John Peake Knight und die erste Verkehrsampel der Welt

Dort, wo die Bridge Street in London auf die Straßen Great George Street und Parliament Street trifft, ist an einem Haus eine grüne Plakette der City of Westminster angebracht, die daran erinnert, dass an dieser Stelle am 9. Dezember 1868 die weltweit erste Verkehrsampel installiert wurde. Verantwortlich dafür war der Erfinder dieses Verkehrsleitsignals, John Peake Knight (1828-1886).

Der in Nottingham geborene Ingenieur befasste sich vorwiegend mit Verbesserungen im Eisenbahnwesen, vor allem, was die Sicherheit in den Zügen anging. Knights besondere Fähigkeiten lagen im Management von Verkehrsströmen.
Auch damals schon, Mitte des 19. Jahrhunderts, war das Verkehrsaufkommen in London sehr hoch. Pferdekutschen verstopften die Straßen, Fußgänger mussten ständig auf der Hut sein, nicht unter die Räder bzw. unter die Hufen zu kommen. Knight empfahl die Einrichtung von Einbahnstraßen, um die permanenten Staus zu unterbinden, die entstanden, wenn Kutschen nicht aneinander vorbei kamen. Durch den unregulierten Verkehr kamen in London im Jahr 1866 mehr als hundert Menschen ums Leben.
Da hatte John Peake Knight eines Tages eine brillante Idee. An besonders gefährlichen Straßenkreuzungen könnte man doch gut sichtbare Zeichen in Form von Semaphoren aufstellen, die den Verkehr regeln. Und genau das tat er dann auch an der Ecke, wo der starke Verkehr von der Westminster Bridge auf Whitehall stößt. Es gab zwei Stellungen der Semaphorenarme: Waren sie gesenkt, hieß das, die Kutschen konnten vorsichtig in die Kreuzung hineinfahren, waren die Arme ausgestreckt, bedeutete das „STOP“, so dass die Fußgänger ohne Gefährdung ihres Lebens über die Straße gehen konnten. In der Dunkelheit gab es zusätzlich noch grüne bzw. rote gasbetrieben Lämpchen, die über den Armen angebracht waren. Bedient wurde diese Apparatur von einem Polizisten.
So weit, so gut; am 2. Januar 1869, also drei Wochen nach der Installation, explodierte eine dieser Verkehrsampeln, die Gasleitung war defekt, und verletzte den diensthabenden Polizisten schwer. Und das war es dann erst einmal mit der neuen Erfindung. Die Semaphoren wurden wieder abgebaut, das Verkehrschaos war wieder da.
Erst 1926 griff man in London auf die Erfindung von John Peake Knight wieder zurück und errichtete eine neue Ampel an der Kreuzung Piccadilly und St James’s Street. Auch dieses Gerät musste noch von einem Polizisten bedient werden; erst sechs Jahre später wurde die Verkehrsregelung automatisiert.

Was würde wohl Mr. Knight sagen, bekäme er diese Verkehrsampel in London zu Gesicht?

Published in: on 19. Februar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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SABRE – The Society for All British and Irish Road Enthusiasts

Die A25 bei Albury in Surrey.    © Copyright Robin Webster and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die A25 bei Albury in Surrey.
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Wer sich für das Thema „Straßen“ in Großbritannien und Irland interessiert, kommt an der Webseite der SABRE nicht vorbei; das ist die Abkürzung von The Society for All British and Irish Road Enthusiasts, einer Organisation, deren Mitglieder sich stolz Sabristi nennen. Hier eine kurze Selbstdarstellung:
„We are a group interested in the history, design, geography and structure of the British and Irish road network. We exist as a forum for ideas and opinions and as a hub for information for better understanding of the UK and RoI road network and its history“.

Das Kernstück der Webseite ist das Wiki, in dem man Informationen über sämtliche Autobahnen, sowie A- und B-Straßen findet. Weiterhin wird hier z.B. das System der Straßennummerierung erklärt, alle Service Areas genau beschrieben und Straßen erwähnt, die in Spielfilmen in irgendeiner Form eine Rolle spielen. In der Fotogalerie sind tausende von Bildern über fast alle britische Straßen zu finden.

Wer Mitglied bei SABRE ist, kann am Wiki mitarbeiten, Ergänzungen und Korrekturen einfügen und seine Fotos hochladen. Hier ist ein Beispiel für die Beschreibung einer meiner Lieblingsstraßen, der A25, die von Wrotham Heath nach Guildford führt.

Ich finde die SABRE-Webseite hervorragend. Man kann sich darauf stundelang aufhalten…wenn man sich für Großbritanniens Straßen interessiert.

Hier ist ein Film über die A25, passend zu einem Gedicht von Graham Evans, von John Betjeman gesprochen.

 

Published in: on 12. Januar 2017 at 02:00  Comments (1)  
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Die Stott Hall Farm in West Yorkshire – Ein Bauernhof, der zwischen den Fahrbahnen der M62 liegt

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Fährt man auf der Autobahn M62, die im Norden Englands die Städte Liverpool und Hull verbindet, westlich von Huddersfield am Booth Wood Reservoir entlang, teilen sich dort die jeweils dreispurigen Fahrbahnen und was liegt genau in der Mitte? Man glaubt es nicht: Ein Bauernhof. Die Stott Hall Farm ist umgeben von brausendem Autoverkehr, riesige Lastzüge donnern nur wenige Meter an den Gebäuden des Hofs vorbei, auf dessen Gelände Schafe grasen. Wie hält man das aus bzw. wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Auf jeden Fall war die Stott Hall Farm schon viel früher da als die M62, nämlich seit 1737. Friedlich und ruhig ging es hier oben auf den Pennines zu, bis zu den frühen 1970er Jahren, als die Ost-West-Autobahn gebaut wurde. Im Zuge der Bauarbeiten wurden hunderte von Häusern entlang der geplanten Trasse plattgemacht und so sollte es auch der Farm an den Kragen gehen. Die damaligen Bewohner wehrten sich mit Händen und Füßen gegen den Abbruch ihres Eigentums und es sah ganz nach Zwangsräumung aus. Doch plötzlich hielten die Bulldozer nicht mehr auf die Farm zu, sondern machten einen Bogen um sie herum. Die Straßenbaubehörde hatte beschlossen, die Trassen um die Stott Hall Farm zu verlegen. Warum? Hatte der Widerstand des Farmers Früchte getragen? Jahrelang sprach man von dem mutigen, hartnäckigen Bauern, der der M62 erfolgreich die Stirn geboten hatte, aber in Wahrheit sah es anders aus. Die geologischen Untersuchungen hatten damals ergeben, dass es sinnvoller wäre, die Autobahn um den Bauernhof herumzubauen, da der Untergrund, auf dem die Farm steht, nicht optimal für die ursprünglich geplante Trassenführung war. Also, noch mal Glück gehabt, dachten sich die Farmbewohner.

Nun müssen sich diese aber mit dem Verkehrslärm abfinden, der Tag und Nacht zu hören ist. Hin und wieder erleben sie auch einen Unfall mit und es kommen Autofahrer, die wegen Spritmangels liegengeblieben sind und um Hilfe bitten.

Damit der Farmer auch aus dieser Autobahnumklammerung herauskommt, wurden extra Unterführungen gebaut.

Wie es sich so auf der Stott Hall Farm lebt, zeigt dieser Film.

 

Published in: on 27. Oktober 2016 at 02:00  Comments (2)  
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The AA Big Road Atlas Britain 2017

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Trotz Navigationsgerät und Google Maps benötige ich doch immer noch einen Straßenatlas, um eine Reise vorzubereiten und auch vor Ort. Für meine Fahrten kreuz und quer durch England benutze ich seit vielen Jahren den „Big Road Atlas Britain“ der Automobile Association (AA), der Mitte des Jahres in der 26. Auflage für das Jahr 2017 erschienen ist. Mein bisheriges Exemplar war schon einige Jahre alt und löste sich durch häufigen Gebrauch in seine Einzelteile auf, so dass ich mir die Neuauflage zugelegt habe. Es ist ein Straßenatlas in Spiralbindung im XXL-Format (28,7cm x 38,9cm) und kostet nur £10,99 (bei Amazon UK £7,69)

Mir gefallen besonders die klaren und übersichtlichen Karten, die Farbgebung und die gute Lesbarkeit. Gegenüber den Vorauflagen hat sich nicht besonders viel geändert, denn neue Straßen werden in England eher selten gebaut. Der „Big Road Atlas Britain“ verzeichnet die rund 3500 fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen in ganz Großbritannien, die meist an Unfallschwerpunkten angebracht sind. Wer erstmals mit dem Auto in das Königreich reist, kann sich in dem Atlas über sämtliche Verkehrszeichen und die Bedeutung der „road markings“ informieren. Weiterhin findet man viele eingezeichnete touristische Sehenswürdigkeiten wie die des National Trusts und von English Heritage. Auf einer Extraseite werden die wichtigsten touristischen Hotspots mit den entsprechenden Codes für Navigationsgeräte genannt. 67 Stadtpläne sind sowohl im Atlasteil als auch im Anhang abgedruckt. 21 Seiten lang ist das Register.

Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Straßenatlas mit dem ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.

The AA Big Road Atlas Britain 2017. AA Publishing 2016. 144 Seiten. ISBN 978-0749577759

Published in: on 25. Oktober 2016 at 02:00  Comments (1)  

Die Fährverbindung von Dünkirchen nach Dover – Ein Erfahrungsbericht

DFDS Seaways bedient die Strecke Dünkirchen-Dover.   © Copyright TheTurfBurner and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

DFDS Seaways bedient die Strecke Dünkirchen-Dover.
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Seit der Eröffnung des Eurotunnels haben wir den Ärmelkanal immer unterirdisch durchquert (ich berichtete in meinem Blog darüber); eine bequeme Angelegenheit, denn in einer guten halben Stunde ist man von Calais kommend in Folkestone eingetroffen. Ende September in diesem Jahr haben wir uns wieder einmal für die Fährüberfahrt entschieden, von Dünkirchen nach Dover. Nach einer Zwischenübernachtung in Brügge nahmen wir die 10 Uhr-Fähre ab Dunkerque, wie Dünkirchen in Frankreich heißt. Um den Fährhafen zu erreichen, muss man auf der Autobahn A16 ganz um die Stadt herumfahren, bis die N316 abgeht, die zu einem großen Kreisverkehr führt, von wo aus man über die Route de la Maison Blanche direkt zum DFDS-Terminal geleitet wird. Alles ist sehr gut ausgeschildert. Am Terminal findet die Passkontrolle und gegebenenfalls die Gepäckkontrolle statt; bei uns wurde nur ein kurzer Blick in den Kofferraum geworfen. Am Terminal wird den Passagieren mitgeteilt, auf welcher Spur sie sich einordnen müssen (ich glaube, es waren über 30 Spuren, wir hatten die Nummer 29).

Die Preise für die Überfahrt bewegen sich je nach Wochentag und Abfahrtszeit zwischen 45 Euro und 130 Euro (ein PKW inklusive fünf Personen), in Spitzenzeiten auch manchmal darüber. Zwölfmal am Tag verkehren die Fähren von Dünkirchen nach Dover bzw von Dover nach Dünkirchen.
Ich hatte noch zwei Extras dazugebucht:
Das bevorzugte Boarding kostet 12 Euro pro Fahrzeug; dadurch kommt man auf eine Extra-Fahrspur und gelangt zuerst an Bord und verlässt das Schiff als Erster.
Für 15 Euro pro Person hat man Zutritt zu der Premium Lounge, in die man durch einen einzutippenden Zahlencode gelangt. Wenn man keine Lust hat, die zwei Stunden, die die Überfahrt dauert, in dem wuseligen und vollen Aufenthaltsbereich der Fähre zu verbringen, hat man hier in der Lounge seine Ruhe. An den großen Panoramafenstern stehen Sessel, Stühle und Tische; am Büffett kann man sich an alkoholfreien Getränken bedienen und bekommt zur Begrüßung ein Glas Sekt gereicht. Tageszeitungen liegen aus und das WLAN ist kostenlos. Wer etwas essen möchte, kann an seinem Tisch bestellen und bekommt das Gewünschte vom Servicepersonal serviert. Natürlich gibt es auch eine separate Toilette für die Gäste der Premium Lounge. Ich finde diese Einrichtung sehr gut und kann diese Zusatzbuchung nur empfehlen.

Der Vorteil bei einer Fährüberfahrt gegenüber dem Eurotunnel ist der tolle Blick auf die White Cliffs of Dover wie sie Vera Lynn so schön besang. Als wir das Schiff im Dover Ferry Port verließen, begaben wir uns in Richtung A20 und fuhren durch nicht enden wollende Baustellen. Dies ist ein besonders hässlicher Teil der Hafenstadt. Man atmet auf, wenn man Dover in Richtung Folkestone verlassen hat.

Fazit: Die Fährverbindung ist eine Alternative zum Eurotunnel, rund 45 Kilometer näher von Deutschland aus und mit zwei Stunden Überfahrt auch kein Problem. Bei Herbststürmen würde ich allerdings immer den Tunnel vorziehen.

Dieser Film vermittelt einen kleinen Eindruck wie es an Bord der Fähre zugeht.

Die weißen Klippen von Dover kommen in Sicht. Eigenes Foto.

Die weißen Klippen von Dover kommen in Sicht.
Eigenes Foto.

Die Dover Eastern Docks.   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Dover Eastern Docks.
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Published in: on 22. Oktober 2016 at 02:00  Comments (5)  
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Der Standedge Tunnel bei Marsden in West Yorkshire – Ein Nadelöhr für Hausbootfahrer

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Der Standedge Tunnel, der die Ort Marsden und Diggle in West Yorkshire verbindet und die Pennines durchquert, ist der längste und höchst gelegene Kanaltunnel Englands. Er ist 5 Kilometer lang und an seiner tiefsten Stelle fast 200 Meter unter Tage.
Nachdem dieser Tunnel jahrzehntelang geschlossen war, hat man ihn 2001 wieder eröffnet und für Boote frei gegeben.
Da neben dem Kanal im Tunnel kein Platz für einen sogenannten „towpath“ war, also eine Art Treidelweg, musste man früher die Boote so vorwärts bewegen, dass einige Männer auf dem Rücken lagen und sich mit den Füßen an der Tunneldecke abstießen, also ein mühsames Unterfangen. Bis vor kurzem war es nicht erlaubt, dass die Hausbootfahrer allein durch den Tunnel fuhren. Man stellte einen Konvoi zusammen und die Boote wurden von einem Schlepper mit Elektromotor hindurchgezogen. Seit 2007 darf man jetzt selbst hindurchfahren; natürlich nur zu bestimmten Zeiten, da der Tunnel keinen Gegenverkehr zulässt. Eine Begleitperson der British Waterways ist allerdings immer dabei.

Wer kein Hausboot sein eigen nennt und trotzdem einmal den Tunnel durchqueren möchte, kann das auch an Bord eines speziellen Bootes tun und für die Fahrt, auf der es garantiert nichts zu sehen gibt, £10.00 ausgeben. Eine Strecke wohlgemerkt! Zurück kann man entweder laufen oder sich einTaxi bestellen.

Am Eingang des Tunnels auf der Marsden-Seite hat man ein Visitor Centre gebaut, das u.a. ein kleines Konferenzzentrum beherbergt und auch Veranstaltungen durchführt, heute z.B. findet eine „Bat Night“ statt, eine abendliche Wanderung auf den Spuren von Fledermäusen, die dort anzutreffen sind.

Eine Durchquerung des Standedge Tunnels auf dem Huddersfield Narrow Canal beschreibt sehr anschaulich Steve Haywood in seinem Buch „Narrowboat Dreams“ (Summersdale Publishers 2008).

Hier ist eine Fahrt durch den Tunnel im Film zu sehen.

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Das Standege Tunnel Visitor Centre.   © Copyright Rude Health and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Standedge Tunnel Visitor Centre.
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Published in: on 25. September 2016 at 10:00  Comments (3)  
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Clampers – Die ungeliebten Männer mit der Autokralle

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Gestern schrieb ich in meinem Blog über die bei Autofahrern sehr unbeliebten Gatso Cameras; noch eine Stufe höher in der Ungunst der Autofahrer in England stehen die „Clampers„, das sind die Leute, die im Auftrag von Behörden oder privaten Grundbesitzern, Falschparker mit „clamps“, also mit Autokrallen versehen. „Are you humans or are you clampers?“ heißt es im „Clamper Song„, in dem die verhassten Männer mit „Little Hitlers“ verglichen werden.

Trevor Whitehouse aus Preston in Lancashire meldete 1991 ein Patent für ein dreieckiges „wheel clamp“ an, das im ganzen Land am häufigsten im Einsatz war. Dieses „Wegfahrverhütungsmittel“ kann man nur mit Spezialwerkzeug entfernen, aber trotzdem gelingt es immer wieder einigen handwerklich geschickten Menschen, die Krallen auf unorthodoxe Weise aufzubrechen wie dieser Film zeigt. Manche versuchen auch trotz Kralle wegzufahren, wie das hier zu sehen ist. Da die „clampers“ von niemandem geliebt werden, versucht sich der eine oder andere an ihnen zu rächen wie man das in dem Film „Clampers getting clamped“ sehr schön sehen kann.

Der Royal Automobile Club (RAC) vergab eine Zeitlang den Dick Turpin Award, benannt nach dem berühmten Straßenräuber aus dem 18. Jahrhundert. Mit diesem Preis wurden moderne Straßenräuber des 21. Jahrhunderts „ausgezeichnet“. Einer dieser Preisträger war die Londoner Firma ISTM, die damit beauftragt war, falsch parkende Autos mit einer Kralle zu versehen und/oder abzuschleppen. Dass die Firma die Grenzen ihres Auftrags manchmal deutlich überschritt, zeigen diese beiden Fälle:

  • Eine 81jährige Autofahrerin wurde auf ihrem eigenen Parkplatz „geclampt“, weil ihre Steuerplakette seit 36 Stunden abgelaufen war. Die alte Dame war gerade auf dem Weg, eine neue Plakette zu kaufen.
  • Ein älterer Herr hatte versehentlich sein Auto zehn Minuten lang falsch geparkt. Als er zurückkam, sah er wie sein fahrbarer Untersatz gerade auf einen Abschleppwagen verladen wurde. Dafür dass das Auto wieder auf die Straße gesetzt wurde, musste er £334 bezahlen.

Ein anderer Dick Turpin Award-Preisträger war die Firma Carstoppers, die ihr Unwesen in der kleinen Brontë-Stadt Haworth in West Yorkshire trieb. Diese unbarmherzigen Clamper zogen sich den Zorn der Bewohner zu, weil sie u.a. ein Auto mit der Kralle versahen, in dem sein Fahrer schlief oder kein Mitleid mit einer Rollstuhlfahrerin und ihrem Mann kannten, die mit Mühe die steile Hauptstraße der Stadt erklimmen konnten und deren Parkzeit gerade abgelaufen war.

Weitere Beispiele, die das Interesse der Juroren des Dick Turpin-Preises erweckten:

  • Ein Leichenwagen wurde per Kralle stillgelegt, in dessen Inneren sich ein Sarg mit Inhalt befand
  • Ein Polizeiauto wurde “ an die Kette gelegt“, dessen Besatzung gerade im Einsatz war.
  • Den Vogel schoss wohl jener „Clamper“ ab, der an Stelle der extrem hohen Gebühren auch Goldringe oder sexuelle Gefälligkeiten nehmen wollte.
Published in: on 13. September 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Gatso Cameras – Die gefürchteten Blitzer an englischen Straßen

Wer einmal durch England gefahren ist, kennt sie zur genüge, die „Gatso Cameras„, fest installierte Blitzer, die die Geschwindigkeit der Fahrzeuge überprüfen. Im Gegensatz zu den meist mausgrauen deutschen Kameras sind die „Gatsos“  gelb und daher etwas besser zu erkennen.
Ich habe einen Straßenatlas, in dem die Messstellen eingezeichnet sind und es gibt auch Navigationssysteme, die rechtzeitig warnen, trotzdem bringen die etwa 20 000 bis 40 000 Pfund teuren Geräte eine Menge Geld ein.

Produziert werden die von Autofahrern ungeliebten Messanlagen von der niederländischen Firma GATSOmeter BV. Benannt wurden sie nach dem ebenfalls niederländischen Rennfahrer und Firmengründer Maurice Gatsonidis (1911-1998). Er konstruierte diese Geräte ursprünglich, um seine Kurvengeschwindigkeit zu messen.

Die ersten Überwachungskameras dieser Art wurden 1988 in Nottingham installiert, nachdem an einer ampelgeregelten Kreuzung drei tödliche Unfälle stattgefunden hatten.

Eine Kamera in der Nähe von Stoke-on-Trent.    © Copyright Jonathan Hutchins and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Eine Kamera in der Nähe von Stoke-on-Trent.
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Published in: on 12. September 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Belisha Beacons – Sie sorgen für mehr Sicherheit für Fußgänger

Belisha Beacons in Norwich.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Belisha Beacons in Norwich.
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In Deutschland gibt es sie nicht, die von sogenannten Belisha Beacons gesicherten Fußgängerüberwege. Wer schon einmal in England war, kennt diese Zebrastreifen, auf die nicht wie in Deutschland ein entsprechendes Schild aufmerksam macht, sondern zwei blinkende Kugelleuchten, die auf beiden Seiten der Straße stehen. Bei Sonnenlicht kaum zu sehen, bei Dunkelheit aber sehr wohl, blinken die Belisha Beacons im Sekundentakt und Autofahrer haben hier zu warten, bis die Fußgänger die Straße überquert haben, was auch fast immer gut klappt.

Benannt wurden die Warnleuchten nach Leslie Hore-Belisha (1895-1957), der von 1934 bis 1937 Verkehrsminister war, und sich vehement für die Sicherheit von Fußgängern einsetzte. Zu der Zeit war die Zahl der Verkehrsunfälle außergewöhnlich hoch; etwa die Hälfte der Opfer waren Fußgänger und rund 75% der Unfälle ereigneten sich in geschlossenen Ortschaften. Fast wäre Hore-Belisha selbst einem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen, als er einmal in London die Camden High Street überqueren wollte und dabei um ein Haar von einem Sportwagen erfasst wurde, der mit weit überhöhter Geschwindigkeit die Straße entlangraste.

Bei Autofahrern war er nicht so beliebt, da er mit dem Road Traffic Act Geschwindigkeitsbegrenzungen einführte (30 Meilen pro Stunde in geschlossenen Ortschaften). Dadurch und durch weitere Maßnahmen wie dem verbindlichen Führerscheintest konnte die Zahl der Verkehrsunfälle drastisch gesenkt werden. So verwundert es auch nicht, dass Hore-Belisha, der Mann mit einem Herz für Fußgänger, Vizepräsident der 1929 gegründeten Pedestrians Association wurde.
Ein konservativer Unterhausabgeordneter, Colonel John Moore-Brabazon, hatte für die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung überhaupt kein Verständnis und meinte, früher hätte man ja auch jede Menge Hühner  und Hunde überfahren. Im Laufe der Zeit hätten Hunde gelernt, Autos aus dem Weg zu gehen und man sähe heute kaum noch tote Hunde am Straßenrand. Dieser Lernprozess würde auch bei Menschen eintreten. Moore-Brabazon wurde im Zweiten Weltkrieg unter Sir Winston Churchill selbst Verkehrsminister, interessierte sich aber mehr für den Luftverkehr (in Stoke Poges in Buckinghamshire traf ich ihn wieder; dort ist er im Memorial Garden beigesetzt).

Andere Formen von Fußgängerüberwegen sind:
Pelican Crossing -> ampelgeregelte Überwege, die man selbst durch Druckknöpfe auslöst (abgeleitet von PELICON =  Pedestrian light controlled)
Puffin Crossing -> so ähnlich wie Pelican Crossing, nur dass die Rot-Grün-Ampel für die Fußgänger auf der gleichen Straßenseite ist und nicht auf der gegenüberliegenden, was besonders für Menschen mit Sehproblemen wichtig ist
Toucan Crossing -> hier können Fußgänger und gleichzeitig auch Radfahrer die Straße überqueren (Toucan = two can, also zwei können gleichzeitig)
Pegasus Crossing -> hier können Fußgänger und gleichzeitig auch Reiter die Straße überqueren, wobei die Reiter eigene Druckknöpfe zum Auslösen der Ampel in etwa zwei Meter Höhe haben und die Rot-Grün-Männchen durch Rot-Grün-Pferde ersetzt sind.

Es gab einmal einen Pub in Rainham in Kent, der Belisha Beacon hieß, der aber nicht mehr existiert.

Hier ist ein witziger Film aus dem Jahr 1948, der zeigt wie man eine Straße überqueren bzw. nicht überqueren soll.

