Goodramgate – York’s most haunted street

Die uralte, düstere Holy Trinity Church. – Eigenes Foto

In der Stadt York in North Yorkshire ist alles „haunted“. Da gibt es u.a. The most haunted pub, The most haunted church und The most haunted street; letztere ist die Straße Goodramgate (in York tragen viele Straßen den Namen „gate“), die den King’s Square mit dem Monk Bar verbindet. In dieser lebhaften, von zahlreichen Läden, Pubs und Restaurants gesäumten Straße ist es tagsüber bei Sonnenschein alles andere als gruselig, aber wenn dann langsam die Sonne untergeht und die Dämmerung sich über York breit macht, verändert sich die Atmosphäre…
Hier steht z.B. Lady Row, eine Gruppe von uralten Häusern, die vor 700 Jahren erbaut wurden;  was die wohl so alles erlebt haben mögen?
An der Holy Trinity Church kann man leicht vorbeigehen, ohne sie zu bemerken, ein kleiner Weg führt vom Goodramgate zu ihr. Die Kirche ist recht düster mit ihren alten aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kirchenbänken. Ich war hier einmal im Rahmen eines Ghost Walks, als es schon fast dunkel war, und es herrschte eine wirklich unheimliche Stimmung. Bei einem dieser Ghost Walks soll einmal eine amerikanische Touristin versehentlich eingeschlossen worden sein, was der Dame nicht gut bekam. Auf dem kleinen Kirchhof von Holy Trinity haben sich auch einige unheimliche Dinge zugetragen, so sagt man.

Einer der most haunted pubs und zugleich einer der ältesten in York liegt am Goodramgate. Der Snickleway Inn, den ich noch als Angler’s Arms kenne, gehört laut Derek Acorah, dem ehemaligen Medium aus der TV-Reihe „Most Haunted“, zu den 100 gruseligsten Orten von ganz Großbritannien. Hier läuft ein kleines Mädchen häufig die Treppen hoch und runter und soll zu den aktivsten Geistern der Stadt gehören.
Weitere hübsche Pubs im Goodramgate sind z.B. The Old White Swan, wo 1781 der größte Mensch der Welt zu besichtigen war, oder The Royal Oak aus dem 15. Jahrhundert.

Wem es in dieser Straße so gut gefällt, dass er hier auch einmal wohnen möchte, kann das in einigen Mietappartments tun. Hier ist die Webseite.

Einen Bummel durch Goodramgate (auch bei Nacht!!) kann ich sehr empfehlen.

Das Buch zum Artikel:
Rupert Matthews: Haunted York. The History Press 2009. 95 Seiten. ISBN 978-0752449104.

Haunted Snickleway Inn. – Eigenes Foto

The Old White Swan aus dem 15. Jh. – Eigenes Foto

Published in: on 30. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The National Justice Museum in Nottingham – Nach Umbau unter neuem Namen wieder eröffnet

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In meinem Blogeintrag über Oubliettes erwähnte ich einmal die Galleries Of Justice in Nottingham, die in einem ehemaligen Gerichtsgebäude mit angeschlossenem Gefängnis untergebracht sind. Nach einem kompletten Umbau eröffnete das Justizmuseum am 1. April wieder seine Pforten, jetzt unter dem Namen The National Justice Museum. Es ist das größte Museum seiner Art in Großbritannien und beherbergt eine Sammlung von über 40 000 Ausstellungsstücken. Der Heritage Lottery Fund unterstützte den Umbau mit £1 Million, weitere Organisationen halfen ebenfalls mit Finanzspritzen.

Das Gerichtsgebäude datiert aus dem 14. und das Gefängnis aus dem 15. Jahrhundert. Seit 1991 wird es nicht mehr als Gericht verwendet. In der Zeit von 1905 bis 1985 war es auch eine Polizeistation. Was lag also näher, als in diesem Haus ein Museum zu installieren, das sich ausschließlich mit den Themen Justiz, Verbrechen und Strafverfolgung beschäftigt.

Was gibt es hier nun als besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen?

Da ist zum Beispiel die Tür der Zelle zu sehen, hinter der der Schriftsteller Oscar Wilde seine Zeit im Gefängnis von Reading verbrachte.

Dann steht hier die berüchtigte Badewanne, in der der Serienmörder George Joseph Smith drei Frauen ermordete. Der Fall ging in die britische Kriminalgeschichte als The Brides in the Bath Murders ein.

Aus London holte man die Anklagebank des Bow Street Magistrates Court nach Nottingham. Hier saßen zum Beispiel die Angeklagten Oscar Wilde, Roger Casement (1916 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt) und die Kray-Zwillinge Reggie und Ronnie, die in den 1950er und 1960er Jahren die organisierte Kriminalität in London aufbauten und die Stadt durch ihre Gewaltverbrechen in Atem hielten.

Weiterhin sind im National Justice Museum einige Artefakte des Postzugraubs vom 8. August 1963 ausgestellt wie Teile des Monopoly-Spiels, mit dem sich die Verbrecher die Zeit auf der Leatherslade-Farm vertrieben, die Uhr, die Ronnie Biggs während des Raubs trug, und der Zündschlüssel eines der Fluchtautos.

Dass es in diesem Gebäude auch spuken soll, ist eigentlich selbstverständlich, und so werden denn auch in Großbritanniens Most Haunted Building (nach Aussage der populären Fernsehserie „Most Haunted“) jeden Freitag und Samstag Ghost Tours durchgeführt. Paranormale Zirkel treffen sich im Museum, um nachts den armen Seelen nachzuspüren, die hier verurteilt und gehängt worden sind. Die Terror Tours („not for the faint hearted“) am Samstagabend führen in die Tiefen des alten Gebäudes, die nicht immer für die Allgemeinheit zugänglich und besonders furchterregend sind.

Das National Justice Museum ist täglich von 10 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt £10.95.

National Justice Museum
High Pavement
Nottingham
NG1 1HN

Ein Gerichtssaal im Museum.
Author: Fayerollinson.
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Published in: on 11. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte – The Bell in Toddington (Bedfordshire)

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Gegenüber vom Village Green am Market Square in Toddington in der Grafschaft Bedfordshire, nur wenige hundert Meter von der Autobahn M1 entfernt, steht The Bell, ein Pub, der anstelle eines Gasthausschildes mit einer richtigen Glocke auf sich aufmerksam macht. Es gibt die Theorie, dass der Name des Pubs von einer früheren Glockengießerei kommt, die an dieser Stelle einmal existierte. The Bell war eine Kutschenstation auf der Strecke von London nach Bedford.

Der Gasthof gilt als „haunted“ und zwar soll daran die bildhübsche Tochter eines Gastwirts Mitte des 19. Jahrhunderts daran Schuld sein. Die junge Dame zog auf Grund Ihrer äußeren Erscheinung viele Gäste in den Pub, was ihrem Vater sehr recht war. Der Umsatz war mehr als zufriedenstellend; ein Pint, das von einer hübschen Frau gezapft wird, schmeckt nun mal einfach besser. Es wäre alles so schön gewesen, wenn die Tochter des Landlords nicht über ein außergewöhnlich hitziges Temperament verfügt hätte. Bei der kleinsten Provokation ging sie hoch wie eine Rakete und rastete total aus, und wer das von den Stammgästen wusste, der zog sich bei diesen Wutanfällen lieber in eine sichere Ecke zurück, anstatt zu riskieren, ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen. Ihr Vater griff bei solchen Vorfällen bald ein und sperrte das Töchterlein weg, wo sie sich dann an Pfannen, Töpfen und anderen Küchenutensilien austoben konnte. Nach einer Weile war der Zorn verrraucht und sie konnte wieder hinter die Theke zurück und auf die Kundschaft losgelassen werden. Als es wieder einmal so weit war und die junge Frau aus dem Schankraum abgezogen werden musste, kehrte nach wenigen Minuten des Gescheppers und Geschreis plötzlich Ruhe ein, eine gespenstische Ruhe, und als der Vater nach seiner Tochter sah, fand er sie tot auf dem Boden vor, sie war an einem ihrer Anfälle gestorben. Seitdem kommt es in The Bell immer mal wieder vor, dass Töpfe und Pfannen in der Küche durch den Raum fliegen, Bilder von der Wand fallen und Biergläser auf unerklärliche Weise den Bartresen entlanggleiten.
Aber es gibt noch weitere unheimliche Begebenheiten in diesem Pub in Toddington wie Damien O’Dell in seinem Buch „Paranormal Bedfordshire“ schreibt; so berichten Angestellte des Hauses, dass sie mehrfach von geisterhaften Händen auf der Schulter berührt worden sind. Eines der Zimmer im Haus ist ständig eiskalt, auch im Sommer.

Wem es in The Bell zu unheimlich ist, der braucht nur die Straße zu überqueren und kann unbehelligt von Geistern sein Pint in The Cuckoo trinken.

 

The Bell
4, Market Square
Toddington
Dunstable LU5 6BP

Anstelle eines Pubschilds…
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Spukorte – The Chequers in Old Amersham (Buckinghamshire)

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Old Amersham ist einer meiner Lieblingsorte in Buckinghamshire, in dem ich kürzlich einige Tage verbrachte und darüber mehrfach berichtete. Die kleine Stadt beherbergt einige Häuser, in denen es spuken soll wie zum Beispiel im Crown Hotel in der High Street, im Woodrow High House und in mehreren Pubs wie dem hier vorgestellten Chequers Inn an der London Road West, die aus Old Amersham herausführt. Das Haus, in dem der Gasthof untergebracht ist, gehört zu den ältesten der Stadt, gebaut etwa um 1450 herum. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es hier spuken soll…und zwar erheblich. Von neun verschiedenen Geistern ist die Rede und wer diese Herrschaften einmal kennenlernen möchte, sollte sich in The Chequers einquartieren (es stehen mehrere Zimmer ab £79 zur Verfügung).

Was steckt nun hinter diesen Spukgeschichten, die sich um diesen Pub ranken? Um das Jahr 1500 gab es in Amersham eine ausgeprägte protestantische Bewegung, deren Führer ein gewisser William Tylsworth war. Der katholischen Obrigkeit waren diese Männer ein Dorn im Auge und so wurden sie kurzerhand der Ketzerei angeklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In der Nacht vor der Urteilsvollstreckung im nahegelegenen Parsonage Wood wurden Tylsworth und weitere sechs Männer im Chequers Inn untergebracht und von einem Mann namens Osman bewacht, dann wurden sie am nächsten Morgen zum Scheiterhaufen gebracht, den Tylsworths eigene Tochter Joan auch noch anzünden musste.
Diese sogenannten Amersham Martyrs sind es, die den Pub immer wieder aufsuchen bzw. hier in einer anderen Dimension leben; ihr Stöhnen und Ächzen war immer wieder im Haus zu hören. Zusätzlich soll hier auch noch Joan, die arme Tochter Tylsworths, umgehen, die in einem der im ersten Stock gelegenen Schlafzimmer schon vielfach Gäste erschreckt hat. Auch der Gefangenenwärter Osman hat keine Ruhe gefunden und wird immer mal wieder in der Bar des Chequers Inn gesichtet, wo er sich in der Nähe des Kamins aufhält, in einen Kapuzenmantel gehüllt.

Die Pubbetreiber hatten mit dem Spuk so ihre Probleme und daher wurden dreimal Exorzismen durchgeführt, 1953, 1963 und 1982, aber ohne dauerhaften Erfolg. 1964 nahm die British Paté einen Film im Chequers Inn auf, „Dig That Ghost„, der hier zu sehen ist.

