Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Rumsey’s Chocolaterie in Thame (Oxfordshire)

With friendly permission of Kate Rumsey.

So weit ich feststellen konnte, wurden mindestens zehn Episoden der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ in Thame in Oxfordshire gedreht. Die rund 12 000 Einwohner umfassende lebhafte Marktstadt, zwanzig Kilometer östlich von Oxford, in der bis zu seinem Todesjahr 2012 Robin Gibb von den Bee Gees lebte, habe ich in meinem Blog schon mehrfach erwähnt, auch in Zusammenhang mit den Dreharbeiten zu „Midsomer Murders“.

Heute möchte ich näher auf den Schauplatz eingehen, der in Folge 57, „Picture of Innocence“ (dt. „Kameraschüsse“), die Hauptrolle spielt, die Upper High Street in Thame, genauer gesagt die Hausnummer 8. Dieses Haus diente als Madrigal’s Camera Shop, in dem einige ältere Herren einen Fotoclub betrieben und dabei Wert darauf legten, ausschließlich mit Analogkameras zu arbeiten; Digitalkameras waren absolut verpönt. Mehre Male kommt es zu einem Clash zwischen den Analogen unter der Führung von Headley Madrigal und den Digitalen unter Führung des aggressiven Steve Bright.

Die Location Manager von „Midsomer Murders“ fanden das Haus in der Upper High Street von Thame (im Film Luxton Deeping), in dem Rumsey’s Chocolaterie untergebracht ist und verwandelten es für kurze Zeit in den Kameraladen. Die Ursprünge des Schokoladengeschäfts führen bis in das New College von Oxford, wo der jetzige Inhaber Nigel Rumsey in der Küche arbeitete. Dort entdeckte er sein Talent für das Herstellen von feiner Schokolade, und so eröffnete er 2004 sein erstes Geschäft in der High Street von Wendover (Buckinghamshire), das auch heute noch existiert. Dann folgte die Chocolaterie in Thame, wobei man sich in der Gestaltung der Fassade des Ladens inspirieren ließ von Viannes Schokoladengeschäft in dem Film „Chocolat“ (dt. „Chocolat – Ein kleiner Biss genügt“), der nach dem gleichnamigen Roman von Joanne Harris gedreht wurde. So steht es auf den Webseiten von Rumsey’s zu lesen.

Nach Abschluss der Dreharbeiten zu „Picture of Innocence“, als aus Madrigal’s wieder Rumsey’s geworden war, kreierte der Küchenchef in Erinnerung an den populären Detective Chief Inspector Tom Barnaby ein Barnaby Bun.

Übrigens wurde im Jahr 2012 auch eine Episode der Krimiserie „Lewis“ in dem Schokoladengeschäft gedreht. In „Intelligent Design“ (dt. „Forschungsopfer“) wurde daraus Porters Tea Rooms.

In diesem Jahr fanden von Mai bis Oktober geführte Midsomer Tours in Thame statt, die an allen Drehorten, so auch an Rumsey’s Chocolaterie, vorbeiführten. Das Geschäft in der Upper High Street ist täglich (auch sonntags) geöffnet.

Die Upper High Street in Thame.
Photo © Stefan Czapski (cc-by-sa/2.0)

Midsomer Murders Staffel 19 – Jetzt auf DVD erhältlich (aber nicht komplett)

Foto meiner DVD.

Ist schon ein wenig merkwürdig, dass die 19. Staffel von „Midsomer Murders“ immer noch nicht komplett im britischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Vom 18. Dezember 2016 bis zum 18. Januar 2017 zeigte ITV die Episoden 1 bis 4, Teil 5 und 6 sind noch offen. Auf DVD erschienen jetzt die ersten drei Episoden.

Ich habe den Eindruck, dass es mit der TV-Serie allmählich zu Ende geht und den Drehbuchschreibern nicht mehr viel einfällt. Die Folgen „The Village That Rose From the Dead„, „Crime and Punishment“ und „Last Man Out“ konnten mich nicht überzeugen. Die Handlungen waren ziemlich wirr und so richtig verstanden habe ich sie nicht. DS Charlie Nelson ist schon wieder abgelöst worden, durch DS Jamie Winter, gespielt von Nick Hendrix, gewöhnungsbedürftig, und so richtig warm sind Barnaby und Winter noch nicht geworden. Sykes ist in „The Village That Rose From the Dead“ gestorben (aber nur im Film, Sykes hat das Rentenalter erreicht und seine Schauspielerkarriere an den Nagel gehängt). Sykes wird durch Paddy ersetzt, einen zweijährigen Terriermischling, der von den Barnabys liebevoll aufgenommen wird.

In der Episode 113 „Last Man Out“ feiern wir ein Wiedersehen mit Ben Jones, der in vielen Folgen der Krimserie an der Seite von Tom Barnaby als Detective Sergeant agierte und auch unter DCI John Barnaby eine Zeit lang arbeitete. Ben Jones ist mittlerweile selbst Detective Chief Inspector in Brighton geworden und in der Folge undercover als Jack Morris tätig. Auch die Schauspielerin Ester Hall, die in der Episode als Serena Luthando auftritt, kennen wir schon als Cullys Freundin Cassie Woods aus der Episode 30 „Bad  Tidings“ (dt. „Immer wenn der Scherenschleifer…“).

Die DVD mit den drei letzten Folgen der 19. Staffel „Red in Tooth and Claw„, „Death By Persuasion“ und „The Curse of the Ninth“ wird irgendwann im Laufe des Jahres erhältlich sein.

 

Published in: on 27. März 2017 at 02:00  Comments (5)  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Episode 101 „The Dagger Club“ (dt. „Britisches Roulette“)

Das Long Crendon Courthouse. Eigenes Foto.

Das Courthouse in Long Crendon (Buckinghamshire).
Eigenes Foto.

Am 18. Dezember wurde in Großbritannien die erste Folge der 19. Staffel der „Inspector Barnaby“-Reihe (mit dem neuen Sergeant DS Jamie Winter, gespielt von Nick Hendrix), „The Village That Rose From the Dead“, ausgestrahlt; fünf weitere werden Anfang 2017 folgen.

Am 8. Januar nimmt das ZDF den Faden wieder auf und bringt die vier neue Folgen der 17. Staffel und die erste der 18. Es beginnt mit Episode 101 „The Dagger Club„, die auf Deutsch „Britisches Roulette“ heißt. Um es gleich vorweg zu sagen, meiner Auffassung nach eine ganz schwache Folge, die ich auch nach mehrmaligem Anschauen nicht ganz verstanden habe. Da spielen todbringende Rouletteräder  eine Rolle, das Luxton Deeping Crime Festival wird ausgetragen und das Manuskript eines Kriminalromans des angeblich verstorbenen Schriftstellers George Summersbee wird gestohlen. Mehr sei hier noch nicht verraten.
Wir treffen einige Schauspieler aus früheren Folgen wieder wie Adam Kotz als Nick Summersby, der den James Herrington in Folge 21  „The Worm in the Bud“ (dt. „Die Hexe von Setwale Wood“) spielte, und Simon Kunz als Miles Rattigan, vielleicht noch bekannt als Bruce Hartley in Episode 39 „Bantling Boy“ (dt. „Erben oder Sterben?“).

Da mich bei der ganzen „Midsomer Murders“-Serie aber sowieso die Drehorte mehr interessieren als die Handlung, hier noch einige Hinweise darauf. Long Crendon in Buckinghamshire (über das ich in meinem Blog mehrfach berichtete) wurde zum wiederholten Mal als Drehort ausgesucht; das große Dorf eignet sich eben sehr gut für Filmaufnahmen. Am Ende der High Street stehen das Courthouse, das dem National Trust gehört, und die St Mary’s Church. Das Courthouse wurde für „The Dagger Club“ als Buchhandlung umfunktioniert, in dem das Luxton Deeping Crime Festival stattfindet. Einge Szenen wurden auch auf dem Kirchhof von St Mary’s gedreht. Hier suchte ich einmal nach dem Grab meiner Lieblings-Schriftstellerin Margaret Yorke, die in Long Crendon wohnte, aber leider vergeblich. Auch ein Bediensteter der Kirche und die Bibliothekarin der Public Library, rund hundert Meter von der Kirche entfernt, konnten mir über die Grabstelle keine Auskunft geben, obwohl ein Foto von Margaret Yorke in der Bibliothek ausgestellt war.

Ein weiterer Drehort war das Britwell House in Britwell Salome in Oxfordshire, über das ich in meinem Blog schon einmal berichtete. Hier wohnen in der Folge „Britisches Roulette“ die Summersbees. Aufmerksame Verfolger der TV-Serie erkennen das Haus vielleicht wieder aus Folge 28 „Birds of Prey“ (dt. „Unglücksvögel“) und Folge 50 „Death in Chorus“ (dt. „Tote singen nicht“).

Die nächsten vom ZDF gesendeten Folgen:
Am 15. Januar „Murder by Magic“ -> „Mord mit Magie“
Am 22. Januar „The Ballad of Midsomer County“ -> „Ein mörderisch guter Song“
Am 29. Januar „A Vintage Murder“ -> „Ein letzter Tropfen“
Am 05. Februar „Habeas Corpus“ -> „Und wo sind die Leichen“

 

St Mary's direkt neben dem Courthouse in Long Crendon. Eigenes Foto.

St Mary’s direkt neben dem Courthouse in Long Crendon.
Eigenes Foto.

Britwell House in Britwell Salome (Oxfordshire).   © Copyright Andrew Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Britwell House in Britwell Salome (Oxfordshire).
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Published in: on 26. Dezember 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – The Plough in Cadsden (Buckinghamshire)

   © Copyright Bikeboy and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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In meinem Blog schrieb ich schon vor längerer Zeit über The Nag’s Head in Great Missenden (Buckinghamshire), in dem man auf dem Weg zur Toilette durchaus einmal Angela Merkel oder einem anderen Staatsoberhaupt begegnen kann. Der Grund: Chequers, der Landsitz der britischen Premierminister ist nicht weit und hin und wieder werden seine Gäste in einen der nahegelegenen Pubs eingeladen, wo man in ungezwungener Atmosphäre ein paar Pints zusammen trinkt.

Neben dem Nag’s Head wird dafür auch The Plough in dem kleinen Dörfchen Cadsden, ebenfalls in Buckinghamshire, aufgesucht, denn dahin könnte man von Chequers auch zu Fuß hingehen. David Cameron kehrte hier gern ein, entweder mit seiner Familie oder mit Politikern aus anderen Ländern. Durch die Presse ging die Geschichte wie er einmal aus Versehen seine damals achtjährige Tochter im Plough zurückließ. Er hatte angenommen, seine Frau Samantha hätte die Tochter mitgenommen, während Samantha annahm, sie wäre in seinem Auto mitgefahren. Als die Eltern das Fehlen der Tochter bemerkten, fuhr David Cameron schnell wieder zurück, um sie im Plough abzuholen.

Ein hoher Gast Camerons war der chinesische Präsident Xi Jinping, den er in The Plough zu einem Fish and Chips-Essen und einem Pint mitnahm (wie dieser Film zeigt). Offensichtlich war Xi Jinping von dem Pubbesuch so beeindruckt, dass er sich später persönlich bei dem Gastwirt mit einer E-Mail bedankte. Durch die Berichterstattung der chinesischen Medien wurde der Pub in China so bekannt, dass immer mehr Touristen aus dem Land bei ihrem Englandbesuch dem Plough einen Besuch abstatteten. Jetzt hat eine chinesische Investmentfirma den Pub sogar gekauft. Ich hoffe nur, dass die Fish and Chips auf der Speisekarte nicht bald durch Chop Suey ersetzt wird.

In der TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ ist in der Episode 47 „Down Among the Dead Men“ (dt. „Die Spur führt ins Meer“) The Plough häufig zu sehen. Barnaby und Jones untersuchen den Mord an dem Erpresser Martin Barratt und dabei geraten der Gastwirt Jack Fothergill und seine Reinemachefrau Ruby Wilmott ins Visier der Ermittler. Viele Szenen in dieser Folge wurden sowohl außerhalb des Pubs als auch im Schankraum selbst gedreht.

The Plough war einmal eine Kutschenstation und seine Anfänge gehen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Wer das prominente Gasthaus einmal aufsuchen möchte: Man erreicht es über den Kreisverkehr in dem Dorf Askett, das nördlich von Princes Risborough und  Monks Risborough liegt. Dort biegt man in die schmale Cadsden Road ein, die zum Longdown Hill wird. Hier geht rechts eine Sackgasse ab, die auf dem Parkplatz des Pubs endet.

Diesen Fußweg könnte man gehen, um von Chequers zum Plough zu gelangen.   © Copyright Chris Heaton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Diesen Fußweg könnte man gehen, um von Chequers zum Plough zu gelangen.
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Das Manor House in Little Missenden (Buckinghamshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Nur ein paar Schritte von der Kirche St John the Baptist in Little Missenden (Buckinghamshire), über die ich gestern in meinem Blog berichtete, steht das Manor House, ein zweistöckiges, von einer Mauer umgebenes Gebäude, das aufmerksame Zuschauer der „Inspector Barnaby“-TV-Serie sicher wiedererkennen werden, denn es diente mehrfach als Drehort für einzelne Episoden wie Nummer 56 „Death and Dust“ (dt. „Denn du bist Staub“), als das Haus der Compton-Schwestern in Nummer 71 „Small Mercies“ (dt. „Böse kleine Welt“) und als Arztpraxis für den schmierigen Doktor Wellow in Folge 45 „Dead Letters“ (dt. „Die tote Königin“).

Ich kam vergangene Woche wieder einmal an dem schönen Haus vorbei, das durch ein schmiedeeisernes Tor zu erreichen ist; dahinter sind die ausgedehnten Parkanlagen zu erkennen. Die ältesten Teile des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Im vorigen Jahr stand das Haus für £3.75 Millionen zum Verkauf und offensichtlich hat es einen neuen Besitzer gefunden.

Im 18. Jahrhundert gehörte das Manor House tatsächlich einmal einem Arzt und zwar Dr Benjamin Bates, dem damaligen Leibarzt des durch den Hellfire Club berühmt und berüchtigt gewordenen Sir Francis Dashwood. Auch Bates war Mitglied dieser Knights of St. Francis, wie sich die Hellfire-Leute selbst nannten, die sich gern erotischen Eskapaden hingaben, vor allem in den Katakomben von Dashwoods Haus in West Wycombe (Buckinghamshire).
Der ebenfalls berühmte (aber nicht berüchtigte) Maler Sir Joshua Reynolds ging im Manor House aus und ein, denn er war mit Dr Benjamin Bates befreundet. Reynolds Freundin, die schweizerisch-österreichische Malerin Angelika Kauffmann, ließ es sich nicht nehmen, die Garten- und Parkanlagen zu gestalten.

Eigenes Foto.

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Devotionalien aus Inspector Barnabys Midsomer County

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Zu der TV-Krimiserie „Inspector Barnaby„, die in dem fiktiven Midsomer County spielt, gibt es neben den DVDs mit sämtlichen  Episoden aller Staffeln noch so allerhand andere Artikel auf dem Markt, die einen echten Fan vielleicht interessieren könnten. Die Bücher zur Fernsehserie habe ich in meinem Blog bereits vorgestellt; die Filmmusik von Jim Parker gibt/gab es auf einigen wenigen CDs, zum Beispiel auf „The Best of Midsomer Murders“ aus dem Jahr 2002 oder „Inspector Barnaby – Soundtrack“ mit 27 Originalaufnahmen aus der Serie (2010). 2015 erschien „Midsomer Murders – Original Television Soundtrack“ mit 16 Titeln aus den Episoden 101 bis 104, darunter auch die Titelmelodie mit Celia Sheens Theremin (die man sich u.a. hier herunterladen kann). Einen Klingelton für das Handy mit der Titelmelodie gibt es natürlich auch.

Wer sich die Krimireihe gern bei einer Tasse Kaffee oder Tee ansieht, muss unbedingt den dazu passenden Porzellanbecher mit der Aufschrift „Keep Calm and Watch Midsomer Murders“ haben, hergestellt von der Chalkhill Printing Company. Und dieser Becher sollte auf dem „Welcome to Midsomer…for a slower pace of life“-Tea Tray stehen.

Ein Brettspiel namens „Cluedo Midsomer Murders“ ist auf dem Markt, in dem man den mysteriösen Tod von Elizabeth Jones in Badger’s Drift aufklären bzw. der Kriminalpolizei von Causton unter die Arme greifen muss.

Für Smartphones stehen mehrere Handyhüllen zur Verfügung mit der Aufschrift „Welcome To Midsomer  – Please Drive Slowly“, für das Samsung Galaxy S5 und das iPhone 5C.

Midsomer T-Shirts gibt es mit unterschiedlichen Aufschriften, so zum Beispiel „Welcome to Midsomer – Please Drive Slowly„, „Midsomer Constabulary„, „Midsomer Survivor“ und für alle Männer, die sich ein wenig in Dr Kate Wilding, die Gerichtsmedizinerin, verliebt haben, dieses schöne Exemplar. Ich habe mir ein T-Shirt der Midsomer Murders Society zugelegt wie oben auf dem Foto zu sehen ist.

Die Firma Lilliput Lane, die durch ihre hübschen kleinen Cottages bekannt geworden ist, die man zu einem „Chocolate Box Village“ zusammenstellen kann, hat in ihrer Produktpalette ein Gebäude aus einem Dorf in Buckinghamshire, in dem mehrere „Midsomer Murders“-Folgen gedreht worden sind: St John the Baptist in Little Missenden. Ein Hochzeitspaar steht vor der Tür, das aber nicht Cully Barnaby und ihre Mann Simon darstellt, denn die wurden in St Mary’s in Denham (Buckinghamshire) getraut.

Dieser Aufkleber ziert das Heckfenster meines Autos. Eigenes Foto.

Dieser Aufkleber ziert das Heckfenster meines Autos.
Eigenes Foto.

 

Published in: on 2. September 2016 at 02:00  Comments (6)  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Chearsley (Buckinghamshire)

The Bell alias The Woodman.   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Bell alias The Woodman.
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Als wir vom Abendessen in der Crown in Cuddington zu unserem Übernachtungsort, dem Long Crendon Manor in Long Crendon, zurückfuhren, passierten wir das kleine hübsche Dorf Chearsley, das nur einmal als Drehort für eine Episode der TV-Serie „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ diente. Wir befinden uns in dieser Region tief im Midsomer County, denn ringsum befinden sich viele Dörfer, die man alle aus der Serie kennt.

In Folge 49 „Country Matters“ (dt. „Pikante Geheimnisse“) sehen wir den Dorfpub, den Dorfladen und das Village Green. Fährt man auf der Aylesbury Road und der Crendon Road durch den Ort muss man schon genau hinsehen, um Pub und Laden zu erkennen, denn beide sind hinter hohen buschigen Bäumen versteckt.

The Bell am Village Green ist im Film The Woodman, in dem Danny Piggott hinter dem Tresen steht. Der 450 Jahre alte historische Gasthof mit dem Reetdach eignet sich ausgezeichnet für eine Midsomer Murders-Episode. Im Film sehen wir Barnaby und Ben Jones vor dem Pub sitzend; sie werden Augenzeugen einer Auseinandersetzung zwischen Danny Piggott und seinem Widersacher Gary Talbot, der zusammen mit seiner Frau den Dorfladen Elverton Village Stores betreibt.
Diesen Laden gibt es wirklich; er heißt Chearsley Stores und liegt ebenfalls direkt am Village Green. Die Inhaber hatten es nicht immer leicht und mussten mehrere Male ums Überleben kämpfen. Im Jahr 2000 sollte das Geschäft verkauft werden, doch die Bewohner Chearsleys konnten den Plan abwenden. 2006 aber musste der Laden geschlossen werden, da der Mietvertrag abgelaufen war. Zwölf Monate später wurde das Haus verkauft und der neue Besitzer eröffnete einen Laden, den er mit einem Tea Room kombinierte. Das ging leider schief; der Tea Room schloss 2009 und der Laden 2010. Ein Jahr später, 2011, übernahm ein neuer Mieter den Dorfladen, der bis heute existiert. Das Problem mit diesen kleinen Läden in Dörfern ist der geringe Umsatz und das relativ kleine Angebot. Viele, die sich für das Überleben der Shops in Krisenzeiten einsetzen, kaufen letztendlich doch lieber in den großen Supermärkten ein.
In „Country Matters“ sehen wir auch Innenaufnahmen des Chearsley Stores, wenn Tom Barnaby und Ben Jones Gary und Tracy Talbot interviewen.

Chearsleys St Nicholas Church wurde bei den Dreharbeiten nicht mit einbezogen; Reverend Suzes Kirche ist in Wirklichkeit eine andere St Nicholas Church, die in Remenham in Berkshire dicht an der Themse steht. Auch das Haus, in dem die Kochschule von Rose Southerley untergebracht ist, findet man nicht in Chearsley, sondern in Fingest (Buckinghamshire), gegenüber der Kirche St Bartholomew (ich berichtete in meinem Blog über Fingest). Es wurde also auch in dieser Episode sehr viel gestückelt und man erweckt den Eindruck, als ob alles an einem Ort gedreht worden wäre.

Der Dorfladen, der in "Country Matters" von betrieben wird.   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Dorfladen, der in „Country Matters“ von Gary und Tracy Talbot betrieben wird.
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Published in: on 6. August 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Episode 100 „Barnaby muss reisen“ (The Killings of Copenhagen)

Foto meiner DVD.

Foto meiner DVD.

Am Sonntag, dem 31. Juli zeigt das ZDF die Jubiläumsfolge 100 der Krimiserie „Midsomer Murders“ alias „Inspector Barnaby“, die den Titel „Barnaby muss reisen„, im Original „The Killings of Copenhagen„, trägt. Wohin die Reise geht, die John Barnaby und sein Sergeant Charlie Nelson unternehmen müssen, zeigt der Originaltitel, nämlich nach Kopenhagen. DCI Barnaby geht äußerst ungern auf diese Reise, da seine Frau kurz vor der Entbindung steht. In Kopenhagen wurde Eric Calder, der Inhaber einer Keksfabrik aus dem Midsomer County, ermordet, und so treffen die beiden Ermittler auf ihre dänischen Kolleginnen Birgitte Poulsen und Anna Degn, die sie vor Ort unterstützen.

Die Calder’s Biscuit Company kommt Barnaby-Fans vielleicht bekannt vor, handelt es sich doch bei den Außenaufnahmen um denselben Drehort, der schon für die Fabrik, die Plummer’s Relish in Episode 40 „Sauce for the Goose“ (dt. „Die Leiche ist heiß“) herstellt, verwendet wurde: The Maltings in Amersham (Buckinghamshire). Über meinen Besuch dort, berichtete ich bereits in meinem Blog.

Aufmerksame Zuschauer der TV-Serie werden sicher auch die Kirche wiedererkennen, in der die Trauerfeier für Eric Calder stattfindet. Es ist St Mary the Virgin in Denham (Buckinghamshire), die von den Produzenten der Serie immer wieder aufgesucht wurde (vielleicht weil der frühere Produzent Brian True-May hier geheiratet hat). Cully Barnabys Trauung sah man hier in Folge 61 „Blood Wedding“ (dt. „Ganz in rot“), die Barnabys singen in St Mary’s am Heiligen Abend in Episode 37 „Ghosts of Christmas Past“ (dt. „Haus voller Hass“) und der Midsomer Worthy Choir probt hier in Folge 50 „Death in Chorus“ (dt. „Tote singen nicht“). Hier ist ein kleiner Film über die Kirche, auf deren Friedhof das Grab des Erfinders des Schleudersitzes, Sir James Martin, zu finden ist (ich schrieb in meinem Blog darüber).

Bestimmt werden einige Barnaby-Fans auch Schauspieler in Episode 100 wiedererkennen, die schon in früheren Folgen mitgespielt haben. Da ist zum Beispiel Adrian Lukis, der den Julian Calder verkörpert, den Bruder des ermordeten Keksfabrikanten. Lukis spielte 2004 in Folge 37 „Dead in the Water“ (dt. „Nass und tot“) den Phillip Trent, der die Ruderregatta auf der Themse organisiert, Vater der hübschen Hettie. Auch in „Downton Abbey“ spielte Adrian Lukis einmal kurz mit, als Sir John Darnley in Episode 6.1.

Unverwechselbar ist auch das Gesicht und die Figur von Richard Cordery, der in „Barnaby muss reisen“, den  Antiquitätenhändler Atticus Bradley spielt, der zusammen mit seinem Bruder Ernest eine zwielichtige Rolle einnimmt. Cordery war 2004 in Folge 34 „The Straw Woman“ (dt. „Brennen sollst du“) als Dr. John Cole und in Folge 74 „The Made-to-Measure Murders“ (dt. „Du musst dran glauben“) als Morris Bingham zu sehen.

Die junge hübsche Summer Haleston, die in einem Cafè arbeitet und mit Harry Calder befreundet ist, wird von Poppy Drayton gespielt, die auch schon einmal einen Kurzauftritt in „Downton Abbey“ hatte und zwar als Madeleine Allsopp in „The London Season“ (2013).

Die beiden dänischen Ermittlerinnen sind Ann Eleonora Jørgensen, die die Kommissarin Birgitte Poulsen, und Birgitte Hjort Sørensen, die ihre Assistentin Anna Degn spielt. Erstere kennt man in Deutschland aus der TV-Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ (2007-2012), da war sie die Pernille Birk Larsen, letztere aus der Serie „Borgen – Gefährliche Seilschaften“ (2010-2013), in der sie als Katrine Fønsmark zu sehen war.

The Maltings in Amersham (Buckinghamshire) = Die Caldersche keksfabrik. Eigenes Foto.

The Maltings in Amersham (Buckinghamshire) = Calder’s Biscuit Company.
Eigenes Foto.

