Christmas in England 2016: Weihnachten im Charles Dickens Museum in London

Das Museum in der Doughty Street.   © Copyright Stephen Craven and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Museum in der Doughty Street.
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Denkt man an Weihnachten, denkt man oft auch an Charles Dickens‚ „A Christmas Carol“ (dt. „Eine Weihnachtsgeschichte“), eine der berühmtesten und beliebtesten Geschichten der Weihnachtszeit überhaupt. 1843 erschien sie erstmals und wurde seitdem immer wieder aufgelegt und verfilmt (zum Beispiel 1984 mit George C. Scott als Ebenezer Scrooge; gedreht in Shrewsbury in Shropshire. Hier ist der Film zu sehen).

Charles Dickens‘ Haus in London in der Doughty Street Nummer 48, in dem er u.a. seinen Roman „Oliver Twist“ schrieb, wurde 1925 in ein Museum umgewandelt und ist ein Mekka für die Freunde des Schriftstellers in aller Welt.

Jedes Jahr im Dezember werden die Räume des Hauses weihnachtlich geschmückt und es verbreitet sich eine ganz besondere Atmosphäre in den „heiligen Hallen“. Die Museumsbetreiber haben sich auch in diesem Jahr wieder einiges ausgedacht, womit sie die Besucher erfreuen können. Hier sind einige Beispiele:

Die „Costumed Christmas Walks“ führen in die alten Gassen und Straßen der City of London, in denen „Die Weihnachtsgeschichte“ spielt, und in der ultramodernen Stadt haben sich davon tatsächlich noch einige erhalten.

Eine weitere Tour auf den Spuren des großen Meisters nennt sich „Twists and Turns“ und führt zu den Schauplätzen des Romans „Oliver Twist“. Der 90minütige Spaziergang beginnt am Museum und wird am 10. Dezember um 11 Uhr durchgeführt.

Die „Christmas Housemaid’s Tour“ (11. und 18. Dezember) zeigt den Besuchern das Haus in der Doughty Street von oben bis unten und man erfährt dabei einiges über das Privatleben des Schriftstellers.

An mehreren Nachmittagen und Abenden im Dezember liest Professor Michael Slater aus dem Buch “ A Christmas Carol“. Er ist einer der führenden Dickens-Experten weltweit und war Präsident der International Dickens Fellowship. Am 12.,13. und 23. Dezember kann man Professor Slater jeweils um 15.30 Uhr und 18.30 Uhr zuhören.

Ein besonderes Highlight dürfte wieder die Aufführung von “ A Christmas Carol“ durch den Schauspieler Dominic Gerrard sein. Das ist eine One-Man-Show, von der ein winziger Appetithappen hier zu sehen ist.

Am 14. und 21. Dezember steht das Charles Dickens Museum unter dem Motto „Christmas by Candlight„; dann sind die Räume abends durch viele Kerzen erleuchtet, was ihnen eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.

Das Museum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, an einigen Tagen auch länger. Dieser Film zeigt das Innere des Museums und dieser einen weihnachtlich geschmückten Raum.

Die Doughty Street ist eine schöne baumbestandene Straße im Stadtteil Camden. Hier befinden sich auch in der Nummer 54, nur ein paar Meter vom Dickens-Museum entfernt, die Doughty Street Chambers, die größte Anwaltsgemeinschaft der Welt, die sich für Menschenrechte einsetzt und bei der u.a. auch George Clooneys Frau Amal arbeitet.

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Published in: on 6. Dezember 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das einzige Staubsaugermuseum Großbritanniens in Heanor (Derbyshire)

Ein Staubsauger der Firma Dyson. This work is released into the public domain.

Ein Staubsauger der Firma Dyson.
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Wer in Heanor (Derbyshire) und Umgebung Probleme mit seinem Staubsauger hat, der kann sich vertrauensvoll an James „Mr. Vacuum Cleaner“ Brown wenden, denn es gibt sicher nicht viele Menschen in Derbyshire, die sich ähnlich gut mit diesem Haushaltsgerät auskennen. In der Market Street 23 in Heanor ist sein Laden zu finden, in dem er Staubsauger verkauft, repariert und seine riesige Sammlung ausstellt, die einzigartig in Großbritannien ist.

James Brown begann sich schon als Kind für Staubsauger zu interessieren und bekam seinen ersten im Alter von acht Jahren; ja, er ging sogar so weit, dass er sein Taschengeld dafür ausgab. Bis heute hat er zwischen £30 000 und £50 000 für den Kauf von „vacuum cleaners“ ausgegeben. Im Jahr 2010 eröffnete Mr Brown einen Laden und ein Museum in Eastwood, einem Nachbarort, bevor er in die Market Street von Heanor zog. Mit seiner Sammlung von über 300 Geräten hat er es sogar ins Guinness Book of Records geschafft. Sein ältester Staubsauger, ein Hoover 700, stammt aus dem Jahr 1926. Das Wort „to hoover“ für staubsaugen, nach dem amerikanischen Patentinhaber William Henry Hoover (1849-1932), hat sogar Einzug in den englischen Sprachgebrauch gefunden.

Es gibt nicht mehr allzuviele Staubsauger, die James Brown in seiner Sammlung fehlen. Man kann sie sich während der Ladenöffnungszeiten in seinem Museum in Heanor ansehen. Eintritt dafür verlangt er nicht, nur ein überdurchschnittliches Interesse sollte man schon mitbringen, sonst wird es schnell langweilig. Dieser Film stellt Mr Vacuum Cleaner vor.

Heanor liegt nordwestlich von Nottingham, dort wo die A608 und die A6007 zusammentreffen.

In den USA gibt es ebenfalls Vacuum Cleaner Museums wie eines an der Route 66 in St James, Missouri und eines in Portland, Oregon.

Mr Vacuum Cleaner
23 Market Street
Heanor
Derbyshire DE75 7NR

...und ein Modell der Firma Kirby. Author: Don Dearing. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

…und ein Modell der Firma Kirby.
Author: Don Dearing.
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Published in: on 3. Dezember 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Museum of English Rural Life der Universität von Reading (Berkshire) – Seit dem 19. Oktober wieder geöffnet

Der Museumseingang.   © Copyright Rose and Trev Clough and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Museumseingang.
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Ein Museum, das sich mit dem englischen Landleben beschäftigt, vermutet man eigentlich irgendwo draußen auf dem Lande, das Museum of English Rural Life liegt aber mitten in der Stadt Reading in Berkshire, auf dem Gelände der University of Reading an der Redlands Road. Nach einem Komplettumbau. der rund £3 Millionen kostete, öffnete das Museum seine Pforten wieder am 19. Oktober diesen Jahres.

Das Museum of English Rural Life wurde bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg 1951 gegründet. Damals war das Interesse an der Landwirtschaft besonders groß, denn in den Kriegszeiten wurden alle verfügbaren Flächen für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte genutzt, neuentwickelte Maschinen kamen zum Einsatz und Frauen arbeiteten verstärkt in diesem Bereich und ersetzten die männlichen Arbeitskräfte, die im Krieg waren. So kam man in der Universität von Reading auf die Idee, dem Thema „Landleben“ ein eigenes Museum zu widmen und es ist bis heute das größte seiner Art in ganz Großbritannien.

Im Jahr 2005 fand ein Umbau und eine Vergrößerung des Museums statt, der £11 Millionen kostete, und seit der Neueröffnung in diesem Herbst kann man in neun zusätzlichen Ausstellungsräumen noch wesentlich mehr Artefakte besichtigen als zuvor. Um das Museum auch für Kinder attraktiv zu machen, hat man jetzt viel Wert auf interaktive Ausstellungsstücke gelegt wie zum Beispiel einer Kuh, der man per Knopfdruck „cow sounds“ entlocken kann. Das Museum umfasst über 25 000 Gegenstände, die angeschlossene Bibliothek hat rund 100 000 Bücher, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema Landleben beschäftigen. In der Sammlung befinden sich weiterhin mehr als eine Million Fotografien und Hunderte von Stunden historischer Filme.

Der Eintritt in das Museum ist frei. Es ist von Dienstag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

Museum of English Rural Life
University of Reading
Redlands Road
Reading RG1 5EX

Der Museumsgarten.   © Copyright don cload and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Museumsgarten.
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Published in: on 25. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Ungewöhnliche Museen in Hastings (East Sussex) Teil 2: The Shipwreck Museum

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Ein Stück weit entfernt vom True Crime Museum, das ich gestern in meinem Blog vorstellte, liegt, ebenfalls direkt am Strand von Hastings, ein anderes ungewöhnliches Museum, das sich mit dem Thema „Schiffswracks“ beschäftigt: The Shipwreck Museum. Zwischen dem Bluereef Aquarium und dem Fishermen’s Museum steht dieses liebevoll eingerichtete Haus an der Rock-A-Nore Road, das man kostenfrei besuchen kann. „Treasures From The Deep“ und „140 Million Years To The Present“ steht auf einem Schild vor dem Eingang. Die „Schätze aus der Tiefe“ sind Gegenstände, die man aus Schiffen geholt hat, die vor diesem Küstenstrich gesunken sind wie die „Amsterdam„, ein Handelsschiff, das auf seiner Jungfernfahrt am 26. Januar 1749 in einen schweren Sturm vor der englischen Südküste geriet und sank. 1969 wurde es bei Hastings wieder aufgefunden. Bei Niedrigwasser sind noch heute einige Holzteile des Wracks zu sehen. Auch Artefakten aus dem Schiff HMS Anne sind im Museum ausgestellt, das 1690 nach der Schlacht von Beachy Head ausbrannte.

Neben diesen Fundstücken aus gesunkenen Schiffen werden auch noch Fossilien ausgestellt, die in der Nähe von Hastings gesammelt worden sind.

Das Shipwreck Museum erhält keine finanzielle Unterstützung aus der öffentlichen Hand und lebt überwiegend vom Verkauf seiner Waren im Souvenirladen. Dort ist ein breites Angebot von Dingen zu finden, die alle einen maritimen Bezug haben; viele wurden von einheimischen Künstlern angefertigt.
Hier ist ein Film über das Museum zu sehen.

Im Sommerhalbjahr ist das Museum täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr, im Winterhalbjahr nur am Samstag und Sonntag von 11 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Zwischen Museum und Meer ist ein großer Parkplatz, so gibt es diesbezüglich hier keine Probleme.