Belisha Beacons in London.   © Copyright Robert Lamb and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Belisha Beacons in London.
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Pelican Crossing auf der Isle of Wight.   © Copyright Jaggery and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Pelican Crossing.
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Beispiel für ein Puffin Crossing.   © Copyright Albert Bridge and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Beispiel für ein Puffin Crossing.
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Toucan Crossing.   © Copyright Albert Bridge and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Toucan Crossing.
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Pegasus Crossing.   © Copyright Gerald England and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Pegasus Crossing.
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Published in: on 1. Juli 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Rowland Hill aus Kidderminster – Der Erfinder der Briefmarke

This work is in the public Domain.

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Vor längerer Zeit habe ich in meinem Blog über einen gewissen Rowland Hill geschrieben, der als General in Shrewsbury in Shropshire auf einer Säule zu finden ist und der an der Seite von Wellington in der Schlacht von Waterloo kämpfte. Mit einem anderen Mann, der ebenfalls Rowland Hill hieß, möchte ich mich heute ein wenig beschäftigen. Er ist der Neffe des „Säulen-Generals“ und wurde 1795 in Kidderminster (Worcestershire) geboren. Sein Beitrag zur Entwicklung des britischen Postwesens war historisch gesehen sicher weitreichender als die militärischen Manöver seines Onkels. Nicht nur ein Shopping Centre in seiner Geburtsstadt hat man nach ihm benannt, er wurde auch mit einem Denkmal geehrt, das diese Inschrift trägt:
„Sir Rowland Hill. K.C.B.
Born At Kidderminster 1795
Buried In Westminster Abbey 1879
To His Creative Mind And Patient Energy
The World Is Indebted
For The
Penny Postage
Introduced 1840“

Die von Sir Thomas Brock geschaffene Marmorstatue steht vor der Town Hall von Kidderminster (in der King Edward Street in London gibt es noch ein Bronze-Denkmal für ihn). Auf der oben angeführten Inschrift steht es zu lesen: Rowland Hill war der Erfinder der Briefmarke, und die erste, die man auf Briefen verwendete, war die Penny Black, damals in einer Auflage von 68 808 000 Stück hergestellt. Es gibt heute nicht mehr allzu viele davon; Sammler zahlen für eine postfrische, unbenutzte Marke rund £4,000. Eine Besonderheit der Penny Black: sie war weltweit die erste selbstklebende Briefmarke. Nicht weit von Rowland Hills Denkmal entfernt, erinnert ein Wetherspoon-Pub namens The Penny Black an den berühmten Sohn der Stadt.

Ursprünglich bezahlte der Empfänger das Porto des Briefes, was sich aber als unpraktisch erwies, denn manche nahmen den Brief einfach nicht an, und wer kam dann für die Kosten auf? Viel einfacher (und kostensparender) war da schon die „Methode Hill“, dass eben der Absender die Briefmarke kaufte und sie auf den Brief klebte. Eine Revolution im Postwesen nahm ihren Lauf.

Später beschäftigte sich Rowland Hill mit der Eisenbahn und wurde Vorsitzender der London and Brighton Railway, wo er für komfortable Züge und niedrige Fahrtkosten sorgte, was der Stadt Brighton sehr zugute kam.

1879 starb Rowland Hill in Hampstead in London, wo man eine Straße nach ihm benannte; er wurde in der Westminster Abbey beigesetzt.

Hills Statue vor der Town Hall von Kidderminster.   © Copyright Colin Park and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hills Statue vor der Town Hall von Kidderminster.
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Wetherspoons Penny Black Pub in Kidderminster.   © Copyright P L Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wetherspoons Penny Black Pub in Kidderminster.
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Plakette an Hills Wohnhaus in Hampstead. Gleich um die Ecke findet man die Rowland Hill Street.   © Copyright Mike Quinn and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Plakette an Hills Wohnhaus in Hampstead. Gleich um die Ecke findet man die Rowland Hill Street.
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Ein Superflugzeug und ein verschwundenes Dorf, das ihm Platz machen musste

Die Bristol Brabazon. This artistic work created by the United Kingdom Government is in the public Domain.

Die Bristol Brabazon.
This artistic work created by the United Kingdom Government is in the public Domain.

Ich bleibe heute noch einmal, wie in meinem gestrigen Blogeintrag, im Bristol des Zweiten Weltkrieges, als das britische Verkehrsministerium den Plan fasste, ein riesiges Verkehrsflugzeug zu bauen, das den Nordatlantik überqueren sollte, ohne zwischenlanden zu müssen. Ein Mann mit dem wunderschönen Namen John Theodore Cuthbert Moore-Brabazon, 1. Baron Brabazon of Tara hatte den Vorsitz der Kommission, die sich damit beschäftigte. Die Bristol Aircraft Company wurde mit dem Bau des Flugzeugs beauftragt, das den Namen Bristol Brabazon tragen sollte. Einige Details zu dem fliegenden Riesen:
Es war knapp 54 Meter lang, die Spannweite betrug über 70 Meter und es hatte eine Höhe von 15,24 Meter. Angetrieben wurde die Brabazon von acht Bristol Centaurus-Motoren. Die geplante Reichweite betrug 8900 Kilometer und die Höchstgeschwindigkeit 480 km/h. 100 Passagiere sollten die Reise in die USA machen können und das auf sehr komfortable Weise, zumindest für damalige Verhältnisse.

Am 4. September war es soweit, dass der Prototyp auf dem Filton Aerodrome seinen Jungfernflug absolvieren konnte. Um das Flugzeug aber überhaupt bauen zu können, waren zwei Dinge nötig gewesen: Ein riesiger Hangar und eine erweiterte Landebahn. Der Superhangar musste extra gebaut werden, damit darin die Endmontage vorgenommen werden konnte, die Landebahnerweiterung erwies sich da als schwieriger. Die bereits existierende Landebahn war nur 610 Meter lang, man benötigte aber über 2440 Meter…und da stand ein kleines Dorf im Wege. In Charlton, so der Name des Dorfes standen 38 Häuser, ein Postamt, ein Dorfgemeinschaftshaus und ein Pub, The Carpenters Arms. Eine funktionierende Gemeinschaft hatte sich hier rund um einen Ententeich geformt – und die musste weg. Den Bewohnern flatterte ein Schreiben der Regierung in die Briefkästen, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass ihr Dorf plattgemacht werden musste, weil die Landebahnverlängerung für die Brabazon Vorrang hatte. Ein neues Dorf sollte für sie gebaut werden, was allerdings nie geschah; die Charltonians wurden stattdessen in das nahegelegene Patchway umgesiedelt. Die Bulldozer kamen und machten wie angekündigt alles platt, das Dorf verschwand unter der Asphaltdecke der Landebahn… völlig umsonst wie sich herausstellte, denn erstens benötigte die Brabazon gar keinen so langen Anlauf, um in die Lüfte zu steigen und zweitens erwies sich das Flugzeug als Flop. Keine Airline interessierte sich dafür, keine Bestellungen gingen bei der Bristol Aircraft Company ein. Man unternahm noch einen zaghaften Versuch, eine verbesserte Version zu bauen, blieb damit aber mittendrin stecken. Die fertige Brabazon und die halbfertige Schwester wurden verschrottet. Viele Millionen Pfund an Steuergeldern wurden ausgegeben, ein Dorf dem Erdboden gleich gemacht, für nichts und wieder nichts. Allerdings nutzte man den Monsterhangar und die Landebahn weiter. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis auf dem Gelände wieder ein ganz besonderes Flugzeug hergestellt wurde, das sich allerdings auch wieder als Flop erwies: Die Concorde, von der nur 20 Exemplare gebaut und 14 im Liniendienst eingesetzt wurden.

Das Bristol Filton Aerodrome schloss im Dezember 2012 seine Pforten und wird jetzt für andere Zwecke genutzt.

Diese Dokumentation zeigt die Entwicklungsgeschichte der Bristol Brabazon.

Die riesigen Hangars, in denen die Bristol Brabazon und die Concorde gebaut wurden. This work has been released into the public domain by its author, Arpingstone.

Die riesigen Hangars, in denen die Bristol Brabazon und die Concorde gebaut wurden.
This work has been released into the public domain by its author, Arpingstone.

Published in: on 4. April 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Yourparkingspace.com – The Online Parking Marketplace

Mit so einem leerstehenden "Driveway"-Parkplatz lässt sich Geld verdienen.   © Copyright Evelyn Simak and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mit so einem leerstehenden „Driveway“-Parkplatz lässt sich Geld verdienen.
    © Copyright Evelyn Simak and
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Jeder, der mit dem Auto in England unterwegs ist, kennt das Problem: Wie finde ich in den oft wuseligen Kleinstädten und erst recht in den Großstädten einen Parkplatz? Am Straßenrand ist meist alles vollgeparkt, die ausgewiesenen Parkplätze etwas abseits nur für Kurzparker vorgesehen. Was mache ich da als Pendler, wenn ich meinen fahrbaren Untersatz für längere Zeit möglichst zentral oder in Bahnhofsnähe sicher abstellen möchte? Es gibt da Möglichkeiten, sich einen Parkplatz online zu bestellen, über Firmen wie „justpark.com“ oder „yourparkingspace.com„.

Charles Cridland gründete 2006 die Online-Plattform „yourparkingspace.com“, nachdem er in London unterwegs war und ihm die vielen leeren Privatparkplätze vor den Häusern auffielen. Die Eigentümer waren mit ihren Autos wahrscheinlich zur Arbeit gefahren, das heißt, die Parkplätze waren den ganzen Tag über unbenutzt. Daraus könnte man doch eine Geschäftsidee machen, dachte sich Mr. Cridland und gründete „yourparkingspace.com“. Dort können leere Parkplätze angeboten bzw. gesucht werden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligte: Die Vermieter können mit ihren leeren Parkplätzen Geld verdienen, die Parkplatzsucher bekommen für ihr Auto einen sicheren Aufbewahrungsort.

Schnell erwies sich das Online-Portal als Erfolgsmodell und man baute es aus; nicht nur „driveway“-Parkplätze wurden angeboten, sondern auch noch Tiefgaragenplätze und Abstellmöglichkeiten in den Parkhäusern der NCP (National Car Parks).

Die Anwendung des Online-Marktplatzes ist einfach: Ich gebe in die Suchleiste den Namen der Stadt ein, in der ich einen Platz suche, gegebenenfalls in größeren Städten auch den Stadtteil oder die Straße und sofort bekomme ich einen Plan angezeigt, in dem die zurzeit angebotenen Parkplätze markiert sind; daneben ist meist ein Foto davon zu finden und eine exakte Beschreibung (Garage, CCTV-Kameraüberwachung usw.). Mieten kann ich zum Beispiel für einige Stunden, ganze Tage, Wochen oder sogar Monate.

Die Parkplatzkosten variieren natürlich stark, je nach Lage. Bei einer Stichprobe für die Stadt York stellte ich fest, dass die Innenstadtplätze um und bei £100 pro Monat liegen. Abgeschlossene Einzelgaragen sind natürlich teurer.

In London ist man wohl gern bereit, für einen sicheren Parkplatz viel Geld zu bezahlen. In der Park Lane in Mayfair wird zum Beispiel ein Tiefgaragenplatz für £750 pro Monat angeboten.

Bezahlt wird im voraus, „yourparkingspace.com“ erstattet aber den Betrag, falls der Mieter mit dem Platz nicht zufrieden ist.

Ich finde, das ist eine großartige Idee, die das Leben für gestresste parkplatzsuchende Autofahrer leichter macht.

Wer übrigens doch lieber einen eigenen Parkplatz in London haben und diesen kaufen möchte, sollte bei folgendem Angebot schnell zugreifen, das gerade auf den Markt kam: In Hyde Park Gardens, rund 6,50 Meter x 2,40 Meter, für £350 000, unter freiem Himmel, hier zu sehen.

 

Published in: on 21. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Die Radcliffe Road in West Bridgford (Nottinghamshire) – Die erste asphaltierte Straße der Welt

Die Radcliffe Road in West.   © Copyright John Sutton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Radcliffe Road in West Bridgford.
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Wir sind heute schon wieder in West Bridgford in Nottinghamshire, der Ort, über den ich vor wenigen Tagen in Zusammenhang mit dem Tuneless Choir berichtete. Die Haupttrasse, die durch die Stadt führt, ist die Radcliffe Road, und diese Straße ist einmalig in der Welt, denn sie ist die erste, deren Fahrbahndecke aus Asphalt bestand.

Es begann alles damit, dass der Landvermesser von Nottingham, ein Waliser namens Edgar Hooley, eines Tages im Jahre 1901 in Denby in Derbyshire spazieren ging. Dabei kam er an einem Eisenwerk vorbei, und ein Stück des Weges, das daran entlangführte, war wunderbar glatt und ebenmäßig. Mr. Hooley erkundigte sich vor Ort wie man das denn hinbekommen hat und erfuhr, dass ein mit Teer gefülltes Fass von einem Wagen heruntergefallen und aufgeplatzt war. Um die Schweinerei zu beseitigen, hatte man Schlacke von dem Eisenwerk darauf geschüttet und siehe da, der bisher schlammige und unbefestigte Weg war auf einmal trocken und fest. Edgar Hooley begann zu grübeln und als er wieder zuhause war, experimentierte er mit den in Derbyshire gesehenen Zutaten, verbesserte die Mischung noch und meldete ein Jahr darauf ein Patent an. Um seine Idee gleich in die Tat umzusetzen, suchte er sich ein acht Kilometer langes Straßenstück, die Radcliffe Road, aus und ließ es mit seiner Spezialmischung versehen. Ein toller Erfolg, über den wohl nur die damaligen Reifenhersteller nicht so begeistert waren, denn die neue Fahrbahndecke schonte die Reifen der Fahrzeuge, die sonst auf den schlechten Straße nur eine kurze Lebensdauer hatten.

Edgar Hooley gründete eine eigene Firma, die Tar Macadam Syndicate Ltd, die den Straßenasphalt herstellte, doch er war nicht der geborene Geschäftsmann, und als er ein Angebot von Sir Alfred Hickman bekam, Eigentümer einer Stahlfabrik, bei der viel Schlacke anfiel, verkaufte er die Firma wieder. Sir Alfred verdiente eine Menge Geld mit der Herstellung des neuen Straßenpflasters, Mr. Hooley dagegen verlor das Interesse an seiner Erfindung und konzentrierte sich stattdessen auf seine militärische Laufbahn. 1942 starb er im Alter von 81 Jahren in Oxford.

Wer heute die Radcliffe Road in West Bridgford befährt, dürfte wohl kaum daran denken, dass sie in der Geschichte des Straßenbauwesens einmal eine große Rolle gespielt hat.

Da ich nun schon zum zweiten Mal binnen weniger Tage über West Bridgford berichtet habe, ist hier ein Film zum näheren Kennenlernen.

Die Concorde, ein unvergessenes Passagierflugzeug

Landeanflug einer Concorde auf dem Flugplatz Bristol Filton: Das Ende einer Ära.   © Copyright John Allan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Letzter Landeanflug einer Concorde auf dem Flugplatz Bristol Filton: Das Ende einer Ära.
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Am 21. Januar 1976, also vor 40 Jahren, hob erstmals eine Concorde der British Airways zu einem regulären Flug ab und flog von London nach Bahrain. Parallel dazu begab sich eine Schwestermaschine der Air France von Paris nach Rio de Janeiro. Beide Flugzeuge erreichten ihre Ziele mit Überschallgeschwindigkeit in Rekordzeit. Nach dem verheerenden Absturz einer Concorde bei Paris am 25. Juli 2000 ging es langsam zu Ende mit dieser Ära der Passagierluftfahrt. Der letzte Linienflug, auf der Strecke New York – London, fand am 24. Oktober 2003 statt; dann war Schluss. Die atemberaubenden Maschinen blieben auf dem Boden und wurden nach und nach auf Standorte verteilt, wo man sie sich ansehen konnte. Das letzte Mal, dass eine Concorde abhob, war am 26. November 2003, als die Maschine vom Flughafen Heathrow zum Bristol Filton Airport überfuhrt wurde, also zu ihrem Geburtsort, denn in Filton fand damals die Endmontage dieser Flugzeuge statt. Auf diesem ehemaligen Flugplatz vor den Toren von Bristol soll in naher Zukunft ein Concorde Museum entstehen, in dem Alpha Foxtrot, so der Name der dort für immer parkenden Concorde, eine würdige Umgebung geboten werden soll. Zurzeit steht das Flugzeug am Rande einer Rollbahn und ist für Besucher nicht zugänglich.

Weitere Schwestern der „Königin der Lüfte“ findet man in:
London Heathrow – Dort steht die G-BOAB, die 22 296 Stunden in der Luft war, am Rande der Rollbahn 27L, ist aber nicht für Besucher zugänglich.

Manchester Airport – Dieses war die erste für die British Airways ausgelieferte Maschine; sie trägt die Kennzeichnung G-BOAC. Auch sie flog über 22 000 Stunden und kann nach vorheriger Buchung beim Flughafen besichtigt werden.

Royal Navy Fleet Air Arm Museum bei Ilchester in Somerset – Die G-BSST war ein Protyp und steht in dem Museum in Halle 4 zwischen anderen Flugzeugen, die alle von der Concorde überragt werden.

Imperial War Museum in Duxford, südlich von Cambridge – Hier steht die G-AXDN in der Halle AirSpace, ein Exemplar der Vorserie.

Brooklands Museum in Weybridge (Surrey) – Die G-BBGD war eine Testmaschine und steht hier seit 2004 im Museum. Führungen durch das Flugzeug finden täglich statt. Wer es etwas üppiger haben möchte, kann für 75 Pfund einen „Concorde Afternoon“ buchen, der u.a. einen Afternoon Tea und ein Glas Champagner an Bord des Flugzeuges enthält.

Weitere Concordes der British Airways haben ihren letzten Ruheplatz in Schottland, den USA und auf Barbados gefunden. In Deutschland kann man ein Exemplar der Air France im Auto- und Technikmuseum Sinsheim in Baden-Württemberg besichtigen.

Dieser Film zeigt eine Concorde der BA beim Start in London Heathrow.

Die Concorde in Filton in ihrer ganzen Schönheit. This work has been released into the public Domain.

Die Concorde in Filton in ihrer ganzen Schönheit.
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Die Concorde im Brooklands Museum.   © Copyright Mike Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Concorde im Brooklands Museum.
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Published in: on 26. Januar 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Das waghalsige, fatale Flugmanöver eines Piloten unter der Clifton Suspension Bridge in Bristol

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Die berühmte Clifton Suspension Bridge in Bristol (ich berichtete in meinem Blog über sie) ist eines der Wahrzeichen des Südwestens Englands. Die 412 Meter lange Brücke, die den River Avon in einer Höhe von 75 Meter überspannt, ist das Meisterwerk des Ingenieurs Isambard Kingdom Brunel (1806-1959), der die Eröffnung am 8. Dezember 1864 leider nicht mehr erleben sollte.
Die optisch sehr ansprechende Brücke übt eine starke Anziehungskraft auf Selbstmörder aus, und so sind schon weit über 100 Menschen von dort oben in den Tod gesprungen. Nachdem man sogenannte „suicide barriers“ installiert hat, ist die Zahl der Todesopfer deutlich reduziert worden.

Auch Bungee-Springer haben die Clifton Suspension Bridge schon seit langem für sich entdeckt. Der erste Bungee-Sprung überhaupt soll hier stattgefunden haben.

Der Pilot eines Flugzeugs missbrauchte die Brücke, die von dem Bristoler Stadtteil Clifton nach Leigh Woods in der Grafschaft Somerset führt, zu einem Zweck, der so von Mr. Brunel sicher nie vorhergesehen worden war. Dem 27jährigen Flying Officer John G. Crossley juckte es in den Fingern, einmal mit einem Flugzeug unter der Brücke hindurchzufliegen, obwohl das ausdrücklich verboten war. Am 3. Februar 1957 setzte er sich auf dem Flugplatz der Royal Air Force in Filton bei Bristol in einen einstrahligen Jagdbomber des Typs de Havilland Vampire FB.9, ohne sich anzuschnallen, ohne Fallschirm und ohne Pilotenhelm und begann seinen nicht genehmigten Flug. 20 Minuten nach dem Start ging er in den Sinkflug über und nahm die Clifton Suspension Bridge ins Visier. Crossley wollte jedoch nicht nur einfach unter der Brücke hindurchfliegen, er wollte dabei gleichzeitig auch noch eine Kunstflugfigur ausführen, eine sogenannte „victory roll“. Bei diesem gewagten Manöver verlor die Maschine an Höhe, Crossley bekam sie nicht mehr in den Griff und raste mit hoher Geschwindigkeit in die Felswand von Leigh Woods. Der RAF-Pilot war auf der Stelle tot. Was mag ihn wohl bewogen haben, diese Aktion durchzuführen? Waren da Selbstmordabsichten mit im Spiel? Wollte er sich bzw. anderen sein fliegerisches Können beweisen?
Seit jenem Tag im Februar 1957 hat es niemand mehr gewagt, die Clifton Suspension Bridge auf diese Weise zu unterqueren. Doch wird es so bleiben?

Der Brückenpfeiler auf der Leigh Woods-Seite.   © Copyright Rose and Trev Clough and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Brückenpfeiler auf der Leigh Woods-Seite.
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Published in: on 25. Januar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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25×25 – „Gimpo’s 25 Hours M25 Spin“

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Alan Goodrick kennt man im Allgemeinen unter dem Namen Gimpo, in Zusammenhang mit allen möglichen verrückten Sachen, die er schon angestellt hat. Da war zum Beispiel sein Film „K Foundation Burn a Million Quid“ vom 23. August 1994, als die beiden ehemaligen Mitglieder der Rockgruppe The KLF, Bill Drummond und Jimmy Cauty, auf der schottischen Insel Jura eine Million Pfund Sterling in Banknoten verbrannten.

Ein Projekt, das Gimpo schon seit 1997 verfolgt und das noch bis zum Jahr 2021 laufen soll, ist sein „25 Hours M25 Spin„. Jedes Jahr im Monat März fährt Gimpo 25 Stunden lang die Autobahn M25, die London Orbital, entlang, natürlich ohne jemals ans Ziel zu kommen, da die Straße ja ein riesiger Kreisverkehr ohne Anfang und Ende ist. 25mal will er das machen und in diesem Jahr hat er es schon zum neunzehnten Mal geschafft. 188 Kilometer lang ist eine Umrundung und wie schnell man das schafft hängt selbstverständlich vom Verkehrsaufkommen ab. Aber Schnelligkeit und Staus spielen für Gimpo keine Rolle. Die Hauptsache ist, dass er 25 Stunden lang London auf der M25 umkreist. Die Strecke wird immer im Uhrzeigersinn zurückgelegt und in jedem Jahr wird das Event auch gefilmt, 25 Stunden lang! Gimpo ist nicht allein auf der Autobahn unterwegs, jedes Jahr schließen sich Freunde an, die ihn auf der Tour begleiten.

Die M25 hat es auch einigen Schriftstellern angetan, so Iain Sinclair mit seinem hochinteressanten „London Orbital“ und Roy Phippen mit „M25: Travelling Clockwise“. Über beide Bücher habe ich in meinem Blog berichtet. Kürzlich hat Ray Hamilton ein großartiges Buch veröffentlicht „M25: A Circular Tour of the London Orbital“, das ich morgen vorstellen werde.

Hier ist ein Film über einen Teil der M25-Umrundung.

 

Published in: on 19. Dezember 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Malcolm Sayer (1916-1970) – Ein Autokonstrukteur aus Cromer (Norfolk), der für einige der schönsten Sportwagen verantwortlich zeichnete

Ein Jaguar E-Type. Author: Brooksbro 69. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Ein Jaguar E-Type.
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Am 21. Mai 1916 wurde er in der St Mary’s Road Nummer 45 in der kleinen Hafenstadt Cromer in Norfolk geboren: Malcolm Sayer, ein Autokonstrukteur, der nie das Licht der Öffentlichkeit gesucht und einige der schönsten Sportwagen konstruiert hat, die auf den Straßen der Welt unterwegs waren und es noch heute in kleinen Stückzahlen sind.

Sayer besuchte die Great Yarmouth Grammar School, wo sein Vater in den Fächern Mathematik und Kunst unterrichtete. Möglicherweise vererbte er diese Kenntnisse an seinen Sohn, denn Mathematik und Kunst sollten Malcolm Sayers Lebensweg ständig begleiten. Am Loughborough College studierte er Aeronautical and Automotive Engineering und ging nach Abschluss des Studiums nach Filton bei Bristol, wo er sich mit Flugzeugbau und Aerodynamik beschäftigte. Letztere Fähigkeiten kamen ihm zugute, als er nach dem Krieg in die Automobilbranche zu Jaguar wechselte. Schon früh hatte Sayer mit der Konstruktion der beiden Rennwagen C-Type und D-Type Erfolg, aber der ganz große Durchbruch kam, als er den Jaguar E-Type entwickelte, der noch heute zu den elegantesten Sportwagen aller Zeiten zählt. Sogar das New York Museum of Modern Art stellt ein Exemplar in seinen Räumen aus. Steve McQueen, Tony Curtis, Charlton Heston, Frank Sinatra und viele andere VIPs aus dem Showgeschäft fuhren damals einen Jaguar E-Type und auch in einer meiner Lieblings-TV-Serien „Columbo“ sind schon mehrere der Übeltäter mit diesem Fahrzeug unterwegs gewesen, z.B. der Dirigent Alex Benedict in der Folge „Etude in Schwarz“ aus dem Jahr 1972. Das schöne Auto mit der riesigen Motorhaube wurde von 1961 bis 1974 gebaut. Es gab ihn in den 3,8- und 4,2-Liter-Versionen, die Krönung war aber die V12-Version mit 5,3 Liter Hubraum und 276 PS. Auch heute, nach über 40 Jahren, zählt Malcolm Sayers E-Type noch immer zu den schönsten Sportwagen aller Zeiten. Hier ist ein Fahrbericht über das Auto von Jeremy Clarkson in der TV-Sendung „Top Gear“.

Sayer entwarf auch das Nachfolgemodell des E-Types, den Jaguar XJ-S, der im September 1974 auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt am Main erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wie sein Vorgänger verfügte auch der XJ-S über eine elegante Linienführung. Von 1975 bis 1996 wurde dieser 12-Zylinder-Sportwagen gebaut. In diesem Film wird ein XJ-S von innen und außen vorgestellt. Der Hauptdarsteller in der Krimiserie „The Return of the Saint“ (dt. „Simon Templar – Ein Gentleman mit Heiligenschein“), Simon Templar, gespielt von Ian Ogilvy, fuhr übrigens einen weißen Jaguar XJ-S.

Jaguar Boss Sir William Lyons hatte das Fahrzeug in Auftrag gegeben, dessen Fertigstellung Sayers aber nicht erleben sollte, denn er starb kurz vor seinem 54. Geburtstag in seinem Wohnort Royal Leamington Spa in Warwickshire an einem Herzinfarkt. An seinem Wohnhaus am Portland Place erinnert eine blaue Plakette an den großen Automobilkonstrukteur. Mit weiteren Plaketten wird Malcolm Sayer in seinem Geburtsort Cromer, an seiner Schule in Great Yarmouth und an der Loughborough University geehrt.

Wer sich näher für diesen interessanten Mann interessiert, findet hier ein ausführliches Filmporträt.

Ein Jaguar XJ-S. Author: Charles 01. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Ein Jaguar XJ-S.
Author: Charles 01.
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Die blaue Erinnerungsplakette an Sayers' Haus in Royal Leamington Spa.   © Copyright Bob Parkes and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die blaue Erinnerungsplakette an Sayers Haus in Royal Leamington Spa.
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3 unternehmungslustige Londonerinnen und ihre Exkursionen

Ein Bus der Linie 1. Author: Oxyman. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Ein Bus der Linie 1.
Author: Oxyman.
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Jo Hunt, Linda Smither und Mary Rees sind Londonerinnen im Ruhestand, denen so schnell nicht langweilig wird, denn sie haben ein Hobby, das sie über Jahre hinweg in Atem hält: Sie „sammeln“ Buslinien und Museen in ihrer Stadt. Wie ist das zu verstehen?
Die Sache mit den Buslinien ist mittlerweile abgeschlossen. Die drei Damen hatten sich vorgenommen, einmal sämtliche Buslinien Londons von Anfang bis Ende abzufahren, wofür sie fünf Jahre brauchten. Am 5. März 2009 ging es los mit der Linie 1, die von  der New Oxford Street zur Canada Water Station führt, dann folgten sämtliche Linien in aufsteigender Reihenfolge, rund 600. Die Damen machten sich mit dem von ihnen gesetzten Ziel keinen Stress, mal fuhren sie nur einmal in der Woche mit einem Bus durch die Stadt, mal hakten sie gleich mehrere Touren an einem Tag ab. Der ganze Spaß kostete sie nichts, denn sie fuhren mit dem Freedom Pass, der es Londonern, die über 60 alt sind, erlaubt, die U-Bahn, die Busse und noch einige andere Verkehrsmittel kostenlos zu benutzen.

Über ihre Ausflüge kreuz und quer durch die Metropole führten sie einen Blog, in dem sie festhielten, was auf jeder Buslinie besonders interessant war und machten Fotos davon. Ein Beispiel: Am 30. November 2009 befuhren die Damen die Linie 45, die von King’s Cross Station zum Clapham Park führt. Auf der Fahrt sahen sie u.a. das Eastman Dental Hospital, Baldwins Natural Products, ein Laden, der seit 1844 besteht, den Sun & Doves Pub und das London Welsh Centre. Alles wird sorgfältig beschrieben und verlinkt, so dass das Lesen dieses Blogs eine wahre Freude ist. Hier ist der Start des Blogs mit der Linie 1.

Nachdem die drei Damen nun sämtliche Buslinien kennengelernt hatten, überlegten sie sich, was sie als Nächstes in Angriff nehmen könnten und da kam ihnen die Idee, sich einmal alle Museen der Stadt anzusehen, ein Unterfangen, das nicht weniger zeitaufwendig ist. Etwa 250 Museen soll es in London geben und man begann mit der National Portrait Gallery am Trafalgar Square am 19. März 2014. Die letzte Blog-Eintragung, die ich für den 26. Oktober 2015 fand, beschäftigte sich mit dem Museum of London Docklands. Wie schon bei den Buslinien werden auch die Museumsbesuche im Blog akribisch dokumentiert und mit Fotos und Links versehen. Eine sehr interessante und lehrreiche Lektüre!!

Dieser Film zeigt Jo Hunt, Linda Smither und Mary Rees bei ihrer letzten Bus-Exkursion.

Die National Portrait Gallery, erste Station der Londoner "Museumssafari".   © Copyright Matt Harrop and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die National Portrait Gallery, erste Station der Londoner „Museumssafari“.
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Published in: on 30. Oktober 2015 at 02:00  Comments (2)  

The UK Roundabout Appreciation Society – Die Freunde des Kreisverkehrs

Ein Mini-Roundabout, der gleichzeitig als Parkplatz dient bei Gillingham (Kent).   © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein Mini-Roundabout bei Gillingham (Kent), der gleichzeitig als Parkplatz dient.
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Am liebsten würde ich hier in Deutschland auch eine Gesellschaft zur Förderung des Kreisverkehrs gründen, denn in unserem Land fristen Kreisverkehre im Vergleich zu Ländern wie Frankreich und England immer noch ein Schattendasein. Weg mit den grässlichen und hässlichen Ampelanlagen und her mit den viel umweltverträglicheren Kreisverkehren, die man optisch auch noch sehr schön gestalten kann. Vor einiger Zeit las ich in einer englischen Zeitung, dass ein Politiker meinte, dass 90% aller Ampelanlagen im Königreich überflüssig wären und durch Kreisverkehre ersetzt werden könnten. Und das in England!!

Die UK Roundabout Appreciation Society listet auf ihren Webseiten die Vorteile des „roundabouts“ bzw. „gyratories“ auf und tut das natürlich, wie sind ja in England, mit „tongue in cheek“. Mit den Worten „Un-like fascist, robotic traffic lights where we are told when to stop and go, the roundabout allows us to show one another our very own English driving decorum“ wird hier die Essenz dieser Verkehrsregelungsmaßnahme zusammengefasst. Ist das nicht eine wunderschöne Formulierung?

Es gibt die Mini-Roundabouts mit nur wenigen Metern Durchmesser, es gibt die ineinander verschachtelten Kreisverkehre wie den Magic Roundabout in Swindon (Wiltshire), es gibt große Gartenanlagen inmitten eines Kreisverkehrs. Für die Verzierung sind der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Kevin Beresford, Chef der UK Roundabout Appreciation Society, hat in diesem Jahr einmal die besten zwölf auf der ganzen Welt zusammengestellt und da ist der Sieger der Railway Roundabout in Hobart in Tasmanien geworden. Nur ein englischer Kreisverkehr ist unter den Top 12 zu finden: Der Duck Pond Roundabout in Otford (Oxfordshire), auf dem ein Ententeich angelegt ist und der daher auch „Duckingham Palace“ genannt wird:

Idylle mitten auf einem Kreisverkehr in Otford (Oxfordshire).   © Copyright Marathon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Idylle mitten auf einem Kreisverkehr in Otford (Oxfordshire).
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Ich habe hier einmal einige Bilder von besonders gelungenen bzw. ungewöhnlichen Roundabouts zusammengetragen:

Ein ehemaliges Rettungsboot bildet den Mittelpunkt dieses Kreisverkehrs in Hythe (Hampshire).   © Copyright Peter Trimming and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein ehemaliges Rettungsboot bildet den Mittelpunkt dieses Kreisverkehrs in Hythe (Hampshire).
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Eien kleine Parkanalge inklusive Telefonzelle auf dem Roundabout at Meadway bei Golders Green in London.   © Copyright Marathon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Eien kleine Parkanalage inklusive Telefonzelle auf dem Roundabout at Meadway bei Golders Green in London.
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Ein Kriegerdenkmal auf einem Roundabout in Alnmouth (Northumberland).   © Copyright Stephen Craven and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein Kriegerdenkmal auf einem Roundabout in Alnmouth (Northumberland).
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The Clock Roundabout in Hyde (Greater Manchester).   © Copyright Gerald England and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Clock Roundabout in Hyde (Greater Manchester).
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The Chicken Roundabout bei Ditchingham (Norfolk) über den ich in meinem Blog schon einmal berichtete.   © Copyright Ashley Dace and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Chicken Roundabout bei Ditchingham (Norfolk) über den ich in meinem Blog schon einmal berichtete.
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Kreisverkehr mit Friedhof: Der Portwood Roundabout in Stockport (Greater Manchester).   © Copyright Gerald England and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Kreisverkehr mit Friedhof: Der Portwood Roundabout bei Stockport (Greater Manchester).
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So wird man in New Brighton (Merseyside) begrüßt.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

So wird man in New Brighton (Merseyside) begrüßt.
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Published in: on 22. Oktober 2015 at 02:00  Comments (6)  
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The Ring of Red auf den Autobahnen M25 und M60 am Remembrance Day

Eine Mohnblume ("poppy"); Symbol des gedenkens an gefallene Soldaten.   © Copyright Richard Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Eine Mohnblume („poppy“); Symbol des Gedenkens an gefallene Soldaten.
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Am Remembrance Day, dem zweiten Sonntag im November, gedenkt man in ganz Großbritannien den in den beiden Weltkriegen und danach gefallenen Soldaten. An zahllosen Kriegerdenkmälern im Land kommen Menschen zusammen, legen Kränze aus Mohnblumen nieder und halten zwei Schweigeminuten um 11 Uhr ab. Die Mohnblume (poppy) ist das Symbol schlechthin für die Erinnerung an die Männer und Frauen, die für ihr Land gestorben sind. Man trägt sie am Revers als künstliche Ansteckblume und im vorigen Jahr wurden bei der Installation Blood Swept Lands and Seas of Red fast 900 000 Mohnblumen am Tower of London angebracht, für jeden gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs eine.

Eine ganz besondere Aktion haben sich britische Biker für den Remembrance Sunday ausgedacht. Wie schon im Vorjahr wollen sie auch jetzt am 8. November die weltgrößte „poppy“ bilden und zwar an zwei Stellen im Land. Einmal auf der M25, der London Orbital, der Ringautobahn, die 188 Kilometer um die Hauptstadt herumführt und einmal auf der M60, dem 58 Kilometer langen Autobahnring um Manchester. Die Idee für diese „The Ring of Red“ genannte Aktion hatte eine Motorradfahrerin namens Julia Stevenson aus Dartford in Kent. Die Biker werden in mohnblumenroter Kleidung auf den beiden Autobahnen einen Kreis bilden „the biggest poppy in the world„. Auf der London Orbital wird man im Uhrzeigersinn fahren, auf dem Manchester Ring Motorway gegen den Uhrzeigersinn.

Gestartet werden die beiden Rings of Red von der Organisation Ride of Respect, in der sich Biker zusammengefunden haben, die bei „Massenausritten“ Geld für wohltätige Zwecke sammeln, das Angehörigen gefallener Soldaten zugute kommt bzw. für in Auslandseinsätzen verwundete Armeeangehörige verwendet wird. Der diesjährige Ride of Respect ging im Mai nach Royal Wootton Bassett, einer Stadt in Wiltshire, die sich einen Namen gemacht hat, indem sie die in die Heimat zurückgebrachten, in Afghanistan und in Irak gefallenen Soldaten auf besondere Weise geehrt hat (ich berichtete in meinem Blog darüber).

Hier ist ein Film vom letztjährigen Ride of Respect auf der M25.

Die M25.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die M25 bei Denham.
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Die M60, kurz vor der Ausfahrt 5.   © Copyright Andy Farrington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die M60, kurz vor der Ausfahrt 5.
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Published in: on 18. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Tube Challenge

Chesham Tube Station; hier starteten Clive Burgess und Ronan McDonald bei ihrem Weltrekord am 19. Februar 2015.   © Copyright Peter and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Chesham Tube Station; hier starteten Clive Burgess und Ronan McDonald bei ihrem Weltrekord am 19. Februar 2015.
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Zu den Guinness World Records zählt ein Wettbewerb, bei dem man so schnell wie möglich sämtliche Stationen der Londoner U-Bahn besuchen muss: The Tube Challenge genannt. Ein neuer Rekord wurde in diesem Jahr mit 16 Stunden, 14 Minuten und 10 Sekunden aufgestellt, wodurch die bisher schnellste Zeit um etwa 6 Minuten unterboten wurde. Clive Burgess und Ronan McDonald sind die beiden Rekordinhaber, die in dieser Zeit alle 270 Stationen der U-Bahn aufgesucht haben.
Es ist nicht ganz leicht, die ideale Route auszusuchen; das Wochenende kommt dafür nicht in Frage, weil dann einige Stationen geschlossen sind und auch in der Woche sind nicht alle Bahnhöfe ständig geöffnet. Man muss auch nicht alle Stationen via U-Bahn erreichen, es ist erlaubt, zu Fuß oder per Bus die Distanzen zu überbrücken. Taxen, Autos und Fahrräder sind wiederum tabu.

Die beiden Rekordinhaber starteten ihre Tour weit außerhalb von London in Chesham auf der Metropolitan Line und beendeten ihre über 16 Stunden dauernde Mammutfahrt in Heathrow Terminal 5 auf der Piccadilly Line. Die Vorbereitungszeit für den Rekordversuch dauerte sechs Monate, wobei die Fahrpläne intensiv studiert und Testläufe unternommen wurden. Auch die Logistik der Unternehmung bezüglich Essen, Trinken und Toilettenbesuche muss genauestens im voraus geplant werden.

Erstmalig wurde die Tube Challenge am 13. Juni 1959 vorgenommen; damals lag die Zahl der aufzusuchenden Stationen bei 264.

Es gibt auch noch eine ganze Reihe von sogenannten „Alternative Tube Challenges„, die nicht ganz so anstrengend sind wie die „Grand Tour“, z.B.:

Bei der Royal Challenge müssen alle 18 Bahnhöfe aufgesucht werden, die das Wort „Royal“ im Namen führen bzw. die nach Königen, Königinnen und Prinzen benannt sind (dazu gehören neben der U-Bahn auch die Overground-Stationen und die der Docklands Light Railway. Rekord: 4 Stunden, 49 Minuten, 41 Sekunden.

Wer an der Points of the Compass Challenge teilnehmen möchte, muss zu allen U-Bahnhöfen fahren, in deren Namen die Wörter North, South, West und East erscheinen. Rekord: 6 Stunden, 52 Minuten, 48 Sekunden.

Bei der Alphabet Challenge gilt es, jeweils einen Bahnhof mit jedem Buchstaben des Alphabets aufzusuchen. Es geht also beim Buchstaben „A“ los und endet mit „W“, da es keine Stationen mit den Buchstaben X, Y und Z gibt. Rekord: 4 Stunden, 51 Minuten, 59 Sekunden.

Hier ist ein Film über eine Tube Challenge aus dem Jahr 2011.

Heathrow Terminal 5; Endpunkt des Weltrekordversuchs.   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Heathrow Terminal 5; Endpunkt des Weltrekordversuchs.
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Published in: on 14. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Höchstgeschwindigkeiten auf englischen Straßen im Laufe der Zeit – Ein Überblick

This work is released into the public domain.

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Ich bin im Laufe der Jahre zig-Tausend Meilen auf englischen Straßen unterwegs gewesen und empfinde den Fahrstil der meisten Engländer überwiegend als wohltuend. Sobald man aber auf die Autobahnen kommt, scheint sich das zu ändern, denn dann treten viele so richtig auf das Gaspedal, obwohl überall Tempo 70 mph gilt, was etwa 112 Stundenkilometern entspricht. Wenn man sich so auf 75 bis 80 mph eingependelt hat, wird man von sehr vielen Autofahrern überholt.

Dabei ging es einmal gaaaanz langsam los. 2 mph war die absolute Höchstgeschwindigkeit Ende des 19. Jahrhunderts in geschlossenen Ortschaften. Doch damit nicht genug, denn 50 Meter vor dem Fahrzeug musste ein Mann mit einer roten Fahne bzw. einer Laterne vorweggehen, um die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen. Sobald das Auto die Ortschaft verlassen hatte, durfte der Fahrer die Geschwindigkeit auf 4 mph verdoppeln. Ich schrieb in meinem Blog schon einmal über den ersten Engländer, Walter Arnold, der die erste Verwarnung wegen zu schnellen Fahrens erhielt. In Paddock Wood in Kent fuhr er am 27. Januar 1896 statt der vorgeschriebenen 2 mph sagenhafte 8 mph! Das ging natürlich gar nicht und so wurde Mr. Arnold von einem Polizisten auf dem Fahrrad eingeholt, gestoppt und mit einer Strafe von einem Shilling versehen.

Diese Kriecherei wurde offenbar allen zu bunt, und so ließ der Locomotives on Highways Act 1896 eine Geschwindigkeit von immerhin 14 mph zu, was durch den Motor Car Act einige Jahre später noch auf 20 mph angehoben wurde. Das galt bis zum Jahr 1930, als der Road Traffic Act die Geschwindigkeitsbeschränkung für PKWs komplett aufhob, da sich sowieso kein Mensch mehr daran hielt.

Der Road Traffic Act von 1934, erlassen von dem damaligen Verkehrsminister Leslie Hore-Belisha (nach dem die Belisha Beacons benannt worden sind), setzte die Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften auf 30 mph herunter, was noch heute gilt.

1965 schließlich wurde die maximale Geschwindigkeit auf Autobahnen und mehrspurigen Schnellstraßen, den Dual Carriageways, auf 70 mph festgesetzt. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen dort nur 60 mph fahren, aber das wird von vielen Fahrern wohl eher als Vorschlag angesehen.

Überwacht wird die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung durch die orange-gelben Gatso-Kameras, die vorher durch Warnschilder angekündigt werden.

Warnhinweis auf Geschwindigkeitsüberwachung. This work is relwased into the public domain.

Warnhinweis auf Geschwindigkeitsüberwachung.
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Eine Gatso-Kamera. Author: Andrew Dunn. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

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Published in: on 6. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Die Autobahn M4 – Einige Anmerkungen

Die M4 bei Hungerford.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Wenn ich in England unterwegs bin, versuche ich die (gut ausgebauten!) Autobahnen möglichst zu vermeiden, da sie doch ziemlich langweilig sind. Man fährt an vielen reizvollen Landschaften und Städten vorbei, ohne davon etwas mitzubekommen. Besser sind da die manchmal parallel verlaufenden A-Straßen wie z.B. die A 25, die südlich der M25 in Kent und Surrey entlang führt und die A4, die früher die Hauptlast des Verkehrs trug, bevor die M4 gebaut wurde, die  London mit Süd-Wales verbindet. Nach der Fertigstellung der Autobahn nahm der Verkehr auf der A4 natürlich deutlich ab, zur Freude der Anwohner in den Städten Maidenhead, Reading, Newbury und Hungerford, aber zum Leid der dortigen Geschäftsleute.

Die Pläne für den Bau der M4 entstanden bereits in den 1950er Jahren, die Arbeiten daran zogen sich die ganzen 1960er Jahre hin, bis schließlich das letzte Teilstück zwischen Maidenhead und Swindon am 22. Dezember 1971 eröffnet und für den Verkehr frei gegeben wurde. Der Bischof von Oxford segnete in einer Zeremonie die Straße, von der Politik war Michael Heseltine anwesend, damals Staatssekretär im Verkehrsministerium. Eigentlich sollte Mr. Heseltine die frisch eröffnete Strecke mit seinem Dienst-Jaguar zurücklegen, aber das Auto sprang nicht an und so musste er zwangsweise auf einen Bus umsteigen, der die Gäste der Zeremonie beförderte.

Ein Problem bestand in der ersten Zeit: Es gab keine Rast- und Tankanlagen an der M4, was dazu führte, dass so mancher Autofahrer mit leerem Tank liegenblieb. Heute gibt es eine Fülle von „service stations“, die von den Firmen Moto, Welcome Break und Roadchef unterhalten werden.

Das Segnen der Autobahn durch den Bischof aus Oxford hat leider schwere Unfälle nicht vermeiden können, die sich seit Bestehen der Strecke ereignet haben:

– Bei Maidenhead starben im Juni 1986 13 Menschen, als ein Transporter, in dem Rock-Fans saßen, die vom Glastonbury Festival nach Hause fuhren, in den Gegenverkehr schleuderte und dort mit drei Fahrzeugen kollidierte.

– Am 13. März 1991 kam es bei Hungerford in dichtem Nebel zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen und bei dem 51 Fahrzeuge ineinanderfuhren.

– Vier Jahre später, am 23. Mai 1995, verunglückte ein Bus in der Nähe der Severn Bridge, in dem Kriegsveteranen der Royal British Legion saßen; auch hierbei verloren zehn Menschen das Leben.

– Der berühmte Schlagzeuger Cozy Powell starb am 5. April 1998 auf der Autobahn in der Nähe von Bristol, als er bei schlechten Sichtverhältnissen, überhöhter Geschwindigkeit, Alkohol im Blut und telefonierend die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

– Ähnliches wiederfuhr am 21. Juli 2002 einem anderen Mann aus der Musikbranche, Gus Dudgeon, der maßgeblich an der Karriere von Elton John beteiligt war. Auch er war betrunken und viel zu schnell auf der M4 zwischen Reading und Maidenhead unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und sich mit seinem Jaguar überschlug. Dudgeon und seine Ehefrau Sheila waren sofort tot.

Warnung vor Nebel auf der M4 in South Gloucestershire.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Warnung vor Nebel auf der M4 in South Gloucestershire.
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Published in: on 10. April 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Die Linienbusse von Brighton and Hove, die an namhafte Persönlichkeiten der Region erinnern

Dieser Bus erinnert an einen früheren Bürgermeister von Brighton. Author: Les Chatfield. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Dieser Bus erinnert an einen früheren Bürgermeister von Brighton.
Author: Les Chatfield.
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Bis zum Jahr 1999 fuhren die Brighton & Hove-Linienbusse namenlos durch die beiden Städte an der englischen Südküste, bis sich die Betreiberfirma fragte, ob man den Fahrzeugen nicht Namen geben sollte und zwar Namen von Menschen, die in irgendeiner Form mit Brighton und Hove verbunden waren oder noch sind und sich um die Städte verdient gemacht haben. Man begann allerdings erst mit nicht-menschlichen Namen wie Brighton Rock oder Brighton Pier, bis dann aus der Bevölkerung Vorschläge kamen, die man umsetzte und heute tragen Dutzende der Busse Namen von bekannten lokalen Persönlichkeiten. Hier haben ich einmal einige Beispiele zusammengestellt:

– Der Bus mit der Nummer 618 heißt Danny Sheldon, in Erinnerung an einen Mann, der 1974 zum Bürgermeister von Brighton gewählt wurde und der sich immer mit Herz und Seele für seine Stadt eingesetzt hatte (er starb 1982).

Pete McCarthy ist der Name von Bus Nummer 913. Das ist ein Schriftsteller, der mit seine Büchern „McCarthy’s Bar“ (dt. „McCarthys Bar“) im Jahr 1998 und „The Road to McCarthy“ (wurde nicht ins Deutsche übersetzt) im Jahr 2002 Bestseller schrieb. McCarthy lebte in Brighton und starb auch dort 2004 im Alter von nur 51 Jahren.

– Auch der Name der Drag Queen Phil Starr fand sich einige Jahre lang an einem Bus mit der Nummer 401, dann wurde er in Nummer 919 umgetauft und trägt jetzt als Open Top-Bus den Namen nicht mehr. Phil Starr trat im ganzen Land als Sänger und Comedian auf, verbrachte aber viele Jahre in Brightons Bars und Hotels. Er starb 2005 im Alter von 72 Jahren.

– Bus 655 erinnert an die Schauspielerin Elizabeth Allan ( „A Tale of Two Cities“), die über 30 Jahre lang im Filmgeschäft tätig war und die letzten Jahre ihres Lebens (sie starb 1990) in Hove verbrachte.

Weitere Busnamen, die an verstorbene Persönlichkeiten der Region erinnern: Sir Charles Barry, der Architekt, der  einige Gebäude in Brighton entwarf; Aubrey Beardsley, der Illustrator und Graphiker, der in Brighton geboren wurde, und Dame Clara Butt, die berühmte Sängerin, die in Southwick, einem Vorort von Brighton and Hove, das Licht der Welt erblickte.

Ich finde diese Idee, Fahrzeugen einen Namen zu geben (wie es das Transportunternehmen Eddie Stobart mit seinen Trucks macht) gut. Es klingt doch irgendwie persönlicher, wenn man sagt, „Ich fahre mit Clara Butt zum Churchill Square“ als „Ich fahre mit der Linie 12 zum Churchill Square“.

Das Buch zum Artikel:
Mike Cheesman & Adam Trimingham: Brighton & Hove Bus Names. Pomegranate Press 2004. 144 Seiten. ISBN 978-0954258788. Vergriffen, aber über Online-Antiquariate zu bekommen.

 

Dieser Bus ist nache dem Schriftsteller Pete McCarthy benannt. This work is released into the public domain.

Dieser Bus ist nach dem Schriftsteller Pete McCarthy benannt.
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Hier stehen Phil Starr und Elizabeth Allan friedlich nebeneinander. Author: Les Chatfield. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Hier stehen Phil Starr und Elizabeth Allan friedlich nebeneinander.
Author: Les Chatfield.
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Published in: on 24. März 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Potts Line – Die Eisenbahnlinie in Shropshire, die niemand haben wollte

Die Gazelle, oder The Coffee Pot, wie sie einst auf der Potts Line eingesetzt wurde. Photo: Ian Britton of FreeFoto.com. This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 License.

Die Gazelle, oder The Coffee Pot, wie sie einst auf der Potts Line eingesetzt wurde.
Photo: Ian Britton of FreeFoto.com.
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1866 wurde in der Grafschaft Shropshire eine Eisenbahnlinie eröffnet, die von Shrewsbury nach Llanymynech in Wales führte. Da die Züge in Shrewsbury nicht vom Hauptbahnhof abfahren durften, baute man gegenüber der Abteikirche einen neuen Bahnhof, was schon einmal kein guter Start war. Die Potteries, Shrewsbury and North Wales Railway, kurz The Potts Line genannt, fuhr die 28 Kilometer lange Strecke durch eine dünnbesiedelte Landschaft, und die Haltestellen waren mitten im Niemandsland. Bei der Eröffnung der Linie kamen eine ganze Menge Neugierige, um die Strecke nach Wales einmal auszuprobieren, das war es dann aber auch schon; das Interesse ließ rapide nach und die Züge fuhren meist leer zwischen Shrewsbury und Llanymynech hin und her. An ein Problem hatte man beim Bau der Linie ganz offensichtlich nicht gedacht: Der River Severn, der von der Bahn auf einem Viadukt überquert wurde, war bekannt dafür, dass er gern einmal über seine Ufer trat und die Umgebung überflutete.

Doch nicht nur der Personenverkehr auf der Potts Line funktionierte nicht, auch der geplante Güterverkehr zwischen den beiden Stationen kam nicht in die Gänge. So war es kein Wunder, dass die Betreiber der Linie schon zum Ende des Jahres 1866 große finanzielle Problem bekamen und den Verkehr einstellen mussten.

Zwei Jahre später versuchte man es erneut mit einem abgespeckten Service, baute eine Nebenlinie von Kinnerley nach Criggion, um von dort aus Material aus einem Steinbruch  abzutransportieren, reduzierte die Strecke auf ein Gleis, aber es brachte alles nichts. Die Betreiber gingen 1877 in Konkurs.

1890 versuchte es Shropshire Railways erneut, ersetzte die maroden Gleise der alten Linie durch neue und übernahm sich finanziell, so dass kurz nach Eröffnung der Strecke auch diese Gesellschaft Insolvenz anmelden musste. Die Anlagen auf der Strecke verkamen im Laufe der Zeit, die Holzbrücke über den Severn stürzte ein. War das das Ende der Potts Line?

Nein, es ging tatsächlich weiter mit dieser Eisenbahnlinie, mit der keiner fahren wollte. Colonel Holman Fred Stephens, ein Eisenbahnfanatiker, der 16 Linien im Land betrieb, übernahm auch diese unter keinem glücklichen Stern stehende Strecke und gründete die Shropshire and Montgomeryshire Light Railway, die im April 1911 den Betrieb wieder aufnahm. Der Colonel setzte alle möglichen und unmöglichen Lokomotiven und Waggons ein, die er alle aus zweiter Hand erwarb. Besonders kurios war eine Lok namens Gazelle, die allerdings gar nichts gazellenhaftes an sich hatte und auf Grund ihrer Form spöttisch The Coffe Pot genannt wurde. Die Wagen, in denen die wenigen Passagiere Platz nehmen mussten, waren alles andere als bequem; einige waren gar nicht für den Einsatz auf einer Eisenbahnlinie gedacht. So schleppte sich die Potts Line mehr schlecht als recht über die Jahre bis der Betrieb 1933 wieder einmal eingestellt wurde.

Nachdem der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, interessierte sich plötzlich das War Department in London für die vergammelte Eisenbahnlinie im fernen Shropshire und nutzte sie, um bei Kinnerley riesige getarnte Munitionslager anzulegen. Jetzt wurde Geld in die Unterhaltung der Potts Line gesteckt, auf der plötzlich richtiger Verkehr herrschte. Aber auch das Militär musste sich mit den ständigen Überschwemmungen des Severn herumschlagen, die den Betrieb der Linie immer wieder gefährdeten. 1959 brauchten die Militärs die Strecke nicht mehr, da die Munitionslager alle geschlossen worden waren. British Railways übernahm lustlos die Potts Line, die Ende Februar 1960 endgültig geschlossen wurde und der wohl kaum jemand eine Träne nachweinte.

Die Brücke über den Severn, die der Potts Line immer wieder Probleme bescherte.    © Copyright Penny Mayes and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brücke über den Severn, die der Potts Line immer wieder Probleme bescherte.
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Die ehemaligen Munitionslager bei Kinnerley.    © Copyright Richard Webb and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die ehemaligen Munitionslager bei Kinnerley.
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Published in: on 11. Januar 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Letchworth Garden City (Hertfordshire) und der erste Kreisverkehr in Großbritannien

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Ebenezer Howard hatte um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert die Idee, in England Gartenstädte zu bauen, in denen die Menschen im Einklang mit der Natur leben sollten, im Gegensatz zu den industriell geprägten Städten. 1899 gründete er die Garden Cities Association, die sich als Ort für den Bau der ersten Anlage eine Region rund 55 Kilometer nördlich von London in Hertfordshire aussuchte, dort, wo reichlich Platz vorhanden war. Letchworth Garden City taufte man die Stadt, die von den beiden Architekten Barry Parker und Raymond Unwin gebaut wurde. 1903 wurde diese erste Gartenstadt des Landes gegründet.

In Letchworth findet man auch die Mutter aller britischen Kreisverkehre, den Sollershot Circus, der um 1909 herum in der neuen Stadt angelegt wurde. Dort, wo die Straßen Sollershot, Broadway und Spring Road zusammentreffen, im südwestlichen Teil der Stadt, kann man den Kreisel noch heute befahren, und ein braunes Schild mit der Aufschrift „UK’s First Roundabout – Built ca 1909“ weist auf diese verkehrshistorische Stätte hin, die man damals „gyratory traffic flow system“ nannte. Bei der Anlage soll der Pariser Place d’Etoile Pate gestanden haben, so äußerte sich Raymond Umwin seinerzeit. Die Letchworth-Kreisverkehr-Variante ist allerdings wesentlich einfacher zu durchfahren als der große Pariser Bruder. Obwohl: Damals fremdelten die autofahrenden Bewohner Letchworths mit dem Kreisel und nicht wenige wollten ihn entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn befahren, was aber nicht im Sinne der beiden Architekten Parker und Unwin lag. Viele Jahre später brachte man noch ein Hinweisschild am Sollershot Circus mit der Aufschrift „Keep Left“ an. Mittlerweile soll es hier aber ganz gut klappen!

Vor zwei Jahren war der unscheinbare Roundabout kurzzeitig Gesprächsthema in Letchworth Garden City, als ein Filmproduktionsteam ihn für eine Stuntszene nutzen wollte. Die Action-Komödie „The World’s End“ (dt. „The World’s End“; den Deutschen fiel nichts Besseres ein) wurde in der Stadt gedreht und für die kurze Szene befreite man die Verkehrsinsel von der Bepflanzung, die anschließend für £2,500 auf Kosten der Produktionsfirma wieder erneuert wurde.

Die andere Gartenstadt, die 1920 gegründet wurde, war Welwyn Garden City, ebenfalls in Hertfordshire, aber weiter südlich gelegen.

Über meine Vorliebe für Kreisverkehre habe ich in meinem Blog schon mehrfach geschrieben wie z.B. hier über die „scariest roundabouts“.

Der Sollershot Circus in Letchworth Garen City.    © Copyright Keith Evans and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Sollershot Circus in Letchworth Garden City.
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Published in: on 30. Dezember 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Margaret Calvert, Jock Kinneir, die Kuh Patience und der Mann mit dem Regenschirm

Die Kuh Patience. Attribution: Traffic signs are Crown copyright. This file is licensed under the Open Government Licence v1.0

Die Kuh Patience.
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Noch Ende der 1950er Jahre herrschte in Großbritannien ein ziemliches Durcheinander, was die Straßenbeschilderungen, Entfernungstafeln und Verkehrsschilder anbelangt. Es gab keine einheitlichen Regeln dafür, und da der Autoverkehr ständig zunahm, wurde es höchste Zeit, einmal klare Linie zu schaffen. So wurde 1957 der Graphiker Jock Kinneir beauftragt, für die neuentstehenden Autobahnen übersichtliche Schilder zu entwerfen. Kinneir nahm sich als Assistentin (und spätere Partnerin) die in Südafrika geborene Margaret Calvert, die am Chelsea College of Art studiert hatte. Die beiden setzten sich zusammen und entwarfen ein komplett neues Beschilderungssystem, das sie an Großbritanniens erster Autobahn, dem Preston By-pass in Lancashire testeten, der später Teil der M6 werden sollte. Die großen übersichtlichen Autobahnschilder fanden allgemeinen Beifall, woraufhin die beiden Graphiker 1963 den Auftrag bekamen, das gesamte britische Straßensystem mit neuen Schildern zu versehen. Kinneir und Calvert begaben sich mit Feuereifer an die neue Herausforderung und schufen komplett neue Verkehrsschilder bzw wandelten alte in neue um. Sie entschieden sich für ein leicht verständliches Piktogramm-System, wobei sie sich von Schildern aus anderen euopäischen Ländern beeinflussen ließen.

Für die Autobahnen wählten sie die Farbe Blau als Hintergrund mit weißer Beschriftung, für alle anderen Straßen galt Grün als Hintergrundfarbe, ebenfalls mit weißer Beschriftung. Die braun-weißen Hinweisschilder auf touristische Sehenswürdigkeiten kamen erst in den 1980er Jahren dazu. Kontrovers diskutiert wurde damals, ob die Städtenamen auf den Hinweistafeln in Großbuchstaben oder in Groß-Kleinschreibung geschrieben werden sollten. Kinneir setzte sich durch, der die Groß-Klein-Version favorisierte, die seiner Meinung nach besser von den Autofahrern aufzunehmen ist.

Margaret Calvert griff bei der Gestaltung der Piktogramme für Verkehrsschilder hin und wieder auf „Persönliches“ zurück. So diente eine Kuh namens Patience, die auf der Farm von Margarets Verwandten in Warwickshire lebte, als Muster für das Schild „Vorsicht Farmtiere“. Das vor Schulen aufgestellte Warnschild mit den zwei Kindern basiert auf einem Kinderfoto von Margaret Calvert, die ihren kleinen Bruder hinter sich herzieht. Bis heute mokiert man sich über das Verkehrsschild, das auf Bauarbeiten hinweist: Es sieht eher so aus, als ob sich ein Mann damit abmüht, einen Regenschirm aufzuspannen als ein Bauarbeiter mit Schaufel und Erdhügel.

Das Schilderwerk von Jock Kinneir und Margaret Calvert ist bis auf kleine Abwandlungen noch heute in Großbritannien gültig und ist klar und übersichtlich (wenn die Schilder nicht gerade von Bäumen und Büschen zugewachsen sind, aber dafür können die beiden Graphiker natürlich nichts).

Dieser Film zeigt Margaret Calvert in einem Interview.

Der Baustellen- bzw. Regenschirm-Mann. Attribution: Traffic signs are Crown copyright. This file is licensed under the Open Government Licence v1.0

Der Baustellen- bzw. Regenschirm-Mann.
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Published in: on 22. Oktober 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Der Clayton Tunnel in West Sussex – Eine Burg bewacht seinen Nordeingang

Der Tunneleingang bei Clayton in West Sussex.    © Copyright Oast House Archive and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Tunneleingang bei Clayton in West Sussex.
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Außer dem Zugführer bekommt von den Reisenden in Richtung Brighton in West Sussex wohl kaum jemand mit, dass der Eingang zum Clayton Tunnel von einer Burg bewacht wird, gekrönt von zwei Türmen mit Schießscharten. Warum dieses Gebäude 1841 gerade hier errichtet wurde, weiß niemand mehr so genau zu sagen. Der Architekt war David Mocatta, der damals auch den Auftrag erhielt, Bahnhöfe auf der Strecke Brighton-London zu errichten. Zwischen die Türme wurde acht Jahre später noch ein Cottage gesetzt, in dem Bahnbedienstete wohnten. 6000 Menschen arbeiteten drei Jahre lang, um diesen 2065 Meter langen Tunnel durch den Clayton Hill zu treiben.

Es gibt die Möglichkeit, einmal einen Blick in dieses außergewöhnliche Burgportal zu werfen, denn für interessierte Gruppen werden Rundgänge nach vorheriger Absprache angeboten.

Am 25. August 1861 ereignete sich im Tunnel einer der katastrophalsten Eisenbahnunfälle, bei dem 23 Menschen getötet und um die 176 schwer verletzt wurden. Damals steckten die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Bahnhofsvorstehern und den Streckenwärtern noch in den Kinderschuhen. Simple Telegrafen, Alarmglocken und Flaggensignale waren Standard und so passierte es an diesem Unglückstag, dass der Bahnhofsvorsteher von Brighton einen Zug zu früh auf die Strecke nach London schickte und dass es zwischen den Streckenwärtern am Süd- und am Nordende des Tunnels zu einem Missverständnis kam. So prallte einer der drei Züge, die nur wenige Minuten hintereinander auf den Gleisen unterwegs waren, auf einen Zug, der gestoppt worden war und sich langsam wieder rückwärts aus dem Tunnel herausbewegen wollte. Die anschließende Untersuchung ergab, dass die Schuld für das Unglück beim Bahnhofsvorsteher in Brighton lag, der die die erforderlichen Abstände für die Fahrtfreigabe nicht eingehalten hatte. Gleichzeitig wurden die langen, oft 24 Stunden dauernden Arbeitszeiten der Streckenwärter bemängelt, deren Konzentration im Laufe des Tages nachließ.

Charles Dickens nahm dieses Eisenbahnunglück im Tunnel von Clayton zum Anlass, 1866 die Gruselgeschichte „The Signal-Man“ (dt. „Der Bahnwärter“) zu schreiben, in der es um unheimliche Geschehnisse an einem Tunneleingang geht. Ich habe mir noch einmal, bevor ich diesen Blogeintrag schrieb, die Verfilmung der Kurzgeschichte angesehen, die die BBC 1976 zu Weihnachten ausstrahlte, großartig gespielt von Delholm Elliott als Streckenwärter und Bernard Lloyd als „The Traveller“, dem der Bahnbedienstete seine unheimliche Geschichte am Kaminfeuer erzählt. Gedreht wurde nicht am Clayton Tunnel, sondern in Shropshire und Worcestershire. Hier ist der erste Teil des Films.

Zu sehen ist der burgbewehrte Tunneleingang von der Brücke aus, die die A273 über die Eisenbahnlinie nördlich des Dörfchens Clayton führt, die Brighton Road, an der ein kleines Stück entfernt, der Jack and Jill Pub liegt.

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Published in: on 11. Oktober 2014 at 02:00  Comments (2)  
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Drei Dinge, die mich in England am meisten nerven

Ich bin gerade wieder von einer Reise durch England zurückgekommen und wieder hat mich das Land zum x-ten Mal begeistert. Aber bei aller Liebe gibt es auch einige Dinge, die mir nicht gefallen, ja, die mich besonders nerven. Hier sind meine persönlichen Top 3:

Top 1: Zugewachsene Straßenschilder

In ganz England scheint es niemanden zu geben, der dafür zuständig ist, zugewachsene Straßenschilder freizuschneiden. Auch dieses Mal habe ich es unzählige Male wieder erlebt, dass Hinweisschilder, z.B. vor einem Kreisverkehr, so von Bäumen und ihrem Laubwerk verdeckt waren, dass ich die Ausfahrten nicht erkennen konnte und prompt die falsche genommen habe. Also: umdrehen und wieder zurückfahren, was in England oft gar nicht so leicht ist, es sei denn der nächste Kreisverkehr ist nicht weit. Häufig sind die Straßen dafür zu schmal oder es kommt kein Weg, in den man zum Umdrehen einbiegen kann, und wenn man einen Weg gefunden hat, kommt unter Garantie ein Auto hinter einem her, das unbedingt auch dort einbiegen will und das Wenden erschwert. Hätte man einen freien Blick auf die Hinweisschilder wäre das alles gar nicht nötig.  Im Winter, wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist, dürfte sich das Problem bis zum nächsten Frühjahr erledigt haben.

Ein noch sehr moderates Beispiel für ein zugewachsenes Straßenschild. Eigenes Foto.

Ein noch sehr moderates Beispiel für ein zugewachsenes Straßenschild.
Eigenes Foto.

Top 2: Die unzähligen Gullydeckel auf den Straßen

Der Zustand der A- und B-Roads ist überwiegend sehr schlecht. Der Staat hat offensichtlich kein Geld, Straßen neu zu asphaltieren bzw. gibt es lieber für andere Dinge aus. So muss der Autofahrer in England über notdürftig geflickte Straßen fahren, die meist auch noch eine sehr raue Oberfläche haben. Die Seitenkanten sind oft ausgerissen und scharf, was den Reifen nicht gerade gut tut. Am nervigsten empfinde ich aber imer wieder die Gullydeckel, die auf Britanniens Straßen millionenfach zu finden sind. Sie sind nicht schön plan in den Asphalt eingelassen, sondern stehen etwas hoch oder sind mittlerweile durch den Verkehr in den Fahrbahnboden eingesunken. Die Folge: Wenn man nicht permanent Slalom fahren will, ist das Fahren auf den A- und B-Straßen ein einziges Gerumpele. Die Hersteller von Stoßdämpfern müssen sich in England eine goldene Nase verdienen.

Des Autofahreres Freud: Gullydeckel zuhauf. Hier ein Beispiel aus Westerham in Kent. Eigenes Foto.

Des Autofahrers Freud: Gullydeckel zuhauf. Hier ein Beispiel aus Westerham in Kent.
Eigenes Foto.

Top 3: Die Wasserhähne in den Hotelbadezimmern

Selbst in 4*- und 5*-Hotels sind sie noch weit verbreitet, die getrennten Wasserhähne für Warm- und Kaltwasser in den Waschbecken der Badezimmer. Die Errungenschaft der Mischbatterien ist noch nicht so richtig auf der Insel angekommen. Da ich gern in alten Country House Hotels übernachte, findet man es dort vielleicht nostalgisch, diese Badezimmerarmaturen nach wie vor einzubauen. Aus dem einen Wasserhahn kommt immer kochend heißes Wasser, der andere bietet kaltes Wasser, beides muss man dann auf geschickte Weise irgendwie miteinander verbinden. Überhaupt sind Sanitärinstallationen nicht das, wofür die Engländer berühmt geworden sind. Wie oft habe ich schlecht funktionierende Toilettenspülungen erlebt. Gerade letzte Woche erst habe ich mir in einem 4*/5*-Hotel ein anderes Zimmer geben lassen, weil die Spülung nur hin und wieder (vielleicht nach jedem 10. Versuch) korrekt arbeitete. Da ist im britischen Hotelwesen noch einiges verbesserungswürdig.

Auch in unserer Suite im Langshott Manor Hotel in Horley (Surrey) blieben wir nicht vor diesen alten Wasserhähnen verschont. Eigenes Foto.

Auch in unserer Suite im Langshott Manor Hotel in Horley (Surrey) blieben wir nicht vor diesen Wasserhähnen verschont.
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Published in: on 30. September 2014 at 02:00  Comments (10)  

Die Lorry Watch auf der Bradford-on-Avon Bridge in Wiltshire

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Als ich über die Avon-Brücke in Bradford-on-Avon (Wiltshire) fuhr, herrschte darauf ziemlich starker Verkehr; manchmal stauen sich die Autos durch den direkt dahinterliegenden Kreisverkehr auf, auf jeden Fall muss die uralte steinerne Brücke so einiges aushalten. Teile der Town Bridge stammen noch aus dem 13. Jahrhundert; das kleine Häuschen auf der Brücke war einmal eine dem St Nicholas geweihte Mini-Kapelle, die man dann später als temporäres Gefängnis verwendete, in dem die örtlichen Trunkenbolde und Chaoten kurzfristig eingelocht wurden. Heute steckt man diese Leute lieber gleich in ein richtiges Gefängnis, so dass das kleine Steingebäude vor sich hin vegetiert.

Die Brücke ist relativ schmal und nur für Fahrzeuge bis 18 Tonnen zugelassen; da sie aber weit und breit die einzige Überquerung des River Avon darstellt (sie ist Teil der A363) fahren doch immer wieder LKWs mit einem höheren Gewicht über die alte ächzende Steinbrücke, was natürlich zu verheerenden Folgen führen kann. Trucker, die das Schild mit der Gewichtsbegrenzung erst im letzten Augenblick sehen, versuchen, in dem Mini-Kreisverkehr umzudrehen, was bei den langen Lastzügen alles andere als einfach ist und so mancher hat sich da schon festgefahren. Andere Trucker fahren einfach weiter und beachten das Verbotsschild nicht, was die Bürger von Bradford-on-Avon auf den Plan gerufen hat. Sie haben eine sogenannte „Lorry Watch“ ins Leben gerufen, das heißt, von 7 Uhr bis 18 Uhr wird die Brücke von „spottern“ überwacht, die die Autonummern der LKWs aufschreiben, die das Verbotsschild missachten. Diese werden weitergeleitet an den Wiltshire Council, der die Speditionen anschreibt und sie darauf hinweist, dass bei einem zweiten Vergehen Strafgelder bis zu £1000 fällig werden. Schwieriger wird es da bei ausländischen Lastzügen, deren Eigentümer zwar auch angeschrieben werden, was aber die Geldeintreibung angeht, gäbe es da schon Probleme, aber bis jetzt ist noch kein ausländischer Fahrer ein zweites Mal ertappt worden.

In englischen Truckerkreisen hat sich die Lorry Watch natürlich schon herumgesprochen; wer aber meint, die Brücke außerhalb der normalen Überwachungszeiten problemlos passieren zu können, hat sich möglicherweise geirrt, denn einige der „Hardcore spotter“ scheuen auch nicht davor zurück, sich nachts auf die Lauer zu legen. 30 Freiwillige schieben ein oder zwei Stunden pro Tag ihren Dienst auf der Brücke und haben bereits über 1000 Laster gemeldet (ja, die Brücke steht immer noch!). Relativ wenige Fahrer sind zweimal aufgefallen, aber trotzdem sind bis jetzt schon 68 Verfahren durchgeführt und die LKW-Eigentümer zu Geldstrafen verurteilt worden. Lorry Watch listet diese Firmen und die Höhe der Strafe im Internet auf und da kommen manchmal ganz schön hohe Summen zusammen. Sogar Fahrer von Englands „Vorzeige-Spedition“ Eddie Stobart hat man schon beim Überqueren der Town Bridge von Bradford-on-Avon erwischt.

Hier ist ein kleiner Film über den Verkehr auf der Town Bridge.

Möge die alte Brücke dem Verkehr noch lange standhalten.    © Copyright Chris Talbot and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Das ehemalige Mini-Gefängnis auf der Brücke.    © Copyright Jaggery and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 29. September 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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