicht kannte.

Nicholas Hobbes: England: 1000 things you need to know. Atlantic Books 2008. 454 Seiten. ISBN 978-1-84354-797-6.

Published in: on 18. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – David Long: Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions

Foto meines Exemplares.

Von David Long habe ich in meinem Blog schon mehrere Bücher vorgestellt, zuletzt „English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour„“. „His work reflects an unquenchable appetite for the quirkier, less well-known aspects of the country’s long history, its changing landscape and its many eccentric buildings and inhabitants“, so steht es als Verlagsinformation auf dem Umschlag seines Buches „Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions„, das im Jahr 2015 erschienen ist. Darin beschäftigt sich der Autor mit all jenen Dingen, die im Laufe der Zeit in Großbritannien von der Bildfläche verschwunden sind. Hier sind einige Beispiele dafür:

In Shortstown in Bedfordshire stehen zwei riesige Hallen, die Cardington Airship Sheds (ich berichtete in meinem Blog darüber), in denen im und nach dem Ersten Weltkrieg Luftschiffe gebaut wurden. Damals waren diese Fluggeräte State of the Art, dann verschwanden sie bald wieder und wurden durch modernere Flugzeuge ersetzt. Zurzeit wird hier mit einem Hybridluftschiff, dem Airlander 10, experimentiert.

Die Silver City Air Ferry transportierte ab 1948 Autos über den Ärmelkanal und zwar vom Lympne Airport im Süden Kents bis nach Le Touquet in Frankreich. In den 1960er Jahren wurden bis zu 90 000 Fahrzeuge per Luftfracht befördert. Doch die Fähren boten deutlich niedrigere Tarife an und so geriet die Betreiberfirma in finanzielle Turbulenzen und stellte den Verkehr am Neujahrstag 1977 ein.

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einmal Hunderte von sogenannten temperance bars, das waren Pubs, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wurde und die vor allem im industriellen Norden verbreitet waren. Das Interesse an alkoholfreien Pubs nahm nach dem Zweiten Weltkrieg rapide ab und so existiert heute nur noch einer : Fitzpatrick’s Temperance Bar in Rawtenstall in Lancashire (siehe dazu meinen Blogeintrag).

Es gab einmal eine Zeit, da hatte jeder größere Ort in Großbritannien eine Filiale des Handelskonzerns Woolworth in der High Street. Über 1100 Woolworthläden existierten in Spitzenzeiten mit über 27 000 Beschäftigten. Doch dann kamen die großen Supermarktketten und Discounter und machten das Leben für „Woolies“ schwer, so dass die Firma im Januar 2009 alle Filialen im Lande schloss.

David Long: Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions. Michael O’Mara Books 2015. 192 Seiten. ISBN 978-1-78243-439-9

Die Cardington Sheds in Bedfordshire.
Photo © Michael Trolove (cc-by-sa/2.0)

Ein Autotransporter der Silver City Airferry auf dem Lympne Airfield.
Photo © Peter Jeffery (cc-by-sa/2.0)

Mr Fitzpatrick’s Temperance Bar in Rawtenstall (Lancashire).
Photo © Richard Hoare (cc-by-sa/2.0)

Eine ehemalige Woolworth-Filiale in der High Street von Tonbridge (Kent).
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 10. August 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Robin Halstead: Bollocks to Alton Towers – Uncommonly British Days Out

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Alton Towers ist der größte und wohl auch bekannteste Freizeitpark in Großbritannien in der Nähe des Dorfes Alton in Staffordshire. Wer die dortigen Menschenmengen nicht mag und sich lieber weniger bevölkerte und interessante Sehenswürdigkeiten zu Gemüte führen möchte, dem kann ich nur das Buch „Bollocks to Alton Towers: uncommonly British days out“ des Autorenquartetts Robin Halstead, Jason Hazeley, Alex Morris und Joel Morris empfehlen.

Die vier haben sich auf den Weg gemacht, um das Besondere und Ungewöhnliche zu suchen: „the modest, peculiar and unique delights of places that defy rationality, convention and corporate sponsorship – and in a small way define what it is to be British“.

Fündig geworden sind sie in allen Teilen Englands, Schottlands und Wales‘, so haben sie z. B. den Kelvedon Nuclear Bunker bei Brentwood in Essex aufgesucht, der einmal dazu gedacht war, bei einem Atomkrieg die britische Regierung zu schützen.  Freunde schottischer Dudelsackmusik werden sicher gern das Morpeth Bagpipe Museum in Northumberland aufsuchen (s. dazu meinen Blogeintrag).
Wie wäre es mit einem Ausflug in das Dörfchen Imber in Wiltshire, das allerdings meist nur im August zugänglich ist? Es liegt mitten im militärischen Sperrgebiet in der Salisbury Plain, ist natürlich nicht bewohnt und in den restlichen elf Monaten würden einem dort die Granaten um die Ohren fliegen. Auch die Eden Ostrich World bei Penrith in Cumbria werden dem Leser empfohlen, wenn er denn Interesse am Vogel Strauß hat.

Das Buch hat 388 Seiten und keine davon ist langweilig. Die Autoren haben einen sehr humorvollen Stil und man lernt eine Menge über Orte, an denen man sonst nur vorbeifährt. Meine volle Empfehlung!

Robin Halstead, Jason Hazeley, Alex Morris & Joel Morris: Bollocks to Alton Towers. Penguin Books 2006. ISBN 978-0-14-102120-1. 

Eingang zum Kelvedon Nuclear Bunker.
Photo © Claire Ward (cc-by-sa/2.0)

Hier ist das Morpeth Bagpipe Museum untergebracht.
Photo © Willie Duffin (cc-by-sa/2.0)

Was von Imber übrigblieb.
Photo © Helen C Casey (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 3. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – David Long: English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour

Foto meines Exemplares.

In meinen Bücherregalen wächst die Zahl der Bücher kontinuierlich, die sich mit britischen Exzentrikern beschäftigen und von denen ich in meinem Blog bereits einige vorgestellt habe. Kürzlich habe ich mir David LongsEnglish Eccentrics & Their Bizarre Behaviour“ zugelegt, das 2009 erschienen ist. Der gleiche Autor hat sich mit der Thematik schon in seinem Buch „The English Country House Eccentrics“ auseinandergesetzt (siehe hierzu meinen Blogeintrag).

Der Journalist David Long hat viele Bücher geschrieben, die sich mit dem Ungewöhnlichen beschäftigen wie „Bizarre England„, „Bizarre London“ und „Lost Britain: An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions“ (das ich demnächst vorstellen werde).