The Shipwreck Museum
Rock-a-Nore Road
Hastings, East Sussex TN34 3DW

Aus einem Wrack geborgene Flaschen.   © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Aus einem Wrack geborgene Flaschen.
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Wrackreste der "Amsterdam". Author: Detecting. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Wrackreste der „Amsterdam“.
Author: Detecting.
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Published in: on 12. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Ungewöhnliche Museen in Hastings (East Sussex) Teil 1: The True Crime Museum

In diesem imposanten Gebäude ist das True Crime Museum untergebracht.   © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In diesem imposanten Gebäude ist das True Crime Museum untergebracht.
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An der Strandstraße in Hastings (East Sussex), die an dieser Stelle White Rock heißt (die A259), steht ein großes imposantes Gebäude namens Palace Court, dessen hinterer Teil in die Klippen hineingebaut ist. Hier finden wir seit dem Jahr 2014 ein außergewöhnliches Museum, das alle interessieren wird, die sich mir der britischen und internationalen Verbrechensgeschichte auseinandersetzen möchten: The True Crime Museum, „the largest collection of crime memorabilia in the UK“. Der Kurator Joel Griggs hat hier eine Fülle von Ausstellungsgegenständen zusammengetragen, deren Anblick manchem kalte Schauer den Rücken herunterlaufen lassen wird. Da sind beispielsweise die Original-Fässer, in denen der sogenannte Säurebadmörder John George Haigh (ich berichtete in meinem Blog über ihn) seine Opfer bis (fast) in Nichts auflöste. In einem anderen Raum steht eine Badewanne, in der der Auftragskiller John Childs in den 1970er Jahren in London seine Opfer zerstückelte. Dann gibt es eine Vorrichtung zu sehen, auf der zum Tode verurteilte Mörder ihre tödlichen Injektionen erhielten.

In einer anderen Ecke steht ein von Kugeln durchsiebter Jeep Cherokee, in Vitrinen findet man unzählige Erinnerungsstücke von Verbrechern wie von den berüchtigten Kray-Zwillingen, die in den 1960er Jahren London unsicher machten.

Das True Crime Museum ist ziemlich gruselig gestaltet und in Höhlengängen untergebracht. Hin und wieder werden hier auch Vorträge gehalten wie über den Yorkshire Ripper Peter Sutcliffe oder über Jack the Ripper. Im Museumsshop kann man aus einer Fülle von True Crime-Büchern und -DVDs das passende auswählen. Wer in den Gewölben eine Party veranstalten möchte, kann auch das haben, eine „Criminal Record“ Disco und eine Bar stehen zur Verfügung. Dieser Film gibt einen ersten Überblick über das True Crime Museum.

Der Eintrittspreis beträgt £7.50. Das Museum ist ganzjährig täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

True Crime Museum
Palace Avenue Arcade
White Rock
Hastings, East Sussex, TN34 1JP

Published in: on 11. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Bowes Museum in Barnard Castle (County Durham)

   © Copyright Andrew Curtis and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Ein solch beeindruckendes Gebäude, in dem das Bowes Museum untergebracht ist, erwartet man nicht unbedingt in der Kleinstadt Barnard Castle im Teesdale in County Durham. Man fühlt sich eher in die Region der Loireschlösser versetzt.
Der Architekt war allerdings auch Franzose, Jules Pellechet, und die Grundsteinlegung erfolgte 1869. Bauherr waren der erfolgreiche Geschäftsmann John Bowes und seine französische Frau Joséphine, eine Pariser Schauspielerin. Beide zeigten sich sehr an Kunst interessiert und das in französischem Stil erbaute Haus konzipierten sie auch von Anfang an als Kunstgalerie.
Joséphine starb bereits 1874, ein herber Schlag für ihren Mann, der die Lust verlor, weiterhin Kunstgegenstände zu sammeln. Nach dem Tode von John Bowes übernahmen Treuhänder die Sammlung und am 10. Juni 1892 wurde das Bowes Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zu finden sind auf den 3 Etagen des Museums u.a. Werke von El Greco, Canaletto und Goya, Sèvres-Porzellan, wertvolle Uhren und unzählige andere Kostbarkeiten.
Eine Besonderheit ist der Silberne Schwan, ein mechanischer Automat aus dem 18. Jahrhundert, der in einem Glaskasten sitzt und in einem Fluss zu schwimmen scheint, aus dem er Fische fängt und diese verspeist.
Um den empfindlichen Mechanismus zu schonen, wird der Schwan nur noch einmal am Tag, um 14 Uhr, in Bewegung gesetzt. Das ganze Schauspiel dauert 40 Sekunden. Dieser Film zeigt den eindrucksvollen Schwan im Detail.

 

Published in: on 8. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Tring Brewery in Hertfordshire und das De Havilland Aircraft Museum

Die Brauerei an der London Road.   © Copyright Michael Trolove and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brauerei an der London Road.
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Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Namen englische Brauereien ihren Bieren geben; da müssen sehr fantasievolle Menschen am Werke sein. Auch die Tring Brewery in Hertfordshire, in dem gleichnamigen Ort ansässig, macht da keine Ausnahme. Da heißt ein Bier „Side Pocket For A Toad“, ein anderes „Death Or Glory“ und wieder ein anderes „Aldbury Alchemist“.

Zwei erfahrene Braumeister lenken die Geschicke der Brauerei, der Gründer Richard Shardlow und Andrew Jackson, die beide vorher in anderen großeren Brauereien des Landes gearbeitet haben.

Seit Anfang des Jahres 2016 hat man in der Tring Brewery eine neue Serie aufgelegt, monatlich wechselnde saisonale Biere, die alle nach Flugzeugen der Firma De Havilland benannt sind. Die Flugzeugbaufirma hatte ihren Stammsitz in Hatfield, ebenfalls in Hertfordshire, und ein großes Museum bei London Colney, dicht an der Autobahn M25, sammelt alle Flugobjekte dieser Firma, das De Havilland Aircraft Museum. Dort ist man gerade dabei einen neuen Hangar zu bauen, in den alle Flugzeuge untergebracht werden sollen, die bisher noch draußen stehen und Wind und Wetter ausgesetzt sind. Mehr als £2 Millionen wird das neue Gebäude kosten und trotz Unterstützung durch den Heritage Lottery Fund fehlen noch immer rund £500 000. So hat sich die Tring Brewery mit dem Museum zusammengetan, um einen Teil der benötigten Gelder zusammenzubringen.

Im Monat Januar begann die neue Bierserie mit „Albatross„, benannt nach einem Verkehrsflugzeug, das De Havilland Ende der 1930er Jahre baute. Es folgten „Hornet“ im Februar und „Hummingbird“ im März. Das Bier des Monats Oktober ist zurzeit „Vampire„, in den letzten beiden Monaten des Jahres werden noch „Wooden Wonder“ und „Comet“ gebraut.

Man kann alle Biersorten der Brauerei in deren Shop in der London Road, gegenüber von Tesco, kaufen. Die Tring Brewery bietet donnerstags und samstags auch Besichtigungstouren mit Verkostung an.

Mein Übernachtungstipp für diese Region: Das Pendley Manor Hotel im Cow Lane, östlich von Tring.

Tring Brewery
Dunsley Farm
London Road
Tring
Hertfordshire
HP23 6HA

Das De Havilland Aircraft Museum bei London Colney (Hertfordshire).   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das De Havilland Aircraft Museum bei London Colney (Hertfordshire).
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Eine De Havilland Vampire, nach der das Bier des Monats Oktober benannt wurde. This work has been released into the public domain.

Eine De Havilland Vampire, nach der das Bier des Monats Oktober benannt wurde.
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Published in: on 15. Oktober 2016 at 02:00  Comments (2)  
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The Time Machine Museum of Science Fiction in Bromyard in Herefordshire

   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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An der A44 zwischen Worcester und Leominster in der Grafschaft Herefordshire liegt die kleine Marktstadt Bromyard, in der man ein außergewöhnliches Museum findet, das zu einer Pilgerstätte für Dr Who-Fans geworden ist. „Dr Who“ ist eine Science Fiction-Fernsehserie in Großbritannien, die schon seit Jahrzehnten Kultstatus erreicht hat. 1963 lief die erste Folge „vom Band“ und wird noch heute ausgestrahlt, zurzeit mit Peter Capaldi in der Titelrolle. In Deutschland hat die SF-Serie nie Fuß gefasst; ein halbes Dutzend Sender versuchten sich daran, aber ohne großen Erfolg. Seit einiger Zeit kann man frühere Folgen auf Einsfestival sehen.

Diesem Dr Who und anderen Fantasy-Gestalten ist das Time Machine Museum of Science Fiction in Bromyard gewidmet. Red Dwarf, Star Trek und Star Wars sind weitere SF-Serien und -Filme, die in dem Museum eine Rolle spielen. Die Museumsbetreiber haben eine Fülle von Kostümen und Requisiten zusammengetragen, die bei der Produktion der Filme verwendet wurden. Wie heute in vielen Museen üblich, kann man auch hier auf zahlreiche Knöpfe drücken und dadurch Licht- und Geräuscheffekte hervorrufen. Das Time Machine Museum of Science Fiction sieht von außen recht klein aus, im Inneren wird man aber durch viele Räume geleitet und es erweist sich als wesentlich größer als vermutet. Jeder Raum ist voll mit Erinnerungsstücken und man hat sich hier sehr viel Mühe gemacht, damit alle Science Fiction-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Das Museum steht mitten in der Innenstadt von Bromyard und ist im Juli und August täglich geöffnet, sonst in den anderen Monaten immer samstags und sonntags von 10.30 Uhr bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt £8 für Erwachsene und £6 für Kinder.
Wem der Weg nach Bromyard zu weit ist, der kann sich mit diesem ausführlichen Film einen Eindruck von dem Museum verschaffen.

