Siouxsie & The Banshees: „Hong Kong Garden“ oder wie ein Imbiss in Chislehurst einen Song beeinflusste

Chislehurst High Street.
Photo © David Martin (cc-by-sa/2.0).

Susan Janet Ballion, später besser bekannt als Siouxsie Sioux, wurde 1957 in London geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Chislehurst, einem Vorort im Südosten der Hauptstadt; dort wohnte sie in der Woodside Avenue. Zusammen mit Steven Severin gründete sie 1976 die Rockgruppe Siouxsie & The Banshees, die der Post-Punk-Szene zuzurechnen ist. Bis 1996 bestand die Band, dann löste sie sich auf. Auch dieser Formation half der BBC-DJ John Peel und förderte ihre Karriere, indem er immer wieder einen Song mit dem Titel „Hong Kong Garden“ spielte, der am 18. August 1978 veröffentlicht wurde und es bis auf Platz 7 der britischen Single-Charts schaffte. Damit begann die Erfolgskurve der immer wieder in schrillem Outfit auftretenden Siouxsie Sioux und ihrer männlichen Begleiter.

„Hong Kong Garden“ wurde nach einem chinesischen Imbiss in der High Street von Chislehurst benannt, den Susan Janet Ballion in ihrer Heimatstadt gern aufsuchte. Die Band widmete ihren Song diesem Chinese Take-Away, weil sie alle mit ansehen mussten wie die Besitzer des kleinen Ladens von Skinheads angepöbelt und in übelster Form beschimpft wurden, nur weil sie Ausländer waren.

„Slanted eyes meet a new sunrise
A race of bodies small in size
Chicken Chow Mein and Chop Suey
Hong Kong garden takeaway
Hong Kong garden“

So heißt die letzte Zeile des Songs, der ursprünglich „People Phobia“ hieß. Es gibt noch immer einen chinesischen Imbiss an dieser Stelle in der High Street Nummer 101 von Chislehurst, der heute aber Noble House heißt.

„Hong Kong Garden“ ist einer jener Ohrwürmer, den man nicht so schnell wieder aus dem Kopf bekommt. Das muss wohl auch die amerikanische Regisseurin Sofia Coppola so empfunden haben, denn sie verwendete den überarbeiteten Song in ihrem Spielfim „Marie Antoinette“ (2006) in einer grandiosen Maskenball-Szene.

Die Woodside Avenue in Chislehurst, in der Siouxsie Sioux lebte.
Photo © Alex McGregor (cc-by-sa/2.0).

Published in: on 1. Juni 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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„Wuthering Heights“ – Ein Roman der Weltliteratur und seine musikalische Umsetzung

Die Autorin des Romans „Wuthering Heights“, Emily Brontë.
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Emily Brontës einziger Roman „Wuthering Heights“ (dt. „Sturmhöhe“) erschien unter ihrem Pseudonym Ellis Bell im Jahre 1847 und ist ein Werk der Weltliteratur, das noch heute gelesen wird und mehrfach verfilmt wurde, zuletzt 2015 in einer modernen Version unter dem Titel „Wuthering High“ (dt. „Gefährliche Leidenschaft“).

Auch die Musik hat sich des Stoffes um Heathcliff und Catherine Earnshaw angenommen. Kate Bush schrieb den 1978 veröffentlichten Song „Wuthering Heights„, in dem sie die traurige Geschichte adäquat umgesetzt hat. Die 1958 im Osten Londons geborene Sängerin gehört für mich zu den besten der englischen Musikgeschichte. Es gibt zwei verschiedene Musikvideos, die „White Dress“- Version und die „Red Dress“-Version. Beide zeigen eine hübsche Frau mit ausdrucksstarken Augen und sehr ästhetischen Bewegungen.

Kate Bushs Interpretation ihres Songs ist noch immer die mit Abstand beste; andere haben sich auch daran versucht…doch niemand kam an das Original heran.

Meiner Ansicht nach ist die zweitbeste Version von „Wuthering Heights“ die von Hayley Westenra, einer neuseeländischen Sängerin, die überwiegend in London lebt. Hier ist ihr Musikvideo, gedreht in passender Umgebung.

Auch die US-amerikanische Sängerin Pat Benatar versuchte sich 1980 an dem Brontë-Stoff, hier zu hören.

Die brasilianische Band Angra nahm „Wuthering Heights“ 1993 auf und versucht, sich eng an das Original zu halten. Hier ist ihre Version.

Gewöhnungsbedürftig ist wie die kalifornische Band White Flag 1992 „Wuthering Heights“ interpretierte. Mein Geschmack ist es nicht.

Die drei Londoner Puppini Sisters verpassten dem Song 2006 einen Touch 1940er Jahre. Na ja…

In einem Pub nahm das Ukulele Orchestra seine Version des Kate Bush-Songs auf, auch diese ist weit entfernt vom Original.

Ganz fürchterlich finde ich die Interpretation von Jah Wurzel im Reggae-Stil.

Top Withens House in West Yorkshire, möglicherweise die Inspiration für das Buch „Wuthering Heights“. Siehe dazu meinen Blogeintrag.
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Published in: on 21. April 2017 at 02:00  Comments (1)  
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Peter Skellern (1947-2017) – Ein englischer Sänger, der vor allem durch einen Song in die Popmusikgeschichte einging

Am 17. Februar starb Peter Skellern, ein Sänger, der in den 1970er Jahren von sich reden machte und mit „You’re a Lady“ in Großbritannien einen großen Hit hatte, der bis auf Platz 3 der Charts aufstieg.
Geboren wurde er 1947 in der Stadt Bury (Greater Manchester), die vor allem durch den dort hergestellten Black Pudding bekannt ist. Schon früh entdeckte er seine Liebe zur Musik und spielte in seiner Heimatstadt in der St Michael’s Church die Orgel. Später besuchte Skellern die renommierte Londoner Guildhall School of Music and Drama, wo er sich dem Klavier widmete. Nach einigen nicht sehr erfolgreichen Versuchen, in der Welt der Popmusik Fuß zu fassen, gelang ihm der Durchbruch mit dem oben genannten Song „You’re a Lady“, der in Frankreich in einer Version mit Hugues Auffray und einer weiteren mit Laurent Vergez und Brigitte Bardot gecovert wurde. Gern setzte Skellern im Hintergrund Blaskapellen ein wie zum Beispiel in „Love Is the Sweetest Thing„, bei der ihn die berühmte Grimethorpe Colliery Band begleitete (ich berichtete über die Band in meinem Blog).
Nachdem weitere Erfolge ausblieben, gründete Peter Skellern 1984 zusammen mit dem Cellisten Julian Lloyd Webber und Mary Hopkin (sie hatte 1968 ihren größten Hit mit „Those Were the Days“) die Band Oasis, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Formation der Gallagher-Brüder. Aber die drei Musiker brachten lediglich ein Album auf den Markt, bevor sie ihre Band bald wieder auflösten.

Peter Skellern schrieb Musik für Musicals, arbeitete für die BBC und komponierte in seinen letzten Jahren Chormusik. Er widmete sich verstärkt der Kirche und wurde im vorigen Jahr zum Priester geweiht. Am 17. Februar starb er an einem Gehirntumor.

Published in: on 25. Februar 2017 at 02:00  Comments (1)  
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Musikvideos – T’Pau: China In Your Hand

Vor drei Jahren stellte ich in meinem Blog schon einmal das Musikvideo und den Song „Secret Garden“ der englischen Formation T’Pau vor. Zur Erinnerung: T’Pau 1986 gegründet, benannte sich nach einer Figur aus „Star Trek“ und bestand aus Carol Decker, Ronnie Rogers und einigen Begleitmusikern. Die Band hatte eine Handvoll internationaler Hits, löste sich aber 1992 wieder auf. Carol Decker tritt auch heute noch gelegentlich unter dem alten Bandnamen auf, aber an den Erfolg von damals konnte sie nicht mehr anknüpfen.

Bekannt wurde Carol Decker & Co vor allem durch den Hit „China In Your Hand“ aus dem Jahr 1987, der auf dem Album „Bridge of Spies“ enthalten war und auch als Single veröffentlicht wurde. Mit dem Land China hat der Song nichts zu tun, sondern mit „china“, dem englischen Wort für Porzellan. Carol Decker schrieb den Text und orientierte sich dabei an dem berühmten Schauerroman „Frankenstein“ von Mary Shelley. Sie sah einmal eine Dokumentation über die Romantiker Lord Byron, John Keats und Mary Shelley und war besonders von der jungen Schriftstellerin beeindruckt. Die Bezüge zu „Frankenstein“ sind vor allem auf der längeren Albumversion des Songs zu erkennen. Der Titel „China In Your Hand“ spielt auf die Zerbrechlichkeit von Wünschen und Träumen an.

