Mein Buchtipp – David Kidd-Hewitt: Buckinghamshire – Stories of the Supernatural

Foto meines Exemplares.

Von David Kidd-Hewitt habe ich bisher seine beiden Bücher „Buckinghamshire: Tales of Mystery and Murder“ und „Buckinghamshire Heroes“ vorgestellt. In „Buckinghamshire: Stories of the Supernatural“ beschäftigt sich der Autor und Kriminologe mit dem Übernatürlichen in der Grafschaft in der er lebt und da gibt es eine Menge zu berichten. Kidd-Hewitt hat versucht, möglichst Berichte aus erster Hand zu bekommen und diese dann auch zu verifizieren. Herausgekommen ist eine Sammlung sehr ungewöhnlicher Geschichten, in denen Menschen mit Ereignissen konfrontiert worden sind, für die es keine natürliche Erklärung gibt.

In „The Haunted Taplow Hospital“ erzählt Kidd-Hewitt von einem ehemaligen Krankenhaus, dem Canadian Red Cross Memorial Hospital, auf dem Gelände des Cliveden Estates auf dem jetzt das Cliveden Village steht. Dieses Krankenhaus wurde 1986 geschlossen und stand bis zu seinem Abriss im Jahr 2006 leer. In den Räumlichkeiten waren während dieser Zeit noch medizinische Geräte und Betten zu finden, Aktenordner mit persönlichen Unterlagen und Röntgenbilder lagen verstreut auf dem Boden herum und es herrschte eine düstere Atmosphäre. Ideal für Geisterjäger, denn Geschichten häuften sich von unheimlichen Geschehnissen in den Korridoren und Gängen. Ein Wesen, dem man den Namen The Flincher gab, soll sein Unwesen hier getrieben und die Menschen, die sich in das Hospital hineinwagten, zu Tode erschreckt haben.

In einem Kapitel unternimmt der Autor einen „Buckinghamshire Supernatural Pub Crawl“ auf dem wir „haunted pubs“ kennenlernen wie den berüchtigten The Chequers in Old Amersham (ich berichtete bereits ausführlich in meinem Blog über diesen Pub), den Greyhound Inn in Chalfont St Peter, in dem der Hanging Judge George Jeffries im 17. Jahrhundert seine Urteile gesprochen hat.

Ganz besondes mysteriös ist die Geschichte vom Quarrendon Centaur aus dem Jahr 1988, in der zwei Männer und ihr Hund an einem warmen Sommerabend in der Nähe von Aylesbury auf einem Gelände, auf dem einmal ein mittelalterliches Dorf gestanden hat, eine Gestalt sahen, die halb Mensch halb Pferd war. Beide schworen Stein und Bein, dass es sich bei der Kreatur um keine Halluzination gehandelt hatte, und dass ihr Hund in panischer Angst davongelaufen war. Bei seinen Recherchen stellte David Kidd-Hewitt fest, dass es ähnliche Geschichten über solche Zentauren auch in anderen Teilen der Welt gibt.

Ein sehr interessantes Buch, ob man nun an Übernatürliches glaubt oder nicht.

David Kidd-Hewitt: Buckinghamshire: Stories of the Supernatural. Countryside Books 2008. 128 Seiten. ISBN 978-1-84674-118-0

The Chequers in Old Amersham.
Photo © Stacey Harris (cc-by-sa/2.0)

The Greyhound Inn in Chalfont St Peter.
Photo © Nigel Cox (cc-by-sa/2.0)

Quarrendon bei Aylesbury.
Photo © Andrew Smith (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 20. Oktober 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Haunted Coggeshall in Essex – Eine der Spukhochburgen Englands

The White Hart Hotel in Coggeshall.
Photo © Stuart Logan (cc-by-sa/2.0)

Coggeshall ist eine Kleinstadt mit knapp 5000 Einwohnern in der Grafschaft Essex, zwischen Braintree und Colchester gelegen. Die A120 macht einen großen Bogen um die Stadt. Auf Grund der sehenswerten alten Häuser wurde Coggeshall schon mehrfach zum Village of the Year bzw.  zum Essex Best Kept Village ernannt.

Es heißt, dass im Ort mehrere „ley lines“ aufeinandertreffen, und eine der letzten Hexenjagden in England fand hier 1699 statt. Alles mögliche Gründe, dass Coggeshall als eine der Spukhochburgen des Landes gilt. Sehen wir uns die unheimlichen Orte der Kleinstadt einmal näher an.

Da ist das White Hart Hotel am Market End, in dem es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Gegenstände bewegen sich von selbst, merkwürdige Geräusche sind zu hören, und Gäste haben das Gefühl, beobachtet zu werden. Besonders in Zimmer Nummer 5 ist der Spuk am häufigsten anzutreffen.

Auf dem Gelände des Abbey House will man einen Mönch gesehen haben, der dort mit einer brennenden Kerze in der Hand umherwandelt. Eine andere Figur, Robin the Woodcutter, geht auf dem Abteilgelände schon seit Hunderten von Jahren um.

Auch am Robin’s Brook, einem kleinen Bach am Ortsrand, sollte man die Ohren spitzen, um vielleicht die Axtschläge von Robin, dem Baumfäller zu hören. Im benachbarten Cradle House sind es wieder Mönche, die sich dort tummeln.

In der Stoneham Street finden wir Ranfield’s Brasserie, die vormalige Baumann’s Brasserie, wo es die ganze Bandbreite von Spukerscheinungen geben soll: Objekte, die sich von selbst bewegen, das Geräusch nächtlicher Fußstapfen, Türen, die sich eigenständig öffnen und schließen. Fünf „spirits“ sollen in dem Haus ihr Unwesen treiben.

Aber auch wer sich überhaupt nicht für diese Dinge interessiert, wird in Coggeshall eine angenehme und interessante Kleinstadt mit hübschen Straßen vorfinden, die einen Besuch lohnt.

Das Abbey House.
Photo © Andy Barham (cc-by-sa/2.0)

Robin’s Brook.
Photo © Robin Webster (cc-by-sa/2.0)

Die Stoneham Street.
Photo © Tim Glover (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 16. September 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

The Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire) – Einer der „most haunted“ Pubs in England

An- und abfliegende Flugzeuge vom nahegelegenen Flughafen Heathrow sind mehr als deutlich in Colnbrook in Berkshire zu hören und der Lärm der viel befahrenen Autobahnen M25 und M4 ist auch nicht weit. Man erwartet in so einem verkehrstechnisch ungünstig gelegenen Ort  nicht unbedingt den drittältesten Pub Englands, aber hier ist er, der Ostrich Inn.  Der „Straußengasthof“ ist auch ein gruseliges Anwesen, denn hier sollen sich unheimliche Dinge abspielen.

Der Hintergrund: Im 17. Jahrhundert war Thomas Jarman der Inhaber des Gasthofs. Im besten Zimmer des Hauses, dem Blue Room, hatte Jarman unter dem Bett eine Falltür angebracht, die direkt über der Küche lag. Kam jetzt ein wohlhabender Gast, so öffnete  Jarman in den frühen Morgenstunden die Falltür, der arme Schlafende stürzte in die Küche und mitten in einen großen Behälter mit kochendem Wasser. Der Gast überlebte dieses „Bad“ nicht und wurde in einem nahegelegenen Fluss entsorgt. Die Wertsachen und das Pferd des (ehemaligen) Gastes wurden umgehend veräußert.
Etwa 60 Menschen kamen auf diese Weise ums Leben, bis man schließlich Jarman und seiner Frau, die an dem bösen Spiel beteiligt war, auf die Schliche kam und beide aufhängte.
Es ist also kein Wunder, dass es in einem Pub, der so viel Blutvergießen miterlebt hat, spukt. „Strange noises, ghostly figures and objects moving by themselves are all in a days work if you‘ re employed at the Ostrich Inn„, so die Aussage eines Pubmanagers.
Das Team von LivingTVs „Most Haunted“ besuchte den Inn natürlich auch und hier sind seine Erlebnisse in Colnbrook.

The Ostrich Inn
High Street, 
Colnbrook, 
Slough, Berkshire 
SL3 0JZ 

 

Spukorte – Racton Ruin bei Racton in West Sussex

Als ich Dave Hamiltons Buch „Wild Ruins“ in meinem Blog vorstellte, erwähnte ich ganz kurz das Racton Folly in West Sussex, auf das ich heute etwas ausführlicher eingehen möchte. Der romantische, verfallene Turm wird auch Racton Ruin und Racton Monument genannt. George Montagu-Dunk, 2nd Earl of Halifax, ließ den 24 Meter hohen, auf einem Hügel stehenden Turm zwischen 1766 und 1775 erbauen. Welches seine Beweggründe gewesen sein mögen, ist unklar. Möglicherweise wollte der Earl oben vom Turm die nahe Küste beobachten wie seine Handelsschiffe, aus Nordamerika kommend, dort im Hafen anlegten.

Seit mehr als 100 Jahren kümmerte sich niemand mehr um diese immer noch eindrucksvolle Ruine, die aber inzwischen wieder in privater Hand ist. Da der Turm sehr einsam in einem kleinen Wäldchen steht, ist er zu einem bevorzugten Ziel für einige zwielichtige Elemente geworden, die dort Drogen nehmen. Auch einige Okkultisten haben sich diesen Ort erwählt, um ihre Rituale an dem alten Gemäuer durchzuführen. Selbstmörder nutzten das Racton Monument, um sich hier vom Leben zu verabschieden.

Geisterjäger haben sich des Nachts mehrere Male am Turm eingefunden, denn es heißt, die Racton Ruin wäre „haunted“. Da ist die Rede davon, dass Steine von oben herunter geworfen werden, eine geisterhafte Frau soll um den Turm herumlaufen und einige nächtliche Besucher berichteten, dass sie plötzlich gestoßen worden sind.

Hier ist ein Film, der die geheimnisvolle Atmosphäre des Turms zeigt, von einer Drohne aus aufgenommen.

Wer jetzt Lust verspürt, die Racton Ruin einmal aufzusuchen: Sie liegt am Monument Lane, einem Weg, der von der B2147 bei Racton abzweigt, ein Ort der nur aus einer Handvoll Häusern besteht und wenige Kilometer von den Küstenorten Emsworth und Havant entfernt ist.

Haunted Racton Ruin.
Photo © Pete Diaper (cc-by-sa/2.0)

Spukorte – Arundel Castle in Arundel (West Sussex)

Das Arundel Castle in der Grafschaft West Sussex ist eine Burg wie man sie sich schöner kaum vorstellen kann. Sie liegt am Rand der Ortschaft Arundel, die vom River Arun durchzogen wird. Ich habe die Burg einmal besichtigt und anschließend in Arundel im Norfolk Arms übernachtet.

Roger de Montgomery hat Arundel Castle gegen Ende des 11. Jahrhunderts erbauen lassen und seit mehr als 400 Jahren ist die Burg im Familienbesitz der Howards, der Dukes of Norfolk. Ein Besuch des Castles lohnt sich sehr, es verfügt über wunderschöne Räumlichkeiten wie zum Beispiel den Drawing Room und die Bibliothek.

