Mein Buchtipp – Dixe Wills: Tiny Histories

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Wie kürzlich angekündigt, stelle ich heute ein weiteres Buch aus der Feder von Dixe Wells vor: „Tiny Histories: Trivial Events & Trifling Decisions That Changed British History„. Nach den „Tiny Islands“ und den „Tiny Churches“ hat sich Dixe Wells nun die kleinen Ereignisse vorgenommen, die den Lauf der Geschichte verändert haben und das ist hochinteressant.

Die Geschichte „A British soldier shows mercy to a future German Chancellor“ hat mich am meisten beeindruckt. Sie ereignete sich am 28. September 1918 im Ersten Weltkrieg auf französischem Boden bei Marcoing. Der 29jährige Soldat Adolf Hitler geriet in das Visier eines britischen Soldaten, der eigentlich abdrücken wollte, aber da der Deutsche offensichtlich verwundet war, brachte der Brite es nicht über das Herz, ihn zu erschießen. So entkam der spätere „German Chancellor“ oder besser Massenmörder. Wie wäre die Weltgeschichte verlaufen, wenn der britische Soldat damals abgedrückt hätte?

Sehr interessant ist auch die Geschichte „A key to a locker is accidentally taken off a ship„. Bevor die Titanic im April 1912 ihre Jungfernfahrt antrat, wurde noch ein hochrangiger Offizier von dem Schwesterschiff Olympic versetzt, was bedeutete, dass alle Titanic-Offiziere einen Rang herunterrutschten. Den letzten beißen die Hunde könnte man in diesem Fall sagen, denn einer der rangniedrigen Offiziere, David Blair, wurde ganz von dem Schiff genommen. Dummerweise hatte Blair vergessen den Schlüssel zu einer Kiste an Bord zu lassen, die sich oben im Krähennest befand. In dieser Kiste war ein Fernglas, mit dem der Ausguck eigentlich die Umgebung absuchen sollte… Da die Eisberge damals auf dieser Route eine große Gefahr für die Schifffahrt darstellten, hätte der Ausguck im Krähennest mit Fernglas möglicherweise den verhängnisvollen Eisberg frühzeitig erkannt und die Titanic hätte ein Ausweichmanöver durchführen können. Aber die Kiste war verschlossen, und der Schlüssel steckte in der Hosentasche von David Blair. Das Schiff kollidierte am 14. April 1912 mit dem eisigen Koloss.

Das Buch von Dixe Wells erinnert mich an die von Robert Cowley herausgebene Reihe „What if?“, in der ähnliche Szenarien durchgespielt werden.

Dixe Wells: „Tiny Histories: Trivial Events & Trifling Decisions That Changed British History“. Quadrille 2017. 223 Seiten. ISBN 978-1-78713-098-2

 

Published in: on 9. Februar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Dixe Wills: Tiny Churches

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Von Dixe Wills, Journalist und Autor von mehreren Büchern, habe ich in meinem Blog bereits sein „Tiny Islands“ und sein „The Z – Z of Great Britain“ vorgestellt. Über sein Buch „Tiny Histories“, das ich gerade lese, werde ich demnächst berichten.

Heute möchte ich das Buch „Tiny Churches“ vorstellen, das erstmals 2016 erschien und 2017 zweimal nachgedruckt wurde. Das Buch gefällt schon, wenn man es in die Hand nimmt. Ein durchbrochener Schutzumschlag zeigt ein schon fast dreidimensionales Bild von einem Kirchenfenster; genauso schön ist der Buchdeckel gestaltet. Der erste positive Eindruck setzt sich fort, wenn man das Buch aufschlägt und darin blättert. Das Thema ist kleine und kleinste Kirchen in ganz Großbritannien, illustriert mit zahlreichen Bildern.

Da gibt es Kirchen, die weit weg von allem stehen wie zum Beispiel St Peter-on-the Wall bei Bradwell-on-Sea (Essex), die rund um die Uhr geöffnet und nur zu Fuß erreichbar ist. Auch St Michael de Rupe bei Brentor (Devon) im Dartmoor ist nicht leicht zugänglich, weil sie hoch oben auf einem Felsen liegt.
In manchen Kirchen werden nie mehr Gottesdienste abgehalten, in anderen wiederum hin und wieder einmal. Die Bremilham Church bei Malmesbury in Wiltshire wird nur einmal im Jahr am sogenannten Rogation Sunday, das ist der Sonntag vor Christi Himmelfahrt, benutzt.

Dixe Wills gibt bei jedem Eintrag exakt an, wie die Kirche mit dem öffentlichen Nahverkehr und zu Fuß zu erreichen ist, wann sie geöffnet hat und wo man sich gegebenenfalls den Schlüssel holen kann. Auch die Zeiten, falls und wann darin Gottesdienste abgehalten werden.

Wer sich für britische Winzlings-Kirchen interessiert, wird mit diesem Buch hochzufrieden sein. Highly recommended!!!

Dixe Wills: Tiny Churches. The AA Publishing 2017. 320 Seiten. ISBN 978-0-7495-7768-1

St Peter-on-the-Wall bei Bradwell-on-Sea in Essex.
Photo © Robin Webster (cc-by-sa/2.0)

St Michael de Rupe bei Brentor in Devon.
Photo © Chris Allen (cc-by-sa/2.0)

Bremilham Church bei Malmesbury in Wiltshire.
Photo © White Socks (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 6. Februar 2018 at 02:00  Comments (3)  

Mein Buchtipp – Martyn Downer: The Sultan of Zanzibar – The Bizarre World and Spectacular Hoaxes of Horace de Vere Cole

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Ich möchte noch einmal ein Thema aufnehmen, das ich kürzlich in meinem Blogeintrag über The Dreadnought Hoax verwandte. Dieser Streich, der die Briten im Jahr 1910 amüsierte, die Marine jedoch nicht, wurde von Horace De Vere Cole (1881-1936) ausgeheckt, über den es nur eine einzige Biografie in Buchform gibt: „The Sultan of Zanzibar – The Bizarre World and Spectacular Hoaxes of Horace de Vere Cole„, geschrieben von Martyn Downer, einem Schriftsteller und Kunsthändler, der einmal Direktor des Londoner Auktionshauses Sotheby war.

De Vere Cole wurde 1881 im County Cork in Irland geboren und entstammte der berühmten De Vere Familie, deren männliche Erben den Titel Earl of Oxford trugen. Zu seinen exzentrischen Gewohnheiten zählte viele Jahre lang das Streichspielen anderen Menschen gegenüber, was manchmal schon ganz schöne Ausmaße annehmen konnte wie die oben erwähnte „Dreadnought“-Geschichte. Ein Vorgänger davon spielte sich in seiner Studentenzeit in Cambridge ab, als er den Bürgermeister der Stadt veräppelte, indem er sich als Sultan von Sansibar ausgab.

Downer taucht in seiner Biografie aber sehr viel tiefer in das Leben De Vere Coles ein, der heute fast schon vergessen ist und dessen Gedichte auch kaum noch einer kennt. Der Mann verfügte zeitweise über sehr viel Geld und konnte sich ein luxuriöses Leben leisten. Er verkehrte gern in der Londoner Bohème-Szene, die ihr Hauptquartier im Café Royal in der Regent Street hatte. Zu seinen Freunden gehörten u.a. die Maler Augustus John, der ihm gern die Frauen ausspannte, und James Dickson Innes, der schon mit 27 Jahren starb und dessen Bilder De Vere Cole sammelte.

Cole hatte einen Hang zu sehr jungen Frauen. So heiratete er mit 37 Jahren die 18jährige Denise Lynch; sie hatten zusamen eine Tochter, die Ehe wurde nach zehn Jahren geschieden. Auch die zweite Ehe im Jahr 1931, De Vere Cole war mittlerweile 50, mit der 24jährigen Mabel Wright war nicht von langer Dauer. Ihr Sohn Tristan soll wohl von Augustus John gezeugt worden sein.

Der „prankster“ und Dichter hatte mittlerweile alle seine Geldmittel verloren, sein Bruder Jim unterstützte ihn finanziell. De Vere Cole lebte zum Schluss seines Lebens in ärmlichen Verhältnissen in Frankreich, wo er am 25. Februar 1936 in Honfleur in der Normandie starb.

Ein sehr interessantes Buch über einen ungewöhnlichen Menschen. Dieser Film erzählt die Geschichte der „pranks“ noch einmal nach.

Martyn Downer: The Sultan of Zanzibar – The Bizarre World and Spectacular Hoaxes of Horace de Vere Cole. Black Springs Press 2010. 310 Seiten. ISBN 978-0-948238-46-8

 

 

Published in: on 14. Januar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Derek Pykett: British Horror Film Locations

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Derek Pykett, 1972 in Derbyshire geboren, ist Schauspieler, Regisseur und Autor einiger Bücher, darunter „MGM British Studios: Hollywood in Borehamwood“ und „British Horror Film Locations„, das ich heute vorstellen möchte.