St Mary the Virgin in Denham (Buckinghamshire). Hier findet die Trauerfeier für Eric Calder statt. Eigenes Foto.

St Mary the Virgin in Denham (Buckinghamshire). Hier findet die Trauerfeier für Eric Calder statt.
Eigenes Foto.

Published in: on 29. Juli 2016 at 02:00  Comments (5)  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Henley-on-Thames (Oxfordshire)

The Argyll am Market Place, Ausgangspunkt für die geführten Midsomer Murders-Touren.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Argyll am Market Place, Ausgangspunkt für die geführten Midsomer Murders-Touren.
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Die Regattastadt Henley-on-Thames im Süden der Grafschaft Oxfordshire diente schon mehrere Male als Drehort für die TV-Serie „Midsomer Murders“ alias „Inspector Barnaby„. Seit kurzem wird hier einmal pro Woche ein Rundgang angeboten, der zu den Schauplätzen führt. Von März bis Oktober beginnt die Tour samstags um 11 Uhr am Market Place vor dem Argyll Pub und kostet £5. Wer die Drehorte lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann das anhand eines Planes tun, den man kostenlos im Tourismusbüro bekommt oden den man sich hier herunterladen kann.

Wenn ich an Henley-on-Thames in Zusammenhang mit Tom Barnaby denke, fällt mir als erstes die Folge 37 „Dead in the water“ (dt. „Nass und tot“) ein, die in großen Teilen hier gedreht wurde. Eine Ruderregatta steht im Mittelpunkt dieser Episode, in Anlehnung an die berühmte Henley Royal Regatta, die immer Ende Juni/Anfang Juli auf der Themse ausgetragen wird.

Der Argyll Pub am Market Place, Startpunkt des geführten Rundgangs, war einmal in Folge 51 „Last year’s model“ (dt.“Mörder-Falle“) zu sehen. Der Gastwirt war so stolz darauf, dass er in der Bar eine Messingplakette anbrachte mit der Inschrift, dass Tom Barnaby und Ben Jones bzw. John Nettles und Jason Hughes hier im Jahr 2006 die o.a. Episode gedreht haben. Im Pub hat man auch die Gelegenheit ein spezielles Bier zu probieren, das Midsomer Murders Bitter Sweet Finest Ale.

Ebenfalls am Market Place, neben dem Pub The Three Tuns, findet man in der Hausnummer 7 das Fleischergeschäft Gabriel Machin („Henley’s favourite butcher since 1910“), das in Episode 64 „The magician’s nephew“ (dt. „Der Wald der lebenden Toten“) als Anton Thorneycrofts Butcher Shop diente. Der Gründer Gabriel Machin wurde 1836 geboren, der heutige Besitzer ist Barry Wagner.

Auch die Town Hall findet man am Market Place. Hier ist die Henley Visitor Information untergebracht. Das Gebäude kann man in zwei Barnaby-Folgen sehen: Im oben erwähnten „Last year’s model“, da dient die Town Hall als das Gerichtsgebäude von Causton, und in Episode 68 „The black book“ (dt. „Morden ist auch eine Kunst“), als man die Hall in ein Auktionshaus umwandelte.

Die Hart Street ist die Verlängerung des Market Place in Richtung Themse und hier steht in der Nummer 38 auf der rechten Seite ein wunderschönes Fachwerkhaus, in dem einmal ein spanisches Restaurant, La Bodega, untergebracht war. Dort wurden einige Szenen für die Folge 47 „Down among the dead men“ (dt. „Die Spur führt ins Meer“) aufgenommen. La Bodega wurde 2014 geschlossen und ein Steakhaus der CAU-Kette (Carne Argentina Unica) nahm dessen Platz ein.

Das alte Antiquitätengeschäft Tudor House Antiques in der Duke Street Nummer 49 sieht man in Episode 88 „A sacred trust“ (dt. „Vier Bräute für Christus“).

Auch wer sich für Inspector Barnaby nicht interessiert, wird in Henley-on-Thames auf seine Kosten kommen. Ich bin viele Male in der Stadt gewesen und habe mehrfach in meinem Blog darüber geschrieben. In den chronisch verstopften Straßen ist es nicht ganz leicht, einen Parkplatz zu finden. Mein Tipp: Die Parkplätze am River & Rowing Museum. Von dort ist man zu Fuß in 5 bis 10 Minuten im Zentrum.

Das Fleischergeschäft am Market Place.   © Copyright Roger A Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Fleischergeschäft am Market Place.
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Die Town Hall.   © Copyright Stuart Logan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Town Hall.
 © Copyright Stuart Logan and
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The Old Tudor House in der Duke Street.   © Copyright Kurt C and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Old Tudor House in der Duke Street.
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Published in: on 17. Juli 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Was gibt es Neues aus Inspector Barnabys Midsomer County?

Tief im Herzen des gefährlichen Midsomer County: Hier ein Stimmungsbild aus Westlington in Buckinghamshire. Eigenes Foto.

Tief im Herzen des gefährlichen Midsomer Counties: Hier ein Stimmungsbild aus Westlington in Buckinghamshire.
Eigenes Foto.

Hier ist erst einmal der aktuelle Stand, was die Ausstrahlung der TV-Serie“ Inspector Barnaby“ in Deutschland betrifft: Die letzte am 31. Januar vom ZDF gezeigte Episode war die Nummer 99 „The Flying Club“ (dt. „Flieg, Mörder, flieg“), gleichzeitig die vorletzte Folge der 16. Staffel. Es geht weiter am 31. Juli mit Episode 100 „The Killings of Copenhagen“ (dt. „Barnaby muss reisen“), in dem der Tod eines Keksfabrikanten in Dänemark im Mittelpunkt steht. Die Dreharbeiten in der Keksfabrik fanden auf demselben Gelände statt wie die für die Folge 42 „Sauce for the goose“ (dt. Die Leiche ist heiß“), dort war es eine Fabrik für Relish: The Maltings in Amersham (ich berichtete in meinem Blog darüber). Es folgt Episode 101 „The Dagger Club“ (dt. „Britisches Roulette“), in dem ein Mord während des Luxton Deeping Crime Festivals im Mittelpunkt steht.  Das ist dann die erste Folge der 17. Staffel.

Die sechs Epiosden der 18. Staffel wurden Anfang diesen Jahres in England gesendet. Ab Folge 105 werden wir darin ein neues Gesicht sehen, denn mit „Habeas Corpus“ wird John Barnaby und DS Charlie Nelson eine neue Gerichtsmedizinerin an die Seite gestellt. Dr. Kate Wilding (Tamzin Malleson) geht und Dr. Kam Karimore (Manjinder Virk) kommt. Die Staffel 18 umfasst die Episoden 105 bis 110.

Zurzeit finden die Dreharbeiten für die 19. Staffel statt, die voraussichtlich Anfang 2017 von ITV in England ausgestrahlt werden. Alle Fans von Detective Sergeant Charlie Nelson, der erst in Folge 96 „The Christmas Haunting“ (dt. „Wer mit Geistern spielt“) dazu stieß, werden enttäuscht sein, denn in „Harvest of Souls“ (Folge 110) sehen wir ihn zum letzten Mal. Seinen Part wird DS Jamie Winter übernehmen, gespielt von Nick Hendrix. Der 1985 in Ascot (Berkshire) geborene Hendrix spielte vor allem in Londoner Theatern, hatte Gastauftritte in TV-Serien wie „Foyle’s War“, „Call the Midwife“,  „George Gently“ und übernahm die Rolle des Adrian Cooper in der ITV-Serie „Marcella„.

Worum wird es in den sechs Folgen der neuen Staffel gehen? Bisher wird nur dezent angedeutet, dass u.a. ein verlassenes, geheimnisvolles Dorf, ein Cricket Festival und eine Kaninchenschau eine Rolle spielen werden. Mit dabei sein wird auch wieder Sykes, der sich offenbar in Deutschland bei den Zuschauern sehr großer Beliebtheit erfreut, denn mein Blogeintrag über ihn wurde schon weit über 7000mal aufgerufen.

 

Published in: on 23. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – North Stoke in Oxfordshire

Die Telefonzelle neben der Village Hall von North Stoke, zu sehen zu Beginn der Barnaby-Episode.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Telefonzelle neben der Village Hall von North Stoke, zu sehen zu Beginn der Barnaby-Episode.
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Vor längerer Zeit schrieb ich an dieser Stelle einmal über meine Aufenthalte im The Springs Hotel bei Wallingford in Oxfordshire. In diesem Haus wohnte einmal der Deep Purple-Sänger Ian Gillan, wovon noch heute der gitarrenförmige Swimming Pool zeugt. Direkt neben dem Hotel und dem The Springs Golf Club liegt das Dörfchen North Stoke, in dem eine einzige Episode der Inspector Barnaby-Serie gedreht wurde und das ist schon eine Weile her. „Ring Out Your Dead“ war Folge 20, die unter dem Titel „Glockenschlag zum Mord“ erstmals im Jahre 2007 im ZDF gezeigt wurde; 2002 wurde sie in England ausgestrahlt.

Ein Teil der Dreharbeiten fand in North Stoke an der Themse statt, das im Film Midsomer Wellow heißt. Gleich nach dem Vorspann sind einige dieser Szenen zu sehen, die auf der Hauptstraße des Ortes spielen, die einfach nur The Street heißt. Da ist die charakteristische rote Telefonzelle zu sehen und dort wird der grantige Reggie Harton um ein Haar von Detective Sergeant Troy mit dem Auto überfahren. Die Telefonzelle steht direkt neben der über 100 Jahre alten Village Hall von North Stoke, die in Midsomer Willow Village Hall umfunktioniert wurde, in der die Glockenläuter auf die Entscheidung der Jury warten, wer den Wettbewerb als bester „bell-ringer“ gewonnen hat. Adrian Scarborough, der den fanatischen Peter Fogden spielt, läuft mit dem gewonnenen Pokal in den Händen laut jubelnd aus der Village Hall hinaus. Eine weitere Szene mit Adrian Scarborough wurde im Church Lane gedreht; dort fährt er auf seinem Fahrrad in Richtung The Street und biegt dort ab.

In „Ring Out Your Dead“ hat man, wie in vielen anderen Episoden auch, sehr viele Szenen zusammengeschnippelt, die in mehreren Drehorten gefilmt wurden. Die Kirche ist nicht St Mary in North Stoke, sondern St Leonard’s in Watlington (Oxfordshire) und auch die Tea Rooms sind woanders, nämlich in Taplow (Buckinghamshire), wo auch die Szenen auf dem Village Green gedreht wurden.

Zurück zu North Stoke: Im Church Lane in der Rectory Farm wohnte übrigens der bekannte Schauspieler Michael Caine, und noch eine Berühmtheit hatte sich North Stoke als Wohnsitz ausgesucht: Die Sängerin Clara Butt (1872-1936), die in der Brooke Lodge in The Street wohnte und auch im Dorf starb. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Kirchhof von St Mary. Hier ist sie mit „Land of Hope and Glory“ zu hören.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Themse liegt Cholsey, wo Agatha Christie begraben liegt und wo die Inspector Barnaby-Episode 77 „The Silent Land“ (dt. „Geisterwanderung“) gedreht wurde; ich berichtete in meinem Blog darüber.

North Stoke Village Hall.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

North Stoke Village Hall.
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Church Lane, die Adrian Scarborough alias Peter entlangradelt.   © Copyright Chris Heaton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Church Lane, die Adrian Scarborough alias Peter Fogden entlangradelt.
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The Street in North Stoke.   © Copyright David Purchase and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Street in North Stoke.
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Mein Buchtipp – Chris Behan & Martin Andrew: Roaming Midsomer – Walking and Eating in the Murderous Heart of England

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Im August  2012 stellte ich Chris Behans Buch „Exploring Midsomer: The Towns and Villages at the Murderous Heart of Englandin meinem Blog vor. Darin befasst er sich mit den Dörfern und Kleinstädten, die als Drehorte für die TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ gedient haben. Ein sehr hübscher Band mit vielen Farbfotos, erschienen in dem großartigen Verlag The History Press in Stroud (Gloucestershire).

Jetzt ist am 3. März in diesem Jahr ein Nachfolgeband erschienen, in dem sich Chris Behan mit Martin Andrew zusammengetan hat: “ Roaming Midsomer – Walking and Eating in the Murderous Heart of England„. Martin Andrew hat schon einige Dutzend Bücher geschrieben mit den Schwerpunkten „Wandern“ und „Historische Darstellungen englischer Städte“.