Vielleicht war es damals aber auch ganz anders? Glaubt man der Inschrift des Gedenksteins, den man 1931 für die Amersham Martyrs im Parsonage Woods errichtete, so wurde William Tylsworth 1506 hingerichtet, fünf weitere Männer und Tylsworths Tochter Joan Norman im Jahr 1521. Ein ganz schönes Durcheinander, aber wie es auch damals Anfang des 16. Jahrhunderts in Amersham zugegangen sein mag, The Chequers Inn gilt als einer der „most haunted pubs“ von Buckinghamshire.

The Chequers Inn
51 London Road West
Amersham
Buckinghamshire HP7 9DA

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The Amersham Martyrs Memorial.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Amersham Martyrs Memorial.
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Scream Parks und Zombiejagden – Das etwas andere Freizeitvergnügen in England

Hier in den ehemaligen Werkshallen der Firma Stanley Tools in Sheffield finden jetzt die Zombiejagden statt.   © Copyright Terry Robinson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier in den ehemaligen Werkshallen der Firma Stanley Tools in Sheffield finden jetzt die Zombiejagden statt.
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Eigentlich gibt es ja genügend Spukorte in England,  an denen man sich so richtig schön gruseln kann. Eine ganze Reihe von Beispielen habe ich in meiner entsprechenden Blogkategorie im Laufe der Jahre aufgeführt. Aber das scheint einigen noch immer nicht zu reichen, denn sonst hätte man nicht so viele zusätzliche künstliche Gruselstätten im Lande errichtet. Ich denke da zum Beispiel an die Dungeons in London und York; aber diese Etablissements werden alle überboten von Zombieabschuss-Installationen und sogenannten Scream Parks, in denen es so richtig zur Sache geht. Sicher nicht jedermanns Geschmack. Hier sind einige Beispiele:

Zombie Experiences nennen sich 15 über England verteilte Orte, in denen es darum geht, Zombies, die die Herrschaft übernommen haben, zu vernichten. Da ist The Factory in Sheffield, eine Ansammlung von Gebäuden, in denen einmal eine Werkzeugfabrik untergebracht war. In diesen Werkshallen muss man die dort versteckten Zombies aufspüren und töten. Ähnliches erwartet den Zombiejäger im Asylum in Liverpool und im Boot Camp in Droitwich Spa (Worcestershire).

Das gleiche System findet man bei Zombie Uprising in den Barracks in Stockport bei Manchester und im District 26 in Chesterfield (Derbyshire). Auch dort gilt es, möglichst viele Zombies zu erlegen. Wie dieser „Spaß“ aussieht, zeigt dieser Film. Falls jemand noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht: Ein Gutschein für das zweifelhafte Vergnügen kostet £50.

In den sogenannten Scream Parks geht es nicht weniger zimperlich zu. Auch im Scream Park UK in Manchester spielen die unvermeidlichen Zombies wieder eine besondere Rolle. In dem in der Event City untergebrachten Gruselpark findet man Geisterbahnen und andere „thrill rides“. Hier ist eine kleine Kostprobe.

Auf Mrs Dowsons Farm an der Longsight Road, der A59, nördlich von Blackburn (Lancashire) ist der Scare Kingdom Scream Park untergebracht. Dort wird man zum Beispiel mit gruseligen Häusern wie 666 Brimstone Place, Manormortis und The House of Gaunt konfrontiert. Hier ist ein Vorgeschmack (Vorsicht! Nichts für Zartbesaitete!).

Bei Melton Mowbray in Leicestershire im Twinlakes Park liegt der Xtreme Scream Park, der sechs Spukhäuser und gruselige Irrgärten zu seinen Attraktionen zählt. Extrem unappetitlich ist The Pie Factory (Melton Mowbray ist die Stadt der Pies).

Ich bin selbst absolut kein Freund dieser Art von Freizeitvergnügen, aber alles, was mit Gruseligem und Geisterhaftem zu tun hat, ist nun mal in England äußerst populär. Mir reichte einmal ein Besuch in einem Wachsfigurenkabinett in York, in dem man in einem stockdunklen Raum mit einem schwammigen unebenen Fußboden mit allen möglichen schauerlichen Dingen konfrontiert wurde…und das inmitten einer kreischenden Teenager-Mädchenklasse.

Published in: on 17. November 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Scary Clitheroe – Eine Kleinstadt am Fuße des Hexenbergs Pendle Hill in Lancashire

Blick auf Clitheroe von der Burg aus gesehen. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.    © Copyright Tom Howard and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf Clitheroe von der Burg aus. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.
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Die Kleinstadt Clitheroe in Lancashire liegt nicht weit entfernt vom Pendle Hill, wo Anfang des 17. Jahrhunderts 12 angebliche Hexen gelebt haben, die 10 Menschen durch Zauberei getötet haben sollen. Ihnen wurde in Lancaster der Prozess gemacht, der als „Pendle Witch Trials“ in die Geschichte eingegangen ist. Noch heute gilt der Pendle Hill als unheimlich und ist ein bei Geisterjägern beliebtes Gelände.

Clitheroe selbst hat auch so einiges an unheimlichen und merkwürdigen Dingen vorzuweisen und einer, der das alles kennt und weiß, ist Simon Entwistle, dessen Top Hat Tours zu lokalen, regionalen und überregionalen Spukorten führen. So bietet er u.a. eine Tour zu den Schauplätzen an, die mit den Pendle Witches zusammenhängen und eine Fahrt zu den „Spuk-Pubs“ im Ribble Valley. Auf Entwistles Programm steht auch ein Clitheroe Ghost Walk, der am Clitheroe Castle beginnt, einer alten Burg aus dem 12. Jahrhundert, in der eine White Lady und mehrere andere Gestalten spuken sollen. Dieser Film zeigt Simon Entwistle auf der Burg mit einigen seiner Geistergeschichten.

Über das Swan and Royal Hotel in der Castle Street und seine berühmten Gäste habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. Dort gibt es auch eine Ghost Story: Der Geist eines jungen Mädchens soll im obersten Stockwerk umgehen und die Gäste nerven, indem Bettdecken weggezogen und Vorhänge plötzlich zugezogen werden und die Toilettenspülung betätigt wird. Man sagt, es handelt sich dabei um eine 17jährige, die sich in einem Zimmer des Hauses das Leben genommen hat, weil sie schwanger war, ihre Eltern sie daraufhin verstoßen hatten und der Mann ihres Kindes im Zulukrieg in Afrika gefallen war.

Ein bis heute ungeklärter Mordfall ereignete sich am 19. März 1934 in Clitheroe, als der 46jährige Farmarbeiter Jim Dawson nach einigen Drinks im Edisford Bridge Hotel nachts nach Hause ging und plötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken spürte. Er kümmerte sich nicht weiter darum und ging zu Hause ins Bett. Am nächsten Morgen war sein Bett voller Blut und im Rücken klaffte eine Wunde. Dawsons begab sich in ein Krankenhaus, wo ein Arzt ein zugespitztes Metallteil aus seinem Rücken entfernte. Einige Tages später starb der Mann an Blutvergiftung. Wer hatte das Metallstück auf den Farmer abgeschossen? Detective Chief Superintendent Wilf Blacker, der mit der Untersuchung des Falles beauftragt wurde, stieß bei den Einheimischen auf eine Mauer des Schweigens. Niemand wollte mit ihm reden, er kam einfach nicht weiter, und so blieb der Fall ungeklärt. Die Vermutungen gingen dahin, dass es sich um ein Eifersuchtsdrama gehandelt haben soll.
Jennie Lee Cobban, die in Clitheroe zur Schule ging, hat ein Buch über den mysteriösen Fall geschrieben: „Wall of Silence: The Peculiar Murder of Jim Dawson of Bashall Eaves“ (Demdike Press 2005. 160 Seiten. ISBN 978-0955043703).

Clitheroe Castle.    © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Clitheroe Castle.
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The Swan and Royal in der Castle Street.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Swan and Royal in der Castle Street.
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Rdisford Bridge Hotel.   © Copyright JThomas and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Edisford Bridge Hotel.
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Published in: on 16. November 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Spukorte – The Ancient Ram Inn in Wotton-under-Edge (Gloucestershire)

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Auf meinen Reisen durch England bin ich mit vielen Spukorten konfrontiert worden; das waren Hotels, Pubs, Kirchen, Burgen und Schlösser. Zu den unheimlichsten Orten, die ich aufgesucht habe, zählt der Ancient Ram Inn in dem kleinen Städtchen Wotton-under-Edge am westlichen Rand der Cotswolds in der Grafschaft Gloucestershire gelegen. 8 Potters Pond lautet die genaue Adresse, doch bekommt man hier schon seit langem kein Bier mehr gezapft, denn der ehemalige Gasthof aus dem 13. Jahrhundert (so steht es auf einem der Giebel geschrieben) ist in Privatbesitz. Ich konnte mir das Haus allerdings nur von außen ansehen.

Unter den Top Ten der „Haunted Places“ in Großbritannien, die The Guardian einmal veröffentlichte, steht The Ancient Ram Inn auf Platz 5 (nach dem Londoner Highgate Cemetery, der nicht mehr existierenden Borley Rectory in Essex, dem Pendle Hill in Lancashire und dem Red Lion in Avebury in Wiltshire).

Seit 1968 ist das Spukhaus im Besitz des heute 87 Jahre alten John Humphries, eines exzentrischen Mannes, der sich nach eigenen Angaben nur mit der Bibel in der Hand durch sein Gebäude bewegt, um dadurch vor den vielen Geistern und Wesen geschützt zu sein, die sein Haus bevölkern. Es soll dort so schlimm sein, dass es mehrere Mitbewohner nicht mehr aushielten und auszogen. Als sich John Humphries Anfang diesen Jahres ein Bein brach und auf Pflegepersonal angewiesen war, weigerte sich dieses anfangs, das Haus aufzusuchen; schließlich kamen die Pflegerinnen doch, aber immer nur zu zweit.

Das ehemalige Gasthaus am Potters Pond wurde schon von vielen Geisterjägern aufgesucht. Am 17. September diesen Jahres organisierte Fright Nights (ich berichtete in meinem Blog darüber) eine „Ghost Hunt“ im Ancient Ram Inn, die schnell ausgebucht war. Zwischen 20 Uhr und 2 Uhr in der Nacht hatten die Teilnehmer freien Zugang zu allen Räumen des gruseligen Hauses (schwangere Frauen waren nicht zugelassen); eine Séance wurde abgehalten und andere Kommunikationsversuche mit dem Jenseits.

Die Fernseh-Crew der Sendereihe „Most Haunted“ verbrachte in dem Haus eine extrem ungemütliche Nacht (hier zu sehen), der Ghost Club war schon zu Besuch, ebenso North London Paranormal Investigations, The Ghostfinder Paranormal Society, The Institute of Paranormal Research, The Severnside Centre for Fortean Reserach und und und. Auf Youtube kann man sich viele Filme über die nächtlichen Geisterjagden ansehen.

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Mein Buchtipp – Rupert Matthews: Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ich glaube, in keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Bücher zum Thema „Spukorte“ wie in England und nirgendwo habe ich so viele Menschen getroffen, die an „ghosts“ oder „spirits“ glauben und von persönlichen Begegnungen mit dem Übernatürlichen erzählen. Da mich dieses Thema auch sehr interessiert, habe ich mir im Laufe der Jahre viele Bücher zugelegt, die sich damit beschäftigen, unter anderen auch „Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire“ von Rupert Matthews, werden darin doch Geschichten aus meiner Lieblingsgrafschaft Buckinghamshire erzählt. Der Autor ist Mitglied der Society of Psychical Research und des Ghost Clubs und hat weitere Bücher über „Haunted Places“ u.a. in Devon, Kent und Wiltshire geschrieben.