In „English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour“ schreibt der Autor wieder über Männer und Frauen, die durch ihr außergewöhnliches Verhalten auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Buch beinhaltet neun Kapitel, in denen die Exzentriker kategorisiert werden wie zum Beispiel „Inventors“, „Troglodytes, Hermits and Moles“ und „UFOs, Faddists and Flat-Earthers“.

In die erste Kategorie gehören beispielsweise Percy Shaw, der Erfinder der „Katzenaugen“, und Sir Francis Galton, der eine „Beauty Map of Britain“ erstellt hat, in der die Städte mit den hübschesten und den hässlichsten Frauen aufgeführt werden.

Zur zweiten Kategorie gehört Lord William John Cavendish-Scott-Bentinck, der 5. Duke of Portland, der sein riesiges Anwesen unterhöhlte und dort einen gigantischen Ballroom, eine große Bibliothek und einen Raum mit vielen Billardtischen anlegen ließ, die alle nicht benutzt wurden. Auch die hundert Pferde in seinem Reitstall standen gelangweilt herum, denn der Duke of Portland ritt nie.

In die dritte Kategorie einzuordnen ist ein Mann mit dem wunderschönen Namen William Francis Brinsley Le Poer Trench, Earl of Clancarty. Der Earl war fasziniert von UFOs und Aliens und gründete die Zeitschrift „Flying Saucer Review“. Er vertrat die Meinung, dass die meisten unbekannten Flugobjekte nicht aus den Weiten des Weltraums zu uns kommen, sondern von geheimen Basen tief im Inneren der Erde, die im übrigen hohl ist.

Wer an solch schrägen Persönlichkeiten Gefallen findet, wird sich mit diesem Buch sicher sehr amüsieren, in dem es einige Überschneidungen mit „The English Country House Eccentrics“ gibt.

David Long: English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour. Remember When 2009. 173 Seiten. ISBN 978-1844680559.

 

Published in: on 27. Juli 2017 at 02:00  Comments (3)  

Mein Buchtipp – Ben Crystal & Adam Russ: Sorry, I’m British! An Insider’s Guide to Britain From A to Z

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Im Jahr 2010 erschien ein Buch des Autorenduos Ben Crystal und Adam Russ mit dem Titel „Sorry, I’m British! An Insider’s Guide to Britain From A to Z“ (Oxford: Oneworld Publ., 182 Seiten. ISBN 978-1-85168-776-3), das zeigt wie die Briten so ticken.
In Lexikonform von A-Z beginnt das Buch bei „A“ wie „Allotments„, also Kleingärten, und endet bei „Z“ wie „Zebra Crossings„, den Zebrastreifen.

Zwischendurch gibt es viele interessante kurze Beiträge, z.B. über „Hoodies„, die allgegenwärtigen jugendlichen Kapuzenträger, die von mir so sehr geschätzten „Roundabouts„, also die Kreisverkehre, über „Table Manners„, die Tischmanieren und über den North/South Divide.
Garniert wird das alles mit Cartoons von Ed McLachlan.
Das Buch ist ein kunterbuntes Mosaik von Kleinstbeiträgen über alles mehr oder weniger Wissenswerte über die britische Insel.

Ben Crystal ist Schauspieler und Shakespeare-Experte, der mehrere Bücher über den Barden von Stratford-upon-Avon geschrieben hat wie „Shakespeare on Toast: Getting a Taste for the Bard“ und „Oxford Illustrated Shakespeare Dictionary“.

Adam Russ ist ebenfalls Schauspieler, der u.a. in den TV-Serien Eastenders, Holby City und The Bill mitgespielt und die Bücher „101 Places Not to Visit“ und „101 Sports Not to Try“ geschrieben hat.

Ed McLachlan hat für viele Zeitschriften gearbeitet wie Private Eye, Punch und Spectator und zahlreiche Bücher illustriert.

A wie Allotment. Hier ein Kleingarten bei Cambridge.
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

Z wie Zebra Crossing. Hier der durch die Beatles berühmt gewordene Zebrastreifen in der Londoner Abbey Road.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 17. Juli 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Christopher Winn: I Never Knew That About the River Thames

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Von Christopher Winn stellte ich schon einmal seine Bücher I never knew that about London“ und „I never knew that about Royal Britain“ vor. Ein weiteres Buch aus der Serie ist sein „I never knew that about the River Thames„,2010 erschienen, wieder mit Illustrationen seiner Frau Mai Osawa.

Die Reise beginnt am Thames Head, der Themsequelle und endet am Crow Stone, der das Ende des Flusses markiert. Dazwischen erfährt man sehr viel Interessantes über das, was links und rechts neben der Themse liegt, z.B. über das Hotel Oakley Court, das früher einmal als Schauplatz für Horrorfilme diente, über William Morris‘ Kelmscott Manor, über die hübsche Kleinstadt Dorchester (häufig Schauplatz von „Midsomer Murders“-Folgen) oder über George Harrisons Friar Park.

Das Buch ist gespickt mit Informationen und ideal als Begleiter für eine Tour entlang Englands schönstem Fluss (so meine persönliche Einschätzung).

Christopher Winn: I never knew that about the River Thames. London: Ebury Press 2010. 267 Seiten. ISBN 978-0-09-193357-9

Die Themse bei Lechlade.
Photo © Pierre Terre (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 7. Juli 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Mein Buchtipp – James Moore: Murder at the Inn

Foto meines Exemplares.

James Moore hat schon einige sehr interessante Bücher geschrieben wie „Pigeon Guided Missiles„, das ich in meinem Blog schon vorgestellt habe, und „Ye Olde Good Inn Guide: A Tudor Traveller’s Guide to the Nation’s Finest Taverns„, über das ich demnächst an dieser Stelle mehr sagen möchte.

2015 erschien bei The History Press sein „Murder at the Inn: A History of Crime in Britain’s Pubs and Hotels„, in dem sich der Autor erstmals mit dem Thema „Morde in Gasthäusern und Hotels“ beschäftigt. In Teil 1, „A Drinker’s Guide to Pubs“, geht es um die unterschiedlichen Verbrechen, die in Pubs stattgefunden und welche Rolle die Gasthäuser dabei gespielt haben. So wurden Leichen häufig dorthin gebracht, wo sie von Ärzten näher untersucht wurden.

In Teil 2 des Buches, „The Cases“, werden 50 mehr oder weniger bekannte Mordfälle aus den letzten 400 Jahren näher untersucht und die involvierten Pubs und Hotels genannt, die größtenteils heute noch existieren.

Hier sind einige Beispiele:

The Bull Hotel in Long Melford (Suffolk), in dem ich einmal mehrere Tage verbrachte und über das ich in meinem Blog geschrieben habe, war Schauplatz eines Verbrechens im Jahr 1648. In der Eingangshalle des Hotels gerieten sich ein gewisser Roger Greene mit Richard Evered in die Haare, wobei es wohl um unterschiedliche politische Meinungen ging. Greene erstach Evered und wurde vor Gericht gestellt und hingerichtet.

Der Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire) war im 17. Jahrhundert dafür berüchtigt, dass darin immer wieder Menschen auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Thomas Jarman, der Landlord hatte im Blue Room unter dem Bett eine Falltür angebracht, die er des Nachts, wenn wohlhabende Gäste friedlich schlummerten, öffnete, und die armen Seelen in einen Bottich mit kochendem Wasser expediert wurden, was sie natürlich nicht überlebten. Näheres zum Ostrich Inn findet man in meinem entsprechenden Blogartikel.

In Kingsclere in Hampshire, ganz in der Nähe, wo die TV-Serie „Downton Abbey“ gedreht wurde, ereignete sich am 5.Oktober 1944 im The Crown ein regelrechtes „Shootout“ wie einst im Wilden Westen. Amerikanische GIs, die in der Nähe stationiert waren, lieferten sich ein Feuergefecht mit Militärpolizisten, bei dem zwei Soldaten und die Wirtin des Pubs getötet wurden. Siehe zu diesem Fall meinen Blogeintrag.

The Blind Beggar in der Londoner Whitechapel Road erlangte Berühmtheit, als hier am 9. März 1966 ein Ganove namens George Cornell von dem Superganoven Ronnie Kray, einem der Kray-Zwillinge, erschossen wurde, während aus der Jukebox passenderweise „The sun ain’t gonna shine any more“ von den Walker Brothers erklang. The Blind Beggar gehörte eine Zeit lang dem Fußballspieler Bobby Moore, der 1993 starb.

James Moore: Murder at the Inn: A History of Crime in Britain’s Pubs and Hotels. The History Press 2015. 264 Seiten. ISBN 978-0-7509-5683-3.

The Bull Hotel in Long Melford (Suffolk).
Photo © Graham Hogg (cc-by-sa/2.0)

The Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire).
Author: Maxwell Hamilton.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license. 

The Crown in Kingsclere (Hampshire).
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

The Blind Beggar in der Londoner Whitechapel Road.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0).

Published in: on 27. Juni 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Joe Moran: On Roads

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Wer sich für englische Straßen in weitestem Sinne interessiert, dem kann ich das Buch „On Roads: A Hidden History“ des Liverpooler Universitätsprofessors Joe Moran sehr empfehlen.

Das Buch ist eine hoch interessante, gut lesbare Studie über das britische Straßenwesen. Beschrieben wird hier u.a. der Bau der britischen Autobahnen, der Aufbau des Nummerierungssystems der Straßen, die Autobahnraststätten oder die Überwachung der Straßen mit Hilfe von Speed Cameras.

„Written with wit, warmth and authority, it will change forever the way you look through the windshield“, so die Meinung des Verlags.

Das 312-Seiten starke Buch ist 2009 bei Profile Books erschienen und z.B. bei Amazon noch als Taschenbuch erhältlich. Ich habe es mit großem Interesse gelesen und es ist eine wahre Fundgrube für den britischen „Road Enthusiast“.

Übrigens hat sich Joe Moran in einem weiteren Buch, „Queuing For Beginners: The Story Of Daily Life From Breakfast To Bedtime“, mit dem Thema „Schlangestehen“ beschäftigt, über das ich in meinem Blog einmal geschrieben habe.

 

Published in: on 24. Juni 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Steve Clark and Shoba Vazirani: The British Television Location Guide

Foto meines Exemplares.

Hier ist ein Buch für alle Freunde britischer Fernsehserien, die sich dafür interessieren, wo diese Serien gedreht wurden. „Location spotting“ ist für viele zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden (ich selbst bin ein „Midsomer Murder Location Spotter“) und so profitieren viele Dörfer, die als Drehort fungierten und die früher kaum jemand kannte, von dem Besucherstrom. Das recht einsam gelegene Goathland in North Yorkshire beispielsweise wird im Sommer immer noch von Touristenscharen aufgesucht, die hier auf den Spuren der Dorfkrimi-Serie „Heartbeatwandeln.
Die Pubs und Cafés in Holmfirth (West Yorkshire) freuen sich über die vielen Fans der Sitcom „Last of the Summer Wine„, die in der Kleinstadt für Umsatz sorgen.

Steve Clark und Shoba Vazirani stellen in ihrem „The British Television Location Guide„, nach Regionen unterteilt, Dutzende von diesen Drehorten vor und informieren auch über die Serien selbst. Viele dieser Serien sind in Deutschland kaum bekannt, weil sie im Fernsehen hier nicht ausgestrahlt wurden. Als Beispiele seien nur die Dauerbrenner „Coronation Street“, „EastEnders“ oder auch „The Vicar of Dibley“ genannt. Doch dank Youtube kann man sich von den meisten der in diesem TV-Guide genannten Serien auch in Deutschland zumindest einen Eindruck verschaffen.

Steve Clarks „Location Guide“ eignet sich sehr gut für einen Englandurlaub, denn irgendwo ist immer ein Drehort in der Nähe zu finden. Die Neuauflage von 2013 ist noch einmal aktualisiert und erweitert worden und enthält jetzt auch u.a. „Downton Abbey“, „Broadchurch“ und „Call the Midwife“.

Steve Clark and Shoba Vazirani: The British Television Location Guide. Splendid Books 2013. 144 Seiten. ISBN 978-1909109025.

Die vorige Auflage.
Foto meines Exemplares.

Das Postamt von Aidensfield aus der Serie „Heartbeat“ in Goathland (North Yorkshire).
Photo © Bill Henderson (cc-by-sa/2.0)

Eine Tour auf den Spuren der Serie „The Last of the Summerwine“ in Holmfirth (West Yorkshire).
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

St Mary the Virgin in Turville (Buckinghamshire), wo „The Vicar of Dibley“ gedreht wurde.
Eigenes Foto.

Published in: on 20. Juni 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Gareth Rubin & Jon Parker: Crap Days Out

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Schon das Umschlagbild dieses wunderschönen Buches ist gelungen: Ein kleines Mädchen mit einer Tüte Eis in der Hand am Meer, das offensichtlich überhaupt keine Lust hat, hier seine Ferien zu verbringen.