Time Machine Museum of Science Fiction
12 The Square
Bromyard
Herefordshire, HR7 4BP

Published in: on 30. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Milchflaschensammlung des Steve Wheeler aus Malvern in Worcestershire

Hier an der Leigh Sinton Road in Malvern steht das Milk Bottle Museum.   © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier an der Leigh Sinton Road in Malvern steht das Milk Bottle Museum.
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Am 02.02.2011 schrieb ich in meinem Blog schon einmal über das Thema „Milchflaschensammeln„, das ich heute noch einmal aufnehmen möchte, indem ich die riesige Sammlung von „milk bottles“ des Steve Wheeler aus Malvern in Worcestershire vorstelle.
Über 35 Jahre schon sammelt der Mann diese Objekte, die für die meisten von uns allen gleich aussehen; aber weit gefehlt. Es gibt da eine große Bandbreite an Formen , an Etiketten usw. Steve Wheeler hat Milchflaschen aus der ganzen Welt zusammengetragen und es bisher auf rund 20 000 Stück geschafft, wobei der Löwenanteil, nämlich über 17 000 Flaschen, aus Großbritannien kommt. Die Sammlung hat er in Regalen in einem Gebäude hinter seinem Haus in der Leigh Sinton Road Nummer 16 untergebracht, das er als „Milk Bottle Museum“ bezeichnet. Dort finden sich Schätze aus Molkereien, die schon lange nicht mehr existieren, von der königlichen Royal Dairy Farm in Windsor usw. usw.
Es begann damit, dass Steve Wheeler auf einer Wanderung durch die Brecon Beacons in Wales eine schmutzige alte Milchflasche fand, die, wie er recherchierte, aus einer lange geschlossenen Molkerei aus Shropshire stammte. Da war das Jagdfieber geweckt, das bis heute angehalten hat und auch jetzt ist ihm kein Weg zu lang, um eine Flasche in seine Sammlung aufzunehmen, die ihm noch fehlt und das sind noch mehrere Tausende.
Etwa £100,000 ist seine Kollektion wert und am liebsten würde er daraus ein richtiges Museum machen mit festen Öffnungszeiten, denn bisher können Interessenten die Flaschen nur nach vorheriger Anmeldung sehen.

Steve Wheeler verabscheut übrigens Milch und hat seit seiner Kindheit keine mehr getrunken. In diesem Film kommt er selbst zu Wort und zeigt uns seine Sammlung.

 

Published in: on 25. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Cuckooland – Ein Museum für Kuckucksuhren in Tabley (Cheshire)

Einige der Uhren im Cuckooland Museum. Author: Kirsty Davies. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Einige der Uhren im Cuckooland Museum.
Author: Kirsty Davies.
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Die Brüder Roman und Maz Piekarski haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich mit dem Thema Kuckucksuhren zu beschäftigen; dabei sind sie weltweit zu den anerkanntesten Spezialisten geworden. Bei Tabley, westlich von Knutsford an der A556, im Speckgürtel der Großstadt Manchester, haben sie vor 26 Jahren das Cuckooland Museum eröffnet, das umfangreichste Kuckucksuhren-Museum der Welt, untergebracht in einer ehemaligen Schule. In dieser Zeit haben sie mehr als 700 dieser beliebten Uhren aus dem Schwarzwald zusammengetragen. Die beiden Brüder bieten darüber hinaus auch noch einen Reparaturdienst für Kuckucksuhren und andere mechanische Uhren an. Selbst aus der Heimat der Uhren, dem Schwarzwald. kommen hin und wieder Restaurierungsaufträge in Tabley an.

Die Piekarski-Brüder aus dem ländlichen Cheshire haben sogar schon Vorträge in der Heimat dieser Uhren, im Schwarzwald, gehalten und stehen in ihrem Fachwissen den dortigen Technikern in nichts nach. Des Weiteren haben die beiden die International Cuckoo Clock Keepers‘ Society gegründet. die über 450 Mitglieder hat, darunter die Auktionshäuser Sotheby’s und Christie’s.

Wer sich eine Kuckucksuhr zulegen möchte, kann das in dem  angeschlossenen Shop tun, der auch andere Dinge aus dem Schwarzwald zum Kaufen anbietet wie Bierkrüge und Wetterhäuschen.

Wer sich nicht so besonders für Uhren interessiert, hat die Möglichkeit hier auch anderes besichtigen wie z.B. Original Schwarzwald-Orgeln oder alte klassische Motorräder.

Das Museum ist ganzjährig von 10 – 18 Uhr geöffnet. Die Adresse:
Cuckoo Land
The Old School
Chester Road
Tabley
Cheshire
WA16 0HL

Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus einer DVD, die es im Museum zu kaufen gibt.

In dieser ehemaligen Schule ist das Kuckucksuhrenmuseum untergebracht.    © Copyright Roman Piekarski and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In dieser ehemaligen Schule ist das Kuckucksuhrenmuseum untergebracht.
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Published in: on 14. August 2016 at 02:00  Comments (1)  
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The Canal Museum in Stoke Bruerne (Northamptonshire)

Das Kanalmuseum.   © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Kanalmuseum.
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Das kleine Dorf Stoke Bruerne liegt im südlichen Teil von Northamptonshire, nur wenige Kilometer von Northampton entfernt. Bekannt ist der Ort vorwiegend bei Hausbootfahrern, die den Grand Union Canal entschlangschippern.
Hier gibt es das Canal Museum, das über die Geschichte des englischen Kanalbaus informiert.

Das Interesse mit einem „narrow boat“ auf Kanälen entlangzufahren, ist in den letzten Jahren stark gestiegen, zumal immer wieder, lange Jahre brachliegende Kanäle neu eröffnet und freigegeben worden sind.

Das liebevoll gestaltete Museum in Stoke Bruerne gibt Auskunft über die  einstige wirtschaftliche Bedeutung der Kanäle als Transportsystem, zeigt die Arbeit der Schleusenwärter und bietet eine Übersicht über die verschiedenen Bootsformen anhand von zahlreichen Modellen. Das Museum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Neben diesem Museum unterhält der Canal & River Trust noch zwei weitere: Das National Waterways Museum in Ellesmere Port (Cheshire) und das Gloucester Waterways Museum in Gloucester (Gloucestershire).

Wer einmal auf einem Narrow Boat mitfahren möchte, kann dies hier tun, denn „Charlie“ steht für Ausflüge zur Verfügung. Zwei Pubs, die direkt neben dem Grand Union Canal liegen, sorgen für das leibliche Wohl der Museumsbesucher: The Boat Inn und The Navigation.

Fährt man mit dem Boot von Stoke Bruerne in Richtung Blisworth ist ein Hindernis zu überwinden, nämlich der Blisworth Tunnel, mit 2813m Länge, der drittlängste schiffbare Kanaltunnel Englands.

Dieser Film zeigt ein Stück Idylle am Kanal bei Stoke Bruerne.

The Canal Museum
3 Bridge Road
Stoke Bruerne
Towcester NN12 7SB

Eine Schleuse in Stoke Bruerne.   © Copyright Anne Burgess and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Eine Schleuse in Stoke Bruerne.
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Die südliche Einfahrt des Blisworth Tunnels.   © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die südliche Einfahrt des Blisworth Tunnels.
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Published in: on 30. Juli 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Der Türkisring Jane Austens, der beinahe den Finger einer US-amerikanischen Popsängerin geziert hätte

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Die englische Erfolgsschriftstellerin Jane Austen (1775-1817) besaß einmal einen hübschen goldeingefassten Türkisring (hier ist ein Foto davon), den man heute im Jane Austen’s House Museum in Chawton (Hampshire) besichtigen kann. Nach ihrem Tod ging der Ring in den Besitz ihrer Schwester Cassandra über, die ihn wiederum ihrer Schwägerin Eleanor Austen schenkte. Der Ring blieb im Besitz der Familie bis er im Jahr 2012 auf einer Londoner Auktion angeboten wurde. Der festgesetzte Mindestpreis betrug £30 000, eine ziemlich hohe Summe, aber angesichts der Tatsache, dass aus dem Nachlass der Autorin nur drei Schmuckstücke existieren, ein durchaus realistisches Angebot. Doch was dann tatsächlich als Gebot auf den Tisch kam, überraschte alle Interessenten, nämlich £152 450, also mehr als das fünffache des Mindestpreises. Wer war denn bereit, so viel Geld für das Schmuckstück auszugeben? Die US-amerikanische Popsängerin Kelly Clarkson, ein Fan Jane Austens und Sammlerin von Memorabilien der Autorin. Die Texanerin wurde durch die Castingshow American Idol entdeckt und hat seitdem Karriere gemacht. Mehrere ihrer Alben erreichten Platz 1 der amerikanischen Charts. Hier ist sie mit ihrem Song „Because of you“ zu hören.
Doch Kelly Clarkson hatte sich zu früh gefreut, der amtierende Minister für kulturelle Angelegenheiten Ed Vaizey erließ ein Exportverbot für den Ring, denn der sollte im Lande bleiben. Eine Spendenkampagne „Bring the ring home“ wurde ins Leben gerufen, um den Ring der Sängerin wieder abzukaufen und tatsächlich kam genügend Geld zusammen, darunter eine anonyme Spende über £100 000.

Kelly Clarkson war fair, das muss man schon sagen, denn sie stimmte dem Rückkauf zu, ohne Anwälte damit zu beauftragen, Vaizeys Entscheidung anzufechten. Vielleicht kommt sie ja eines Tages in Chawton vorbei und sieht sich den Ring und andere Erinnerungsstücke von Jane Austen in dem ihr gewidmeten Museum an; es liegt an der A31 Winchester-Guildford.

Kelly Clarkson. Author: vagueonthehow. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Kelly Clarkson.
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Published in: on 21. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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„Grandma Flew Spitfires“ – Eine Dauerausstellung im Maidenhead Heritage Centre

Ein Spitfire Girl. his artistic work created by the United Kingdom Government is in the public domain.

Ein Spitfire Girl.
This artistic work created by the United Kingdom Government is in the public domain.

Das erste Mal wurde ich durch die Krimiserie „Inspector Barnaby“ auf die Air Transport Auxiliary (ATA) aufmerksam. In der Episode 99 „The Flying Club“ (dt. „Flieg, Mörder flieg“), über die ich in meinem Blog berichtete, steht die ATA im Mittelpunkt des Geschehens, eine Gruppe von Amateurpiloten (darunter über 160 Frauen) im Zweiten Weltkrieg, die Militärflugzeuge, meist im Inland, hin und her transportierten. Sie brachten zum Beispiel neue Flugzeuge von den Fabriken zu ihren Einsatzorten, reparierte Maschinen zurück zu den Flugplätzen oder Crews dorthin, wo sie gerade dringend benötigt wurden. Sie flogen u.a. Hawker Hurricanes, Lancasters und Spitfires, eigentlich alles, was die Royal Air Force im Einsatz hatte. Das White Waltham Airfield bei Maidenhead in Berkshire war das Hauptquartier der ATA (dort wurde auch die Inspector Barnaby-Folge gedreht) und in Maidenhead selbst, im Maidenhead Heritage Centre in der Park Street, kann man sich eine Dauerausstellung ansehen, die unter dem Titel „Grandma Flew Spitfires“ läuft und die sich mit dem Thema Air Transport Auxiliary beschäftigt. Hier hat man alles zusammengetragen, was man im ganzen Land finden konnte, als da sind Uniformen, Logbücher, Kartenmaterial, persönliche Erinnerungen, Zeitungsausschnitte und jede Menge Fotos.