Einige Beispiele, alle aus Buckinghamshire:
Im Chenies Manor House wurde in den 1970er Jahren ein bis dahin unbekanntes Zimmer entdeckt und seitdem ist von einer geisterhaften, dunkelgekleideten Person die Rede, die in dem Haus umgeht. Obwohl man die Tür zu besagtem Zimmer immer fest schließt, wird sie ständig geöffnet wieder vorgefunden.

In der High Street von Chalfont St Peter hat man mehrfach eine Pferdekutsche gesichtet, die vor der ehemaligen Kutschenstation The Greyhound anhält und die sich dann allmählich in Luft auflöst.

Im Hughenden Manor, dem ehemaligen Wohnsitz von Benjamin Disraeli, wird der frühere Hausherr hin und wieder im Treppenhaus gesichtet, wo er mit Papieren in der Hand steht und nach wenigen Sekunden verschwindet.

In Great Missenden soll ein schwarzer Mönch sowohl tags als auch nachts das Gelände der Abtei heimsuchen, und in der Hauptstraße, dort wo der Gasthof The George steht, will man ebenfalls des Öfteren eine schwarzgekleidete unheimliche Gestalt gesehen haben.

Rupert Matthews: Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire. Countryside Books 2004. 95 Seiten. ISBN 978-1853068867.

Chenies Manor House.   © Copyright Mark Percy and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Greyhound in Chalfont St Peter.   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Hughenden Manor.    © Copyright Rob Farrow and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hughenden Manor.
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Great Missenden Abbey.   © Copyright Peter and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 20. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Spukorte – Die B3212 im Dartmoor bei Postbridge in Devon

Die B3212 zwischen Postbridge und Two Bridges.   © Copyright Alan Hunt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die B3212 zwischen Postbridge und Two Bridges.
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Auf einem Teilstück der B3212 im Dartmoor (Devon) kam es immer wieder zu zahlreichen Unfällen, deren Ursache manchmal unklar war. Vor allem zwischen Postbridge und Two Bridges verunglückten Autos, manchmal mit tödlichem Ausgang. Bei schönem Wetter sieht das Dartmoor eigentlich ganz freundlich aus, doch wenn das Hochmoor im Nebel liegt, herrscht eine ganz andere Atmosphäre und wer nachts unterwegs ist, sieht das alles mit ganz anderen Augen. Ich bin selbst einmal an einem nebelverhangenen Tag durch das Moor gefahren und traf dabei auf zwei große Hunde, wobei sofort Erinnerungen an The Hound of the Baskervilles wach wurden.

Mehrere der Fahrer, die auf der B3212 verunglückten, erzählten eine unglaubliche Geschichte wie es zu dem Unfall kam. Während der Fahrt hätten sich plötzlich unheimliche behaarte, körperlose Hände auf das Lenkrad gelegt und das Fahrzeug von der Straße manövriert. Die Hände sollen soviel Kraft gehabt haben, dass ein Gegenlenken nicht möglich war. Merkwürdigerweise ähnelten sich alle diese Geschichten sehr stark und nach Presseberichten waren bald im ganzen Land die „Hairy Hands“ vom Dartmoor bekannt und berüchtigt. Nicht nur Autofahrer hatten diese unheimliche Begegnung, auch Motorradfahrer waren betroffen wie einmal im Jahr 1921 als Dr Helby, Angestellter des nahegelegenen Dartmoor Prison, tödlich verunglückte. Zwei Kinder, die im Beiwagen mitfuhren, erzählten wie der Arzt verzweifelt um die Kontrolle des Motorrades gekämpft hatte, als ob jemand gegen seinen Willen das Lenken übernommen hätte.

Eine andere Geschichte machte einige Jahre später die Runde, als ein in einem Wohnwagen campierendes Pärchen erzählte wie sie eines Nachts aufwachten und die Hairy Hands am Fenster sahen, die offensichtlich einen Weg in das Innere des Caravans suchten.

Erklärungsversuche für die Vorgänge gab es einige, zum Beispiel dass die Hände einem ehemaligen Insassen des berüchtigten Dartmoor Gefängnisses gehörten, der seine Opfer stets erwürgt hatte, oder einem anderen Kriminellen, dem man vor langer Zeit zur Strafe die Hände abgehackt hatte. Eine ganz andere Erklärung für die vielen Unfälle auf dem Straßenstück haben die Bewohner des Dartmoors, die behaupten, dass manche Fremde viel zu schnell auf der unübersichtlichen Straße unterwegs waren und dadurch die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren haben. Doch warum sollten die Fahrer, die von den Hairy Hands vorher noch nie gehört hatten, unabhängig voneinander die gleiche Geschichte erzählen?

Dieser Film vollzieht die Geschichte von den Hairy Hands noch einmal nach.

Ein kleiner, knapp 12minütiger Spielfilm mit dem Titel „The Hairy Hands“ wurde 2010 gedreht und ist hier in voller Länge zu sehen (er ist nicht für Zartbesaitete geeignet!).

Published in: on 7. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte – St Thomas of Canterbury Church in Lapford (Devon)

St Thomas of Canterbury in Lapford (Devon).   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Thomas of Canterbury in Lapford (Devon).
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Canterbury ist weit weg von der Kirche St Thomas of Canterbury in Lapford in der Grafschaft Devon, zur Diözese von Exeter gehörend. Thomas Beckett, nach dem die Kirche benannt ist, soll am Jahrestag seiner Ermordung in der Kathedrale von Canterbury, also am 29. Dezember,  hier in Lapford durch die Straßen reiten, um einen seiner Mörder, William de Tracey, zu konfrontieren, der aus einem der Nachbardörfer stammte. Doch auf diese Spukgeschichte möchte ich heute nicht näher eingehen, sondern auf eine andere, in der ein ehemaliger Pfarrer von St Thomas of Canterbury im Mittelpunkt steht: John Arundel Radford (1799-1861).

Für einen Geistlichen führte Radford einen recht lockeren Lebenswandel. Er war verheiratet, doch galt er im Dorf durchaus als „womanizer“. Mindestens 14 Kinder soll er gezeugt haben und sein Leben lang schleppte er einen Schuldenberg mit sich herum. Als ein neuer Vikar, John Sparke Cookesley, nach Lapford kam, änderte sich einiges für Radford. Der junge Mann sah sehr gut aus, was die Dorfbewohnerinnen wohlwollend zur Kenntnis nahmen. Der Pfarrer mochte das nicht, ja, er wurde ziemlich eifersüchtig, und als dann auch noch seine eigene Frau dem Charme des Neuen zum Opfer fiel, riss sein Geduldsfaden und es kam zu ständigen Streitereien. Als man eines Tages Cookesley tot in seinem Bett fand, war klar, dass Radford seine Hände im Spiel hatte. Er wurde wegen Mordes verhaftet und vor ein Gericht gestellt. Dort fanden ihn die Geschworenen zwar für schuldig, doch sie verurteilten ihn nicht zum Tode, weil er ja immerhin ein Geistlicher war. Schon nach kurzer Zeit war Radford wieder zurück in Lapford und arbeitete weiter in seiner Funktion als Priester. Er stand jetzt unter Beobachtung seiner Vorgesetzten, ließ sich aber nichts weiter zu Schulden kommen.

Als er sein Ende nahen fühlte, sprach er den Wunsch aus, im Inneren der Kirche von St Thomas of Canterbury begraben zu werden. Sollte sein Wunsch nicht akzeptiert werden, drohte er, zurückzukommen und das Dorf heimzusuchen. Die Kirchenoberen erfüllten den Wunsch nicht und so wurde Radford außerhalb beigesetzt. Prompt machte „The Reverend Ruffian“, wie er auch genannt wurde, seine Drohung wahr, und er bzw. sein Geist erscheint seitdem auf dem Kirchhof und im Dorf. Dabei soll er einen bösartigen und ärgerlichen Gesichtsausdruck zur Schau tragen. Ja, hätte er seinen Mit-Geistlichen am Leben gelassen, würde er jetzt seine ewige Ruhe innerhalb von St Thomas of Canterbury gefunden haben.

Published in: on 8. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte – Die Ruinen der Cold Christmas Church bei Thundridge in Hertfordshire

With friendly permission of Nigel Lomas.

With friendly permission of Nigel Lomas.

Einen einsameren und verlasseneren Ort als die Cold Christmas Church kann man sich kaum vorstellen. Eigentlich heißt sie ja Little St Mary’s, aber die Einheimischen nennen sie nur Cold Christmas Church. Was von der ursprünglichen Kirche übriggeblieben ist (der langsam verfallende Turm und alte Grabsteine), steht in einem Wäldchen nahe des Cold Christmas Lanes, der von dem Dorf Thundridge in Hertfordshire nach Osten führt.
Woher kommt der Name Cold Christmas? Vor langer Zeit soll es einmal einen extrem kalten Winter in der Region gegeben haben, dem zur Weihnachtszeit zahlreiche Kinder zum Opfer fielen. Aus diesem Anlass benannte man das winzige Dörfchen, in dem die Kinder wohnten, in Cold Christmas um. Sie wurden auf dem Kirchhof  von St Mary’s beigesetzt. Die Anfänge der Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; sie diente der Familie des Grundbesitzers Hugh de Desmaisnils als privater Andachtsort. Bis zum Jahr 1853 blieb sie erhalten, wurde dann aber bis auf den Turm abgerissen, und da steht sie nun, allein und verlassen. Die Eingangstür ist versperrt, denn es besteht die Gefahr, dass Teile der Mauern im Laufe der Zeit einstürzen. Umgeben ist die Cold Christmas Church von den Überresten von uralten Gräbern, deren Inschriften oft kaum mehr zu entziffern sind.

Wundert es da, dass die Kirche als „haunted“ gilt? Angeblich sollen sich Hexen und Teufelsanbeter diesen Ort für ihre Rituale ausgesucht haben. Besucher wollen furchteinflößende knurrende Laute aus dem Turm vernommen und eine schwarze Gestalt zwischen den Gräbern gesehen haben. 1978 berichtete eine Frau von ihrer Begegnung mit einer Gruppe von Soldaten, die aus der Kirche kam und mitten durch sie hindurchlief. Schon bei Tage wirkt die Cold Christmas Church etwas unheimlich, wie mag das wohl erst nachts sein?

Dieser atmosphärisch dichte Film vermittelt einen ersten Eindruck von der Kirchenruine und ihrem Friedhof.

   © Copyright John Pilkington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 5. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Famous Graves – Richard Cabells Grabmal in Buckfastleigh (Devon)

Squire Richard Cabells Grabmal auf dem Kirchhof von Holy Trinity.   © Copyright Adrian Platt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Squire Richard Cabells Grabmal auf dem Kirchhof von Holy Trinity.
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Im 17. Jahrhundert lebte in Buckfastleigh (Devon) am Rande des Dartmoors ein Mann, den man getrost als Stinkstiefel bezeichnen kann. Squire Richard Cabell quälte und misshandelte jeden, der ihm unter die Finger kam, egal, ob es sich dabei um seine Frau, seine Kinder, seine Diener oder um Tiere handelte. Er war damals der meistgehasste Mann in der Region, dem man nachsagte, dass er seine Seele dem Teufel verschrieben hatte. Es ging sogar das Gerücht um, Squire Cabell hätte seine Frau ermordet.
Ganz plötzlich starb der Mann am 5. Juli 1677 und man kann nicht sagen, dass die Trauer in Buckfastleigh besonders groß war. Ob es bei seinem Tod mit rechten Dingen zuging? Man forschte damals lieber nicht nach, vielleicht hatte ja jemand etwas nachgeholfen, aber das wollte niemand so genau wissen. Richard Cabell wurde auf dem Kirchhof der Holy Trinity Church im Familiengrab beigesetzt und in der Nacht soll eine Meute von riesigen Hunden aus dem Dartmoor gekommen sein, die an seinem Grab heulten und jaulten. Den Dorfbewohnern war das alles zuviel und so verbarrikadierten und vergitterten sie das Grabmal und legten einen großen schweren Stein auf die Grabstelle, um sicherzugehen, dass Cabell nicht daraus entfliehen konnte. Viele Menschen machten einen große Bogen um Cabells letzte Ruhestätte, denn immer wieder hörte man Berichte über unheimliche Vorgänge dort und oft waren die besagten Hunde aus dem Dartmoor involviert.

Sir Arthur Conan Doyle soll von der Geschichte gehört und seinen Roman „The Hound of the Baskervilles“ (dt. „Der Hund von Baskerville“) darauf basiert haben, wobei Richard Cabell als Vorbild für Sir Hugo Baskerville diente.

Holy Trinity Church hat eine lebhafte Vergangenheit. Dadurch, dass die Kirche ziemlich einsam liegt, war ihr Kirchhof ideal für „bodysnatcher„, die Leichen ausgruben, um sie gewinnbringend an medizinische Hochschulen zu verkaufen, die einen ständigen Bedarf für Forschungszwecke hatten. 1849 fielen Teile der Kirche einer Brandstiftung zum Opfer; nachdem auch noch der Kirchturm vom Blitz getroffen worden war, reparierte man das Gotteshaus wieder. Im Zweiten Weltkrieg gingen einige Kirchenfenster zu Bruch, auf Grund von Bombenabwürfen ganz in der Nähe. Doch der Todesstoß für Holy Trinity ereignete sich am 21. Juli 1992, als nachts in die Kirche eingebrochen und unter dem Altar ein Feuer gelegt wurde; das Gebäude brannte vollkommen aus. Wer hatte diese Tat begangen? Man munkelte in Buckfastleigh, dass dieser Brand auf das Konto von Satanisten ging, die seit langer Zeit die Kirche und das Grab von Squire Richard Cabell als Treffpunkt für ihre Rituale auserkoren haben sollen. Hier ist ein Film über die Kirche.

Holy Trinity ist eine Ruine, lediglich der Turm hatte bei dem Brand keine größeren Schäden erlitten, und so kann man hin und wieder die Glocken der Kirche hören.

Über Buckfastleigh habe ich in meinem Blog zweimal geschrieben, einmal über den Buckfast Tonic Wine, der in der Abbey hergestellt wird, und über den Valiant Soldier, „the Pub where time was never called“.

Die Ruinen von Holy Trinity.   © Copyright Adrian Platt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Ruinen von Holy Trinity.
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Spukorte – The Bear Inn in Stock (Essex)

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Leider habe ich im The Bear Inn in Stock (Essex) an der B1007 noch kein Pint getrunken, weil ich dort immer vor den Öffnungszeiten durchgefahren bin. Der Gasthof liegt ein Stück von der High Street zurück und das Pubschild ziert ein dicker Braunbär. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

In vielen Bücher über „haunted Pubs“ wird The Bear gelistet, denn um ihn rankt sich die Geschichte von Charlie the Spiderman; das war ein Stallknecht im 18. Jahrhundert, dessen Aufgabe es war, sich um die Pferde der Gäste zu kümmern. Charlie war dem einen oder anderen Pint natürlich nicht abgeneigt, aber er hatte ein Problem: Als Stallbursche verdiente er nur sehr wenig und Bier kostete Geld. Eines Tages kam er auf eine Idee, um sich noch zu weiteren Pints zu verhelfen, die er umsonst bekommen konnte. Er verdingte sich im The Bear Inn sozusagen als Hobby-Zauberer und das ging so. In den einzelnen Räumen des Pubs gab es Kamine, die sich alle irgendwo im oberen Stockwerk vereinigten, was aber nicht alle wussten. Charlie schnappte sich also einen Krug Bier und kletterte einen der Kamine nach oben, wo er in Ruhe sein Bier austrank. Dann kletterte er einen anderen Kamin wieder hinunter und: Tata, da war er wieder, aber in einem anderen Raum. Die „locals“ kannten den Trick natürlich, aber die „first-timer“ nicht und staunten. Gern gaben sie dem Knecht daraufhin ein Bier aus. Da man ziemlich gelenkig sein musste, um zwischen den Kaminen hin und herzuklettern, nannte man Charlie in Stock den „Spiderman“.

An einem Weihnachtsabend spielte Charlie sein Spiel wieder einmal. Die Einheimischen langweilte das allmählich und so wollten sie ihn zu ihrem eigenen Vergnügen ausräuchern. Sie fachten das Kaminfeuer noch einmal kräftig an und freuten sich schon auf einen rußschwarzen, verschwitzten Spinnenmann…doch es kam niemand von oben heruntergehastet. Charlie war nicht mehr, er erlitt einen jämmerlichen Erstickungstod. Jetzt gibt es zwei verschiedene Versionen über das Ende der Geschichte: In der einen wird Charlie eingeklemmt zwischen zwei Kaminen später aufgefunden, in der anderen findet man Charlie überhaupt nicht mehr, trotz gründlichen Kaminfegens. Und so meinen manche, dass der Stallknecht noch immer irgendwo in dem Kaminlabyrinth, mittlerweile gut durchgeräuchert, feststeckt.

Der Geist Charlies aber ist noch aktiv; so heißt es, dass der eine oder andere Gast und auch die Landlords des Pubs ihn zum Beispiel mit dem Kopf nach unten in einem der Kamine hängen gesehen haben. Rußspuren tauchen unerklärlicherweise auf dem Teppichboden des Gasthauses auf und einige behaupten sogar, den Spiderman in voller Stallknechtmontur gesehen zu haben wie er aus einem Kamin heraustrat.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Spiderman, bei meinem nächsten Besuch in Essex werde ich hier einmal einkehren und vielleicht ein Pint Bombardier Glorious English probieren.

The Bear Inn
16 The Square
Stock
Ingatestone CM4 9LH

 

 

Spukorte – Thornton Abbey in Lincolnshire

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Viel ist von der Thornton Abbey in Lincolnshire nicht erhalten geblieben, die wie so viele andere auch durch die „Dissolution of the Monasteries“, der Auflösung der englischen Klöster durch Order Heinrichs VIII., betroffen war. Heute kümmert sich der English Heritage um die Instandhaltung der alten Mauern. Zwischen den Ruinen und dem Gatehouse grasen Schafe, die aber wohl kein allzu großes Interesse an den alten Gemäuern haben. Das beeindruckende Gatehouse erinnert  ein wenig an den Layer Marney Tower in Essex, über den ich in meinem Blog einmal geschrieben habe.

Immer wieder berichteten Besucher der Thornton Abbey von unheimlichen Begegnungen auf dem Gelände. Einige bekamen plötzlich einen Stoß in den Rücken versetzt, einige erzählen von eigenartigen Schatten in den Ecken der Ruine und von wispernden Stimmen. Verantwortlich dafür könnte Thomas de Gretham sein, ein Abt aus dem 13. Jahrhundert, dem man nachsagte, dass er der Schwarzen Kunst nachging, und der sich in ein junges Mädchen namens Heloise verliebt hatte. Als die Affäre bekannt wurde, ließ ihn sein Vorgesetzter zur Strafe in ein Zimmer in der Abtei einmauern, so dass der arme Mann dort einsam und allein dahinsiechte und schließlich starb. Bei Bauarbeiten in den 1830er Jahren stieß man auf ein Geheimzimmer, in dem man das Skelett eines Mannes in einer Mönchskutte fand. Waren das die sterblichen Überreste von Thomas de Gretham?
Heloise starb bald nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Geliebten an gebrochenem Herzen und wurde auf dem Anwesen ihrer Familie beerdigt.

Dieser Film vermittelt einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Thornton Abbey und des Torhauses und dieser Film zeigt das Gelände aus einer anderen Perspektive, von einem Quadcopter aus aufgenommen.

Thornton Abbey liegt rund drei Kilometer von der Mündung des Flusses Humber entfernt an der College Road, die von East Halton nach Barrow-upon-Humber führt. Hier sind die Öffnungszeiten zu finden.

Das imposante Gatehouse.    © Copyright Paul Harrop and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das imposante Gatehouse.
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Published in: on 27. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte – Das Londoner Theatre Royal Drury Lane und The Man in Grey

Das Theatre Royal Drury Lane in London.   © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Theatre Royal Drury Lane in London.
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Bei einer Führung, die ich vor einiger Zeit durch das Londoner Theatre Royal Drury Lane mitmachte, wurden die Teilnehmer auch hinter die Kulissen des ältesten Theaters der Stadt geführt und der Zuschauerraum stand ebenfalls auf dem Programm. Neben den interessanten Fakten über die Aufführungen, die hier bereits stattfanden, äußerte sich unser Führer detailliert über die Spukgeschichten, die sich schon seit langer Zeit um das Haus ranken. Im Mittelpunkt dieser Erzählungen steht immer wieder The Man in Grey, eine Gestalt, die sich meist tagsüber zeigt und die schon von sehr vielen Besuchern und am Theater Beschäftigten gesehen worden ist. Diese geisterhafte Gestalt erscheint oft im zweiten Rang, bekleidet ist sie mit einer gepuderten Perücke, einem Dreispitz und einem grauen Reitmantel. The Man in Grey nimmt immer den gleichen Weg, von der einen Seite des zweiten Rangs humpelt er zur anderen Seite und verschwindet dort durch eine Wand.
1939, bei einer Fotosession auf der Bühne, wurde die Gestalt von den meisten der anwesenden Schauspielern gesehen wie sie ihren üblichen Weg auf dem zweiten Rang nahm.
Man sagt, Schauspieler seien abergläubisch und das trifft sicher auch auf viele der im Drury Lane beschäftigten zu, denn das Erscheinen des Man in Grey vor einer Premiere signalisiert einen erfolgreichen Verlauf des Theaterstücks, heißt es jedenfalls. So geschehen bei Miss Saigon, Oklahoma, South Pacific und The King and I.

Wer ist nun dieser mysteriöse Mann, der offenbar eine enge Verbindung zu dem Theater hat und an dem Wohlergehen der Aufführungen sehr interessiert ist? Man weiß es nicht, aber es könnte sich um jemanden handeln, der im Theatre Royal Drury Lane ermordet worden ist. Bei Renovierungsarbeiten in den 1870er Jahren fanden Bauarbeiter hinter einer Mauer (durch die der Geist immer verschwindet) einen Raum, den bisher niemand kannte. Darin fanden sie ein Skelett, in dessen Rippen noch immer ein Dolch steckte; an dem Toten fand man Überreste von grauer Kleidung. Handelte es sich dabei um ein Eifersuchtsdrama aus vergangener Zeit, bei dem ein eifersüchtiger Schauspieler seinen Nebenbuhler erdolcht und dann in diesem Raum versteckt hat? Man wird es wohl nie mehr erfahren.

Außer dem Man in Grey gibt es im Theater weitere geisterhafte Erscheinungen, so will man den berühmten Clown Joseph Grimaldi (1778-1837) mehrfach gesehen und „gespürt“ haben, denn der Clown hat die Vorliebe Theaterpersonal in den Hintern zu treten. Und noch ein Clown und Pantomime sucht in geisterhafter Form das Theater auf: Dan Leno (1860-1904). Auch er hat die unangenehme Angewohnheit Schauspieler zu schubsen und an der Perücke zu ziehen, während diese in den Kulissen stehen und auf ihren Auftritt warten. Dan Leno verfiel am Ende seines Lebens in geistige Umnachtung.