Carol Decker wurde 1957 in Huyton, einem Ortsteil von Liverpool geboren, zog dann im Alter von sieben Jahren mit ihren Eltern nach Wellington in Shropshire in ein Reihenhaus in der Hordley Road. Heute lebt sie mit Ehemann und ihren beiden Kindern in Henley-on-Thames.

Hier ist das Video von „China In Your Hands“ zu sehen.

Published in: on 17. Dezember 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Leben im Norden Englands…im Spiegel der Rockmusik – Teil 3: The Fall und „Hit the North“

Blackpools Central Pier.   © Copyright Gerald England and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blackpools Central Pier.
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The Fall ist eine Band aus der Region Greater Manchester, die Mark E. Smith 1976 gründete. Smith wurde in Broughton, einem Vorort von Salford (Greater Manchester) geboren und wuchs nur ein paar Kilometer entfernt in Prestwich (Greater Manchester) auf. Er war also auch ein „Northerner“, der sich in den Docks von Salford seinen Lebensunterhalt verdiente, bevor er die Band The Fall zusammenstellte, die er nach dem Roman von Albert Camus („La Chute“) benannte, der 1956 erschienen war. Smith sah unendlich viele Bandmitglieder kommen und gehen; er selbst war die einzige Konstante in der Bandgeschichte. Der legendäre BBC-DJ John Peel (1939-2004) erkannte das Potential der jungen Männer und förderte ihre Karriere.

Mit ihrem Song „Hit the North“ aus dem Jahr 1987 kam die Band etwas aus ihrer Punk-Ecke heraus und wandte sich mehr dem Mainstream zu. Smiths amerikanische Frau Brix spielte auf der Aufnahme ebenfalls mit. Der Song hat einen mitreißenden, treibenden Rhythmus, der Text gibt mir aber einige Rätsel auf. Das Video vermittelt, im Gegensatz zu den beiden anderen, die ich in den letzten Tagen an dieser Stelle vorgestellt habe, eine eher positive, fröhliche Atmosphäre. Gedreht wurde es überwiegend in Blackpool; zu sehen sind u.a. die South Pier, die Central Pier und die Achterbahn The Big Dipper.

Hier ist das Video zu „Hit the North“.

Blackpool Nightlife wie in dem Video der Band The Fall zu sehen.   © Copyright Steven Haslington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blackpool Nightlife wie in dem Video der Band The Fall zu sehen.
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Published in: on 7. September 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Leben im Norden Englands…im Spiegel der Rockmusik – Teil 2: The KLF und „It’s Grim Up North“

Die erste im Song genannte Stadt: Bolton (Greater Manchester) mit einem ehemaligen Fabrikgebäude,   © Copyright Chris Allen and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die erste im Song genannte Stadt: Bolton (Greater Manchester) mit einem ehemaligen Fabrikgebäude.
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„It’s Grim Up North“, das sagten gern die Bewohner des englischen Südens, wenn sie von ihren Landsleuten im Norden sprachen (manche sagen es wohl noch heute, vor allem die, die noch nie in den nördlichen Landesteilen waren). Schmutzige Städte, qualmende Schornsteine, Menschen, die ihren schweren, gesundheitsschädigenden Arbeiten nachgingen, so stellte man sich das vor und es stimmte eine Zeitlang ja wirklich.

The KLF griffen diesen Spruch 1991 in ihrem gleichnamigen Song auf, der von den beiden führenden Köpfen der Band, Bill Drummond und Jimmy Cauty, geschrieben wurde. Die exzentrische Band, die auch unter dem Namen The Justified Ancients of Mu Mu firmierte, war von 1987 bis 1992 aktiv und konnte ihre Single „It’s Grim Up North bis auf Platz 10 der britischen Charts lancieren. Das Besondere am Text ist, dass er nur aus einer Aufzählung nordenglischer Städtenamen besteht, beginnend mit Bolton, Barnsley, Nelson, Colne, Burnley. Das Musikvideo spiegelt die ganze Misere des Norden wieder: Strömender Regen, dichter Autoverkehr, und damit damit das alles noch düsterer wirkt, hat man das Musikvideo in Schwarzweiß aufgenommen. Trostlosigkeit pur! Aber, es gibt ein tröstliches Ende, nachdem die berühmte Hymne „Jerusalem“ im zweiten Teil des Songs eingespielt wird: „The North Will Rise Again“ heißt es im Abspann.

Hier ist das Video zu „It’s Grim Up North“ zu sehen, und wer sich für alle genannten Städtenamen interessiert, hier sind sie aufgelistet.

Barnsley in South Yorkshire, das an zweiter Stelle im KLF-Song genannt wird, und eine verlassene Industrieanlage.   © Copyright Chris Allen and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Barnsley in South Yorkshire, das an zweiter Stelle im KLF-Song genannt wird, und eine verlassene Industrieanlage.
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Published in: on 5. September 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Das Leben im Norden Englands…im Spiegel der Rockmusik – Teil 1: The Dream Academy und „Life in a Northern Town“

Hebden Bridge in West Yorkshire.   © Copyright Peter McDermott and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hebden Bridge in West Yorkshire.
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In England gibt es ein ziemlich starkes Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden. Der Norden des Landes war lange Zeit durch schmutzige Industrien und Bergbau geprägt, die Bevölkerung war überwiegend arm, während der Süden wesentlich wohlhabender war und die Metropole London als Finanzzentrum auf die Home Counties ausstrahlte, in denen sich die gut verdienenden Londoner nach und nach ansiedelten. Die Northerners waren/sind auf die Londoner nicht so gut zu sprechen und die Southerners sehen gern ein wenig von oben herab auf ihre ärmeren Landsleute in den nördlichen Grafschaften herab.

Ich habe einmal drei Rocksongs herausgesucht, in denen „The North“ im Mittelpunkt steht und beginne im ersten Teil mit dem Titel „Life in a Northern Town“ der Band The Dream Academy, die von 1983 bis 1991 bestand. Sie widmete diesen Song dem Sänger und Komponisten Nick Drake, der 1974 im Alter von 26 Jahren an einer Überdosis Drogen starb. Es ist ein recht düsteres Lied zu dem es zwei Musikvideos gibt, die beide im Norden aufgenommen wurden. Die Version 1 (hier zu sehen) nahm The Dream Academy in Hebden Bridge in West Yorkshire auf, einer Stadt, die einen Wandel durchgemacht hat. Erst war der Ort im 19. Jahrhundert von der Textilindustrie geprägt, seit den 1970er Jahren fühlten sich zahlreiche Künstler, New Age-Verfechter und Anhänger alternativer Lebensstile zu der Stadt hingezogen und später entwickelte sich Hebden Bridge zu einer Schlafstadt für viele Menschen, die in den benachbarten Großstädten arbeiteten.

Die Version 2 des Musikvideos „Life in a Northern Town“ (hier zu sehen) drehte die Band hauptsächlich in der Region Newcastle upon Tyne, wobei auch Aufnahmen von einem Industriegebiet in Pennsylvania in den USA zu sehen sind.

Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands.   © Copyright Oliver Mills and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands.
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Published in: on 3. September 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Lily Allen: The Fear – Ein Song, ein Musikvideo und ein Landhaus in Bedfordshire

Wrest Park in Bedfordshire.   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wrest Park in Bedfordshire.
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Die in London geborene englische Popsängerin Lily Allen veröffentlichte im Jahr 2008 einen Song mit dem Titel „The Fear„, der es auf Platz 1 der britischen Singlecharts schaffte und mit zwei Ivor Novello-Preisen ausgezeichnet wurde und zwar in den Kategorien „Best Song Musically and Lyrically“ und „Most performed work“. Geschrieben hatte den Song Lily Allen selbst, in Kooperation mit dem US-amerikanischen Produzenten Greg Kurstin. Enthalten ist „The Fear“ auch auch auf Allens zweitem Studioalbum „It’s Not Me, It’s You„. Nach ihren eigenen Worten geht es in dem Lied um die Furcht „of the world becoming this horrible sterile place. Being scared that there’s never going to be anything real any more that isn’t sponsored“.

Gedreht wurde das Musikvideo zu „The Fear“ in einem sehr schönen Landhaus bei Silsoe in Bedfordshire, Wrest Park, das zwischen 1834 und 1839 für Thomas Philip de Grey, 2nd Earl de Grey, 3rd Baron Grantham and 6th Baron Lucas (1781-1859) erbaut wurde, einem Politiker, der u.a. die Positionen First Lord of the Admiralty und Lord Lieutenant of Ireland innehatte. Der Mann mit den vielen Titeln hatte damals das Haus selbst entworfen und sich von dem Baustil französischer Architekten inspirieren lassen. Die Gärten wurden bereits zur Zeit des alten, abgerissenen Vorgängerbaus angelegt, u.a. auch von dem berühmten Lancelot „Capability“ Brown, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Der Landschaftsarchitekt wurde mit einer Gedenksäule in den Gärten von Wrest Park geehrt.

English Heritage übernahm das Anwesen im Jahr 2006 und erstellte einen 20-Jahres-Plan, mit dem das Haus und die Gärten komplett neu gestaltet werden sollten; ein großer Teil davon ist schon geschafft. Natürlich ist Wrest Park auch zu besichtigen, hier sind die Öffnungszeiten. Zu erreichen ist Wrest Park über die A6 (Luton-Bedford) in der Höhe des Ortes Silsoe über die Park Avenue.

Hier ist Lily Allens Musikvideo „The Fear“ zu sehen.

Die Gartenanlagen von Wrest Par.   © Copyright M J Richardson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Gartenanlagen des Wrest Parks.
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Die schöne Zufahrt zu Wrest Park.   © Copyright Philip Jeffrey and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die schöne Zufahrt zum Wrest Park.
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Musikvideo – Talk Talk: Life’s What You Make It

Hier im Wimbledon Common wurde das Video gedreht.   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier im Wimbledon Common wurde das Video gedreht.
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Eine meiner Lieblingsbands der 1980er Jahre war die englische Formation Talk Talk um Leadsänger Mark Hollis. Leider ging die Band 1992 auseinander; Mark Hollis wollte sich lieber seiner Familie widmen, die ihm wichtiger geworden war als seine musikalische Karriere.
Talk Talk brachte 1985 ihr Album „The Colour of Spring“ heraus, aus dem ich heute das sehr schöne „Life’s What You Make It“ vorstellen bzw. daran erinnern möchte. Geschrieben wurde es von Mark Hollis und einem anderen Bandmitglied, Tim Friese-Green.

Der Song gelangte seinerzeit in die Charts vieler Länder; bei dem dazugehörenden Musikvideo führte Tim Pope Regie, der auch für viele andere Videos der Band verantwortlich zeichnete. Pope suchte als Drehort einen Platz im Dunstkreis von London aus: Wimbledon Common, im Südwesten der Stadt. Hier gibt es eine reiche Fauna und Flora, und die Fauna wurde in das Musikvideo von Talk Talk mit eingebunden. Was kreucht und fleucht da alles so nachts durch den Wald von Wimbledon Common: Dachse und Füchse, Eulen und Frösche und immer wieder ist ein Tausendfüßer zu sehen, der es dem Regisseur offenbar sehr angetan hat. Die Region ist eine Site of Specific Scientific Interest, also ein Naturschutzgebiet. Ob sich wohl die Tiere von Wimbledon Common in ihren nächtlichen Aktivitäten sehr von Talk Talks Musik gestört gefühlt haben?

Hier ist das Video zu “ Life’s What You Make It“ zu sehen.

Published in: on 23. Februar 2016 at 02:00  Comments (1)  
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„A Bridge Over You“ vom Lewisham & Greenwich NHS Choir – Die Nummer 1 in den britischen Charts in der Weihnachtswoche 2015

Das Queen Elizabeth Hospital in Woolwich Common.   © Copyright David Martin and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Queen Elizabeth Hospital in Woolwich Common.
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Justin Bieber hatte in der Weihnachtswoche diesen Jahres mit „Love Yourself“ keine Chance auf den Spitzenplatz der britischen Charts. Von Null auf Platz 1 stieg kometenhaft ein Song auf, der von keinem der gängigen Stars aufgenommen wurde, die sonst die Hitparaden des Landes beherrschen. Auch Adele mit ihrem „Hello“ konnte diesem Song nicht Paroli bieten. „A Bridge Over You“ heißt der Titel, interpretiert vom Lewisham & Greenwich NHS Choir. In diesem Chor des National Health Services der Londoner Stadtteile Lewisham und Greenwich haben sich Krankenschwestern, Ärzte und Therapeuten zusammengetan, um mit dem Verkaufserlös ihres Songs wohltätige Einrichtungen zu unterstützen wie Carers UK und Mind.
Zwei Frauen und ein Mann hatten den Ehrgeiz, mit „A Bridge Over You“ die Charts zu erklimmen: Dr. Katie Rogerson, eine Kinderärztin aus London, Dr. Harriet Nerva vom Hinchingbrooke Hospital in Huntingdon in Cambridgeshire und Joe Blunden, Communications Manager des National Health Services.

Das Lied setzt sich aus zwei anderen Songs zusammen, aus dem Simon & Garfunkel-Klassiker „Bridge Over Troubled Water“ und aus Coldplays „Fix You„; beide wurden neu arrangiert. Gewidmet ist der Song allen Patienten, die die Feiertage im Krankenhaus verbringen müssen und allen NHS-Bediensteten, die auch in der Weihnachtszeit rund um die Uhr für diese Patienten da sind.

Der Lewisham and Greenwich NHS Trust wurde 2013 gebildet, und er ist zuständig für die beiden Krankenhäuser Queen Elizabeth Hospital in Woolwich Common und das University Hospital Lewisham.

Hier ist „A Bridge Over You“ zu hören.

Das University Hospital in Lewisham. Author: Gilo 1969. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Das University Hospital in Lewisham.
Author: Gilo 1969.
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Published in: on 27. Dezember 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Leona Lewis: Run – Eine großartige Stimme und ein eindrucksvolles Musikvideo

Leona Lewis im Jahr 2006. his work has been released into the public domain by its author, Steven Braganza.

Leona Lewis im Jahr 2006.
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Am 3. April 1985 wurde Leona Lewis im Londoner Stadtteil Islington geboren und verbrachte ihre Kindheit dort. Sie nahm Schauspielunterricht und begann schon früh zu singen und zu komponieren. Ihr großer Durchbruch begann damit, dass sie im Jahr 2006 die dritte Staffel der Castingshow „The X Factor“ gewann und einen Plattenvertrag erhielt. Selbst der sehr kritische Simon Cowell, eine Art Dieter Bohlen in der Show, war begeistert von dem Auftritt der 21jährigen.

Mit ihrer Single „Bleeding Love“ wurde Leona Lewis international bekannt und stürmte die Charts in vielen Ländern. Mein persönlicher Favorit ist „Run„, das erst als Download-Single veröffentlicht wurde und später auf ihrem Album „Spirit – The Deluxe Edition“ erschien. „Run“ wurde ursprünglich 2004 von der britischen Alternative Rock-Band Snow Patrol aufgenommen, bevor Leona Lewis es 2008 sang und zum Erfolg führte.

Das eindrucksvolle Musikvideo wurde in Südafrika gedreht. Ich habe hier einmal die beiden Versionen von „Run“ gegenübergestellt. Hier ist die Version von Snow Patrol, einer schottisch-nordirischen Band, und hier die Version von Leona Lewis (atemberaubend!!!).

Übrigens: Leona Lewis liebt Tiere über alles und unterstützt Brentwood’s Hopefield Animal Sanctuary in Essex finanziell, das sich um kranke, misshandelte und unerwünschte Tiere kümmert.

Published in: on 16. August 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideos – Orchestral Manoeuvres in the Dark: Maid of Orleans

Fountains Abbey in North Yorkshire.   © Copyright Ian Capper and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Fountains Abbey in North Yorkshire.
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OMD oder Orchestral Manoeuvres in the Dark ist eine britische Popgruppe von der Wirral Halbinsel im Nordwesten Englands, die 1978 von Andy McCluskey und Paul Humphreys gegründet wurde und die eine Fülle von herausragenden Songs geschrieben und gesungen hat, von denen mein absoluter Favorit das hier vorgestellte “Maid of Orleans” ist. Der Song wurde zur weltweit meistverkauften Single des Jahres 1982.

Das Video wurde an mehreren Schauplätzen gedreht: Die Außenaufnahmen in North Yorkshire in den Brimham Rocks (ich berichtete darüber) und in den Ruinen der Fountains Abbey. Die Innenaufnahmen wurden im The Manor Studio in Shipton-on-Cherwell in Oxfordshire gedreht, dort, wo der Song auch in den Tonstudios entstand. Richard Branson gehörte das Gelände einmal. In meinem Blog berichtete ich darüber.

In dem Song geht es um die französische Nationalheldin Jeanne d’Arc, in Deutschland Johanna von Orléans genannt, die von der Schauspielerin Julia Tobin verkörpert wird. Sie kennt man u.a. als Brenda Hope in der TV-Serie „Auf Wiedersehen Pet“, in der sie von 1983 bis 2004 mitspielte. Andy McCluskey und Paul Humphreys (der Schachspieler) sind in dem Video ebenfalls zu sehen.

Ich finde das Video sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt; dazu eignet sich die verschneite Fountains Abbey, die dem National Trust gehört,  auch sehr gut als Hintergrundkulisse. Ich bin zwar an Ruinen nicht besonders interessiert, diese alte verfallene Abtei am River Skell in der Nähe von Ripon aber verströmt eine ganz besondere Atmosphäre wie ich es selbst bei einem Besuch dort erleben konnte. Die Gartenszenen des Films „The Secret Garden“ (dt. „Der geheime Garten“) wurden auch auf dem Gelände von Fountains Abbey gedreht. Die ebenfalls dem National Trust gehörenden Brimham Rocks, die am Anfang des OMD-Videos zu sehen sind, kann man in wenigen Minuten mit dem Auto von der Abtei aus erreichen.

Hier ist „Maid of Orleans“ zu sehen und zu hören.

Die Brimham Rocks im Nidderdale (North Yorkshire).   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brimham Rocks im Nidderdale (North Yorkshire).
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The Manor Studios in Shipton-on-Cherwell (Oxfordshire). Author: JacoTen. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

The Manor Studios in Shipton-on-Cherwell (Oxfordshire).
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Published in: on 12. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – Blondie: Island of Lost Souls

Die Ruinen in den Abbey Gradens von Tresco.    © Copyright Andrew Abbott and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.n

Die Ruinen in den Abbey Gardens von Tresco.
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Sieht man sich das Musikvideo „Island of Lost Souls“ der US-Band Blondie, mit Sängerin Debbie Harry, an, so würde man meinen, dass es irgendwo auf einer karibischen Insel gedreht wurde; dafür sprechen die vielen Palmen, die zu sehen sind.
Tatsächlich wurde es aber auf den Scilly-Inseln gedreht, jener Inselgruppe, die Cornwall vorgelagert ist und den westlichsten Teil Englands bildet. Um es genauer zu sagen, Debbie Harry und ihre Mannen mussten sich auf die Insel Tresco begeben, um das Video aufzunehmen. Der Song erschien 1982 auf dem sechsten Studioalbum der Band „The Hunter„. In den britischen Charts kam der Song bis auf Platz 11, in Deutschland nur bis auf Platz 66.

Augustus John Smith, der Gouverneur der Inselgruppe, ließ die subtropischen Tresco Abbey Gardens Mitte des 19. Jahrhunderts anlegen, in deren Mitte die Ruinen einer Benediktinerabtei stehen. Da das Klima auf den Scilly-Inseln ganzjährig recht mild ist und die Gärten von hohen Hecken und Mauern umgeben sind, wurden hier viele exotische Pflanzen, darunter die im Video zu sehenden Palmen, heimisch.
Wer sich nicht so für Pflanzen interessiert, kann stattdessen das Valhalla Museum aufsuchen, das sich auch auf dem Areal befindet. Dort sind 30 Galionsfiguren ausgestellt, von Schiffen, die vor den Scilly-Inseln gekentert sind. Die Abbey Gardens sind täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

Hier ist Blondies Video „Island of Lost Souls“ zu sehen.

Siehe auch meinen Blogartikel über Radio Scilly, die kleinste Radioststion der Welt.

Karibisches Flair auf den Scilly-Inseln.    © Copyright Andrew Abbott and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Karibisches Flair auf den Scilly-Inseln.
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Published in: on 21. Mai 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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West Wycombe Park (Buckinghamshire) – Teil 2: Paloma Faith und ihr Musikvideo „Picking Up the Pieces“

Die Kirche St Lawrence und das Mausoleum oberhalb von West Wycombe Park wie man es zu Beginn des Videos sehen kann. Author: John Griffiths. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Die Kirche St Lawrence und das Mausoleum oberhalb von West Wycombe Park wie man es zu Beginn des Videos sehen kann.
Author: John Griffiths.
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Wer den Film „Die Girls von St Trinian“ gesehen hat, kann sich vielleicht noch an das Punk-Mädchen Andrea erinnern, das von Paloma Faith gespielt wurde. Die 1981 geborene Schauspielerin hat sich auch durch ihre Sangeskunst hervorgetan, die mich etwas an Amy Whitehouse erinnert. 2012 wurde ihr Album „Fall to Grace“ veröffentlicht, auf dem sich der Song „Picking Up the Pieces“ befindet, den sie selbst geschrieben hat. Ich musste dieses Lied mehrfach hören, bis ich es richtig zu schätzen wusste.

Das Musikvideo, das zu diesem Song gehört, nahm Paloma in West Wycombe Park in Buckinghamshire auf. Gleich zu Beginn sieht man auf dem Hügel über dem Herrenhaus die Kirche St Lawrence mit der goldenen Kugel auf dem Kirchturm, in der sich Sir Francis Dashwood mit seinen Hell Fire Club-Mitgliedern traf. Das Auto mit Paloma an Bord hält dann vor West Wycombe House, das in dem Video als Country House Hotel fungiert; anschließend sind die Szenen im Inneren des großartigen Hauses gedreht worden.

Der Inhalt des Songs/Videos: Paloma will zusammen mit ihrem Freund einige Tage in dem Hotel verbringen; der aber hat immer noch seine Ex-Freundin im Kopf, die ihn verlassen hat. Seine neue Freundin hat es schwer, denn sie steht vor dem Scherbenhaufen dieser zerbrochenen Beziehung und ihr bleibt nichts anderes übrig als „to pick up the pieces“. Das Video endet surrealistisch, als Paloma von einer Wachsschicht überzogen wird. Einige Szenen erinnern an die Filme „The Shining“ und „Twin Peaks“.

West Wycombe Park wird gern als Filmkulisse benutzt. Zuletzt wurden hier die Filme „Pride and Prejudice and Zombies“ und „Queen of the Desert“ gedreht, die beide 2015 in die Kinos kommen sollen.

Hier ist das Musikvideo „Picking Up the Pieces“ zu sehen und hier das „Making of…“.

West Wycombe House und seine Nordfassade. Author: John Griffiths. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

West Wycombe House und seine Nordfassade.
Author: John Griffiths.
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Published in: on 27. Dezember 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – The Specials: Ghost Town

Ein Blick auf das heutige Coventry.    © Copyright Robin Stott and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein Blick auf das heutige Coventry.
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In den 1980er Jahren erfreute sich die Regierung unter Margaret Thatcher keiner großen Beliebtheit; die „Eiserne Lady“ gehörte zu den unpopulärsten Menschen im ganzen Königreich. Arbeitslosigkeit breitete sich im Land aus, Millionen von Menschen waren von finanzieller Unterstützung durch den Staat abhängig,  und immer häufiger kam es zu Unruhen und Protestaktionen. Mitten in dieser düsteren Stimmung erschien ein Song, der das Lebensgefühl vieler Briten wiederspiegelte: „Ghost Town“ der in Coventry gegründeten Band The Specials. Der Guardian nannte „Ghost Town“ in einem Artikel „the most remarkable number one in British chart history„.
Das Bandmitglied Jerry Dammers schrieb diesen Song 1981 und die Band nahm ihn im April des Jahres auf. Drei Wochen hielt er sich auf Platz Eins und zehn Wochen unter den Top 40 der britischen Charts.

Es wird zwar im Text nicht erwähnt, aber bei der besungenen Geisterstadt handelt es sich um Coventry, wo die Bandmitglieder aufwuchsen. Coventry war einmal eine blühende Industriestadt, aber es ging immer mehr bergab mit ihr. Auf ihren Tourneen sahen die Specials, dass es anderen Metropolen im Lande auch nicht viel besser ging, mit Brettern vernagelte aufgegebene Läden, wohin man auch blickte.

Das Musikvideo nahm die Band in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1981 auf und zwar nicht in Coventry, sondern in London. Hauptsächlich im Londoner East End fanden die Dreharbeiten statt, da sah es auch ziemlich schlimm aus und das passte zu dem düsteren Song. Des Weiteren wurde in den menschenleeren Straßen des Finanzdistrikts der Londoner City gedreht, wo sich am Wochenende überhaupt nichts abspielt und nur Ödnis herrscht.

Hier ist das Video „Ghost Town“ der Specials.

Published in: on 18. September 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Lady Godiva – Die nackte Dame auf dem Pferd in Kunst und Musik

Lady Godivas Statue auf dem Broadgate in Coventry.    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Lady Godivas Statue auf dem Broadgate in Coventry.
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Der Name Lady Godiva ist sicher allgemein bekannt. Zur Erinnerung füge ich noch einmal die Kurzbeschreibung in der Wikipedia ein:

„Godiva ist Gegenstand einer Legende, die seit dem 13. Jahrhundert belegt ist: Das Volk litt unter der Steuerlast, für die ihr Ehemann verantwortlich war. Lady Godiva ertrug es nicht, die Menschen leiden zu sehen. Sie bemühte sich, ihren Mann dazu zu überreden, die Steuerlast zu senken. Er erwiderte, er würde die Steuern erst senken, wenn sie nackt durch die Stadt reitet. Denn Leofric rechnete nicht damit, dass seine Frau tatsächlich den Mut aufbringen würde, ohne Bekleidung durch die Stadt zu reiten, damit es dem Volk besser geht. Leofric, vom Mut seiner Frau beeindruckt, habe daraufhin alle Steuern erlassen, außer jene auf Pferde“.

Der berühmte Ritt soll im 11. Jahrhundert in Coventry stattgefunden haben, wo man ab dem 17. Jahrhundert zur Erinnerung Godiva-Prozessionen durchführte. Eng verbunden mit Lady Godiva ist die Geschichte vom Peeping Tom, der trotz der Anordnung, dass alle Bürger während des Rittes zu Hause bleiben und nicht aus dem Fenster sehen sollten, einen Blick auf die nackte Dame warf und daraufhin prompt erblindete. Aber wie das bei Legenden so ist, es gibt davon mehrere unterschiedliche Versionen.

Coventry fühlt sich Lady Godiva immer noch eng verbunden. 1949 stellte man ihr zu Ehren eine Statue auf dem Broadgate auf, die von dem schottischen Bildhauer William Reid-Dick gestaltet wurde. Ebenfalls auf dem Broadgate kann man die Lady Godiva Clock sehen. Zur vollen Stunde öffnet sich an einem Gebäude eine Tür und die nackte Schöne samt Pferd erscheint; gleichzeitig öffnet sich ein anderes Türchen darüber und Peeping Tom wirft von dort aus lüsterne Blicke auf Lady Godiva.

Eine weitere Statue der Dame (ohne Pferd) findet man in Coventry in der St Mary’s Guildhall, die wiederum ein Schotte geschaffen hat, William Calder Marshall, etwa um 1850 herum.
Jedes Jahr wird in Coventry im War Memorial Park das Godiva Festival durchgeführt, ein dreitägiges Musikfestival, zuletzt in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. Juli.

Der spektakuläre Ritt im 11 Jahrhundert findet sich auch in der Musik wieder. So gibt es einige Songs, die direkt oder indirekt mit Lady Godiva zu tun haben. Mein Favorit: Simply Red mit seinem „Lady Godiva’s Room„, zu dem es ein sehr schönes Musikvideo gibt (inklusive Peeping Tom), hier zu sehen.

1966 hatte das Popduo Peter and Gordon einen Hit mit dem Titel „Lady Godiva“ (hier zu hören). Der Bürgermeister von Coventry soll an dem Lied Anstoß genommen und das Abspielen in seiner Stadt unterdrückt haben. Vielleicht hatte er Probleme mit den (harmlosen) Zeilen:
„Her long blonde hair
Hangin‘ down around her knees
All the cats who dig striptease
Prayin‘ for a little breeze“

Den gleichen Song nahm 2012 Alex Day auf und modernisierte ihn etwas. Hier ist das dazugehörende Musikvideo.
1987 veröffentlichte Cristina Hansen einen Discosong, der ebenfalls „Lady Godiva“ hieß.

Im Jahr 2010 verkörperte eine junge Dame mit langem blonden Haar in Stanton-by-Dale in Derbyshire noch einmal die Lady Godiva, in ähnlicher Mission wie damals im 11. Jahrhundert. Sie und die Bürger des Ortes protestierten auf diese Weise gegen ein Großprojekt, bei dem 4000 neue Häuser auf einer ehemaligen industriell genutzten Fläche gebaut werden sollten. Hier ist ein Film darüber.

...und noch einmal Lady Godiva in der St Mary's Guildhall in Coventry.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

…und noch einmal Lady Godiva in der St Mary’s Guildhall in Coventry.
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Die Godiva Clock inklisive Peeping Tom am Broadate in Coventry.    © Copyright David Stowell and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Godiva Clock inklusive Peeping Tom auf dem Broadgate in Coventry.
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Chas and Dave und ihre Liebeserklärung an Margate (Kent)

Strand und Amüsement in Margate.    © Copyright Chris Downer and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Strand und Amüsement in Margate.
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Man mag es eigentlich gar nicht glauben, aber der Verlag, der die Reiseführer-Reihe Rough Guides herausbringt, kürte die Küstenstadt Margate in Kent im vorigen Jahr als eine der Top Ten-Destinationen weltweit. Auf Platz 7 wurde Margate eingestuft und musste sich nur Orten wie Dresden, Dubrovnik und Stockholm geschlagen geben. Das Echo auf diese hohe Einschätzung der Stadt war, wie man sich vorstellen kann, geteilt. Manche meinten, diese Einstufung sei lächerlich, Margate wäre auf dem absteigenden Ast mit seinen zahllosen Geschäftsleerständen und viel zu vielen Spielhallen, die sich überall ausbreiteten. Andere verteidigten ihre Stadt und hoben das Positive hervor wie die neue Turner Contemporary Art Gallery, die für £17.5 Millionen erbaut wurde.

Für viele ist Margate noch immer der Badeort, in den man mit seinen Kindern fährt, die dort im Sand buddeln können, während Vater und Mutter im Liegestuhl daneben liegen. Abends amüsiert man sich unter Zuhilfenahme von etlichen Pints in den „Amusement arcades“.

Das englische Pop-Duo Chas and Dave haben das 1982 einmal sehr schön mit ihrem Song „Down to Margate“ beschrieben: Da werden die Kinder und der Opa in den Bus verfrachtet, Eimer, Schaufeln und Badehosen eingepackt, Aal in Gelee gegessen und einige Bierchen getrunken. Das Fazit: „You can keep the Costa Brava and all that palava, going no farther, me i’d rather have me a day down Margate with all me family „. So stellt(e) sich die Arbeiterklasse ihren Traumurlaub vor. Allerdings hat sich einiges seit dem Erscheinen des Songs geändert. 32 Jahre später gibt es Ryan Air und All-Inclusive-Angebote für Mallorca und die Kanaren, die oft nicht teurer sind als ein Urlaub im eigenen Land. Viele englische Badeorte haben diese Entwicklung zu spüren bekommen.

Hier sind Chas and Daves mit ihrer Liebeserklärung an Margate.

Das hässliche Gesicht der Stadt.    © Copyright Richard Vince and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das hässliche Gesicht der Stadt.
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...und das moderne Gesicht von Margate, die Turner Contemporary Art Gallery.    © Copyright Paul Gillett and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

…und das moderne Gesicht von Margate, die Turner Contemporary Art Gallery.
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Published in: on 28. April 2014 at 02:00  Comments (3)  
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Rick Astley – Der schmächtige Mann mit der starken Stimme

Zwischen 1987 und 1993 hatte der englische Popsänger Richard Paul Astley international einige große Erfolge. Irgendwie passte die ausgeprägte Stimme nicht zu dem sehr jugendlich wirkenden Gesicht, und ich hatte eigentlich damals gedacht, dass aus dem jungen Mann aus Lancashire noch einmal ein Superstar werden würde; aber in den frühen 1990er Jahren war es dann mit seinen Chartserfolgen vorbei.

Geboren wurde Rick Astley am 6. Februar 1966 in Newton-le-Willows, einer kleinen Marktstadt in Merseyside, in der auch der berühmte Musikproduzent Pete Waterman eine Zeit lang wohnte und der ihn auch dort entdeckte. Waterman gehörte zu dem außerordentlich erfolgreichen Produzententrio Stock Aitken Waterman, das einige Jahre lang den englischen Musikmarkt beherrschte und z.B. Kylie Minogue zum Durchbruch verhalf.

1987 kletterte der junge Mann aus Lancashire gleich zweimal auf Platz 1 der deutschen Charts, mit den Titeln “Never gonna give you up” und “Whenever you need somebody“. Der erstere kam auch in Großbritannien und in den USA auf den Spitzenplatz. Seine nächsten Singles waren dann zwar noch unter den Top Ten gelistet, aber außer „When I Fall In Love“ und „Together Forever„, die in Großbritannien noch Platz 2 erreichten, war der Höhepunkt seiner Erfolgswelle überschritten. Mit 27 Jahren zog er sich 1993 aus dem Showbusiness zurück, um sich mehr seinem Familienleben zu widmen. Eine Entscheidung, die man eher selten antrifft. Erst im Jahr 2002 zog es Rick Astley wieder ins Rampenlicht zurück, und er nahm ein neues Album auf, „Keep It Turned On„. Aber an seine großen früheren Erfolge konnte er nicht mehr anknüpfen. 2008 wurde er bei der Vergabe der MTV Europe Music Awards in Liverpool als „Best Act Ever“ ausgezeichnet, vor Britney Spears, Christina Aguilera und U2.

Rick Astley wuchs als Kind in der Park Road in Newton-le-Willows auf und besuchte erst die St Peter’s Primary School (die es heute noch gibt) und darauf die Selwyn Jones High School (die abgerissen und auf deren Gelände die Hope Academy errichtet wurde).

Als  Musikvideo habe ich “She wants to dance with me” ausgewählt, ein Song, der 1988 auf dem Album “Hold me in your arms” erschien und von Rick Astley selbst geschrieben wurde. Mir tat immer das Mädchen in dem Video leid, das sich mit den vollen Tellern durch die tanzende Menge quälen musste.

Hier ist das Video zu sehen.

Hier in der Park Road in Newton-le-Willows (Lancashire) wuchs Rick Astley auf.    © Copyright JThomas and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier in der Park Road in Newton-le-Willows (Lancashire) wuchs Rick Astley auf.
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Published in: on 20. April 2014 at 02:00  Comments (1)  
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West Kington – Ein Dorf in Wiltshire und sein „Claim to Fame“ vor 30 Jahren

West Kington in Wiltshire.    © Copyright Maurice Pullin and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

West Kington in Wiltshire.
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Vor 30 Jahren nahm die kanadische Band Men Without Hats einen Song auf, den sie „The Safety Dance“ nannte und der ihr für kurze Zeit zu Ruhm verhalf; danach wurde es wieder ruhiger um die Mannen um Sänger Ivan Doroschuk.
Das zum Song gehörende Musikvideo wurde unter der Regie von Tim Pope gedreht, der schon für viele andere sehenswerte Videos hergestellt hat (The Cure, Talk Talk, Siouxsie and the Banshees usw.). Auf der Suche nach einem geeigneten Drehort stieß man auf ein kleines malerisches Dörfchen in Wiltshire namens West Kington, für das man sich dann entschied. Der Ort liegt ziemlich einsam südlich der Autobahn M40 und ist nur auf schmalen Wegen zu erreichen.

Das Video beginnt mit Ivan Doroschuk und Mike Edmonds, einem zwergwüchsigen Schauspieler, der durch die TV-Serie „Maid Marian and her Merry Men“ bekannt geworden ist. Beide laufen durch ein Getreidefeld auf das Dorf zu, wo sie auf eine Gruppe von Morris Dancers treffen. Engagiert dafür wurden die Chippenham Town Morris Men, eine umtriebige Truppe, die schon international aufgetreten ist, in dem Film „Savage Hearts“ mitgespielt hat und in dem Automagazin „Top Gear“ der BBC zu sehen war. Das muntere, mittelalterlich anmutende Treiben zieht über die Brücke des Dorfes, die über den Broadmead Brook führt, an den wenigen Häusern  vorbei und endet auf einem Hof, wo dann der Jahrmarkt stattfindet, mit Punch and Judy Show usw. Für diese Szenen stellte ein örtlicher Bauer den Innenhof seiner Farm zur Verfügung.

Nach den Dreharbeiten wurde es wieder ruhig in West Kington und es hat sich hier in den dreißig Jahren seither auch nur wenig verändert. Zu sehen gibt es außer der Kirche St Mary the Virgin nichts; zu erwähnen ist vielleicht noch, dass die Naturfilmerin und Ornithologin Dilys Breese in West Kington wohnte und auf dem Kirchhof von St Mary beigesetzt ist.

Hier ist die Langversion des Videos „The Safety Dance“ zu sehen.

Die Broadmead Brook Bridge in West Kington (Wiltshire).    © Copyright Stuart Logan and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Broadmead Brook Bridge in West Kington (Wiltshire).
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St Mary the Virgin.    © Copyright Colin Bates and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Mary the Virgin.
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Musikvideo – The Housemartins: „Me and the Farmer“

Housemartins

The Housemartins, meine Lieblingsband der 1980er Jahre, hatten nur einen Nummer-Eins-Hit in den britischen Charts: „Caravan of Love„, den ich in meinem Blog schon einmal vorstellte und den sie im Jahr 1986 veröffentlichten. Die „Mehlschwalben“ nannten sich gern bescheiden „The fourth best band in Hull“, denn von dort kommen sie her, aus der Stadt im Nordosten Englands. Leider spielten sie nur von 1983 bis 1988 zusammen, dann löste sich die Band auf.

Aus ihrem Album „The People Who Grinned Themselves to Death„, das 1987 erschien, habe ich heute den Titel „Me and the Farmer“ ausgewählt, der von den Bandmitgliedern Paul Heaton und Stan Cullimore geschrieben wurde. Darin kommt der englische menschenschindende Bauer ziemlich schlecht weg: „Jesus hates him everyday cause Jesus gave and farmer took“, „Worked his workers right around the clock“ und „God loves his wife a bit He hates the farmer through and through“, heißt es in dem Text.

Hier ist das Musikvideo zu sehen.

Published in: on 6. November 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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„Hunstanton Pier“ – Ein Song über die Stadt an der Küste Norfolks von der Band Deaf Havana

Hier, wo jetzt die Amusement Arcade steht, befand sich früher die Hunstanton Pier.   © Copyright Stacey Harris

Hier, wo jetzt die Amusement Arcade steht, befand sich früher die Hunstanton Pier.
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In meinem Blog schrieb ich schon einmal über meine Aufenthalte im LeStrange Arms Hotel in Old Hunstanton, direkt an der Küste Norfolks gelegen. Das Seebad Hunstanton liegt etwas südlich des Hotels, hat eine sehr schöne Lage, wird aber leider etwas durch die in England so beliebten Amusement Arcades und die Fast Food-Läden verunstaltet.

Im Jahr 2005 formierte sich eine Band, deren Mitglieder aus Hunstanton und King’s Lynn stammten, und die sich Deaf Havana nannte. Sie wird in die Kategorie Alternativrock eingestuft. Im November 2011 schafften sie es, mit ihrem Album „Fools and Worthless Liars“ in der Sparte „Rock & Metal Albums“ bis auf Platz Eins der Charts zu kommen. Einer der Titel darauf ist „Hunstanton Pier„, geschrieben von den beiden Bandmitgliedern James Veck Gilodi und Tom Ogden. Gilodi ging in Hunstanton zur Schule und hegt noch immer sehr schöne Erinnerungen an die Stadt („the only place I ever really felt at home“) und an seine Kindheit, die er hier verbrachte.
Die im Songtitel genannte Pier von Hunstanton gibt es allerdings nicht mehr. Piers sind oft recht empfindliche Gebilde und auch die von Hunstanton erwischte es mehrfach. 1939 brannte sie zum ersten Mal ab, dann noch einmal in den 1950er Jahren und 2002 fiel der klägliche übergebliebene Rest noch einmal einem Feuer zum Opfer. 1978 hatte ein schwerer Sturm die Pier komplett zum Einsturz gebracht.
Jetzt hat man keine Lust mehr auf eine neue Pier in Hunstanton, dafür steht dort nun auf festem Boden eine weitere Vergnügungshalle mit Bowling Alley, die hoffentlich Stürmen und Feuersbrünsten standhalten wird.

Hier ist „Hunstanton Pier“ der Band Deaf Havana zu hören und zu sehen.

Published in: on 21. September 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – Funeral for a Friend: Walk Away

In dieser Straße in Whitstable (Kent) wurde das Video zu "Walk Away" gedreht".    © Copyright Stephen McKay

In dieser Straße in Whitstable (Kent) wurde das Video zu „Walk Away“ gedreht“.
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Im Jahr 2001 fanden sich in der walisischen Stadt Bridgend einige junge Männer zusammen, die eine Band gründeten, der sie den merkwürdigen Namen Funeral for a Friend gaben (benannt nach dem gleichnamigen Song einer US-Band mit einem nicht minder merkwürdigen Namen Planes Mistaken for Stars). Ihre Musik gehört (laut Wikipedia) in die Kategorie Post Hardcore/Alternative Rock.

Ich habe aus der Produktion der Band heute einen Song ausgewählt, dessen dazugehöriges Video mich angesprochen hat und weil darin eine sehr interessante Schauspielerin agiert. „Walk Away“ heißt der Titel, entnommen aus dem Album „Tales Don’t Tell Themselves“ aus dem Jahr 2007. In dem Musikvideo wird eine verzweifelte Mutter mit ihrer Tochter gezeigt, deren Mann/Vater, ein Fischer,  auf hoher See verschollen ist (auf dem Fernsehschirm werden die Rettungsmaßnahmen gezeigt; „Search efforts continue“ heißt es da). Die Mutter wartet („And the waiting is the hardest thing to take in a moment more before we break“), verzweifelt, hat Halluzinationen und wird sich am Ende darüber klar, dass es so nicht weitergehen kann und dass sie und ihre Tochter mit ihrem Leben fortfahren müssen.

Zur Darstellerin der Mutter: Wer am 7. Juli die Episode 72 der Inspector Barnaby-Serie „Über den Dächern von Chattham“ (Originaltitel „The Creeper“) gesehen hat, erinnert sich vielleicht noch an die aufreizende Tochter des reichen Jack Filby, Martha Filby, die beide im Chettham Park House wohnen (hier ab Minute 4 zu sehen). Gespielt wurde die Rolle von Amanda Ryan, die auch in unserem Musikvideo zu sehen ist. Gestern sah ich mir noch einmal auf DVD aus der ITV-Serie „Inspector Morse“ die Folge „The Daughters of Cain“ an, in der Amanda Ryan eine Escort Service-Dame spielt. Eine sehr gut aussehende Frau!

Gedreht wurde das Video zu „Walk Away“ in der Austern-Stadt Whitstable an der Nordküste von Kent in der Straße Sea Wall dicht am Meer. Hier ist es zu sehen.

Published in: on 19. Juli 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – T’Pau: Secret Garden

Carol Decker von T'Pau. Author: Thomas Riggs. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Carol Decker von T’Pau.
Author: Thomas Riggs. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Eine meiner Lieblingsbands der 1980er Jahre war T’Pau, die sich 1986 in Shropshire formierte und sich nach einigen internationalen Charterfolgen 1991 auflöste. T’Pau benannte sich nach einer Figur aus der Science Fiction-Serie „Star Trek“. Die 1957 in der Region Liverpool geborene Carol Decker war die Leadsängerin der Band und zusammen mit ihrem Partner Ronnie Rogers schrieb sie die meisten Songs der Band. „China in You Hand“ aus dem Jahr 1987 war der größte Erfolg von T’Pau; das Lied erreichte Platz 1 der britischen Charts und Platz 2 in Deutschland.

Mein Lieblingssong der Gruppe ist „Secret Garden“ aus ihrem Album „Rage“ (1988), nicht zuletzt wegen des Musikvideos, das im Jubilee Maze in Symonds Yat (Herefordshire) bei Ross-on-Wye aufgenommen wurde. Der Irrgarten umfasst etwa einen Kilometer Hecke und wurde 1977 von den Brüdern Lindsay und Edward Heyes gestaltet, zu Ehren des 25jährigen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II.  In der Mitte des Jubilee Mazes steht ein Tempel.Wer sich selbst einmal darin verlaufen möchte, der Irrgarten ist ganzjährig geöffnet und kostet £3.75 Eintritt.

In dem Video ist Carol Decker in einer Doppelrolle zu sehen; auf ihrem Weg durch den Irrgarten trifft sie auf allerlei kuriose und skurrile Gestalten.

Eine kleine Bemerkung am Rande: 2006 übernahmen Carol Decker und ihr Ehemann Richard Coates den 400 Jahre alten Cherry Tree Inn in Stoke Row (Buckinghamshire) bei Henley-on-Thames, den sie Ende 2011 wieder schlossen. Das Haus ist inzwischen wieder geöffnet und gehört heute den Betreibern des Little Angel in Henley.

Hier ist das Musikvideo „Secret Garden“ von T’Pau zu sehen.

Hier im Jubilee Maze in Symonds Yat wurde "Secret Garden" gedreht.    © Copyright Bob Jenkins

Hier im Jubilee Maze in Symonds Yat wurde „Secret Garden“ gedreht.
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Published in: on 15. Juni 2013 at 02:00  Comments (1)  
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The KLF – „What Time Is Love?“

This work has been released into the public domain by its author

This work has been released into the public domain by its author

Der Name „Kopyright Liberation Front“ war etwas sperrig, so nannte man die britische Band kurzerhand The KLF, die in den 1980er Jahren von Bill Drummond und Jimmy Cauty gegründet wurde. Sie traten auch unter dem Namen The Justified Ancients of Mu Mu und The Timelords auf und was sie machten, wirkte alles recht skurril. So haben sie einmal auf der schottischen Insel Jura eine Million Pfund verbrannt, und auch ihre Musikvideos waren nicht „von der Stange“.

Nach ihrem ersten Nummer-Eins-Hit „Doctorin‘ the Tardis“ (als The Timelords) wurden sie 1990 international einem breiteren Publikum durch „What Time Is Love?“ bekannt. An das Musikvideo dazu möchte ich heute noch einmal erinnern. Es wurde in Wiltshire auf dem Woodborough Hill bei Alton Barnes auf dem Getreidefeld des Farmers David Reid gedreht, der dafür £350 erhielt. In dieser Region hat man schon zahlreiche mysteriöse Kornkreise vorgefunden und so wurde auch für das Video ein „Crop Circle“ in das Getreidefeld geschnitten und zwar in der Form des Logos der Band KLF: Eine Pyramide mit einem Ghettoblaster (s. Abbildung oben). Drummond und Cauty hatten sich schon immer für das Phänomen der Kornkreise interessiert, das sie „Landscape Art“ nannten und so bauten sie ein ganzes Musikvideo darauf auf, das hier zu sehen ist.

Hier sind einige Crop Circles am Woodborough Hill zu bewundern.

Woodborough Hill in Wiltshire. Hier wurde das KLF-Video gedreht.    © Copyright Andrew Smith

Woodborough Hill in Wiltshire. Hier wurde das KLF-Video gedreht.
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Published in: on 24. April 2013 at 02:00  Comments (2)  
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Peter Gabriel: „Solsbury Hill“

Der Solsbury Hill, von Bathford aus gesehen.
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Peter Gabriel war lange Zeit der Leadsänger der britischen Rockgruppe Genesis, bevor er die Gruppe verließ und seiner eigenen Wege ging. Die erste veröffentlichte Single nach seinem Ausstieg hieß „Solsbury Hill“ (vom Album „Peter Gabriel“); den selbstgeschriebenen Song benannte er nach dem Hügel in Somerset, etwa drei Kilometer östlich der Stadt Bath gelegen. Auf dem Solsbury Hill stand einmal eine Wallburg aus der Eisenzeit und man hat von dort oben eine wunderbare Sicht auf die Stadt Bath. Peter Gabriel ging hier häufig spazieren und so beginnt sein Lied:

Climbing up on Solsbury Hill
I could see the city light
Wind was blowing, time stood still
Eagle flew out of the night

Auf Gabriels Album „New Blood“ (2011), auf dem er ältere Songs neu einspielte, ist auch eine neue Version von „Solsbury Hill“ zu finden. Auf dem Intro zu dem Song sind Tonaufnahmen zu hören, die ein Tontechniker extra zu diesem Zweck auf dem Hügel bei Bath aufgenommen hat.

Auf dem Hügel soll einmal ein dem römischen Gott Apollo geweihter Tempel gestanden haben. Apollo war der Gott der Dichtkunst, der Musik und des Gesangs; also passte es sehr gut, dass dem Solsbury Hill ein eigenes Lied gewidmet worden ist.

Mitte der 1990er Jahre gab es einen Disput um den Hügel, als man eine Umgehungsstraße baute, die den Solsbury Hill teilweise in Mitleidenschaft zog.

Hier ist der Videoclip zu „Solsbury Hill“ zu sehen.