Besonders der Einsatz der Pilotinnen war damals spektakulär und sie galten als die Glamour Girls der Lüfte; hübsche junge Frauen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um die ungewohnten Flugzeuge von A nach B zu transportieren. Es waren nicht nur britische Frauen; unter den fliegenden Damen waren auch einige aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika. Zahlreiche Bücher sind über sie geschrieben wurden wie „The Female Few: Spitfire Heroines of the Air Transport Auxiliary“ (The History Press 2012) von Jacky Hyams, einige Pilotinnen haben ihre Erlebnisse selbst niedergeschrieben wie Rosemary Du Cros in „ATA Girl: Memoirs of a Wartime Ferry Pilot“ (Muller 1983). Hier ist ein Film über die Spitfire Women.

Um noch einmal auf das Maidenhead Heritage Centre und die Ausstellung „Grandma Flew Spitfires“ zurückzukommen. Das Museum ist dienstags bis samstags von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei, die ATA-Ausstellung aber kostenpflichtig (£3.50).
Eine Besonderheit sei noch erwähnt: Im Haus gibt es einen Spitfire Simulator, in dem jedermann seine Flugkünste in diesem Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs erproben kann. Ein 15minütiger Flug kostet £7.50. Wie das abläuft, zeigt dieser Film.

Maidenhead Heritage Centre
18 Park Street
Maidenhead SL6 1SL

Hier ist die Ausstellung zu sehen.   © Copyright John Raine and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier ist die Ausstellung zu sehen.
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Das White Waltham Airfield bei Maidenhead, früheres Hauptquartier der ATA.   © Copyright Stuart Logan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das White Waltham Airfield bei Maidenhead, früheres Hauptquartier der ATA.
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The English Football Hall of Fame im National Football Museum in Manchester

Das National Football Museum in Manchester.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Urbis Building in Manchester, Heimat des National Football Museums     © Copyright David Dixon and
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Kurz vor Beginn der Fußball-Europameisterschaften in Frankreich steht das Thema „Fußball“ immer mehr im Fokus der Medien. Da passt mein heutiger Blogeintrag über The English Football Hall of Fame vielleicht ganz gut ins Bild.
Im National Football Museum in Manchester, das im Jahr 2012 von Preston in Lancashire nach Manchester umzog, gibt es die Hall of Fame, die dem Andenken an große Fußballlegenden gewidmet ist. Jedes Jahr kommen neue Spieler dazu, die diese hohe Auszeichnung erhalten; aber nicht nur männliche Fußballer haben diese Ehre, sondern auch weibliche Sportler, Trainer, ganze Teams und Schiedsrichter. Es gibt einige Kriterien, nach denen man in die Hall of Fame aufgenommen werden kann, so muss man entweder seine Laufbahn beendet haben oder mindestens 30 Jahre alt sein. Auch müssen die Spieler bzw. Trainer mindestens fünf Jahre in England gearbeitet haben.

Als im Jahr 2002 die ersten Aufnahmen in die Hall of Fame erfolgten, konnte man auf ein weites Feld von herausragenden Spielern zurückgreifen und so gehörten u.a. George Best, Sir Bobby Charlton, Paul Gascoigne, Kevin Keagan und Bobby Moore dazu.
Die erste Frau, die ebenfalls seit 2002 zum „Grundbestand“ gehört, ist Lily Parr (1905-1978), eine Nationalspielerin, die ihre Karriere in Preston bei den Dick, Kerr’s Ladies begann.
Zu den ersten Trainern in der Hall of Fame zählten Manchester Uniteds Sir Alec Ferguson, Nottingham Forests Brian Clough und Nationaltrainer Sir Alf Ramsey.

Werfen wir noch einen Blick auf die aktuellen Neuzugänge, die seit dem Letzten Jahr in Manchesters Hall of Fame Einzug gehalten haben. Da finden wir u.a. Gary Neville, der bis 2011 bei Manchester United gespielt hat, Norman Hunter, der für Leeds United, Bristol City und Barnsley tätig war, und Alan Mullery, der für die Londoner Vereine Fulham und Tottenham spielte.
Als Fußballerin wurde Faye White aufgenommen, die von 1996 bis 2013 bei den Arsenal Ladies und 15 Jahre im Trikot der Nationalmannschaft spielte.

Weitere Bewohner der Hall of Fame sind: Das Team, das 1966 die Weltmeisterschaft holte, Michel Platini als „All-Time Great European Footballer“, der Sheffield F.C. als ältester Fußballverein der Welt und Sepp Blatter (!) als „Ambassador of Football“.

Der Eintritt in das National Football Museum ist frei; es ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

National Football Museum
Urbis Building
Cathedral Gardens
Manchester
M4 3BG

Published in: on 9. Juni 2016 at 02:00  Comments (1)  
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The Cumberland Pencil Museum in Keswick (Cumbria)

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Ein ganzes Museum nur Bleistiften gewidmet? Ist das nicht entsetzlich langweilig?
Wohl nicht, denn das 1981 eröffnete Cumberland Pencil Museum  („Home of the First Pencil“)in Keswick (Cumbria) erfreut sich großer Beliebhtheit, auch bei Kindern, und hat pro Jahr über 100 000 Besucher.

Bleistifte sind eng mit Graphit verbunden, das auch als Schießpulver verwendet wurde, und dieses Graphit wurde im Borrowdale in Cumbria abgebaut. Die Bleistifte, die in dieser Region hergestellt wurden, waren von sehr guter Qualität und sogar Michelangelo soll für seine Zeichnungen Bleistifte aus dem Nordwesten Englands verwendet haben.

1832 wurde hier die erste Bleistiftfabrik Großbritanniens gegründet, aus der 1916 die Cumberland Pencil Company wurde und der das Museum auch gehört.

In einem kleinen Kino kann man sich über die Herstellung von Bleistiften informieren, es findet sich hier der mit knapp acht Metern längste Bleistift der Welt (er wiegt 446 Kilogramm), und der Museumsladen hält eine riesige Auswahl an Blei- und Buntstiften parat.

Wunderschön finde ich den Artikel in Gareth Rubins Buch „Crap Days Out“ (ich stellte das Buch in meinem Blog vor) über das Pencil Museum, in dem er sich sarkastisch über den Riesenbleistift äußert; er ist der längste, weil „…nobody was interested in producing one which is longer“ und „But when you finally get to see the World’s Longest Pencil all you see is a normal pencil, only bigger“. In ähnlicher Form stellt dieser Film das Museum vor.

Das Cumberland Pencil Museum hat nur drei Tage im Jahr geschlossen. Also: Ein idealer Ausflugsort, gerade mit Kindern…vor allem bei Regentagen, von denen es so einige in dieser Region Englands gibt.

The Cumberland Pencil Museum
Southey Works

Keswick
Cumbria
CA12 5NG

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Published in: on 3. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Cecil Rhodes Museum in Bishop’s Stortford (Hertfordshire)

Cecil Rhodes' Geburtshaus und das ihm gewidmete Museum.   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Cecil Rhodes‘ Geburtshaus in Bishop’s Stortford und das ihm gewidmete Museum.
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Anfang diesen Jahres machte der Name Cecil Rhodes (1853-1902) wieder einmal negative Schlagzeilen in den Medien. Eine Statue des umstrittenen Unternehmers und Politikers sollte vom Universitätsgebäude des Oriel College in Oxford entfernt werden, das meinten jedenfalls viele Studenten dort und zogen protestierend durch die Straßen der Stadt. Seit 1911 ziert die 1,20 Meter hohe Statue die Fassade des Colleges und jetzt soll sie weg, weil der Name Rhodes immer noch mit britischem Kolonialismus in Afrika in Zusammenhang gebracht wird.

1873 studierte Cecil Rhodes am Oriel College und hier in Oxford ist auch der Sitz der Rhodes Stiftung, die Stipendien für ein Studium an der Universität von Oxford vergibt. Der Unternehmer zählte zu seiner Zeit zu den reichsten Männern der Welt und ein großer Teil seines Vermögens floss in die Stiftung ein. Zu den berühmten Nutznießern gehörten u.a. Bill Clinton und Kris Kristofferson.

Geboren wurde Cecil Rhodes am 5. Juli 1853 in Bishop’s Stortford (Hertfordshire) und in seinem Geburtshaus findet sich auch ein Museum, das dem Sohn der Stadt gewidmet ist. Das Netteswell House ist Teil eines Gebäudekomplexes, der sich Rhodes Arts Complex & Bishop’s Stortford Museum nennt und der für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt wird. Teil des Bishop’s Stortford Museums ist die Rhodes Collection, die Dokumente, Fotos und Gegenstände aus dem Leben des Unternehmers zeigt, der die berühmte Diamantenfirma De Beers gegründet hat. Zu sehen sind hier zum Beispiel ein viktorianisches Wohnzimmer wie es zu Zeiten von Rhodes ausgesehen hat, seine Militäruniform aus dem Jahr 1877, afrikanische Kunstgegenstände und Musikinstrumente.

Wer Bishop’s Stortford nicht kennt: Es handelt sich hier um eine etwa 38 000 Einwohner zählende Stadt in der Grafschaft Hertfordshire, nördlich von London, direkt an der Autobahn M1 und am Stansted Airport.

Rhodes Art Complex & Bishop’s Stortford Museum
1-3 South Street
Bishop’s Stortford
Hertfordshire CM23 3JG

Gedenktafel am Geburtshaus.   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Gedenktafel am Geburtshaus.
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Der moderne Teil des Rhodes Art Centres.   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der moderne Teil des Rhodes Art Complexes.
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Published in: on 24. April 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The National Civil War Centre in Newark (Nottinghamshire)

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Seit dem Mai 2015 gibt es in England ein neues Museum, das sich ganz dem Civil War, also dem Bürgerkrieg widmet, der zwischen 1642 und 1649 zahllose Opfer kostete. Die Cavaliers, die Anhänger von King Charles I. kämpften damals gegen die Roundheads, die Anhänger des britischen Parlaments. Bisher gab es ein derartiges „Bürgerkriegszentrum“ in Großbritannien noch nicht.
Das National Civil War Centre liegt in der Straße Appleton Gate  Nummer 14 in Newark in der Grafschaft Nottinghamshire. In dem ehemaligen Gebäude der Magnus School wurde dieses Museum untergebracht, das ganzjährig täglich geöffnet ist.