Eine Aufführung im Theatre Royal Drury Lane in der Catherine Street, in dem zurzeit Roald Dahls Charlie and the Chocolate Factory gespielt wird, ist also nie langweilig, denn man weiß nie, was da noch so alles geschehen wird. Vielleicht sollte man sich bei einem Besuch einen Platz im zweiten Rang reservieren lassen…

Dieser Film zeigt ein Team von Geisterjägern im Theater bei der Arbeit.

Über das Londoner Theater und den Baddeley Cake schrieb ich in meinem Blog schon einmal.

 

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Published in: on 28. Februar 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Village Signs – Canewdon in Essex

Author: Terryjoyce. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Das Dorfschild von Canewdon in Essex steht am westlichen Ortseingang an der Larkhill Road, dort, wo eine schmale Straße zur St Nicholas Church abbiegt. Canewdon selbst liegt ein paar hundert Meter südlich des River Crouch und der bildet eines der Elemente auf dem Village Sign. In dem Fluss steht ein Mann, der offensichtlich King Canute (Knut der Große) darstellen soll, der hier am River Crouch im Jahr 1016 ein Lager errichtete, während er in der Schlacht von Assandun kämpfte. Obwohl Canewdon und Canute sehr ähnlich klingen, leitet sich der Ortsname von „Hill of Cana’s People“ ab.

Weiterhin sehen wir auf der linken Seite des Ortsschilds einen großen Sendemasten, der im Zweiten Weltkrieg zur RAF Chain Home Radar Station gehörte, einer Kette von Radarstationen, die entlang der Küste installiert worden waren. Auf dem Hügel im Hintergrund steht die Dorfkirche von Canewdon, St Nicholas, die sich durch ihre exponierte Lage im Ersten Weltkrieg als Beobachtungs- und Signalposten anbot. Der imposante Kirchturm soll von Heinrich V in Dankbarkeit für seinen Sieg in der Schlacht von Agincourt errichtet worden sein. Von dort oben hat man einen weiten Blick auf die Mündung des River Crouch.

Eine Besonderheit auf dem Ortsschild, die man wohl nur sehr selten zu sehen bekommt, ist eine Hexe, die auf ihrem Besen über den Himmel fliegt, ein Hinweis darauf, dass Canewdon schon immer eine Rolle als Dorf der Hexen gespielt hat. Die Legende besagt, dass es in dem Dorf, solange der Kirchturm steht, immer sechs Hexen geben wird, drei von niederem Stand, drei von höherem Stand. Immer dann, wenn vom Turm ein Stein herunterfällt, wird eine der Hexen sterben und durch eine andere ersetzt werden. Eine besonders mysteriöse Gestalt war die männliche Hexe George Pickingill (1816-1909), der magische Kräfte besessen haben soll und zu dem Menschen von weit her kamen, um sich seinen Rat zu holen. Pickingill starb in Canewdon und wurde auf dem Kirchhof begraben. Noch kurz nach seinem Tod soll er seine übernatürlichen Fähigkeiten gezeigt haben, was sich dadurch manifestierte, dass eines der Pferde, die seinen Sarg zogen, durchging. Man sagte Hexen nach, dass sie Tiere, insbesondere Pferde, durch ihren Willen manipulieren könnten.

In der Kirche St Nicholas und auf dem Kirchhof will man schon mehrfach geisterhafte Gestalten gesehen haben, darunter eine Frau ohne Kopf und eine „Grey Lady“ ohne Gesicht, mit einer hutartigen Haube auf dem Kopf.
Hier ist ein Film über St Nicholas und die Hexen von Canewdon.

St Nicholas Church.   © Copyright Glyn Baker and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Nicholas Church.
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Published in: on 19. Februar 2016 at 02:00  Comments (3)  
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Spukorte – George’s Lane in Calverton (Nottinghamshire)

George's Lane bei Calverton.   © Copyright Alan Murray-Rust and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

George’s Lane bei Calverton.
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Das kleine Dorf Calverton in Nottinghamshire, etwa auf halber Strecke zwischen Nottingham und Mansfield, kann sich gleich mehrerer Spukorte rühmen. Neben einigen Häusern, in denen es nicht mit rechten Dingen zugehen soll, ist es vor allem der George’s Lane, der nach Anbruch der Dunkelheit sehr unheimlich ist. Die lange gewundene Straße, die zwischen Feldern und Wäldern  hindurchführt, kommt von Süden in das Dorf hinein. Aufgrund der vielen Kurven hat es hier schon einige Unfälle gegeben und so soll es Taxifahrer geben, die wegen des schlechten Rufes der Straße lieber einen Umweg fahren, wenn sie Fahrgäste nach Hause bringen wollen.

Schon seit den 1930er Jahren erzählen die Bewohner von Calverton immer wieder von unheimlichen Begebenheiten, die sie auf dem George’s Lane erlebt haben. Dabei geht es immer wieder um eine gruselige Gestalt, die neben der Straße auftaucht und Fußgänger, die es tatsächlich wagen, des Nachts hier entlangzugehen, verfolgt. Die Gesichtszüge des schwarzgekleideten Wesens sind nicht zu sehen, aber unter dem breitkrempigen Hut, so schildert es einer der Betroffenen, zeichnet sich eine lange gebogene Nase ab. Am Ortseingang jeweils lässt der Verfolger von seinem „Opfer“ ab und verschwindet wieder in den Büschen.

Eine Autofahrerin berichtete, dass sie bei der nächtlichen Anfahrt auf Calverton bei einem Blick in den Rückspiegel die gleiche unheimliche Gestalt auf dem Rücksitz erblickte. Man sich ihren Schrecken gut vorstellen. Erst als sie in die Einfahrt zu ihrem Haus einbog, verschwand das schwarzgekleidete Phantom.

Eine junge Frau hatte ebenfalls eine sehr merkwürdige Begegnung, als sie eines Abends auf dem George’s Lane nach Hause fuhr. Eine dunkle Gestalt lief ihr plötzlich über den Weg, wodurch sie zu einer Vollbremsung gezwungen wurde. Sie stieg aus und fürchtete, eine verletzte Person vor sich zu haben; doch sie fand niemanden. Sie holte ihren Vater aus dem Dorf und beide suchten gemeinsam mit einer Taschenlampe die vermeintliche Unfallstelle ab…vergebens.

Ängstliche Menschen sollten also, zumindest des Nachts, einen großen Bogen um Calverton machen. Hier ist ein Film der Midlands Paranormal Society über die berüchtigte Straße.

Published in: on 6. Februar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte – Das Berry Pomeroy Castle bei Totnes in Devon

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Einsam in einem Waldstück gelegen, findet man die Ruinen des Berry Pomeroy Castles, nicht allzuweit von der Kleinstadt  Totnes in Devon entfernt. Wir waren die einzigen Besucher an einem trüben Vormittag und konnten uns ungestört der Atmosphäre dieser alten Burg hingeben, die Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurde.

Die Burg gehörte erst der Pomeroy-Familie und wurde 1547 von Edward Seymour, dem ersten Duke of Somerset, gekauft. Im Besitz der Seymour-Familie blieb das Berry Pomeroy Castle auch, aber nach und nach verlor die Familie das Interesse an dem alten Gemäuer, wohl auch weil es so weit von London entfernt lag. Um das Jahr 1700 herum war es schon eine malerische Ruine und so blieb es auch bis zur heutigen Zeit. Die Burg gehört heute noch immer dem Duke of Somerset, wird aber vom English Heritage verwaltet.

Es heißt, dass das Berry Pomeroy Castle „haunted“ ist, also von mehreren Geistern heimgesucht wird. Da soll es eine „White Lady“ geben, die im Kerker der Burg spukt, und eine „Blue Lady„, die ihre eigenen Kinder erdrosselt haben soll und nun aus lauter Verzweiflung in den Ruinen herumirrt. Auch von zwei Pomeroy-Brüdern ist die Rede, die samt Pferden und in voller Rüstung von den Burgmauern in den Tod gesprungen sind, als die Burg einmal belagert wurde.

Die Crew von Living TVs Serie „Most Haunted“ mit Yvette Fielding und Derek Acorah besuchte im Jahr 2005 in der 5. Staffel Berry Pomeroy  und sie verbrachten hier eine äußerst gruselige Nacht, in der die Moderatorin minutenlang in eine Ohnmacht fiel.

Ich hatte bei meinem Besuch keine ungewöhnlichen Erscheinungen, aber vielleicht hatte ich nicht genau genug hingesehen. Im Internet gibt es viele Augenzeugenberichte über unheimliche Begegnungen auf dem Gelände.

Folgender Film wurde an einem hellen sonnigen Tag gedreht. Man stelle sich die Ruinen aber einmal in einer mondlosen Nacht vor…

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Mein Guidebook.

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Spukorte – Die Sheep Street in Skipton (North Yorkshire)

Die Sheep Street in Skipton.   © Copyright Robert Murray and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Sheep Street in Skipton.
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Auf die Frage, welches denn in Yorkshire die Straße mit den meisten Geistererscheinungen ist, neigt man zu den Antworten „The Shambles“ oder „Goodramgate“ in York, die beide jede Menge Übernatürliches aufzuweisen haben; stimmt aber nicht, meint zumindest Malcolm Hanson aus Skipton in North Yorkshire. Hanson, ein ehemaliger Rockmusiker, hat sich auf die Erforschung seiner näheren Heimat spezialisiert und bietet in Skipton historische Stadtrundgänge und Ghost Walks an. Bei seinen Recherchen hat er einmal die Sheep Street genau unter die Lupe genommen und so ziemlich jeden befragt, der in der Straße wohnt oder dort ein Geschäft hat. Ergebnis dieser Untersuchung: In der Sheep Street „wohnen“ so viele Geister, dass sie als „Yorkshire’s most haunted street“ gelten kann.

Ich bin einmal durch die vom Skipton Castle dominierte lebhafte Stadt spaziert, ohne allerdings zu wissen, welchen Ruf die Sheep Street hat, eine Fußgängerzone, die parallel zur High Street verläuft. Tagsüber wirkt diese Straße wie auch die beiden oben erwähnten in York wie jede andere auch, aber wenn es Nacht wird…

Da ist einmal der Woolly Sheep Inn, der auch über 12 Zimmer verfügt, und in Zimmer Nummer 3 soll es besonders unheimlich zugehen, so dass Leute mit einer Affinität zu Spukgeschichten speziell diesen Raum zur Übernachtung buchen. Auch die Kellerräume des Pubs sind nichts für Menschen mit einem schwachen Nervenkostüm, denn dort, wo die Bierfässer aufbewahrt werden, wurde schon eine Dame in einem rosafarbenen Abendkleid gesichtet, deren Beine erstaunlicherweise durch den Kellerboden hindurchgingen; dort wurde bei Renovierungsarbeiten der Boden einmal etwas angehoben. Hier ist ein Film über den Woolly Sheep Inn zu sehen.

Nur ein paar Schritte vom Pub entfernt, steht das Bradford & Bingley-Gebäude, eine Immobilienfirma, auf dessen Dachboden es nicht mit rechten Dingen zugehen soll, denn hier war einmal das Pesthaus der Stadt Skipton untergebracht.

In einem Fotoladen in der Sheep Street treibt ein kleines Mädchen sein Umwesen, das schon häufig mit einem Teddybär im Arm gesehen wurde. Es verstreut Gegenstände auf dem Fußboden des Ladens und löst hin und wieder, besonders ärgerlich, den Alarm der Diebstahlsicherung aus.

Auf dem Dachboden eines anderen Gebäudes geht „Mr. Crump the Chemist“ um, ein Apotheker, der sich um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) hier oben das Leben nahm, indem er sich an einem Seil aufhängte.

Es gibt noch andere „ghosts“ hier in der kopfsteingepflasterten Straße und auch in der näheren Umgebung. Wer mag, kann an einer der Ghost Tours teilnehmen, die Malcolm Hanson durchführt. Aber auch für alle diejenigen, die mit Geistern nichts zu tun haben wollen, ist Skipton eine besuchenswerte, kleine Stadt am Eingang zum Yorkshire Dales National Park, in der man auf nette Weise spazieren gehen kann.

Dieser Film zeigt einen Spaziergang, der über die High Street und dann durch die Sheep Street führt.

Der haunted Pub in der Sheep Street.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der „haunted Pub“ in der Sheep Street.
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Published in: on 25. Dezember 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Spukorte in England – Bagdale Hall in Whitby (North Yorkshire)

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In den über sechs Jahren, in denen ich meinen Blog schreibe, habe ich schon zehnmal über die Hafenstadt Whitby an der Ostküste der Grafschaft North Yorkshire berichtet. Dieser Ort bietet außer seiner außerordentlich schönen Lage einfach sehr viel Interessantes und Sehenswertes. Diejenigen, die einen Nerv für Gruseliges und Übernatürliches haben, kommen in Whitby voll auf ihre Kosten; da gibt es z.B. den Dracula Trail und Ghost Walks, die zu den Spukorten der Stadt führen.

Einer dieser Orte, um den sich Geistergeschichten ranken, ist Bagdale Hall an der Straße Spring Hill gelegen, westlich von der Mündung des River Esk. Die Hall wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von der damals sehr einflussreichen Conyers-Familie gebaut. Das Haus wurde im Laufe der Jahre immer wieder in der Familie weitervererbt, bis es im 17. Jahrhundert in den Besitz der Bushells überging. Einer dieser Familienmitglieder, der Marineoffizier Browne Bushell, war seinerzeit im Bürgerkrieg bei der Verteidigung des Scarborough Castles auf Seiten der Parlamentarier involviert. Nachdem die Burg an die Royalisten gefallen war, eroberte sie Bushell noch einmal, musste sich aber erneut den königlichen Truppen ergeben. Dieser Akt führte zu seiner Verhaftung; er wurde ins Gefängnis geworfen und schließlich 1651 auf Beschluss des Parlaments hingerichtet. Eine blaue Plakette erinnert an der Außenwand des Hauses an den früheren Bewohner.

Der Geist von Captain Browne Bushell kann sich offenbar nicht von Bagdale Hall, das mittlerweile zu einem Hotel geworden ist, trennen, denn ihm wird nachgesagt, dass er des Nachts die Treppen des alten Hauses hinauf- und hinuntergeht. Gäste haben Schritte auf den Gängen und im Treppenhaus gehört, obwohl niemand anderer unterwegs war. Das Reinigungspersonal will körperlose Stimmen vernommen und ein weinendes Kind in einem leerstehenden Zimmer gehört haben. Alles sehr mysteriös! Hier ist etwas für die Ohren.

Das Hotel verfügt in der Hall nur über wenige Zimmer (Übernachtungspreis etwa £200), von denen die meisten mit Himmelbetten ausgestattet sind. Weitere Zimmer gibt es im Annex (nur wenige Meter entfernt) und in der Lodge (rund 100 Meter vom Haupthaus). Wichtig für Gäste: Das Hotel verfügt über eigene Parkplätze. Ich habe schon viel Zeit in der Stadt auf der Suche nach einem freien Platz verbracht.

Bagdale Hall Hotel
1 Bagdale
Whitby
North Yorkshire
YO 21 1QL

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Published in: on 16. Dezember 2015 at 02:00  Comments (3)  
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Haunted Woodchester Mansion bei Stroud in Gloucestershire

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Nicht weit von Stroud in Gloucestershire liegt das merkwürdige einsam gelegene Woodchester Mansion. Von außen betrachtet, sieht es aus wie ein bewohntes Haus im Gothic Revival Stil, aber das täuscht. Beim Betreten des Hauses sieht man, dass es nicht fertig gestellt worden ist; Zwischenböden und Zimmer fehlen – die Erbauer haben plötzlich aufgehört weiter zu arbeiten.

Warum? William Leigh hatte das Grundstück Mitte des 19. Jahrhunderts gekauft. Die Pläne für den Bau eines Hauses von verschiedenen Architekten wurden verworfen, bis schließlich Benjamin Bucknall den Auftrag bekam. Von 1858 – 1870 wurde an Woodchester Mansion gebaut, doch dann starb William Leigh 1873 und die Bauarbeiten wurden eingestellt. Leighs Nachkommen hatten kein besonderes Interesse daran, die Bauarbeiten weiterzuführen. Auch weitere halbherzige Versuche, das Haus anderweitig zu nutzen, scheiterten, bis schließlich 1992 der Wooodchester Mansion Trust das Gebäude übernahm. Heute ist dort z.B. eine Steinmetzschule untergebracht.

Dieses unheimlich aussehende Gebäude, in dem es nicht mit rechten Dingen zugehen soll, ist schon vielfach von Geisterjägern aufgesucht worden. The Association for the Scientific Study of Anomalous Phenomena und der Ghost Club untersuchten das Mansion und natürlich war auch die Crew von LivingTVs „Most Haunted“ mehrfach da und erlebte dort merkwürdige Dinge.

Eine BBC-Verfilmung des „Dracula„-Stoffes wurde 2006 im Woodchester Mansion vorgenommen, wobei das Haus als Graf Draculas Burg fungierte. Der Film ist auf youtube zu sehen. Passenderweise gibt es hier auch zwei Kolonien von seltenen Fledermäusen wie dieser Film zeigt.

Von April bis Oktober ist das Haus, außer montags, an jedem Tag der Woche geöffnet.

Woodchester Mansion
Nympsfield
Stonehouse
Gloucestershire GL10 3TS

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Korridor im ersten Stock.
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Die Kellergewölbe.   © Copyright Rob Farrow and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Kellergewölbe.
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Published in: on 20. November 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Pengersick Castle in Cornwall – Eine beliebte Burg bei Geisterjägern

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Heute zu Halloween habe ich wieder einmal ein gruseliges Thema ausgesucht – eine Burg in Cornwall, von der es heißt, sie wäre „the most haunted location in the UK„. Diese Aussage habe ich schon sehr häufig gehört, ob Burg, Herrenhaus, Kirche oder Pub, man schmückt sich in Großbritannien gern mit dem Etikett „most haunted“.

Pengersick Castle ist eine alte Burg bei Germoe und Praa Sands im Südwesten der Grafschaft Cornwall, die schon mehrere Teams von Geisterjägern angezogen hat, so z.B. den Ghost Club und die TV-Crew von „Most Haunted„. In dem alten Gemäuer kann man angeblich alles finden, was das Herz eines Geisterjägers höher schlagen lässt: Einen unheimlichen Mönch, den Geist eines Mörders, eine Frau in Weiß, einen dämonischen Hund, dazu merkwürdige Geräusche und Stimmen.
Im Mittelpunkt einiger dieser geisterhaften Erscheinungen steht John Milliton, der den Turm des Pengersick Castles im 16. Jahrhundert erbauen ließ. Er soll versucht haben, seine Frau mit vergiftetem Wein umzubringen und stand im Verdacht, einen Mann ermordet zu haben. Dieser finstere Bursche geht also nach wir vor in seiner ehemaligen Burg um und versetzt Geisterjäger in Angst und Schrecken. Auch andere frühere Burgbewohner wie Henry Pengersick waren keine angenehmen Zeitgenossen. Von diesem Henry sagt man, dass er ein Schlägertyp war und einen Mönch, Bruder Thomas, verletzt hat, der auf der Burg umgehen soll; mehrfach hat man hier schon Mönchsgesänge gehört.

Pengersick Castle rühmt sich auch eines sehenswerten mittelalterlichen Gartens, dessen Designer, Dan McLaughlin, 2013 mit dem Cornish Distinctiveness Design Award ausgezeichnet wurde. Man kann die Burg und die Gärten besichtigen, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung.

Dieser Film zeigt eine nächtliche „ghost hunt“ des Ghost Clubs und hier ist die Episode der TV-Serie „Most Haunted“.

 

 

The Ghost Bus Tours in London – Die mobile Geistertour, die Londons dunkle Seiten zeigt

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Der Herbst ist gekommen, die Tage werden kürzer, die Nächte länger, es stürmt und regnet: Ideales Wetter für eine unheimliche Reise auf den Spuren mysteriöser Ereignisse in der britischen Hauptstadt. Während die Teilnehmer traditioneller „Ghost Tours“ zu Fuß durch die Straßen gehen und versuchen, unter ihren Regenschirmen trocken zu bleiben, können die, die eine Ghost Bus Tour gebucht haben, darüber nur lachen. Doch wird dem einen oder der anderen das Lachen vielleicht vergehen, denn in diesem pechschwarz gestrichenen Bus geht es unheimlich zu.

Jeden Abend jeweils um 19.30 Uhr und um 21 Uhr startet die Tour vor dem Grand Hotel in der Northumberland Avenue, ganz in der Nähe vom Trafalgar Square. Rund 75 Minuten lang geht es durch das Londoner Zentrum, wo die Busgäste auf die dunkle Seite der Metropole aufmerksam gemacht werden. Ein unheimlicher Schaffner und andere merkwürdige Mitreisende sorgen auf der Fahrt für die entsprechende Atmosphäre an Bord.

Bei dem Bus handelt es sich um einen umgebauten doppelstöckigen Routemaster, dem letzten aus den Beständen der Necropolis Bus Company, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei Beerdigungen sowohl die Verblichenen als auch deren Angehörige zu den Friedhöfen fuhr. 1967 wurden bei einem Brand im Depot alle Busse bis auf diesen einen zerstört, der 40 Jahre lang vor sich hin gammelte, bis er dann wieder liebevoll restauriert wurde und jetzt als Necrobus erneut durch Londons Straßen fährt.

Die Fahrt ist nicht ganz billig und kostet umgerechnet rund 28 Euro, Kinder unter 16 Jahren zahlen 21 Euro. In York und in Edinburgh werden übrigens auch Ghost Bus Tours angeboten.

Beim Joy of Death Festival des Jahres 2012 in Bournemouth wurde der Necro Bus mit einer Urkunde als „Best Alternative to a Hearse“ ausgezeichnet.

Einen Vorgeschmack auf eine nächtliche Tour mit dem schwarzen Vehikel gibt dieser Film.

Published in: on 11. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Grey Lady in Rufford Old Hall (Lancashire)

The Great Hall von Rufford Old Hall.   © Copyright Jeff Buck and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Great Hall von Rufford Old Hall.
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Die Zahl der Burgen, Schlösser, Herrenhäuser in England, die keinen Hausgeist zu ihren Bewohnern zählen, ist wahrscheinlich deutlich höher als die der gespensterfreien Stately Homes. Bei meinen Besuchen in diesen historischen Stätten kam ich immer wieder ins Gespräch mit den freundlichen Damen und Herren (meistens waren es ältere Damen), die in den einzelnen Räumen der Häuser Aufsicht führten und Fragen beantworteten. Einige von ihnen gaben bereitwillig Auskunft über die Hausgeister, und ich kann mich an ein Haus erinnern, da erzählte mir eine der Damen, dass das Personal in der dunklen Jahreszeit nach der Schließung um 17 Uhr sich nur noch ungern darin aufhielt und dass sie ihre abschließenden Rundgänge nie allein machten.

Auch Rufford Old Hall, am nördlichen Rand des Dorfes Rufford (Lancashire) an der A59 gelegen, kann sich über einen Mangel an Hausgeistern nicht beklagen. Die Familie Hesketh war seit dem 15. Jahrhundert Eigentümerin des Gebäudes, bis es 1936 in den Besitz des National Trusts überging. Die sehenswerte Great Hall ist der älteste, noch erhalten gebliebene Teil des Komplexes, in dem einmal William Shakespeare mit einer Theatertruppe aufgetreten sein soll, was allerdings fraglich ist.

Zu den Geistern von Rufford Old Hall zählt Königin Elizabeth I, die mehrmals im Esszimer gesichtet worden sein soll, ein Herr in elisabethanischer Kleidung und die Grey Lady. Bei letzterer handelt es sich um Elizabeth Hesketh, die zur Zeit des Bürgerkrieges in dem Haus lebte und über die eine tragische Geschichte kursiert:

Am Tage ihrer Hochzeit in der Old Hall wurde ihr Mann, ein Soldat, vom üppigen Mahl wegberufen, um gegen die Schotten in den Kampf zu ziehen, die die Grenze nach England überschritten hatten und sich auf dem Weg nach Süden befanden. So hatte sich die arme Elizabeth ihre Hochzeit nicht vorgestellt, und so wartete sie auf die Rückkehr ihres Mannes. Die Tage vergingen, die Botschaft über den Sieg gegen die Schotten erreichte Rufford Old Hall, aber ihr Mann kam nicht zurück. Monatelang ließ Elizabeth Hesketh die Auffahrt zur Hall nicht aus den Augen, aber ihr Warten war vergebens: Sie sollte ihren Mann nie wiedersehen. Die junge Frau war nur noch ein Schatten ihrer selbst, sie aß und trank nicht mehr und siechte dahin und kurz bevor sie starb, gab sie den Schwur ab, dass sie Rufford Old Hall niemals verlassen würde, bis ihr Ehemann zurückkehrt. Und so zieht Elizabeth Heskell in Form eines Geistes noch immer durch die Räumlichkeiten des alten Hauses; auch auf der Zufahrt und an der A59 will man sie schon gesehen haben.

Wer sich selbst einmal auf die Suche nach Elizabeth Haskell machen möchte, Rufford Old Hall ist zu besichtigen; hier sind die Öffnungszeiten. Wer sich dagegen die Geisterjagd lieber von zuhause aus auf dem Bildschirm ansehen will: Die TV-Crew von „Most Haunted“ des Senders Living TV war hier in Lancashire zu Gast und drehte einen Film darüber; Teil 1 ist hier zu sehen.

Dieser Film zeigt Außen- und Innenaufnahmen der Old Hall.

Die Great Hall von innen.   © Copyright Jeff Buck and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Great Hall von innen.
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Hier an der A59 geht es zur Old Hall ab; manche Autofahrer behaupten den Geist von Elizabeth Heskell an dieser Stelle gesehen zu haben.   © Copyright Colin Pyle and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier an der A59 geht es zur Old Hall ab; manche Autofahrer behaupten, den Geist von Elizabeth Heskell an dieser Stelle gesehen zu haben.
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Die Bold Street in Liverpool – Gibt es in dieser Straße eine Zeitverwerfung?

Die Bold Street.   © Copyright Mike Pennington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Bold Street.
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Die Bold Street im Zentrum der Stadt Liverpool wurde früher einmal die „Bond Street des Nordens“ genannt, in Anspielung auf die edlen Läden in der Straße in London. Heute finden wir hier überwiegend die gleichen Kettenläden wie in jeder anderen Stadt Englands. Das hervorstechendste Gebäude ist The Lyceum, eine ehemalige Bibliothek, in dem später ein Gentlemen’s Club untergebracht war.

Doch die Straße hat offensichtlich auch etwas Mysteriöses und Geheimnisvolles an sich, denn immer wieder erzählten Menschen davon, dass sie von einer Sekunde auf die andere in eine andere Zeitepoche versetzt worden sind. Klingt verrückt, doch diese Berichte kommen nicht von Männern und Frauen, die in einem Pub einige Pints zuviel getrunken haben, sondern von bodenständigen Menschen, die eher nicht zu Fantastereien neigen. Die Berichte dieser „Zeitreisenden“ klingen alle ähnlich; sie wurden nicht Jahrhunderte zurückversetzt, sondern in die 1950er und 1960er Jahre. Gibt es hier in der Einkaufsstraße Bold Street in der Beatles-Stadt Liverpool tatsächlich eine Zeitschleife, die hin und wieder Shopper plötzlich in frühere Zeiten versetzt?

Im Jahre 1996 ging ein Ehepaar in der Bold Street einkaufen. Die Ehefrau ging schon einmal in die Buchhandlung Dillons (heute Waterstones), während der Ehemann ein anderes Geschäft aufsuchte. Als er dort herauskam und auch in die Buchhandlung gehen wollte, sah er statt Dillons einen Laden über dessen Eingang die Worte Cripps standen, in dem Damenbekleidung, Handtaschen und Schuhe verkauft wurden. Ein altertümlicher Lieferwagen fuhr hupend an ihm vorbei, auf dessen Seite die Worte Cardin’s geschrieben waren; auch die anderen Autos auf der Straße schienen aus den 1950er und 1960er Jahren zu stammen. Die Passanten trugen Kleidung wie wir sie heute kaum noch kennen. Der Mann traf vor dem Cripps genannten Geschäft auf eine andere, modern gekleidete Frau, die ebenfalls verwirrt in das Schaufenster starrte und ihm gegenüber äußerte „Ich dachte, hier werden Bücher verkauft“. Der Mann betrat den Laden und fand sich plötzlich wieder in der Gegenwart; er traf seine Frau, die in den Büchern von Dillons stöberte – die kurze Zeitreise war vorbei.
Übrigens: Cripps war ein Laden, der damals an der exakt gleichen Stelle Damenbekleidung und Accessoires verkaufte; Cardins’s war eine Firma in Liverpool, die Lieferwagen mit der entsprechenden Aufschrift besaß. Der Mann, der diese erstaunliche Erfahrung gemacht hatte, war ein ehemaliger Polizist.

Geschichten dieser Art aus der Bold Street gibt es mehrere; einige haben sich, wie in der eben geschilderten, in der Nähe der jetzigen Buchhandlung Waterstones ereignet, am Ende der Straße, gegenüber vom Lyceum.

Dieser Film erzählt die Geschichte noch einmal nach.

Der Sänger Eugene McGuinness hat der Bold Street einen Song gewidmet, der hier im Rahmen der Black Cab Sessions zu hören ist.

Published in: on 17. September 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Dark Peak – Das Bermudadreieck im Norden Englands

Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs im Peak District.   © Copyright anthony buckley and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs im Peak District.
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Schon im Namen Dark Peak, einer Region des Peak Districts, die sich vorwiegend über Derbyshire und South Yorkshire erstreckt, schwingt etwas Bedrohendes und Unheilverkündendes mit. Die Moore Kinder Scout und Bleaklow sind zwei der markantesten Gebiete innerhalb des Dark Peaks. Um diese menschenleere abgeschiedene Gegend ranken sich mysteriöse Geschichten von Geistern und Hexen, und sie hat auch die Bezeichnung Bermudadreieck erhalten, nachdem Dutzende von Flugzeugen, speziell in den 1930er bis in die 1950er Jahre hier aus unerfindlichen Gründen abgestürzt sind. Über 150 Besatzungsmitglieder dieser Flugzeuge kamen im Dark Peak ums Leben. Noch heute finden sich Überreste von zertrümmerten Wellington-, Lancaster- und B-29-Bombern in dem Moorgebiet; es war einfach zu aufwendig, alle Flugzeugwracks zu bergen.

Wie konnte es zu dieser Häufung von Abstürzen kommen? Waren übernatürliche Kräfte im Spiel? Erklärungsversuche gibt es viele, die an die Schiffs- und Flugzeugunglücke im Bermudadreieck in der Karibik erinnern. Da gibt es Spekulationen über Aliens, die ihre Finger im Spiel gehabt haben sollen und über magnetische Anomalien über dem Peak District, die auf die Bordinstrumente Einfluss hatten. Es gibt aber auch ganz rationale Erklärungen: Mangelhafte Fähigkeiten der Piloten, die im Zweiten Weltkrieg schnell rekrutiert worden waren und nicht über genügend Erfahrung im Umgang mit den Bombern verfügten. Das Wetter im Peak District ist häufig schlecht, mit niedrigen Wolken, so dass die Sichtverhältnisse für die Piloten alles andere als gut waren. Einige der Abstürze sollen darauf zurückzuführen sein, dass junge, unerfahrene Piloten mit ihren Maschinen ihren Freunden imponieren wollten und im Tiefflug über ihre Heimatorte flogen und dabei die Kontrolle verloren.

Die Webseite www.peakdistrictaircrashes.co.uk listet minutiös alle Abstürze auf, die sich hier oben im Norden Englands ereignet haben.

Ein Horrorfilm mit dem Titel „Dark Peak“ wurde in der Region gedreht, der allerdings noch nicht in die Kinos gekommen ist. Eine Gruppe von Wanderern wird darin mit mysteriösen Vorkommnissen konfrontiert, bei denen Flugzeugwracks und „ghost planes“ eine Rolle spielen. Hier ist schon einmal der Trailer zu sehen.

Wer sich auf die Spurensuche nach den Wracks im Peak District begeben möchte, für den steht ein „Reiseführer“ bereit, der von Nick Wotherspoon, Alan Clark und Mark Sheldon geschrieben wurde: „Aircraft Wrecks: A Walker’s Guide – Historic Crash Sites on the Moors and Mountains of the British Isles„. (Pen & Sword Aviation 2013. 352 Seiten. ISBN 978-1781594735). Das Kapitel 3 des Buches widmet sich dem Peak District.

Was von einem Liberator-Bomber im Dark Peak übrigblieb.   © Copyright Jonathan Clitheroe and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Was von einem Liberator-Bomber im Dark Peak übrigblieb.
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Published in: on 16. September 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Haunted Wallington Hall bei Cambo in Northumberland

   © Copyright J Scott and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Nordwestlich von Newcastle upon Tyne nahe der A 696 bei dem Dörfchen Cambo liegt Wallington Hall, das seit 1941 dem National Trust gehört.
1688 begann der Bau des Hauses durch Sir William Blackett. 1777 gelangte Wallington Hall in den Besitz der Familie Trevelyan. Sir Walter Trevelyan war ein merkwürdiger Kauz, von dem man sagte, dass er nie lache. Der viktorianische Schriftsteller Augustus Hare war  hier im Jahre 1862 zu Gast, und er beschrieb seinen Gastgeber als ein sonderbares Wesen mit langem Haar, einem Schnauzbart und merkwürdiger, ungepflegter Kleidung.

Augustus Hare fühlte sich auf Wallington Hall alles andere als wohl. In seiner Autobiografie schreibt er unter dem Datum vom 24. September, dass er in einem Zimmer wohnte, dessen Tür sich nicht verschließen ließ und das in eine trostlose Zimmerflucht mündete. Des Nachts hörte er schreckliche angsteinflößende Geräusche, Schritte, die den Korridor auf und ab gingen, Flügelschläge gegen sein Fenster und körperlose Wesen, die die ganze Nacht lang irgendwelche Dinge durch die Gegend schleppten. Hare konnte während der Nacht kein Auge zu tun und war froh, als der Morgen nahte.

Im Park von Wallington Hall liegen vier unheimliche steinerne Greifenköpfe, die 1928 von Sir Charles Philip Trevelyan von London nach Northumberland gebracht wurden. Sie standen früher einmal auf dem Bishop’s Gate der City of London.

Wallington Hall ist ganzjährig geöffnet, der Eintrittspreis beträgt £11.40.

Wallington Hall
Cambo, near Morpeth
Northumberland NE61 4AR

 

Die unheimlichen Greifenköpfe von Wallington Hall.   © Copyright J Scott and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die unheimlichen Greifenköpfe von Wallington Hall.
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Die Gärten von Wallington Hall.   © Copyright Trevor Littlewood and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Gärten von Wallington Hall.
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Verhexte Fußballstadien – Auch das gibt es in England

Das Kassam Stadium in Oxford.    © Copyright Dave Price and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Kassam Stadium in Oxford.
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Dass es in England Schlösser, Kirchen und Pubs gibt, die verhext oder „haunted“ sind, habe ich in meinem Blog schon vielfach erwähnt, aber Fußballstadien, auf denen ein Fluch liegt? Ja, die gibt es tatsächlich, das meinen jedenfalls Fans und Vereinsangehörige. Beispiel: Das Kassam Stadium an der Grenoble Road in Oxford, Heimat des örtlichen Fußballvereins Oxford United, der zurzeit in der vierthöchsten Spielklasse Englands zu finden ist.

Das nach dem früheren Vereinsboss Firoz Kassam benannte Stadion wurde im Jahr 2001 eröffnet. So ein tolles neues Stadion müsste die Mannschaft von Oxford United doch eigentlich anspornen, hervorragende Leistungen zu erbringen, meinte man, aber das Gegenteil war der Fall, von 17 Heimspielen verloren die Gelb-Blauen 13mal. Was war da los? Ein Fluch soll auf dem Kassam Stadion liegen, behaupteten viel Fans, denn auf dem Grund und Boden auf dem der Platz erbaut worden war, lebten Zigeuner, die für das Bauvorhaben vertrieben werden mussten. Die Vertriebenen sollen einen Fluch ausgesprochen haben…mit verheererenden Folgen für den Tabellenstand des Clubs. Also musste jemand her, der diesen Fluch aufheben konnte und dafür bot sich der Bischof von Oxford, Richard Harries, an. Der Kirchenmann kam also ins Kassam Stadion und segnete den Platz (er vermied ausdrücklich das Wort „exorzieren“) und gleich das nächste Spiel, gegen York City, ging nicht verloren, sondern endete unentschieden. Oxford United fing sich wieder und konnte die letzten Tabellenplätze verlassen. Es gab auch kritische Stimmen in Fankreisen, die der Meinung waren, dass nicht der Fluch die Ursache für das schlechte Abschneiden des Vereins war, sondern die mangelhafte Leistung der Mannschaft.

Etwas Ähnliches hat sich auch in Southamptons St Mary’s Stadium abgespielt, das auf einem ehemaligen Friedhof aus dem 4. bis 6. Jahrhundert erbaut wurde. Die Saints genannten Spieler des FC Southampton hatten ebenfalls Probleme, in ihrem schönen neuen Stadion zu gewinnen. So holte man Cerridwen Dragonoak Connelly nach Southampton, eine Druidin, die auf dem Platz ein Ritual zelebrierte, um die aufgeschreckten Seelen, die hier einmal begraben worden waren, wieder zu besänftigen. Der Zauber wirkte und die Saints gewannen ihr nächstes Spiel.

Nicht nur in Oxford und Southampton hatte man mit dieser Art von Problemem zu tun, auch in Middlesborough soll einst ein Zigeunerfluch auf deren Ayresome Park Stadion gelegen haben. Die bösen Zigeuner hatten in Derby ebenfalls ihre Hände im Spiel, als sie wie in Oxford ihren Lagerplatz verlassen mussten und verfluchten den örtlichen Verein Derby County und ihr damaliges Stadion The Baseball Ground.

Da können sich doch die deutschen Bundesligavereine freuen, dass sie sich mit diesen, wohl mehr englandspezifischen Problemen nicht herumärgern müssen.

St Mary's Stadium in Southampton.    © Copyright Peter Facey and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Mary’s Stadium in Southampton.
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Ayresome Park, das ehemalige Stadion des Middlesborough Football Clubs.    © Copyright Stephen McCulloch and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ayresome Park, das ehemalige Stadion des Middlesborough Football Clubs.
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An dieser Stelle stand früher das verfluchte Baseball Stadium vom Derby County Football Club.    © Copyright Graham Hogg and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

An dieser Stelle stand früher das verfluchte The Baseball Ground Stadium vom Derby County Football Club.
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Published in: on 23. März 2015 at 02:00  Comments (1)  

Scary Ely – Die Kathedralenstadt und ihre Geister

Oliver Cromwell's House in Ely.    © Copyright Chris Gunns and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Oliver Cromwell’s House in Ely.
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Ely in Cambridgeshire liegt mitten auf dem platten Land und ist schon von weitem durch die alles beherrschende Kathedrale zu sehen. Bei meinem letzten Besuch dort herrschte in der Stadt ein außerordentlich starker Autoverkehr; zeitweise ging in den innerstädtischen Straßen gar nichts mehr. Erster Anlaufpunkt für viele Besucher Elys, wenn sie denn endlich einen Parkplatz gefunden haben, ist das Tourist Information Centre in der St Mary’s Street, das in einem sehr schönen alten Haus untergebracht ist; hier kann man sich sehr gut mit Informationen über die Stadt eindecken.

Diejenigen, die sich für die dunklen Seiten Elys interessieren, können gleich in diesem auch Oliver Cromwell’s House genannten Gebäude bleiben, denn hier soll es in Sachen Geister richtig zur Sache gehen. Zehn Jahre lang wohnte Oliver Cromwell, der Lord Protector of England, in diesen Räumen, die man so hergerichtet hat, dass man sich ein Bild von den Lebensumständen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts machen kann. Es heißt, dass selbst das Personal in Oliver Cromwell’s House, sowohl bei Tag, erst recht aber nachts, sich davor fürchtet, allein durch die Räume zu gehen. Auch der einstige Bewohner soll hier manchmal umgehen… Die Cambridge Paranormal Research Society hat sich das alte Haus schon einmal vorgenommen und eingehend untersucht. Hier kann man die Ergebnisse nachlesen.

Oliver Cromwell’s House
29, St Mary’s Street
Ely, Cambridgeshire CB7 4HF

Geht man die St Mary’s Street ein paar Schritte weiter stadteinwärts, trifft man auf zwei weitere „haunted houses“: The Lamb Hotel und gleich gegenüber das ehemalige Gefängnis, in dem sich jetzt das Ely Museum befindet.
Im Lamb Hotel, das früher einmal The Slaughtered Lamb hieß, sollen nachts unerklärliche Geräusche und Lichter zu hören bzw. zu sehen sein, Stühle setzen sich plötzlich von selbst in Bewegung; Unerschrockene sollten sich also in dieser ehemaligen Kutschenstation aus dem 15. Jahrhundert im Schatten der Kathedrale von Ely einmieten, um sich selbst ein Bild von den gruseligen Vorgängen machen zu können (die Zimmerpreise beginnen bei etwa £85).

The Lamb Hotel
2, Lynn Road
Ely, Cambridgeshire CB7 4EJ

Schräg gegenüber vom Lamb Hotel finden wir den Eingang zum Ely Museum. The Old Gaol wurde 1997 in ein Museum umfunktioniert, das über die Stadt Ely und das Umland informiert. Man kann sich auch noch einige Überreste des ehemaligen Gefängnisses ansehen, von dem es heißt, dass hier nachts die Schreie von früheren Insassen zu hören sind… Ob sich auch der römische Soldat, dessen Gebeine in einem steinernen offenen Sarg gleich im Eingangsbereich des Museums liegen, an dem nächtlichen Treiben beteiligt?

Ely Museum
The Old Gaol
Market Street
Ely Cambridgeshire CB7 4LS

Zu empfehlen für Interessierte sind die Ghost Tours in Ely, die am Tourist Information Centre beginnen und an allen gruseligen Stätten Elys vorbeiführen. Man kann das aber auch alles in einem Buch nachlesen, das 1996 unter dem Titel „Haunted Ely“ erschien und von Vivienne Doughty und Margaret Haynes geschrieben wurde ( Blue Hand Press, ISBN 9780954588601).

Hier ist ein Film über eine Ghost Hunt im Oliver Cromwell’s House.

The Lamb Hotel.    © Copyright Alexander P Kapp and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Lamb Hotel.
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Das Ely Museum.    © Copyright Paul Shreeve and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Ely Museum.
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Published in: on 9. März 2015 at 02:00  Comments (1)  
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The Haunted Gallery im Hampton Court Palace

Die gruselige Galerie im Hampton Court Palace. With freindly permission of Natalie Grueninger.

Die gruselige Galerie im Hampton Court Palace.
With friendly permission of Natalie Grueninger.

„Most Haunted“ ist ein Begriff, der in England gern in Zusammenhang mit Kirchen, Pubs, Hotels, Burgen und Schlössern verwendet wird. In die Kategorie „Most haunted castles“ gehört auf jeden Fall Hampton Court Palace an der Peripherie Londons. Hier soll eine Grey Lady (Sybil Penn, die sich um die Kinder Heinrichs VIII gekümmert hatte) ihr Unwesen treiben, eine schemenhafte Gestalt, der man den Namen Skeletor gegeben hat und natürlich Catherine Howard, die fünfte Frau Heinrichs VIII. Sie ist vor allem mit der sogenannten Haunted Gallery im Schloss verbunden, in der immer wieder von merkwürdigen Erscheinungen und Geräuschen berichtet wird.

Nachdem Catherine Howard bei ihrem Mann wegen angeblichen Ehebruchs in Ungnade gefallen war, verbannte er sie in ihre Gemächer in Hampton Court. Ihr schwante schon sehr bald, was auf sie zukommen würde, und so entkam sie eines Tages ihren Bewachern, lief die Galerie entlang und hämmerte an die Tür, die zur Privatkapelle des Königs führte, in der er gerade einer Messe beiwohnte. Sie schrie und flehte um Gnade, doch ihre Häscher waren gleich zur Stelle und zerrten die Frau in ihre Gemächer zurück. Diese Szene soll sich viele Male in der Haunted Gallery wiederholt haben. Sowohl das Personal von Hampton Court als auch Besucher berichten immer wieder von geisterhaften Schreien, die in der Galerie widerhallen; manche fühlen sich in dem langen Gang unwohl, einige erleben einen Temperatursturz. An einem Abend im Jahr 1999 fielen zwei Besucherinnen in kurzem Abstand nacheinander in der Haunted Gallery in Ohnmacht, ohne dass man das erklären konnte. Kurze Zeit darauf versuchten Psychologen der Universität von Hertfordshire dem Spuk in der Galerie auf die Spur zu kommen, doch ohne nennenswerten Erfolg.

Zu bestimmten Zeiten werden abendliche Rundgänge durch das Schloss angeboten, bei denen man auf den Spuren der Palastgeister wandern kann und die ca zwei Stunden dauern. Ich kenne die Haunted Gallery (leider) nur bei Tage und da macht sie, wenn man im Besucherstrom mitschwimmt, keinen so geisterhaften Eindruck; das dürfte aber im Dunklen, wenn die Tore des Palastes geschlossen sind, ganz anders sein…

Dieser Film gibt einen Eindruck von der nächtlichen Atmosphäre des Hampton Court Palaces.

Hampton Court Palace.    © Copyright Paul Gillett and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hampton Court Palace.
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Published in: on 4. März 2015 at 02:00  Comments (1)  
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