In diesem neuen Band werden 21 Wanderungen/Spaziergänge in Buckinghamshire und Oxfordshire vorgeschlagen, auf denen wir gute alte Bekannte aus der Krimiserie wiederfinden: Gasthöfe, Cottages, Manor Houses usw. Die Spaziergänge sind etwa zwischen 5 und 10 Kilometer lang, also sehr gut zu schaffen. Auf den jeweiligen Routen werden Pubs zur Einkehr vorgeschlagen; falls man mit seinem Hund unterwegs ist, empfehlen die Autoren, wo man seinen vierbeinigen Freund von der Leine lassen kann und wo möglichst nicht. Sehr praktisch: Behan und Andrew sagen, wo Toiletten zu finden sind (was die Vierbeiner wenig interessieren dürfte) und wo man sein Auto für die Zeit der Wanderung abstellen kann.
Bei jeder der 21 Touren erfährt der Leser, welche Episoden hier gedreht worden sind und die historischen Bezüge zu den jeweiligen Orten. Die Wanderung wird sehr detailliert beschrieben, eine kleine Skizze zeigt den Weg. Man sollte das Buch schon mitnehmen, besser, sich die jeweiligen Seiten kopieren. Mein Exemplar ist nicht sehr gut geleimt, und ich kann mir vorstellen, dass man bald fliegende Blätter in der Hand hält.

Ein Beispiel für einen dieser „Walks“:
Walk 11: Dibley  in the Valley. 6,4 Kilometer lang, der die Orte Turville und Fingest einschließt. Empfohlener Gasthof: The Bull and Butcher in Turville. Keine öffentlichen Toiletten, also: Pub aufsuchen. Parkmöglichkeit am Village Green von Turville.
In der Rubrik „Midsomer Comes to…“ erfährt man, welche Episoden hier gedreht wurden. In Turville zum Beispiel „Murder on St Malley’s Day“ und „The Straw Woman“, in Fingest „Country Matters“ und „Silent Land“. In der Rubrik „A Brief Historical Background“ wird einiges über die Kirche St Mary’s in Turville gesagt. Die Wanderung führt u.a. an der „Tschitty Tschitty Bang Bang-Windmühle“ oberhalb Turvilles vorbei, an der einige Szenen dieses Spielfilms gedreht wurden.

Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen und sich die schönen Fotos anzusehen und es gibt viele Anregungen für einen Besuch in dieser gr0ßartigen Landschaft Englands!!

Chris Behan & Martin Andrew: Roaming Midsomer – Walking and Eating in the Murderous Heart of England. The History Press 2016. 128 Seiten. ISBN 978-0-7509-5587-4.

Die Tschitty Tschitty Bang Bang-Windmühle oberhalb Turvilles. Eigenes Foto.

Die Tschitty Tschitty Bang Bang-Windmühle oberhalb Turvilles.
Eigenes Foto.

St Mary's in Turville. Eigenes Foto.

St Mary’s in Turville.
Eigenes Foto.

 

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Britwell Salome in Oxfordshire

Britwell House.   © Copyright Andrew Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Britwell House.
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An der B4009 zwischen Benson und Watlington, zwei Orte mitten in Inspector Barnabys Midsomer County, über die ich in meinem Blog bereits berichtete, liegt das kleine 200-Seelen-Dorf Britwell Salome, das in zwei Barnaby-Episoden als Drehort diente. Mit der biblischen Salome hat der Ortsname nichts zu tun, was auch für das nicht weit entfernte Berrick Salome gilt. Der Name ist zurückzuführen auf die Familie Sulham bzw. De Sulham, die in beiden Orten Lords of the Manor war.

Das Produktiosteam von „Midsomer Murders“ suchte sich das in georgianischem Stil erbaute Britwell House aus, um Folge 28 „Birds of Prey“ (dt. „Unglücksvögel“) hier zu drehen. Das Haus fungiert als Wohnort der Edmontons und gleich zu Beginn der Episode sieht man wie jemand im Schutz der Dunkelheit die Fassade erklimmt und gegen das Giebelfenster klopft, um dort oben von Charles Edmonton eingelassen zu werden. Noch oft ist Britwell House in dem Film zu sehen wie auch die hochaufragende Säule davor, die im Jahr 1764 errichtet wurde, in Erinnerung an die Eltern des damaligen Besitzers Sir Edward Simeon.

Ausgiebig wurde im Britwell House auch für Episode 50 „Death in Chorus“ (dt. „Tote singen nicht“) gedreht. In dieser Folge wohnen hier Giles und Carolyn Armitage, die ein merkwürdiges Verhältnis zueinander haben.

Britwell House erreicht man über eine lange Zufahrt von der B4009 aus; es ist ein Privathaus, das nicht zu besichtigen ist, aber für Hochzeitsempfänge zur Verfügung steht.

Ein weiteres Haus in Britwell Salome kann man kurz in oben erwähnter Episode „Birds of Prey“ sehen: Bartletts, in dem Naomi Sinclair (dargestellt von Alexandra Gilbreath) wohnt.

Das kleine Dorf in Oxfordshire hat natürlich auch eine Kirche, die hier St Nicholas heißt, und einen Gastro-Pub, The Red Lion, direkt an der B4009, Gewinner des Oxford Times Restaurant Of The Year Award im Jahr 2014.

Noch einmal das Britwell House.   © Copyright Des Blenkinsopp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Noch einmal das Britwell House.
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The Red Lion an der B4009.   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Red Lion an der B4009.
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Published in: on 11. April 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Episode 99: „Flieg Mörder, flieg“ (Original: „The Flying Club“)

Das White Waltham Airfield.   © Copyright Phil Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das White Waltham Airfield.
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Im Mittelpunkt der 99. Episode der Inspector Barnaby-Reihe „Flieg Mörder, flieg„, deren Originaltitel „The Flying Club“ lautet, steht der Flugplatz Finchmere Airfield, der den beiden Partnern Bernard King und Perry Darnley gehört. Gedreht wurden die Szenen auf dem White Waltham Airfield, das nördlich des Ortes White Waltham in der Gabelung der Autobahn M4 und der A40 in Berkshire liegt. Der 1928 gegründete Flugplatz war im Zweiten Weltkrieg Hauptstützpunkt der Air Transport Auxiliary, die im Film auch eine Rolle spielt.
Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh lernte hier in den frühen 1950er Jahren fliegen.

Heute gehört der Flugplatz, der zu den größten kommerziell genutzten in ganz Europa zählt, dem West London London Aero Club; rund 150 Maschinen sind hier stationiert. Dieser Film zeigt den Landeanflug eines Flugzeugs auf dem White Waltham Airfield.
Gefilmt wurde für die Barnaby-Episode auf dem Flugfeld und im Clubhaus, zusätzlich wurden Aufnahmen von einer Flugschau im August 2013 eingebaut. Es ist nicht das erste Mal, dass auf diesem Flugplatz Filmcrews im Einsatz waren; mehrere Folgen der Serie „The Professionals“ (dt. „Die Profis“), die von 1977 bis 1983 in England gezeigt wurde, sind hier gedreht worden, ebenso Szenen für den Film „My Week With Marilyn“ (2011), der unter dem gleichen Titel in Deutschland lief.

Der ermordete Bernard King wurde übrigens über dem Hillingdon Outdoor Activities Centre bei Harefield, westlich von London, aus dem Flugzeug in den See geworfen.

Ein weiterer Drehort für die Episode „Flieg Mörder, flieg“ war die Henley Business School in Henley-on-Thames, die als das Belvoir Gym & Health Spa dient, in der Stephanie King arbeitet. Die Wirtschaftsschule der University of Reading liegt an der A4155 direkt an der Themse.

Das Haus, in dem Eddie Rayner und seine Tochter Jessie wohnen, findet man in der School Road am Tylers Green von Penn in Buckinghamshire.

Hier sind einige der Darsteller aus der 99. Barnaby-Episode:

Robert Bathurst ist als Flugplatzbesitzer Perry Darnley zu sehen. Ihn kennt jeder Downton Abbey-Fan als Sir Anthony Strellan, dem in Deutschland verschollenen Freund von Lady Edith.

June Whitfield, die die Molly Darnley spielt, hat schon einmal in Midsomer Murders mitgewirkt, als Peggy Alder in Folge 43 „Midsomer Rhapsody“ (dt. „Melodie des Todes“).

Bernard Cribbins alias Duggie Wingate, Jahrgang 1928, ist schon seit den 1950er Jahren im Film- und Theatergeschäft tätig und dreht immer noch, zuletzt in dem Film „A Midsummer Night’s Dream“, der in diesem Jahr in die Kinos kommen wird.

Die attraktive Laila Rouass verkörpert die mysteriöse Stephanie King. Sie war u.a. in den Serien „Footballers‘ Wives“ und „Holby City“ zu sehen.

Die Henley Business School.   © Copyright David Purchase and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Henley Business School.
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Das weiße Haus am Tylers Green in Penn, in dem die Rayners wohnen.   © Copyright David Hawgood and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das weiße Haus (in der Bildmitte) am Tylers Green in Penn, in dem die Rayners wohnen.
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Published in: on 30. Januar 2016 at 02:00  Comments (4)  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Episode 97 „Der Trüffelschwein-Mörder“ (Original: „Wild Harvest“)

The Stag & Huntsman in Hambleden. Eigenes Foto.

The Stag & Huntsman in Hambleden.
Eigenes Foto.

Die Episode 97 der Inspector Barnaby-Reihe heißt in Deutschland „Der Trüffelschwein-Mörder“ und wird vom ZDF am 24. Januar erstmals ausgestrahlt. Der Originaltitel lautet „Wild Harvest„.
Zwei Hauptschauplätze stehen in dem Film im Mittelpunkt: Das Wyvern House, ein Restaurant, in dem die Küchenchefin Ruth Cameron das Sagen hat, und ein Pub, The Stag & Huntsman, der von Angela Linklater geführt wird. Beginnen wir mit dem Pub:

Den The Stag & Huntsman gibt es unter diesem Namen wirklich und zwar in dem hübschen Dorf Hambleden in Oxfordshire, über den ich in meinem Blog in der Reihe „Auf den Spuren von Inspector Barnaby“ schon geschrieben habe. Liegt Hambleden nun in Oxfordshire oder in Buckinghamshire? Ich bin mir nicht sicher, da im Ort selbst unterschiedliche Angaben gemacht werden.

Ich hatte mein Auto auf einem kleinen Parkplatz nur wenige Meter vom Pub entfernt abgestellt und einen Spaziergang durch Hambleden gemacht. Der Ort ist recht klein und in ein paar Minuten hat man ihn „erwandert“. Es ist das erste Mal, dass John Barnaby hier ermittelt, sein Cousin Tom war schon mehrere Male hier. Im Stag & Huntsman kann man auch wohnen, mehrere Zimmer stehen für eine Übernachtung zur Verfügung. Im Restaurant kann man unter Pub-Klassikern wählen oder sich eines der in verschiedenen Größen angebotenen Steaks zu Gemüte führen.

Das Wyvern House Restaurant existiert unter diesem Namen nicht. Dafür diente als Drehort die Notley Abbey bei Long Crendon in Buckinghamshire, ein sehr schönes altes Anwesen, in dem von 1944 bis 1960 die Schauspieler Laurence Olivier und Vivien Leigh wohnten. Hier gingen viele berühmte Schauspielerkollegen ein und aus, darunter auch Sir John Mills mit seiner Tochter Hayley, die in dieser Barnaby-Episode die Lizzy Thornfield spielt. Heute wird das Haus gern für Hochzeitsfeiern gemietet. Hier ist ein Film.

Einige der Darsteller in „Der Trüffelschwein-Mörder“ kommen sicher dem einen oder anderen bekannt vor:

Sharon Small spielt die tyrannische Küchenchefin Ruth Cameron. Sie war die Barbara Havers in der Krimiserie „Inspector Lynley“ (2001-2007).

Johnny Linklater, Ex-Gatte der Pubbesitzerin Angela, wird von Clive Wood verkörpert, der Barnaby-Fans kein Unbekannter ist. Er spielte in Episode 11 „Blue Herrings“ (dt. „Drei tote alte Damen“) den Dr. Clive Warnford und in Folge 69 „Secrets and Spies“ ( dt. „Sportler und Spione“) den Geoffrey Larkin.

Marc Elliott ist als Nick Iver zu sehen, der in der Serie „EastEnders“ den Syed Masood spielt.

Lucinda Dryzek alias Amy Strickland, die durch eine Suppe vergiftet wird, ist eine typische Seriendarstellerin, zuletzt zu sehen u.a. in „Cardinal Burns“ und „Stella“.

Published in: on 23. Januar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Episode 96: Da hilft nur beten („Let Us Prey“)

St Mary the Virgin in Hurley. Eigenes Foto.

St Mary the Virgin in Hurley.
Eigenes Foto.

Am Sonntag, dem 17. Januar 2016 sendet das ZDF erstmals die Episode 96 der Inspector Barnaby-Reihe, die den Titel „Da hilft nur beten“ trägt. Der Originaltitel lautet „Let Us Prey“ und ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, da es sich hier um ein Wortspiel handelt (to pray=beten, to prey= berauben).

Die Hauptschauplatz ist Midsomer St Claire mit seiner Kirche. Sehen wir uns die Drehorte einmal genauer an:

Hurley in Berkshire suchte sich das Produktionsteam von Midsomer Murders zum wiederholten Male aus ( ich berichtete in meinem Blog über die anderen Episoden, die hier gedreht wurden), weil es keinen Durchgangsverkehr gibt und man die Straßen für die Filmaufnahmen relativ einfach absperren kann, ohne dass es zu großen Verkehrsbehinderungen kommt. Im Mittelpunkt der Episode steht die Kirche, die in Hurley St Mary the Virgin heißt und überwiegend aus der normannischen Zeit stammt. Sie ist von einer langen Steinmauer umgeben und steht mitten im Ort. Man kann die Mauer mehrfach in dem Film sehen, vor allem bei den Aufnahmen, die vor dem Dorfladen des Ewan Evans an der High Street spielen. Diesen Laden gibt es in Hurley wirklich; er liegt direkt neben dem Crazy Fox Bed & Breakfast.

Da die Themse direkt an Hurley vorbeifließt, konnte man die Flussaufnahmen hier gleich mit vornehmen. Die Anlagen des Hurley Locks, der Themseschleuse, und des Hurley Weirs sind gleich am Anfang des Films zu sehen, als man hier die Leiche von Nancy Dewar findet. Auch im weiteren Verlauf spielen immer wieder Szenen an der Themse. Wie es dort an der Schleuse „im richtigen Leben“ zugeht, zeigt dieser Film.

Hurley ist wirklich ein sehr hübscher Ort, den ich mir an einem warmen Sommertag genauer angesehen habe. In diesem Film wird ein kleiner Spaziergang durch Hurley mit der Videokamera unternommen.

Wer sich „Da hilft nur beten“ ansieht, dem kommen möglicherweise einige Schauspieler bekannt vor. Da sind zum Beispiel:

Paul Copley, der den Frank Dewar spielt. Den kennen viele sicher als Mr. Mason, den Schwiegervater des Küchenmädchens Daisy aus „Downton Abbey“.
Andrea Lowe spielt Ava Gould, die Tochter des ehemaligen Vikars, der an der Themse wohnt. Andrea Lowe ist bekannt als Detective Sergeant Annie Cabbot in der Serie „Inspector Banks“.
Rebecca Front ist hier als Reverend Martha Hillcott zu sehen. Sie spielte in der Krimiserie „Lewis“ dessen Vorgesetzte, Chief Superintendent Innocent.

Für mich gehört „Da hilft nur beten“ zwar nicht zu den stärksten Barnaby-Episoden, aber die Szenen, die an der Themse spielen, sind schon atmosphärisch sehr dicht.
Wer Hurley einmal aufsuchen möchte: Es ist nur wenige Kilometer von Marlow entfernt und liegt an einer Stichstraße, die von der A404 (Maidenhead – High Wycombe) abgeht. Direkt gegenüber, auf der anderen Themseseite, liegt übrigens das Danesfield House Hotel, über das ich in meinem Blog einmal berichtete (und in dem George und Amal Clooney 2014 ihre Hochzeit feierten).

Der Dorfladen an der High Street.   © Copyright Miranda Hodgson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Dorfladen an der High Street.
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Die Schleuse von Hurley.   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 16. Januar 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Wallingford in Oxfordshire

Dreharbeiten zu Midsomer Murders in Wallingford.   © Copyright Des Blenkinsopp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Dreharbeiten zu Midsomer Murders in der Wood Street in Wallingford.
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Kürzlich stellte ich fest, dass ich in meiner Serie über Drehorte der Inspector Barnaby-Krimireihe einen der wichtigsten noch gar nicht vorgestellt habe, nämlich Wallingford in Oxfordshire, das als Causton fungiert, dort, wo die Barnabys wohnen und wo sich die Polizeistation befindet, in der Tom/John Barnaby mit ihren jeweiligen Sergeants stationiert sind. Wallingford ist eine sehr hübsche Kleinstadt an der Themse; die schöne Lage am Fluss hat aber leider auch seine Nachteile, denn die Themse tendiert dazu, hin und wieder über die Ufer zu treten, mit schlimmen Folgen für die Umgebung.

Wer sich in Wallingford auf Spurensuche nach Inspector Barnabys Drehorten machen möchte, sollte vielleicht erst einmal das Touristenbüro aufsuchen, das in der Town Hall am Market Place untergebracht ist, also mitten im Zentrum der Stadt.  Dort gibt es ein kleines Faltblatt „Midsomer Murders: The Wallingford Connections“ (hier kann man es herunterladen), das alle wichtigen Plätze auflistet und beschreibt, die in der TV-Serie zu sehen sind. Ich traf in der Tourist Information auf eine sehr freundliche Dame, die mir einige Hinweise auf die Dreharbeiten geben konnte.

Da ist vor allem der Market Place selbst, an dem mehrere Gebäude liegen, die wir aus „Midsomer Murders“ kennen wie die bereits erwähnte Town Hall und The Corn Exchange, die als Causton Playhouse dient.

Vielleicht erinnern sich noch einige an Episode 6 „Death’s Shadow“ (dt. „Der Schatten des Todes“); da treffen Cully und der von ihr angehimmelte Simon Fletcher auf dem Market Place auf Reverend Stephen Wentworth, der Simon überredet, die Eröffnungsrede bei dem geplanten Dorffest zu halten.

Schon in Episode 3 „Death of a Hollow Man“ (dt. „Requiem für einen Mörder“) steht die Corn Exchange im Mittelpunkt, als dort die Proben und später die Aufführung des Stückes „Amadeus“ stattfinden, gespielt von der Causton Amateur Dramatic Society, natürlich mit tödlichem Ausgang.

In Folge 7 „Strangler’s Wood“ (dt. „Der Würger von Raven’s Wood“) sieht man Culley an der Town Hall auf ihren Vater warten, mit dem sie eine Aufführung im Causton Playhouse gegenüber besuchen möchte, aber Tom Barnaby ist anderweitig beschäftigt und schickt seinen Sergeant Troy, der an seine Stelle treten soll.

Die Wallingford Bridge, die über die Themse führt und so etwas wie ein Wahrzeichen der Stadt ist, bekommt man meines Wissens nur einmal zu Gesicht, und zwar auch in Folge 6 „Death’s Shadow“ als Tom Barnaby und Culley  über die Brücke fahren.

Der kleine Laden Down to Earth („Designer Homeware – Beautiful Gifts“) in der St Martin’s Street, nur wenige Schritte vom Market Place entfernt, war einmal in Episode 71 „Small Mercies“ (dt. „Böse kleine Welt“) als Browse A While Gift Shop zu sehen.

Mehrfach in der TV-Serie zu sehen war auch der Wallingford Parish Choir, der dort den Namen Midsomer Worthy Choir trägt; darüber habe ich in meinem Blog in einem eigenen Eintrag geschrieben.

Selbst wer zu Inspector Barnaby keinerlei Bezug hat, wird in Wallingford auf seine Kosten kommen. Die kleine Stadt eignet sich hervorragend als Standort für Touren nach Oxford und in die wunderschöne Umgebung. Ein Spaziergang an der Themse empfiehlt sich, ebenso wie ein Besuch in der Corn Exchange, deren Theatergruppe The Sinodun Players von 1951 bis 1976 Agatha Christie als Präsidentin vorstand. Ich berichtete in meinem Blog darüber in Zusammenhang mit dem Agatha Christie-Trail in Wallingford.

Der Market Place im Winter.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Market Place im Winter.
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Wallingford Corn Exchange. Eigenes Foto.

Wallingford Corn Exchange.
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Die Town Hall mit dem War Memorial davor.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die Wallingford Bridge bei Hochwasser.   © Copyright Des Blenkinsopp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Wallingford Bridge bei Hochwasser.
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Die richtige Wallingford Police Station.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die „richtige“ Wallingford Police Station in der Reading Road.
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Published in: on 23. Dezember 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Benson in Oxfordshire

The Crown Inn an der High Street von Benson.   © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Crown Inn an der High Street von Benson.
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Die Dreharbeiten für die 18. Staffel der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ sind abgeschlossen, und so weit ich ermitteln konnte, sollen die sechs neuen Folgen Anfang 2016 von ITV ausgestrahlt werden. Bei den Drehorten griff man auf Altbewährtes zurück wie Wallingford und Dorchester-on-Thames, aber ein Ort ist neu, in dem das Produktionsteam für einige Tage sein Lager aufschlug: Benson im Südosten der Grafschaft Oxfordshire. Eigentlich war der kleine Ort an der B4009 schon lange „überfällig“ als Drehort, denn an dieser Straße liegen wie an der Perlenschnur aufgereiht Dörfer, die wir im Laufe der Zeit schon in der Krimiserie gesehen haben wie Watlington, Lewknor, Britwell Salome, Shirburn und Bledlow.

Nun also Benson, ein Ort, durch den ich bei meinen Exkursionen durch das Midsomer County schon x-mal durchgefahren bin. In Episode 106, der zweiten in der 18. Staffel, die den Titel „The Incident at Coopers Hill“ trägt, filmte man im Frühjahr diesen Jahres fünf Tage lang. Schauplätze waren The Crown Inn an der High Street, ein Pub mit einer schönen Außenfassade. Hier drehte man sowohl Außenaufnahmen als auch in der Küche, in der Bar und im Restaurant. Von der High Street abgehend und nur ein paar Schritte vom Pub entfernt, ist die Sackgasse Observatory Close, in der man zwei Häuser für die Serie in Beschlag nahm. Direkt daneben schließt gleich das Gelände von RAF Benson an, ein Militärflugplatz, der 1939 eröffnet wurde und auf dem heute überwiegend Hubschrauberstaffeln stationiert sind; auch hier wurden Dreharbeiten vorgenommen.

Als Gaststars für „The Incident at Coopers Hill“ konnte man Michelle Collins gewinnen, die viele Jahre lang in den Endlosserien „Coronation Street“ und „Eastenders“ mitgespielt hat, und Alison Steadman, die man u.a. in der Comedy „Gavin and Stacey“ von 2007 bis 2009 als Pam Shipman sehen konnte und als Gwenda Simpson in der Komödie „Clockwise“ mit John Cleese.

Ich freue mich schon sehr auf die neuen Folgen meiner Lieblingsserie „Midsomer County“; sie erscheinen glücklicherweise schon sehr bald auf DVD. Bei Acorn Media in London bekommt man die DVDs manchmal schon früher als im Handel.

RAF Benson.   © Copyright Andrew Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 3. Dezember 2015 at 02:00  Comments (2)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – The Black Park in Buckinghamshire

Der Black Park Lake.   © Copyright Ray Stanton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Black Park Lake.
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Die in den 1930er Jahren gegründeten Pinewood Studios bei Iver Heath in Buckinghamshire gehören zu den renommiertesten Filmstudios weltweit. Ihre Lage könnte besser nicht sein: London ist nur 32 Kilometer entfernt, die Autobahnen M25 und M40 sind beinahe in Hörweite und direkt vor den Toren erstreckt sich ein großes Wald- und Parkgelände, der Black Park, der sich hervorragend für Dreharbeiten eignet. So wurde und wird der Wald denn auch weidlich für Filmproduktionen genützt. Zahlreiche Aufnahmen für Hammer Horror Filme (die Bray  Studios, die diese Filme herstellten, waren auch nicht weit entfernt) wie „Frankensteins Fluch“ (1957) und „Draculas Bräute“ (1960) fanden hier statt, es folgten einige „Carry On„-Filmkomödien (die in Deutschland unter dem Titel „Ist ja irre… liefen) und einige  James Bond-Filme wie „Goldfinger“ (1964), „Octopussy“ (1983) und „Casino Royale“ (2006). Harry Potter-Fans erkennen den Park vielleicht auch wieder, denn in mehreren Filmen der Reihe wurde hier gedreht.

Die Produzenten von britischen TV-Serien bezogen den Wald vom Black Park ebenfalls gern in die Dreharbeiten ein. Insgesamt listet die imdb 76 Filme auf, die zumindest in Teilen in diesem Teil Buckinghamshires hergestellt wurden.

Inspector Barnaby war, soweit ich ermitteln konnte, viermal hier zu Gast und in drei Episoden wurde im Black Park gemordet. Hier ist ein Überblick:

Episode 3 – „Death of a Hollow Man“ (dt. „Requiem für einen Mörder“).
Zwei Jungen rudern auf einem See (dem Black Park Lake) und finden dort die Leiche von Agnes Gray. Tom Barnaby, Sergeant Troy und Dr Bullard treffen sich am Ufer des Sees, um einen ersten Blick auf die Leiche zu werfen. Der Black Park Lake befindet sich im westlichen Teil des Geländes an der Black Park Road.

Episode 13 – „Beyond the Grave“ (dt. „Der Fluch von Aspern Tallow“).
Inspector Barnaby verabredet sich mit Sandra McKillop am Ufer eines Sees (wieder ist es der Black Park Lake), wo er ihr verständlich zu machen versucht, dass sie nicht verrückt ist und dass sie manipuliert wird.

Episode 21 – „Murder at St Malley’s Day“ (dt. „Mord am St Malley’s Day“).
Daniel Talbot nimmt am St Malley’s Day Race teil, einem Wettrennen, das auch durch Wälder führt. An einer einsamen Stelle wird Daniel attackiert, und er schleppt sich schwerverletzt zur Devington School zurück, wo er tot zusammenbricht. Barnaby und Troy ermitteln in mehreren Szenen tief im Black Park.