Wer sich für britische Horrorfilme und deren Drehorte interessiert, wird mit diesem bereits 2008 erschienenen Buch hochzufrieden sein. Darin erfährt man alles, wo Vincent Price, Christopher Lee und  Peter Cushing gearbeitet haben; oft waren es recht unheimlich aussehende Häuser, die in Schwarz-Weiß-Fotos des Autors und von Simon Flynn, der auch das Nachwort beigesteuert hat, festgehalten sind. In alphabetischer Reihenfolge nach den Filmtiteln werden die jeweiligen Drehorte detailliert beschrieben. Ich habe einmal fünf Beispiele herausgesucht, Orte, die ich in meinem Blog auch schon vorgestellt habe.

Wykehurst Place bei Bolney in West Sussex, „probably the most haunting of all the film locations“ meint Derek Pykett und Simon Flynn fügt hinzu „totally unique and terrifying“. Gedreht wurden in diesem unheimlichen Haus die Filme „Demons of the mind“ (1972), „The Legend of Hell House“ (1973) und „Son of Dracula“ (1974).

Harlaxton Manor bei Grantham in Lincolnshire, für mich eines der faszinierendsten Häuser in ganz Großbritannien, das leider im Besitz der US-amerikanischen University of Evansville ist und nicht besichtigt werden kann. Hier wurden 1999 Teile des Horrorfilms „The Haunting“ gedreht, der hin und wieder im deutschen Fernsehen gezeigt wird.

Ettington Park bei Alderminster in Warwickshire. Ich hatte einmal das Vergnügen, in diesem Haus, das jetzt ein Hotel ist, zu wohnen. Es gibt so einige Spukgeschichten über dieses Haus und eine der Rezeptionsdamen erzählte mir von ihren nächtlichen Erfahrungen. Gedreht wurden hier die Filme „The Haunting“ (1963), eine frühere Version des o.a. Films, und 1980 „The Watcher in the Woods“.

Oakley Court bei Windsor in Berkshire, über das ich in meinem Blog schon mehrfach geschrieben habe und wo ich auch schon einige Male übernachtet habe. Dieses Haus wurde von den benachbarten Bray Studios sehr häufig als Drehort für deren Horrorfilme benutzt. Die Lage des jetzigen Hotels direkt an der Themse ist einzigartig, genauso wie der Baustil des gruseligen Gebäudes. Ich kann die Filme gar nicht alle aufzählen, die im Oakley Court produziert worden sind, nur drei Beispiele: „The Curse of Frankenstein“ (1957), „And Now the Screaming Starts!“ (1972) und „The Rocky Horror Picture Show“ (1975).

Grim’s Dyke Hotel im London Borough of Harrow, das Haus, das einmal William Schwenck Gilbert gehörte, der, zusammen mit Arthur Sullivan, durch seine Operetten weltberühmt wurde. Auch in diesem Haus waren Vincent Price, Christopher Lee, Boris Karloff und wie die Größen des Horrorfilms alle hießen tätig und drehten Filme wie „The Curse of the Crimson Altar“ (1968) und „Haunted House of Horror“ (1969) und „Cry of the Banshee“ (1970).

Derek Pykett: British Horror Film Locations. McFarland and Co 2008. 206 Seiten. ISBN 978-0-7864-3329-2. Das Buch ist zurzeit vergriffen, aber zum Beispiel bei Amazon Marketplace leicht zu beschaffen, allerdings zu einem verhältnismäßig hohen Preis.

 

Wykehurst Place.
Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)

Harlaxton Manor.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Ettington Park.
Eigenes Foto.

Oakley Court.
Eigenes Foto.

Grim’s Dyke Hotel.
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 8. Januar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – William Parker: Amersham At Work – People and Industries Through the Years

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Über Old Amersham in der Grafschaft Buckinghamshire, einem meiner Lieblingsorte im Königreich, habe ich in meinem Blog schon mehrfach geschrieben, so u.a.  über meine Aufenthalte im The Kings Head Hotel und über die Drehorte für einige „Inspector Barnaby„-Episoden.

Der zweigeteilte Ort gliedert sich in das bei Touristen beliebte sehenswerte Old Amersham und in das größere modernere Amersham-on-the-Hill, wo es nicht allzu viel zu sehen gibt. Die beiden Amershams liegen mitten im Speckgürtel Londons, das mit der Bahn schnell zu erreichen ist.

Ich freute mich, als am 15. November ein Buch über Amersham erschien, das ich natürlich sofort kaufen musste. Es heißt „Amersham At Work – People and Industries Through the Years“ und wurde von William Parker geschrieben, einem Autor aus Buckinghamshire, der in Great Kimble, südlich von Aylesbury, lebt. Illustriert mit zahlreichen historischen Fotografien, die das Amersham Museum in der High Street zur Verfügung gestellt hat, informiert das Buch über die Entwicklung Amershams im Lauf der Jahrhunderte. Wir erfahren zum Beispiel, dass dort, wo heute der Tesco Superstore steht (einer der ersten dieser Art in Großbritannien) früher einmal eine Produktionsstätte für Fleischverarbeitung war, wo der Familienbetrieb Brazil’s sich zu einem der größten „pie-maker“ entwickelte und im Zweiten Weltkrieg das Militär belieferte. Weiterhin ist es interessant zu zu wissen, dass in The Maltings (ein „Barnaby“-Drehort) ebenfalls im Zweiten Weltkrieg sogenannte „barrage balloons“ hergestellt wurden.  Diese „Sperrballone sollten durch ihre Anwesenheit feindlichen Piloten den Anflug auf Bodenziele erschweren oder unmöglich machen, da die angreifenden Flugzeuge durch die Seile der Ballons zum Absturz gebracht werden konnten“ (so die Wikipedia). Von 1946 bis 1985 war im Badminton Court in der Church Street die Firma Goya ansässig, die Kosmetikartikel und Parfüms herstellte. Sehr schön angelegt sind die Amersham Memorial Gardens am Broadway.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Informationen, die wir über die hübsche Kleinstadt am River Misbourne von William Parker mitgeteilt bekommen. Ich kann sowohl das Buch als natürlich auch einen Aufenthalt in Amersham sehr empfehlen!

William Parker: Amersham At Work – People and Industries Through the Years. Amberley Publishing 2017. 95 Seiten. ISBN 978-1445674827.

Das Amersham Museum in der High Street.
Photo © Christina Burford (cc-by-sa/2.0)

The Maltings.
Eigenes Foto.

Amersham Memorial Gardens.
Eigenes Foto.

Der River Misbourne in Amersham Old Town.
Photo © John Lord (cc-by-sa/2.0)

 

Streetwise Opera und das Projekt „The Unofficial Countryside“

Ein leerstehendes Grundstück, auf dem zeitweise die Natur die Herrschaft übernommen hat.
Photo © Gerald England (cc-by-sa/2.0)

„Streetwise Opera is an award-winning charity that uses music to help people make positive changes in their lives“. So steht es auf der Homepage der Organisation Streetwise Opera zu lesen, die 2002 von Matt Peacock in London gegründet wurde, und die obdachlosen Menschen  durch Musik Hilfestellung bei der Bewältigung ihres Schicksals geben will.

Ein spezielles Projekt, das nichts mit Musik, sondern mit Fotografie zu tun hatte, war „The Unofficial Countryside„, das von dem gleichnamigen Buch von Richard Mabey inspiriert wurde. Mabey hatte für die BBC mehrere TV-Dokumentationen produziert und war sehr an dem Thema Natur und Umwelt interessiert. Viele Bücher stammen aus seiner Feder, darunter das oben erwähnte, das er bereits 1973 schrieb und das 2010 bei Little Toller Books in einer Neuauflage erschien. Darin beschäftigt er sich mit der Natur im Großraum London, die immer mehr unter Asphalt und Beton verschwindet und die dennoch immer wieder irgendwelche Ritzen und Spalten findet, um dort wieder ans Tageslicht zu kommen und zu überleben. Hier ist Richard Mabey im Film zu sehen.

Aufgabe für die Teilnehmer des Streetwise Opera-Projektes war, diese Stellen und Orte aufzuspüren und sie im Bild festzuhalten. Sie gingen mit offenen Augen durch ihre Stadt und fanden lohnende Motive für ihre Kameras. Dieser Film zeigt Beispiele aus dem Projekt.

Ein ähnliches Buch wie das von Richard Mabey ist „Edgelands: Journey Into England’s True Wilderness“ von Paul Farley und Michael Symmons Roberts, das 2012 bei Vintage erschien.

Mein Buchtipp – Tom Chesshyre: To Hull and Back – On Holiday in Unsung Britain

Foto meines Exemplares.

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Tom Chesshyre arbeitet für mehrere englische Zeitungen und ist hauptsächlich in deren Reiseressort tätig.
Als Reisejournalist ist man in der Regel in den Teilen der Welt unterwegs, in denen es besonders schön und angenehm ist. In seinem Buch „To Hull and back: On holiday in unsung Britain“ macht es Tom Chesshyre einmal anders. Er fährt übers Wochenende in die Städte Großbritanniens, in denen Touristen eigentlich nie ihren Urlaub verbringen würden und schaut einmal nach, ob diese Orte wirklich nichts zu bieten haben:
Seine Ziele sind Hull, Slough, Salford, Derry, Port Talbot, Milton Keynes, Coventry, South Shields und Croydon.
Zu seinem großen Erstaunen findet Chesshyre in diesen Städten mit schlechtem Ruf überwiegend freundliche, hilfsbereite Menschen; er entdeckt interessante Dinge, von denen er vorher meist nichts wusste und so sind diese „crap towns“ gar nicht so schlimm.

Tom Chesshyre wandelt in Hull auf den Spuren des Dichters Philip Larkin, macht in der Nähe von Port Talbot in Wales wunderschöne Mountainbike-Touren, trifft in Coventry Lady Godiva und unternimmt in Slough eine Rundfahrt in einem der größten Gewerbegebiete des Landes.
Zum Abschluss der Fahrten in das „unbesungene“ England begibt er sich noch auf eine Tour in die Hölle, zur Hell Bay auf den Scilly-Inseln.

Das Buch ist wirklich hoch interessant geschrieben und rückt so manches falsche Bild, das man sich von einigen Städten macht, gerade.

Tom Chesshyre: To Hull and Back – On Holiday in Unsung Britain. Summersdale 2010. 320 Seiten. ISBN 9781849530606.

Die City Hall von Hull bei einer Lichtershow.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Die Hell’s Bay auf den Scilly Inseln.
Photo © wnoble (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 5. Dezember 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Dixe Wills: The Z -Z of Great Britain

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Foto meines etwas angestoßenen Exemplares.

Bisher kannte ich nur Nachschlagewerke, die alles von „A-Z“ ordneten. Jetzt habe ich ein Buch gefunden, das die Buchstaben „A-Y“ einfach weglässt und nur den Buchstaben „Z“ verwendet: Dixe Wills und „The Z-Z of Great Britain“.

Auf außerordentlich humorvolle Weise verzeichnet Dixe Wills, Reisejournalist beim „Guardian“, sämtliche britischen Orte, die mit dem Buchstaben „Z“ beginnen; das sind immerhin so viele, dass sie 269 Seiten füllen (obwohl kaum jemand diese Orte je gesehen oder von ihnen gehört hat).

Das Buch beginnt mit „Zabulon„, einer Farm in Wales: „Population: 2 + sundry animals including two dogs, one called Tim, the other one not“ und endet mit der „Zulu Farm“ in Oxfordshire: „Zulu Farm is probably best known as a handy jumping-off point for Harwell’s atomic research station„.

Jede Eintragung hat u.a die Rubriken „Things to do“, „Nearest pub“, „Claim to fame“ und „Killer fact“ und endet mit einer witzigen Zeichnung des Autors. Schwarz-Weiß-Fotos (die leider von schlechter Qualität sind, was aber irgendwie nicht stört) garnieren das Ganze.
Das Buch ist ein einziges Lesevergnügen, randvoll mit britischem Humor, von dem Stephen Fry meint: „Exquisitely dotty, yet irresistibly charming. A project so pointless as to be vital to our national well-being„.

Sehr empfehlenswert!!!

Ich habe noch weitere Bücher von Dixe Wells wie „Tiny Islands„, über das ich in meinem Blog schon geschrieben habe. „Tiny Churches“ (2006) und „Tiny Histories“ (2017) werde ich im nächsten Jahr an dieser Stelle vorstellen.

Dixe Wills: The Z – Z of Great Britain. Icon Books 2005, ISBN 1-84046-689-8.

Die Zabulon Farm in Wales.   © Copyright Roger W Haworth and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Zabulon Farm in Wales.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Roger W Haworth and
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Die Zulu Far, bei Harwell in Oxfordshier.   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Zulu Farm bei Harwell in Oxfordshire.
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Published in: on 23. November 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Justin Brown: UK on a g-string – adventures of the world’s first and worst door-to-door busker

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Wieder eine nette Lektüre aus dem Verlag Summersdale Publishers aus Chichester. Justin Brown ist ein „Kiwi“, also ein Neuseeländer, der gegen einen Aussie, also einen Australier, eine Wette verliert. Der Verlierer muss als „door-to-door busker„, als Straßenmusikant, nach England fahren und sich dort das Geld für den Rückflug nach Neuseeland musikalisch zusammenbetteln, aber ausschließlich, indem er von Tür zu Tür zieht und den Leuten (gegen eine entsprechende Geldspende) ein Lied vorsingt.
Also fliegt Justin nach London und beginnt dort mit den ersten Versuchen. Leider ist es Dezember, eiskalt und seine Gitarre muss permanent neu gestimmt werden. Justins Repertoire ist äußerst  überschaubar; es besteht aus einem selbstgeschriebenen Harry Potter-Song und einem Lied mit dem Titel „Kentucky Fried Kitten„. Sonst hat er nur noch einige Lieder auf Lager, die nicht so ganz jugendfrei sind.
Es ist ein mühsames Geschäft; viele Hausbewohner schlagen ihm die Tür vor der Nase zu oder machen gar nicht erst auf. Auch außerhalb Londons läuft das Geschäft nicht viel besser. Aber es gibt einige Ausnahmen: Der Ort Devizes in Somerset und Sheffield in South Yorkshire sind spendabel, während Reading in Berkshire und Harlington in Bedfordshire Door-to-Door Buskern gegenüber, milde ausgedrückt, sehr zurückhaltend sind.

Justin Brown: UK on a g-string – adventures of the world’s first and worst door-to-door busker“. Summersdale Publ. 2006. 317 Seiten. ISBN 978-1-84024-379-6.

Published in: on 16. November 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Paul Gogarty: The Water Road – A Narrowboat Odyssey Through England

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In einem früheren Blogeintrag stellte ich Paul Gogartys Buch „The Coast Road“ vor, in dem er seine Reise mit einem Wohnmobil entlang der englischen Küste beschreibt.
Gogarty hatte davor schon einmal eine Reise quer durch England unternommen und zwar mit einem Hausboot und diese Reise fand Niederschlag in seinem Buch „The Water Road: A Narrowboat Odyssey through England“.
In vier Monaten fuhr Paul Gogarty 900 Meilen auf englischen Kanälen, beginnend in London auf der Themse. Seine Fahrt mit einem „narrowboat“ führte ihn bis in den Norden Englands, wobei er u.a. den Grand Union Canal, den Oxford Canal und den Leeds & Liverpool Canal benutzte.
Die gemächliche Fahrt führte ihn durch Dutzende von Schleusen, verträumte Bilderbuch-Landschaften, durch nordenglische Städte, in denen er mit den Schattenseiten der Gesellschaft konfrontiert wurde (z.B. mit aggressiven Jugendlichen), und er begegnete vielen interessanten, hilfsbereiten und freundlichen Menschen.

„The Water Road“ führt den Leser in das „slow England„, abseits der Autobahnen und Schnellstraßen, in stimmungsvolle River-Pubs, in denen man mit anderen Menschen schnell ins Gespräch kommt.

Das bereits 2002 erschienene Buch ist nicht mehr lieferbar, aber antiquarisch leicht zu bekommen. Ich habe es mit sehr viel Vergnügen gelesen!

Paul Gogarty: The Water Road. Robson Books 2003. 364 Seiten. ISBN 1-86105-655-9.

Hausboote auf dem Grand Union Canal (hier bei Marsworth in Buckinghamshire).
Photo © Chris Reynolds (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 4. November 2017 at 02:00  Comments (4)  

Mein Buchtipp – Paul Moody & Robin Turner: The Search for the Perfect Pub

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Paul Moody und Robin Turner sind immer auf der Suche nach „Juwelen“ in der sich ständig verändernden britischen Publandschaft. In ihrem Buch „The Rough Pub Guide: A Celebration of the Great British Boozer“ (Orion Books 2008) haben sie ein Countdown der 50 eigenwilligsten Pubs zusammengestellt (Platz 1: The Montague Arms, New Cross, London; Platz 2: The Dyffryn Arms, Pontfaen, Dyfed; Platz 3: The Temple, Manchester).

In Moody und Turners letztem Buch, „The Search For the Perfect Pub„, machen sie sich auf die Suche nach dem perfekten Pub. Das Buch trägt den Untertitel „Looking For the Moon Under Water„, und die Autoren nehmen damit Bezug auf ein Essay, das George Orwell 1946 verfasste, in dem er den fiktiven Pub „The Moon Under Water“ beschrieb, seine Vorstellung damals von dem perfekten britischen Pub.

Das Buch ist gleichzeitig eine locker geschriebene Untersuchung über die Rolle und die Problematik des Pubs im 21. Jahrhundert:
Wirte versuchen die schwindenden Gästezahlen aufzufangen, indem sie ihre Häuser in Gastro-Pubs, Themen-Pubs oder Musik-Pubs umwandeln.

Die großen Pubcos, das sind die großen Gesellschaften, denen Tausende von Pubs gehören, lassen die Wirte oft im Regen stehen und helfen ihnen nicht, sondern schließen die Gasthöfe kurzerhand, wenn sie nicht die geforderten Umsatzzahlen bringen.

Die großen Supermarktketten bieten Bier deutlich billiger an, was dazu führt, dass die Pints zuhause getrunken werden.

Das Rauchverbot hat ein übriges getan und den Pubs Umsatzverluste eingebracht.

Schwere Zeiten stehen der britischen Institution „Pub“ bevor, aber: Es gibt sie glücklicherweise immer noch, die „Boozer“, und sie spielen nach wie vor eine außerordentlich wichtige gesellschaftliche Rolle. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Auf meinen Reisen sind Pubbesuche immer sehr wichtig und ich fahre nie nach England, ohne meinen „The Good Pub Guide“ dabeizuhaben.

Hier ist ein Video, in dem ein Publican von den Problemen seiner Zunft singt.

Paul Moody & Robin Turner: The Search For the Perfect Pub – Looking For the Moon Under Water. Orion Books 2011. 288 Seiten. ISBN 978-1409112679.

Mein persönlicher „Perfect Pub“: The Falkland Arms in Great Tew (Oxfordshire). – Eigenes Foto.

Published in: on 26. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Neue Kochbücher auf dem britischen Buchmarkt

Obwohl man über das Internet so ziemlich alle Rezepte dieser Welt in Sekundenschnelle aufrufen kann, genießen Kochbücher in Großbritannien nach wie vor die Gunst vieler Käufer. Auf den Bestsellerlisten sind sie eigentlich immer zu finden und jetzt im Herbst sind eine ganze Menge von ihnen neu erschienen. Hier sind nur einige wenige Beispiele:

Stephen Harris: The Sportsman (Phaidon Press, seit heute erhältlich). In meinem Blogeintrag über die besten Restaurants Englands des Jahres 2017 außerhalb von London führte The Sportsman bei Seasalter in Kent die Liste an. Inhaber und Chefkoch Stephen Harris verrät in seinem Buch die Rezepte, die ihn in seinem Restaurant so berühmt machten und die zum Nachkochen anregen sollen.

Rick Stein: The Road to Mexico – 120 Vibrant Recipes From California and Mexico (Ebury, erscheint am 19. Oktober). Das Begleitbuch zur TV-Serie der BBC. Rick Stein ist ein Urgestein unter den britischen Köchen und sein Wohnort Padstow in Cornwall, wo er mehrere Restaurants betreibt, ist so stark von ihm geprägt, dass man ihn schon Padstein nennt.

Nigella Lawson: At My Table (Chatto&Windus, am 21. September erschienen). Die mehrfach ausgezeichnete Kochbuchautorin und Fernsehköchin ist von britischen Fernsehschirmen nicht mehr wegzudenken; fünf ihrer Bücher sind schon ins Deutsche übersetzt worden. In ihrem aktuellen Buch, ebenfalls Begleitmaterial zu einer sechsteiligen Fernsehserie auf BBC2, gibt sie Rezepte preis, die sie zuhause für ihre Familie und für Freunde kocht.

Jamie Oliver: 5 Ingredients – Quick and Easy Food (Michael Joseph). Auch dieses bereits im August erschienene Buch des „Naked Chefs“, das sich ganz oben auf den Bestsellerlistenlisten tummelt, ist wieder ein TV-Serien-Begleitbuch. Auf Channel 4 bzw. in seinem Buch präsentiert er Rezepte, die alle auf fünf Bestandteilen beruhen: Olivenöl, Natives Olivenöl, Rotweinessig, Meersalz und schwarzer Pfeffer. Jamie Oliver verspricht, dass alle seine Gerichte in maximal dreißig Minuten zubereitet werden können.

Yotam Ottolenghi: Sweet (Ebury Press, am 7. September erschienen). Dieser israelisch-englische Koch hat schon so viele Auszeichnungen, das man sie fast nicht mehr zählen kann. Er besitzt mehrere Delikatessenläden in London und ist Inhaber von fünf Restaurants in der Stadt. In seinem aktuellen Buch geht es um Süßspeisen und Desserts

Published in: on 22. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Hunter Davies: Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans

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Ein merkwürdiger Titel, den sich Hunter Davies (oder sein Verlag) da ausgedacht hat: „Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans„.  Aber der Untertitel macht es deutlicher: „My Search for Britain’s Maddest Museums„. Pate für den Titel stand da sicher Kate Atkinsons Roman „Behind the scenes at the museum“.

Hunter Davies ist Journalist, der regelmäßig für mehrere englische Zeitungen schreibt, hat Bücher u.a über die Beatles und das Thema Fußball veröffentlicht und als Ghostwriter für Wayne Rooney und John Prescott fungiert.

In seinem Buch über die „verrückten Museen“ Großbritanniens stellt er Sammlungen von Menschen vor, die etwas merkwürdige Dinge zur Schau stellen wie das titelgebende “ The Baked Bean Museum of Excellence„“ in Port Talbot in Wales. Dort hat ein Captain Beany („Great British Eccentric of the Year 2009“) genannter Mann in seiner Wohnung alles zusammengetragen, was auch nur im entferntesten mit gebackenen Bohnen zusammenhängt und da gibt es einiges.

Ein alter Herr betreibt in Dulwich in London das British Vintage Wireless and Television Museum„; allerdings öffnet er die Tore nur nach telefonischer Anmeldung. Dann kann man sich hunderte von alten Radios ansehen.

Das „Chantry Bagpipe Museum“ in Morpeth (Northumberland) sammelt und stellt Dudelsäcke aus Northumberland aus (s. dazu meinen Blogeintrag) und in Ulverston (Cumbria) kann man sich im „Laurel and Hardy Museum“ über das Komikergespann Dick und Doof informieren (Stan Laurel wurde in Ulverston geboren).

Ein angenehm zu lesendes vergnügliches Buch!

Hunter Davies: Behind the Scenes at the Museum of Baked Beans. Virgin Books 2010. ISBN: 978-0-7535-2213-4

Published in: on 20. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Roy Hattersley: In Search of England

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Der 1932 geborene Roy Hattersley war eine bekannte Persönlichkeit in der britischen Politik; er war Member of Parliament und wirkte unter mehreren Regierungen in unterschiedlichen Ministerien mit; lange Jahre war er Deputy Leader der Labour Party. Anfang der 90er Jahre zog er sich aus der Politik zurück, war aber als Journalist weiterhin tätig u.a. für die Daily Mail, den Spectator und den Guardian.

Für die Daily Mail schreibt er eine regelmäßige Kolumne „In Search of England„; genauso heißt auch sein Buch, das 2009 bei Little, Brown erschien und in dem Hattersley Zeitungsartikel aus den letzten 40 Jahren zusamengestellt hat, in denen er sich mit seinem Heimatland auseinandersetzt. Hattersley stammt aus Sheffield und seine  besondere Liebe gehört dem westlich der Stadt gelegenen Peak District, in dem er heute auch wohnt. Viele seiner Artikel beschäftigen sich mit dieser rauen Landschaft, die er mit seinem Hund Busker unzählige Male durchwandert hat.
Ein empfehlenswertes Buch, das es sowohl als gebundene Ausgabe als auch als Paperback zu kaufen gibt.

Roy Hattersley: In Search of England. Little, Brown 2009. 368 Seiten. ISBN 978-1408700969 (gebundene Ausgabe).

 

Published in: on 17. September 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – David Long: Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places

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Von dem produktiven Autor David Long habe ich an dieser Stelle schon mehrere Bücher vorgestellt, zuletzt „Lost Britain: An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions„.
Mein heutiger Buchtipp lautet „Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places„, bereits 2007 erst bei Sutton Publishing, dann als Reprint bei The History Press erschienen, ein Ergänzungsband zu „Spectacular Vernacular: London’s 100 Most Extraordinary Buildings“, der ein Jahr zuvor veröffentlicht wurde. Beide Bücher sind noch lieferbar.

David Long beschäftigt sich in seinen Büchern gern mit dem Ungewöhnlichen und Exzentrischen, und so hat er in diesem Band 100 Londoner Bauwerke zusammengestellt, die in irgendeiner Weise aus dem Rahmen fallen und deren Geschichte selbst vielen Londonern nicht bekannt ist. „From ancient courtyards often hidden from view to the tangle of tunnels which run beneath the streets, it tells the strange stories of some genuine oddities„, so David Long im Vorwort. Hier sind einige Beispiele:

Das Broadcasting House der BBC am Portland Place mit der umstrittenen Skulptur Eric Gills.

Die Abbey Mills Pumping Station in Stratford, Joseph Bazalgettes Abwasser-Pumpwerk, das er in byzantinischem Stil gebaut hat und das auch The Cathedral of Sewage genannt wird.

Die Gaslaterne beim Savoy Hotel, die als letzte erhaltene dieser Art immer noch mit Methangas betrieben wird.

Die Burlington Arcade in Piccadilly, eine Einkaufsgalerie, in der Beadles noch immer darauf achten, dass hier nicht gepfiffen oder gerannt wird und niemand mit geöffnetem Regenschirm die Arkaden betritt.

Der Savoy Court vor dem gleichnamigen Hotel am Strand, die einzige Straße in Großbritannien, auf der Rechtsverkehr herrscht.

Zu jeder Beschreibung der 100 vorgestellten Gebäude wird ein großformatiges Schwarz-Weiß-Foto gegenübergestellt. Wieder ein interessantes Buch aus der Feder des Journalisten David Long.

David Long: Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places. The History Press 2008 (Reprint). 230 Seiten. ISBN 978-0-7509-4509-7.

 

Published in: on 7. September 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Vor fünf Jahren erschien ein Buch in Großbritannien, an dem ich viel Vergnügen hatte: „You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain“ von Tim Moore. Moore ist Reiseschriftsteller, und er schreibt für große britische Tageszeitungen.
In diesem Buch begibt er sich auf eine Reise in den „underbelly“ Großbritanniens, zu den Städten, die nicht auf der Sonnenseite des Landes stehen. Um das auch entsprechend „standesgemäß“ zu tun, unternimmt er die Reise in einem alten klapprigen Austin Maestro namens Craig, wohnt nur in den schäbigsten Hotels und sucht die Lokale mit der ungesundesten Ernährung auf. Mutig!

Seine Reise führt ihn u.a. in Küstenorte wie Leysdown-on-Sea auf der Isle of Sheppey, nach Skegness und Great Yarmouth, die schon einmal bessere Tage gesehen haben. Weitere Stationen sind Sheffield, Middlesborough, Hartlepool und Hull, sowie Cumbernauld in Schottland und Merthyr Tydfil in Wales („Britain’s capital of blank-faced, empty-headed, chip-fed loitering“).
Viele der von Moore aufgesuchten Orte im Norden des Landes leiden noch immer unter dem Zusammenbruch der Schwerindustrie bzw. unter der Aufgabe des Bergbaus, der oft die einzige Einnahmequelle der Bewohner war. Entsprechend desolat sieht es in diesen Regionen auch aus.

Damit der ein wenig masochistisch veranlagte Autor des Buches auch noch zusätzlich leiden muss, hat er sich für unterwegs die (nach seiner Meinung) schlimmste Musik zusammengestellt. Ozzy Osbourne erschallt häufig in Moores Austin Maestro („Ozzy’s relentless nasal profanity was already causing my jaw to clench“) und wenn er sich mal so richtig quälen möchte, spielt er „Orville’s Song“ mit Keith Harris.

Ich sagte schon , dass Moore sich für seine Übernachtungen die schäbigsten Hotels ausgesucht hat; er tut das anhand von TripAdvisor-Wertungen; je schlechter die Bewertung, desto eher kommt das Etablissement für ihn in Frage. Als Höhepunkt hat er für seine letzte Übernachtung das Gresham Hotel im Londoner Stadtteil Ealing ausgesucht, das sich im TripAdvisor u.a. über folgende Eintragungen freuen kann: „Checked in, ten minutes later checked out“ oder „I wouldn’t let my dog stay there“. Aber auch diese letzte Hürde seiner Reise nimmt Tim Moore bravourös.
Das Buch ist einerseits witzig zu lesen, macht aber auch andererseits nachdenklich; ich kann es sehr empfehlen!

Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Around Unloved Britain: Travels Through Unloved Britain. Jonathan Cape 2012. 276 Seiten. ISBN 978-0224090117.

Leysdown-on-Sea auf der Isle of Sheppey, wo Tim Moores Reise beginnt.
Photo © Penny Mayes (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 30. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Martin Wainwright: The English Village – History and Traditions

Foto meines Exemplares.

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Kürzlich kaufte ich mir das Buch „The English Village: History and Traditions“ von Martin Wainwright. Der „Guardian“-Journalist beschäftigt sich darin mit der Geschichte und dem heutigen Zustand englischer Dörfer, ihren Traditionen und Problemen.
Nicht zuletzt durch die TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ ist man auch in Deutschland mit dem Wesen des englischen Dorfes vertraut, wenn es auch in der Realität wesentlich friedlicher zugeht und die Mordquote Gottseidank mit Abstand nicht so hoch ist. Aber Dorffeste spielen eine große Rolle, es gibt die Village Greens, und natürlich sind die Pubs (hoffentlich noch lange) Mittelpunkte vieler Dörfer.

Martin Wainwright beschäftigt sich mit den Veränderungen, die das englische Dorfleben erfahren hat und mit den Problemen, denen es sich stellen muss: Die familienbetriebenen Läden werden immer seltener, weil die Supermärkte vor den Toren ihre Waren billiger anbieten können; die Pubs schließen zurzeit mit einer Quote von etwa 50 pro Woche. Das sind alles keine schönen Aussichten. Dazu kommt, dass immer mehr Häuser von wohlhabenden Städtern aufgekauft werden, die sie als Zweitwohnungen nutzen und die den größten Teil des Jahres leer stehen.

Ein interessantes Buch des Autors, der auch das Buch „True North: In Praise of England’s Better Half“ geschrieben hat.

Dieser Film zeigt einige Szenen aus dem englischen Dorfleben.

Martin Wainwright: The English Village: History and Traditions. Michael O’Mara Books 2011. 192 Seiten. ISBN 978-1-84317-712-8.

Wie man sich ein englisches Bilderbuchdorf vorstellt: Westlington in Buckinghamshire und sein Village Green.
Eigenes Foto.

Dorffest in Ampney Crucis in Gloucestershire.
Photo © Vieve Forward (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 24. August 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Nicholas Hobbes: England: 1000 things you need to know

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1000 Dinge, die man über England wissen sollte (oder auch nicht) hat der Londoner Nicholas Hobbes in seinem Buch „England: 1000 things you need to know“ zusammengetragen, das auf dem Umschlag den Zusatz trägt „The facts and fables, people and places, events and emblems that have shaped our heritage„.

Was findet man denn nun in diesem Buch? Hier einige Beispiele. Im Kapitel „Stage and screens“ gibt es Informationen über die großen englischen Regisseure, über die James Bond- und die Carry On-Filme. Unter „Legends and folklore“ findet man u.a. die 14 Orte, die die meisten Geistererscheinungen für sich beanspruchen können oder die Namen der guten und der bösen Feen.

Im Kapitel „Sports and pastimes“ fand ich die Informationen darüber, was aus den englischen Spielern des Fußball-WM-Endspiels von 1966 (England:Deutschland) geworden ist, recht interessant, und Hobbes geht auch auf die heiß diskutierte Frage ein, ob denn nun Geoff Hursts umstrittener Treffer zum 3:2 regulär war oder nicht.

Nicholas Hobbes‘ Buch kann man von vorn nach hinten lesen, man kann wahllos darin blättern: Man findet man ständig interessante Fakten und Informationen über England, die man vielleicht noch nicht kannte.

Nicholas Hobbes: England: 1000 things you need to know. Atlantic Books 2008. 454 Seiten. ISBN 978-1-84354-797-6.

Published in: on 18. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – David Long: Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions

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Von David Long habe ich in meinem Blog schon mehrere Bücher vorgestellt, zuletzt „English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour„“. „His work reflects an unquenchable appetite for the quirkier, less well-known aspects of the country’s long history, its changing landscape and its many eccentric buildings and inhabitants“, so steht es als Verlagsinformation auf dem Umschlag seines Buches „Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions„, das im Jahr 2015 erschienen ist. Darin beschäftigt sich der Autor mit all jenen Dingen, die im Laufe der Zeit in Großbritannien von der Bildfläche verschwunden sind. Hier sind einige Beispiele dafür:

In Shortstown in Bedfordshire stehen zwei riesige Hallen, die Cardington Airship Sheds (ich berichtete in meinem Blog darüber), in denen im und nach dem Ersten Weltkrieg Luftschiffe gebaut wurden. Damals waren diese Fluggeräte State of the Art, dann verschwanden sie bald wieder und wurden durch modernere Flugzeuge ersetzt. Zurzeit wird hier mit einem Hybridluftschiff, dem Airlander 10, experimentiert.

Die Silver City Air Ferry transportierte ab 1948 Autos über den Ärmelkanal und zwar vom Lympne Airport im Süden Kents bis nach Le Touquet in Frankreich. In den 1960er Jahren wurden bis zu 90 000 Fahrzeuge per Luftfracht befördert. Doch die Fähren boten deutlich niedrigere Tarife an und so geriet die Betreiberfirma in finanzielle Turbulenzen und stellte den Verkehr am Neujahrstag 1977 ein.

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einmal Hunderte von sogenannten temperance bars, das waren Pubs, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wurde und die vor allem im industriellen Norden verbreitet waren. Das Interesse an alkoholfreien Pubs nahm nach dem Zweiten Weltkrieg rapide ab und so existiert heute nur noch einer : Fitzpatrick’s Temperance Bar in Rawtenstall in Lancashire (siehe dazu meinen Blogeintrag).

Es gab einmal eine Zeit, da hatte jeder größere Ort in Großbritannien eine Filiale des Handelskonzerns Woolworth in der High Street. Über 1100 Woolworthläden existierten in Spitzenzeiten mit über 27 000 Beschäftigten. Doch dann kamen die großen Supermarktketten und Discounter und machten das Leben für „Woolies“ schwer, so dass die Firma im Januar 2009 alle Filialen im Lande schloss.

David Long: Lost Britain – An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions. Michael O’Mara Books 2015. 192 Seiten. ISBN 978-1-78243-439-9

Die Cardington Sheds in Bedfordshire.
Photo © Michael Trolove (cc-by-sa/2.0)

Ein Autotransporter der Silver City Airferry auf dem Lympne Airfield.
Photo © Peter Jeffery (cc-by-sa/2.0)

Mr Fitzpatrick’s Temperance Bar in Rawtenstall (Lancashire).
Photo © Richard Hoare (cc-by-sa/2.0)

Eine ehemalige Woolworth-Filiale in der High Street von Tonbridge (Kent).
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 10. August 2017 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Robin Halstead: Bollocks to Alton Towers – Uncommonly British Days Out

Foto meines Exemplares.

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Alton Towers ist der größte und wohl auch bekannteste Freizeitpark in Großbritannien in der Nähe des Dorfes Alton in Staffordshire. Wer die dortigen Menschenmengen nicht mag und sich lieber weniger bevölkerte und interessante Sehenswürdigkeiten zu Gemüte führen möchte, dem kann ich nur das Buch „Bollocks to Alton Towers: uncommonly British days out“ des Autorenquartetts Robin Halstead, Jason Hazeley, Alex Morris und Joel Morris empfehlen.

Die vier haben sich auf den Weg gemacht, um das Besondere und Ungewöhnliche zu suchen: „the modest, peculiar and unique delights of places that defy rationality, convention and corporate sponsorship – and in a small way define what it is to be British“.

Fündig geworden sind sie in allen Teilen Englands, Schottlands und Wales‘, so haben sie z. B. den Kelvedon Nuclear Bunker bei Brentwood in Essex aufgesucht, der einmal dazu gedacht war, bei einem Atomkrieg die britische Regierung zu schützen.  Freunde schottischer Dudelsackmusik werden sicher gern das Morpeth Bagpipe Museum in Northumberland aufsuchen (s. dazu meinen Blogeintrag).
Wie wäre es mit einem Ausflug in das Dörfchen Imber in Wiltshire, das allerdings meist nur im August zugänglich ist? Es liegt mitten im militärischen Sperrgebiet in der Salisbury Plain, ist natürlich nicht bewohnt und in den restlichen elf Monaten würden einem dort die Granaten um die Ohren fliegen. Auch die Eden Ostrich World bei Penrith in Cumbria werden dem Leser empfohlen, wenn er denn Interesse am Vogel Strauß hat.

Das Buch hat 388 Seiten und keine davon ist langweilig. Die Autoren haben einen sehr humorvollen Stil und man lernt eine Menge über Orte, an denen man sonst nur vorbeifährt. Meine volle Empfehlung!

Robin Halstead, Jason Hazeley, Alex Morris & Joel Morris: Bollocks to Alton Towers. Penguin Books 2006. ISBN 978-0-14-102120-1. 

Eingang zum Kelvedon Nuclear Bunker.
Photo © Claire Ward (cc-by-sa/2.0)

Hier ist das Morpeth Bagpipe Museum untergebracht.
Photo © Willie Duffin (cc-by-sa/2.0)

Was von Imber übrigblieb.
Photo © Helen C Casey (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 3. August 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – David Long: English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour

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In meinen Bücherregalen wächst die Zahl der Bücher kontinuierlich, die sich mit britischen Exzentrikern beschäftigen und von denen ich in meinem Blog bereits einige vorgestellt habe. Kürzlich habe ich mir David LongsEnglish Eccentrics & Their Bizarre Behaviour“ zugelegt, das 2009 erschienen ist. Der gleiche Autor hat sich mit der Thematik schon in seinem Buch „The English Country House Eccentrics“ auseinandergesetzt (siehe hierzu meinen Blogeintrag).

Der Journalist David Long hat viele Bücher geschrieben, die sich mit dem Ungewöhnlichen beschäftigen wie „Bizarre England„, „Bizarre London“ und „Lost Britain: An A-Z of Forgotten Landmarks and Lost Traditions“ (das ich demnächst vorstellen werde).

In „English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour“ schreibt der Autor wieder über Männer und Frauen, die durch ihr außergewöhnliches Verhalten auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Buch beinhaltet neun Kapitel, in denen die Exzentriker kategorisiert werden wie zum Beispiel „Inventors“, „Troglodytes, Hermits and Moles“ und „UFOs, Faddists and Flat-Earthers“.

In die erste Kategorie gehören beispielsweise Percy Shaw, der Erfinder der „Katzenaugen“, und Sir Francis Galton, der eine „Beauty Map of Britain“ erstellt hat, in der die Städte mit den hübschesten und den hässlichsten Frauen aufgeführt werden.

Zur zweiten Kategorie gehört Lord William John Cavendish-Scott-Bentinck, der 5. Duke of Portland, der sein riesiges Anwesen unterhöhlte und dort einen gigantischen Ballroom, eine große Bibliothek und einen Raum mit vielen Billardtischen anlegen ließ, die alle nicht benutzt wurden. Auch die hundert Pferde in seinem Reitstall standen gelangweilt herum, denn der Duke of Portland ritt nie.

In die dritte Kategorie einzuordnen ist ein Mann mit dem wunderschönen Namen William Francis Brinsley Le Poer Trench, Earl of Clancarty. Der Earl war fasziniert von UFOs und Aliens und gründete die Zeitschrift „Flying Saucer Review“. Er vertrat die Meinung, dass die meisten unbekannten Flugobjekte nicht aus den Weiten des Weltraums zu uns kommen, sondern von geheimen Basen tief im Inneren der Erde, die im übrigen hohl ist.

Wer an solch schrägen Persönlichkeiten Gefallen findet, wird sich mit diesem Buch sicher sehr amüsieren, in dem es einige Überschneidungen mit „The English Country House Eccentrics“ gibt.

David Long: English Eccentrics & Their Bizarre Behaviour. Remember When 2009. 173 Seiten. ISBN 978-1844680559.

 

Published in: on 27. Juli 2017 at 02:00  Comments (3)  

Mein Buchtipp – Ben Crystal & Adam Russ: Sorry, I’m British! An Insider’s Guide to Britain From A to Z

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Im Jahr 2010 erschien ein Buch des Autorenduos Ben Crystal und Adam Russ mit dem Titel „Sorry, I’m British! An Insider’s Guide to Britain From A to Z“ (Oxford: Oneworld Publ., 182 Seiten. ISBN 978-1-85168-776-3), das zeigt wie die Briten so ticken.
In Lexikonform von A-Z beginnt das Buch bei „A“ wie „Allotments„, also Kleingärten, und endet bei „Z“ wie „Zebra Crossings„, den Zebrastreifen.

Zwischendurch gibt es viele interessante kurze Beiträge, z.B. über „Hoodies„, die allgegenwärtigen jugendlichen Kapuzenträger, die von mir so sehr geschätzten „Roundabouts„, also die Kreisverkehre, über „Table Manners„, die Tischmanieren und über den North/South Divide.
Garniert wird das alles mit Cartoons von Ed McLachlan.
Das Buch ist ein kunterbuntes Mosaik von Kleinstbeiträgen über alles mehr oder weniger Wissenswerte über die britische Insel.

Ben Crystal ist Schauspieler und Shakespeare-Experte, der mehrere Bücher über den Barden von Stratford-upon-Avon geschrieben hat wie „Shakespeare on Toast: Getting a Taste for the Bard“ und „Oxford Illustrated Shakespeare Dictionary“.

Adam Russ ist ebenfalls Schauspieler, der u.a. in den TV-Serien Eastenders, Holby City und The Bill mitgespielt und die Bücher „101 Places Not to Visit“ und „101 Sports Not to Try“ geschrieben hat.

Ed McLachlan hat für viele Zeitschriften gearbeitet wie Private Eye, Punch und Spectator und zahlreiche Bücher illustriert.

A wie Allotment. Hier ein Kleingarten bei Cambridge.
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

Z wie Zebra Crossing. Hier der durch die Beatles berühmt gewordene Zebrastreifen in der Londoner Abbey Road.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 17. Juli 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Christopher Winn: I Never Knew That About the River Thames

Foto meines Exemplares.

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Von Christopher Winn stellte ich schon einmal seine Bücher I never knew that about London“ und „I never knew that about Royal Britain“ vor. Ein weiteres Buch aus der Serie ist sein „I never knew that about the River Thames„,2010 erschienen, wieder mit Illustrationen seiner Frau Mai Osawa.

Die Reise beginnt am Thames Head, der Themsequelle und endet am Crow Stone, der das Ende des Flusses markiert. Dazwischen erfährt man sehr viel Interessantes über das, was links und rechts neben der Themse liegt, z.B. über das Hotel Oakley Court, das früher einmal als Schauplatz für Horrorfilme diente, über William Morris‘ Kelmscott Manor, über die hübsche Kleinstadt Dorchester (häufig Schauplatz von „Midsomer Murders“-Folgen) oder über George Harrisons Friar Park.

Das Buch ist gespickt mit Informationen und ideal als Begleiter für eine Tour entlang Englands schönstem Fluss (so meine persönliche Einschätzung).

Christopher Winn: I never knew that about the River Thames. London: Ebury Press 2010. 267 Seiten. ISBN 978-0-09-193357-9

Die Themse bei Lechlade.
Photo © Pierre Terre (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 7. Juli 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – James Moore: Murder at the Inn

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James Moore hat schon einige sehr interessante Bücher geschrieben wie „Pigeon Guided Missiles„, das ich in meinem Blog schon vorgestellt habe, und „Ye Olde Good Inn Guide: A Tudor Traveller’s Guide to the Nation’s Finest Taverns„, über das ich demnächst an dieser Stelle mehr sagen möchte.

2015 erschien bei The History Press sein „Murder at the Inn: A History of Crime in Britain’s Pubs and Hotels„, in dem sich der Autor erstmals mit dem Thema „Morde in Gasthäusern und Hotels“ beschäftigt. In Teil 1, „A Drinker’s Guide to Pubs“, geht es um die unterschiedlichen Verbrechen, die in Pubs stattgefunden und welche Rolle die Gasthäuser dabei gespielt haben. So wurden Leichen häufig dorthin gebracht, wo sie von Ärzten näher untersucht wurden.

In Teil 2 des Buches, „The Cases“, werden 50 mehr oder weniger bekannte Mordfälle aus den letzten 400 Jahren näher untersucht und die involvierten Pubs und Hotels genannt, die größtenteils heute noch existieren.

Hier sind einige Beispiele:

The Bull Hotel in Long Melford (Suffolk), in dem ich einmal mehrere Tage verbrachte und über das ich in meinem Blog geschrieben habe, war Schauplatz eines Verbrechens im Jahr 1648. In der Eingangshalle des Hotels gerieten sich ein gewisser Roger Greene mit Richard Evered in die Haare, wobei es wohl um unterschiedliche politische Meinungen ging. Greene erstach Evered und wurde vor Gericht gestellt und hingerichtet.

Der Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire) war im 17. Jahrhundert dafür berüchtigt, dass darin immer wieder Menschen auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Thomas Jarman, der Landlord hatte im Blue Room unter dem Bett eine Falltür angebracht, die er des Nachts, wenn wohlhabende Gäste friedlich schlummerten, öffnete, und die armen Seelen in einen Bottich mit kochendem Wasser expediert wurden, was sie natürlich nicht überlebten. Näheres zum Ostrich Inn findet man in meinem entsprechenden Blogartikel.

In Kingsclere in Hampshire, ganz in der Nähe, wo die TV-Serie „Downton Abbey“ gedreht wurde, ereignete sich am 5.Oktober 1944 im The Crown ein regelrechtes „Shootout“ wie einst im Wilden Westen. Amerikanische GIs, die in der Nähe stationiert waren, lieferten sich ein Feuergefecht mit Militärpolizisten, bei dem zwei Soldaten und die Wirtin des Pubs getötet wurden. Siehe zu diesem Fall meinen Blogeintrag.

The Blind Beggar in der Londoner Whitechapel Road erlangte Berühmtheit, als hier am 9. März 1966 ein Ganove namens George Cornell von dem Superganoven Ronnie Kray, einem der Kray-Zwillinge, erschossen wurde, während aus der Jukebox passenderweise „The sun ain’t gonna shine any more“ von den Walker Brothers erklang. The Blind Beggar gehörte eine Zeit lang dem Fußballspieler Bobby Moore, der 1993 starb.

James Moore: Murder at the Inn: A History of Crime in Britain’s Pubs and Hotels. The History Press 2015. 264 Seiten. ISBN 978-0-7509-5683-3.

The Bull Hotel in Long Melford (Suffolk).
Photo © Graham Hogg (cc-by-sa/2.0)

The Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire).
Author: Maxwell Hamilton.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license. 

The Crown in Kingsclere (Hampshire).
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

The Blind Beggar in der Londoner Whitechapel Road.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0).

Published in: on 27. Juni 2017 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Joe Moran: On Roads

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Wer sich für englische Straßen in weitestem Sinne interessiert, dem kann ich das Buch „On Roads: A Hidden History“ des Liverpooler Universitätsprofessors Joe Moran sehr empfehlen.

Das Buch ist eine hoch interessante, gut lesbare Studie über das britische Straßenwesen. Beschrieben wird hier u.a. der Bau der britischen Autobahnen, der Aufbau des Nummerierungssystems der Straßen, die Autobahnraststätten oder die Überwachung der Straßen mit Hilfe von Speed Cameras.

„Written with wit, warmth and authority, it will change forever the way you look through the windshield“, so die Meinung des Verlags.

Das 312-Seiten starke Buch ist 2009 bei Profile Books erschienen und z.B. bei Amazon noch als Taschenbuch erhältlich. Ich habe es mit großem Interesse gelesen und es ist eine wahre Fundgrube für den britischen „Road Enthusiast“.

Übrigens hat sich Joe Moran in einem weiteren Buch, „Queuing For Beginners: The Story Of Daily Life From Breakfast To Bedtime“, mit dem Thema „Schlangestehen“ beschäftigt, über das ich in meinem Blog einmal geschrieben habe.

 

Published in: on 24. Juni 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Steve Clark and Shoba Vazirani: The British Television Location Guide

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Hier ist ein Buch für alle Freunde britischer Fernsehserien, die sich dafür interessieren, wo diese Serien gedreht wurden. „Location spotting“ ist für viele zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden (ich selbst bin ein „Midsomer Murder Location Spotter“) und so profitieren viele Dörfer, die als Drehort fungierten und die früher kaum jemand kannte, von dem Besucherstrom. Das recht einsam gelegene Goathland in North Yorkshire beispielsweise wird im Sommer immer noch von Touristenscharen aufgesucht, die hier auf den Spuren der Dorfkrimi-Serie „Heartbeatwandeln.
Die Pubs und Cafés in Holmfirth (West Yorkshire) freuen sich über die vielen Fans der Sitcom „Last of the Summer Wine„, die in der Kleinstadt für Umsatz sorgen.

Steve Clark und Shoba Vazirani stellen in ihrem „The British Television Location Guide„, nach Regionen unterteilt, Dutzende von diesen Drehorten vor und informieren auch über die Serien selbst. Viele dieser Serien sind in Deutschland kaum bekannt, weil sie im Fernsehen hier nicht ausgestrahlt wurden. Als Beispiele seien nur die Dauerbrenner „Coronation Street“, „EastEnders“ oder auch „The Vicar of Dibley“ genannt. Doch dank Youtube kann man sich von den meisten der in diesem TV-Guide genannten Serien auch in Deutschland zumindest einen Eindruck verschaffen.

Steve Clarks „Location Guide“ eignet sich sehr gut für einen Englandurlaub, denn irgendwo ist immer ein Drehort in der Nähe zu finden. Die Neuauflage von 2013 ist noch einmal aktualisiert und erweitert worden und enthält jetzt auch u.a. „Downton Abbey“, „Broadchurch“ und „Call the Midwife“.

Steve Clark and Shoba Vazirani: The British Television Location Guide. Splendid Books 2013. 144 Seiten. ISBN 978-1909109025.

Die vorige Auflage.
Foto meines Exemplares.

Das Postamt von Aidensfield aus der Serie „Heartbeat“ in Goathland (North Yorkshire).
Photo © Bill Henderson (cc-by-sa/2.0)

Eine Tour auf den Spuren der Serie „The Last of the Summerwine“ in Holmfirth (West Yorkshire).
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

St Mary the Virgin in Turville (Buckinghamshire), wo „The Vicar of Dibley“ gedreht wurde.
Eigenes Foto.

Published in: on 20. Juni 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Gareth Rubin & Jon Parker: Crap Days Out

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Schon das Umschlagbild dieses wunderschönen Buches ist gelungen: Ein kleines Mädchen mit einer Tüte Eis in der Hand am Meer, das offensichtlich überhaupt keine Lust hat, hier seine Ferien zu verbringen.

Crap Days Out“ von Gareth Rubin und Jon Parker listet die Orte in Großbritannien auf, für die es sich nicht lohnt, dort extra hinzufahren. Mit trockenem Humor schildern sie ihre Besuche (nach Regionen geordnet) dieser „Sch…orte“ und beginnen gleich mit Stonehenge in Wiltshire: „Is that it then? Seriously? Bollocks, we should have gone to Bath after all“.

Über das Londoner Anaesthesia Heritage Museum:“ „Mum. Can we go to the Anaesthesia Heritage Museum? Pleeeeease?!““  Words you will never hear. Never“.

Cadbury World in Birmingham: „Cadbury World is the chocolate factory visit that does not include a visit to the chocolate factory“.

Sheffield: „When the „Full Monty“ hit British cinemas in 1997, the residents of Sheffield, where it was set, were outraged at the depiction of their town as some depressed, poverty-stricken slum populated by overweight former steelworkers  living in hovels with outside toilets. Their anger was justified because Sheffield is far worse than that“.

Madame Tussauds in London: „By rights, spending £ 25 for an hour of looking at shop dummies dressed as quite famous people should be the sort of thing you do when you have exhausted every – every – other activity on the planet“.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für einige vergnügliche Stunden!

Gareth Rubin & Jon Parker: Crap Days Out. John Blake 2011. 276 Seiten. ISBN 978-1843584056.

Stonehenge…das heißt, die Toiletten am Parkplatz.
Photo © Scriniary (cc-by-sa/2.0)

Cadbury World in Birmingham.
Photo © Oliver Mills (cc-by-sa/2.0).

Ein verlassenes Haus in Sheffield.
Photo © Dave Pickersgill (cc-by-sa/2.0).

Madame Tussauds an der Marylebone Road in London.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0).

Mein Buchtipp – Ian Merchant: The Longest Crawl: Being an account of a journey through an intoxicated landscape or A child’s treasury of booze

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ian Marchant und sein Freund Perry Venus haben eine Idee: Sie wollen den längsten „Pub crawl“ machen, der in Großbritannien möglich ist, beginnend mit dem südlichsten Pub und endend mit dem nördlichsten, und darüber hat Ian Marchant ein Buch geschrieben.

Die beiden starten mit einem Besuch des „Turk’s Head“ auf der Insel St. Agnes, einer der Scilly-Inseln. Weiter südlich kommt man in Großbritannien nicht mehr.
Dann geht es aufs Festland zurück, und Ian und Perry besuchen einen Pub nach dem anderen, wobei sie nicht mehr zu zählende Pints in sich hineinschütten und die Promille-Grenze am Steuer wohl nicht immer beachtet wird.

Auf der Tour lernen sie interessante Leute kennen, verabreden sich mit Freunden, die ihnen die Pub-Landschaft in ihren jeweiligen Orten näher bringen und kurieren so manchen Kater aus.
Das Ziel der beiden Bier-Fans ist schließlich der nördlichste Pub Großbritanniens, die Bar des Baltasound-Hotels auf der Insel Unst, die zu den Shetland-Inseln gehört, von der sie allerdings enttäuscht sind. Ein paar Meilen nördlich davon, so erfahren sie, gibt es noch eine Bar, die zu einer Royal Air Force-Station gehört, die Baa Bar. Auch die nehmen sie noch mit, obwohl es kein öffentliches Etablissement ist.

So haben Ian und Perry innerhalb eines Monats Hunderte von Meilen zurückgelegt, jeweils weit über 100 Pints getrunken und jede Menge neue Pubs kennengelernt. Wer sich für das Thema interessiert, wird an diesem Buch sicher seine Freude haben.

Ian Marchant: The Longest Crawl – Being an account of a journey through an intoxicated landscape or A child’s treasury of booze. London: Bloomsbury 2007. 403 Seiten. ISBN 978-0-7475-8557-2.

The Turk’s Head in St Agnes, Großbritanniens südlichster Pub.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Das Baltasound Hotel auf den Shetland Inseln.
Photo © Mike Pennington (cc-by-sa/2.0)

Mein Buchtipp – Ben Hatch: Are We Nearly There Yet? A Family’s 8000 Miles Around Britain in a Vauxhall Astra

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ben Hatch, seine Frau Dinah, Tochter Phoebe und Sohn Charlie machen sich auf einen über 8000 Meilen langen Weg quer durch England, Wales und Schottland, um für  Frommer’s Guidebooks einen familienfreundlichen Reiseführer zu schreiben; d.h. der Auftrag gilt natürlich nur für Ben und Dinah, da Phoebe und Charlie noch im Kleinkindalter sind. Fünf Monate sind die vier unterwegs und was sie da alles erlebt haben, schildert Vater Ben in diesem Buch.

Es passiert auf der Fahrt so einiges. Sie werden in einen Autounfall verwickelt, Ben wird wegen eines Nierensteins in ein Krankenhaus eingeliefert, sein Vater stirbt; aber die Hauptaufgabe besteht natürlich darin, hunderte von britischen Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants auf ihre Familienfreundlichkeit zu überprüfen. Dabei geraten sie hin und wieder auch an weniger kinderfreundliche Betriebe wie in Grasmere in Cumbria, wo es Dinah nicht gelingt, ein Café oder Lokal zu finden, das bereit ist, Charlies Babyfläschchen aufzuwärmen.

Hier einige von Ben Hatchs Empfehlungen für Urlaube mit Kindern in Großbritannien:
Bestes Schloss: Norwich Castle
Bestes Museum: The Natural History Museum in London
Beste Stadt: Brighton
Bester Tagesausflug: Brownsea Island in Dorset

Was mir an dem Buch nicht gefiel: Ben Hatch scheut nicht davor zurück, Intimitäten wiederzugeben, die man eigentlich lieber nicht lesen möchte. So muss es vielleicht nicht sein, dass man genauestens erfährt wie sein Nierenstein abgeht oder wie er versucht, seine Verstopfung zu beheben.

Das Ergebnis der fünfmonatigen Rundfahrt ist in diesem Buch nachzulesen:
Ben Hatch & Dinah Hatch: Frommer’s England with Your Family. John Wiley 2010. 256 Seiten. ISBN 978-0470721681. (Frommers With Your Family Series).

Ben Hatch: Are We Nearly There Yet? – A Family’s 8000 Miles Around Britain in a Vauxhall Astra. Summersdale 2011. 320 Seiten. ISBN 978-1849531559.

Published in: on 23. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Mein Buchtipp – James Bamber & Sally Raines: Wacky Nation – 50 unbelievable days out at Britain’s craziest contests

Foto meines Exemplares.

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Es gibt wohl kein anderes Land in der Welt, in dem es so viele verrückte Wettbewerbe gibt wie in England. James Bamber und Sally Raynes haben 50 besonders skurrile Beispiele in ihrem Buch „Wacky Nation: 50 unbelievable days out at Britain’s craziest contests“ (London: Icon Books 2009. ISBN 978-184831062-9) zusammengetragen.

In meinem Blog habe ich den einen oder anderen „wacky“ Wettbewerb schon vorgestellt. Wer mehr darüber wissen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Hier einige Beispiele:

– Die World Russian Egg Roulette Championships finden jährlich in Swaton bei Sleaford in Lincolnshire statt.

– Die World Pea Shooting Championships kann man sich jedes Jahr im Juli in Witcham bei Ely in Cambridgeshire ansehen.

– Wer sich speziell für Hühnerrennen interessiert, sollte auf keinen Fall die im August ausgetragenen Bonsall World Championship Hen Racing auslassen.

James Bamber und Sally Raynes betreiben auch eine eigene Webseite, auf der man sich ständig auf dem Laufenden halten kann.

Auf dem deutschen Buchmarkt gibt es ein vergleichbares Buch: Ulrike Katrin Peters und Karsten-Thilo Raab haben in „Britannia Kuriosa: Die skurrilsten Veranstaltungen und Wettbewerbe in Großbritannien“ ebenfalls Beispiele für skurrile Meisterschaften und Wettbewerbe zusammengetragen. Erschienen ist es 2008 im Essener Westflügel-Verlag mit der ISBN 978-3-939408-04-8.

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Published in: on 17. Mai 2017 at 02:00  Comments (1)