Crap Days Out“ von Gareth Rubin und Jon Parker listet die Orte in Großbritannien auf, für die es sich nicht lohnt, dort extra hinzufahren. Mit trockenem Humor schildern sie ihre Besuche (nach Regionen geordnet) dieser „Sch…orte“ und beginnen gleich mit Stonehenge in Wiltshire: „Is that it then? Seriously? Bollocks, we should have gone to Bath after all“.

Über das Londoner Anaesthesia Heritage Museum:“ „Mum. Can we go to the Anaesthesia Heritage Museum? Pleeeeease?!““  Words you will never hear. Never“.

Cadbury World in Birmingham: „Cadbury World is the chocolate factory visit that does not include a visit to the chocolate factory“.

Sheffield: „When the „Full Monty“ hit British cinemas in 1997, the residents of Sheffield, where it was set, were outraged at the depiction of their town as some depressed, poverty-stricken slum populated by overweight former steelworkers  living in hovels with outside toilets. Their anger was justified because Sheffield is far worse than that“.

Madame Tussauds in London: „By rights, spending £ 25 for an hour of looking at shop dummies dressed as quite famous people should be the sort of thing you do when you have exhausted every – every – other activity on the planet“.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für einige vergnügliche Stunden!

Gareth Rubin & Jon Parker: Crap Days Out. John Blake 2011. 276 Seiten. ISBN 978-1843584056.

Stonehenge…das heißt, die Toiletten am Parkplatz.
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

Cadbury World in Birmingham.
Photo © Oliver Mills (cc-by-sa/2.0).

Ein verlassenes Haus in Sheffield.
Photo © Dave Pickersgill (cc-by-sa/2.0).

Madame Tussauds an der Marylebone Road in London.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0).

Mein Buchtipp – Ian Merchant: The Longest Crawl: Being an account of a journey through an intoxicated landscape or A child’s treasury of booze

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ian Marchant und sein Freund Perry Venus haben eine Idee: Sie wollen den längsten „Pub crawl“ machen, der in Großbritannien möglich ist, beginnend mit dem südlichsten Pub und endend mit dem nördlichsten, und darüber hat Ian Marchant ein Buch geschrieben.

Die beiden starten mit einem Besuch des „Turk’s Head“ auf der Insel St. Agnes, einer der Scilly-Inseln. Weiter südlich kommt man in Großbritannien nicht mehr.
Dann geht es aufs Festland zurück, und Ian und Perry besuchen einen Pub nach dem anderen, wobei sie nicht mehr zu zählende Pints in sich hineinschütten und die Promille-Grenze am Steuer wohl nicht immer beachtet wird.

Auf der Tour lernen sie interessante Leute kennen, verabreden sich mit Freunden, die ihnen die Pub-Landschaft in ihren jeweiligen Orten näher bringen und kurieren so manchen Kater aus.
Das Ziel der beiden Bier-Fans ist schließlich der nördlichste Pub Großbritanniens, die Bar des Baltasound-Hotels auf der Insel Unst, die zu den Shetland-Inseln gehört, von der sie allerdings enttäuscht sind. Ein paar Meilen nördlich davon, so erfahren sie, gibt es noch eine Bar, die zu einer Royal Air Force-Station gehört, die Baa Bar. Auch die nehmen sie noch mit, obwohl es kein öffentliches Etablissement ist.

So haben Ian und Perry innerhalb eines Monats Hunderte von Meilen zurückgelegt, jeweils weit über 100 Pints getrunken und jede Menge neue Pubs kennengelernt. Wer sich für das Thema interessiert, wird an diesem Buch sicher seine Freude haben.

Ian Marchant: The Longest Crawl – Being an account of a journey through an intoxicated landscape or A child’s treasury of booze. London: Bloomsbury 2007. 403 Seiten. ISBN 978-0-7475-8557-2.

The Turk’s Head in St Agnes, Großbritanniens südlichster Pub.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Das Baltasound Hotel auf den Shetland Inseln.
Photo © Mike Pennington (cc-by-sa/2.0)

Mein Buchtipp – Ben Hatch: Are We Nearly There Yet? A Family’s 8000 Miles Around Britain in a Vauxhall Astra

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ben Hatch, seine Frau Dinah, Tochter Phoebe und Sohn Charlie machen sich auf einen über 8000 Meilen langen Weg quer durch England, Wales und Schottland, um für  Frommer’s Guidebooks einen familienfreundlichen Reiseführer zu schreiben; d.h. der Auftrag gilt natürlich nur für Ben und Dinah, da Phoebe und Charlie noch im Kleinkindalter sind. Fünf Monate sind die vier unterwegs und was sie da alles erlebt haben, schildert Vater Ben in diesem Buch.

Es passiert auf der Fahrt so einiges. Sie werden in einen Autounfall verwickelt, Ben wird wegen eines Nierensteins in ein Krankenhaus eingeliefert, sein Vater stirbt; aber die Hauptaufgabe besteht natürlich darin, hunderte von britischen Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants auf ihre Familienfreundlichkeit zu überprüfen. Dabei geraten sie hin und wieder auch an weniger kinderfreundliche Betriebe wie in Grasmere in Cumbria, wo es Dinah nicht gelingt, ein Café oder Lokal zu finden, das bereit ist, Charlies Babyfläschchen aufzuwärmen.

Hier einige von Ben Hatchs Empfehlungen für Urlaube mit Kindern in Großbritannien:
Bestes Schloss: Norwich Castle
Bestes Museum: The Natural History Museum in London
Beste Stadt: Brighton
Bester Tagesausflug: Brownsea Island in Dorset

Was mir an dem Buch nicht gefiel: Ben Hatch scheut nicht davor zurück, Intimitäten wiederzugeben, die man eigentlich lieber nicht lesen möchte. So muss es vielleicht nicht sein, dass man genauestens erfährt wie sein Nierenstein abgeht oder wie er versucht, seine Verstopfung zu beheben.

Das Ergebnis der fünfmonatigen Rundfahrt ist in diesem Buch nachzulesen:
Ben Hatch & Dinah Hatch: Frommer’s England with Your Family. John Wiley 2010. 256 Seiten. ISBN 978-0470721681. (Frommers With Your Family Series).

Ben Hatch: Are We Nearly There Yet? – A Family’s 8000 Miles Around Britain in a Vauxhall Astra. Summersdale 2011. 320 Seiten. ISBN 978-1849531559.

Published in: on 23. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – James Bamber & Sally Raines: Wacky Nation – 50 unbelievable days out at Britain’s craziest contests

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Es gibt wohl kein anderes Land in der Welt, in dem es so viele verrückte Wettbewerbe gibt wie in England. James Bamber und Sally Raynes haben 50 besonders skurrile Beispiele in ihrem Buch „Wacky Nation: 50 unbelievable days out at Britain’s craziest contests“ (London: Icon Books 2009. ISBN 978-184831062-9) zusammengetragen.