Warum hat man gerade Newark ausgewählt? Die Stadt, die eindeutig royalistisch geprägt war, wurde im Bürgerkrieg von den Roundheads so lange belagert, bis sie sich schließlich den parlamentarischen Truppen ergab. Hungersnöte und die Ausbreitung der Pest ließen Newark keine andere Wahl. Also ist der Standort für das Museum gut gewählt.

Rund 5000 Objekte sind hier zusammengetragen worden, die natürlich nicht alle in die Ausstellungsräume passen; aber etwa 500 Gegenstände kann man sich jederzeit ansehen. Die Baukosten betrugen £5,4 Millionen, man rechnet mit jährlich rund 60 000 Besuchern. Zur Eröffnung des National Civil War Centres wurde eine Schlacht zwischen Cavaliers und Roundheads nachgestellt, wofür 1000 „Soldaten“ in die Stadt einfielen.

Wer sich für den englischen Bürgerkrieg interessiert und nach Newark kommt, sollte auf jeden Fall sein Smartphone oder sein Tablet mitbringen, denn es ist eine kostenlose App entwickelt worden, die den Besucher über den National Civil War Trail durch die Stadt führt. Die App beinhaltet jede Menge Informationen und auch extra hergestellte Filme. Hier ist ein Film über den Trail zu sehen.

Der Eintrittspreis zum Museum beträgt £7.

National Civil War Museum
14 Appletongate
Newark NG24 1JY

 

Published in: on 22. Januar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The British Lawnmower Museum in Stockport (Greater Manchester)

Ein Mann namens Edwin Beard Budding erfand 1830 in Stroud (Gloucestershire) ein Gerät, das heute unverzichtbar ist für alle Menschen, die ein Haus mit Garten besitzen: den Rasenmäher, natürlich noch mit Handbetrieb. Der erste motorisierte Rasenmäher entstand 1890 und wurde von der Firma Atlas Chain Company entwickelt.

Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei ein Besuch im weltweit einzigen Museum empfohlen, das sich ausschließlich Rasenmähern widmet – dem British Lawnmower Museum in Southport im Nordwesten Englands.

Über 300 verschiedene Rasenmäher sind dort versammelt, so z.B. auch Entwicklungen von Rolls Royce und Daimler. Rasenmäher, die einmal Prominenten gehörten, werden hier ausgestellt, der von Alan Titchmarsh, der von Brian May (Mitglied der Rockgruppe Queen) und sogar einer, mit dem Prince Charles seinen Garten in Highgrove gemäht haben soll (er selbst?).

Beim Besuch des Museums erfährt man auch, dass es Rasenmäherrennen gibt (einige Rennexemplare werden ausgestellt) mit eigenen Meisterschaften. Wer sich darüber informieren möchte, kann das auf der Webseite der British Lawn Mower Racing Association tun.

Brian Radam leitet das Museum, er bietet Führungen an und weiß alles, was man über Rasenmäher wissen muss. Vor einiger Zeit wurde das Museum mit dem „The Wallace Order of British Excellence“ ausgezeichnet.

Man findet das Museum in der Shakespeare Street 106-114 in Southport und es ist täglich, außer Sonntag, von 9.00 – 17.30 Uhr ganzjährig geöffnet.

Hier ist ein kleiner Film, in dem Brian Radam sein Museum vorstellt.
Wer gar nicht genug von Rasenmähern bekommen kann, der sollte sich die DVD „Lawnmower World“ direkt im Museum bestellen und zuschicken lassen. Oder vielleicht Brian Radams Buch „Lawnmowers & Grasscutters: A Guide“ oder einen Kaffeebecher mit dem Bild eines Oldtimer-Rasenmähers. Gibt es alles im Museumsshop zu kaufen.

Published in: on 28. Dezember 2015 at 02:00  Comments (3)  
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3 unternehmungslustige Londonerinnen und ihre Exkursionen

Ein Bus der Linie 1. Author: Oxyman. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Ein Bus der Linie 1.
Author: Oxyman.
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Jo Hunt, Linda Smither und Mary Rees sind Londonerinnen im Ruhestand, denen so schnell nicht langweilig wird, denn sie haben ein Hobby, das sie über Jahre hinweg in Atem hält: Sie „sammeln“ Buslinien und Museen in ihrer Stadt. Wie ist das zu verstehen?
Die Sache mit den Buslinien ist mittlerweile abgeschlossen. Die drei Damen hatten sich vorgenommen, einmal sämtliche Buslinien Londons von Anfang bis Ende abzufahren, wofür sie fünf Jahre brauchten. Am 5. März 2009 ging es los mit der Linie 1, die von  der New Oxford Street zur Canada Water Station führt, dann folgten sämtliche Linien in aufsteigender Reihenfolge, rund 600. Die Damen machten sich mit dem von ihnen gesetzten Ziel keinen Stress, mal fuhren sie nur einmal in der Woche mit einem Bus durch die Stadt, mal hakten sie gleich mehrere Touren an einem Tag ab. Der ganze Spaß kostete sie nichts, denn sie fuhren mit dem Freedom Pass, der es Londonern, die über 60 alt sind, erlaubt, die U-Bahn, die Busse und noch einige andere Verkehrsmittel kostenlos zu benutzen.

Über ihre Ausflüge kreuz und quer durch die Metropole führten sie einen Blog, in dem sie festhielten, was auf jeder Buslinie besonders interessant war und machten Fotos davon. Ein Beispiel: Am 30. November 2009 befuhren die Damen die Linie 45, die von King’s Cross Station zum Clapham Park führt. Auf der Fahrt sahen sie u.a. das Eastman Dental Hospital, Baldwins Natural Products, ein Laden, der seit 1844 besteht, den Sun & Doves Pub und das London Welsh Centre. Alles wird sorgfältig beschrieben und verlinkt, so dass das Lesen dieses Blogs eine wahre Freude ist. Hier ist der Start des Blogs mit der Linie 1.

Nachdem die drei Damen nun sämtliche Buslinien kennengelernt hatten, überlegten sie sich, was sie als Nächstes in Angriff nehmen könnten und da kam ihnen die Idee, sich einmal alle Museen der Stadt anzusehen, ein Unterfangen, das nicht weniger zeitaufwendig ist. Etwa 250 Museen soll es in London geben und man begann mit der National Portrait Gallery am Trafalgar Square am 19. März 2014. Die letzte Blog-Eintragung, die ich für den 26. Oktober 2015 fand, beschäftigte sich mit dem Museum of London Docklands. Wie schon bei den Buslinien werden auch die Museumsbesuche im Blog akribisch dokumentiert und mit Fotos und Links versehen. Eine sehr interessante und lehrreiche Lektüre!!

Dieser Film zeigt Jo Hunt, Linda Smither und Mary Rees bei ihrer letzten Bus-Exkursion.

Die National Portrait Gallery, erste Station der Londoner "Museumssafari".   © Copyright Matt Harrop and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die National Portrait Gallery, erste Station der Londoner „Museumssafari“.
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Published in: on 30. Oktober 2015 at 02:00  Comments (2)  

Claverton Manor bei Bath (Somerset), Winston Churchill und das American Museum in Britain

Claverton Manor bei Bath.   © Copyright Humphrey Bolton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Claverton Manor bei Bath.
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Am 26. Juli 1897 kam ein 22 Jahre junger Mann  in das Claverton Manor bei Bath in Somerset und hielt dort eine Rede vor der Primrose League, einer Vereinigung konservativer Männer, die der Vater des jungen Mannes, Lord Randolph Churchill, 1883 gegründet hatte. Es handelt sich bei dem Redner natürlich um Winston Churchill, der zu der Zeit Soldat und Kriegsberichterstatter war. Es war Churchills erste öffentliche Rede, die er mit den Worten begann „unaccustomed as I am to public speaking“, aber er brauchte sich keine Sorgen um die Resonanz zu machen, denn seine Rede war exakt einstudiert und kam bei den Zuhörern gut an, die Churchills Worte immer wieder mit einem „Hear, hear“ und einem „Cheers“ begleiteten.

Der Herrensitz Claverton Manor, so wie wir ihn heute stehen sehen, wurde 1820 erbaut und am 1. Juli 1961 als das American Museum in Britain für die Öffentlichkeit freigegeben. Es ist das einzige Museum außerhalb der Vereinigten Staaten, das Exponate aus der amerikanischen Kulturgeschichte, von den frühen Siedlern bis ins 20. Jahrhundert, ausstellt.

Die beiden Gründer des Museums waren der US-Amerikaner Dallas Pratt und der Engländer John Judkyn, die hier ganz in der Nähe von Bath im Claverton Manor jede Menge Americana zusammentrugen. In den Period Rooms kann man sich zum Beispiel anhand der ausgestellten Möbel darüber informieren wie amerikanische Familien in den jeweiligen Jahrhunderten gelebt haben. In anderen Räumen werden Kunstgegenstände wie Bilder und Skulpturen zur Schau gestellt.

Eine eigene Abteilung zeigt Quilts, also Zierdecken, die die Quäker und die Amischen herstellten. Dallas Pratt vermachte 1988 seine Sammlung von 200 historischen Landkarten dem Museum, eine der umfangreichsten und wertvollsten Sammlungen dieser Art in Europa.

Zusätzlich zu den Standard-Ausstellungen finden regelmäßig Sonder-Ausstellungen statt wie z.B. „Spirit Hawk Eye: A Celebration of American Native Culture“ und „Gangsters & Gunslingers“.

Das American Museum in Britain ist in der Regel von März bis Oktober und in der Vorweihnachtszeit von Dienstag bis Sonntag geöffnet und kostet £10 Eintritt. Man erreicht das Museum über die Straßen The Avenue bzw. Claverton Hill, östlich der Universität von Bath.

Hier ist ein Film über das Museum.