Blick vom Solsbury Hill auf die Stadt Bath.
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Published in: on 8. November 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – Keane: Sovereign Light Café

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Das kleine Sovereign Light Café am Strand des Seebades Bexhill-on-Sea in East Sussex, zwischen Hastings und Eastbourne gelegen, hätte es sich wohl auch nicht träumen lassen, dass es einmal Gegenstand eines Songs werden würde. Die Rockband Keane, die aus dem nahegelegenen Ort Battle stammt, hat den Song „Sovereign Light Café“  geschrieben, der in diesem Jahr auf ihrem aktuellen Album „Strangeland“ erschien und als Single ausgekoppelt wurde. Das dazugehörige Musikvideo hat Keane selbstverständlich auch in Bexhill-on-Sea aufgenommen. Im Text heißt es:

Go down to the rides on East Parade,
by the lights of the Palace Arcade
Watch night coming down on the Sovereign Light Café
Go down to the bandstand on the pier
Watch the drunks and the lovers appear
Take time, just the stars at the Sovereign Light Café

Wer das Sovereign Light Café einmal aufsuchen möchte, der findet es an der West Parade, das ist die B2182, direkt am Strand, und was gibt es hier u.a. zu essen? Natürlich Fish & Chips.
Hier ist das Musikvideo zu sehen.

Die West Promenade in Bexhill-on-Sea.
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Published in: on 2. Oktober 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Musikvideo – Fleetwood Mac: „Everywhere“

Im November 1987 eröffentlichte die britisch-amerikanische Band Fleetwood Mac die Single „Everywhere„, ihrem Album „Tango in the night“ entnommen. Bandmitglied Christine McVie schrieb das Lied und sang es auch.

Das Musikvideo setzt das Gedicht „The Highwayman“ des englischen Dichter Alfred Noyes (1880 – 1958) um. Darin geht es um einen Straßenräuber (als Vorbild diente wohl Dick Turpin), der sich in Bess, die Tochter eines Gastwirts verliebt. Der Räuber wird verraten, Bess opfert ihr Leben, um ihren Geliebten zu warnen, der sich daraufhin rächen will, dabei aber erschossen wird. In Winternächten finden die Geister der beiden Liebenden wieder zueinander.
Das Gedicht beginnt so:

The wind was a torrent of darkness among the gusty trees,
The moon was a ghostly galleon tossed upon cloudy seas,
The road was a ribbon of moonlight over the purple moor,
And the highwayman came riding—
Riding—riding—
The highwayman came riding, up to the old inn-door.

Everywhere„, hier zu sehen und zu hören, erreichte seinerzeit Platz 14 der amerikanischen Billboard Hot 100.

Sängerin Christine Perfect (die spätere Mrs McVie) wurde 1943 in Cumbria geboren und zwar in dem kleinen Ort Bouth bei Ulverston. Aufgewachsen ist sie in Bearwood in den West Midlands.

Alfred Noyes.
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Hier in Bouth in Cumbria wurde Fleetwood Macs Christine McVie geboren.
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Published in: on 2. September 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Smiths: Suffer Little Children – Eine Hommage an die Kinder, die den Moormördern Ian Brady und Myra Hindley zum Opfer gefallen sind

Das Saddleworth Moor bei Manchester.
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Vom Juli 1963 bis zum Oktober 1965 hielt eine Mordserie die Gegend um Manchester in Atem. Fünf Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren, Pauline Reade, John Kilbride, Keith Bennett, Lesley Ann Downey und Edward Evans, wurden auf grausame Art getötet und einige von ihnen im Saddleworth Moor, das östlich der Stadt Manchester liegt, vergraben. Am 7. Oktober 1965 nahm die Polizei Ian Brady und Myra Hindley fest, die für die Morde verantwortlich waren. Beide wurden zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt.

Myra Hindley starb 2002 im Gefängnis, Ian Bradley befand sich im Ashworth Hospital, einem psychiatrischen Hochsicherheits-Krankenhaus. Hier starb er am 15. Mai 2017.

Die Mordserie ging in die britische Kriminalgeschichte als die Moors Murders ein. Es wurden zahlreiche Bücher darüber geschrieben und das britische Fernsehen zeigte 2006 zwei Verfilmungen See No Evil: The Moors Murders“ und „Longford„.

Die Indie-Rock-Band The Smiths aus Manchester, die von 1982 bis 1987 existierte, nahm sich des Themas in ihrem Song „Suffer Little Children“ an, der von Sänger Morrissey und Gitarrist Johnny Marr geschrieben wurde. Es gab damals nach Erscheinen des Albums „The Smiths“, auf der der Titel zu finden war, und der Single Probleme, da einige Angehörige der Opfer daran Anstoß nahmen und in einigen Ladenketten wurden Album und Single aus dem Verkauf genommen.

Hier ist „Suffer Little Children“ von The Smiths zu hören.

Das Buch zum Artikel:
Fred Harrison: Brady and Hindley – Genesis of the Moors Murders. Grafton 1987. 256 Seiten. ISBN 978-0586200025.

Published in: on 10. August 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Bronski Beat: „Smalltown Boy“ – Musikvideo aus dem Jahr 1984

Jimmy Somerville von Bronski Beat. – Author: http://www.jarekch.pl. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.

Die britische Band Bronski Beat debütierte 1984 mit ihrem Album „The Age of Consent„, woraus die starke Single „Smalltown Boy“ ausgekoppelt wurde. Der Song entwickelte sich schnell zu einer Art Hymne der Homosexuellen des Landes.

Der Inhalt:
Der Text handelt von einem Jungen, der sein Elternhaus verlässt, nachdem er sich zu seiner Homosexualität bekannt hat und sich von seinen Eltern nicht verstanden fühlt. Dabei wählte Bronski Beat die Sicht eines Außenstehenden, der teilweise über das Schicksal des Protagonisten berichtet und teilweise mit ihm über sein Schicksal spricht Die Geschichte hat autobiografische Elemente, weil Jimmy Somerville selber seiner Heimatstadt Glasgow den Rücken gekehrt hatte, da er sich wegen seiner Homosexualität dort nicht mehr wohl gefühlt hatte (so die Wikipedia).

Der Song wurde von den Bandmitgliedern Jimmy Somerville, Larry Steinbachek und Steve Bronski geschrieben, und die Melodie prägt sich nach mehrmaligem Hören nachhaltig ein.

Das Musikvideo gibt den Textinhalt ziemlich genau wieder. Jimmy Somerville spielt die Rolle des homosexuellen Jungen und auch Steinbachek und Bronski sind mit dabei.

Es existieren zahlreiche Coverversionen von „Smalltown Boy“, u.a. von:
Atrocity
Rosetta Stone
Indochine
Delain
Paradise Lost

Hier ist das Original „Smalltown Boy“  von Bronski Beat zu sehen und zu hören.

Published in: on 18. Juni 2012 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Housemartins: „Caravan of Love“

Die britische Band The Housemartins (Die Mehlschwalben) aus Hull (East Riding of Yorkshire) bestand von 1983 bis 1988; dann löste sie sich in ihre Bestandteile auf und die Bandmitglieder traten in neuen Formationen auf. In Erinnerung geblieben (zumindest bei mir) sind sie mit ihrem Song „Caravan of Love„, der zu den ganz wenigen a cappella-Hits gehört, die es in die Charts geschafft haben. Geschrieben wurde „Caravan of Love“ 1985 von drei ehemaligen Mitgliedern der US-Band The Isley Brothers. Ein Jahr später nahmen die Housemartins (Paul Heaton, Stan Cullimore, Norman Cook, Hugh Whittaker) den Song auf und schafften damit Ende November 1986 den Sprung auf den Spitzenplatz der britischen Charts.

Leider ist es mir bis jetzt noch nicht gelungen, herauszubekommen, in welcher Kirche das Musikvideo gedreht wurde. Hier ist das Video zu sehen.

Im Jahr 2010 unternahm der damalige Leadsänger der Housemartins, Paul Heaton, eine Tournee durch England, die er „The Pedals and Pumps-Tour“ nannte; mit dem Fahrrad fuhr er an die 1000 Meilen durch das ganze Land und trat nur in Pubs auf. Heaton fährt leidenschaftlich gern Fahrrad und machte auf seiner Tournee Werbung für die britischen Pubs, deren Überleben langfristig nicht gesichert zu sein scheint. Zurzeit ist er erneut auf einer noch längeren Fahrrad-Tour unterwegs, während der er 33 Shows in Pubs absolvieren wird.
Paul Heaton ist im vorigenJahr selbst unter die Pub-Besitzer gegangen, in dem er The Kings Arms in Salford (Greater Manchester) übernommen hat.

Paul Heatons The Kings Arms in Salford. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon

Published in: on 28. Mai 2012 at 02:00  Comments (1)  
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