Aber ich möchte an dieser Stelle nicht über die Geschichte des Arundel Castles berichten, sondern über die zahlreichen Spukgeschichten, die man sich hier erzählt. Fast jedes alte Schloss in Großbritannien hat seinen Hausgeist, eine Grey Lady, eine White Lady, einen ruhelosen Mönch oder irgendeine andere rastlose Seele, die früher einmal auf unnatürliche Weise dort ums Leben gekommen ist. Das Arundel Castle hat gleich eine ganze Handvoll von Geistern, manche sprechen von fünf, manche sogar von sieben, darunter auch sein Erbauer, Roger de Montgomery, der von einem der Türme aus genau beobachten soll, was da so alles in seiner Burg abläuft (vielleicht rümpft er die Nase angesichts der Touristenströme).

Gehört, aber nicht gesehen, wurde schon häufig der Geist eines Küchenjungen, der das Pech hatte unter einem äußerst strengen Küchenchef zu arbeiten, der ihn immer wieder schlug, einmal so schlimm, dass der Junge an den Schlägen starb.

Eine ähnlich tragisch Geschichte ereignete sich vor langer Zeit im Arundel Castle: Ein junges Mädchen hatte sich unsterblich verliebt, doch ihr Angebeteter wies sie zurück, so sah das Mädchen  keinen anderen Weg, als sich vom Hiorne Tower zu stürzen, der auf dem Burggelände steht. Dort geht das arme Kind nun als White Lady um.

Neben der White Lady findet man im Castle auch einen Blue Man, der sich gern in der Bibliothek aufhält und dort etwas zu suchen scheint, denn er wurde mehrfach gesehen wie er in Büchern blättert. Nach kurzer Zeit löst sich der Blue Man in Nichts auf. Wer er ist, weiß niemand, er trägt ein blaues Seidengewand wie es zur Zeit Charles II. in Mode war.

In der Bibliothek wurde auch schon einige Male ein kleiner schwarzer Hund gesehen, häufig von Kindern, der angeblich einmal dem 13. Earl of Arundel gehört hatte. Der Edelmann verbrachte elf Jahre seines Lebens im Tower of London, in Begleitung eben jenes Hundes.

Wer diese Geschichten für blanken Unfug hält, sollte sich einmal für eine Nacht in der Burg einschließen lassen und auf eigene Faust im Dunkeln die alten Gemäuer durchstreifen…

Die Burg ist in diesem Jahr bis zum 28. Oktober täglich, außer montags, von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Das All Inclusive Ticket kostet £22.

Hier ist ein Film über die Burg.

Von diesem Turm aus soll Roger de Montgomery das Geschehen in der Burg beobachten.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

Der Hiorne Tower.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Clapham Wood – Der unheimliche Wald in West Sussex

Wer sich einmal in der Nähe der kleinen Gemeinde Clapham in West Sussex aufhalten sollte, dem sei geraten, einen großen Bogen um den dort liegenden Clapham Wood zu machen (wer ängstlichen Gemütes ist!). Dort geschehen seit Jahrzehnten merkwürdige Dinge und es kann passieren, dass man nicht mehr lebend aus dem Wald herauskommt.
Vier Menschen sind dort zu Tode gekommen wie z.B. der Polizist Peter Goldsmith, der in Clapham Wood wanderte und dessen Leiche man sechs Monate später fand. Der ehemalige Pfarrer von Clapham, Harry Neil Snelling, verschwand in dem Wald 1978 und seine Leiche wurde sogar erst drei Jahre später aufgefunden. Die Polizei ermittelte intensiv und nahm schließlich einen gewissen Tim Withers fest, der für alle vier Morde verantwortlich gewesen sein soll und eine lebenslängliche Freiheitsstrafe erhielt.

Doch die Serie merkwürdiger Ereignisse riss nie ab: Es gab viele Berichte über angebliche UFU-Sichtungen; Leute, die sich in Clapham Wood aufhielten, erzählten, dass sie sich verfolgt fühlten oder dass ihnen plötzlich übel wurde; Hunde verschwanden oder wurden mit tödlichen Verletzungen aufgefunden.

Dann hieß es, ein satanischer Kult treibe sein Umwesen in Clapham Wood, „The Friends of  Hecate„, der dort rituelle Tötungen von Tieren vornahm.

Was ist an diesen ganzen Geschehnissen nun Realität und Fantasie? Darüber herrschen total gegensätzliche Meinungen. Die einen meiden den Wald und fürchten sich, die anderen sagen, das ist alles Quatsch und man kann alles auf natürliche Weise erklären.
Also: Am besten man macht sich selbst ein Bild und geht einmal nachts im Clapham Wood spazieren, dann kann man anschließend berichten, ob der Wald tatsächlich „haunted“ ist oder nicht.

Hier ist eine zweiteilige Dokumentation über Clapham Wood:
Teil 1 Teil 2

Published in: on 8. Mai 2018 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

Der High Bentham Incident in North Yorkshire – Was passierte hier am 16. Januar 2005?

Der Tatterthorn Lane zwischen Ingleton und High Bentham in North Yorkshire.
Photo © Michael Graham (cc-by-sa/2.0)

Am Abend des 16. Januars 2005 ereignete sich etwas sehr Merkwürdiges am nördlichen Rand des Forest of Bowland in der Region North Yorkshire/Lancashire. Nach dem Abendessen in einem Little Chef-Restaurant an der A65 fuhren eine junge Frau, ihre Mutter und ihre zwei Söhne nach Hause zurück. In Ingleton bogen sie auf den Tatterthorn Lane in Richtung High Bentham ab, das ist ein Dorf mit 3000 Einwohnern, das noch zu North Yorkshire gehört. Die von Steinmauern umgebene Straße ist sehr schmal, so dass zwei Autos gerade so aneinander vorbeikommen. Nach einigen hundert Metern Fahrt auf dem Tatterthorn Lane tauchte vor der Familie eine Häuserreihe auf, deren Schornsteine sich vor dem Abendhimmel abzeichneten. Plötzlich tauchte vor dem Auto, nach den Aussagen der vier Insassen, ein extrem helles Licht auf, das sich erst mit hoher Geschwindigkeit von oben nach unten bewegte, eine Weile vor dem Auto stand und dann wieder mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Forest of Bowland davonschoss. Die Familie kam erst wieder zu sich, als sie durch High Bentham fuhr und nicht wusste, was da eben geschehen war.

Am nächsten Tag wandte sich die Mutter an den Radiosender Radio Lancashire und berichtete von ihrer seltsamen Begegnung. Die Lancashire Anomalous Phenomena Investigation Society schaltete sich ein, nahm mit der Familie Kontakt auf, und sie fuhren zusammen die Strecke noch einmal ab. Dabei stellten sie fest, dass man für den Weg von der unheimlichen Begegnungsstätte bis nach High Bentham in der Regel neun Minuten benötigt, die Familie kam aber erst nach etwas mehr als einer Stunde im Dorf an. Was war in dieser Zeit mit den vier Personen passiert? In der Rückerinnerung fuhren sie auf einer gerade verlaufenden breiten Straße, während der Tatterthorn Lane, wie oben beschrieben, sehr schmal ist und viele enge Kurven hat.

Ufologen sprechen hier von dem Missing Time Phenomenon, von dem Menschen in aller Welt schon berichtet haben, und behaupten, dass diese kurzfristig Opfer einer Entführung durch außerirdische Wesen gewesen sein sollen. Was auch immer an diesem Januarabend zwischen Ingleton und High Bentham passiert ist, das Ereignis hat tiefe Spuren bei der betroffenen Familie hinterlassen wie dieser Film zeigt.

Die Hauptstraße von High Bentham zur Zeit des Zwischenfalls auf dem Tatterthorn Lane.
Photo © SIMON PHILLIPS (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 3. Mai 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Meine unheimlichen Begegnungen in England Teil 2: Bolton Percy in North Yorkshire

Die Oak Avenue bei Bolton Percy: Exakt an dieser Stelle traf ich auf die beiden verletzten Kinder.
Photo © DS Pugh (cc-by-sa/2.0)

Mein zweite mysteriöse und nicht erklärbare Begegnung in England ereignete sich in der Nähe des hübschen Dorfes Bolton Percy, wo wir ein Cottage auf einer Farm etwas außerhalb gemietet hatten. Bolton Percy liegt nur wenige Kilometer von der Bierbrauerstadt Tadcaster entfernt.
Meine Frau und ich machten uns in unserem Auto am frühen Abend auf den Weg zum Abendessen nach York. Als wir das Gelände der Bolton Grange Farm verlassen hatten und auf halbem Weg auf der Oak Avenue nach Bolton Percy waren, sahen wir zwei Kinder mitten auf der Straße in Richtung Dorf laufen. Als wir näher kamen, bemerkten wir, dass beide sehr aufgeregt waren. Das Mädchen, vielleicht dreizehn, vierzehn Jahre alt, trug ein weißes zerrissenes Kleid mit Blutflecken; auch der Junge schien verletzt zu sein. Ich hielt an und fragte, ob wir ihnen helfen könnten. Das Mädchen sagte, dass sie einen Autounfall gehabt hätten und dass noch weitere Personen in dem in einem Straßengraben liegenden Fahrzeug eingeklemmt wären. Ich schlug den Kindern vor, dass sie ins Auto einsteigen sollten und wir sie ins Dorf bringen würden, damit von dort Hilfe geholt werden könnte. Das wollten die beiden aber nicht, dafür sollten wir nach dem verunglückten Auto sehen und dort helfen. Ich drehte um und fuhr langsam die Straße wieder zurück, an der Farm vorbei, doch wir fanden absolut nichts. Nach längerer Suche drehten wir wieder um und fuhren in Richtung Bolton Percy zurück, dabei kam uns ein mit hoher Geschwindigkeit fahrendes Auto entgegen. Von den Kindern war nichts mehr zu sehen. Dieser Zwischenfall machte uns etwas ratlos und so fuhren wir wie geplant nach York weiter.
Am nächsten Morgen erzählten wir die Geschichte unseren Gastgebern auf der Farm. Von einem Autounfall in unmittelbarer Nähe auf der Oak Avenue hatten sie nichts gehört, dabei würde sich so etwas in einem kleinen Dorf wie ein Lauffeuer herumsprechen. Auch in den Tagen darauf wurde nichts von einem Unfall bekannt.

Es gibt in England Hunderte von mysteriösen Vorfällen vergleichbarer Art, die zum Beispiel in dem Buch „Paranormal Encounters on Britain’s Road“ von Peter A. McCue zusammengefasst sind, das vor wenigen Wochen erschienen ist und das ich in meinem Blog demnächst vorstellen werde. Bin ich an jenem Abend auf der einsamen Straße Zeuge eines übernatürlichen Ereignisses geworden oder gab es dafür doch eine rationale Erklärung? Wenn ja, welche?