Episode 94 – „The Sicilian Defense“ (dt. „König, Dame, Tod“).
Nachts im Wald wird Harriet Farmer, die sich hier mit ihrem Freund Finn Robson verabredet hat, angegriffen und so schwer verletzt, dass sie in ein Koma fällt. Nachdem sie wieder erwacht ist, beginnt sie sich langsam an den nächtlichen Zwischenfall im Wald zu erinnern. Auch in dieser Episode sehen wir wieder den Black Park Lake, an dessen Ufer Edward Stannington mit einem Eispickel ermordet wird.

Hier sind Aufnahmen vom Black Park und vom Black Park Lake zu sehen.

Den Black Park, wie auch alle anderen Wälder im Midsomer County, sollte man nachts besser nicht aufsuchen.   © Copyright Robin Webster and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Den Black Park, wie auch alle anderen Wälder im Midsomer County, sollte man nachts besser nicht aufsuchen.
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Eingang zu den Pinewood Studios.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 2. November 2015 at 02:00  Comments (3)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Penn Street (Buckinghamshire)

Holy Trinity Church in Penn Street (Buckinghamshire).   © Copyright David Purchase and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Auf einer meiner Fahrten durch das fiktive Midsomer County auf den Spuren von Inspector Barnaby fuhr ich von Beaconsfield nach Amersham, allerdings nicht auf direktem Weg über die A355, sondern auf kleinen Straßen über Forty Green und Penn, alles Drehorte der TV-Krimiserie. Etwas verwirrend ist es mit Penn an der B474 und Penn Street, ein Ort, der etwas weiter nördlich an der Penn Street liegt, die von Winchmore Hill über Penn Street Village zur A404 führt. Um es noch verwirrender zu machen: Sowohl Penn als auch Penn Street haben Kirchen, die beide Holy Trinity heißen.

Über den Ort Penn habe ich in meinem Blog schon geschrieben, über Penn Street noch nicht, was ich hiermit nachholen möchte. Neben dem Pub The Six Bells in Warborough, der hier The Luck in the World heißt, spielt die Kirche Holy Trinity in Penn Street eine wesentliche Rolle in der Episode 40 der 8. Staffel „Second Sight“ (dt. „Blick in den Schrecken“), die 2004 gedreht wurde. Pete Kubatsky, gespielt von Will Keen, ist der Pfarrer der Kirche, der es gar nicht gut findet, dass das Baby Christine Kirby nicht getauft werden soll; also greift er zu anderen Mitteln…

Holy Trinity in Penn Street, die sich durch die gleichnamige Kirche in Penn durch den spitzen Kirchturm unterscheidet, wurde 1849 von dem Architekten Benjamin Ferrey erbaut, auf dessen Konto noch Dutzende weiterer Kirchen gehen (z.B. auch Holy Trinity in Henley-on-Thames).  Förderer der Holy Trinity Church ist Frederick Richard Penn Curzon, 7th Earl Howe, Deputy Leader des House of Lords, der im Ort im Penn House lebt, in dem auch schon Dreharbeiten für die Barnaby-Serie stattgefunden haben. Besonders bemerkenswert in der Kirche ist der Taufstein, der am Ende von „Second Sight“ zu sehen ist, wenn Pfarrer Kubatsky bei Blitz und Donner eine Zwangstaufe vornehmen will. Der schwere Grabstein, den Little Mo aus dem Boden reißt, um damit die Kirchentür aufzubrechen, ist sicher anschließend wieder fest eingegraben worden (wenn es denn ein echter Grabstein war, was zu bezweifeln ist). Das große Gemälde, das man im Film in der Kirche sehen kann, ist eine Kopie von Raffaels „Transfiguration“, dessen Original in der Vatikanischen Pinakothek hängt.

So ganz habe ich die verzwickte Familiengeschichte der Kirbys und Ransomes nicht verstanden, aber für mich ist die „Location“ der Midsomer Murder-Serie sowieso von größerem Interesse als die Handlung.

Und noch einmal Holy Trinity aus einer anderen Perspektive.   © Copyright Andrew Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Und noch einmal Holy Trinity aus einer anderen Perspektive.
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Penn Street Village Green.   © Copyright David Purchase and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Penn Street Village Green.
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Published in: on 14. September 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Taplow in Buckinghamshire

Die High Street von Taplow. Old Lodge ist das letzte Haus in der Reihe.   © Copyright David Hawgood and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die High Street von Taplow. Old Lodge ist das letzte Haus in der Reihe.
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Das kleine Taplow in Buckinghamshire könnte man auch als Vorort der weit größeren Stadt Maidenhead bezeichnen, die wiederum zu Berkshire gehört. Man weiß in dieser Region nicht immer, in welcher Grafschaft man sich nun eigentlich befindet. Über Taplow Court habe ich vor einiger Zeit in meinem Blog schon geschrieben.

Sowohl der „alte“ als auch der „neue“ Inspector Barnaby waren hier schon einmal auf Mörderjagd. John Nettles, alias Tom Barnaby, drehte im Jahr 2002 in Taplow für die Episode 20 „Ring out your dead“ (dt. „Glockenschlag zum Mord“), eine meiner Lieblings-Folgen. In der High Street  fanden die Location Manager die Old Lodge, ein recht unscheinbares Haus, das im Jahr 1805 erbaut worden war, und das man in die „Cosy Kitchen Tea Rooms“ verwandelte, das von Sue Tutt (gespielt von Clare Holman, die wir auch als Dr. Laura Hobson in der Krimireihe „Lewis“ kennen) betrieben wird. Die Kirchen-Szenen drehte man nicht in St Nicholas, der Dorfkirche von Taplow, die gleich um die Ecke liegt, sondern stoppelte sie, wie so oft in „Midsomer Murders“, aus mehreren anderen Kirchen (Watlington, Bray, Monks Risborough) zusammen, was der ortsunkundige Betrachter natürlich nicht merkt. Dafür sieht man in „Glockenschlag zum Mord“ auch das Village Green von Taplow an der Rectory Road, wo sich Emma Tyroe und Dennis Ebbrell treffen.

Zehn Jahre später rückte das „Barnaby“-Produktionsteam erneut in Taplow ein, mit Neil Dudgeon als DCI Barnaby. Jetzt drehte man hier die Episode 93 „Written in the stars“ (dt. „Sonne, Mond und Sterne“) und verwendete noch einmal die Old Lodge in der High Street; dieses Mal machte man aus dem Haus eine Apotheke: „Dutta’s Pharmacy„, geleitet von dem indischstämmigen Henry Dutta. An der Außenfassade wirbt er für seine Dienstleistungen, zu denen u.a. „Eye Tests“ und „Phytotherapy“ gehören.

Für die Erlaubnis, die Folge 93 im Dorf zu drehen, erhielt der Taplow Parish Council von der Midsomer Murders-Produktionsgesellschaft übrigens £1200.

Wer sich auf die Spuren von Inspector Barnaby begibt und das hübsche Taplow besucht, der kann am Village Green im The Oak & Saw vielleicht ein Pint trinken (Brakspear Bitter und Fuller’s London Pride gehören zu den „regulars“) oder auch zu Mittag essen.

Taplow Village Green.   © Copyright Stefan Czapski and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Taplow Village Green.
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The Oak & Saw am Village Green.   © Copyright Stefan Czapski and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 3. September 2015 at 02:00  Comments (3)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Dr. Kam Karimore, die neue Pathologin in Staffel 18

Ich glaube, alle Inspector Barnaby-Fans haben damals das Ausscheiden des sympathischen Pathologen George Bullard sehr bedauert, der in der Episode 85 „The Oblong Murders“ (dt. „Ein Funke genügt“) seinen letzten Auftritt hatte. Leider verstarb Barry Jackson, der den Mediziner verkörperte, am 5. Dezember 2013.
In Bullards Fußstapfen trat mit Folge 86 „The Sleeper Under the Hill“ (dt. „Die Druiden kommen“) eine junge Frau, Dr. Kate Wilding, gespielt von Tamzin Mallard. Hatte sie nun eine Affäre mit John Barnabys „sidekick“ DS Charlie Nelson? Ich mochte ihre unkomplizierte Art!

Nun hatte auch Dr. Kate Wilding in Episode 104 „A Vintage Murder“ (dt. „Ein letzter Tropfen“) ihren letzten Fall, in dessen Mittelpunkt die Midsomer Vinae Vinery steht. Und es gibt wieder eine weibliche Pathologin, die Kates Nachfolge im Midsomer County antreten wird: Dr. Kam Karimore. Zur Zeit werden sechs neue Folgen für die 18. Staffel gedreht, die voraussichtlich im nächsten Jahr von ITV ausgestrahlt werden, und Dr. Karimore ist von Anfang an dabei, beginnend mit Episode 105 „Habeas Corpus„. Das Besondere an dieser Neubesetzung ist, dass die Medizinerin von einer Asiatin gespielt wird; undenkbar, als Brian True-May die beliebte Krimiserie noch produzierte, denn er legte Wert darauf, dass darin keine ethnischen Minderheiten auftraten. Das englische Dorf sei „the last bastion of Englishness“, so True-May. Mit dieser Haltung bekam er Probleme mit seiner Produktionsfirma All3Media, was schließlich dazu führte, dass True-May als Produzent der Serie abgelöst wurde.

Inzwischen ist der Einsatz von Schauspielern mit asiatischen Wurzeln kein Tabu mehr wie in der Episode 92 „Written in the Stars“ (dt. „Sonne, Mond und Sterne“) zu sehen war.

Die Schauspielerin Manjinder Virk übernimmt die Rolle der Kam Karimore. Sie wurde in Coventry geboren, einer Region, in der sehr viele Menschen aus dem asiatischen Bereich kommen. Virk war schon mehrfach in Fernsehserien zu sehen wie z.B. in „The Bill“, „Holby City“ und „Call the Midwife“. Hier ist sie in einem Filmausschnitt zu sehen.

Die Titel der ersten drei Folgen der 18. Staffel von „Midsomer Murders“ stehen bereits fest: „Habeas Corpus“ (dt. „Und wo sind die Leichen?“) ist die Folge 105, „The Incident at Cooper’s Hill“ (dt. „Alles Böse kommt von oben“) wird Nummer 106 und „Breaking the Chain“ (dt. „Der Tod radelt mit“) die Episode 107.

 

Published in: on 25. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Moulsford (Oxfordshire)

Von hier aus ruderten Barnaby und Scott hinüber zu Claire Bonavitas Haus in Moulsford.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Von hier aus ruderten Barnaby und Scott hinüber zu Claire Bonavitas Haus in Moulsford.
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Vor längerer Zeit berichtete ich in meinem Blog über meine Aufenthalte im The Springs Hotel, südlich von Wallingford in Oxfordshire. Nur wenige Autominuten sind es von dort nach Moulsford, ein Dorf, das direkt an der Themse liegt. Hier wurden einige Sequenzen für die Folge 37 „Dead in the Water“ (dt. „Nass und tot“) der Inspector Barnaby-Serie gedreht. Vielleicht erinnert sich der/die eine oder andere: DS Scott rudert seinen Boss von der einen Themseseite auf die andere, um zum Haus von Claire Bonavita, Schatzmeisterin des Ruderclubs, zu gelangen, die ein Auge auf den Ruderer Henry Charlton geworfen hat. Claires Ehemann Freddie weilt auch noch in dem Haus an der Themse, obwohl er, nach Aussage von Mrs. Bonavita, in Malta weilen sollte. In der Themseüberquerungsszene kann man einen Blick auf den hübschen Ort Moulsford werfen, im Hintergrund ist die Gemeindekirche St John the Baptist zu sehen. Trotz der schönen Lage ist das Produktionteam von „Midsomer Murders“ (bisher) noch nicht wieder zurückgekehrt.

An der Ferry Lane steht ein sehr netter Themse-Pub, „The Beetle & Wedge Boathouse„, in dem man auch übernachten kann. Hier schrieb der Schriftsteller Herbert George Wells 1910 seinen Roman „The History of Mr. Polly“ (dt. „Mr. Polly steigt aus“);  der Gasthof taucht darin auch als Potwell Inn auf. Verfilmt wurde der Roman 1949 mit John Mills als Alfred Polly, allerdings nicht in Moulsford, sondern in den Denham Studios in Buckinghamshire.

Vom Restaurant des Beetle & Wedge aus blickt man direkt auf die gemächlich vorbeiziehende Themse, für mich einer der schönsten Flüsse der Welt.

Moulsford von South Stoke aus gesehen.    © Copyright Peter Jemmett and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Moulsford von South Stoke aus gesehen.
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The Beetle & Wedge in Moulsford.    © Copyright Bill Nicholls and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Beetle & Wedge in Moulsford.
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Vor The Beetle & Wedge.    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Themsepfad vor The Beetle & Wedge.
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The Skimmington Ride

Das Village Green von Brill auf dem der Skimmington Ride stattfand. Eigenes Foto.