In meinem Blog habe ich den einen oder anderen „wacky“ Wettbewerb schon vorgestellt. Wer mehr darüber wissen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Hier einige Beispiele:

– Die World Russian Egg Roulette Championships finden jährlich in Swaton bei Sleaford in Lincolnshire statt.

– Die World Pea Shooting Championships kann man sich jedes Jahr im Juli in Witcham bei Ely in Cambridgeshire ansehen.

– Wer sich speziell für Hühnerrennen interessiert, sollte auf keinen Fall die im August ausgetragenen Bonsall World Championship Hen Racing auslassen.

James Bamber und Sally Raynes betreiben auch eine eigene Webseite, auf der man sich ständig auf dem Laufenden halten kann.

Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es ein vergleichbares Buch: Ulrike Katrin Peters und Karsten-Thilo Raab haben in „Britannia Kuriosa: Die skurrilsten Veranstaltungen und Wettbewerbe in Großbritannien“ ebenfalls Beispiele für skurrile Meisterschaften und Wettbewerbe zusammengetragen. Erschienen ist es 2008 im Essener Westflügel-Verlag mit der ISBN 978-3-939408-04-8.

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Published in: on 17. Mai 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Danny Dorling: So you think you know about Britain? The surprising truth about modern Britain

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Danny Dorling ist Professor für Humangeographie an der Universität von Sheffield und Autor mehrerer Bücher, in denen er sich mit dem sozialen Wandel Großbritanniens beschäftigt.
2011 erschien sein Buch „So you think you know about Britain? The surprising truth about modern Britain„. Dorling beschäftigt sich darin mit elementaren Fragen der britischen Sozialgeografie. Einige Beispiele:

– Das nach wie vor bestehende Nord-Süd-Gefälle besteht nach wie vor, aber die Grenze hat sich weiter nach Süden verschoben. Warum?

– Die Einwanderung von Menschen aus anderen Regionen der Erde ist für Großbritannien außerordentlich wichtig. Wie kommt das?

– Großbritannien ist (nach Malta) die am dichtesten besiedelte Region in der EU. Hat das schwerwiegende Konsequenzen?

– Es gibt immer mehr ältere Menschen im Königreich. Was hat das für zukünftige Auswirkungen auf die Gesellschaft?

Professor Dorling zeigt, dass hinter vielen Schlagzeilen der großen Tageszeitungen oder der Boulevardpresse (was z.B. die Migration angelangt) bei genauerer Betrachtung viel Unwahres steckt.

Danny Dorling wurde für seine wissenschaftlichen Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, so erhielt er z.B. den Gold Award der Geographical Association und den Back Award der Royal Geographical Society. Der Professor ist häufig Gast in Rundfunk- und Fernsehsendungen. Sein hier vorgestelltes Buch ist sehr interessant und trotz des wissenschaftlichen Charakters gut lesbar. Zurzeit liegen noch keine Übersetzungen seiner Werke ins Deutsche vor.

In diesem Film zeigt Danny Dorling wie jeder einzelne in etwa errechnen kann wie lange er leben wird, anhand einiger Beispiele, die auch in seinem Buch ausgiebig erörtert werden.

Danny Dorling: So you think you know about Britain? The surprising truth about modern Britain. Constable 2011. ISBN 978-1-84901-391-8.

Published in: on 2. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Ian Aitch: We’re British – An Irreverent A-Z of All Things British

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Iain Aitch ist ein witziger Typ. Schon sein erstes Buch „A Fête Worse Than Death: A Journey Through an English Summer“ habe ich mit großem Vergnügen gelesen und auch sein zweites „We’re British, Innit: An Irreverent A-Z of All Things British“ ist allen zu empfehlen, die einen Nerv für britischen Humor haben. In diesem „Funny A-Z of all that we are and all that we do“ geht es um typisch Britisches, in Iain Aitchs unnachahmlicher Weise aufbereitet.

Über die Einführung und Wirkung von „Alcopops“ sagt er z.B.: „The side effect of this increase in teen drinking was a correlating rise in teen pregnancy, ensuring that the pensions crisis may yet be averted“.

Über „Marks & Spencer„: „Not to be confused with Communist Manifesto writers Marx and Engels, this supermarket-cum-department store is where Britain goes to buy its underwear. In fact, so widespread is this practice that HM Customs officials toyed with the idea of doing away with the checking of passports, simply checking the tag in the back of people’s underpants instead“.

Und über die „Seaside„: „It may have lost some of its allure in the twenty-first century, but it is still the place we go to make sandcastles, ride donkeys and catch crabs, be it in a bucket, from the bed in a B&B or from a local heroin-addict prostitute“.

Das Buch ist ein wahres Lesevergnügen!!

Iain Aitch ist aber nicht nur Journalist und Schriftsteller, er ist auch in die Annalen der britischen Geschichte eingegegangen als Erfinder des „World Phone in Sick Day“ und als Initiator des Londoner Santacons, einer Massenveranstaltung von Weihnachtsmännern bzw. -frauen.

Iain Aitch: We’re British, Innit: An Irreverent A-Z of All Things British. Collins 2008. 243 Seiten. ISBN 978-0-00-727132-0.

Published in: on 24. April 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – David Long: Bizarre England

Foto meines Exemplares.

David Long hat rund zwanzig Bücher über London und Großbritannien geschrieben, in denen er sich überwiegend mit wenig bekannten und kuriosen Dingen auseinandersetzt. Eines dieser Bücher habe ich gerade mit Genuss gelesen: „Bizarre England – Discover the Country’s Secrets & Surprises„, Teil einer dreiteiligen Reihe, deren andere Teile „Bizarre London“ und „Bizarre Scotland“ heißen und alle bei Michael O’Mara in London erschienen sind.

„From weird buildings to eccentric museums and from mystical superstitions to remnants of magical rites, this is a guide like no other“, so steht es im Buch, und ich kann da nur zustimmen. Vieles von dem was David Long erzählt, wird man in keinem Reiseführer finden, und ich kann dieses Buch allen empfehlen, die wie ich einen Nerv für Exzentrisches und Kurioses haben.

Einige Beispiele:

Die erstaunlichsten Irrgärten des Landes (Ragley Hall Maze in Warwickshire) und die obszönsten Ortsnamen (Backside Lane, Crotch Crescent)

Kurioses aus den Colleges von Oxford und Cambridge (der längste Korridor Europas findet sich im Newnham College in Cambridge)

Bizarre Wettbewerbe und Meisterschaften (Dwyle Flunking in Lewes in West Sussex oder World Nettle Eating Championship in Marshwood in Dorset)

„Odd Pubs to Ponder Over a Pint“ (The Valiant Soldier in Buckfastleigh in Devon)

Die grausamsten Hinrichtungsarten (Hanging, Drawing and Quartering)

Die verrücktesten Gesetze („It is illegal to carry a plank along a pavement“, so der Metropolitan Police Act aus dem Jahr 1839)

David Long: Bizarre England – Discover the Country’s Secrets & Surprises. Michael O’Mara 2015. 192 Seiten. ISBN 978-1-78243-376-7

Published in: on 15. April 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Roger Long: Historic Inns Along the River Thames

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Die Themse ist ein Fluss, der mich immer wieder von neuem fasziniert; sei es als „kleine“ Themse in Wiltshire, sei es als „große“ Themse in London.
Am Rand dieses Flusses haben sich im Lauf der Jahrhunderte zahllose Gasthäuser etabliert, die zu einem Besuch einladen. Im Sommer kann man bei den meisten auf einer Terrasse oder auf dem Rasen direkt neben der Themse sein Pint zu sich nehmen und zuschauen wie sich das Wasser langsam in Richtung London fortbewegt.

Die dicht bewachsenen Ufer rufen Erinnerungen wach an Jerome K. Jeromes Buch „Drei Mann in einem Boot„, wo Harris & Co ihr Lager aufschlagen und ihr Abendessen zubereiten.

Eine Auswahl von besonders empfehlenswerten Gasthöfen an der Themse hat Roger Long in seinem Buch „Historic Inns Along the River Thames“ zusammengestellt und mit Schwarz-Weiß-Fotos illustriert.

Long beginnt seine Reise an der Themsequelle und so heißt dann auch der erste vorgestellte Gasthof „The Thames Head Inn„, der an der A433 zwischen Tetbury und Cirencester in Gloucestershire liegt.

Der letzte an der Themsemündung gelegene Inn ist „The Castle“ an der Eastern Esplanade in Southend-on-Sea in Essex.

Zwischen diesen beiden Eckpunkten finden sich in Roger Longs Buch viele reizvolle Häuser, die auch zu einem längeren Verweilen einladen. Was gibt es Schöneres, als nach einem angenehmen Abendessen den Tag mit einem kleinen Spaziergang an der Themse ausklingen zu lassen und den Booten nachzusehen, die gemächlich flussauf oder flussab fahren?

Roger Long: Historic Inns Along the River Thames. Sutton Publishing 2006. 142 Seiten. ISBN 978-0750943642.
(Das Buch ist zwar schon 11 Jahre alt, aber die  Pubs existieren noch).

The Thames Head Inn zwischen Cirencester und Tetbury.
Eigenes Foto.

The Castle in Southend-on-Sea (Essex).
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright John Myers and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Trout in Lechlade. Gegenüber findet man Old Father Thames.
Eigenes Foto.

Published in: on 7. April 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Mein Buchtipp – James Moore & Paul Nero: Pigeon Guided Missiles

Foto meines Exemplares.

Die beiden Autoren James Moore und Paul Nero haben sich in ihrem Buch „Pigeon Guided Missiles: And 49 Other Ideas That Never Took Off“ mit mehr oder weniger verrückten Ideen auseinadergesetzt, die im Laufe der Zeit irgendwelchen kreativen Hirnen entsprungen sind, die es aber nie geschafft haben, verwirklicht zu werden. In der titelgebenden Geschichte zum Beispiel geht es darum wie man bestimmte Fähigkeiten von Tauben ausnutzen könnte, um sie für militärische Zwecke einzusetzen. Der berühmte US-amerikanische Psychologe B.F. Skinner hatte sich dieses Themas während des Zweiten Weltkriegs angenommen und war der Meinung, dass man Tauben dazu bringen könnte, Raketen zu ihrem Ziel zu führen. Die Experimente wurden nicht weitergeführt, als man andere technische Möglichkeiten erfand, die diese Aufgabe weit besser durchführen konnten.

Das Kapitel „The First Channel Tunnel“ beschäftigt sich mit den ersten Versuchen, einen Tunnel unter dem Ärmelkanal zu graben. Sir Edward Watkin schaffte es in den 1880er Jahren mit einer neuartigen Tunnelbohrmaschine, auf der englischen Seite rund zwei Kilometer und auf der französischen Seite etwa 1800 Meter sich durch das Gestein zu arbeiten. 1883 stoppte man die Arbeiten, weil vor allem hochrangige Militärangehörige vor einer unterirdischen Verbindung zu Frankreich warnten. Auch eine Brücke über den Ärmelkanal war einmal angedacht, aber aus Sicherheitsgründen wieder verworfen.

Weitere Ideen, die nicht verwirklicht wurden, waren u.a. Henry Bessemers Schiff, auf dem man nicht seekrank wird, die Fliegende Untertasse von British Rail, das sich selbst reinigende Haus, Wilhelm Reichs „Cloudbuster“ (s. dazu meinen Blogeintrag über Kate Bushs Video) oder der Ferienort Ravenscar, der nie gebaut wurde (s. auch dazu meinen Blogeintrag).

Wieder ein hochinteressantes Buch aus dem Hause The History Press!

James Moore und Paul Nero: Pigeon Guided Missiles: And 49 Other Ideas That Never Took Off. The History Press 2011. 254 Seiten. ISBN 978-0-7524-5990-5

Published in: on 28. März 2017 at 02:00  Comments (1)  

Snake River Press – Ein Verlagshaus in Lewes (East Sussex)

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Wer sich für die beiden englischen Grafschaften East Sussex und West Sussex interessiert und tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem kann ich die Bücher aus dem Verlagshaus Snake River Press nachdrücklich empfehlen.
Peter Bridgewater gründete den Verlag im Jahr 2006, und er legt Wert darauf, dass sich seine Bücher vom Massenmarkt abheben, indem sie liebevoll gestaltet und hergestellt werden.
Die Snake River Press mit Sitz in in der High Street 210 in Lewes (East Sussex) publiziert ausschließlich Bücher über Sussex und nimmt sich Themen an, die man sonst woanders kaum veröffentlicht findet.

Einige Beispiele: „Old-Fashioned Family Days Out in Sussex“, „A Dictionary of the Sussex Dialect“ und „What the Victorians Did for Sussex“.

Ich besitze einige Bücher des Verlags wie „A Sussex Miscellany“ von Sophie Collins und „An Eccentric Tour of Sussex“ von Firmengründer Peter Bridgwater. Es ist einfach schön, diese Bücher in der Hand zu halten (leider „Printed and bound in China“, also nicht von einer englischen Druckerei hergestellt, aber ich muss sagen, die Chinesen verstehen sich auch auf das Handwerk, bibliophile Bücher zu produzieren) und darin zu blättern (sie sind mit hübschen Illustrationen versehen).

Der Name Snake River Press leitet sich von dem Cuckmere River ab, der sich durch die Grafschaft East Sussex in Richtung Ärmelkanal schlängelt und im Firmenlogo wiederzufinden ist.

Ein liebenswertes Verlagshaus, das hoffentlich noch lange in dieser Marktnische existieren kann.

 

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Der mäandrierende Cuckmere River, der dem Verlagshaus zu seinem Namen verhalf. Author: Marturius. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Der mäandrierende Cuckmere River, der dem Verlagshaus zu seinem Namen verhalf.
Author: Marturius.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Mein Buchtipp – Derry Brabbs: The River Thames

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Am 1. Dezember 2010 erschien im Londoner Verlag Frances Lincoln ein wunderbares Buch, eines jener Coffe-Table-Books, das man als England-Liebhaber einfach besitzen muss. Das Buch heißt „The River Thames“ und geschrieben hat es Derry Brabbs, der auch für die fantastischen Fotos verantwortlich ist. Brabbs gilt als einer der besten Landschaftsfotografen Englands.

Bei vielen Bildbänden stehen die Fotos im Vordergrund und der Text spielt eine untergeordnete Rolle. Nicht hier: In diesem Buch herrscht ein ausgewogenes Verhältnis. Der Autor führt den Leser von der Quelle der Themse entlang des Thames Paths bis zur Mündung des Flusses in die Nordsee.
Brabbs zeigt uns kleine idyllische Dörfer und Kleinstädte, macht Abstecher in die Nebenflüsse und Kanäle und informiert über Sport und Freizeit auf der Themse. Natürlich werden wir beim Durchqueren Londons auch mit den vielen prächtigen alten und neuen Gebäuden vertraut gemacht.

Es gibt viele Bücher über die Themse, dieses ist eines der schönsten überhaupt!

Brabbs illustrierte u.a. auch Bücher über James Herriots Yorkshire und Alfred Wainwrights Wanderungen durch Nordengland.

Derry Brabbs: The River Thames. London: Frances Lincoln 2010. 256 Seiten. ISBN: 978-0711229587.  Das Buch ist leider vergriffen, aber leicht antiquarisch zu bekommen.

Genau hier, südwestlich von Cirencester in Gloucestershire, entspringt die Themse.   © Copyright David Stowell and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Genau hier, südwestlich von Cirencester in Gloucestershire, entspringt die Themse.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Stowell and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

Und hier mündet die Themse in die Nordsee.   © Copyright John Winfield and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Und hier mündet die Themse in die Nordsee.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright John Winfield and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mein Lieblingsplatz an der Themse: Am Oakley Court Hotel bei Water Oakley in Berkshire. Eigenes Foto.

Mein Lieblingsplatz an der Themse: Am Oakley Court Hotel bei Water Oakley in Berkshire.
Eigenes Foto.

 
 
Published in: on 10. März 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Mein Buchtipp – Michael Senior: No Finer Courage – A Village in the Great War

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

The Lee ist eines jener „Chocolate Box Villages“, das viele Male in der „Inspector Barnaby“-Krimiserie zu sehen war (ich berichtete in meinem Blog darüber). Es liegt in Buckinghamshire, östlich der A413, die Amersham mit Aylesbury verbindet. Neben The Lee gibt es noch Lee Common und Lee Clump, die ineinanderübergehen. Das Zentrum des winzigen Dörfchens The Lee bildet das große Village Green, an dessen einer Seite The Cock&Robin liegt. Gegenüber vom Dorfpub findet man auf dem Green das Kriegerdenkmal, das 1921 eingeweiht wurde und an die 28 Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg erinnert (später ergänzte man die Namen der 12 Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg fielen).

Mit dieser Zeit, dem Ersten Weltkrieg und wie er in The Lee erlebt wurde, beschäftigt sich Michael Seniors Buch „No Finer Courage – A Village in the Great War„. Der Autor schreibt zuerst über das Leben im Dorf, bevor die dunklen Vorboten des drohenden Krieges am Horizont erschienen. Sir Arthur Liberty, dem das große Kaufhaus in Londons Regent Street gehörte, lebte im Manor House von The Lee und war ein Wohltäter des Dorfes. Es ging hier sehr friedlich zu, jeder kannte jeden… und dann kam der Krieg. Fast alle jungen Männer von The Lee und Umgebung meldeten sich freiwillig, sie wurden nach Frankreich gebracht und man war der Meinung in wenigen Wochen wieder zu Hause zu sein. Doch es kam ganz anders, die Männer erlebten in den Grabenkämpfen in Nordfrankreich die Hölle. Michael Senior beschreibt detailliert wie die Soldaten aus Buckinghamshire und ihre Kameraden aus anderen Regionen Englands sowie aus Australien bei den Kämpfen um den französischen Ort Fromelles reihenweise von deutschen Maschinengewehren niedergemäht wurden, als Folge von Befehlen von höherer Ebene, die man in Unkenntnis der Lage vor Ort gab. 28 Männer aus The Lee, Lee Common und Lee Clump kamen nicht mehr in ihre Heimatorte zurück, viele erlitten schwere körperliche Verletzungen, von den psychischen Folgeschäden gar nicht zu reden.

Michael Senior ist ein eindrucksvolles und bewegendes Buch gelungen. The Lee ist dabei stellvertretend für unzählige andere Dörfer in Großbritannien, die Ähnliches erlebt haben. Nur wenige, die sogenannten „Thankful Villages“ hatten keine Verluste zu beklagen.

Michael Senior: No Finer Courage – A Village in the Great War. Sutton Publishing2004. 239 Seiten. ISBN 0-7509-3666-5.

Das Manor House, der Village Green und links das Kriegerdenkmal. Eigenes Foto.

Das Manor House, das Village Green und links das Kriegerdenkmal.
Eigenes Foto.

The War Memorial.   © Copyright Rob Farrow and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The War Memorial.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Rob Farrow and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Fromelles in Nord-Frankreich. Hier kämpften die jungen Männer aus The Lee. Author: Codepem. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.

Fromelles in Nord-Frankreich. Hier kämpften die jungen Männer aus The Lee.
Author: Codepem.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license.