Über meinen Aufenthalt in Bolton Percy berichtete ich 2014 in meinem Blog.

Published in: on 31. März 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Meine unheimlichen Begegnungen in England Teil 1: The Old Colehurst Manor

Eigenes Foto.

Wenn man viel durch England gereist ist, stellt sich die Frage, ob man in diesem Land, in dem etwa ein Drittel der Bevölkerung an Geister glaubt und jeder Fünfte sich nicht so ganz sicher ist, selbst einmal mit unheimlichen Dingen konfrontiert worden ist. Ich habe zweimal Dinge erlebt, die mich etwas nachdenklich gemacht haben und die ich in meinem Blog erwähnen möchte.

Meine Frau und ich übernachteten einmal im Old Colehurst Manor bei Market Drayton in Shropshire, einem uralten Haus aus dem 17. Jahrhundert, das eigentlich nur am Wochenende geöffnet hatte, wo dann elisabethanische Kostümfeste gefeiert wurden. Die Inhaber waren aber so freundlich, uns für zwei Nächte mitten in der Woche zu beherbergen. Wir waren also die einzigen Gäste in diesem einsam gelegenen Manor House.

Wir wohnten in einem Zimmer mit Himmelbett. Auf einem Tischchen stand ein kleiner gerahmter Aufsteller mit der Mitteilung, dass sich just in diesem Zimmer vor geraumer Zeit ein Mann aufgehängt hatte.

Nachts war es extrem dunkel in diesem Zimmer und extrem still (die Gastgeber wohnten in einem anderen Flügel des Hauses). Die Zimmertür ließ sich nicht abschließen… nachts wachte ich einmal auf, als im Badezimmer die Lüftung ansprang, was sie nur tut, wenn man durch eine Lichtschranke dorthin geht. Wie konnte das sein? Ich tastete nach meiner Frau, die aber neben mir lag. Es war eine recht unheimliche Situation.

Unsere Gastgeberin, Lady Teksnes, erzählte uns am nächsten Abend am Kamin von den Hausgeistern, die sie häufig nachts in den Gängen und Zimmern trifft. Es seien aber keine bösartigen Geister versicherte sie uns; sie gehörten einfach hierher und waren vielleicht frühere Bewohner des Old Colehurst Manors.

Wie der Shropshire Star im vorigen Jahr berichtete, wird das Haus leider nicht mehr als „Quasi-Hotel“ geführt, da der Eigentümer, Lord Teksnes, im Jahr 2013 verstarb. Es steht für £450,000 zum Verkauf und ist auf der Liste der „most at risk buildings“ in England. Ich hoffe sehr, dass das Manor House bald wieder neue Besitzer finden wird, die es genauso lieben wie Lord und Lady Teksnes.

Unser Himmelbett im Old Colehurst Manor.
Eigenes Foto.

Der Eingang zum Old Colehurst Manor. Hier mussten wir am ersten Abend unser Auto stehen lassen, weil die Gastgeber versehentlich das Tor verriegelt hatten, bevor wir von einem Pubbesuch zurückkamen.
Photo © A Holmes (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 30. März 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Der Stocksbridge Bypass in South Yorkshire – Großbritanniens unheimlichste Straße

In meinem Blog habe ich schon einmal eine Übersicht über Englands „most haunted roads“ gegeben. Eine Straße, der Stocksbridge Bypass, die A616, nördlich von Sheffield gilt als die unheimlichste in ganz Großbritannien. Bereits beim Bau der Straße ereigneten sich merkwürdige Dinge; so berichteten zwei Sicherheitsleute, die nachts unterwegs waren, dass sie plötzlich Kinderlaute hörten und beim näheren Hinsehen bemerkten sie mehrere Kinder in altertümlicher Kleidung, die im Kreis tanzten und das Lied „Ring a ring o‘ Roses“ sangen, und das um Mitternacht weit weg von den nächsten Häusern. Als die beiden Männer sich den Kindern näherten, lösten sie sich in Luft aus. Vor langer Zeit sollen immer wieder Kinder in der Region in Bergwerksschächte gefallen und ums Leben gekommen sein. Ihre Körper wurden nie gefunden. Gibt es da einen Zusammenhang?
Dann sahen die Sicherheitsleute auf der neugebauten Pearoyd Bridge eine mönchsähnliche Gestalt, die die beiden Männer beobachtete. Auch diese Gestalt löste sich in nichts auf, als sich einer der Männer ihr näherte. Arbeiter berichteten von ähnlichen unerklärlichen Vorkommnissen damals beim Bau der Straße.

Nach der Fertigstellung des Stocksbridge Bypasses im Mai 1988 kam es immer wieder zu unheimlichen Begegnungen. Ein Paar, das in der Neujahrsnacht 1997 hier unterwegs war, traf wieder auf die Gestalt im Mönchsgewand, und der Fahrer des Autos musste eine Vollbremsung machen, um sie nicht zu überfahren. Andere Autofahrer berichteten von ähnlichen Erlebnissen, und sogar Polizeibeamte, die hier nachts patrouillierten, wurden mit unerklärlichen Phänomenen konfrontiert.
In diesem Film werden die Ereignisse nachgestellt.

Der Stocksbridge Bypass im Peak District gilt nicht nur als die unheimlichste Straße des Landes, sondern auch als eine der gefährlichsten. Mehr als 25 Menschen kamen seit Eröffnung der Straße bei Verkehrsunfällen ums Leben.

 

Published in: on 25. März 2018 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

Goodramgate – York’s most haunted street

Die uralte, düstere Holy Trinity Church. – Eigenes Foto

In der Stadt York in North Yorkshire ist alles „haunted“. Da gibt es u.a. The most haunted pub, The most haunted church und The most haunted street; letztere ist die Straße Goodramgate (in York tragen viele Straßen den Namen „gate“), die den King’s Square mit dem Monk Bar verbindet. In dieser lebhaften, von zahlreichen Läden, Pubs und Restaurants gesäumten Straße ist es tagsüber bei Sonnenschein alles andere als gruselig, aber wenn dann langsam die Sonne untergeht und die Dämmerung sich über York breit macht, verändert sich die Atmosphäre…
Hier steht z.B. Lady Row, eine Gruppe von uralten Häusern, die vor 700 Jahren erbaut wurden;  was die wohl so alles erlebt haben mögen?
An der Holy Trinity Church kann man leicht vorbeigehen, ohne sie zu bemerken, ein kleiner Weg führt vom Goodramgate zu ihr. Die Kirche ist recht düster mit ihren alten aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kirchenbänken. Ich war hier einmal im Rahmen eines Ghost Walks, als es schon fast dunkel war, und es herrschte eine wirklich unheimliche Stimmung. Bei einem dieser Ghost Walks soll einmal eine amerikanische Touristin versehentlich eingeschlossen worden sein, was der Dame nicht gut bekam. Auf dem kleinen Kirchhof von Holy Trinity haben sich auch einige unheimliche Dinge zugetragen, so sagt man.

Einer der most haunted pubs und zugleich einer der ältesten in York liegt am Goodramgate. Der Snickleway Inn, den ich noch als Angler’s Arms kenne, gehört laut Derek Acorah, dem ehemaligen Medium aus der TV-Reihe „Most Haunted“, zu den 100 gruseligsten Orten von ganz Großbritannien. Hier läuft ein kleines Mädchen häufig die Treppen hoch und runter und soll zu den aktivsten Geistern der Stadt gehören.
Weitere hübsche Pubs im Goodramgate sind z.B. The Old White Swan, wo 1781 der größte Mensch der Welt zu besichtigen war, oder The Royal Oak aus dem 15. Jahrhundert.

Wem es in dieser Straße so gut gefällt, dass er hier auch einmal wohnen möchte, kann das in einigen Mietappartments tun. Hier ist die Webseite.

Einen Bummel durch Goodramgate (auch bei Nacht!!) kann ich sehr empfehlen.

Das Buch zum Artikel:
Rupert Matthews: Haunted York. The History Press 2009. 95 Seiten. ISBN 978-0752449104.

Haunted Snickleway Inn. – Eigenes Foto

The Old White Swan aus dem 15. Jh. – Eigenes Foto

Published in: on 30. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

The National Justice Museum in Nottingham – Nach Umbau unter neuem Namen wieder eröffnet

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Stephen Richards and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In meinem Blogeintrag über Oubliettes erwähnte ich einmal die Galleries Of Justice in Nottingham, die in einem ehemaligen Gerichtsgebäude mit angeschlossenem Gefängnis untergebracht sind. Nach einem kompletten Umbau eröffnete das Justizmuseum am 1. April wieder seine Pforten, jetzt unter dem Namen The National Justice Museum. Es ist das größte Museum seiner Art in Großbritannien und beherbergt eine Sammlung von über 40 000 Ausstellungsstücken. Der Heritage Lottery Fund unterstützte den Umbau mit £1 Million, weitere Organisationen halfen ebenfalls mit Finanzspritzen.

Das Gerichtsgebäude datiert aus dem 14. und das Gefängnis aus dem 15. Jahrhundert. Seit 1991 wird es nicht mehr als Gericht verwendet. In der Zeit von 1905 bis 1985 war es auch eine Polizeistation. Was lag also näher, als in diesem Haus ein Museum zu installieren, das sich ausschließlich mit den Themen Justiz, Verbrechen und Strafverfolgung beschäftigt.

Was gibt es hier nun als besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen?

Da ist zum Beispiel die Tür der Zelle zu sehen, hinter der der Schriftsteller Oscar Wilde seine Zeit im Gefängnis von Reading verbrachte.

Dann steht hier die berüchtigte Badewanne, in der der Serienmörder George Joseph Smith drei Frauen ermordete. Der Fall ging in die britische Kriminalgeschichte als The Brides in the Bath Murders ein.

Aus London holte man die Anklagebank des Bow Street Magistrates Court nach Nottingham. Hier saßen zum Beispiel die Angeklagten Oscar Wilde, Roger Casement (1916 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt) und die Kray-Zwillinge Reggie und Ronnie, die in den 1950er und 1960er Jahren die organisierte Kriminalität in London aufbauten und die Stadt durch ihre Gewaltverbrechen in Atem hielten.

Weiterhin sind im National Justice Museum einige Artefakte des Postzugraubs vom 8. August 1963 ausgestellt wie Teile des Monopoly-Spiels, mit dem sich die Verbrecher die Zeit auf der Leatherslade-Farm vertrieben, die Uhr, die Ronnie Biggs während des Raubs trug, und der Zündschlüssel eines der Fluchtautos.

Dass es in diesem Gebäude auch spuken soll, ist eigentlich selbstverständlich, und so werden denn auch in Großbritanniens Most Haunted Building (nach Aussage der populären Fernsehserie „Most Haunted“) jeden Freitag und Samstag Ghost Tours durchgeführt. Paranormale Zirkel treffen sich im Museum, um nachts den armen Seelen nachzuspüren, die hier verurteilt und gehängt worden sind. Die Terror Tours („not for the faint hearted“) am Samstagabend führen in die Tiefen des alten Gebäudes, die nicht immer für die Allgemeinheit zugänglich und besonders furchterregend sind.

Das National Justice Museum ist täglich von 10 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt £10.95.

National Justice Museum
High Pavement
Nottingham
NG1 1HN

Ein Gerichtssaal im Museum.
Author: Fayerollinson.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Published in: on 11. Mai 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Spukorte – The Bell in Toddington (Bedfordshire)

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Jeffrey and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Gegenüber vom Village Green am Market Square in Toddington in der Grafschaft Bedfordshire, nur wenige hundert Meter von der Autobahn M1 entfernt, steht The Bell, ein Pub, der anstelle eines Gasthausschildes mit einer richtigen Glocke auf sich aufmerksam macht. Es gibt die Theorie, dass der Name des Pubs von einer früheren Glockengießerei kommt, die an dieser Stelle einmal existierte. The Bell war eine Kutschenstation auf der Strecke von London nach Bedford.

Der Gasthof gilt als „haunted“ und zwar soll daran die bildhübsche Tochter eines Gastwirts Mitte des 19. Jahrhunderts daran Schuld sein. Die junge Dame zog auf Grund Ihrer äußeren Erscheinung viele Gäste in den Pub, was ihrem Vater sehr recht war. Der Umsatz war mehr als zufriedenstellend; ein Pint, das von einer hübschen Frau gezapft wird, schmeckt nun mal einfach besser. Es wäre alles so schön gewesen, wenn die Tochter des Landlords nicht über ein außergewöhnlich hitziges Temperament verfügt hätte. Bei der kleinsten Provokation ging sie hoch wie eine Rakete und rastete total aus, und wer das von den Stammgästen wusste, der zog sich bei diesen Wutanfällen lieber in eine sichere Ecke zurück, anstatt zu riskieren, ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen. Ihr Vater griff bei solchen Vorfällen bald ein und sperrte das Töchterlein weg, wo sie sich dann an Pfannen, Töpfen und anderen Küchenutensilien austoben konnte. Nach einer Weile war der Zorn verrraucht und sie konnte wieder hinter die Theke zurück und auf die Kundschaft losgelassen werden. Als es wieder einmal so weit war und die junge Frau aus dem Schankraum abgezogen werden musste, kehrte nach wenigen Minuten des Gescheppers und Geschreis plötzlich Ruhe ein, eine gespenstische Ruhe, und als der Vater nach seiner Tochter sah, fand er sie tot auf dem Boden vor, sie war an einem ihrer Anfälle gestorben. Seitdem kommt es in The Bell immer mal wieder vor, dass Töpfe und Pfannen in der Küche durch den Raum fliegen, Bilder von der Wand fallen und Biergläser auf unerklärliche Weise den Bartresen entlanggleiten.
Aber es gibt noch weitere unheimliche Begebenheiten in diesem Pub in Toddington wie Damien O’Dell in seinem Buch „Paranormal Bedfordshire“ schreibt; so berichten Angestellte des Hauses, dass sie mehrfach von geisterhaften Händen auf der Schulter berührt worden sind. Eines der Zimmer im Haus ist ständig eiskalt, auch im Sommer.

Wem es in The Bell zu unheimlich ist, der braucht nur die Straße zu überqueren und kann unbehelligt von Geistern sein Pint in The Cuckoo trinken.

 

The Bell
4, Market Square
Toddington
Dunstable LU5 6BP

Anstelle eines Pubschilds…
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright JThomas and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Spukorte – The Chequers in Old Amersham (Buckinghamshire)

   © Copyright Ian S and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Ian S and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Old Amersham ist einer meiner Lieblingsorte in Buckinghamshire, in dem ich kürzlich einige Tage verbrachte und darüber mehrfach berichtete. Die kleine Stadt beherbergt einige Häuser, in denen es spuken soll wie zum Beispiel im Crown Hotel in der High Street, im Woodrow High House und in mehreren Pubs wie dem hier vorgestellten Chequers Inn an der London Road West, die aus Old Amersham herausführt. Das Haus, in dem der Gasthof untergebracht ist, gehört zu den ältesten der Stadt, gebaut etwa um 1450 herum. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es hier spuken soll…und zwar erheblich. Von neun verschiedenen Geistern ist die Rede und wer diese Herrschaften einmal kennenlernen möchte, sollte sich in The Chequers einquartieren (es stehen mehrere Zimmer ab £79 zur Verfügung).

Was steckt nun hinter diesen Spukgeschichten, die sich um diesen Pub ranken? Um das Jahr 1500 gab es in Amersham eine ausgeprägte protestantische Bewegung, deren Führer ein gewisser William Tylsworth war. Der katholischen Obrigkeit waren diese Männer ein Dorn im Auge und so wurden sie kurzerhand der Ketzerei angeklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In der Nacht vor der Urteilsvollstreckung im nahegelegenen Parsonage Wood wurden Tylsworth und weitere sechs Männer im Chequers Inn untergebracht und von einem Mann namens Osman bewacht, dann wurden sie am nächsten Morgen zum Scheiterhaufen gebracht, den Tylsworths eigene Tochter Joan auch noch anzünden musste.
Diese sogenannten Amersham Martyrs sind es, die den Pub immer wieder aufsuchen bzw. hier in einer anderen Dimension leben; ihr Stöhnen und Ächzen war immer wieder im Haus zu hören. Zusätzlich soll hier auch noch Joan, die arme Tochter Tylsworths, umgehen, die in einem der im ersten Stock gelegenen Schlafzimmer schon vielfach Gäste erschreckt hat. Auch der Gefangenenwärter Osman hat keine Ruhe gefunden und wird immer mal wieder in der Bar des Chequers Inn gesichtet, wo er sich in der Nähe des Kamins aufhält, in einen Kapuzenmantel gehüllt.

Die Pubbetreiber hatten mit dem Spuk so ihre Probleme und daher wurden dreimal Exorzismen durchgeführt, 1953, 1963 und 1982, aber ohne dauerhaften Erfolg. 1964 nahm die British Paté einen Film im Chequers Inn auf, „Dig That Ghost„, der hier zu sehen ist.

Vielleicht war es damals aber auch ganz anders? Glaubt man der Inschrift des Gedenksteins, den man 1931 für die Amersham Martyrs im Parsonage Woods errichtete, so wurde William Tylsworth 1506 hingerichtet, fünf weitere Männer und Tylsworths Tochter Joan Norman im Jahr 1521. Ein ganz schönes Durcheinander, aber wie es auch damals Anfang des 16. Jahrhunderts in Amersham zugegangen sein mag, The Chequers Inn gilt als einer der „most haunted pubs“ von Buckinghamshire.

The Chequers Inn
51 London Road West
Amersham
Buckinghamshire HP7 9DA

   © Copyright Ian S and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Ian S and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Amersham Martyrs Memorial.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Amersham Martyrs Memorial.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Graham Horn and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

Scream Parks und Zombiejagden – Das etwas andere Freizeitvergnügen in England

Hier in den ehemaligen Werkshallen der Firma Stanley Tools in Sheffield finden jetzt die Zombiejagden statt.   © Copyright Terry Robinson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier in den ehemaligen Werkshallen der Firma Stanley Tools in Sheffield finden jetzt die Zombiejagden statt.
  © Copyright Terry Robinson and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Eigentlich gibt es ja genügend Spukorte in England,  an denen man sich so richtig schön gruseln kann. Eine ganze Reihe von Beispielen habe ich in meiner entsprechenden Blogkategorie im Laufe der Jahre aufgeführt. Aber das scheint einigen noch immer nicht zu reichen, denn sonst hätte man nicht so viele zusätzliche künstliche Gruselstätten im Lande errichtet. Ich denke da zum Beispiel an die Dungeons in London und York; aber diese Etablissements werden alle überboten von Zombieabschuss-Installationen und sogenannten Scream Parks, in denen es so richtig zur Sache geht. Sicher nicht jedermanns Geschmack. Hier sind einige Beispiele:

Zombie Experiences nennen sich 15 über England verteilte Orte, in denen es darum geht, Zombies, die die Herrschaft übernommen haben, zu vernichten. Da ist The Factory in Sheffield, eine Ansammlung von Gebäuden, in denen einmal eine Werkzeugfabrik untergebracht war. In diesen Werkshallen muss man die dort versteckten Zombies aufspüren und töten. Ähnliches erwartet den Zombiejäger im Asylum in Liverpool und im Boot Camp in Droitwich Spa (Worcestershire).

Das gleiche System findet man bei Zombie Uprising in den Barracks in Stockport bei Manchester und im District 26 in Chesterfield (Derbyshire). Auch dort gilt es, möglichst viele Zombies zu erlegen. Wie dieser „Spaß“ aussieht, zeigt dieser Film. Falls jemand noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht: Ein Gutschein für das zweifelhafte Vergnügen kostet £50.

In den sogenannten Scream Parks geht es nicht weniger zimperlich zu. Auch im Scream Park UK in Manchester spielen die unvermeidlichen Zombies wieder eine besondere Rolle. In dem in der Event City untergebrachten Gruselpark findet man Geisterbahnen und andere „thrill rides“. Hier ist eine kleine Kostprobe.

Auf Mrs Dowsons Farm an der Longsight Road, der A59, nördlich von Blackburn (Lancashire) ist der Scare Kingdom Scream Park untergebracht. Dort wird man zum Beispiel mit gruseligen Häusern wie 666 Brimstone Place, Manormortis und The House of Gaunt konfrontiert. Hier ist ein Vorgeschmack (Vorsicht! Nichts für Zartbesaitete!).

Bei Melton Mowbray in Leicestershire im Twinlakes Park liegt der Xtreme Scream Park, der sechs Spukhäuser und gruselige Irrgärten zu seinen Attraktionen zählt. Extrem unappetitlich ist The Pie Factory (Melton Mowbray ist die Stadt der Pies).

Ich bin selbst absolut kein Freund dieser Art von Freizeitvergnügen, aber alles, was mit Gruseligem und Geisterhaftem zu tun hat, ist nun mal in England äußerst populär. Mir reichte einmal ein Besuch in einem Wachsfigurenkabinett in York, in dem man in einem stockdunklen Raum mit einem schwammigen unebenen Fußboden mit allen möglichen schauerlichen Dingen konfrontiert wurde…und das inmitten einer kreischenden Teenager-Mädchenklasse.

Published in: on 17. November 2016 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

Scary Clitheroe – Eine Kleinstadt am Fuße des Hexenbergs Pendle Hill in Lancashire

Blick auf Clitheroe von der Burg aus gesehen. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.    © Copyright Tom Howard and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf Clitheroe von der Burg aus. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.
   © Copyright Tom Howard and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Kleinstadt Clitheroe in Lancashire liegt nicht weit entfernt vom Pendle Hill, wo Anfang des 17. Jahrhunderts 12 angebliche Hexen gelebt haben, die 10 Menschen durch Zauberei getötet haben sollen. Ihnen wurde in Lancaster der Prozess gemacht, der als „Pendle Witch Trials“ in die Geschichte eingegangen ist. Noch heute gilt der Pendle Hill als unheimlich und ist ein bei Geisterjägern beliebtes Gelände.