Das Village Green von Brill, auf dem der Skimmington Ride stattfand.
Eigenes Foto.

Ich wurde mit dem Skimmington Ride erstmals in der TV-Serie Midsomer Murders/Inspector Barnaby in Episode 48 „Four Funerals and a Wedding“ (dt. „Erst morden, dann heiraten“) konfrontiert, in der diese Tradition eine Rolle in der Handlung spielt. In dem Film wird der Reverend Anthony Gant, rückwärts auf einem Pferd sitzend mit einer Kapuze über dem Kopf, erschossen. Nun, das Erschießen gehört selbstverständlich nicht zu einem üblichen Skimmington Ride wie er hier in dem Dorf namens Broughton durchgeführt wird.  

Der Name „Skimmington Ride“ kommt wahrscheinlich von dem Wort „skimming ladle“, was soviel wie Schöpflöffel heißt. In einigen Teilen Englands wurde der Skimmington Ride vollzogen, wenn die Dorfbevölkerung ihren Protest gegen das unmoralische Verhalten einer ihrer Bewohner zum Ausdruck bringen wollte. Das konnte z.B. eine Frau sein, die ihren Mann betrogen hatte oder ein Mann, der es klaglos hinnahm, zum Hahnrei gemacht worden zu sein oder ein Mann, der seine Frau schlug. Gründe gab es genug. Um die jeweilige Person zu bestrafen bzw. sich über sie lustig zu machen, wurden Ebenbilder von ihr (zum Beispiel verkleidete Nachbarn) auf einem Wagen oder auf dem Rücken eines Esels durch den Ort geführt, wobei Frauen mit Schöpflöffeln (!), Töpfen, Pfannen usw. hinterherliefen und damit einen höölischen Lärm vollführten.

Thomas Hardy hat in seinem Roman „The Mayor of Casterbridge“ (dt. „Der Bürgermeister von Casterbridge: Leben und Tod eines Mannes von Charakter“) einen Skimmington Ride beschrieben, bei dem Ebenbilder des Bürgermeisters von Casterbridge und seiner früheren Geliebten durch die Stadt paradiert werden, nachdem deren Affäre bekannt wurde.

Um noch einmal auf die Midsomer Murders-Folge zurückzukommen: Ich besuchte vor einiger Zeit den Drehort. In Brill, am äußersten Nordrand von Buckinghamshire, wurden die Szenen mit dem Skimmington Ride auf dem dortigen weitläufigen Village Green aufgenommen, das sich dafür besonders gut eignete. Auch die Kirche und einer der örtlichen Pubs The Red Lion, der im Film „The John Knox“ heißt, wurden in die Handlung mit einbezogen (aus dem Red Lion wurde übrigens inzwischen The Pointer). Einen Besuch in Brill kann ich sehr empfehlen; ich habe in meinem Blog schon einmal darüber geschrieben.

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Mapledurham in Oxfordshire

Mapledurham Water Mill.    © Copyright don cload and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mapledurham Water Mill.
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Mapledurham im Süden Oxfordshires bietet alles, was das Herz eines Location Managers höher schlagen lässt: Eine idyllische Lage direkt an der Themse, ein Herrenhaus, eine hübsche Kirche und auch noch eine Wassermühle, und das alles Tür an Tür. Kein Wunder, dass hier schon mehrere Filme gedreht worden sind.

Zweimal war das Produktionteam von „Midsomer Murders“ in Mapledurham zu Gast. Im Jahr 2004 wurden hier mehrere Szenen für Episode 31 „The Fisher King“ (dt. „Grab des Grauens“) gedreht. In dieser etwas verwirrenden Geschichte wohnen Nathan Green (gespielt von Jim Carter, dem Butler aus „Downton Abbey“) und sein Sohn Harry in der Wassermühle. Der Oxford-Professor Dr. James Lavery wird hier ermordet und in einen durch die Mühle gefluteten Kanal geworfen.

Dann vergingen sechs Jahre bis die nächste Folge in Mapledurham gedreht wurde: Episode 83 „Dark Secrets“ (dt. „Mr. Bingham ist nicht zu sprechen“), in der DI John Barnabys Frau Sarah erstmals auftritt. Drei Tage lang war man in dem idyllischen Dorf zu Gast und drehte auch vor Mapledurham House, dem elisabethanischen Herrenhaus, das hier als Bingham House fungiert, in dem sich das ältere Ehepaar William und Mary Bingham regelrecht eingemauert hat.

Berühmtheit erlangte Mapledurham aber schon wesentlich früher durch den Film „The Eagle Has Landed“ (dt. „Der Adler ist gelandet“) aus dem Jahr 1976, in der Regie von John Sturges, in dem zahlreiche Stars mitwirkten wie Donald Sutherland, Michael Caine, Larry Hagman und Jenny Agutter. Über die damaligen Dreharbeiten wurde 2007  eine Dokumentation erstellt „The Eagle Has Landed Revisited: Invading Mapledurham„, in der die Auswirkungen der Filmarbeiten auf das Dorf und seine Bewohner gezeigt werden. So mussten alle Fernsehantennen von den Hausdächern verschwinden; dafür erhielten die Bewohner von Mapledurham Kabelanschluss. Auf dem Parkplatz vor der Kirche wurden Läden aufgebaut und ein Pub bei der Mühle errichtet. Das Geld, dass man von der Produktionsfirma erhielt, wurde in die Restaurierung der Wassermühle gesteckt, der einzigen aktiven an der Themse. Noch heute kommen Menschen aus aller Welt, die den Film gesehen haben, nach Mapledurham, die sonst nie hierher gefunden hätten. Hier ist der Trailer zu „The Eagle Has landed“.

Vor einigen Jahren, genauer gesagt 2010, war Miss Marple zu Gast in Mapledurham, in Person von Julia McKenzie als Hobbydetektivin in der Folge „The Blue Geranium„. Sowohl das Manor House als auch die Wassermühle sind in dieser Episode (hier) zu sehen.

Vielleicht kann sich noch jemand an das erste Album der Rockgruppe Black Sabbath erinnern, das am 13. Februar 1970 veröffentlicht wurde. Die Plattenhülle zeigt das leicht verfremdete Bild der Mapledurham Water Mill.

Mapledurham House.    © Copyright Pam Brophy and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mapledurham House.
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Mapledurham House un der Kirchhof von St Margaret.    © Copyright Stuart Logan and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mapledurham House und der Kirchhof von St Margaret.
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Folge 93 „Sonne, Mord und Sterne“

Die Pearson Road in Sonning; links The Old Forge, die als Redaktion für Midsomer Mercury dient.    © Copyright Andrew Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Pearson Road in Sonning; links The Old Forge, die als Redaktion für den Midsomer Mercury dient.
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Am Sonntag, dem 15. Februar sendet das ZDF den vorerst letzten Film aus der Inspector Barnaby-Reihe „Sonne, Mord und Sterne„, der den Originaltitel „Written in the Stars“ trägt und zur 15. Staffel gehört. Sarah Barnaby hat sich in dieser Folge auf Yoga verlegt, versucht ihren Mann ebenfalls dafür zu gewinnen (was ihr natürlich nicht gelingt) und Sykes sieht diesem merkwürdigen Treiben im Haus Barnaby verständnislos zu.

Der langjährige „Midsomer Murders“-Produzent Brian True-May hat ja vor einiger Zeit eine Bemerkung darüber gemacht, warum in seiner TV-Serie eigentlich nie Figuren „mit Migrationshintergrund“, also Schwarze oder Asiaten, auftauchen. Er meinte seinerzeit in einem Interview mit der Radio Times, die Krimiserie wäre „the last bastion of Englishness“ und ethnische Minoritäten passten einfach nicht in ein typisch englisches Dorf. Diese Aussage brach ihm schließlich das Genick als Produzent der Serie. Seine Nachfolgerin Jo Wright sieht offensichtlich diese Probleme nicht, denn in „Sonne, Mord und Sterne“ treten zwei Asiaten auf: Der Dorfapotheker und Yogalehrer von Midsomer Stanton Henry Dutta und seine hübsche Tochter Gagan, gespielt von Ace Bhatti (schon zu sehen u.a. in The Eastenders, Lewis und Silent Witness) respektive Soraya Radford (sie hatte bisher nur wenige Kurzauftritte in TV-Serien).

Gedreht wurde erstmals in dem Ort Sonning-on-Thames in Berkshire, ganz in der Nähe von Reading. Hierhin hatte es DCI Tom Barnaby nie verschlagen, obwohl sich das hübsche Dorf für Filmaufnahmen geradezu anbietet. Im letzten Jahr ging der Name Sonning durch die britische Presse, weil George Clooney und seine Frau sich hier im Mill House angesiedelt haben. Auch noch andere Prominente wohnen/wohnten hier direkt an der Themse wie der Magier Uri Geller, der in einem Haus wohnt, das dem Weißen Haus in Washington nachempfunden ist, Jimmy Page, der Gitarrist der Band Led Zeppelin, dessen Domizil Deanery Garden an der Thames Street ist, und die Innenministerin der Regierung Cameron Theresa May.

Die Dreharbeiten fanden in der Pearson Road statt. Da steht z.B. das Haus, in dem Henry Dutta seine Yoga-Klasse unterrichtet. Direkt gegenüber befinden sich die Moonstone Ridge Tea Rooms und nur ein paar Schritte weiter auf der gleichen Straßenseite sieht man im Film die Büroräume der Zeitung Midsomer Mercury, wofür man The Old Forge benutzte. Das waren also die Dreharbeiten der kurzen Wege. Nur für Henry Duttas Apotheke fand man offenbar kein passendes Haus; da griff man noch einmal auf Bewährtes zurück und verwendete ein Haus in Taplow (Buckinghamshire), das schon einmal im Jahr 2002 in Folge 22 „Ring Out Your Dead“ (dt. „Glockenschlag zum Mord“) zu sehen war. Um die Observatoriums-Szenen zu drehen, zog man nach London, wo die University of London in Mill Hill seit 1929 ihre Himmelsbeobachtungsanlagen betreibt.

In diesem Haus in der Pearson Road wurden die Szenen mit dem Yoga-Interricht gedreht.    © Copyright Scriniary and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In diesem Haus in der Pearson Road in Sonning wurden die Szenen mit dem Yoga-Unterricht gedreht.
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Das Observatorium der University of London in Mill Hill. Author: Grim23. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Das Observatorium der University of London in Mill Hill.
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Published in: on 7. Februar 2015 at 08:28  Schreibe einen Kommentar  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Greys Court in Rotherfield Greys (Oxfordshire)

Nur ein paar Autominuten von Henley-on-Thames entfernt, steht Greys Court, ein Tudorhaus, dessen Anfänge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Ein früher Bewohner des Hauses war Sir Francis Knollys, der unter Elizabeth I. die Finanzen des königlichen Haushalts verwaltete. Knollys wurde um 1514 hier in Rotherfield Greys geboren und da starb er auch 1596. Greys Court drohte Anfang des 20. Jahrhunderts zu verfallen, bis der Politiker und Geschäfsmann Sir Felix Brunner das Anwesen 1937 kaufte und es wieder in einen vorzeigbaren Zustand verwandelte. 1969 gingen das Haus und die Gärten in den Besitz des National Trusts über.

Aufmerksame Zuschauer der Inspector Barnaby-Serie werden Greys Court in drei Episoden wiedererkennen. Bereits in Folge 8 „Dead Man’s Eleven“ (dt. „Sport ist Mord“) wurde hier gedreht, ebenfalls in Folge 38 „Orchis Fatalis“ (dt. „Die Blumen des Bösen“). Da dient das Haus als Kloster, vor dem Barnaby und Scott einen Mönch um Hilfe bei einer lateinischen Übersetzung bitten; im Hintergrund der Szene ist der mittelalterliche Turm zu erkennen. Schließlich wird in Episode 88 „A Sacred Trust“ (dt. „Vier Bräute für Christus“) aus Greys Court die Midsomer Priory, in der DCI John Barnaby und DS Ben Jones ermitteln.
Über den hübschen Nachbarort Rotherfield Peppard berichtete ich in meinem Blog schon einmal hinsichtlich der Barnaby-Dreharbeiten.

Downton Abbey-Fans haben in Folge 3 der dritten Staffel auch schon einmal Bekanntschaft mit dem Manor House in Rotherfield Greys gemacht; da diente es als Downton Place, in das die Granthams beinahe gezogen wären, nachdem Lord Grantham sich verspekuliert hatte und vor dem finanziellen Ruin stand. Eine Picknickszene wurde vor Greys Court gedreht.

Ein Jahr später wählte das Produktionsteam von „Poirot“ mit David Suchet in der Hauptrolle das Haus für die Dreharbeiten der ersten Episode der 13. und letzten Staffel „Elephants Can Remember„.

Das Haus und die Gärten von Greys Court sind zu besichtigen (hier sind die Öffnungszeiten); der Eintritt kostet £10.80.

Dieser Film zeigt einen Rundgang durch die Gärten.