Plakette am Claverton Manor, das an Churchills Jungfernrede erinnert.   © Copyright Anthony O'Neil and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Plakette am Claverton Manor, die an Churchills Jungfernrede erinnert.
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Published in: on 16. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Gurkha Museum in Winchester (Hampshire)

In diesem Gebäude in Winchester ist das Gurkha Museum untergebracht.    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In diesem Gebäude in Winchester ist das Gurkha Museum untergebracht.
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Soweit ich feststellen konnte, gibt es nur zwei Museen in der ganzen Welt, die sich dem Thema „Gurkhas“ widmen; das eine befindet sich in Pokhara in Nepal und das zweite in Winchester (Hampshire).
Gurkhas sind nepalesische Soldaten, die im Dienst der britischen und indischen Armeen tätig waren und dort in eigenen Einheiten zusammengefasst waren. Seit 1815 kämpfen die Gurkhas in nahezu allen Kriegen, die das britische Königreich geführt hat und sie haben sich einen sehr guten Ruf als tapfere und mutige Soldaten erworben.

Um diesen nepalesischen Einheiten eine Ehre zu erweisen, hatte man in den Queen Elizabeth Barracks in Church Crookham in Hampshire, dort wo viele Gurkhas stationiert waren, ein Museum eingerichtet. Dieses wurde 1989 geschlossen und die Ausstellungsstücke nach Winchester transferiert, wo das Gurkha Museum 1990 als Teil der Winchester’s Military Museums neu eröffnet wurde. In der Nähe der Romsey Road, in den Peninsula Barracks, kann man sich heute über die Geschichte der nepalesischen Soldaten informieren.

In chronologischer Reihenfolge werden die Einsätze der Soldaten dargestellt, beginnend Anfang des 19. Jahrhunderts bis zu den heutigen sechs Einheiten, die in die britische Armee integriert sind. 26 Victoria Cross-Tapferkeitsorden haben Gurkhas bis jetzt erhalten, von denen einige im Museum ausgestellt sind. Weiterhin erfährt der Museumsbesucher einiges über das Heimatland der Gurkhas und in einer Spezialbibliothek hat man alles, was man an gedrucktem Material über die nepalesischen Soldaten finden konnte, zusammengetragen.
Dieser Film zeigt 10 „must-sees“ des Museums.

Exakt 200 Jahre ist es jetzt her, dass die Gurkhas erstmals für die britische Krone im Einsatz waren und daher finden im Jahr 2015 zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Land statt, die daran erinnern. Höhepunkt war The Gurkha 200 Pageant (hier ein filmischer Eindruck) am 9. Juni auf dem Gelände des Royal Hospital Chelsea, das in Anwesenheit der Queen durchgeführt wurde.

In Winchester findet sich nicht nur das Gurkha Museum, in der Stadt haben sich auch viele pensionierte Soldaten aus Nepal niedergelassen, die sich in der British Gurkhas Community zusammengeschlossen haben. Und wer einmal nepalesisch essen möchte, der kann diese Erfahrung in Winchester im Gurkhas Inn in der City Road erleben.

Ausgestellte Medaillen im Museum. Author: Anwpwiki. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Ausgestellte Medaillen im Museum.
Author: Anwpwiki.
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Published in: on 21. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Bentwaters Cold War Museum bei Rendlesham in Suffolk

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In der letzten Zeit wird in den Medien der Begriff „Kalter Krieg“ im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen immer häufiger verwendet, dabei hatten wir ihn doch eigentlich schon vor vielen Jahren eingemottet gehabt. Die Zeit von 1947 bis 1989, die man mit dem Kalten Krieg verbindet, hat in mehreren Museen in der Welt ihren Niederschlag gefunden; so gibt es z.B. das Cold War Museum in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia und das Bunker-42 im Zentrum Moskaus.

Auch in England hat man im Jahr 2007 ein solches Museum eingerichtet: Bentwaters Cold War Museum auf dem ehemaligen Royal Air Force Gelände Bentwaters bei Rendlesham in Suffolk. Die United States Air Force hatte sich hier in den Zeiten des Kalten Krieges eingerichtet. Nachdem die Amerikaner ihre Soldaten und ihre Flugzeuge abgezogen hatten, ging die Basis wieder in die Hände des britischen Verteidigungsministeriums über, das RAF Bentwaters aber nicht mehr brauchte. Statt startender und landender Flugzeuge findet man jetzt auf dem weitläufigen Gelände den Bentwaters Business Park, in dem sich zahlreiche Firmen aller Art niedergelassen haben.

An die Zeit des Kalten Krieges erinnert also das Bentwaters Cold War Museum, untergebracht in der ehemaligen Kommandozentrale der US Air Force und betrieben von Ehrenamtlichen der Bentwaters Aviation Society. Was gibt es hier nun zu sehen? Einige Räume wie die Operationszentrale und die „Battle Cabin“ wurden komplett restauriert, die Telefonzentrale ist zu besichtigen wie auch die Dekontaminierungsanlagen. In einer Dauerausstellung kann man sich über die Geschichte des Militärgeländes und des 81. taktischen Kampfgeschwaders der US-Luftwaffe informieren, das hier beheimatet war.

Neben dem Museumsgebäude stehen noch einige Kampfflugzeuge und anderes militärisches Gerät wie Abwehrraketen usw. Die Öffnugszeiten des Bentwaters Cold War Museums sind sehr eingeschränkt: In der Regel ist es jeden 1. und 3. Sonntag eines Monats von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

In meinem Blog erwähnte ich RAF Bentwaters schon einmal in Zusammenhang mit den mysteriösen UFO-Vorfällen, die sich hier 1980 ereignet haben.

Bentwaters Cold War Museum
Building 134
Bentwaters Parks
Rendlesham
Woodbridge
Suffolk IP12 2TW

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Published in: on 2. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The House on the Hill Toy Museum in Stansted Mountfitchet (Essex) – Das größte Spielzeugmuseum der Welt

With friendly permission of the Toy Museum.

With friendly permission of the Toy Museum.

Das House on the Hill Toy Museum, das größte Spielzeugmuseum der Welt, hat eine erstklassige Verkehrsanbindung. Es ist per Bahn sehr gut zu erreichen, die M11 London-Cambridge führt ca 1 Kilometer daran vorbei und es hat einen eigenen Flughafen; nun ja „eigenen“ ist vielleicht übertrieben, aber der Stansted Airport liegt gleich auf der anderen Seite der Autobahn. Und der Parkplatz vor dem House on the Hill Toy Museum ist sehr groß, auch für Reisebusse gibt es viel Platz.

Über 70 000 Gegenstände werden hier ausgestellt, und wenn man sich jedes Spielzeug nur 10 Sekunden ansehen würde, brauchte man über 8 Tage nonstop, um alle gesehen zu haben.
Das Museum findet man in Stansted Mountfitchet, direkt neben dem Mountfitchet Castle und dem Norman Village. Man kann in den drei „Abteilungen“ spielend einen Tag verbringen, ohne sich zu langweilen.

Gegründet wurde das Spielzeugmuseum von Alan Goldsmith, einem Mann, den viele kennen, die sich mit der Rockmusik der letzten Jahrzehnte beschäftigt haben, denn er war einer der großen Promoter des britischen Musikbusiness. Schon von Kindesbeinen an hatte sich Alan für Spielzeug interessiert und dieses Interesse ließ nicht nach, als er aus dem Alter eigentlich herausgewachsen war. Das Sammeln von Spielzeug aller Art und aus aller Welt wurde zur Leidenschaft, und so eröffnete er 1991 das Museum, ganz in Hörweite des Flughafens Stansted.

Was gibt es hier nicht alles zu sehen: Spezielle Sammlungen mit Puppen, Teddybären, Münzautomaten aus Penny Arcades, miltärischem und auf Fernsehserien basierendem Spielzeug und natürlich auch mit den guten alten Brettspielen.

Alan Goldsmith hat schon vor langer Zeit seinen Sohn Jeremy mit seiner Leidenschaft angesteckt, und so ist das Vater-Sohn-Team noch immer dabei, die Sammlung zu vergrößern.

Sein enormes Wissen über Spielzeug hat Alan Goldsmith in seinem Buch „Illustrated Price Guide to Vintage & Collectable Board and Table Top Games“ (Fallow Publishing 2013, 312 Seiten) festgehalten. „Giving It Both Barrels“ (Fallow Publishing 2013, 240 Seiten ISBN 978-0957382510) heißt seine Autobiografie.

In das House on the Hill Toy Museum integriert ist das Haunted Manor, für all diejenigen, die sich mehr für Gruseliges als für Spielzeug interessieren. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack.

Die ganze Anlage hier in Stansted Mountfitchet mit Spielzeugmuseum, Castle, Norman Village und dem Dinosaurier Park (ja, den gibt es auch noch) ist täglich (bis zum 8. November) von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und kostet £9.95 Eintritt.

Hier ist ein Film über das House on the Hill Toy Museum zu sehen, in dem auch Alan und Jeremy Goldsmith zu Wort kommen.

Auch Steiff-Teddybären haben im Museum einen neue Heimat gefunden. With friendly permission of the Toy Museum.

Auch Steiff-Teddybären haben im Museum eine neue Heimat gefunden.
With friendly permission of the Toy Museum.

Unzählige Brettspiele hat der Besitzer im Museum zusammengetragen. With friendly permission of the Toy Museum.

Unzählige Brettspiele hat der Besitzer im Museum zusammengetragen.
With friendly permission of the Toy Museum.

Published in: on 12. Juni 2015 at 02:00  Comments (3)  

Das Organ Theatre in St Albans (Hertfordshire)

Blick auf St Albans, Heimat des Orgelmuseums.    © Copyright Ian Capper and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf St Albans, Heimat des Orgelmuseums.
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Über St Albans in Hertfordshire, nördlich von London gelegen, habe ich in meinem Blog erst zweimal geschrieben; einmal über meine Aufenthalte im sehr schönen St Michaels Manor Hotel in der Fishpool Street und einmal über den uralten Pub Ye Olde Fighting Cocks im Abbey Mill Lane.

Ein ganzes Stück entfernt, in der Camp Road, findet man ein Museum, das sich St Albans Organ Theatre nennt und alle erfreuen wird, die sich für Kirmes- und Kinoorgeln interessieren.
Charles Hart, ein Bauunternehmer aus St Albans, der  schon als Kind von mechanischen, also selbstspielenden, Orgeln fasziniert war, begann in den 1960er Jahren diese Geräte zu sammeln. Die damals populär gewordene Jukebox verdrängte nach und nach die Orgeln. Einen großen Teil dieser Instrumente holte sich Charles Hart von einem Orgelbauer in Gent in Belgien und restaurierte sie in seiner Heimatstadt in Hertfordshire.

Ein ganz besonderes Schmuckstück erwarb er 1969 von einem zum Abriss anstehenden Kino in London, eine Wurlitzer-Orgel, deren Restaurierung über 20 Jahre dauerte und die man noch heute im Museum bewundern und hören kann. Neben diesem eindrucksvollen und nur noch selten zu sehenden Instrument gibt es noch eine zweite Orgel, die ebenfalls einmal in einem Kino stand, eine Rutt, die von der Londoner Spezialfirma Spurden-Rutt gebaut und 1935 im Regal Cinema im Londoner Higham Park installiert wurde. Auch diese Orgel kann man sich heute im Museum anhören.

Ein weiteres Schmuckstück der Hartschen Sammlung ist die riesige „England’s Pride“ genannte mechanische Orgel, die 1939 von der belgischen Firma Decap hergestellt wurde und die sieben Meter in der Breite und vier Meter in der Höhe misst.

1978 baute Charles Hart ein eigenes Gebäude für seine immer größer werdende Sammlung und öffnete es für interessierte Besucher. Aus dem „St Albans Organ Museum“ wurde im Jahr 2005 das „St Albans Organ Theatre“. Der Initiator des Museums, Charles Hart, starb bereits im Jahr 1983; seine Arbeit wird von einem Trust fortgesetzt.

Geöffnet ist das St Albans Organ Theatre leider nur an jedem zweiten Sonntag eines Monats von 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Konzerte an den Orgeln finden auch außer der Reihe statt. Hier ist ein Konzertmitschnitt zu sehen.

Freunde der Kinoorgeln haben sich in England seit 1952 in der Cinema Organ Society zusammengeschlossen, die regelmäßig Konzerte im ganzen Land (u.a. auch in St Albans) organisiert.

St Albans Organ Theatre
320 Camp Road
St Albans, Hertfordshire AL1 5PE

Published in: on 10. Mai 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Das REME Museum of Technology, (noch) in der Arborfield Garrison in Berkshire zu finden

Ein Bergungsfahrzeug der britischen Armee im REME Museum of Technology. Author: Gaius Cornelius. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Ein Bergungsfahrzeug der britischen Armee im REME Museum of Technology.
Author: Gaius Cornelius.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Wer sich für Militärtechnik interessiert, dem bietet das REME Museum of Technology in der Arborfield Garrison (Berkshire) jede Menge Anschauungsmaterial. REME steht für Corps of Royal Electrical and Mechanical Engineers und ist eine Abteilung der britischen Armee, die sich um die technische Instandhaltung der Ausrüstungsgegenstände kümmert. Die Wartung und Reparatur z.B. von Panzern, Hubschraubern und Raketensystemen fällt in den Zuständigkeitsbereich der REME, also sehr wichtige Aufgaben. Das Hauptquartier befindet sich in der bereits genannten Garnison von Arborfield, südlich von Reading und der Autobahn M4.

Damit sich Zivilisten ein Bild von der Arbeit der REME machen können, hat man auf dem Garnisonsgelände ein Museum eingerichtet. Hier wird in einer Halle über das Thema Militär und Elektronik informiert, in der Prince Philip Vehicle Hall sieht man Bergungs- und Reparaturfahrzeuge (benannt nach Prince Philip, Duke of Edinburgh, der der Colonel-in-Chief, also eine Art Ehrenkommandant, des Corps ist) und in der Armour’s Hall werden historische und moderne Waffen ausgestellt.

All das ist aber nicht mehr lange in der Arborfield Garrison zu sehen, denn noch im April wird die Garnison aufgelöst. Das Museum wird zusammen mit anderen Truppenteilen nach Wiltshire verlegt und zwar zur ehemaligen Royal Air Force Station Lyneham, die im Jahr 2012 geschlossen wurde und die nun anderen Aufgaben dienen soll. Auf dem Gelände werden zurzeit die Räumlichkeiten, die früher zur Offiziersmesse gehörten, umgebaut und sollen den Ausstellungsstücken aus Arborfield eine neue Heimat geben. Mit einem großen Fest wird das alte REME Museum of Technology am 25. April geschlossen. Wann die Neueröffnung in Wiltshire erfolgen soll, ist noch nicht bekannt.

Die ehemalige Luftwaffenbasis Lyneham (Wiltshire).    © Copyright Roger Cornfoot and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die ehemalige Luftwaffenbasis Lyneham (Wiltshire).
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Published in: on 3. April 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Jimi Hendrix und sein ehemaliger Wohnsitz in der Londoner Brook Street

Links die Brook Street 23, in der Jimi Hendrix wohnte, rechts in der Nummer 25 das Händel House Museum. Author: David Holt. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Links die Brook Street 23, in der Jimi Hendrix wohnte, rechts in der Nummer 25 das Händel House Museum.
Author: David Holt.
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Die Häuser mit den Nummern 23 und 25 in der Londoner Brook Street im Stadtteil Mayfair sind jeweils mit einer blauen Plakette verziert, die an ihre ehemaligen berühmten Bewohner erinnern. Von 1723 bis 1759 wohnte in der Nummer 25 der Komponist Georg Friedrich Händel, der nahezu alle seiner berühmten Werke in diesem Haus schrieb wie die Feuerwerksmusik, Der Messias und viele seiner Opern. Händel starb auch in diesem Haus, das seit 2001 ein Museum beherbergt, das Händel House Museum. In den Räumlichkeiten sind Erinnerungsstücke an den großen Komponisten ausgestellt und da der Platz dafür nicht ganz reichte, ist man auf das Nachbarhaus, die Nummer 23 ausgewichen und hat dort die oberen Stockwerke mit belegt.

Und da komme ich auf die zweite blaue Plakette zu sprechen, die sich an der Brook Street Nummer 23 befindet, denn in diesem georgianischen Stadthaus wohnte einmal der legendäre Sänger Jimi Hendrix. Im Sommer 1968 zog er hier gemeinsam mit seiner Freundin Kathy Etchingham ein, auf deren Namen der Mietvertrag auch lief. Hendrix fühlte sich in diesem Stadtteil von London sehr wohl, denn er hatte es nicht weit zu den musikalischen Hotspots der damaligen Zeit. Ja , er bezeichnete dieWohnung in der Brook Street einmal als das einzige Zuhause, das er je hatte.

Die Räume im Haus Nummer 23 waren für Hendrix-Fans selten zu sehen, aber das wird sich in diesem Jahr ändern, denn unter Zuhilfenahme eines Zuschusses von £1,2 Millionen vom Heritage Lottery Fund soll hier ein Museum für den amerikanischen Sänger aus Seattle entstehen, ein zukünftiger Wallfahrtsort für seine vielen Anhänger in der ganzen Welt. Die ehemalige Wohnung, die bisher als Büro für das Personal des Händel House Museums diente, soll wieder genauso hergerichtet werden wie sie in den Jahren 1968/69 ausgesehen hatte. Ich bin sicher, dass dieses neue Londoner Museum sehr stark frequentiert werden wird.

Jimi Hendrix starb am 18. September 1970 in London, allerdings nicht in der Brook Street, sondern im Samarkand Hotel am Lansdowne Crescent 21/22 im Stadtteil Notting Hill. In einem anderen Londoner Hotel, in dem Jimi Hendrix häufiger wohnte, dem The Cumberland am Great Cumberland Place, dort, wo die Oxford Street beginnt, hat man eine Jimi Hendrix Suite eingerichtet, die mit Wandmalereien verziert ist und in der man eine Gibson Flying V-Gitarre findet, die der Amerikaner mit Vorliebe spielte.

Hier ist ein Film über die beiden Häuser in der Brook Street und hier ist Jimi Hendrix mit „Hey Joe“ zu hören.

Das Samarkand Hotel, in dem Jimi Hendrix starb. This work is released into the public domain.

Das Samarkand Hotel am Lansdowne Crescent, in dem Jimi Hendrix starb.
This work is released into the public domain.

Published in: on 26. Februar 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Buckler’s Hard (Hampshire) – „Geburtsort“ zahlreicher historischer Schiffe

Foto meines Prospektes.

Foto meines Prospektes.

Am äußersten Südrand des New Forests, da wo der Beaulieu River ins Meer fließt, liegt ein kleiner Ort namens Buckler’s Hard, der einmal eine sehr wichtige Rolle im Schiffbau gespielt hat. Die Wälder des New Forests reichten bis ans Meer heran, so dass keine großen Holztransporte anfielen, ideal um einen Teil der Flotte Admiral Horatio Nelsons hier zu bauen. Bei der Schlacht von Trafalgar 1805 kamen denn auch mehrere Buckler’s Hard-Schiffe zum Einsatz wie die 49 Meter lange und mit 64 Kanonen bestückte HMS Agamemnon, die bereits schlachtenerprobt war und zu Nelsons Lieblingsschiffen gehörte. Auch die im New Forest gebauten HMS Euryalus und die HMS Swiftshure kämpften bei der legendären Schlacht gegen die Franzosen und die Spanier mit.

Im Zweiten Weltkrieg baute man in Buckler’s Hard Motortorpedoboote und der Hafen diente als einer der Sammelpunkte für die Schiffe, die 1944 an der Invasion der Normandie teilnahmen.

Der berühmte Weltumsegler Sir Francis Chichester (1901-1972) hatte viele Jahre einen Liegeplatz für sein Boot Gipsy Moth IV hier in Buckler’s Hard. Eine Plakette erinnert an ihn in der Familienkapelle der Familie Montagu, die den Ort in den 1720er Jahren anlegen ließ und der auch erst Montagu Town hieß.

Was gibt es hier nun heute alles zu sehen? Da ist erst einmal das Maritime Museum mit der Buckler’s Hard Story, in dem man sich über die Geschichte des Dorfes und vor allem über den Schiffbau informieren kann, der hier betrieben wurde. Im April diesen Jahres wird die Shipwright School eröffnet, die sich der Pflege der historischen Schiffbaukunst widmen wird. Die bereits erwähnte Kapelle der Montagus, die St Mary’s Chapel, ist zu besichtigen wie auch das Shipwright’s Cottage, das so eingerichtet ist wie es einmal aussah, als einer der Schiffszimmermänner mit seiner Familie hier wohnte. Von April bis Ende Oktober werden Flussfahrten auf dem Beaulieu River angeboten, der übrigens immer noch im Privatbesitz der Familie Montagu ist, die nur wenige Kilometer entfernt im Beaulieu Palace House ihren Sitz hat.

Wem es in Buckler’s Hard so gut gefällt, dass er hier auch gleich übernachten möchte, so ist das im Hotel The Master Builder’s möglich. Die Automobile Association verlieh dem Haus drei Sterne und dem Riverview Restaurant eine rote Rosette.

Ein Besuch hier unten im New Forest ist also sehr zu empfehlen, auch für alle, die sich nicht so sehr für den historischen Schiffbau interessieren. Hier ist ein kleiner Film.

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Published in: on 14. Februar 2015 at 02:00  Comments (2)  
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Scary London – Die Hauptstadt und ihre gruseligen Vergnügungsorte

Londons County Hall, in der man den London Dungeon und London's Death Trap findet. This work has been released into the public domain.

Londons County Hall, in der man den London Dungeon und London’s Death Trap findet.
This work has been released into the public domain.

Bei meinem Besuch in einem anfangs recht harmlos aussehenden Wachsfigurenkabinett in York gab es kurz vor dem Ausgang einen verdunkelten Raum, in den man nur mit einem stabilen Nervengerüst gehen sollte. Meine Frau verließ fluchtartig das Etablissement; ich wagte mich zusammen mit einer Gruppe von weiblichen Teenagern hinein. Das Kreischen der Teenies habe ich heute noch in den Ohren, als sie mit allen möglichen Horrorgestalten im Stockdunklen konfrontiert wurden.

Ja, die Engländer haben eine Vorliebe für alles Makabre und Gruselige. Wer diese Art der „Belustigung“ auch mag, der wird in London gleich an mehreren Stellen fündig. Hier ist eine kleine Auswahl:

– Über das Old Operating Theatre in der St Thomas Church im Stadtteil Southwark habe ich in einem früheren Blogeintrag schon einmal geschrieben. Hier kann man sehen wie früher Operationen und Amputationen (natürlich ohne Betäubung) durchgeführt wurden.

London’s Death Trap klingt auch sehr verheißungsvoll. In der County Hall an der Westminster Bridge Road kann man so richtig das Fürchten lernen; auf keinen Fall geeignet für Schwangere, Epileptiker oder Menschen mit Herzproblemen! Auch hier treffen die Besucher in dunklen Räumen auf  Zombies und andere furchterregende Gestalten. Am besten man schaut sich dieses Video an, um sich ein Bild von der Londoner „Todesfalle“ zu machen.
Der Eintritt ist nicht ganz billig. 12 Pfund zahlen Erwachsene für das Spektakel.

London’s Death Trap
County Hall,
Riverside Building,
Westminster Bridge Road,
London
SE1 7PB

– Im selben Gebäude gibt es noch eine weitere Gruselattraktion: The London Dungeon. Bis Anfang 2013 an der Tooley Street untergebracht, zog der Dungeon in die County Hall um. Nachdem man umgerechnet mehr als 30 Euro Eintritt gezahlt hat, kann man sich in vollen Zügen gruseln.
Da trifft man z.B. auf einen leprakranken Fahrstuhlführer, begegnet auf dem Tyrant Boat Ride Heinrich VIII (der war schon immer für blutige Überraschungen gut), macht die Bekanntschaft des Folterers und darf sich auf sympathische Zeitgenossen wie Jack the Ripper und den Pestarzt freuen. Dass Ratten im Dungeon eine nicht unbedeutende Rolle spielen, dürfte niemanden verwundern. In diesem Video wird der neue London Dungeon vorgestellt.

The London Dungeon
County Hall,
Riverside Building,
Westminster Bridge Road,
London
SE1 7PB

– Wer jetzt immer noch nicht genug hat, der mag sich noch The London Bridge Experience ansehen. Dort, wo früher The London Dungeon untergebracht war, an der Tooley Street, kann man eine Reise in die (blutige) Geschichte der berühmten Brücke unternehmen. Klar, dass man auch hier auf Folterer, Henker und den unvermeidlichen Jack the Ripper trifft. Verheißungsvolle Orte wie der Terror Time Tunnel und das Hell’s Portal warten! Hier ein Video.
Doch das war’s noch nicht. Es geht weiter in die London Tombs, wo man Geistern und Ghouls begegnet und wo Spinnen und Schlangen sich zuhause fühlen. Dieses Video gibt einen Einblick in die Tombs.
Der Eintritt kostet 20 Pfund für beide Attraktionen.

London Bridge Experience und London Tombs
2-4 Tooley Street
London Bridge
London SE1 2SY

The London Bridge Experience in der Tooley Street.    © Copyright Gary Fellows and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The London Bridge Experience in der Tooley Street.
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The National Brewery Centre in Burton-upon-Trent (Staffordshire)

Das National Brewery Centre in Burton-upon-Trent.    © Copyright David P Howard and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das National Brewery Centre in Burton-upon-Trent.
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Burton-upon-Trent in Staffordshire ist, ähnlich wie Tadcaster in North Yorkshire, die Bierbrauerstadt schlechthin. Früher existierten in der Stadt am Trent einige Dutzend Brauereien, heute sind es noch acht, denn die größeren haben im Laufe der Jahre die kleineren gefressen. Beherrscht wird Burton von den Großbrauereien Marston’s und der amerikanischen Molson Coors Brewing Company. Der frühere Platzhirsch Bass, 1777 gegründet, existiert in seiner eigenständigen Form nicht mehr, sondern gehört zu Molson und zu Anheuser-Busch InBev, einem belgisch-brasilianischen Großkonzern.

Ich kannte noch das Brauereimuseum auf dem Gelände der Firma Bass, das ich vor längerer Zeit einmal besuchte. Es wurde aufgelöst und durch das Coors Visitor Centre & Museum of Brewing ersetzt, das wiederum im Jahr 2008 geschlossen wurde. Am 1. Mai 2010 erblickte schließlich das National Brewery Centre das Licht der Welt, in dem die Ausstellungsstücke der Vorgängermuseen plus zahlreicher Neuerungen präsentiert werden. Die Eröffnung nahm die Tochter der Queen, Princess Anne, vor.

Im National Brewery Centre erfährt man alles, was man über die Bierherstellung wissen sollte, ein großflächiges Miniaturmodell der Stadt Burton-upon-Trent ist aufgebaut, man wird über die Geschichte der Brauerfamilie Bass informiert, sieht alte Brauereifahrzeuge und wird mit den beiden Shire Horses bekannt gemacht, mit denen man auch Kutschfahrten unternehmen kann.

Der Eintritt in das ganzjährig geöffnete Museum kostet £8.95. Für das leibliche Wohlbefinden sorgt das Restaurant Brewery Tap, das man man auch ohne Eintrittskarte besuchen kann; in der Beer Boutique hat man die Wahl unter einem riesigen Angebot an Flaschenbieren aus ganz Großbritannien.

Hier ist ein Film über einen Besuch im NBC.
Das Museum liegt am Rande des riesigen Molson Coors Firmengeländes. Die Zufahrt erfolgt über die Horninglow Street zu einem eigenen Besucherparkplatz.

The National Brewery Centre
Horninglow Street
Burton-upon-Trent
DE14 1NG

Brauereischilder am National Brewery Centre.    © Copyright M J Richardson and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Brauereischilder am National Brewery Centre.
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Ausstellungsstücke im National Brewing Centre.    © Copyright Roger  Kidd and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ausstellungsstücke im National Brewery Centre.
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Published in: on 14. Januar 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Oxford Bus Museum in Long Hanborough (Oxfordshire)

Der (bewachte!) Eingang zum Bus-Museum.    © Copyright Steve Daniels and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der (streng bewachte!) Eingang zum Bus-Museum.
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In der City von Oxford selbst hatte man sicher keinen Platz mehr gefunden, um dort ein Busmuseum einzurichten, und so zog man aufs Land nach Long Hanborough, dort gab es auf dem Bahnhofsgelände Möglichkeiten, um die kostbaren Vehikel sicher unterstellen zu können. Long Hanborough liegt südlich von Woodstock, am Rande des Blenheim Parks.

1985 wurde das Oxford Bus Museum ins Leben gerufen; es basiert auf einer Sammlung, die 1967 begann und die man kontinuierlich ausbaute. Gezeigt werden auf dem Museumsgelände Fahrzeuge, die in und um Oxford im Einsatz gewesen sind. 40 pferdegezogene und motorangetriebene Busse umfasst die Austellung, wobei der älteste, eine „double-deck horse-tram“, aus dem Jahr 1882 stammt.

Viele der später eingesetzten „richtigen“ Busse sind von der Firma AEC gebaut worden wie die aus den Regal- und Regent-Serien, die überwiegend in der City von Oxford fuhren. Diese Firma (Associated Equipment Company) baute bis zum Jahr 1979 in Southall in West-London Busse und Lastwagen. So war auch das erste Ausstellungsstück ein AEC-Bus aus der Regal-Serie mit dem Baujahr 1949; später folgten noch ältere Exemplare.

Am jeweils 1. und 3. Sonntag der Monate April bis Oktober werden kostenlose Rundfahrten mit einigen der alten Busse angeboten; „weather and buses permitting“ heißt es da, man möchte ja seine Schätzchen nicht extrem schlechten Wetter aussetzen und möglicherweise springt der eine oder andere Bus auch nicht an.

Seit 2004 wurde auf dem Gelände des Bus-Museums auch das Morris Motor Museum eingerichtet; die Firma Morris Motors Limited war in Cowley bei Oxford ansässig. Aber das ist schon wieder ein eigenes Thema für meinen Blog.

Dieser Film gibt einen schönen Überblick über das Museum.

Eine Bemerkung am Rande: Hier zum Bahnhof von Long Hanborough wurden am 30. Januar 1965 die sterblichen Überreste von Sir Winston Churchill gebracht, der seine letzte Ruhestätte auf dem Kirchhof von St Martin’s im Nachbarort Bladon fand (ich berichtete in meinem Blog darüber).

Oxford Bus Museum
Station Yard
Main Road
Long Hanborough
Witney
Oxfordshire
OX29 8LA

Einer der AEC-Busse im Museum.    © Copyright Paul Shreeve and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Einer der AEC-Busse im Museum.
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Zwei weitere AEC-Raritäten. Author: Christian Guthier. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Zwei weitere AEC-Raritäten.
Author: Christian Guthier.
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Published in: on 11. Dezember 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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