Clitheroe selbst hat auch so einiges an unheimlichen und merkwürdigen Dingen vorzuweisen und einer, der das alles kennt und weiß, ist Simon Entwistle, dessen Top Hat Tours zu lokalen, regionalen und überregionalen Spukorten führen. So bietet er u.a. eine Tour zu den Schauplätzen an, die mit den Pendle Witches zusammenhängen und eine Fahrt zu den „Spuk-Pubs“ im Ribble Valley. Auf Entwistles Programm steht auch ein Clitheroe Ghost Walk, der am Clitheroe Castle beginnt, einer alten Burg aus dem 12. Jahrhundert, in der eine White Lady und mehrere andere Gestalten spuken sollen. Dieser Film zeigt Simon Entwistle auf der Burg mit einigen seiner Geistergeschichten.

Über das Swan and Royal Hotel in der Castle Street und seine berühmten Gäste habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. Dort gibt es auch eine Ghost Story: Der Geist eines jungen Mädchens soll im obersten Stockwerk umgehen und die Gäste nerven, indem Bettdecken weggezogen und Vorhänge plötzlich zugezogen werden und die Toilettenspülung betätigt wird. Man sagt, es handelt sich dabei um eine 17jährige, die sich in einem Zimmer des Hauses das Leben genommen hat, weil sie schwanger war, ihre Eltern sie daraufhin verstoßen hatten und der Mann ihres Kindes im Zulukrieg in Afrika gefallen war.

Ein bis heute ungeklärter Mordfall ereignete sich am 19. März 1934 in Clitheroe, als der 46jährige Farmarbeiter Jim Dawson nach einigen Drinks im Edisford Bridge Hotel nachts nach Hause ging und plötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken spürte. Er kümmerte sich nicht weiter darum und ging zu Hause ins Bett. Am nächsten Morgen war sein Bett voller Blut und im Rücken klaffte eine Wunde. Dawsons begab sich in ein Krankenhaus, wo ein Arzt ein zugespitztes Metallteil aus seinem Rücken entfernte. Einige Tages später starb der Mann an Blutvergiftung. Wer hatte das Metallstück auf den Farmer abgeschossen? Detective Chief Superintendent Wilf Blacker, der mit der Untersuchung des Falles beauftragt wurde, stieß bei den Einheimischen auf eine Mauer des Schweigens. Niemand wollte mit ihm reden, er kam einfach nicht weiter, und so blieb der Fall ungeklärt. Die Vermutungen gingen dahin, dass es sich um ein Eifersuchtsdrama gehandelt haben soll.
Jennie Lee Cobban, die in Clitheroe zur Schule ging, hat ein Buch über den mysteriösen Fall geschrieben: „Wall of Silence: The Peculiar Murder of Jim Dawson of Bashall Eaves“ (Demdike Press 2005. 160 Seiten. ISBN 978-0955043703).

Clitheroe Castle.    © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Clitheroe Castle.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Swan and Royal in der Castle Street.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Swan and Royal in der Castle Street.
    © Copyright Alexander P Kapp and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Rdisford Bridge Hotel.   © Copyright JThomas and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Edisford Bridge Hotel.
   © Copyright JThomas and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

 

Published in: on 16. November 2016 at 02:00  Comments (2)  
Tags:

Spukorte – The Ancient Ram Inn in Wotton-under-Edge (Gloucestershire)

   © Copyright Brian Robert Marshall and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright Brian Robert Marshall and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Auf meinen Reisen durch England bin ich mit vielen Spukorten konfrontiert worden; das waren Hotels, Pubs, Kirchen, Burgen und Schlösser. Zu den unheimlichsten Orten, die ich aufgesucht habe, zählt der Ancient Ram Inn in dem kleinen Städtchen Wotton-under-Edge am westlichen Rand der Cotswolds in der Grafschaft Gloucestershire gelegen. 8 Potters Pond lautet die genaue Adresse, doch bekommt man hier schon seit langem kein Bier mehr gezapft, denn der ehemalige Gasthof aus dem 13. Jahrhundert (so steht es auf einem der Giebel geschrieben) ist in Privatbesitz. Ich konnte mir das Haus allerdings nur von außen ansehen.

Unter den Top Ten der „Haunted Places“ in Großbritannien, die The Guardian einmal veröffentlichte, steht The Ancient Ram Inn auf Platz 5 (nach dem Londoner Highgate Cemetery, der nicht mehr existierenden Borley Rectory in Essex, dem Pendle Hill in Lancashire und dem Red Lion in Avebury in Wiltshire).

Seit 1968 ist das Spukhaus im Besitz des heute 87 Jahre alten John Humphries, eines exzentrischen Mannes, der sich nach eigenen Angaben nur mit der Bibel in der Hand durch sein Gebäude bewegt, um dadurch vor den vielen Geistern und Wesen geschützt zu sein, die sein Haus bevölkern. Es soll dort so schlimm sein, dass es mehrere Mitbewohner nicht mehr aushielten und auszogen. Als sich John Humphries Anfang diesen Jahres ein Bein brach und auf Pflegepersonal angewiesen war, weigerte sich dieses anfangs, das Haus aufzusuchen; schließlich kamen die Pflegerinnen doch, aber immer nur zu zweit.

Das ehemalige Gasthaus am Potters Pond wurde schon von vielen Geisterjägern aufgesucht. Am 17. September diesen Jahres organisierte Fright Nights (ich berichtete in meinem Blog darüber) eine „Ghost Hunt“ im Ancient Ram Inn, die schnell ausgebucht war. Zwischen 20 Uhr und 2 Uhr in der Nacht hatten die Teilnehmer freien Zugang zu allen Räumen des gruseligen Hauses (schwangere Frauen waren nicht zugelassen); eine Séance wurde abgehalten und andere Kommunikationsversuche mit dem Jenseits.

Die Fernseh-Crew der Sendereihe „Most Haunted“ verbrachte in dem Haus eine extrem ungemütliche Nacht (hier zu sehen), der Ghost Club war schon zu Besuch, ebenso North London Paranormal Investigations, The Ghostfinder Paranormal Society, The Institute of Paranormal Research, The Severnside Centre for Fortean Reserach und und und. Auf Youtube kann man sich viele Filme über die nächtlichen Geisterjagden ansehen.

   © Copyright Brian Robert Marshall and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

    © Copyright Brian Robert Marshall and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright Brian Robert Marshall and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright Brian Robert Marshall and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 23. September 2016 at 02:00  Comments (1)  
Tags: ,

Mein Buchtipp – Rupert Matthews: Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ich glaube, in keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Bücher zum Thema „Spukorte“ wie in England und nirgendwo habe ich so viele Menschen getroffen, die an „ghosts“ oder „spirits“ glauben und von persönlichen Begegnungen mit dem Übernatürlichen erzählen. Da mich dieses Thema auch sehr interessiert, habe ich mir im Laufe der Jahre viele Bücher zugelegt, die sich damit beschäftigen, unter anderen auch „Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire“ von Rupert Matthews, werden darin doch Geschichten aus meiner Lieblingsgrafschaft Buckinghamshire erzählt. Der Autor ist Mitglied der Society of Psychical Research und des Ghost Clubs und hat weitere Bücher über „Haunted Places“ u.a. in Devon, Kent und Wiltshire geschrieben.

Einige Beispiele, alle aus Buckinghamshire:
Im Chenies Manor House wurde in den 1970er Jahren ein bis dahin unbekanntes Zimmer entdeckt und seitdem ist von einer geisterhaften, dunkelgekleideten Person die Rede, die in dem Haus umgeht. Obwohl man die Tür zu besagtem Zimmer immer fest schließt, wird sie ständig geöffnet wieder vorgefunden.

In der High Street von Chalfont St Peter hat man mehrfach eine Pferdekutsche gesichtet, die vor der ehemaligen Kutschenstation The Greyhound anhält und die sich dann allmählich in Luft auflöst.

Im Hughenden Manor, dem ehemaligen Wohnsitz von Benjamin Disraeli, wird der frühere Hausherr hin und wieder im Treppenhaus gesichtet, wo er mit Papieren in der Hand steht und nach wenigen Sekunden verschwindet.

In Great Missenden soll ein schwarzer Mönch sowohl tags als auch nachts das Gelände der Abtei heimsuchen, und in der Hauptstraße, dort wo der Gasthof The George steht, will man ebenfalls des Öfteren eine schwarzgekleidete unheimliche Gestalt gesehen haben.

Rupert Matthews: Haunted Places of Bedfordshire & Buckinghamshire. Countryside Books 2004. 95 Seiten. ISBN 978-1853068867.

Chenies Manor House.   © Copyright Mark Percy and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Chenies Manor House.
   © Copyright Mark Percy and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Greyhound in Chalfont St Peter.   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Greyhound in Chalfont St Peter.
   © Copyright Nigel Cox and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hughenden Manor.    © Copyright Rob Farrow and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hughenden Manor.
  © Copyright Rob Farrow and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Great Missenden Abbey.   © Copyright Peter and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Great Missenden Abbey.
    © Copyright Peter and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 20. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Spukorte – Die B3212 im Dartmoor bei Postbridge in Devon

Die B3212 zwischen Postbridge und Two Bridges.   © Copyright Alan Hunt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die B3212 zwischen Postbridge und Two Bridges.
 © Copyright Alan Hunt and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Auf einem Teilstück der B3212 im Dartmoor (Devon) kam es immer wieder zu zahlreichen Unfällen, deren Ursache manchmal unklar war. Vor allem zwischen Postbridge und Two Bridges verunglückten Autos, manchmal mit tödlichem Ausgang. Bei schönem Wetter sieht das Dartmoor eigentlich ganz freundlich aus, doch wenn das Hochmoor im Nebel liegt, herrscht eine ganz andere Atmosphäre und wer nachts unterwegs ist, sieht das alles mit ganz anderen Augen. Ich bin selbst einmal an einem nebelverhangenen Tag durch das Moor gefahren und traf dabei auf zwei große Hunde, wobei sofort Erinnerungen an The Hound of the Baskervilles wach wurden.

Mehrere der Fahrer, die auf der B3212 verunglückten, erzählten eine unglaubliche Geschichte wie es zu dem Unfall kam. Während der Fahrt hätten sich plötzlich unheimliche behaarte, körperlose Hände auf das Lenkrad gelegt und das Fahrzeug von der Straße manövriert. Die Hände sollen soviel Kraft gehabt haben, dass ein Gegenlenken nicht möglich war. Merkwürdigerweise ähnelten sich alle diese Geschichten sehr stark und nach Presseberichten waren bald im ganzen Land die „Hairy Hands“ vom Dartmoor bekannt und berüchtigt. Nicht nur Autofahrer hatten diese unheimliche Begegnung, auch Motorradfahrer waren betroffen wie einmal im Jahr 1921 als Dr Helby, Angestellter des nahegelegenen Dartmoor Prison, tödlich verunglückte. Zwei Kinder, die im Beiwagen mitfuhren, erzählten wie der Arzt verzweifelt um die Kontrolle des Motorrades gekämpft hatte, als ob jemand gegen seinen Willen das Lenken übernommen hätte.

Eine andere Geschichte machte einige Jahre später die Runde, als ein in einem Wohnwagen campierendes Pärchen erzählte wie sie eines Nachts aufwachten und die Hairy Hands am Fenster sahen, die offensichtlich einen Weg in das Innere des Caravans suchten.

Erklärungsversuche für die Vorgänge gab es einige, zum Beispiel dass die Hände einem ehemaligen Insassen des berüchtigten Dartmoor Gefängnisses gehörten, der seine Opfer stets erwürgt hatte, oder einem anderen Kriminellen, dem man vor langer Zeit zur Strafe die Hände abgehackt hatte. Eine ganz andere Erklärung für die vielen Unfälle auf dem Straßenstück haben die Bewohner des Dartmoors, die behaupten, dass manche Fremde viel zu schnell auf der unübersichtlichen Straße unterwegs waren und dadurch die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren haben. Doch warum sollten die Fahrer, die von den Hairy Hands vorher noch nie gehört hatten, unabhängig voneinander die gleiche Geschichte erzählen?

Dieser Film vollzieht die Geschichte von den Hairy Hands noch einmal nach.

Ein kleiner, knapp 12minütiger Spielfilm mit dem Titel „The Hairy Hands“ wurde 2010 gedreht und ist hier in voller Länge zu sehen (er ist nicht für Zartbesaitete geeignet!).

Published in: on 7. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , ,

Spukorte – St Thomas of Canterbury Church in Lapford (Devon)

St Thomas of Canterbury in Lapford (Devon).   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Thomas of Canterbury in Lapford (Devon).
    © Copyright Philip Halling and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Canterbury ist weit weg von der Kirche St Thomas of Canterbury in Lapford in der Grafschaft Devon, zur Diözese von Exeter gehörend. Thomas Beckett, nach dem die Kirche benannt ist, soll am Jahrestag seiner Ermordung in der Kathedrale von Canterbury, also am 29. Dezember,  hier in Lapford durch die Straßen reiten, um einen seiner Mörder, William de Tracey, zu konfrontieren, der aus einem der Nachbardörfer stammte. Doch auf diese Spukgeschichte möchte ich heute nicht näher eingehen, sondern auf eine andere, in der ein ehemaliger Pfarrer von St Thomas of Canterbury im Mittelpunkt steht: John Arundel Radford (1799-1861).

Für einen Geistlichen führte Radford einen recht lockeren Lebenswandel. Er war verheiratet, doch galt er im Dorf durchaus als „womanizer“. Mindestens 14 Kinder soll er gezeugt haben und sein Leben lang schleppte er einen Schuldenberg mit sich herum. Als ein neuer Vikar, John Sparke Cookesley, nach Lapford kam, änderte sich einiges für Radford. Der junge Mann sah sehr gut aus, was die Dorfbewohnerinnen wohlwollend zur Kenntnis nahmen. Der Pfarrer mochte das nicht, ja, er wurde ziemlich eifersüchtig, und als dann auch noch seine eigene Frau dem Charme des Neuen zum Opfer fiel, riss sein Geduldsfaden und es kam zu ständigen Streitereien. Als man eines Tages Cookesley tot in seinem Bett fand, war klar, dass Radford seine Hände im Spiel hatte. Er wurde wegen Mordes verhaftet und vor ein Gericht gestellt. Dort fanden ihn die Geschworenen zwar für schuldig, doch sie verurteilten ihn nicht zum Tode, weil er ja immerhin ein Geistlicher war. Schon nach kurzer Zeit war Radford wieder zurück in Lapford und arbeitete weiter in seiner Funktion als Priester. Er stand jetzt unter Beobachtung seiner Vorgesetzten, ließ sich aber nichts weiter zu Schulden kommen.

Als er sein Ende nahen fühlte, sprach er den Wunsch aus, im Inneren der Kirche von St Thomas of Canterbury begraben zu werden. Sollte sein Wunsch nicht akzeptiert werden, drohte er, zurückzukommen und das Dorf heimzusuchen. Die Kirchenoberen erfüllten den Wunsch nicht und so wurde Radford außerhalb beigesetzt. Prompt machte „The Reverend Ruffian“, wie er auch genannt wurde, seine Drohung wahr, und er bzw. sein Geist erscheint seitdem auf dem Kirchhof und im Dorf. Dabei soll er einen bösartigen und ärgerlichen Gesichtsausdruck zur Schau tragen. Ja, hätte er seinen Mit-Geistlichen am Leben gelassen, würde er jetzt seine ewige Ruhe innerhalb von St Thomas of Canterbury gefunden haben.

Published in: on 8. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Spukorte – Die Ruinen der Cold Christmas Church bei Thundridge in Hertfordshire

With friendly permission of Nigel Lomas.

With friendly permission of Nigel Lomas.

Einen einsameren und verlasseneren Ort als die Cold Christmas Church kann man sich kaum vorstellen. Eigentlich heißt sie ja Little St Mary’s, aber die Einheimischen nennen sie nur Cold Christmas Church. Was von der ursprünglichen Kirche übriggeblieben ist (der langsam verfallende Turm und alte Grabsteine), steht in einem Wäldchen nahe des Cold Christmas Lanes, der von dem Dorf Thundridge in Hertfordshire nach Osten führt.
Woher kommt der Name Cold Christmas? Vor langer Zeit soll es einmal einen extrem kalten Winter in der Region gegeben haben, dem zur Weihnachtszeit zahlreiche Kinder zum Opfer fielen. Aus diesem Anlass benannte man das winzige Dörfchen, in dem die Kinder wohnten, in Cold Christmas um. Sie wurden auf dem Kirchhof  von St Mary’s beigesetzt. Die Anfänge der Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; sie diente der Familie des Grundbesitzers Hugh de Desmaisnils als privater Andachtsort. Bis zum Jahr 1853 blieb sie erhalten, wurde dann aber bis auf den Turm abgerissen, und da steht sie nun, allein und verlassen. Die Eingangstür ist versperrt, denn es besteht die Gefahr, dass Teile der Mauern im Laufe der Zeit einstürzen. Umgeben ist die Cold Christmas Church von den Überresten von uralten Gräbern, deren Inschriften oft kaum mehr zu entziffern sind.

Wundert es da, dass die Kirche als „haunted“ gilt? Angeblich sollen sich Hexen und Teufelsanbeter diesen Ort für ihre Rituale ausgesucht haben. Besucher wollen furchteinflößende knurrende Laute aus dem Turm vernommen und eine schwarze Gestalt zwischen den Gräbern gesehen haben. 1978 berichtete eine Frau von ihrer Begegnung mit einer Gruppe von Soldaten, die aus der Kirche kam und mitten durch sie hindurchlief. Schon bei Tage wirkt die Cold Christmas Church etwas unheimlich, wie mag das wohl erst nachts sein?

Dieser atmosphärisch dichte Film vermittelt einen ersten Eindruck von der Kirchenruine und ihrem Friedhof.

   © Copyright John Pilkington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

    © Copyright John Pilkington and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

 

Published in: on 5. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Famous Graves – Richard Cabells Grabmal in Buckfastleigh (Devon)

Squire Richard Cabells Grabmal auf dem Kirchhof von Holy Trinity.   © Copyright Adrian Platt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Squire Richard Cabells Grabmal auf dem Kirchhof von Holy Trinity.
 © Copyright Adrian Platt and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Im 17. Jahrhundert lebte in Buckfastleigh (Devon) am Rande des Dartmoors ein Mann, den man getrost als Stinkstiefel bezeichnen kann. Squire Richard Cabell quälte und misshandelte jeden, der ihm unter die Finger kam, egal, ob es sich dabei um seine Frau, seine Kinder, seine Diener oder um Tiere handelte. Er war damals der meistgehasste Mann in der Region, dem man nachsagte, dass er seine Seele dem Teufel verschrieben hatte. Es ging sogar das Gerücht um, Squire Cabell hätte seine Frau ermordet.
Ganz plötzlich starb der Mann am 5. Juli 1677 und man kann nicht sagen, dass die Trauer in Buckfastleigh besonders groß war. Ob es bei seinem Tod mit rechten Dingen zuging? Man forschte damals lieber nicht nach, vielleicht hatte ja jemand etwas nachgeholfen, aber das wollte niemand so genau wissen. Richard Cabell wurde auf dem Kirchhof der Holy Trinity Church im Familiengrab beigesetzt und in der Nacht soll eine Meute von riesigen Hunden aus dem Dartmoor gekommen sein, die an seinem Grab heulten und jaulten. Den Dorfbewohnern war das alles zuviel und so verbarrikadierten und vergitterten sie das Grabmal und legten einen großen schweren Stein auf die Grabstelle, um sicherzugehen, dass Cabell nicht daraus entfliehen konnte. Viele Menschen machten einen große Bogen um Cabells letzte Ruhestätte, denn immer wieder hörte man Berichte über unheimliche Vorgänge dort und oft waren die besagten Hunde aus dem Dartmoor involviert.

Sir Arthur Conan Doyle soll von der Geschichte gehört und seinen Roman „The Hound of the Baskervilles“ (dt. „Der Hund von Baskerville“) darauf basiert haben, wobei Richard Cabell als Vorbild für Sir Hugo Baskerville diente.

Holy Trinity Church hat eine lebhafte Vergangenheit. Dadurch, dass die Kirche ziemlich einsam liegt, war ihr Kirchhof ideal für „bodysnatcher„, die Leichen ausgruben, um sie gewinnbringend an medizinische Hochschulen zu verkaufen, die einen ständigen Bedarf für Forschungszwecke hatten. 1849 fielen Teile der Kirche einer Brandstiftung zum Opfer; nachdem auch noch der Kirchturm vom Blitz getroffen worden war, reparierte man das Gotteshaus wieder. Im Zweiten Weltkrieg gingen einige Kirchenfenster zu Bruch, auf Grund von Bombenabwürfen ganz in der Nähe. Doch der Todesstoß für Holy Trinity ereignete sich am 21. Juli 1992, als nachts in die Kirche eingebrochen und unter dem Altar ein Feuer gelegt wurde; das Gebäude brannte vollkommen aus. Wer hatte diese Tat begangen? Man munkelte in Buckfastleigh, dass dieser Brand auf das Konto von Satanisten ging, die seit langer Zeit die Kirche und das Grab von Squire Richard Cabell als Treffpunkt für ihre Rituale auserkoren haben sollen. Hier ist ein Film über die Kirche.

Holy Trinity ist eine Ruine, lediglich der Turm hatte bei dem Brand keine größeren Schäden erlitten, und so kann man hin und wieder die Glocken der Kirche hören.

Über Buckfastleigh habe ich in meinem Blog zweimal geschrieben, einmal über den Buckfast Tonic Wine, der in der Abbey hergestellt wird, und über den Valiant Soldier, „the Pub where time was never called“.

Die Ruinen von Holy Trinity.   © Copyright Adrian Platt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Ruinen von Holy Trinity.
   © Copyright Adrian Platt and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Spukorte – The Bear Inn in Stock (Essex)

   © Copyright Chris Morgan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright Chris Morgan and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Leider habe ich im The Bear Inn in Stock (Essex) an der B1007 noch kein Pint getrunken, weil ich dort immer vor den Öffnungszeiten durchgefahren bin. Der Gasthof liegt ein Stück von der High Street zurück und das Pubschild ziert ein dicker Braunbär. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

In vielen Bücher über „haunted Pubs“ wird The Bear gelistet, denn um ihn rankt sich die Geschichte von Charlie the Spiderman; das war ein Stallknecht im 18. Jahrhundert, dessen Aufgabe es war, sich um die Pferde der Gäste zu kümmern. Charlie war dem einen oder anderen Pint natürlich nicht abgeneigt, aber er hatte ein Problem: Als Stallbursche verdiente er nur sehr wenig und Bier kostete Geld. Eines Tages kam er auf eine Idee, um sich noch zu weiteren Pints zu verhelfen, die er umsonst bekommen konnte. Er verdingte sich im The Bear Inn sozusagen als Hobby-Zauberer und das ging so. In den einzelnen Räumen des Pubs gab es Kamine, die sich alle irgendwo im oberen Stockwerk vereinigten, was aber nicht alle wussten. Charlie schnappte sich also einen Krug Bier und kletterte einen der Kamine nach oben, wo er in Ruhe sein Bier austrank. Dann kletterte er einen anderen Kamin wieder hinunter und: Tata, da war er wieder, aber in einem anderen Raum. Die „locals“ kannten den Trick natürlich, aber die „first-timer“ nicht und staunten. Gern gaben sie dem Knecht daraufhin ein Bier aus. Da man ziemlich gelenkig sein musste, um zwischen den Kaminen hin und herzuklettern, nannte man Charlie in Stock den „Spiderman“.

An einem Weihnachtsabend spielte Charlie sein Spiel wieder einmal. Die Einheimischen langweilte das allmählich und so wollten sie ihn zu ihrem eigenen Vergnügen ausräuchern. Sie fachten das Kaminfeuer noch einmal kräftig an und freuten sich schon auf einen rußschwarzen, verschwitzten Spinnenmann…doch es kam niemand von oben heruntergehastet. Charlie war nicht mehr, er erlitt einen jämmerlichen Erstickungstod. Jetzt gibt es zwei verschiedene Versionen über das Ende der Geschichte: In der einen wird Charlie eingeklemmt zwischen zwei Kaminen später aufgefunden, in der anderen findet man Charlie überhaupt nicht mehr, trotz gründlichen Kaminfegens. Und so meinen manche, dass der Stallknecht noch immer irgendwo in dem Kaminlabyrinth, mittlerweile gut durchgeräuchert, feststeckt.

Der Geist Charlies aber ist noch aktiv; so heißt es, dass der eine oder andere Gast und auch die Landlords des Pubs ihn zum Beispiel mit dem Kopf nach unten in einem der Kamine hängen gesehen haben. Rußspuren tauchen unerklärlicherweise auf dem Teppichboden des Gasthauses auf und einige behaupten sogar, den Spiderman in voller Stallknechtmontur gesehen zu haben wie er aus einem Kamin heraustrat.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Spiderman, bei meinem nächsten Besuch in Essex werde ich hier einmal einkehren und vielleicht ein Pint Bombardier Glorious English probieren.

The Bear Inn
16 The Square
Stock
Ingatestone CM4 9LH

 

 

Spukorte – Thornton Abbey in Lincolnshire

   © Copyright Paul Harrop and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

    © Copyright Paul Harrop and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Viel ist von der Thornton Abbey in Lincolnshire nicht erhalten geblieben, die wie so viele andere auch durch die „Dissolution of the Monasteries“, der Auflösung der englischen Klöster durch Order Heinrichs VIII., betroffen war. Heute kümmert sich der English Heritage um die Instandhaltung der alten Mauern. Zwischen den Ruinen und dem Gatehouse grasen Schafe, die aber wohl kein allzu großes Interesse an den alten Gemäuern haben. Das beeindruckende Gatehouse erinnert  ein wenig an den Layer Marney Tower in Essex, über den ich in meinem Blog einmal geschrieben habe.

Immer wieder berichteten Besucher der Thornton Abbey von unheimlichen Begegnungen auf dem Gelände. Einige bekamen plötzlich einen Stoß in den Rücken versetzt, einige erzählen von eigenartigen Schatten in den Ecken der Ruine und von wispernden Stimmen. Verantwortlich dafür könnte Thomas de Gretham sein, ein Abt aus dem 13. Jahrhundert, dem man nachsagte, dass er der Schwarzen Kunst nachging, und der sich in ein junges Mädchen namens Heloise verliebt hatte. Als die Affäre bekannt wurde, ließ ihn sein Vorgesetzter zur Strafe in ein Zimmer in der Abtei einmauern, so dass der arme Mann dort einsam und allein dahinsiechte und schließlich starb. Bei Bauarbeiten in den 1830er Jahren stieß man auf ein Geheimzimmer, in dem man das Skelett eines Mannes in einer Mönchskutte fand. Waren das die sterblichen Überreste von Thomas de Gretham?
Heloise starb bald nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Geliebten an gebrochenem Herzen und wurde auf dem Anwesen ihrer Familie beerdigt.

Dieser Film vermittelt einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Thornton Abbey und des Torhauses und dieser Film zeigt das Gelände aus einer anderen Perspektive, von einem Quadcopter aus aufgenommen.

Thornton Abbey liegt rund drei Kilometer von der Mündung des Flusses Humber entfernt an der College Road, die von East Halton nach Barrow-upon-Humber führt. Hier sind die Öffnungszeiten zu finden.

Das imposante Gatehouse.    © Copyright Paul Harrop and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das imposante Gatehouse.
   © Copyright Paul Harrop and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 27. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Spukorte – Das Londoner Theatre Royal Drury Lane und The Man in Grey

Das Theatre Royal Drury Lane in London.   © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Theatre Royal Drury Lane in London.
    © Copyright Richard Croft and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Bei einer Führung, die ich vor einiger Zeit durch das Londoner Theatre Royal Drury Lane mitmachte, wurden die Teilnehmer auch hinter die Kulissen des ältesten Theaters der Stadt geführt und der Zuschauerraum stand ebenfalls auf dem Programm. Neben den interessanten Fakten über die Aufführungen, die hier bereits stattfanden, äußerte sich unser Führer detailliert über die Spukgeschichten, die sich schon seit langer Zeit um das Haus ranken. Im Mittelpunkt dieser Erzählungen steht immer wieder The Man in Grey, eine Gestalt, die sich meist tagsüber zeigt und die schon von sehr vielen Besuchern und am Theater Beschäftigten gesehen worden ist. Diese geisterhafte Gestalt erscheint oft im zweiten Rang, bekleidet ist sie mit einer gepuderten Perücke, einem Dreispitz und einem grauen Reitmantel. The Man in Grey nimmt immer den gleichen Weg, von der einen Seite des zweiten Rangs humpelt er zur anderen Seite und verschwindet dort durch eine Wand.
1939, bei einer Fotosession auf der Bühne, wurde die Gestalt von den meisten der anwesenden Schauspielern gesehen wie sie ihren üblichen Weg auf dem zweiten Rang nahm.
Man sagt, Schauspieler seien abergläubisch und das trifft sicher auch auf viele der im Drury Lane beschäftigten zu, denn das Erscheinen des Man in Grey vor einer Premiere signalisiert einen erfolgreichen Verlauf des Theaterstücks, heißt es jedenfalls. So geschehen bei Miss Saigon, Oklahoma, South Pacific und The King and I.

Wer ist nun dieser mysteriöse Mann, der offenbar eine enge Verbindung zu dem Theater hat und an dem Wohlergehen der Aufführungen sehr interessiert ist? Man weiß es nicht, aber es könnte sich um jemanden handeln, der im Theatre Royal Drury Lane ermordet worden ist. Bei Renovierungsarbeiten in den 1870er Jahren fanden Bauarbeiter hinter einer Mauer (durch die der Geist immer verschwindet) einen Raum, den bisher niemand kannte. Darin fanden sie ein Skelett, in dessen Rippen noch immer ein Dolch steckte; an dem Toten fand man Überreste von grauer Kleidung. Handelte es sich dabei um ein Eifersuchtsdrama aus vergangener Zeit, bei dem ein eifersüchtiger Schauspieler seinen Nebenbuhler erdolcht und dann in diesem Raum versteckt hat? Man wird es wohl nie mehr erfahren.

Außer dem Man in Grey gibt es im Theater weitere geisterhafte Erscheinungen, so will man den berühmten Clown Joseph Grimaldi (1778-1837) mehrfach gesehen und „gespürt“ haben, denn der Clown hat die Vorliebe Theaterpersonal in den Hintern zu treten. Und noch ein Clown und Pantomime sucht in geisterhafter Form das Theater auf: Dan Leno (1860-1904). Auch er hat die unangenehme Angewohnheit Schauspieler zu schubsen und an der Perücke zu ziehen, während diese in den Kulissen stehen und auf ihren Auftritt warten. Dan Leno verfiel am Ende seines Lebens in geistige Umnachtung.

Eine Aufführung im Theatre Royal Drury Lane in der Catherine Street, in dem zurzeit Roald Dahls Charlie and the Chocolate Factory gespielt wird, ist also nie langweilig, denn man weiß nie, was da noch so alles geschehen wird. Vielleicht sollte man sich bei einem Besuch einen Platz im zweiten Rang reservieren lassen…

Dieser Film zeigt ein Team von Geisterjägern im Theater bei der Arbeit.

 

 

   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

    © Copyright Thomas Nugent and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 28. Februar 2016 at 02:00  Comments (2)  
Tags:

Village Signs – Canewdon in Essex

Author: Terryjoyce. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Author: Terryjoyce.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Das Dorfschild von Canewdon in Essex steht am westlichen Ortseingang an der Larkhill Road, dort, wo eine schmale Straße zur St Nicholas Church abbiegt. Canewdon selbst liegt ein paar hundert Meter südlich des River Crouch und der bildet eines der Elemente auf dem Village Sign. In dem Fluss steht ein Mann, der offensichtlich King Canute (Knut der Große) darstellen soll, der hier am River Crouch im Jahr 1016 ein Lager errichtete, während er in der Schlacht von Assandun kämpfte. Obwohl Canewdon und Canute sehr ähnlich klingen, leitet sich der Ortsname von „Hill of Cana’s People“ ab.