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Der mittelalterliche Turm von Greys Court.   © Copyright Paul Gillett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der mittelalterliche Turm von Greys Court.
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Beaconsfield in Buckinghamshire

St Mary and all Saints. Eigenes Foto.

St Mary and all Saints.
Eigenes Foto.

Ich glaube, es gibt in der TV-Serie „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ keinen Ort, der so oft zu sehen war wie die Kleinstadt Beaconsfield in Buckinghamshire; wenn ich richtig gezählt habe, wurden hier über 20 Episoden gedreht. Im September diesen Jahres besuchte ich die Stadt an einem Sonntagvormittag und war sehr von ihr angetan. Wie in der Nachbarstadt Amersham (ich berichtete in meinem Blog darüber) ist auch Beaconsfield in eine Old Town und eine New Town aufgeteilt, wobei die Old Town natürlich die sehenswertere ist.

Das Zentrum der Old Town bildet der große Kreisverkehr, von dem vier Straßen in alle Himmelsrichtungen abgehen. Wir parkten direkt an dem Roundabout vor dem Reading Room, der in der Episode 69  „Secrets and Spies“ (deutsch: „Sportler und Spione“) als das Causton Museum herhalten musste, in dem DS Ben Jones mit der jungen Dame aus dem Museum flirtete (oder besser: Sie mit ihm). Da man schon mal in Beaconsfield war, drehte man hier auch gleich in dieser Episode die Szenen, in denen der exzentrische Malcolm Frazer seine Beerdigung probt und hinter dem Leichenwagen mit seinem Sarg her fährt.
Windsor End heißt die Straße, an der in einem sehr schönen Fachwerkhaus The Old Tea House zu finden ist, Schauplatz einer Szene in Episode 11 „Blue Herings“ (dt. „Drei tote alte Damen“), in der Inspector Barnaby Hilary Richards trifft.

Gegenüber vom Old Tea House steht die Kirche St Mary’s & All Saints, Schauplatz zweier Folgen. Zu sehen ist die Kirche in Folge 48 „Four Funerals and a Wedding“ (dt. „Erst morden, dann heiraten“) und der Kirchhof in Episode 35 „Ghosts of Christmas Past“ (dt. „Haus voller Hass“).

In der Straße London End, die auch von dem oben genannten Kreisverkehr abgeht, stehen viele Geschäfte, die in zahlreichen Episoden zu sehen sind, z.B. der Lingerie-Laden „Femme Fatale“ in der Nummer 16, Schauplatz einer Szene in einer meiner Lieblingsfolgen, der Epiosde 37, „Dead in the Water“ (dt. „Nass und tot“), in der Hettie Trent, gespielt von Clemency Burton-Hill (ich berichtete über sie), arbeitet.
Ebenfalls in London End, zwischen einem Friseur und einer Pizzeria, in der Nummer 52,  findet man den Juwelier Bradley’s of Beaconsfield, in den Inspector Barnaby in Folge 46 „Vixen’s Run“ (dt. „Der Krieg der Witwen“) geht.

Die Straße Aylesbury End, die am Kreisverkehr mitten im Ort beginnt, diente als Schauplatz für die Santa Parade in Folge 98 „The Christmas Haunting“ (dt. „Wer mit Geistern spielt“) mit dem „neuen“ Inspector John Barnaby und seinem neuen Detective Sergeant Charlie Nelson.

Übrigens war auch das Produktionsteam von „Downton Abbey“ einige Male in Beaconsfield zu Gast; gedreht wurde in Hall Place in Wycombe End, das als das Haus von Isobel Crawley fungiert. Die Innenszenen drehte man hier, die Außenszenen in Bampton in Oxfordshire.

Die New Town von Beaconsfield ist der Standort des Bekonscot Model Villages, über das ich bereits in meinem Blog in Zusammenhang mit „Inspector Barnabys „Episode 71 „Small Mercies“ (dt. „Böse kleine Welt“) berichtete.

Beaconsfield wurde auch einmal in einem Lied verewigt: „On the Road to Beaconsfield“ von der Band The Hit Parade.

The Old Tea House in Windsor End. Eigenes Foto.

The Old Tea House in Windsor End.
Eigenes Foto.

Windsor End. Eigenes Foto.

Windsor End.
Eigenes Foto.

Ein schönes altes Fachwerkhaus im Zentrum. Eigenes Foto.

Ein schönes altes Fachwerkhaus im Zentrum.
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Der Juwelier Bradley's of Beaconsfield.   © Copyright Basher Eyre and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Juwelier Bradley’s of Beaconsfield.
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Published in: on 4. November 2014 at 02:00  Comments (2)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Amersham in Buckinghamshire

Amersham High Street.    © Copyright Robin Webster and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Amersham High Street.
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Vor einiger Zeit berichtete ich in meinem Blog schon einmal über The Maltings in Amersham, in der das Produktionsteam der „Midsomer Murders“-TV-Serie zweimal drehte, eine, wie ich bei meinem Besuch dort fand, etwas heruntergekommene Gasse. Aber Amersham hat, was „Inspector Barnaby“ betrifft, noch mehr zu bieten. Die Kleinstadt ist aufgeteilt in Old Amersham und Amersham-on-the-Hill, wobei ich bei meinem Besuch nur im alten Teil der Stadt war, der sehr hübsch anzusehen ist.

Die High Street ist der Mittelpunkt des Ortes, an der viele sehr schöne Häuser liegen wie z.B. das Kings Arms Hotel und The Eagle. Wenn man auf dem Old Town Car Park sein Auto abstellt, ist man sofort mitten „im Geschehen“. Die Market Hall am Market Square ist in der TV-Serie in mehreren Episoden kurz zu sehen. Schon sehr früh entdeckten die „Midsomer Murders“-Location Manager die Stadt, denn bereits in der ersten Folge „The Killings at Badgers’s Drift“ (dt. „Tod in Badgers’s Drift“) wurde hier gedreht (das Beerdigungsinstitut von Dennis Rainbird). Auch in zwei weiteren Folgen der ersten Staffel, nämlich in „Death of a Hollow Man“ (dt. „Requiem für einen Mörder“) und in „Death in Disguise“ (dt. „Ein böses Ende“) fanden Dreharbeiten in Old Amersham statt.
Der Antiquitätenladen, in dem Amelia Plummer in Episode 42 „Sauce for the Goose“ (dt. „Die Leiche ist heiß“) gern einmal etwas unbezahlt mitgehen lässt, liegt in der High Street. Weitere Folgen der Krimiserie, die in Teilen in Amersham gedreht wurden, waren u.a. Nr. 11 „Blue Herrings“ (dt. „Drei tote alte Damen“), Nr. 17 „Who Killed Cock Robin?“ (dt. „Leichen leben länger“) und Nr. 88 „A Sacred Trust“ (dt. „Vier Bräute für Christus“).

Das vom Äußeren her, im Vergleich zum Kings Arms Hotel, nicht so schöne The Crown Hotel, gegenüber der Market Hall, war einmal Schauplatz des berühmten Films „Four Weddings and a Funeral“ (dt. „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“), in dem die Himmelbett-Szene gedreht wurde; das Kings Arms Hotel fungierte in dem Film als „The Jolly Boatman“.

In weiteren TV-Serien (z.B. „Rosemary and Thyme„) und in mehreren Spielfilmen wie in der Agatha Christie-Verfilmung „Murder at the Gallop“ (dt. „Der Wachsblumenstrauß“), mit Margaret Rutherford als Miss Marple, ist die Stadt in den Chilterns in den Anfangsszenen zu sehen, z.B. auch das Kings Arms Hotel.

Wie Sabine Schreiber und Joan Street in ihrem Buch „Midsomer Murders on Location“ (dt. „Inspector Barnaby: Die Drehorte der beliebten ZDF-Serie“) erzählen, fand am 21. Juni 2008 auf dem Kirchhof von St Mary’s die Midsomer St Mary’s Church Fete statt, bei der viele Darsteller der Serie und der Produzent Brian True-May anwesend waren. Eine Band spielte die Titelmelodie und es gab  eine ganz spezielle Midsomer Murders-Torte zu gewinnen.

Auf dem Friedhof von St Mary’s liegen die Gräber von Ruth Ellis, die letzte Frau Englands, die für einen Mord hingerichtet wurde, und Arthur Machen (1863-1947), ein Waliser Schriftsteller, dessen Horrogeschichte „The Great God Pan“ (dt. „Der Große Pan“) von Grusel-Spezialist Stephen King als die vielleicht beste Gruselgeschichte in englischer Sprache bezeichnet wurde.

Ein Spaziergang entlang der High Street und des kleinen River Misbourne lohnt sich für alle Freunde der englischen Idylle!!! Hier ist ein Film über die Altstadt von Amersham.

 

Die Market Hall.    © Copyright Nigel Cox and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Kings Arms Hotel.    © Copyright John Lord and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Swan Inn. Eigenes Foto.

The Eagle.
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The Crown Hotel. Eigenes Foto.

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Published in: on 8. Oktober 2014 at 02:00  Comments (5)  
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Heute beginnt im ZDF die 14. „Inspector Barnaby“-Staffel mit dem neuen John Barnaby

Mit freundlicher  DCI John Barnaby (Neil Dudgeon), Sarah Barnaby (Fiona Dolman). Genehmigung des ZDF. Copyright: ZDF und Mark Bourdillon.

DCI John Barnaby (Neil Dudgeon), Sarah Barnaby (Fiona Dolman).
Mit freundlicher Genehmigung des ZDF.
Copyright: ZDF und Mark Bourdillon.

 

Sie hat wieder ihren alten Stamm-Sendeplatz am Sonntag um 22 Uhr im ZDF inne, die nunmehr 14. Staffel der „Inspector Barnaby„-Krimiserie. Nachdem wir uns am 26. Januar diesen Jahres in der 81. Folge „Fit For Murder“ (dt. „Gesund, aber tot„) von Tom Barnaby und seiner Familie verabschiedet haben, übernimmt nun Toms Cousin John Barnaby (Neil Dudgeon) das Zepter im Midsomer County und bringt gemeinsam mit Detective Sergeant Ben Jones, den er übernommen hat, die gefährlichen Mörder in dieser blutrünstigen Grafschaft zur Strecke. Ich habe mich inzwischen an die neuen Hauptfiguren gewöhnt und habe alle Folgen bis zur 100. auf DVD. Ich mag den neuen Detective Chief Inspector und seine hübsche Frau und den niedlichen Hund Sykes. Hoffentlich finden die Drei auch in Deutschland viele Freunde.

Fünf neue Folgen wird das ZDF zeigen, umrahmt von jeder Menge Wiederholungen auf ZDFNeo.
Die 14. Staffel beginnt mit der Folge 82 „Death in the Slow Lane“ (dt. „Unter Oldtimern„), über die ich in meinem Blog schon berichtet habe.

Am 28. September geht es weiter mit Folge 83 „Dark Secrets“ (dt. „Mr. Bingham ist nicht zu sprechen„), in der sich ein älteres Ehepaar in ihrem Herrenhaus komplett von der Welt abschottet hat, seitdem ihre Kinder bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. In dieser Folge ist auch erstmals Sarah Barnaby zu sehen, die in der Grundschule von Causton die Leitung übernommen hat. Gespielt wird die Rolle von Fiona Dolman.

Folge 84 „Echoes of the Dead“ („Gesegnet sei die Braut„) wird am 5. Oktober ausgestrahlt. In dieser Episode treibt ein Mörder im Midsomer County sein Unwesen, der seine Opfer, zwei junge Frauen und ein Ehepaar, auf absonderliche Weise herrichtet und „schmückt“.

Am 12. Oktober sendet das ZDF Folge 85 „The Oblong Murders“ (dt. „Ein Funke genügt„), in der George Bullard John Barnaby bei der Suche nach Laura Oliver, der Tochter seiner Freunde, um Hilfe bittet. Leider sehen wir den sympathischen Rechtsmediziner  George Bullard in dieser Folge zum letzten Mal. Barry Jackson, der diese Rolle viele Jahre verkörperte, starb am 5. Dezember 2013 im Alter von 75 Jahren.

„The Sleeper Under the Hill“ (dt. „Die Druiden kommen„) ist der Titel der 86. Episode, in der DCI Barnaby und DS Jones es mit New Age Druiden zu tun haben. In dieser Folge sehen wir erstmals George Bullards Nachfolgerin Dr. Kate Wilding, gespielt von Tamzin Melleson.

Die restlichen drei Folgen der 14. Staffel „The Night of the Stag„, „A Sacred Trust“ und „A Rare Bird“ wird das ZDF ab dem 4. Januar 2015 senden.

DS Ben Jones (Jason Hughes), DCI John Barnaby (Neil Dudgeon), Dr. Bullard (Barry Jackson). Mit freundlicher Genehmigung des ZDF. Copyright: ZDF und Mark Bourdillon.

DS Ben Jones (Jason Hughes), DCI John Barnaby (Neil Dudgeon), Dr. Bullard (Barry Jackson).
Mit freundlicher Genehmigung des ZDF.
Copyright: ZDF und Mark Bourdillon.

 

Published in: on 21. September 2014 at 02:00  Comments (15)