Published in: on 24. Februar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Susan C. Law: Through the Keyhole – Sex, Scandal and the Secret Life of the Country House

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

In meinem Blog stellte ich schon einmal das Buch „Stately Secrets: Behind-the-Scenes Stories From the Stately Homes of Britain“ vor, geschrieben von Richard, Earl of Bradford. Darin wirft der Autor einen Blick hinter die Kulissen der großen Herrenhäuser Englands und erzählt Geschichten, die man von einem Tour Guide normalerweise nicht hören wird.

Die Historikerin Susan C. Law hat sich in ihrem Buch „Through the Keyhole: Sex, Scandal and the Secret Life of the Country House“ ebenfalls dieses Themas angenommen. Sie beschäftigt sich darin vorwiegend mit „Ehebruch“ am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Damals wurden viele junge adelige Frauen, oft gegen ihren Willen, an adelige Männer verheiratet. Die Liebe spielte bei diesen Beziehungen meist eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Die Folge war, dass in diesen Ehen jeder seiner eigenen Wege ging. Die Männer nahmen sich Geliebte, was gemeinhin als normal empfunden wurde und in der Gesellschaft keine besondere Aufmerksamkeit erregte. Wenn Frauen sich allerdings ebenfalls einen Geliebten nahmen, war das eine ganz andere Sache. Flog die geheimgehaltene Beziehung auf, war der Teufel los, der Ehemann war empört und die arme Frau gesellschaftlich unten durch. Nicht selten bekamen die Frauen von ihren Geliebten auch noch Kinder (Empfängnisverhütung war in dieser Zeit noch kein Thema) und das war dann der Super-Gau. Oft gab es dann für sie nur noch einen Ausweg: Flucht ins Ausland oder in irgendeine entlegene Ecke in ihrem eigenen Land.

Das Personal in den Landhäusern bekam in der Regel sehr viel davon mit, was hinter den verschlossenen Schlafzimmertüren vor sich ging (der Buchtitel deutet darauf hin), und oft wurden die Bediensteten bei Scheidungsprozessen als Zeugen geladen.

Susan C. Law schildert in ihrem Buch einige besonders prägnante Fälle wie die Ehe von Augustus Henry FitzRoy, 3rd Duke of Grafton (1735-1811) und Anne Liddell (1737-1804). Aus dieser Beziehung gingen drei Kinder hervor, doch die Ehe erkaltete bald. Der Duke suchte sich eine Mätresse und Anne fand im Earl of Upper Ossory einen Liebhaber. Bald wurde sie schwanger, was den Duke veranlasste die Scheidung einzureichen. Augustus Henry FitzRoy, der in Euston Hall in Suffolk residierte, heiratete kurz danach Elizabeth Wrottesley, und Anne Liddell konnte ihren Lover ehelichen (in diesem Fall ging es also glimpflich für sie ab) und zog auf dessen Landsitz Ampthill Park in Bedfordshire.

Das Buch enthält einen umfangreichen Anmerkungsapparat und und eine achtseitige Bibliografie. Susan Law C. Law hat den Doktor in Geschichte an der Universität von Warwick gemacht; ihr Buch liest sich nicht so leicht wie das o.a. von Richard, Earl of Bradford.

Susan C. Law: Through the Keyhole – Sex, Scandal and the Secret Life of the Country House. The History Press 2015. 255 Seiten. ISBN 978-0-7509-5669-7.

Euston Hall in Suffolk. Familiensitz der   © Copyright Ashley Dace and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Euston Hall in Suffolk. Familiensitz der Graftons.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Ashley Dace and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ampthill Park in Bedfordshire.   © Copyright Paul Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ampthill Park in Bedfordshire, Familiensitz der Ossorys.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Paul Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

 

Published in: on 14. Februar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Eddie Brazil: „Bloody British History – Buckinghamshire“

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Mein Lieblingsverlag, The History Press in Stroud (Gloucestershire), den ich in meinem Blog schon einmal vorstellte, hat eine Buchreihe, die sich „Bloody British History“ nennt. Darin geht es um Grafschaften und vor allem Städte Englands im Spiegel besonderer, meist blutiger  Ereignisse, die sich dort abgespielt haben. Neben beispielsweise Cambridge, Bristol, Salisbury und Suffolk gibt es auch einen Band über Buckinghamshire, den ich mir kürzlich gekauft und gelesen habe. Der Autor ist Eddie Brazil, der sich vor allem als „paranormal investigator“ einen Namen gemacht und Bücher über die Borley Rectory, High Wycombe und Geistererscheinungen in englischen Kirchen geschrieben hat.

Die Themen in Eddie Brazils „Bloody British History – Buckinghamshire“ sind u.a.:

The Weirdos of West Wycombe“ – Sir Francis Dashwood und seine Kumpane in den Hellfire Caves

The Chiltern Manhunt“ – Die Geschichte von der größten Verbrecherjagd in Buckinghamshire im 19. Jahrhundert, bei der die Mörder von zwei Jagdaufsehern quer durch die Chiltern Hills verfolgt wurden

Flying Saucers Over High Wycombe“ – Augenzeugenberichte über vermeintliche UFO-Sichtungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region High Wycombe

The Babes in the Wood“ – Ein Mordfall aus dem Jahr 1941, als in Penn zwei kleine Mädchen von einem Armeeangehörigen ermordet wurden. Sie waren auf dem Weg nach Hause und kamen von ihrer Schule, der Tylers Green First School. An der Kreuzung der Straßen Elm Road und Common Wood Lane beobachtete ein Junge wie sie in einen Armeelastwagen stiegen und konnte der Polizei wertvolle Hinweise geben, die zur Ergreifung des Täters führten.

Eddie Brazil: Bloody British History – Buckinghamshire. The History Press 2014. 96 Seiten. ISBN 978-0750960236.

Der Eingang zu den Hellfire Caves in West Wycombe.   © Copyright Graham Horn and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Eingang zu den Hellfire Caves in West Wycombe.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Graham Horn and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Chilterns, durch die sich die Mörderjagd zog.   © Copyright Des Blenkinsopp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Chilterns, durch die sich die Mörderjagd zog.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Des Blenkinsopp and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier über High Wycombe wollen viele Menschen Ende des 19. Jahrhunderts UFOs gesehen haben.   © Copyright Peter Jemmett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier über High Wycombe wollen viele Menschen Ende des 19. Jahrhunderts UFOs gesehen haben.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Peter Jemmett and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Tylers Green First School in Penn. Von hier kamen die beiden Mädchen, die 1941 ermordet wurden.   © Copyright Scriniary and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Tylers Green First School in Penn. Von hier kamen die beiden Mädchen, die 1941 ermordet wurden.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Scriniary and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 4. Februar 2017 at 02:00  Comments (1)  
Tags: