Die „Up Series“ – Ein Langzeit-TV-Projekt des Senders ITV

7 Up ist ein Erfrischungsgetränk amerikanischer Provenienz. Seven Up hieß auch die erste Folge einer Dokumentation des britischen Fernsehens, die am 5. Mai 1964 erstmals gesendet wurde. Darin wurden damals vierzehn siebenjährige Jungen und Mädchen aus allen Gesellschaftsschichten vorgestellt, interviewt, nach ihren Berufswünschen gefragt. Da war beispielsweise Tony aus dem Londoner East End, der unbedingt Jockey werden wollte, oder Nick, der eine Zwergschule in den Yorkshire Dales besuchte, oder die drei Mädchen Jackie, Sue und Lynn, die dieselbe Grundschule in London besuchten.

Das war der Start eines Langzeitprojektes des englischen Regisseurs und Produzenten Michael Apted (der im vergangenen Jahr im Alter von 79 Jahren verstorben ist), das sich bis heute hinzieht und das zeigen soll, was aus den Kindern und ihren Wünschen und Vorstellungen geworden ist. Aus Seven Up wurde 1970 Seven plus Seven, 1977 21 Up, 1984 28 Up und so weiter. In Abständen von sieben Jahren wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder gefragt, wie sich ihr Leben entwickelt hat und wie zufrieden sie mit den vergangenen sieben Jahren waren. Die bisher letzte Folge, 63 Up, zeigte der Sender ITV im Juni 2019, an der noch elf der einstmals vierzehn teilnahmen; Lynn war inzwischen verstorben, Charles war nach 21 Up ausgestiegen und auch Suzy war in der letzten Folge bei 63 Up nicht mehr dabei.

Ich finde dieses Projekt sehr interessant, zum Beispiel zu sehen wie aus dem kleinen Nick aus der Zwergschule ein angesehener Nuklearphysiker in den USA geworden ist oder wie sich die Jockey-Träume des Tony zerschlagen haben, er stattdessen Taxifahrer wurde, sein Glück in Spanien versuchte und dann doch wieder nach England zurückkam.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der TV-Serie und hier ein Teil der Folge 63 Up.

Published in: on 15. Juni 2022 at 02:00  Comments (1)  

„Whistle and I’ll Come to You“ – Eine Gespenstergeschichte von M.R. James (1862-1936) und ihre Verfilmungen

Die Küste von Suffolk, wo die Gespenstergeschichte von M.R. James angesiedelt ist.
Photo © Glen Denny (cc-by-sa/2.0)

Montague Rhodes James wurde 1862 in Goodnestone in der Nähe von Dover geboren und starb 1936 in Eton. Bekannt ist er bis heute als Verfasser von klassischen Gespenstergeschichten. Dabei wird das Böse eher angedeutet und der Vorstellung des Lesers überlassen, wogegen die Charaktere und der Schauplatz detailliert beschrieben werden. Seine Geschichten wurden oft am Weihnachtsabend vorgelesen.

Whistle and I’ll Come to You“ ist eine von diesen Geschichten, die mich immer am meisten beeindruckt haben. Sie spielt in der trüben Jahreszeit an der englischen Ostküste. Erschienen ist sie in dem Sammelband „Ghost Stories of an Antiquary“ im Jahr 1904.

In deutscher Übersetzung liegen die Geistergeschichten des M.R. James in zwei Bänden im Festa-Verlag vor, wobei unsere Story unter dem Titel Pfeif nur, dann eil ich zu dir, mein Freund!“ in Band 1 enthalten ist.

1968 verfilmte die BBC die Geschichte in der Reihe Ghost Story For Christmas mit Sir Michael Hordern (1911-1995) in der Hauptrolle, hier zu sehen, eine wunderbare Umsetzung der Story. 42 Jahre später versuchte sich die BBC erneut an dem Thema; dieses Mal war es John Hurt (1940-2017), der die Rolle des Professor Parkins spielte. Hier ist der Film in voller Länge.

Seine letzte Ruhestätte fand der Schriftsteller auf dem Eton Parish Cemetery in Berkshire.

Published in: on 8. Juni 2022 at 02:00  Comments (11)  

„The weekend starts here!“ – Die legendäre TV-Musikshow „Ready, Steady, Go“ in den 1960er Jahren

Das ehemalige Television House am Londoner Kingsway.
Photo © Stephen Richards (cc-by-sa/2.0)

Die britischen Teenager liebten sie, die wöchentliche TV-Musiksendung „Ready, Steady, Go„, die immer freitags mit den Worten „The weekend starts here!“ eingeläutet wurde. Am 9. August 1963 startete die erste Folge, am 23. Dezember 1966 wurde die Sendung wieder zu Grabe getragen.
Im Television House am Kingsway (später in den größereren Wembley Studios), also mitten in London, versammelten sich einmal die Woche die beliebtesten Sänger, Sängerinnen und Musikgruppen aus Großbritannien und den USA, um dort ihre aktuellen Hits vorzutragen. Präsentiert wurde die Show anfangs von Keith Fordyce, der auch für die BBC und Radio Luxemburg arbeitete, dann kam etwas später die junge Cathy McGowan dazu, die oft im Minirock auftrat und die Sendung beim männlichen Publikum noch reizvoller machte. Die Studiogäste tanzten zu der Musik auf engstem Raum und hatten zu ihren angehimmelten Stars Tuchfühlung.

Sie kamen alle zu „Ready, Steady, Go“, die Beatles, die Rolling Stones, die Animals aus Großbritannien, die Beach Boys, die Supremes, die Walker Brothers aus den USA, um nur einige wenige zu nennen. Jimi Hendrix erschien mit „Hey Joe“ erstmals im britischen Fernsehen. Unvergesslich ist auch der Auftritt von Cathy McGowan und den Rolling Stones, die Sonny and Chers Hit „I got you babe“ neu interpretierten (hier zu sehen).

Hier sind einige Ausschnitte aus Shows des Jahres 1964 zu sehen.

Die Londoner Punkrock-Band Generation X zollte 1978 der Musikshow und der Moderation Cathy McGowan Tribut mit ihrem Song „Ready, Steady, Go“ (…“I’m in love with Cathy McGowan“).

Vor zwei Jahren erschien im Verlag BMG Books ein großartiges Buch, das die legendäre Musikshow dokumentiert: „Ready, Steady, Go!: The Weekend Starts Here – The Definitive Story of the Show That Changed Pop TV“ von Andy Neill.

Cathy McGowans Gegenpart in Deutschland war Uschi Nerke von Radio Bremen, die von 1965 bis 1972 den Beatclub moderierte, eine Musikshow, die ähnlich aufgezogen war.

Vinnie Jones – „The most brutal football player ever“

Der FC Wealdstone war der erste Fußballverein in der Karriere des 1965 in Watford geborenen Vincent Peter Jones, besser bekannt als Vinnie Jones. Das ist ein kleinerer Londoner Verein im Stadtteil Ruislip im Westen der Stadt, der momentan in der fünften Liga, der National League, spielt. Dort stand auch von 1978 bis 1983 Stuart Pearce unter Vertrag, der auf Grund seines raubeinigen Spielverhaltens „Psycho“ genannt wurde.

Vinnie Jones stand ihm da in nichts nach, denn im Laufe seiner Karriere sammelte er 104 gelbe Karten und wurde zwölfmal vom Platz gestellt. Sein einsamer Ligarekord liegt bei drei Sekunden nach Anpfiff, dass er mit einer gelben Karte verwarnt wurde. Auch in seinen späteren Vereinen Wimbledon F.C., Leeds United, Sheffield United und dem Chelsea Football Club ging er mit seinen Gegenspielern nicht gerade sorgsam um; er säbelte ihnen die Beine weg und nahm deren Verletzungen in Kauf. Der auch nicht gerade zart besaitete Paul Gascoigne musste einen schmerzhaften Griff in sein Gemächt ertragen, als er einmal direkt hinter Vinnie Jones stand.

1998 beendete er seine fußballerische Laufbahn bei den Queens Park Rangers und wandte sich einem ganz anderen Metier zu, der Schauspielerei. Durch sein Image als harter Kerl setzte man ihn gern in Filmen als brutalen Verbrecher ein. In seinem ersten Spielfilm, Guy Ritchies „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ (deutsch: „Bube, Dame, König, grAS“), verkörperte Vinnie Jones die Rolle des Schuldeneintreibers Big Chris. Es folgten bis heute Dutzende weiterer Auftritte in Spielfilmen und Fernsehserien. Er versuchte sich auch einmal als Sänger und nahm 1993 Sam the Shams Hit „Wooly Bully“ auf.

Published in: on 22. Mai 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein DVD-Tipp – „McDonald&Dodds“ Staffel 2

Copyright: EDELMOTION.

Am 23. Oktober vorigen Jahres stellte ich die erste Staffel der britischen TV-Krimiserie „McDonald&Dodds“ vor, die im deutschen Fernsehen vom ZDF gezeigt wurde. Im März und April diesen Jahres folgte jetzt die Staffel 2, die aus drei Episoden besteht; schon am 14. April brachte EDEL MOTION diese drei Folgen in deutscher Synchronisation auf DVD heraus.

Inzwischen hat sich DCI Lauren MacDonald, die aus London kam, an das andere Arbeitsumfeld in der Stadt Bath in der Grafschaft Somerset gewöhnt, und klärt weitere Mordfälle zusammen mit ihrem etwas trottelig scheinenden Detective Sergeant Dodds auf, das heißt, letztendlich ist es immer Dodds, der die Fälle entscheidend löst.

Die TV-Serie lebt durch das Spannungsfeld zwischen der farbigen, extrovertierten Kriminalistin und ihrem deutlich älteren, introvertierten Kollegen, auch das Lokalkolorit der Stadt Bath trägt seinen Teil bei. Ein gewisses Problem habe ich mit den Drehbüchern, die Handlung scheint mir oft zu konstruiert und nicht immer nachvollziehbar.
In Folge 1 „Der Mann, der nicht da war“ („The Man Who Wasn’t There“) geht es um einen Ballonflug über Bath und Umgebung und die Frage, ob einer der Teilnehmer aus dem Ballon gefallen ist oder gestoßen wurde. In Folge 2 „Das Licht am Ende des Tunnels“ („We Need To Talk About Doreen“) steht die Ermordung des französischen Profi-Rugby-Spielers Dominique Aubert im Mittelpunkt der Handlung und in Folge 3 „Gesichter des Todes“ („The War of the Rose“) stirbt die junge Influencerin Rose in einer Schönheitsklinik während einer Nasenoperation.

Da sich „McDonald&Dodds“ in Großbritannien sehr großer Beliebtheit erfreut, beginnen im Sommer in Bath die Dreharbeiten für die 3. Staffel.

Hier ist der Trailer zu Staffel 2.

Ein Ballon über dem Royal Crescent von Bath wie in Folge 1 „Der Mann, der nicht da war“.
Foto: faceymcface1.
Creative Commons 2.0
Schauplatz von Episode 2 „Das Licht am Ende des Tunnels“, der Box Tunnel bei Bath, in dem die Leiche des französischen Rugbyspielers gefunden wird.
Photo © Derek Hawkins (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 19. Mai 2022 at 02:00  Comments (1)  

„Parsley, sage, rosemary and thyme“ – Scarborough in North Yorkshire und seine weltbekannte Hymne

Photo © habiloid (cc-by-sa/2.0)

Scarborough ist ein schön gelegener Badeort an der Ostküste von Yorkshire. Besonders schön ist der Blick auf den Ort und das Meer von den Burgruinen, die hoch über der Stadt liegen.
Weltbekannt wurde der Name Scarborough durch das Lied „Scarborough Fair„, dessen Urheber unbekannt sind und das es in unzähligen Versionen gibt. Am bekanntesten ist die Version von Simon & Garfunkel aus dem Spielfilm „The Graduate“ (1967, deutscher Titel „Die Reifeprüfung“) mit Dustin Hoffman und Anne Bancroft. Hier der Trailer und die Musik mit S&G.

Eine Scarborough Fair, also eine Handelsmesse, gab es tatsächlich in dem Küstenort. Im Mittelalter wurde hier jährlich am 15. August eine 45 Tage dauernde Messe abgehalten, zu der Kaufleute aus ganz England und den skandinavischen Ländern kamen, um Waren zu kaufen und zu verkaufen. 1788 wurde die Fair zum letzten Mal veranstaltet, weil es so viele konkurrierende Messen im ganzen Land gab, dass sie nicht mehr rentabel war.

Was hat es mit dem Lied nun auf sich? Die Wikipedia erklärt es sehr schön:

„Das Lied handelt von einem jungen Mann, der von seiner Freundin verlassen wurde und nun den Hörer auffordert, sie dazu zu bringen, eine ganze Reihe von unmöglichen Dingen zu tun. Zum Beispiel soll sie ihm ein Hemd aus Batist anfertigen, ohne Saum und Näherei, und es dann in einem trockenen Brunnen waschen. Danach wird er sie wieder als seine feste Freundin annehmen“.

Der Refrain „Parsley, sage, rosemary and thyme“ ist symbolisch zu interpretieren. Wort für Wort übersetzt heißt dieser Satz „Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian“ – also eine Liste von Pflanzen, die für den Hörer zunächst keinen Sinn ergiebt. Jedoch hat diese Zeile einen symbolischen Wert. Petersilie wurde früher als Verdauungsmittel gegessen und sollte gleichzeitig die Bitterkeit in der Nahrung entfernen. Mittelalterliche Ärzte benutzten diese Pflanze auch zu einem spirituellen Zweck. Salbei galt schon lange als ein Symbol für Kraft. Rosmarin stellt Treue, Liebe und Erinnerung dar. Heute gibt es in England bei vielen Frauen immer noch den Brauch, Rosmarinzweige in den Haaren zu tragen. Thymian symbolisiert in erster Linie Mut. Zur Zeit, als das Lied geschrieben wurde, trugen Ritter oft Schilde mit einer aufgemalten Thymianpflanze, wenn sie in den Kampf gingen.“

Von den zahlreichen Versionen von „Scarborough Fair“ hier die von Hayley Westenra.

Published in: on 14. Mai 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

„Downton Abbey“ und die Cogges Manor Farm bei Witney in Oxfordshire

Photo © Rabbi WP Thinrod (cc-by-sa/2.0)

Sicher werden sich alle „Downton Abbey„-Fans noch an die Yew Tree Farm erinnern, die in den Staffeln 4 bis 6 eine Rolle spielte. Dort wohnte die Familie Drew, zu der Lady Edith ihr unehelich geborenes Kind Marigold brachte und es dort immer wieder besuchte. Später lebte Albert Mason auf der Farm, der Schwiegervater des Küchenmädchens Daisy.

Die Yew Tree Farm gibt es wirklich, nur heißt sie in Wirklichkeit Cogges Manor Farm und liegt in der Nähe der Stadt Witney in Oxfordshire, rund eine halbe Stunde Autofahrt von Oxford entfernt. Zum Highclere Castle, dem Hauptschauplatz der Serie, sind es etwa 50 Minuten. Im Film liegt die Farm auf dem Gelände des Familiensitzes des Grafen und der Gräfin von Grantham.

Natürlich profitierten die Besitzer der Cogges Farm von dem Welterfolge der Fernsehserie, und so findet man hier Fotos von den Dreharbeiten und Erinnerungsstücke wie Marigolds Geburtsurkunde. Dieser Film zeigt wie ein Raum der Farm für die Dreharbeiten umgestaltet wurde.

Die Cogges Manor Farm wird heute nicht mehr als solche benutzt, sondern ist ein „heritage centre„, ein lebendes Museum, das das Landleben in Oxfordshire während der viktorianischen Zeit widerspiegelt. Außerdem kann man auf der Farm heiraten, es werden Kurse sowohl für Schulkinder als auch für Erwachsene angeboten, und zu guter Letzt steht die Cogges Kitchen für die Erfrischung zwischendurch zur Verfügung. Es gibt auf dem Farmgelände auch noch ein Freilufttheater, in dem in diesem Sommer „Peter Pan“, „A Midsummer Night’s Dream“ und „The Pirates of Penzance“ aufgeführt werden.

Auf der Cogges Manor Farm wurde nicht nur für „Downton Abbey“ gedreht, auch für die Filme „Colette“ und „Arthur&George“ stand sie zur Verfügung.

Cogges Manor Farm
Church Lane
Witney OX28 3LA

Photo © Des Blenkinsopp (cc-by-sa/2.0)
Photo © Des Blenkinsopp (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 12. Mai 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Heydon in Norfolk – Ein Dorf und viele Filmdreharbeiten

St Peter and St Paul.
Photo © John Salmon (cc-by-sa/2.0)

Location Manager, die für Filmproduktionsfirmen arbeiten, lieben das kleine Dorf Heydon in Norfolk, da es all das bietet, was für Dreharbeiten wichtig ist: Abgeschiedenheit und keine Durchgangsstraßen, so dass die möglichen Störfaktoren überschaubar sind.

Heydon ist eines der Dörfer in England, die sich in Privatbesitz befinden; zwei davon habe ich in meinem Blog schon vorgestellt wie Hambleden in Buckinghamshire und Linkenholt in Hampshire. Es gehört der Familie  Bulwer Long, deren bekanntestes Familienmitglied der Schriftsteller Edward Bulwer Lytton („The last Days of Pompeii“, 1834) war.

Heydon bietet auf engstem Raum ein großes Village Green, neben dem eine sehr schöne Kirche, St Peter and St Paul, umgeben von alten Grabsteinen, steht, einen Dorfpub, den Earle Arms Inn, hübsche Häuser und dann das Manor House, Heydon Hall. Perfekt!

Welche Filme sind nun hier in Norfolk gedreht worden? Die International Movie Database listet neun auf. Da ist zum Beispiel „A Cock and Bull Story“ aus dem Jahr 2005, in dem der Regisseur Michael Winterbottom den Roman „Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman“ von Lawrence Sterne verfilmt, beziehungsweise sich weitgehend an dem Inhalt des Buches orientiert.

Für die BBC wurde 1996 in Heydon der Wilkie Collins-Roman „The Moonstone“ verfilmt, wobei man auch Heydon Hall mit einbezog. Eine weitere Romanverfilmung war „Riders“ (dt. „Vom Hass getrieben“) aus dem Jahr 1993, da stand Jilly Coopers gleichnamiges Buch Pate. Bereits 1971 hatten die Location Manager Heydon für den Film „The Go Between“ (dt. „Der Mittler“) entdeckt, dessen Drehbuch Harold Pinter geschrieben hatte und in dem Julie Christie und Alana Bates die Hauptrollen spielten.

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl an „Heydon-Filmen“, bestimmt werden auch in Zukunft Dreharbeiten hier stattfinden. Hier ist ein Rundgang durch das Dorf im Film.

Das Village Green.
Photo © Jurek and Trish Sienkiewicz (cc-by-sa/2.0)
Earle Arms Inn.
Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)
Heydon Hall.
Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 7. Mai 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Richard Vobes – The Bald Explorer

Ich liebe die Videofilme von Richard Vobes, der sich auch The Bald Explorer nennt, und habe einige von ihnen schon in meinem Blog verwendet. Er macht sich darin auf Entdeckungsreise durch Englands Regionen und zeigt die Schönheiten der Landschaften und Städte, Traditionen und Legenden.

Richard Vobes, der Mann mit der Glatze, wurde 1963 in der Kleinstadt Liss in der Grafschaft Hampshire geboren, über die er einen Film gedreht hat (hier zu sehen), zog dann als Kind mit seinen Eltern nach Horsham in West Sussex, auch über diesen Ort hat er mehrere Filme angefertigt, zum Beispiel diesen über den „haunted graveyard“.
Richard Vobes führte ein sehr abwechslungsreiches Leben, er hatte eine Vorliebe für alles, was mit Zirkusakrobatik zusammenhängt, so arbeitete er als Feuerschlucker und Seiltänzer, ging über Glasscherben und legte sich auf ein Nagelbrett. Er arbeitete für das Kinderfernsehen und seine nonsense live chat show The Vobes Show ist im Internet sehr populär.

In diesem Video erzählt Richard Vobes aus seinem Leben. Ich kann sehr empfehlen, sich auf den Webseiten des Bald Explorers etwas umzusehen, dort sind viele seiner Youtube-Videoclips versammelt, und man bleibt schnell bei dem einen oder anderen hängen.

Published in: on 21. April 2022 at 02:01  Kommentar verfassen  

The Sky at Night – Eine seit Jahrzehnten populäre TV-Sendung der BBC über das Thema Astronomie

Photo: marshallross.
Creative Commons 2.0

Seit dem 24. April 1957, also seit jetzt fast 65 Jahren, läuft im britischen Fernsehsender BBC ununterbrochen eine Sendereihe, die mittlerweile Einzug ins Guinness Buch der Rekorde gefunden hat: The Sky at Night. Initiator und Moderator war der Astronom Patrick Moore (1923-2012), der diese monatlich ausgestrahlte populärwissenschaftliche Sendung 55 Jahre lang am Leben hielt. So etwas hatte es weltweit noch nicht gegeben. Nur ein einziges Mal fiel Patrick Moore krankheitsbedingt aus. Hier ist eine kurze Dokumentation zu sehen.

The Sky at Night beschäftigt sich mit allem, was mit Astronomie und Raumfahrt zu tun hat und spricht damit ein großes Publikum an. Die Zuschauer erfahren in jeder Sendung auch, was sich zur Zeit am Himmel tut, ob es zum Beispiel Sternschnuppenschwärme zu sehen gibt. Hier ist einer dieser „Starguides“ zu sehen.

Nach dem Tod Patrick Moores im Jahr 2012 folgten weitere Moderatoren, momentan sind es Chris Lintott, Maggie Aderin-Pocock und Peter Lawrence. Hier ist als Beispiel die erste Folge diesen Jahres zu sehen, mit dem Schwerpunktthema Lichtverschmutzung.

Die Titelmusik von The Sky at Night ist immer dieselbe geblieben. Es handelt sich um „Am Burgtor“ des finnischen Komponisten Jean Sibelius (1865-1957) aus seiner Theatermusik für das Schauspiel „Pelléas und Mélisande“ von Maurice Maeterlinck. Hier ist das Musikstück zu hören.

Published in: on 19. April 2022 at 02:00  Comments (2)  

Austin Churton Fairman alias Mike Raven (1924-1997) – Disc Jockey, Horrorfilm-Schauspieler, Schafzüchter und und und

Erstaunlicherweise gibt es noch keine Biografie in Buchform von Austin Churton Fairman, der in den 1960er und 1970er Jahren eher unter seinem Künstlernamen Mike Raven bekannt war, obwohl man über sein Leben mehrere Bände schreiben könnte. Er wurde 1924 in London geboren, seine Eltern waren Schauspieler, die ihm die entsprechenden Gene vererbt hatten. Er besuchte kurzzeitig Oxfords Magdalen College und schloss sich dann im Zweiten Weltkrieg der britischen Armee an. Nach dem Krieg ging er nicht mehr nach Oxford zurück, sondern wurde Mitglied eines Ballettensembles. Er heiratete eine Spanierin und zog mit ihr in ihre Heimat. Doch bald war Fairman/Raven wieder in London zu finden, wo er eine Karriere beim Fernsehsender ITV startete. In den 1960er Jahren arbeitete er als Disc Jockey bei mehreren Sendern, wobei er eine Vorliebe für die damals sehr beliebten Piratensender entwickelte wie Radio Atlanta und Radio Invicta, die vor der Küste Englands lagen. Zurück auf dem Festland war er für Radio Luxemburg und BBC1 tätig. Hier ist eine seiner Radioshows zu hören.

In den 1970er Jahren wandte sich Fairman wieder dem Filmgeschäft zu und spielte in einer Reihe von Horrofilmen mit wie „Lust for a Vampire“ (dt. „Nur Vampire küssen blutig „), „I, Monster“ (dt. „Ich, ein Monster“) neben Peter Cushing und Christopher Lee und „Crucible of Terror“ (dt. „Der Leichengießer“).

Nachdem er seine Schauspielkarriere beendet hatte, zog Fairman mit seiner Familie nach Cornwall und ließ sich in der Nähe von Blisland auf dem Bodmin Moor nieder, wo er sich als Bildhauer und Schafzüchter betätigte.

Am 4. April 1997 ging sein außerordentlich abwechslungsreiches Leben zu Ende. Seine letzte Ruhestätte hatte er sich bereits ausgesucht, eine abseits gelegene Stelle auf seiner Farm im Bodmin Moor.

Robert Fabian (1901-1978) – Einer der fähigsten Detektive von Scotland Yard und eine TV-Fernsehserie

Das ehemalige Hauptquartier der Metropolitan Police (1890-1967), in dem Robert Fabian seiner Arbeit nachging.
Photo © Anthony O’Neil (cc-by-sa/2.0)

Er hatte in England einen legendären Ruf: Robert Fabian von Scotland Yard, der zahllose schwierige Fälle in seiner Laufbahn löste. Geboren wurde er 1901 im Südosten Londons, im Stadtteil Lewisham, 1921 trat er in die Londoner Polizei ein. Während er für Scotland Yard arbeitete, hatte er sich auf Mordfälle spezialisiert. Manchmal wurde er auch von Polizeibehörden in der Provinz zu Hilfe gerufen, wenn diese bei den Ermittlungen nicht weiterkamen. An einem sehr mysteriösen Mordfall biss auch er sich die Zähne aus, an dem sogenannten Witchcraft Murder in Lower Quinton in Warwickshire, den ich in meinem Blog vor einigen Jahren vorstellte.

Robert Fabian berichtete über sein ereignisreiches Leben in zwei Büchern: „Fabian of the Yard“ (1950) und „London After Dark“ (1954). Im Alter von 77 Jahren starb er 1978 in der Stadt der Pferderennen, in Epsom (Surrey).

Die BBC nahm sich Robert Fabian an, in dem sie von 1954 bis 1956 die TV-Serie „Fabian of the Yard“ produzierte, die 36 Episoden umfasste und die auf Fällen basierte, in die der Polizeibeamte involviert war. Das Besondere an der Serie war, dass Robert Fabian selbst am Schluss jeder Episode einige kurze Worte sprach. Die Rolle des Scotland Yard-Polizisten (der es bis zum Rang eines Detective Superintendent brachte) spielte Bruce Seton (1909-1969). Dank Youtube kann man sich noch heute einige dieser alten Folgen ansehen. Ich empfehle „Brides of the Fire„. Im deutschen Fernsehen wurden in den 1960er Jahren eine Handvoll Folgen in synchronisierter Fassung gezeigt.

Published in: on 22. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

„The Damned United“ – Ein Spielfilm über einen englischen Premier League-Fußballverein und seinen kurzzeitigen Trainer Brian Clough

Das Elland Road-Stadion des Leeds United F.C.
Photo © Stephen Armstrong (cc-by-sa/2.0)

Im Jahr 2009 erschien in England Tom Hoopers Film „The Damned United“ (dt. „The Damned United – Der ewige Gegner“), womit der Premier League-Fußballverein Leeds United gemeint ist. Die Hauptrollen spielen Michael Sheen, Jim Broadbent und Colm Meaney. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Peace.

«The Damned United» erzählt die wahre Geschichte des Brian Clough, der 1974 44 unrühmliche Tage lang Trainer des englischen Fussballmeisters Leeds United war. Sein Vorgänger und grosser Rivale Don Revie führte den Klub von Erfolg zu Erfolg, prägte aber die für Leeds United typische zerstörerische Art von Fussball. Clough war seinen Prinzipien ebenso treu, nur waren das ganz andere: Der Lebemann wollte das Spielerische und die Offensive betonen und irritierte so die auf aggressiven Fussball getrimmten Starspieler. Nach sechs Spielen und nur einem Sieg war Clough seinen Job wieder los.

Mit anderen Vereinen war Brian Clough erfolgreicher; sage und schreibe drei Statuen wurden für ihn errichtet, in Middlesborough, in Nottingham und in Derby.

Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Leeds und anderen Orten in West Yorkshire statt.

Die DVD ist in Deutschland erhältlich, in Originalfassung und deutscher Synchronisation.
Hier ist der Trailer. zum Film.

Published in: on 1. Februar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Scenes in the Square – Populäre Filmfiguren auf dem Londoner Leicester Square

Mr Bean.
Photo: Mx Granger.
Creative Commons 1.0

Londons Leicester Square ist so etwas wie ein Mekka für Filmenthusiasten. Hier finden häufig Filmpremieren statt, oft in Anwesenheit der mitwirkenden Stars. Das Odeon und das Empire sind die großen Namen unter den Kinos der Hauptstadt.

Seit dem Februar des Jahres 2020 sind hier Filmfiguren aufgestellt worden, die auf die Bedeutung des Platzes für die britische Filmgeschichte hinweisen sollen. Es handelt sich dabei um acht berühmte Charaktere, die so gut wie jeder kennt: später wurden noch zwei weitere hinzugefügt, nämlich Harry Potter und The Iron Throne aus der TV-Serie Game of Thrones.

Werfen wir einen Blick auf die ursprünglichen Acht des Scenes of the Square genannten Skulpturenwegs. Da finden wir, auf einer Bank sitzend, Mr. Bean und denken sofort an seinen Sketch „How to make a sandwich“ Ebenfalls auf einer Bank sitzend, treffen wir auf Paddington Bear, über den 2014 und 2017 Filme in die Kinos gekommen sind, Paddington 3 ist für das Jahr 2023 geplant. Mary Poppins steht, so wie wir sie aus dem 1964 gedrehten Film kennen, mit einem aufgespannten Regenschirm auf dem Platz. Die Bugs Bunny-Figur wurde im vorigen Jahr durch einen Basketballkorb, eine Rückwand und einen QR-Code ergänzt; der Grund war die Veröffentlichung des Films „Space Jam: A New Legacy“, der in Deutschland unter dem selben Titel gezeigt wird, in dem Basketball eine Rolle spielt. Über den QR-Code kann man mit seinem Smartphone auf interaktive „Space Jam“-Webseiten zugreifen.
„Singing in the Rain“-Star Gene Kelly ist als Don Lockwood mit Regenschirm in der Hand an einer Laterne hängend zu sehen, und die Lasso schwingende Wonderwoman kann man an der Wand des Vue West End-Kinos bestaunen.

Auf das Dach des Odeon-Kinos wurde die Figur des Batman verfrachtet; ebenfalls auf einem Dach stehend, auf dem einer Kinokarten-Verkaufsstelle, finden wir Laurel and Hardy alias Dick und Doof. Das soll an eine haarsträubende Szene aus ihrem Film „Liberty“ (dt. „Die Sache mit der Hose“) erinnern, in dem sie in schwindelnder Höhe an einem Wolkenkratzer balancieren.

Paddington Bear.
Photo: Matt Brown.
Creative Commons 2.0
Mary Poppins.
Photo: Matt Brown.
Creative Commons 2.0
Laurel and Hardy.
Photo: Matt Brown.
Creative Commons 2.0
Published in: on 9. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

„Come Play with Me“ – Ein Spielfilm aus dem Jahr 1977, der in das Guinness Buch der Rekorde Einzug fand

Photo: London Remembers.
Creative Commons 4.0

Das Moulin Cinema in Londons Great Windmill Street im Stadtteil Soho war einst stolz darauf, im Guinness Buch der Rekorde aufgenommen worden zu sein, denn hier lief vom April 1977 bis zum März 1981 sage und schreibe 201 Wochen lang ein Film mit dem Titel „Come Play with Me„; so lange wurde noch in keinem Kino Großbritanniens ein Film gezeigt. Das Kino gibt es mittlerweile nicht mehr. Eine blaue Plakette über Jack Solomons Bar in der Great Windmill Street Nummer 41 erinnert an das Moulin Cinema und den Film mit der langen Spielzeit (es ist allerdings keine offizielle Plakette des English Heritage).

Mary Millington (1945-1979) spielte in dem Film eine der Hauptrollen, eine Schauspielerin, die in den 1970er Jahren durch ihre Softporn-Filme speziell bei den männlichen Kinogängern sehr populär war. Und so gehört auch „Come Play with Me“ in die Kategorie Softporn, mit einem Schuss Comedy gewürzt, besser gesagt, mit einer gehörigen Portion Albernheiten, die die männlichen Akteure ins Spiel bringen. Damals wurden auch einige Hardcore-Szenen gedreht, die aber aus dem Film herausgeschnitten worden sind. Das überschaubare Filmbudget von £120 000 erzielte das x-fache an Einnahmen.

Gedreht wurde übrigens im Manor Country House Hotel in Weston-on-the-Green in Oxfordshire, ein Haus, das ich vor einigen Jahren besuchte. Über meine überwiegend negativen Erfahrungen schrieb ich in meinem Blog.

36 Jahre nach Mary Millingtons Tod erschien eine filmische Dokumentation über ihr Leben: „RespectableThe Mary Millington Story„, die auch auf DVD zu haben ist. „Come Play with Me“ ist ebenfalls noch als DVD lieferbar und im Netz leicht in voller Länge auffindbar.

Photo: London Remembers.
Creative Commons 4.0
Published in: on 19. Dezember 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  

Auf den Spuren von Brother Cadfael in Shrewsbury (Shropshire)

Shrewsbury Abbey.
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

Ich komme heute noch einmal auf die Stadt Shrewsbury in der Grafschaft Shropshire zurück, über die ich kürzlich in Zusammenhang mit den Ghost Tours per Schiff schrieb. Ich wandelte dort einmal auf den Spuren der fiktiven Romanfigur Brother Cadfael, die die Krimiautorin Ellis Peters (1913-1995) erschuf, die unter diesem Pseudonym schrieb und eigentlich Edith Pargeter hieß.

Da sie in Shropshire geboren wurde (sie starb auch dort) ließ sie die Handlung rund um den Benediktinermönch auch in Shrewsbury und Umgebung spielen. Die historischen Kriminalromane erwiesen sich als sehr erfolgreich; als sie auch noch für das Fernsehen verfilmt wurden, mit Derek Jacobi in der Titelrolle, pilgerten die Fans des Mönchs zu den Handlungsorten in Shropshire (die TV-Serie wurde allerdings nicht in der Heimat Bruder Cadfaels gedreht, sondern in…Budapest in Ungarn).

Die Stadt Shrewsbury sprang natürlich sehr gern auf den „Cadfael-Zug“ auf und bot beziehungsweise bietet den angereisten Freunden des Mönchs einiges an wie Brother Cadfael self-guided walks, die auf unterschiedlichen Wegen durch die Stadt führen und durch in den Boden eingelassene Metallplatten in Form eines Fußes markiert sind. Im Shrewsbury Visitor Information Centre kann man den Führer erwerben; selbstverständlich sind dort auch sämtliche Brother Cadfael-Romane erhältlich.

Wer alles, aber auch wirklich alles über die Romanschauplätze wissen möchte, für den gibt es die Brother Cadfael-Tours, die bis nach Wales hinein führen.

Ich hatte mich bei einem meiner Besuche in Shrewsbury für einen der „self-guides walks“ entschieden, in dessen Mittelpunkt die Abbey stand.

Ein empfehlenswertes Buch für jeden, der sich für die Romanschauplätze interessiert, ist „Cadfael Country: Shropshire & The Welsh Border“ von Rob Talbot und Robin Whiteman, das schon 1990 erschienen und reichlich bebildert ist.

Die TV-Serie wurde in 13 Episoden von 1994 bis 1998 ausgestrahlt. Das ZDF sendete die ersten drei Staffeln in den Jahren 1995 und 1997. Eine Collector’s Box mit sechs DVDs ist von EDEL MOTION veröffentlicht worden, sie enthält die Staffeln 1-3 in deutscher Synchronisation und die vierte Staffel im englischen Originalton.
Hier ist ein kurzer Trailer zu sehen.

Die Stadt Shrewsbury hat eine ihrer Straßen nach dem Mönch benannt, den Cadfael Way. Im Portfolio des berühmten Rosenzüchters David Austin gibt es eine Rose namens Brother Cadfael.

Foto meines Exemplares.
Der Cadfael Way in Shrewsbury.
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)
Die Brother Cadfael-Rose.
Photo © Philip Platt (cc-by-sa/2.0)

„Rosemary & Thyme“ – Eine gemütliche Krimiserie um zwei Gärtnerinnen

Foto meiner DVD.
Foto meiner DVD.

Rosemary Boxer (gespielt von Felicity Kendal) und Laura Thyme (gespielt von Pam Ferris) sind zwei Gärtnerinnen, die sich nach jeweiligen persönlichen Schicksalsschlägen zusammengefunden haben, und in  England, manchmal auch im Ausland, Aufträge für Gartenarbeiten entgegegen nehmen.

Rosemary (=Rosmarin) Boxer und Laura Thyme (=Thymian) ? Ja, richtig, im Lied „Scarborough Fair“ heißt es:

Are you going to Scarborough Fair?
Parsley, sage, rosemary and thyme,
Remember me to one who lives there,
For she once was a true love of mine.

Das Lied, das einst durch die Interpretation von Simon & Garfunkel weltweit populär wurde, ist auch die Titelmelodie der Serie, die von 2003 – 2007 vom Sender ITV ausgestrahlt wurde und die in die Kategorie der „cozy crimes“ gehört, also eine Krimiserie, die ohne wilde Verfolgungsjagden und Schießereien auskommt.
Eigentlich wollen die beiden Damen nur ihrer geliebten Gärtnerinnentätigkeit nachgehen, aber ständig stolpern sie über mysteriöse Kriminalfälle, denen sie natürlich immer wieder nachgehen müssen und die sie am Ende auch lösen.

Ich habe einige dieser Fälle auf DVD und es macht Spaß, sich diese „cozies“, also diese recht gemütlich ablaufenden Ermittlungen, anzusehen. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie nie gezeigt.

Hier ein Trailer zur Serie.

Published in: on 22. Oktober 2021 at 02:00  Comments (4)  

Das Theatre Royal in Bury St Edmunds (Suffolk) – Das einzige Theater im Besitz des National Trusts

Photo © Michael Dibb (cc-by-sa/2.0)

Ja, dem National Trust gehört schon sehr viel in England, ob alte Herrenhäuser, Gärten, ganze Landstriche, sogar ein Theater ist in der Hand des N.T., das Theatre Royal in Bury St Edmunds in der Grafschaft Suffolk.

Viermal habe ich bereits über Bury St Edmunds in meinem Blog geschrieben, darunter zweimal über die Greene King Brewery, die in der Geschichte des Theatergebäudes auch eine Rolle spielt. Das Theatre Royal gehört der Brauerei, die es 1920 gekauft hatte, aber den Theaterbetrieb wenige Jahre später aufgab, weil die zunehmende Konkurrenz der Kinos übermächtig geworden war. So nutzte Greene King das Haus, um darin Bierfässer aufzubewahren.

Doch in Bury St Edmunds war man der Meinung, dass eine Stadt mit 35 000 Einwohnern ein Theater braucht. In den 1960er Jahren brachte eine Sammelaktion mehr als £37 000 zusammen; mit dem Geld konnte das Theatre Royal renoviert und wieder eröffnet werden. 1975 kam es dann in die Hände des National Trusts, in denen es bis heute verblieben ist.

Nachdem noch einmal von 2005 bis 2007 über £3 Millionen in eine weitere Restaurierung gesteckt worden waren, ist man jetzt in Bury St Edmunds mit dem Theater sehr zufrieden.

Im Theatre Royal fand übrigens im Februar 1892 die Uraufführung des Stückes „Charleys Tante“ von Brandon Thomas statt, das mehrfach verfilmt wurde und in Deutschland vor allen Dingen durch die Darstellungen von Heinz Rühmann und Peter Alexander in der Titelrolle bekannt ist.

Es ist noch gar nicht lange her, da diente das Theater als Schauplatz für einige Szenen des Films „The Personal History of David Copperfield“ (dt. „David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück“), in dem Dev Patel, Hugh Laurie und Tilda Swinton die Hauptrollen spielten (hier ist der Trailer). Und da die Filmcrew schon einmal in Bury St Edmunds war, filmte sie gleich noch im The Angel Hotel, das für einige Londoner Szenen herhalten musste.

Was wurde im Theatre Royal so alles in der letzten Zeit aufgeführt? Nun, zum Beispiel die Theaterfassung von Jules Vernes berühmtem Roman „Around the World in Eighty Days“ und D.H. Lawrences „Lady Chatterley’s Lover„. In der Vorweihnachtszeit bis in das neue Jahr hinein ist „Cinderella“ geplant.

The Angel in Bury St Edmunds.
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)

Fanny Cradock (1909-1994) – Die erste Fernsehköchin Großbritanniens

Author: Allan warren.
Creative Commons 3.0

Sie besaß über viele Jahre Kultstatus in Großbritannien, Fanny Cradock, die erste Fernsehköchin des Landes. Die 1909 im Ost-Londoner Stadtteil Leytonstone geborene Phyllis Nan Sortain Pechey, durchlief ein turbulentes Leben mit mehreren Ehen, von denen einige, so heißt es, nicht durch eine Scheidung beendet wurden. Anfang der 1940er Jahre traf sie Major John Whitby Cradock, der lange ihr Partner war, bis die Beziehung erst 1977 in eine Ehe mündete. Sie und Johnny schrieben in den 1950er Jahren für den Daily Telegraph Restaurantkritiken, dann stiegen sie ins Fernsehgeschäft ein, erst bei der BBC mit der Kochsendung „Kitchen Magic„, dann bei ITV. In den 1960er Jahren wurde die Sendung in “Adventurous Cooking“ umbenannt. Beide traten vor der Kamera in ungewöhnlicher Kleidung auf, Fanny oft schmuckbehangen und in Abendkleidern, Johnny im Abendanzug. Johnny spielte in den Kochshows immer nur eine untergeordnete Rolle und bekam häufig von seiner Partnerin deren spitze Zunge zu spüren. Auch spätere Assistentinnen wurden ständig von Fanny herumkommandiert. Es war nicht ganz einfach, mit der exzentrischen Dame zusammenzuarbeiten. Im Jahr 1976 beendete die BBC die Zusammenarbeit mit ihr, das heißt, sie wurde hinausgeworfen, weil sie ihre „rudeness“ übertrieben und eine Mitköchin beleidigt hatte.

Fanny Cradock veröffentlichte eine Unmenge an Kochbüchern, schrieb bereits 1960 ihre Autobiografie „Something’s Burning“ und versuchte sich auch im Genre „Roman“ mit der mehrteiligen „Castle Rising„-Serie.

Glücklicherweise sind noch einige ihrer Kochshowauftritte im Film erhalten geblieben, so zum Beispiel ein ganz früher Auftritt mit Johnny als „Bon Viveur“ in Londons Royal Albert Hall (hier zu sehen) oder dieser Film, in dem Fanny auf etwas exzentrische Weise eine Weihnachtsgans behandelt.

Hier hat man im Namen „Craddock“ ein „D“ zuviel eingesetzt
Photo © John Davies (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 3. Oktober 2021 at 02:02  Kommentar verfassen  

Alex Mitchell, ein Mann aus King’s Lynn (Norfolk), der sich buchstäblich zu Tode lachte, während er im Fernsehen eine Comedyshow sah

Dem kann ich leider nicht uneingeschränkt zustimmen…
Author: Melody Campbell
Creative Commons 2.0

Die englischsprachige Wikipedia hat einen eigenen Eintrag zum Thema „Death from laughter“ („Tod durch Lachen“ heißt der Artikel in der deutschsprachigen Ausgabe); darin wird auch der eigenartige Tod des Alex Mitchell aus King’s Lynn (Norfolk) zitiert, der sich am 24. März 1975 tatsächlich zu Tode lachte, während er sich im Fernsehen eine Folge der Comedyshow „The Goodies“ ansah. Der gelernte Maurer brach in ein unkontrolliertes Gelächter aus, das eine halbe Stunde andauerte, dann brach er zusammen und war tot. Ist das eine schöne Art zu sterben? Darüber mag man geteilter Meinung sein. Alex Mitchells Frau schrieb später einen Brief an die Comedians der Show, in dem sie sich dafür bedankte, dass sie ihrem Mann die letzten Momente auf Erden so angenehm gemacht hatten.

Was war denn nun an der Comedyshow so lustig? The Goodies waren die drei Comedians Tim Brooke-Taylor, Graeme Garden und Bill Oddie, die von 1970 bis 1982 allerlei mehr oder weniger alberne Sketche aufführten und die sich viele Jahre später noch einige Male zu Reunion Shows zusammenfanden. Die Episode, die dem Mann aus King’s Lynn das Leben kostete, weil er sich über alle Maßen amüsierte, hieß „Kung Fu Kapers„. Darin geht es um das Erlernen der Kampfsportart Kung Fu von Tim und Graeme, während der dritte Goodie, Bill, sich über seine Kumpels lustig macht, weil er selbst eine eigene Kampfsportversion namens Ecky Thump beherrscht, die eigentlich nur darin besteht, tollpatschige Angreifer mit einem Black Pudding auf den Kopf zu hauen. Nun, das mag man lustig finden (oder auch nicht), Alex Mitchell jedenfalls amüsierte sich köstlich bis zu seinem letzten Atemzug.

Der wahre Grund für Alex Mitchells plötzliches Ableben war aber wahrscheinlich ein anderer: Er litt unter dem sogenannten Long-QT-Syndrom, eine seltene, oft vererbte Krankheit, die zum plötzlichen Herztod führen kann. Bei seiner Enkelin stellten die Ärzte dieselbe Krankheit fest.

Hier sind die Ecky Thump-Szenen zu sehen und hier die ganze Episode.

Published in: on 24. Juni 2021 at 02:00  Comments (3)  

Beer in Devon und die älteste Wurlitzerorgel in Großbritannien

Beer ist ein Dorf an der Südküste von Devon mit einem sehr netten Namen, ein Traumwohnort für alle Biertrinker. Doch um dieses Thema geht es in meinem heutigen Blogeintrag nicht, sondern um Großbritanniens älteste Wurlitzerorgel, die in der Congregational Church in der Fore Street ihre letzte Heimstätte gefunden hat.

Als es noch keine Tonfilme gab, wurden in den Kinos die Stummfilme gern mit Musik untermalt, unter anderem mit Hilfe der in den USA hergestellten Wurlitzer theatre organs. Unsere Wurlitzer Opus Number 956 in Beer wurde bereits 1924 gebaut und zwar in North Tonawanda im US-Bundesstaat New York. Per Schiff kam sie nach Southampton, und von dort wurde sie in das The Picture House in Walsall in den West Midlands transportiert. Ihre Premiere feierte sie am 26. Januar 1925, als sie die Hintergrundmusik zu dem Film „Claude Duval“ mit Fay Compton und Nigel Barrie lieferte.

Die Wurlitzer versah von nun an für viele Jahre ihren Dienst im Picture House, auch als das Zeitalter der Tonfilme anbrach. Da wurde sie in den Pausen gespielt, oder Organisten waren an ihr für Soloauftritte zu hören. 1955 sah man keinen Verwendungszeck mehr für die Orgel, und das Gerät fand für zwei Jahre einen Unterschlupf in einem Privathaus in Sedgley, nicht weit von Walsall entfernt.
Von dort aus gelangte die Wurlitzer schließlich an die Südküste von Devon, wo sie in der  Congregational Church in Beer installiert wurde; allerdings entfernte man dort alle Showeffekte, die die Orgel während ihres Kinolebens hatte.

Im Jahr 2009 erhielt die Wurlitzer eine Generalüberholung, wofür ein extra dafür gegründeter Zusammenschluss von Freunden dieser alten Orgel gesorgt und Geld gesammelt hatte. Heute kann man die Wurlitzer bei mehreren jährlichen Veranstaltungen hören, wenn sie von Organisten aus dem ganzen Land gespielt wird.

Die Congregational Church in Beer (Devon).
Photo © Anthony Vosper (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 22. Juni 2021 at 02:00  Comments (1)  

Die Stan Laurel-Statue in North Shields (Tyne and Wear)

Author: sgwarnok2010
Creative Commons 2.0

Es sind rund 200 Kilometer, die die Städte Ulverston in Cumbria und North Shields in Tyne and Wear voneinander trennen und es gibt ein Bindeglied zwischen den beiden Orten:  Arthur Stanley Jefferson. Arthur wer? mögen sich da manche fragen. Der Mann ist sehr viel besser bekannt unter seinem Künstlernamen Stan Laurel; in Deutschland, die dumme Hälfte von Dick und Doof.

Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 in Ulverston geboren, wo man ihm zu Ehren, gemeinsam mit Oliver „Dick“ Hardy, im Jahr 2009 eine Statue aufgestellt hat (siehe dazu meinen Blogeintrag).
Seine Eltern waren beide im Theatergeschäft tätig und zogen häufig um, unter anderem nach North Shields an der englischen Nordostküste. Dort verbrachte Arthur Stanley Jefferson einen Teil seiner Kindheit von 1895-1902  am Dockwray Square in der Hausnummer 8. Das Haus existiert heute nicht mehr, aber am jetzt hier stehenden Doppelhaus mit der Nummer 6/7 ist vom North Tyneside Council eine Plakette mit seinen Lebensdaten angebracht worden. Doch hat man es nicht mit dieser blauen Plakette belassen, sondern dem berühmten Schauspieler noch zusätzlich eine Statue, gegenüber von seinem Wohnhaus, in dem nach ihm benannten Laurel Park, errichtet. Von dort blickt er auf die Mündung des Tyne Rivers, der hier ins Meer fließt. Auf dem Sockel der Statue ist Stan noch einmal gemeinsam mit seinem Partner Ollie zu sehen.

Geschaffen hat die Bronze der Bildhauer Robert Olley, eingeweiht wurde sie am 29. März 1992. Es war ein Geschenk der Firma Persimmon Homes, die den Dockwray Square damals neu gestaltete.

Wer sich für Stan Laurels Kindheit interessiert, dem sei das Buch „The Making of Stan Laurel: Echoes of a British Boyhood“ (McFarland 2011) von Danny Lawrence empfohlen, in dem auch viel von North Shields die Rede ist.

Hier ist ein Film über den Laurel Park und die Statue.

Dockwray Square 6/7 in North Shields mit der blauen Plakette.
Author: newcastleplaques
Creative Commons 2.0

Mein DVD-Tipp – Der junge Inspektor Morse Staffel 6

Für den 29. Januar ist die sechste Staffel der ITV-Serie „Der junge Inspektor Morse“ angekündigt, in Deutschland wieder von EDEL MOTION veröffentlicht. Ich habe schon ein Vorab-Exemplar bekommen, das ich heute vorstellen möchte. Am Ende der fünften Staffel (siehe hierzu meinen Blogeintrag) sah es beinahe so aus, als ob die TV-Serie eingestellt würde, denn die Polizeistation, in der Morse, sein Kollege Jim Strange, sein Chef Fred Thursday und Chief Superintendent Bright bisher tätig waren, wurde aufgelöst und alle an unterschiedliche Dienststellen versetzt.
Doch es geht weiter mit Staffel 6, deren vier Episoden kurze, knappe Titel tragen: Unschuldig, Apollo, Zuckerguss, Wolkenschloss (alle im Oktober 2020 bei ZDFneo in Deutschland gezeigt).

Während der junge Morse seinen beruflichen Weg unbeirrt weiter verfolgt, scheint DCI Thursday, von privaten Problemen belastet, auf die schiefe Bahn zu geraten. Der zwielichtige Chef der Polizeistation DCI Ronnie Box und DS Alan Jago geben Rätsel auf. In den vier Folgen wird Morse unter anderem  mit dem Tod eines Schulmädchens und mit einem mysteriösen Autounfall konfrontiert. Wie immer gibt sich der junge Polizist nicht mit dem zufrieden, was zu sein scheint (wie seine Vorgesetzten), sondern schaut hinter die Kulissen, bis er die Lösung des jeweiligen Falles gefunden hat (was seine Vorgesetzten oft alt aussehen lässt). Wie ein roter Faden zieht sich der ungelöste Fall der Ermordung des George Fancy aus Staffel 5 durch die neue Staffel. Zum überraschenden Showdown kommt es am Ende der Episode „Wolkenschloss“, in der eine für die Serie ungewohnte Verfolgungsjagd mit Pistolen stattfindet.
Staffel 6 endet mit einem positiven Ausblick auf Staffel 7, denn dann sind Morse, Thursday, Strange wieder vereint, erneut unter der Ägide von Chief Superintendent Bright.

„Der junge Inspektor Morse“ ist auch in Staffel 6 wieder atmosphärisch sehr dicht, die Schauplätze der Handlung (Oxford und Umgebung) sehr gut ausgesucht, der Soundtrack, in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen, stimmig und Barrington Pheloungs Erkennungsmelodie erinnert wieder sehr an die ursprüngliche TV-Serie „Morse„. Pheloung ist im vorigen Jahr im Alter von 65 Jahren in seiner Heimat Australien gestorben.

Die DVD-Box enthält Zusatzmaterial wie Interviews mit den Darstellern und Blicke hinter die Kulissen der Dreharbeiten.

Morse und Fred Thursday.
Copyright: EDEL MOTION

Published in: on 11. Januar 2021 at 02:00  Comments (1)  
Tags: ,

„This Old Man“ – Ein englisches Kinderlied und einer der berühmtesten TV-Detektive der Welt

Es gibt Melodien, die sich nach mehrmaligem Hören derart ins Gedächtnis eingraben, dass man sie sobald nicht mehr los wird. Dazu gehört ein englisches Kinderlied, das den Titel „This Old Man“ trägt, und das um 1906 herum erstmals veröffentlicht wurde, dessen Ursprünge aber ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die erste Strophe lautet:

This old man, he played one,
He played knick-knack on my thumb/drum;
With a knick-knack paddywhack,
Give a dog a bone,
This old man came rolling home.

Das geht immer so weiter bis zu Strophe 10, in der es dann heißt:

This old man, he played ten,
He played knick-knack once again;
With a knick-knack paddywhack,
Give a dog a bone,
This old man came rolling home.

Es handelt sich hier also auch um ein Zähllied für Kinder. Hören wir es uns einmal an:

Was soll das nun alles bedeuten? Die vorherrschende Meinung ist, dass sich das Lied ursprünglich auf irische Bettler bezieht, die nach der Hungersnot in Irland nach England kamen, um dort an den Haustüren „knick knacks„, also Schnickschnack, zu verkaufen, beziehungsweise eine Melodie namens „nick nack“ mit Löffeln zu spielen, um dafür ein wenig Geld zu bekommen. „Paddy whack“ bedeutet so viel wie „einen Iren verprügeln“. „This old man came rolling home“ könnte heißen, dass er sich von dem erbettelten Geld einen hinter die Binde gegossen hat. Wie auch immer, es gibt mehrere Interpretationen für das Lied.

Wer meine absolute TV-Lieblingsserie „Columbo“ genauer verfolgt hat, erinnert sich vielleicht daran, dass Lieutenant Columbo vom Los Angeles Police Department hin und wieder ein Liedchen pfeift, meist dann, wenn er der Lösung des Falles näher gekommen ist… und das ist „This Old Man“, erstmals in der Episode „Any Old Port in a Storm“ (dt. „Wein ist dicker als Blut“) aus dem Jahr 1973. Dieses gepfiffene Lied zieht sich durch die gesamte Serie als kleiner Gag wie auch die nie zu sehende Mrs Columbo, der Regenmantel und der uralte Peugeot des Inspektors. Hier sind noch einmal einige Bilder mit dem großartigen Peter Falk als Columbo, untermalt mit „This Old Man“.

Siehe auch meinen Blogeintrag über die einzige Columbo-Episode, die in England gedreht wurde.

Published in: on 20. Dezember 2020 at 02:00  Comments (3)  
Tags: ,

Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“ und einige seiner Drehorte

The Lanesborough Hotel in London.
Photo © Anthony O’Neil (cc-by-sa/2.0)

Ich bin ein Fan der Filme von Stanley Kubrick (1928-1999); meine Lieblingsfilme sind „The Shining“ und „Eyes Wide Shut„. Über den ersten habe ich in meinem Blog schon geschrieben, über einige Drehorte des zweiten möchte ich heute berichten. 1999 kam „Eyes Wide Shut“ (hier einige Szenen) , der deutsche Titel lautet genauso, in die Kinos mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen. Das Drehbuch basiert auf Arthur Schnitzlers Roman „Die Traumnovelle“ (1926 in Buchform erschienen). Schauplatz des Romans ist Wien, die Protagonisten sind der Arzt Fridolin und seine Frau Albertine. Im Film ist der Schauplatz New York und im Mittelpunkt stehen der Arzt Dr William Harford (Tom Cruise)  und seine Frau Alice (Nicole Kidman). Da der Regisseur Stanley Kubrick nicht so gern mit dem Flugzeug unterwegs war, wurde der größte Teil  der Filmaufnahmen in England gedreht, so konnte er in seinem Haus Childwickbury Manor bei St Albans in Hertfordshire wohnen bleiben.

Die New Yorker Straßenszenen wurden überwiegend in London gedreht, auch das Treffen von Dr Harford und seinem Freund Victor Ziegler, gespielt von Sydney Pollack, am Ende des Films, drehte man in London, in der Royal Suite des Lanesborough Hotels, einem der vielen 5*-Hotels der Stadt. Doch interessanter finde ich die Schauplätze auf dem Land, die Stanley Kubrick ausgesucht hat.

Für die Party in Victor Zieglers Haus, gleich am Anfang des Films, diente das Luton Hoo Hotel bei Luton in Bedfordshire, ein beeindruckendes Gebäude, das ich in meinem Blog schon vorgestellt habe.

Genauso großartig finde ich das nächste Landhaus, das für die Eingangsszenen der Orgienparty verwendet wurde: Mentmore Towers in Buckinghamshire (siehe auch hierzu meinen Blogeintrag), das Mitte des 19. Jahrhunderts für die Familie Rothschild errichtet wurde. Dr Harford wird mit dem Taxi hier abgesetzt und nach Bekanntgabe des Passwortes für den Abend („Fidelio“) vom Tor zum Eingang des Hauses gefahren. Mentmore Towers ist in Privatbesitz und es gibt Pläne, daraus ein Luxushotel zu machen, aber soviel ich weiß, passiert da nichts.
Es gibt hier zwar auch eine Grand Hall, Kubrick zog aber die von Elveden Hall bei Thetford in Suffolk vor. Hier drehte er die Szenen der satanischen Zeremonie mit dem Hohepriester (?), den vielen geladenen Gästen, die sich hinter venezianischen Masken verstecken, und den fast nackten jungen Frauen. Diese Szenen werden mit einer unheimlichen Musik untermalt, die von der englischen Komponistin Jocelyn Pook geschrieben wurde und „Masked Ball“ heißt (hier in voller Länge zu hören). Elveden Hall gehört heute Arthur Edward Rory Guinness, 4th Earl of Iveagh.

Die Orgie, bei der es jetzt wirklich zur Sache geht, setzt sich in anderen Räumen fort, wozu das Highclere Castle in Hampshire ausgewählt wurde, weltweit als „Downton Abbey“ bekannt (siehe hierzu meinen Blogeintrag). Dr Harford geht durch die wunderschönen Räumlichkeiten, in denen sich viele Paare der Lust hingeben. Stanley Kubrick hat mit „Eyes Wide Shut“ einen wirklich sehr erotischen Film geschaffen!

Wer nach dem Betrachten des Films Lust bekommen hat, so eine Party selbst mitzuerleben, der kann das tun, denn die Firma Castle Events organisiert „Eyes Wide Shut“-Maskenbälle in ganz Europa, hier ist ein kleiner Vorgeschmack.

Luton Hoo Hotel in Bedfordshire.
Photo © M J Richardson (cc-by-sa/2.0)

Mentmore Towers in Buckinghamshire.
Author: Peter O’Connor
Creative Commons 2.0

Highclere Castle in Hampshire.
Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 27. November 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
Tags:

Die Saunton Sands und Pink Floyds Albumcover von „A Momentary Lapse of Reason“

Saunton Sands ist einer der schönsten Strände Englands. Er erstreckt sich über mehrere Kilometer westlich der Stadt Braunton an der Nordküste der Grafschaft Devon. Surfer lieben den Strand, Sonnenbadende ebenfalls, aber auch Produktionsfirmen von Filmen und Musikvideos kommen immer wieder hierher, um den Strand in ihre Filme einzubauen. So sind die Saunton Sands beispielsweise in Robbie Williams‘ Video „Angels“ zu sehen und auch in dem sehr ähnlichen Musikvideo „Hand on Heart“ von Olly Murs. In dem Spielfilm „Edge of Tomorrow“ aus dem Jahr 1914 wurden hier einige Szenen gedreht.

Als die britische Band Pink Floyd ihr Album „A Momentary Lapse of Reason veröffentlichte (das zum großen Teil auf dem an der Themse liegenden Hausboot „Astoria“ aufgenommen worden waren, siehe dazu meinen Blogeintrag) zierte das Albumcover ein merkwürdiges Foto: Auf einem Strand sind Hunderte von metallenen Krankenhausbetten zu sehen, auf einem der Betten sitzt ein Mann, ein Zimmermädchen hält Bettlaken in der Hand, ein paar Hunde haben sich etwas weiter entfernt am Strand niedergelassen und über der ganzen Szenerie schwebt ein Ultraleichtflugzeug. Das Foto hatte der für die Albumcovergestaltung zuständige Grafikdesigner Storm Thorgerson aufgenommen, basierend auf einer Zeichnung von Pink Floyds David Gilmour. Die eigenartige Szene spielt auf einige Textzeilen der auf dem Album enthaltenen Songs an.

Inszeniert werden sollte das Foto eigentlich an einem kalifornischen Strand, da das Wetter dort deutlich zuverlässiger ist als hier in Devon, aber man bekam in Kalifornien keine 700 Betten zusammen. Also wählte Thorgerson  Saunton Sands für sein Fotoshooting aus, denn Devon konnte die gewünschte Bettenzahl liefern. Mit Lastwagen wurden die Betten hierher gekarrt, mit Hilfe von vielen Freiwilligen an den Strand getragen und nach einem vorgegebenen Muster aufgestellt…und dann fing es an zu regnen. Der Fotograf benötigte für sein Foto aber einen blauen Himmel und so schleppten die armen Mitarbeiter alle Betten wieder zurück zu den Lastwagen. Zwei Wochen später wurde die Aktion wiederholt, dieses Mal mit Erfolg. Das Wetter war schön, alles wurde wieder genauso wie beim ersten Mal aufgestellt, und das Foto war im Kasten. Nun zierte es das Albumcover und ließ viele rätseln, was es wohl bedeuten sollte. Hier ist ein kurzer Film über das Fotoshooting.

The Rocky Horror Picture Show – Ein Kultfilm aus dem Jahr 1975 und ein Kino in Portland (Oregon)

Oakley Court bei Nacht.
Eigenes Foto.

Ich bin der Meinung, dass das Wort „Kult“ heute zu oft verwendet wird, aber auf „The Rocky Horror Picture Show“ (hier ist der Trailer) trifft das Wort „Kultfilm“ allemal zu. 1975 wurde er gedreht und noch nach 45 Jahren hat der Film weltweit eine große Fangemeinde. Über den Inhalt will ich in meinem heutigen Blogeintrag nicht weiter eingehen, der dürfte bekannt sein. Dafür möchte ich einige andere Dinge im Zusammenhang mit dem Film ansprechen.

Gedreht wurde „Rocky“ in den Bray Studios an der Themse gegenüber von Maidenhead. Hier waren die Hammer Film Productions zuhause, die einen Horrorfilm nach dem anderen produzierten. Ich berichtete schon einmal in meinem Blog über die Studios. Der Nachbar der Bray Studios war Oakley Court, ein vor allem bei Nacht sehr gruselig aussehendes Gebäude, das heute als Hotel geführt wird (über meine Aufenthalte dort siehe hier und hier). Sehr gern nutzte man das Äußere und das Innere des burgähnlichen Gebäudes für Dreharbeiten, so auch für „The Rocky Horror Picture Show“. Dieser Film zeigt detailliert, wo überall in Oakley Court gedreht wurde. An den Wänden des Ganges von der Eingangshalle zum Restaurant hängen viele Filmplakate, die auf die hier produzierten Filme hinweisen.

Jetzt begeben wir uns viele Tausend Kilometer weiter an die Westküste der USA, nach Portland im US-Bundesstaat Oregon, einer Stadt, die vor einigen Wochen auf Grund der dort stattgefundenen Unruhen durch die Medien ging. Dort gibt es in der 2522 SE Clinton Street ein kleines Kino, das Clinton Street Theater, das seit 42 Jahren, das heißt seit 1978, einmal pro Woche „The Rocky Horror Picture Show“ zeigt  und das ohne Unterbrechung. Immer am Samstag um Mitternacht geht es los, an manchen Abenden gibt das Clinton Street Cabaret eine Live-Pre-Show, bei der es ganz schön wild zugehen kann („Think South Park without anything bleeped out“). Die Corona-Pandemie wollte auch dem Kino den Garaus machen, doch der Betreiber, Nathan Williams, ist eisern. Trotz angeordneter Schließung lässt er den Film am späten Samstagabend weiter laufen, aber eben nur für sich allein und für ein paar Freunde, ohne zahlendes Publikum. Die Tradition soll nicht unterbrochen werden. Hoffen wir, dass Nathan Williams‘ Kino die Pandemie übersteht!

Der Gang von der Halle zum Restaurant im Oakley Court Hotel mit den Filmplakaten.
Eigenes Foto.

Das Clinton Street Theater in Portland (Oregon).
Author: GreenIsTheNewRed.com
Creative Commons 2.0

Published in: on 31. Oktober 2020 at 02:00  Comments (3)  
Tags:

„McDonald&Dodds“ – Eine neue TV-Krimiserie, die in Bath angesiedelt ist

Bath – Schauplatz der neuen TV-Serie.
Photo © Jonathan Billinger (cc-by-sa/2.0)

Am kommenden Sonntag, dem 25. Oktober, sendet das ZDF um 22.15 Uhr die erste Episode der neuen TV-Krimireihe „McDonald&Dodds„. ITV war mit der Produktion dieser Reihe erst einmal vorsichtig und drehte nur zwei Episoden; da sie aber beim britischen Publikum gut ankam, hat man eine zweite Staffel in Auftrag gegeben, die aus drei Teilen bestehen wird.

Die beiden Protagonisten Detective Chief Inspector Lauren McDonald und Detective Sergeant Jason Dodds könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist eine farbige, energische junge Frau, die von der Metropolitan Police aus London nach Bath in Somerset kommt und in der britischen Hauptstadt eine ganz andere Verbrechenslage kennen gelernt hat. Ihr „side-kick“ Jason Dodds dagegen wirkt ein wenig umständlich, ist mit modernen Ermittlungsmethoden nicht so ganz vertraut, kennt aber die Stadt Bath in- und auswendig und zeigt, dass er eine „feine Nase“ bei der Aufklärung von Verbrechen besitzt. Sind es in den „Midsomer Murders“-Fällen die vermeintlich friedlichen Dörfer, hinter deren Fassaden sich Tragödien abspielen, so ist es bei „McDonald&Dodds“ die 86 000 Einwohner zählende Stadt Bath mit ihren schönen alten Häusern.

DCI Lauren McDonald wird von Tala Gouveia gespielt, die schon in vielen TV-Serien mitgespielt und hier ihre erste große  Rolle übernommen hat. Die Rolle des Sergeant Jason Dodds spielt Jason Watkins, bekannt aus der TV-Serie „The Crown“, in der er Harold Wilson verkörpert (er war auch in einer „Inspector Barnaby“-Folge zu sehen, in „Send in the Clowns“, Episode 122, die in Deutschland unter dem Titel „Ein Mords-Zirkus“ lief).

Auch diese TV-Serie lebt zu einem großen Teil vom Lokalkolorit der Stadt Bath. Zu sehen sind unter vielen anderen touristischen Hotspots die Pulteney Bridge, der Lansdown Crescent und der Royal Crescent.

Die Titel der beiden ersten Episoden: „The Fall of the House of Crockett“ = „Der Tote nahm den Hut“ und „A Wilderness of Mirrors“ = „Die Leiche hing am Wasserrohr“ (am 8.11. um 22.15 Uhr im ZDF).

Hier ist der Trailer zu der TV-Serie.

Nachtrag vom 10.09.2021: Am 22.10.2021 erscheint die erste Staffel plus Bonusmaterial bei Edel Motion in Deutschland auch auf DVD, sowohl deutsch synchronisiert als auch im Original.

Die Pulteney Bridge.
Photo © Rob Farrow (cc-by-sa/2.0)

Der Lansdowne Crescent.
Photo © Ian Capper (cc-by-sa/2.0)

Der Royal Crescent.
Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 23. Oktober 2020 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

„The Secret Garden“ 2020 – Die Drehorte der Neuverfilmung des Buches von Frances Hodgson Burnett

Duncombe Park in North Yorkshire.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Vor wenigen Tagen kam der Spielfilm „The Secret Garden“ (dt. „Der geheime Garten“) in die Kinos Deutschlands, eine weitere Verfilmung des gleichnamigen Romans von Frances Hodgson Burnett (1849-1924), der 1911 veröffentlicht wurde und zusammen mit „Little Lord Fauntleroy“ (dt. „Der kleine Lord“) zu ihren populärsten Werken zählt.

„The Secret Garden“ wurde  mehrfach verfilmt; die Version von 1993 stellte ich in meinem Blog schon einmal vor, für mich ist sie die bisher beste. Die TV-Version von 1987 (die bei youtube in voller Länge zu sehen ist) fand ich auch gut gelungen. Als Misselthwaite Manor diente hier das Highclere Castle, das wir alle aus „Downton Abbey“ kennen (in der Filmversion von 1993 war das Allerton Castle in North Yorkshire).

Kommen wir zu den Drehorten des aktuellen Films. Da wurde in zwei verschiedenen Häusern gedreht, die jedes für sich großartig sind, und für das Misselthwaite Manor stehen. Da ist einmal Duncombe Park bei Helmsley in North Yorkshire, das ich vor einigen Jahren besuchte, als dort gerade die Country Fair stattfand. Es wurde 1713 für Thomas Duncombe gebaut und 1843 von dem berühmten Architekten Sir Charles Barry umgestaltet. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1895 baute es der schottische Architekt William Young wieder auf. Das Haus, das noch immer der Duncombe Familie gehört, ist nicht zu besichtigen, dafür aber die Gärten, die im Film auch zu sehen sind.

Als Misselthwaite Manor diente im Film ebenfalls das für mich vielleicht faszinierendste und unheimlichste Gebäude im ganzen Königreich: Harlaxton Manor bei Grantham in Lincolnshire. Das Manor House, das der US-amerikanischen Universität von Evansville in Indiana gehört, konnte ich mir leider nur von außen ansehen, eine Besichtigung ist nicht gestattet. Ich schrieb über das Harlaxton Manor in meinem Blog.

Ein großer Teil der Gartenszenen wurden im Iford Manor in Wiltshire in der Nähe von Bradford-on-Avon gedreht. Die Gärten sind für die Öffentlichkeit von April bis September zugänglich. Das Anwesen ist in Privatbesitz und gehört der Cartwright-Hignett Familie.

Weitere Drehorte des Films waren zum Beispiel noch der National Trust Bodnant Garden bei Conwy in Wales und die Ruinen der Fountains Abbey in North Yorkshire (die ebenfalls dem National Trust gehören). Hier ist der Trailer zu sehen.

Harlaxton Manor in Lincolnshire.
Photo © Alan Murray-Rust (cc-by-sa/2.0)

Die Iford Manor Gardens in Wiltshire.
Photo © Humphrey Bolton (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 20. Oktober 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
Tags:

„Last of the Summer Wine“ – Eine beinahe endlose TV-Serie

Der Summerwine Tourbus.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

37 Jahre ist die englische Sitcom gelaufen, 295 Episoden wurden ausgestrahlt: „Last of the summer wine“ hat am Sonntag, dem 29. August 2010 ein Ende gefunden. Die BBC begann am 12. November 1973 mit der ersten Folge, und damals hatte man sicher nicht gedacht, dass sich diese Sitcom zu einer Erfolgsstory sondergleichen entwickeln würde.

Die Lieblingssendung der Queen wurde in zahlreiche Länder exportiert; nach Deutschland aus irgendwelchen Gründen nicht. Auch der damalige afghanische Staatspräsident Hamid Karzai soll ein großer Fan der Sendung gewesen sein.

Hauptfiguren der Serie sind drei Rentner, die in einer Kleinstadt in Yorkshire eine zweite Kindheit erleben und mit viel Humor und Unternehmungslust durch die Straßen ziehen. Sie philosophieren über alltägliche Dinge und bringen sich durch irrwitzige Ideen in peinliche Situationen, so die Kurzdarstellung in der Wikipedia.

Gedreht wurde die Serie in Holmfirth in West Yorkshire, was der Kleinstadt nach dem Niedergang der Textilindustrie enorm half, denn die Touristen kommen immer noch in Busladungen, um sich anzusehen, wo Nora, Cleggy, Compo und Foggy ihr Unwesen trieben. Die Geschäftsinhaber freuen sich, der Wrinkled Stocking Tea Room erfreut sich großer Beliebtheit und der Pub „The White Horse“ dürfte auch keine Umsatzprobleme haben. Viele Dorfbewohner sind im Laufe der Jahrzehnte in die Dreharbeiten mit einbezogen worden und ihnen werden sicher die Kameras und die Darsteller fehlen, die zum Alltag in Holmfirth dazugehörten.

Hier sind einige Ausschnitte aus der Sitcom.

Besucherandrang vor Nora Battys Haus.
Author: Philip Talmage.
Creative Commons 2.0

The Wrinkled Stocking Tearoom.
Photo © Stephen McKay (cc-by-sa/2.0)

The White Horse.
Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 11. September 2020 at 02:00  Comments (1)  
Tags: