The Bakewell Pudding Race in Derbyshire

Hier, im Bakewell Recreation Ground, fällt der Startschuss für den jährlichen Pudding Race.
Photo © David Smith (cc-by-sa/2.0)

Bakewell – Die Stadt der Puddings und der Tarts“ benannte ich vor circa neun Jahren einmal einen Blogeintrag, in dem ich auf die Süßigkeiten näher einging, durch die die Stadt Bakewell im Peak District Derbyshires berühmt wurde. Was ich darin nicht erwähnte, war, dass es hier auch ein Bakewell Pudding Race gibt, das alljährlich stattfindet, in diesem Jahr war es am 26. Juni.

Wenn man die Engländer kennt, vermutet man, dass hier ein Pudding über eine festgelegte Strecke getragen werden muss wie beispielsweise beim Londoner Christmas Pudding Race. Doch bei diesem Rennen wird jeder enttäuscht, der etwas Kurioses und Außergewöhnliches erwartet, denn Puddings spielen bei dem Rennen nur eine untergeordnete Rolle.

Das Bakewell Pudding Race ist ein sogenanntes Fell Race, das ist ein Berg- und Geländelauf durch unwegsames stark hügeliges Gebiet im Norden Englands, und im Peak District gibt es davon eine ganze Menge. Das Querfeldeinrennen ist etwas über zehn Kilometer lang mit einem Höhenunterschied von 200 Metern. Es gibt auch noch eine abgespeckte Version, den Fun Run, der nur 4,2 Kilometer lang ist und relativ eben verläuft. Der Preis für die ersten 250 Läuferinnen und Läufer ist ein Bakewell Pudding, gesponsert vom The Old Original Bakewell Pudding Shop.

Wer sich für diese Art von Geländelauf interessiert: Es gibt eine Fell Runners Association, die Meisterschaften im Fell Running organisiert wie die English und die British Championships, aber auch regionale Rennen durchführt wie im Dartmoor und in den North Yorkshire Moors.

Das Geschäft des Sponsors, der die Puddings als Preise zur Verfügung stellt.
Photo © Stephen McKay (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 6. August 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Brighton & Hove Albion Football Club und The Amex

Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Nördlich des Seebades Brighton in der Grafschaft East Sussex zieht sich die vielbefahrene A27 hin. Direkt an ihr liegt der Campus der University of Brighton und daneben das Stadion des Brighton & Hove Albion Football Clubs, das Falmer Stadium (nach dem Dorf an der A27 benannt) oder auch das American Express Community Stadium, kurz The Amex, genannt. Das Stadion kann maximal knapp 32 000 Zuschauer fassen und wurde im Juli 2011 eröffnet. Kosten: £93 Millionen.

Sponsor des Vereins, der in der englischen Premier League spielt, und dort zum Zeitpunkt des Verfassens meines Blogartikels auf Platz 5 steht, ist die US-amerikanische Firma American Express, die ihren europäischen Hauptsitz in Brighton hat und der größte private Arbeitgeber der Stadt ist. Ihr Gebäude steht in der John Street, direkt gegenüber vom Polizeipräsidium.

Das Eröffnungsspiel, ein Freundschaftsspiel, am 30. Juli 2011 fand gegen den Londoner Verein Tottenham Hotspur statt (Brighton verlor 2:3), das erste Punktspiel eine Woche später war dann ein 2:1 Sieg gegen die Doncaster Rovers. Die Spieler des Clubs werden The Seagulls genannt, also die Seemöwen, wegen der Nähe der Stadt zum Meer. Eigentlich müssten die Tiere ja von den Fußballfans des Vereins geliebt werden, doch Seemöwen und Tauben sind im Stadion nicht wohlgelitten, daher werden Falken eingesetzt, um sie zu vertreiben.

The Amex war Gastgeber für einige Spiele der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2022. Hier fanden die Matchs zwischen England und Norwegen beziehungsweise Österreich und Norwegen statt, ebenso das erste Viertelfinal-Spiel England gegen Spanien.

Die Londoner Architektengruppe KSS, die sich unter anderem auf Sportbauten spezialisiert hat, entwarf das beeindruckende Stadion.

Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)
Das neue Gebäude des American Express Headquarters in der John Street in Brighton.
Photo: Hassocks5489.
Public Domain.
Published in: on 29. Juli 2022 at 02:00  Comments (2)  

The Angmering Car Jumping Spectactular in West Sussex

Der Oval Raceway, auch Angmering Raceway genannt, ist eine Autorennstrecke in der Grafschaft West Sussex, dicht an der A27 gelegen, am Rande des Ortes Angmering. An der Zufahrt zu der Rennstrecke ist ein Schild angebracht „Motor Racing is Dangerous“ und darunter ist die Höchstgeschwindigkeit mit 10 Meilen angegeben. Englischer Humor?

Hier wird das Angerming Car Jumping Spectactular ausgetragen, wobei Männer (die Mehrzahl der Fahrer sind männlich), die so richtig Bock darauf haben, Autos zu demolieren, voll auf ihre Kosten kommen und das Risiko in Kauf nehmen, gesundheitliche Schäden zu erleiden.

Bei der „Sportart“ Car Jumping geht es darum, mit einem Auto über eine Rampe zu fahren und über eine Reihe von dahinter geparkten Fahrzeugen zu springen. Dass die dabei agierenden Autos keine Neufahrzeuge sind, liegt auf der Hand. Meist ist das „Springerauto“ nach erfolgter Landung komplett schrottreif und hat vielleicht auch noch im Todeskampf eines der zu überspringenden Autos mit in den Tod gerissen. Es gibt sogar Fahrer, die einen alten Wohnwagen hinter sich herziehen, Anlauf nehmen und dann mit dem Gespann den Sprung wagen.

Gewinner des Wettbewerbs ist, wer am weitesten und höchsten gesprungen ist und den meisten Applaus der Zuschauer bekommen hat. £50 beträgt das Preisgeld.

Mir tun die Autos leid, die jahrelang treu ihren Dienst getan haben und auf diese unwürdige Weise ihr Leben beenden müssen.

Published in: on 12. Juli 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Cowdray Park in West Sussex – Englands Mekka für Polospieler

Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)

Was Ascot für den Pferderennsport, Wimbledon für Tennis, Lord’s für Cricket und Wembley für Fußball ist, das ist Cowdray Park für den Polosport. Cowdray Park liegt bei Midhurst in der Grafschaft West Sussex, einer Kleinstadt an der A272. Hier wird schon seit über hundert Jahren vor der romantischen Kulisse der Ruinen von Cowdray House (das am 24. September 1793 in Flammen aufging) Polo gespielt. Im Jahr 1910 wurde der Cowdray Park Polo Club gegründet, noch heute einer der berühmtesten Polo Clubs in der ganzen Welt. Hier wird jährlich der Gold Cup for the British Open Polo Championship ausgetragen, zu dem die besten Polospieler der Welt anreisen. In diesem Jahr findet dieses sportliche Ereignis in der Zeit vom 21. Juni bis zum 17. Juli statt, an dem vierzehn Teams teilnehmen werden.

Ich greife kurz auf die Wikipedia zurück, um den Polosport zu umreißen: „Polo ist eine Mannschaftssportart, bei der die auf Pferden reitenden vier Spieler pro Mannschaft einen Ball mit einem langen Holzschläger in das gegnerische Tor schlagen. Die Spieler tragen Helme und wechseln während des Spiels mehrfach die Pferde„. Klingt recht einfach, ist es aber nicht; da gibt es noch viele Regeln, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.

Der Polosport ist mit der britischen Upper Class verbunden. Prince Charles war eine Zeit lang Polospieler und besuchte an seinem zweiten Hochzeitstag, am 9. Juli 1983, gemeinsam mit seiner damaligen Frau Diana Princess of Wales, Cowdray Park, um sich ein Match anzuschauen. Auch ihre beiden Söhne Prince William und Prince Harry spielen Polo, unter anderem auch hier in Cowdray Park.

Hier sind einige Bilder vom letztjährigen Gold Cup.

Die Ruinen von Cowdray Park.
Photo © Kurseong Carl (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 20. Juni 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Vinnie Jones – „The most brutal football player ever“

Der FC Wealdstone war der erste Fußballverein in der Karriere des 1965 in Watford geborenen Vincent Peter Jones, besser bekannt als Vinnie Jones. Das ist ein kleinerer Londoner Verein im Stadtteil Ruislip im Westen der Stadt, der momentan in der fünften Liga, der National League, spielt. Dort stand auch von 1978 bis 1983 Stuart Pearce unter Vertrag, der auf Grund seines raubeinigen Spielverhaltens „Psycho“ genannt wurde.

Vinnie Jones stand ihm da in nichts nach, denn im Laufe seiner Karriere sammelte er 104 gelbe Karten und wurde zwölfmal vom Platz gestellt. Sein einsamer Ligarekord liegt bei drei Sekunden nach Anpfiff, dass er mit einer gelben Karte verwarnt wurde. Auch in seinen späteren Vereinen Wimbledon F.C., Leeds United, Sheffield United und dem Chelsea Football Club ging er mit seinen Gegenspielern nicht gerade sorgsam um; er säbelte ihnen die Beine weg und nahm deren Verletzungen in Kauf. Der auch nicht gerade zart besaitete Paul Gascoigne musste einen schmerzhaften Griff in sein Gemächt ertragen, als er einmal direkt hinter Vinnie Jones stand.

1998 beendete er seine fußballerische Laufbahn bei den Queens Park Rangers und wandte sich einem ganz anderen Metier zu, der Schauspielerei. Durch sein Image als harter Kerl setzte man ihn gern in Filmen als brutalen Verbrecher ein. In seinem ersten Spielfilm, Guy Ritchies „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ (deutsch: „Bube, Dame, König, grAS“), verkörperte Vinnie Jones die Rolle des Schuldeneintreibers Big Chris. Es folgten bis heute Dutzende weiterer Auftritte in Spielfilmen und Fernsehserien. Er versuchte sich auch einmal als Sänger und nahm 1993 Sam the Shams Hit „Wooly Bully“ auf.

Published in: on 22. Mai 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Pathfinder March – Eine 74 Kilometer lange Laufstrecke durch Teile von Cambridgeshire

Beginn und Ende des Pathfinder March.
Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

Vergesst den Marathonlauf mit seinen läppischen 42,195 Metern, das ist was für Weicheier. Der Pathfinder March in Cambridgeshire ist „the real thing“, der ist nämlich 74 Kilometer lang, und der kann entweder im Gehen oder im Laufen zurückgelegt werden. Mit Pfadfindern hat er nichts zu tun, sondern mit der Pathfinder Force, einer speziellen Abteilung der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg, die für die Zielmarkierung der ihr folgenden Bomberverbände zuständig war. Stationiert war die Pathfinder Force auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Wyton in Cambridgeshire, und hier beginnt und endet der Pathfinder March auch, bei dem jedes Jahr bis zu dreihundert Teilnehmer gezählt werden. Ausgetragen wird der Lauf immer an einem Samstag, der der Sommersonnenwende am nächsten liegt.

Wer da mitmachen möchte, muss früh aufstehen, denn der Startschuss für die „Walker“ fällt schon um 4 Uhr; die „Runner“ können etwas länger schlafen, sie gehen um 8 Uhr auf die Piste. Noch später starten die Staffelläufer, die sich die Strecke also aufteilen; für sie beginnt der March um 9.30 Uhr. Die erste Hälfte der Strecke führt von RAF Wyton nach Longstanton, dem Half Way Point, wo The Black Bull verführerisch am Wegesrand steht, doch der ist für die Teilnehmer tabu (oder?). Von hier aus geht es auf dem Rundweg weiter, zurück nach Wyton. Acht Kontrollposten müssen auf der gesamten Strecke passiert werden, auf denen jeweils die Teilnehmerkarten gelocht werden müssen, als Nachweis, dass man auch wirklich dort gewesen ist (und nicht geschummelt und ein Taxi genommen hat).

Auf dem Weg kommt man an einem Ort vorbei, der Warboys heißt; auch hier gab es einen Militärflugplatz, dessen Name, RAF Warboys, allerdings nicht mit den hier stationierten „warboys“ zu tun hatte, denn den Ortsnamen gibt es schon seit rund tausend Jahren.

Der Zeitrahmen für den Pathfinder March beträgt zwanzig Stunden; wer es in dieser Zeit nicht geschafft hat, sollte ernsthaft überlegen, ob er/sie im nächsten Jahr erneut teilnimmt.

Wer den Weg, oder eine Teilstrecke davon, ohne Zeitdruck zurücklegen möchte, kann das das ganze Jahr über tun, die Strecke ist sehr gut ausgeschildert.

Hier führt der Pathfinder March entlang.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)
Steht verführerisch am Wegesrand: The Black Bull in Longstanton.
Photo © Hugh Venables (cc-by-sa/2.0)
Photo: michellebflickr.
Creative Commons 2.0
Published in: on 5. April 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Hastings in East Sussex Teil 2: Source Park – Die größte unterirdische Skater- und BMX-Anlage der Welt

Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Nur einige Schritte von der Pier und der gestern vorgestellten Bottle Alley entfernt, liegt eine weitere Attraktion der Stadt Hastings in East Sussex, zumindest was die Skater- und BMX-Gemeinde betrifft: Source Park, die größte unterirdische Anlage der Welt für die Freunde dieser Sportarten. Und um noch eins draufzusetzen: Hier befindet sich auch noch der weltgrößte BMX-Laden; kein Wunder, dass der Source Park junge Männer und Frauen aus dem ganzen Land anlockt. Wer nicht aktiv sein will, der kann sich das Geschehen auf der Anlage auch von der Tribüne aus ansehen.

Diese unterirdischen Räumlichkeiten wurden in der Vergangenheit für unterschiedliche Zwecke benutzt, so zum Beispiel als Badeanstalt. Die White Rock Baths wurden 1876 eröffnet, getrennt als The Ladies Bath und The Gentlemen’s Bath, und und später von dem Bauingenieur Sidney Little, der auch die Bottle Alley geschaffen hat, neu gestaltet.

Die beiden Brüder Richard und Marc Moore kamen auf die Idee, aus den ehemaligen White Rock Baths eine riesige Anlage für Skater und BMX-Fahrer zu machen, sie selbst sind begeisterte Skater, und eröffneten die Anlage im Jahr 2016. Sie ist täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, das gilt auch für den Laden.

Hier ist ein Film über Source Park.

Source Park
White Rock

Hastings TN34 1JL

Published in: on 25. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Dunwich Dynamo – Ein nächtliches Fahrradrennen von London nach Dunwich in Suffolk

Die Teilnehmer versammeln sich im Park London Fields.
Photo © Bikeboy (cc-by-sa/2.0)

Jedes Jahr im Juli finden sich im Londoner Stadtteil Hackney unternehmungslustige Radfahrer zusammen, die gemeinsam eine Strecke von rund 180 Kilometern zurücklegen wollen, die nach Dunwich an der Küste von Suffolk führt. Das Besondere an dem Dunwich Dynamo, oder kurz DD, genanntem Rennen ist, dass es nachts stattfindet, das heißt, der größte Teil davon, da es ja im Juli abends noch lange hell ist. Ein richtiges Rennen ist es allerdings nicht, denn die Radfahrer nehmen sich Zeit, bleiben gelegentlich an der Strecke stehen, um sich an einem Pub oder an einem von Privatleuten in ihren Vorgärten errichteten Ständen eine Erfrischung zu sich zu nehmen.

Der Dunwich Dynamo beginnt in dem großen Parkgelände namens London Fields, am Pub in the Park, und führt in nordöstlicher Richtung aus London heraus. In Hackney müssen die Teilnehmer zuerst durch eine übel beleumundete Gegend fahren, die dort „Murder Mile“ genannt wird. Wenn sie dann diese gefährliche Klippe genommen haben, geht es in Richtung Epping Forest und von dort nach Great Dunmow in Essex, Sudbury, Needham Market, Framlingham und schließlich zum Ziel, Dunwich, jenem eigenartigen Ort an der Küste von Suffolk (über meinen Besuch dort habe ich in meinem Blog berichtet).

Da die lange Fahrt in einem Pub beginnt, endet sie auch in einem Pub, dem einzigen in Dunwich verbliebenen, The Ship, der schon morgens um drei Uhr öffnet und auf die ersten Fahrer wartet, um sie mit einem kräftigen Frühstück und mit Bier zu empfangen. Auch die Flora Tea Rooms an der Beach Road, die sich auf Fish and Chips spezialisiert haben, öffnen früher als üblich und stehen den übermüdeten und hungrigen Fahrern des Dunwich Dynamos zur Verfügung.

Die Beliebtheit dieser Veranstaltung hat von Jahr zu Jahr zugenommen, so waren es bei den letzten Rennen rund 3000 Teilnehmer. Geübte Fahrer benötigen für die Strecke etwa neun Stunden, ohne die Pausen mitzuzählen, so dass sie in den frühen Morgenstunden in Dunwich eintreffen und dort vielleicht ein Bad im Meer nehmen können.

Hier ist ein Film über The Dunwich Dynamo von einem der Teilnehmer.

Zwischenstop in Great Bardfield (Essex).
Photo © Bikeboy (cc-by-sa/2.0)
Geschafft! Jetzt wird sich erst einmal in den Flora Tea Rooms gestärkt.
Photo © Robert Eva (cc-by-sa/2.0)
The Ship in Dunwich.
Photo © Colin Park (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 8. Februar 2022 at 02:00  Comments (2)  

„The Damned United“ – Ein Spielfilm über einen englischen Premier League-Fußballverein und seinen kurzzeitigen Trainer Brian Clough

Das Elland Road-Stadion des Leeds United F.C.
Photo © Stephen Armstrong (cc-by-sa/2.0)

Im Jahr 2009 erschien in England Tom Hoopers Film „The Damned United“ (dt. „The Damned United – Der ewige Gegner“), womit der Premier League-Fußballverein Leeds United gemeint ist. Die Hauptrollen spielen Michael Sheen, Jim Broadbent und Colm Meaney. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Peace.

«The Damned United» erzählt die wahre Geschichte des Brian Clough, der 1974 44 unrühmliche Tage lang Trainer des englischen Fussballmeisters Leeds United war. Sein Vorgänger und grosser Rivale Don Revie führte den Klub von Erfolg zu Erfolg, prägte aber die für Leeds United typische zerstörerische Art von Fussball. Clough war seinen Prinzipien ebenso treu, nur waren das ganz andere: Der Lebemann wollte das Spielerische und die Offensive betonen und irritierte so die auf aggressiven Fussball getrimmten Starspieler. Nach sechs Spielen und nur einem Sieg war Clough seinen Job wieder los.

Mit anderen Vereinen war Brian Clough erfolgreicher; sage und schreibe drei Statuen wurden für ihn errichtet, in Middlesborough, in Nottingham und in Derby.

Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Leeds und anderen Orten in West Yorkshire statt.

Die DVD ist in Deutschland erhältlich, in Originalfassung und deutscher Synchronisation.
Hier ist der Trailer. zum Film.

Published in: on 1. Februar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Michael Edwards aka Eddie the Eagle – Der berühmteste Skispringer Englands

Author: Royal Navy Media Archive.
Creative Commons 2.0

Die spinnen die Finnen könnte man in Anlehnung an den Titel eines Asterix-Buches sagen, als in Finnland die Single „Fly Eddie, Fly“ eines Engländers namens Michael Edwards auf Platz 2 der Charts landete. Nirgendwo sonst in Europa erregte dieses Lied Aufsehen, auch nicht in Michaels Heimat. Unter seinem richtigen Namen kannten ihn auch die wenigsten, er war allgemein bekannt als Eddie the Eagle, der berühmteste (und bisher einzige) Skispringer Englands, der 1988 bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary zwar nicht die Goldmedaille gewann, aber immerhin sowohl von der Großschanze als auch von der Normalschanze sprang…und jeweils Letzter wurde. Trotzdem gewann Eddie der Adler jede Menge Sympathie, die er auch ausnutzte, solange sein „Ruhm“ vorhielt.

Der im „Mammoth Book of Losers“ gelistete Skispringer, der bei keinen weiteren Olympischen Spielen antrat, nahm die oben genannte Single auf (trotz seiner Stimme, die in etwa der Qualität seiner olympischen Leistungen entspricht), und da man ihn in Finnland offensichtlich mochte, sang er auch noch auf Finnisch „Mun nimeni on Eetu„, was soviel wie „Mein Name ist Edward“ heißt und „Eddien Siivellä“ („Auf Eddies Flügeln“). Und dann brachte Eddie 1990 auch noch ein Buch auf den Markt mit dem Titel „On the Piste: Stories and Tales from the Slope„, das aus unerfindlichen Gründen heute bei Amazon USA zwischen $877 und $1000 gehandelt wird, während es bei Amazon UK schon für einen Penny zu haben ist.

Eddies Leben wurde sogar verfilmt und kam 2015 unter dem Titel „Eddie the Eagle“ (dt. „Eddie the Eagle – Alles ist möglich“) in die Kinos, mit Taron Egerton in der Hauptrolle. Hier ist der deutsche Trailer.

Stefan Raab holte Eddie the Eagle einmal in seine Show TV Total; hier ist sein Auftritt zu sehen.

Published in: on 8. Oktober 2021 at 02:00  Comments (1)  

The Bishop’s Castle Tandem Triathlon

Teilnehmer des Tandem Triathlons.
Photo © Jonathan Wilkins (cc-by-sa/2.0)

Triathlon gehört mit zu den härtesten Sportarten, und wer es schafft, in der Königsdisziplin, dem Ironman, hintereinander 3 862 Meter zu schwimmen, 180,246 Kilometer radzufahren und dann auch noch einen Marathonlauf über 42,195 Kilometer zu absolvieren, der/die gehört zu den ganz Großen im Sport. Siehe dazu meinen Blogeintrag über das Buch „Operation Ironman“ von George Mahood.

Es gibt aber auch Formen des Triathlons, die nicht ganz so fordernd sind wie der Ironman: Zum Beispiel der weltweit einzigartige Bishop’s Castle Tandem Triathlon, benannt nach dem Austragungsort, der Stadt Bishop’s Castle in der Grafschaft Shropshire. Natürlich gehören auch hier die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen dazu, aber die Teilnehmer teilen sich die Last. Das sieht so aus: Es treten immer Zweierteams an, von denen einer das Schwimmen übernimmt (ein Kilometer), dann folgt das gemeinsame Radfahren auf einem Tandemrad (30 Kilometer) und schließlich übernimmt der Zweite das Laufen (10 Kilometer). Zum Schluss gibt es dann noch einmal eine gemeinsame Fahrt über fünf Kilometer per Tandem zurück zum Ausgangspunkt der Veranstaltung.

Start ist das Leisure Centre von Bishop’s Castle, wo der Schwimmwettbewerb ausgetragen wird, dann geht es per Tandem über die Straßen im Großraum Bishop’s Castle und Clun, und der Lauf führt durch den Colstey Wood.

Da wir in England sind, geht es bei dem Tandem Triathlon nicht immer bierernst zu. Einige der Teilnehmer treten kostümiert an (das Thema „fancy dress“ spielt in England immer eine große Rolle) und besuchen zwischendurch auch einmal einen Pub, um sich mit einem Pint zu erfrischen.

Es gibt Preise in mehreren Kategorien zu gewinnen, für rein männliche, rein weibliche und gemischte Teams, und ein Preis gewinnt auch das Team, das sich am fantasievollsten gekleidet hat.

Leider hat Covid in diesem Jahr auch diesen Wettbewerb zunichte gemacht, so dass die Organisatoren hoffnungsvoll auf das Jahr 2022 blicken.

Published in: on 15. Juli 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  

Ein „heißsporniger“ Adliger und ein Londoner Fußballverein

Sir Henry Percy auf Alnwick Castle
Photo © Michael Dibb (cc-by-sa/2.0)

Sir Henry Percy, der 1364 in Alnwick in Northumberland geboren wurde und in der Schlacht bei Shrewsbury am 21. Juli 1403 fiel, trug den Beinamen „Harry Hotspur„, weil er ein Draufgänger war und in Schlachten seinem Pferd ordentlich die Sporen gab, um den Gegner frontal anzugreifen. Er war seinerzeit „The bravest knight of his day“. Die Percy-Familie residiert noch heute auf Alnwick Castle (siehe dazu meinen Blogeintrag), hoch oben im Nordosten Englands.

Die Percys besaßen Land in London, auf dem Hunderte von Jahren später, sich Fußballfreunde zusammenfanden und einen Verein gründeten, dem sie im April 1884 den Namen Tottenham Hotspur Football Club gaben. Die Spieler nannten sich The Spurs, im Gedenken an den heißblütigen Ritter, und vielleicht sollte dieser Name auch das Draufgängertum der Spieler versinnbildlichen.

Eine weitere Verbindung zu Sir Henry Percy ist der Fighting Cock, der das Emblem des Fußballvereins ziert. Der Ritter besaß Kampfhähne, die er mit Sporen ausstattete, damit sie den Gegnern größtmögliche Verletzungen beibringen konnten. Der Hahn samt Sporen auf einem Fußball stehend, ist auf dem Emblem zu sehen.

Und es gibt eine weitere Verbindung zwischen dem in der Premier League spielenden Verein und der Percy-Familie: Das Londoner Percy House. Sir Hugh Smithson, Duke of Northumberland, ließ das Haus in den 1740er Jahren in London erbauen, in dem jetzt die Tottenham Hotspur Foundation untergebracht ist. Eine wohltätige Einrichtung “ committed to providing the best sports, health, training, and education programmes for the community“.

Das aktuelle Stadion der Spurs liegt natürlich schon lange nicht mehr in den Tottenham Marshes; es wurde erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommen und liegt zwischen der High Road und der Worcester Avenue im Stadtteil Tottenham.

Hier ist ein Lied über den heißsporningen Ritter zu hören.

Das neue Stadion der Spurs.
Photo © Jim Osley (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 17. Juni 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  

Tombstoning an der Durdle Door in Dorset

Es ist immer wieder erstaunlich in welche Gefahr sich Menschen bringen, nur um für eine kurze Zeit einen Nervenkitzel zu erleben.  Ob das jetzt Freeclimbing an Felswänden, Volcano Boarding, Highlining, Wingsuit Flying oder Tombstoning ist, bei jeder dieser „Sportarten“ kann man sich das Genick brechen und zu Tode  kommen.

Tombstoning ist an den Küsten Englands beliebt. Die Wikipedia erklärt das so: „act of jumping in a straight, upright vertical posture into the sea or other body of water from a high jumping platform, such as a cliff, bridge or harbour edge„. Es gibt vor allem an der Südküste Englands genug Felsen und Klippen, von denen aus Waghalsige ins Meer springen. Besonders beliebt bei „Tombstonern“ ist die Felsformation Durdle Door an der Küste von Dorset bei West Lulworth. Dieser sehenswerte Felsen ist in Privatbesitz, aber Zäune und Warnschilder werden von den Felsenspringern missachtet, und sie stürzen sich von rund 60 Metern Höhe in das Meer. Das ist zwar ganz schön mutig aber extrem leichtsinnig, denn die Wasserhöhe unterhalb der Durdle Door variiert und auch die Strömungsverhältnisse ändern sich. Ende Mai letzten Jahres kam es zu mehreren Zwischenfällen bei denen drei Menschen schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Badegastes konnte einer von ihnen gerade noch rechtzeitig vom Meeresboden nach oben geholt werden, eine junge Frau leitete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein, bis ein Hubschrauber der Küstenwacht den Mann abtransportierte. Hier ist ein Bericht und ein Film über den Fall. Kurz nachdem die drei Schwerverletzten in Krankenhäuser gebracht worden waren, erschienen die nächsten Springer auf dem Felsen. In diesem Film sind einige Springer zu sehen.

Tombstoning ist besonders dann populär, wenn an warmen Sommertagen die Strände voll sind, und die Felsenspringer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen. Das Risiko, dass sie nach einem missglückten Sprung möglicherweise bis zu ihrem Lebensende im Rollstuhl landen, nehmen sie dabei auf sich.

Published in: on 28. Februar 2021 at 02:00  Comments (2)  
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Die Brieftauben von Skinningrove (North Yorkshire)

Die Riesenbrieftaube wartet darauf, beim Skinningrove Bonfire verbrannt zu werden.
Photo © Oliver Dixon (cc-by-sa/2.0)

Skinningrove, ein kleines Dorf an der Ostküste North Yorkshires, habe ich in meinem Blog bisher nur einmal  kurz erwähnt, allerdings mit negativem Vorzeichen. Der ehemalige Bergarbeiterort gilt als „tough village“, kein Wunder, wenn durch die Schließung der Bergwerke den Menschen plötzlich die Lebensgrundlage entzogen wurde.

Eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung der Bergarbeiter war das „pigeon fancying„, die Beschäftigung mit Brieftauben und sie ist es bis heute geblieben. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts dienten Brieftauben als Kommunikationsträger, sie waren so etwas wie Telefon, Telefax und E-Mail „rolled into one“.Die Erfindung der Telegrafie machte den Einsatz der Tiere bald überflüssig, doch die Arbeiter dort oben im Nordosten Englands nahmen sich der arbeitslosen Tauben an und machten sie zu ihrem Hobby.

Die Taubenzüchter taten sich in Vereinen zusammen wie zum Beispiel in der Skinningrove & District Homing Society und trugen Wettkämpfe mit ihren Brieftauben aus. Im gesellschaftlichen Leben der Dörfer in der Region spielte das eine wesentliche Rolle. Im Jahr 2017 wurde das Skinningrove Bonfire veranstaltet, bei dem eine riesige hölzerne Taube gebaut wurde, die dann leider wie geplant den Flammen zum Opfer fallen musste. In diesem Film ist die Fertigstellung zu sehen.

Vor dem Vereinshaus der Skinningrove Homing Society ist 2011 eine Holzskulptur aufgestellt worden, die einen Mann zeigt, der eine Brieftaube in der Hand hält; die daran angebrachte Plakette trägt die Aufschrift “ Dedicated to Skinningrove Pigeon fanciers, past and present.“ Geschaffen hat die Figur Steve Iredale, der sein Studio in Staithes ganz in der Nähe hat. Der Verein in Skinningrove ist stolz darauf, schon viele hochrangige Brieftaubenrennen gewonnen zu haben.

Dieser Film porträtiert einen Brieftaubenzüchter aus Skinningrove.

Steve Iredales Holzskulptur vor dem Vereinshaus der Skinningrove Homing Society
Photo © Bill Henderson (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 4. Februar 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Das FA Cup Final des Jahres 1988 – Liverpool F.C. gegen Wimbledon F.C.

Das Wembley Stadion, in dem das Cup Final stattfand. Es wurde 2003 abgerissen.
Photo © Adrian Cable (cc-by-sa/2.0)

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, heißt es in Deutschland; will sagen: manchmal schaffen es auch kleine, wenig bekannte Fußballmannschaften in den DFB-Pokalspielen größere Mannschaften aus der Bundesliga zu schlagen. So etwas gibt es auch in England wie beim Cup Final 1988, als der übermächtige Goliath Liverpool F.C. auf den David Wimbledon F.C. stieß. Der Fußballverein aus dem Londoner Stadtteil Wimbledon, der sportlich vor allem durch seine Tennisturniere bekannt war, entstand bereits 1889. In den 1980er Jahren stieg er in kurzer Zeit von der vierten Division in die erste Divison auf, Vorgänger der heutigen Premier League. Der „nickname“ der Mannschaft war „The Crazy Gang“ weil die Spieler berüchtigt für ihre Streiche waren, die sie sich untereinander, aber auch gegenüber der Vereinsführung spielten und die manchmal etwas zu weit gegangen sind. Die Gegner des Wimbledon F.C. kamen ungern in das Stadion an der Plough Lane, weil der Spielstil der Londoner sehr gewöhnungsbedürftig, hart, um nicht zu sagen häufig brutal war. So versuchten die Gastmannschaften, die Spiele mehr oder weniger ohne Verletzungen zu überstehen, und waren froh, wieder in ihrem Mannschaftsbus nach Hause fahren zu können. Im Vertrag der Wimbledonspieler gab es einen Passus, der sagte, sollte die Mannschaft mit vier oder mehr Toren Unterschied in einem Match verlieren, mussten sie eine Opernaufführung besuchen, was zur damaligen Zeit offensichtlich eine ziemlich schlimme Strafe war.

Zurück zum Cup Final 1988. Wimbledon hatte auf dem Weg dorthin West Bromwich Albion, Mansfield Town, Newcastle United, Watford F.C. und Luton Town aus dem Weg geräumt. Am 14. Mai kam es im Londoner Wembley Stadium zum Showdown der beiden Fußballclubs, wobei den Männern aus Liverpool die deutlich besseren Chancen eingeräumt wurden. Aber es kam ganz anders: Durch einen Kopfball von Lawrie Sanchez (er trainierte später einige Jahre lang die Nationalmannschaft Nord-Irlands) erzielte Wimbledon bereits in der ersten Hälfte ein Tor, das auch das letzte des gesamten Spiels bleiben sollte. Selbst ein Elfmeter, den Wimbledons Torwart Dave Beasant hielt, konnte den Sieg der Londoner Mannschaft nicht mehr gefährden. Vor dem ausverkauften Stadion mit mehr als 90 000 Zuschauern musste sich der große Club aus Liverpool geschlagen gegeben (unter Trainer Jürgen Klopp wäre das sicher nicht passiert).

Wimbledon F.C. wurde im Jahr 2002 aufgelöst und entstand neu als die Milton Keynes Dons in Buckinghamshire.

Hier sind Ausschnitte aus dem Spiel zu sehen.

Plough Lane, das frühere Stadion des Wimbledon F.C.; 2002 abgerissen.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 10. Juli 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Das White Hart Lane Stadion im Londoner Stadtteil Tottenham – Austragungsort eines der kuriosesten Fußballspiele aller Zeiten

Das ehemalige White Hart Lane Stadion in Tottenham.
Author: Forthevline.
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Es war der 21. November 1945. In London herrschte dichter Nebel, ein „pea-souper“ hatte sich wieder einmal über die Stadt gelegt. Im Stadion White Hart Lane im Stadtteil Tottenham (das Stadion lag gar nicht am White Hart Lane, sondern an der High Road) war ein Spiel zwischen dem Arsenal F.C. und der russischen Mannschaft Dynamo Moskau angesetzt. Das Stadion gehörte eigentlich der Mannschaft Tottenham Hotspur, die es aber für das Match zur Verfügung stellte, da Arsenals Highbury nach den Kriegswirren nicht zur Verfügung stand.

White Hart Lane war voll besetzt, aber viel sehen konnten die Zuschauer zu Beginn des Spiels nicht. Eigentlich hätte es gar nicht angepfiffen werden dürfen, aber der russische Schiedsrichter bestand darauf. Der Mann in Schwarz traf auch die höchst merkwürdige Entscheidung, dass die beiden englischen Linienrichter auf einer Seite gemeinsam das Spiel beobachten sollten, und er allein auf der gegenüberliegenden Seite. In dem dicken Nebel konnte der Schiedsrichter nur wenig erkennen, was sich da auf dem Platz tat. Ein Tor fiel für die Moskauer Mannschaft, obwohl der Torschütze meterweit im Abseits stand. Ein Arsenal-Spieler wurde vom Platz gestellt, mischte sich aber stillschweigend wieder unter seine Mannschaftskollegen, was aber der Schiedsrichter nicht mitbekam. Dynamo nahm einen Spieleraustausch vor, wobei der ausgetauschte Spieler trotzdem auf dem Platz blieb, was erst nach zwanzig Minuten auffiel.
Der Nebel nahm nach der Halbzeit noch mehr zu, so dass die Zuschauer so gut wie gar nichts mehr sehen konnten. Dem Torwart der Gunners, wie die Spieler vom Arsenal F.C. auch genannt werden, ging es nicht viel besser, denn er knallte mit dem Kopf gegen den Pfosten seines Tores und wurde ohnmächtig, woraufhin ein Zuschauer seinen Platz einnahm. Das Match wurde tatsächlich zu Ende gespielt; Dynamo gewann mit 4:3 und der russische Schiedsrichter war zufrieden mit seinem Werk…

Hier sind einige Szenen aus dem Spiel zu sehen, pardon, zu erahnen.

Das Stadion in Tottenham wurde 2017 abgerissen und durch ein neues an der alten Stelle ersetzt. Das erste offizielle Spiel der Spurs in der neuen Arena fand am 3. April 2019 gegen den Ortsrivalen Crystal Palace statt.

Published in: on 13. April 2020 at 02:00  Comments (1)  
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Unterwasserhockey – Eine Sportart, die 1954 in England entwickelt wurde

Author: DavidUnderwater.
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Für Nichtschwimmer und Nichttaucher kommt diese merkwürdige Sportart nicht in Frage: Unterwasserhockey ist etwas für Wasserratten und Leute, die lange die Luft anhalten können.
1954 kam Alan Blake aus Southsea (Hampshire), der ein Jahr zuvor den Sub-Aqua Club gegründet hatte, auf die Idee, im Winterhalbjahr einmal etwas ganz Neues auszuprobieren, was auf den ersten Blick (vielleicht auch auf den zweiten) ziemlich skurril war, das Hockeyspielen unter Wasser. Octopush nannte er das Spiel. Warum? „Octo„, weil das Spiel aus acht Spielern besteht, „Push„, weil der Squid (der Unterwasser-Puck) mit dem „Pusher“, dem Mini-Hockeyschläger, geschoben wird. Das Tor im Unterwasserhockey hieß anfangs Scuttle, wurde dann aber in Gully umbenannt. Die Teilnehmer dieser Sportart tragen Tauchermasken, Schnorchel, Flossen und Handschuhe. Als Austragungsort eignet sich jeder Swimmingpool, der entsprechend lang und tief ist. Schiedsrichter gibt es zwei, einen im Pool und einen außerhalb. Für die Zuschauer gibt es natürlich nicht viel zu sehen (außer den Köpfen der Spieler, die kurz auftauchen, um Luft zu holen), aber es gibt ja Unterwasserkameras, die das Match filmen, und das dann auf einen Großbildschirm übertragen werden kann.

Bei internationalen Wettkämpfen gibt es mehrere Levels, angefangen von dem U19- Level (Spieler unter 19 Jahren) bis zum Elite-Level (die absoluten Meister ihres Fachs). 1980 gab es die ersten Underwater Hockey World Championships in Vancouver in Kanada, die letzten wurden 2018 in Québec City, ebenfalls in Kanada, ausgetragen. Die nächsten, die 22. Weltmeisterschaften, stehen vom 20. Juli bis zum 2. August in diesem Jahr an der Gold Coast in Australien an (für Elite- und Masters-Level)…wenn es denn das Coronavirus zulässt.

Am besten man sieht sich diesen Film an, um sich ein Bild von dem Spiel zu machen.

Published in: on 27. März 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Uppies versus Downies – Ein chaotisches „Fußballspiel“ in Workington (Cumbria)

Workington Hall.
Photo © H Stamper (cc-by-sa/2.0)

Workington ist eine Stadt an der Mündung des River Derwent in der Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands. Hier finden jede Ostern drei chaotisch anmutende „Fußballspiele“ statt, bei denen die Uppies gegen die Downies antreten, zwei rivalisierende Stadtteile, wobei die Uppies früher überwiegend Bergarbeiter waren und die Downies am Hafen Erz in Schiffe verluden. Schon seit ewigen Zeiten wird dieses Match in Workington ausgetragen, das mit Fußball kaum etwas gemein hat, denn es gibt so gut wie keine Regeln. Das Ziel der beiden Mannschaften, die aus Hunderten von Männern bestehen können, ist es, den Ball in das gegnerische Tor zu bringen. Die beiden Tore stehen etwa 1500 Meter auseinander, so dass die Spiele durchaus viele Stunden dauern können. Das Tor der Uppies ist das Eingangstor der Workington Hall (auch Curwen Hall genannt), das der Downies eine Ankerwinde auf dem Prince of Wales Dock. Das Spiel ist beendet, sobald ein Tor gefallen ist.

Da es hier sehr ruppig zugeht (es hat sogar schon Tote gegeben) bittet die Polizei die Teilnehmer des Spiels nicht in das Stadtzentrum vorzudringen. Schaufensterscheiben sind schon zu Bruch gegangen und die Passanten haben Reißaus genommen, wenn sich dieses Menschenknäuel durch die High Street ergossen hat. Eine scharfe Grenze wie beim Fußball zwischen Spielern und Zuschauern gibt es nicht; jeder greift in das Geschehen ein, wenn ihm danach ist. Nass werden die Teilnehmer immer, entweder von oben oder wenn es sie in einen Bach treibt. Rätselhaft ist mir wie man die Uppies von den Downies unterscheiden kann. Dieser Film zeigt wie es bei dem Match von 2019 zuging.

Wer die meisten der drei Spiele gewonnen hat, ist der Sieger, und der Preis, ein Sovereign aus der Hand des Eigentümers der Curwen Hall, wird an den Spieler übergeben, der vor dem gegnerischen Tor den Ball dreimal in die Höhe wirft.

In diesem Jahr werden die Spiele am 10. April, am 14. April und am 18. April ausgetragen.

Das Prince of Wales Dock am Hafen von Workington.
Photo © Alexander P Kapp (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 24. Januar 2020 at 02:00  Comments (2)  

Mein Buchtipp – Daniel Gray: Hatters, Railwaymen and Knitters – Travels through England’s Football Provinces

Foto meines Exemplares.

Daniel Gray macht sich in seinem Buch „Hatters, Railwaymen and Knitters – Travels through England’s Football Provinces“ auf eine Reise durch Englands Fußballwelt und besucht Vereine von der Premier League bis hinunter zu den untersten Spielklassen, dabei lässt er die ganz großen Stars in London, Manchester und Liverpool aus.

Daniel Gray beginnt seine Reise in Middlesbrough in North Yorkshire, wo er ein Spiel des örtlichen Vereins Middlesbrough FC gegen Brighton & Hove Albion im Riverside Stadium besucht. Wer sich für die detaillierten Spielbeschreibungen in den einzelnen Kapiteln des Buches nicht so interessiert, kann diese natürlich überschlagen, aber es bleibt noch genügend Interessantes über, denn Gray beschäftigt sich auch intensiv mit den Städten, die er besucht. Die Leser des Buches bekommen Hintergrundinformationen beispielsweise über Sheffield (South Yorkshire) und Luton (Bedfordshire), Watford (Hertfordshire) und Carlisle (Cumbria).

Daniel Grays letzte Reise von seinem Wohnort Edinburgh führt ihn in die tiefe Provinz, nämlich nach Newquay in Cornwall, zum Newquay AFC Football Club, wo die Peppermints beheimatet sind, die zur Zeit in der Southwest Peninsula League spielen. Der Autor besucht ein Spiel des Verein in ihrem Mount Wise Stadium gegen den Ivybridge Town Football Club aus Devon.

Die im Buchtitel genannten „nicknames“ beziehen sich auf die Fußballvereine Luton Town (The Hatters) aus Bedfordshire, Crewe Alexandra (The Railwaymen) aus Cheshire und Hinckley United (The Knitters) aus Leicestershire. Letzerer wurde 2013 aufgelöst und sowohl durch den Hinckley A.F.C. als auch den Leicester Road Football Club (deren Spieler sich nach wie vor The Knitters nennen) ersetzt.

Mir als gemäßigtem Fußballfan hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht, vor allem die Passagen, in denen Daniel Gray die Städte vorstellt.

Daniel Gray: Hatters, Railwaymen and Knitters – Travels through England’s Football Provinces. Bloomsbury 2014. 312 Seiten. ISBN 978-1-4088-3099-4.

Das Stadion der Hatters (Luton Town FC) .
Photo © Barry Ephgrave (cc-by-sa/2.0)

Hier ist der Club Crewe Alexandra (The Railwaymen) beheimatet.
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

…und hier im Marston’s Stadium trugen die Knitters von Hinckley United ihre Heimspiele aus.
Photo © Mat Fascione (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 18. Januar 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  

Zwei Fußballvereine der englischen Premier League, die dieselbe Vereinshymne haben

Im Goodison Park trägt der Everton F.C. seine Heimspiele aus.
Photo © Kevin Williams (cc-by-sa/2.0)

Das kommt nicht häufig vor, dass zwei englische Fußballclubs, die auch noch beide in der Premier League spielen, die selbe Vereinshymne haben. Die Toffees vom Everton F.C. und die Hornets vom Watford F.C. laufen ins Stadion beim Klang der Titelmelodie der uralten Fernsehserie „Z Cars“ (1962-1978), die im deutschen Fernsehen „Task Force Police“ hieß. Die TV-Serie spielt in der fiktiven Stadt Newtown im Norden Englands, und da Everton ebenfalls im Norden liegt, in Liverpool, passt das ja ganz gut. Seit der Saison 1962/63 erschallt diese Musik beim Auflaufen der Toffees, und die Fans lieben die Hymne. Ein Jahr später entschied sich auch der damalige Trainer vom Watford F.C. für dieses Musikstück. Im April 2019 trennte man sich vom „Z Cars Theme“ und spielte stattdessen Elton JohnsI’m still standing„. Das liegt auf der Hand, denn der Sänger war und ist dem Club sehr verbunden und war jahrelang dessen Präsident. Aber so sehr die Fans der Hornets Elton John auch verehren, sie wollten ihre alte Hymne zurück und zum Beginn der Saison 2019/20 ist sie wieder da und die Fans sind zufrieden.

John Keating und sein Orchester spielten „Theme from Z Cars„, das 1962 sogar in die britischen Charts kam und Platz 8 erreichte. Es basiert auf einem alten Volkslied mit dem Titel „Johnny Todd„. Über die TV-Serie schrieb ich schon einmal in meinem Blog.

Hier ist die Hymne in Everton und hier in Watford zu hören.

Das Stadion des Watford F.C. an der Vicarage Road.
Photo © Bikeboy (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 4. Januar 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Sheffield in South Yorkshire und die Rolle der Stadt in der Geschichte des Fußballs

Sheffield Uniteds Stadion am Bramall Lane.
Photo © Rod Allday (cc-by-sa/2.0)

Sheffield in der Grafschaft South Yorkshire ist nicht nur als „Steeltown“ berühmt geworden, sondern auch als Stadt, die eine große Rolle in der Geschichte des Fußballs gespielt hat.
Sheffield F.C. ist der erste Fußballverein der Welt (hier ist ein Film über den Club) und wurde am 24. Oktober 1857 gegründet. Heute spielt der Club in einer der niedrigeren Spielklassen, der Non League Division One und steht da, zum jetzigen Zeitpunkt, auf Platz 9. Längst ist der Verein von den Lokalrivalen Sheffield United (Premier League) und Sheffield Wednesday (Championship) überholt worden.

Beim Sheffield F.C. wurden auch die ersten Fußballregeln erstellt, so wurde der Einwurf eingeführt, der Freistoß nach Fouls und die Eckfahnen, um nur einiges zu nennen.

Das älteste Stadion der Welt, in dem noch immer Fußball gespielt wird, liegt am Bramall Lane und wird von Sheffield United benutzt. Das erste Spiel hier fand am 29. Dezember 1862 statt, zwischen den lokalen Mannschaften Sheffield F.C. und Hallam F.C., dem zweitältesten Fußballverein der Welt. Hallam F.C. spielt heute in der Northern Counties East Football League (zur Zeit Platz 11); deren Stadion Sandygate gilt nach dem Guinness Book of Records als  „Oldest Ground in the World“. Die Matchs zwischen den beiden Vereinen, Rules Derby genannt, waren legendär, kam es doch in der Frühzeit des Fußballs immer wieder zu ziemlich gewalttätigen Szenen auf dem Platz.

Einer der legendären Spieler aus Sheffield, der in der Zeit von 1891 bis 1909 für Sheffield United spielte, war Ernest Needham (1873-1936), der das Spiel der „Blades“, wie der Club auch genannt wird, entscheidend prägte. Needham brachte es sogar bis zum Kapitän der englischen Nationalmannschaft.
Eine weitere Legende war William Henry „Fatty“ Foulke, der von 1894 bis 1905 als Torwart für Sheffield United im Einsatz war und als schwergewichtigster Spieler der Welt gilt (nach dem Guinness Book of Records). Er wog über drei Zentner und war bei den gegnerischen Mannschaften auf Grund seiner Körpermasse gefürchtet. Einmal soll er das Frühstück von seinen zehn Mannschaftskameraden aufgegessen haben, bevor diese am Frühstückstisch erschienen. Heutzutage wohl undenkbar.

Sandygate, das Stadion des Hallam F.C.
Photo © Neil Theasby (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 30. Dezember 2019 at 02:00  Comments (3)  
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Cricket – Einige Anmerkungen zu einer merkwürdigen Sportart

Spannung pur…auf dem Cricketplatz von Wetheral in Cumbria.
Photo © Rose and Trev Clough (cc-by-sa/2.0)

Meine Berührungspunkte mit dem in England so populären Cricketsport waren bisher nur sehr sporadisch. Ich wurde einmal Augenzeuge eines Spiels in Bolton Percy in North Yorkshire, was sehr schön anzusehen war: Die Spieler in ihren weißen Anzügen auf dem satten Grün des Village Greens und darüber der blaue Himmel eines warmen Sonntagvormittags; so stellt man sich englische Dorfidylle vor.

Ich ging auf einigen Village Greens spazieren, die gern als Cricketplatz verwendet werden, wie in Littlewick Green (Berkshire) und Warborough (Oxfordshire); auch Wormsley Park (Buckinghamshire) hat mir sehr gut gefallen. Leider habe ich die Regeln dieses Sportes nie verstanden. Neulich versuchte mir ein Freund, der Cricket liebt, bei einem Spaziergang entlang des River Cam bei Grantchester (Cambridgeshire) diese Regeln näherzubringen…aber ohne Erfolg. Es ist schon eine eigenartige Sportart, bei der Spiele sich manchmal über mehrere Tage hinziehen und die unterbrochen werden, damit die Spieler eine Tasse Tee zu sich nehmen können.

Es gibt in England „tea towels“ zu kaufen, die mit einfachen Worten versuchen, jemandem, der absolut keine Ahnung von Cricket hat, die Regeln zu erläutern:
You have two sides, one out in the field and one in.
Each man that’s in the side that’s in goes out, and when he’s out he comes in and the next man goes in until he’s out.
When they are all out, the side that’s out comes in and the side thats been in goes out and tries to get those coming in, out„.

Ich glaube, jetzt hat auch der Letzte verstanden, worum es geht.

In der Wikipedia gibt es ein Glossar von Cricket-Fachausdrücken, das schier endlos erscheint. Da gibt es Begriffe wie Daddy hundred, Daisy cutter, Flat-track bully und Mullygrubber. Gibt es eine Sportart, die noch komplizierter als Cricket ist? In diesem Film werden die 10 merkwürdigsten Cricketregeln vorgestellt, wobei ich Regel Nummer 4 am witzigsten finde.

Wie Adolf Hitler die Regeln des Cricket erklärt haben würde, kann man in diesem Film sehen (man sollte den deutschen Originalton aber möglichst ausblenden).

Die Scorebox des Feckenham Cricket Club in Worcestershire.
Photo © P L Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Das verrückteste Cricketmatch von allen, das mitten im Meer ausgetragen wird. Siehe dazu meinen Blogeintrag.
Photo © Hugh Chevallier (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 6. Dezember 2019 at 02:00  Comments (3)  
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Stockbridge in Hampshire – Ein Paradies für Fliegenfischer

Ein Nebenarm des River Test an der High Street von Stockbridge.
Eigenes Foto.

In diesen Tagen ist in den deutschen Medien immer wieder vom Glücksatlas der Deutschen Post die Rede, der aussagt, wo in unserem Lande die glücklichsten Menschen wohnen. Die britische Tageszeitung The Daily Telegraph hat vor einigen Jahren eine ähnliche Untersuchung vorgenommen und kam zu dem Ergebnis, dass im Königreich die glücklichsten Menschen entlang des River Test in der Grafschaft Hampshire wohnen, wobei auch der Name Stockbridge fiel (ich berichtete in meinem Blog darüber). Genau diesen Ort habe ich mir jetzt einmal genauer angesehen, und ich muss sagen, er hat mir sehr gut gefallen. Stockbridge liegt an der A30, nordwestlich von Winchester. Die High Street sieht genauso aus wie man sie sich wünscht, gesäumt von kleinen Geschäften,Tea Rooms, Ateliers und Pubs; keine dominierenden Kettenläden und Charity Shops.

Wir nahmen an einem sonnigen Sonntagmittag in der Bar des Grosvenor Hotels einen Drink zu uns und bekamen da schon den ersten Kontakt zum Thema Fliegenfischen, das Stockbridge beherrscht. An den Wänden der Bar hingen gerahmte bunte Fliegen aus Kunststoff, Vogelfedern und anderen Materialien. Der exklusive Houghton Fishing Club, der älteste seiner Art in England, trifft sich regelmäßig im Grosvenor Hotel, das man sofort an seinem runden Vorbau erkennen kann, unter dem früher die Kutschen hielten, damit die Insassen trockenen Fußes den Eingang erreichen konnten.

Entlang der High Street finden wir einige Geschäfte mit Anglerbedarf, denn es kommen viele Fliegenfischer hierher, um im River Test, der den Ort durchquert, Forellen und andere Fischarten zu fangen. Ein beliebter Übernachtungsort, neben dem Grosvenor Hotel, ist The Greyhound on the Test an der High Street.

Eine Besonderheit von Stockbridge ist der Poetry Trail: Zehn kurze Gedichte auf Tafeln oder in Glas geritzt, sind entlang der High Street angebracht, die im Jahr 2010 von Google als „best foodie street in Britain“ bezeichnet worden ist. Im August findet hier das jährliche Trout ’n About Food Festival statt,bei dem natürlich der lokal und regional gefangene Fisch, aber auch andere Spezialitäten aus dem Test Valley im Mittelpunkt stehen.

Ich kann Stockbridge für einen Besuch sehr empfehlen, auch für diejenigen, die mit Fliegenfischen nichts am Hute haben; hier ist ein Film über die Kleinstadt.

Das Grosvenor Hotel.
Eigenes Foto.

The Greyhound on the Test.
Eigenes Foto.

Die St Peter’s Church an der High Street.
Eigenes Foto.

Published in: on 11. November 2019 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Extrembügeln – Eine bizarre „Sportart“, die 1997 in Leicester entstand

Ein Extrembügler auf einem der Rivelin Rocks in South Yorkshire.
Author: Phil Shaw
Attribution: Theredrocket at English Wikipedia.
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Entstanden ist die „Sportart“ Extrembügeln, die sich wirklich nur ein Engländer ausdenken konnte, 1997 in Leicester.  Der Fabrikarbeiter und Bergsteiger Phillip Shaw kam eines Tages auf die Idee, seine zu bügelnde Wäsche nicht mehr am heimischen Herd zu tätigen, sondern an ganz anderer Stelle, nämlich auf einem Berg. Seinen Freund Paul Nicks nahm er dazu mit, der die exzentrische Idee auch gut fand. So nach und nach bügelten die beiden an immer kurioseren Stellen und siehe da, auch andere Menschen konnten sich an der schrägen Idee der beiden Pioniere des Extrembügelns erwärmen, und zogen ebenfalls mit Bügelbrett und Bügeleisen bewaffnet los, um ihre Kleidung an immer merkwürdigeren Plätzen von lästigen Falten zu befreien.

Da gibt es z.B. das Bügeln auf Berggipfeln –> genannt Rockystyle
Das Bügeln in Wäldern –> genannt Foreststyle
Das Bügeln in Flüssen oder auf Seen –> genannt Waterstyle

Es gibt mittlerweile immer verrücktere Abarten des Extrembügelns: Bügeln unter Wasser, Bügeln beim Bungeejumping oder Synchronbügeln. Mein Favorit ist der Extrembügler auf der Autobahn M1, hier zu sehen.

Bei den Olympischen Spielen hat diese Sportart (bisher) noch keinen Einzug gefunden. Es gibt mittlerweile auch Extrembügler in anderen Ländern, so auch eine deutsche Sektion.

Hier sind die Yorkshire Divers bei einem Weltrekordversuch für Unterwasserbügeln zu sehen.

Das Buch zum Artikel:
Phil Shaw: Extreme Ironing. New Holland Publishers 2003. 96 Seiten. 978-1843305552.

Published in: on 25. Oktober 2019 at 02:00  Comments (3)  
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The Alnwick Shrovetide Football Match – Ein jährlich stattfindendes, ziemlich verrücktes Fußballspiel in Northumberland

Das Alnwick Castle, der River Aln und die Wiesen auf denen das Match ausgetragen wird.
Photo © G Laird (cc-by-sa/2.0)

Ein Fußballspiel fast ohne Regeln findet einmal im Jahr am Faschingsdienstag in der Stadt Alnwick in der Grafschaft Northumberland statt, das The Alnwick Shrovetide Football Match, dessen Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden können. Ausgetragen wird das Spiel auf einer Wiese unterhalb des Alnwick Castles, dem Wohnsitz des Dukes of Northumberland und Filmkulisse für die „Harry Potter“-Filme.

Das kuriose Match wird ausgetragen zwischen den Spielern der Kirchengemeinden St Paul und St Michael, und es treten nicht elf Spieler pro Mannschaft an, sondern bis zu 150, die Geschlechtszugehörigkeit spielt keine Rolle. Eröffnet wird das Spiel dadurch, dass jemand von der Burg aus einen Ball hinunter wirft; das kann der Duke selber sein oder auch jemand anderes. Dann ziehen Spieler und Zuschauer zum Spielfeld, das zu dieser Jahreszeit oft sehr nass und voller Pfützen ist. Die beiden Tore, „hales“ genannt, sind 400 Meter voneinander entfernt, und es gilt, den Fußball dort hineinzukicken. Wer als erstes zwei Tore erzielt, ist der Sieger. So ein Match kann also sehr schnell vorbei sein oder es kann sich endlos hinziehen. Wenn dann die beiden Siegestore gefallen sind, ist das Spiel aber noch nicht zu Ende, dann kommt der Teil, der für die besonders harten Boys und Girls den Höhepunkt bildet. Der River Aln fließt an der Spielwiese vorbei und in diesen kleinen Fluss wird der Ball geworfen. Spieler beider Mannschaften stürzen sich in die eiskalten Fluten und versuchen, den Ball auf das gegenüberliegende Ufer zu bringen. Wem das gelingt, der darf ihn behalten.

Hier ist ein Film über ein Alnwick Shrovetide Football Match.

Dieses ist bereits mein fünfter Blogpost über die interessante kleine Stadt Alnwick im hohen Norden Englands, die natürlich auch über einen richtigen Fußballverein verfügt, den Alnwick Town Association Football Club, der zur Zeit in der Northern Alliance Premier Division spielt.

Die katholische St Paul’s Church.
Photo © Dave Kelly (cc-by-sa/2.0)

Die anglikanische St Michael’s Church.
Photo © Russel Wills (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 17. Oktober 2019 at 02:00  Comments (1)  
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Der Burnley F.C. und sein Extrem-Fan Dave Burnley

Turf Moor, das Stadion des Burnley F.C.
Photo © Chris Heaton (cc-by-sa/2.0)

Der Fußballverein der rund 73 000 Einwohner großen Stadt Burnley in der Grafschaft Lancashire, der Burnley F.C., dessen Spieler auf Grund der Farbe ihres Trikots auch The Clarets, die Weinroten, genannt werden, spielt in der Premier League und steht zurzeit auf der Tabelle auf Platz 7, also noch vor Tottenham und Manchester United. Alle Achtung! Hier ist der offizielle Vereinssong zu hören.

Der größte Fan dieses Vereins ist der 65-jährige Dave Burnley (!), der seinen eigentlichen Namen wechselte und sich nach seinem Lieblingsverein benannte. Seine Tochter trägt den Vornamen Clarette, Dave blieb also seiner Linie treu. Seit 1974 hat er kein Spiel des Burnley F.C. verpasst, er ist immer dabei, ob im Heimstadion Turf Moor oder ob irgendwo anders im Land oder im Ausland, Dave ist immer zur Stelle. Das besagte verpasste Spiel war damals gegen Newcastle, das kurzfristig angesetzt worden war und wovon Dave nichts mitbekommen hatte. Ärgerlich!! Im vorigen Jahr hat er sogar den Wunsch geäußert, dass er nach seinem Ableben, noch einmal zum Stadion gebracht werden möchte, um zum letzten Mal ein Spiel seines Vereins zu sehen.

Wie es sich für einen echten Fan gehört, ist der Mann tätowiert. Auf der Brust trägt er auf der einen Seite das Vereinswappen des Burnley F.C., auf der anderen Seite ein weiteres Wappen über dem Turf Moor steht, dazwischen die Adresse des Stadions, „Harry Potts Way, Burnley BB10 4BX, Lancashire, England“. Harry Potts (1920-1996) war ein Spieler und Trainer vom FC Burnley.

Dave Burnley lebt in Madeley in Staffordshire, dort wo auch ein berühmter Fußballtorwart lebte, Gordon Banks, der in diesem Jahr im Januar verstarb. Von dort nach Burnley ist es ziemlich weit, so dass er, da er kein Auto hat, mit Bus oder Bahn zu den jeweiligen Austragungsorten der Spiele fahren muss, was aber einen echten Fan nicht stört.

Dave Burnley hat über sein Leben als Fan bereits zwei Bücher geschrieben „Got to be there!“ und „Still there!“.

Hier ist ein Film über den Extrem-Fan.

Published in: on 11. Oktober 2019 at 02:00  Comments (2)  
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The World Thumb Wrestling Championships 2019 in Geldeston (Suffolk)

The Locks Inn bei Geldeston in Suffolk.
Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)

“One, two, three, four… I declare a thumb-o-war!” so beginnt jedes Match der World Thumb Wrestling Championships, die jedes Jahr im August ausgetragen werden (in diesem Jahr, zum 11. Mal, schon am 27. Juli). Der The Locks Inn bei Geldeston am River Waveney in der Grafschaft Suffolk war in diesem Jahr der Ort des Geschehens, in dem sich „Daumenkämpfer“ aus aller Welt zusammengefunden haben, um festzustellen, wer der/die Beste in diesem kuriosen Wettkampf ist.

Die Regeln des Thumb Wrestling sind einfach: Die beiden Kontrahenten stecken ihre Daumen durch die Löcher eines Miniaturboxrings und versuchen jeweils den Daumen des anderen solange auf den Boden des Spielfelds herunterzudrücken, dass der Sieger  “one, two, three, four, I win thumb-o-war!” sagen kann. 60 Sekunden dauert der Kampf; wenn es in dieser Zeit zu keiner Entscheidung gekommen ist, werden zwei weitere Runden gespielt. Wenn auch diese Verlängerung zu keinem Ergebnis führt, spielt man einfach Schere, Stein, Papier, um den Sieger zu ermitteln.

Die „Athleten“ legen sich Fantasienamen zu wie Jack ‘The Gripper’ Reynolds bei den Herren oder Thumberlina bei den Damen. In diesem Jahr wurde zum vierten Mal in Folge Paul „Under the Thumb“ Browse Weltmeister und seine Schwiegermutter Janet „Nanny Thumb“ Coleman Weltmeisterin.

Hier ist ein Film über die diesjährigen Championships.

Published in: on 10. August 2019 at 02:00  Comments (2)  
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The Great Court Run im Trinity College in Cambridge

Bei meiner ausgiebigen Tour durch die Colleges von Cambridge unter der fachkundigen Leitung unseres Freundes, eines ehemaligen Jura-Professors, machten wir auch im Trinity College Station. Dort ist der Great Court etwas, das man gesehen haben muss, einer der größten Innenhöfe Europas, der Anfang des 17. Jahrhunderts fertiggestellt worden ist.
Dieser gewaltige Platz, umgeben von historischen Gebäuden, ist Schauplatz eines Rennens, des sogenannten Great Court Run. Dabei geht es darum, eine etwa 370 Meter lange Strecke um den Innenhof zurückzulegen. Einmal im Jahr, an dem Tag an dem das Matriculation Dinner stattfindet, wird dieses Rennen ausgetragen und zwar exakt zur Mittagsstunde, wenn die Turmuhr des Colleges zu schlagen beginnt. Sie benötigt für die Schläge zwischen 43 und 44½ Sekunden und in dieser Zeit muss der Great Court von den Teilnehmern des Rennens umrundet werden. Der Startpunkt ist unter der Uhr des King Edward’s Tower.

Nur wenige haben es bisher geschafft, die Strecke zurückzulegen, während die Uhr noch schlägt. 1927 gelang das Lord Burghley, David George Brownlow Cecil, der ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Amsterdam die Goldmedaille beim 400-Meter-Hürdenrennen gewann. Er benötigte 43.6 Sekunden für die Umrundung des Great Court. Dieses Rennen mit Lord Burghley bildete die Vorlage für die entsprechende Szene in dem Film „Chariots of Fire“ (dt. „Die Stunde des Siegers“) aus dem Jahr 1981, der ein Jahr später mit dem Oscar prämiert wurde. Ben Cross spielte die Rolle des Harold Abrahams, des Siegers in dem Rennen. Gedreht wurden diese Filmsequenzen allerdings nicht auf dem Originalschauplatz in Cambridge, weil das College die Drehgenehmigung verweigerte, sondern in einem anderen weltberühmten College, dem von Eton. „Chariots of Fire“ ist auch durch die berühmte Titelmelodie von Vangelis bekannt geworden.

Hier ist ein Film über das Rennen und die dafür so wichtige Collegeuhr.

Der King Edward’s Tower mit der Collegeuhr am Great Court.
Eigenes Foto.

Published in: on 24. Juni 2019 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Das Gebrüll in der Höhle der Löwen – Der Millwall Football Club und seine Fans

Die Höhle der Löwen – The Den of the Lions.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Der Millwall F.C. kann es fußballtechnisch nicht mit den großen Londoner Clubs wie Chelsea, Arsenal oder Tottenham aufnehmen, er spielt in der English Football League Championship, das ist vergleichbar mit der 2. Bundesliga in Deutschland, dafür sind seine Fans aber berühmt-berüchtigt für die lautstarke Unterstützung ihres Vereins. Man spricht da vom Millwall Roar, mit dem die Fans ihre „Lions„, so der Spitzname des Clubs, im Stadion The Den, die Höhle, anfeuern und die Gäste verunsichern, ja manchmal sogar ängstigen.

Der in Bermondsey im Südosten Londons angesiedelte Fußballverein genießt in Fußballkreisen keinen guten Ruf. Gerry Robson hat sich mit diesem Thema schon 2001 in seinem Buch „No One Likes Us, We Don’t Care: The Myth and Reality of Millwall Fandom“ auseinandergesetzt („No One Likes Us, We Don’t Care“ heißt der Fangesang des Millwall F.C., gesungen, oder besser gegröhlt, nach der Melodie von Rod Stewarts „Sailing“) und kommt zu dem Schluss: „The roar brings the collective and its world alive, and can overwhelm both participants and observers“.

Immer wieder kam und kommt es nach Spielen des Millwall F.C. zu Ausschreitungen, die Hooligans sind gefürchtet. Es gibt wohl keine Mannschaft in England, die gern in das Stadion The Den kommt; der junge Gary Linneker sagte einmal, dass den Spielern dort der blanke Hass entgegen schlägt und es keine gute Idee der gegnerischen Mannschaft sei, ein Tor zu schießen.

Zurzeit liegt der Millwall F.C. in der Tabelle der English Football League Championship nur auf Platz 22 (von 24 teilnehmenden Vereinen).

No one likes us, no one likes us
No one likes us, we don’t care!

We are Millwall, super Millwall
We are Millwall from The Den!

In The Den passen über 20 000 Zuschauer.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 27. Dezember 2018 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Die Forest Green Rovers in Nailsworth (Gloucestershire) – Der umweltfreundlichste Fußballclub der Welt?

Das New Lawn Stadion der Rovers.
Photo © Roger Cornfoot (cc-by-sa/2.0)

Bei den Forest Green Rovers, einer Fußballmannschaft aus Nailsworth in Gloucestershire, die zur Zeit in der League Two, das ist die vierte Ebene in den englischen Fußballligen, spielt, ist alles grün. Im Vereinsnamen steht das Wort „Green“ und die Spieler tragen grüne Trikots, aber das ist noch lange nicht alles. Seitdem Dale Vince den Club übernommen hat, ist hier im Stadion New Lawn in Nailsworth alles anders geworden. Dale Vince ist Chef des grünen Energiekonzerns Ecotricity, der im benachbarten Stroud angesiedelt ist, und der seine Energie hauptsächlich durch Windanlagen produziert. Der Name prangt denn auch auf den Trikots der Fußballspieler.

Der Verein Forest Green Rovers ist wahrscheinlich der weltweit umweltbewussteste Verein, seitdem Dale Vince ihn übernommen hat. Am Stadion gibt es Aufladestationen für Elektroautos, der Rasen wird von einem solarbetriebenen GPS-gesteuerten Mäher kurz gehalten, auf dem Dach sind 180 Solarpanele installiert worden, wodurch rund 20% des Stromverbrauchs des Vereins abgedeckt werden, Regenwasser wird aufgefangen und dem Stadionrasen wieder zugeführt, der vollkommen frei von Pestiziden ist und mit schottischem Seetang angereichert wird.

Forest Green Rovers F.C. ist der erste Fußballverein der Welt, der komplett vegan ist, das heißt, sowohl die Spieler als auch die Fans bekommen im Stadion ausschließlich veganes Essen vorgesetzt, und die meisten scheinen es zu lieben. Keine fettigen und dick machenden Burger und Pommes mehr, sondern Salate, Pizzen, Fajitas und vieles andere mehr, alles auch noch ansprechend angerichtet; selbst das ausgeschenkte Bier ist vegan.

Dale Vince hat mit seinem Verein noch weitere große Pläne: Er möchte das „grünste“ Stadion der Welt bauen, das den Namen Eco Park tragen soll, wenn die Pläne dafür genehmigt werden. Das renommierte Londoner Architektenbüro Zara Hadid hat den Entwurf für das für 5000 Personen ausgelegte Stadion gemacht, das in einem Parkgelände entstehen soll, in dem Hunderte von Bäumen und neue Heckenanlagen angepflanzt werden.
Mal sehen, was Dale Vince noch alles so einfällt. Sein Verein steht im Moment auf Platz 6 der League Two, vielleicht werden die Spieler durch das grüne Umfeld eines Tages beflügelt, um eine Stufe höher, in die League One, zu klettern.

Hier ist ein Film über die FGRs.

Ein etwas älteres Foto vom Stadion. An dieser Stelle sind jetzt Aufladestationen für Elektroautos installiert worden.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 6. November 2018 at 02:00  Kommentar verfassen  
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