Weiterhin sehen wir auf der linken Seite des Ortsschilds einen großen Sendemasten, der im Zweiten Weltkrieg zur RAF Chain Home Radar Station gehörte, einer Kette von Radarstationen, die entlang der Küste installiert worden waren. Auf dem Hügel im Hintergrund steht die Dorfkirche von Canewdon, St Nicholas, die sich durch ihre exponierte Lage im Ersten Weltkrieg als Beobachtungs- und Signalposten anbot. Der imposante Kirchturm soll von Heinrich V in Dankbarkeit für seinen Sieg in der Schlacht von Agincourt errichtet worden sein. Von dort oben hat man einen weiten Blick auf die Mündung des River Crouch.

Eine Besonderheit auf dem Ortsschild, die man wohl nur sehr selten zu sehen bekommt, ist eine Hexe, die auf ihrem Besen über den Himmel fliegt, ein Hinweis darauf, dass Canewdon schon immer eine Rolle als Dorf der Hexen gespielt hat. Die Legende besagt, dass es in dem Dorf, solange der Kirchturm steht, immer sechs Hexen geben wird, drei von niederem Stand, drei von höherem Stand. Immer dann, wenn vom Turm ein Stein herunterfällt, wird eine der Hexen sterben und durch eine andere ersetzt werden. Eine besonders mysteriöse Gestalt war die männliche Hexe George Pickingill (1816-1909), der magische Kräfte besessen haben soll und zu dem Menschen von weit her kamen, um sich seinen Rat zu holen. Pickingill starb in Canewdon und wurde auf dem Kirchhof begraben. Noch kurz nach seinem Tod soll er seine übernatürlichen Fähigkeiten gezeigt haben, was sich dadurch manifestierte, dass eines der Pferde, die seinen Sarg zogen, durchging. Man sagte Hexen nach, dass sie Tiere, insbesondere Pferde, durch ihren Willen manipulieren könnten.

In der Kirche St Nicholas und auf dem Kirchhof will man schon mehrfach geisterhafte Gestalten gesehen haben, darunter eine Frau ohne Kopf und eine „Grey Lady“ ohne Gesicht, mit einer hutartigen Haube auf dem Kopf.
Hier ist ein Film über St Nicholas und die Hexen von Canewdon.

St Nicholas Church.   © Copyright Glyn Baker and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Nicholas Church.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Glyn Baker and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 19. Februar 2016 at 02:00  Comments (3)  
Tags:

Spukorte – George’s Lane in Calverton (Nottinghamshire)

George's Lane bei Calverton.   © Copyright Alan Murray-Rust and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

George’s Lane bei Calverton.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Alan Murray-Rust and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das kleine Dorf Calverton in Nottinghamshire, etwa auf halber Strecke zwischen Nottingham und Mansfield, kann sich gleich mehrerer Spukorte rühmen. Neben einigen Häusern, in denen es nicht mit rechten Dingen zugehen soll, ist es vor allem der George’s Lane, der nach Anbruch der Dunkelheit sehr unheimlich ist. Die lange gewundene Straße, die zwischen Feldern und Wäldern  hindurchführt, kommt von Süden in das Dorf hinein. Aufgrund der vielen Kurven hat es hier schon einige Unfälle gegeben und so soll es Taxifahrer geben, die wegen des schlechten Rufes der Straße lieber einen Umweg fahren, wenn sie Fahrgäste nach Hause bringen wollen.

Schon seit den 1930er Jahren erzählen die Bewohner von Calverton immer wieder von unheimlichen Begebenheiten, die sie auf dem George’s Lane erlebt haben. Dabei geht es immer wieder um eine gruselige Gestalt, die neben der Straße auftaucht und Fußgänger, die es tatsächlich wagen, des Nachts hier entlangzugehen, verfolgt. Die Gesichtszüge des schwarzgekleideten Wesens sind nicht zu sehen, aber unter dem breitkrempigen Hut, so schildert es einer der Betroffenen, zeichnet sich eine lange gebogene Nase ab. Am Ortseingang jeweils lässt der Verfolger von seinem „Opfer“ ab und verschwindet wieder in den Büschen.

Eine Autofahrerin berichtete, dass sie bei der nächtlichen Anfahrt auf Calverton bei einem Blick in den Rückspiegel die gleiche unheimliche Gestalt auf dem Rücksitz erblickte. Man sich ihren Schrecken gut vorstellen. Erst als sie in die Einfahrt zu ihrem Haus einbog, verschwand das schwarzgekleidete Phantom.

Eine junge Frau hatte ebenfalls eine sehr merkwürdige Begegnung, als sie eines Abends auf dem George’s Lane nach Hause fuhr. Eine dunkle Gestalt lief ihr plötzlich über den Weg, wodurch sie zu einer Vollbremsung gezwungen wurde. Sie stieg aus und fürchtete, eine verletzte Person vor sich zu haben; doch sie fand niemanden. Sie holte ihren Vater aus dem Dorf und beide suchten gemeinsam mit einer Taschenlampe die vermeintliche Unfallstelle ab…vergebens.

Ängstliche Menschen sollten also, zumindest des Nachts, einen großen Bogen um Calverton machen. 

Published in: on 6. Februar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Spukorte – Das Berry Pomeroy Castle bei Totnes in Devon

   © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Richard Croft and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Einsam in einem Waldstück gelegen, findet man die Ruinen des Berry Pomeroy Castles, nicht allzuweit von der Kleinstadt  Totnes in Devon entfernt. Wir waren die einzigen Besucher an einem trüben Vormittag und konnten uns ungestört der Atmosphäre dieser alten Burg hingeben, die Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurde.

Die Burg gehörte erst der Pomeroy-Familie und wurde 1547 von Edward Seymour, dem ersten Duke of Somerset, gekauft. Im Besitz der Seymour-Familie blieb das Berry Pomeroy Castle auch, aber nach und nach verlor die Familie das Interesse an dem alten Gemäuer, wohl auch weil es so weit von London entfernt lag. Um das Jahr 1700 herum war es schon eine malerische Ruine und so blieb es auch bis zur heutigen Zeit. Die Burg gehört heute noch immer dem Duke of Somerset, wird aber vom English Heritage verwaltet.

Es heißt, dass das Berry Pomeroy Castle „haunted“ ist, also von mehreren Geistern heimgesucht wird. Da soll es eine „White Lady“ geben, die im Kerker der Burg spukt, und eine „Blue Lady„, die ihre eigenen Kinder erdrosselt haben soll und nun aus lauter Verzweiflung in den Ruinen herumirrt. Auch von zwei Pomeroy-Brüdern ist die Rede, die samt Pferden und in voller Rüstung von den Burgmauern in den Tod gesprungen sind, als die Burg einmal belagert wurde.

Die Crew von Living TVs Serie „Most Haunted“ mit Yvette Fielding und Derek Acorah besuchte im Jahr 2005 in der 5. Staffel Berry Pomeroy  und sie verbrachten hier eine äußerst gruselige Nacht, in der die Moderatorin minutenlang in eine Ohnmacht fiel.

Ich hatte bei meinem Besuch keine ungewöhnlichen Erscheinungen, aber vielleicht hatte ich nicht genau genug hingesehen. Im Internet gibt es viele Augenzeugenberichte über unheimliche Begegnungen auf dem Gelände.

Folgender Film wurde an einem hellen sonnigen Tag gedreht. Man stelle sich die Ruinen aber einmal in einer mondlosen Nacht vor…

   © Copyright Mike Searle and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Mike Searle and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mein Guidebook.

Mein Guidebook.

Spukorte – Die Sheep Street in Skipton (North Yorkshire)

Die Sheep Street in Skipton.   © Copyright Robert Murray and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Sheep Street in Skipton.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Robert Murray and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Auf die Frage, welches denn in Yorkshire die Straße mit den meisten Geistererscheinungen ist, neigt man zu den Antworten „The Shambles“ oder „Goodramgate“ in York, die beide jede Menge Übernatürliches aufzuweisen haben; stimmt aber nicht, meint zumindest Malcolm Hanson aus Skipton in North Yorkshire. Hanson, ein ehemaliger Rockmusiker, hat sich auf die Erforschung seiner näheren Heimat spezialisiert und bietet in Skipton historische Stadtrundgänge und Ghost Walks an. Bei seinen Recherchen hat er einmal die Sheep Street genau unter die Lupe genommen und so ziemlich jeden befragt, der in der Straße wohnt oder dort ein Geschäft hat. Ergebnis dieser Untersuchung: In der Sheep Street „wohnen“ so viele Geister, dass sie als „Yorkshire’s most haunted street“ gelten kann.

Ich bin einmal durch die vom Skipton Castle dominierte lebhafte Stadt spaziert, ohne allerdings zu wissen, welchen Ruf die Sheep Street hat, eine Fußgängerzone, die parallel zur High Street verläuft. Tagsüber wirkt diese Straße wie auch die beiden oben erwähnten in York wie jede andere auch, aber wenn es Nacht wird…

Da ist einmal der Woolly Sheep Inn, der auch über 12 Zimmer verfügt, und in Zimmer Nummer 3 soll es besonders unheimlich zugehen, so dass Leute mit einer Affinität zu Spukgeschichten speziell diesen Raum zur Übernachtung buchen. Auch die Kellerräume des Pubs sind nichts für Menschen mit einem schwachen Nervenkostüm, denn dort, wo die Bierfässer aufbewahrt werden, wurde schon eine Dame in einem rosafarbenen Abendkleid gesichtet, deren Beine erstaunlicherweise durch den Kellerboden hindurchgingen; dort wurde bei Renovierungsarbeiten der Boden einmal etwas angehoben. Hier ist ein Film über den Woolly Sheep Inn zu sehen.

Nur ein paar Schritte vom Pub entfernt, steht das Bradford & Bingley-Gebäude, eine Immobilienfirma, auf dessen Dachboden es nicht mit rechten Dingen zugehen soll, denn hier war einmal das Pesthaus der Stadt Skipton untergebracht.

In einem Fotoladen in der Sheep Street treibt ein kleines Mädchen sein Umwesen, das schon häufig mit einem Teddybär im Arm gesehen wurde. Es verstreut Gegenstände auf dem Fußboden des Ladens und löst hin und wieder, besonders ärgerlich, den Alarm der Diebstahlsicherung aus.

Auf dem Dachboden eines anderen Gebäudes geht „Mr. Crump the Chemist“ um, ein Apotheker, der sich um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) hier oben das Leben nahm, indem er sich an einem Seil aufhängte.

Es gibt noch andere „ghosts“ hier in der kopfsteingepflasterten Straße und auch in der näheren Umgebung. Wer mag, kann an einer der Ghost Tours teilnehmen, die Malcolm Hanson durchführt. Aber auch für alle diejenigen, die mit Geistern nichts zu tun haben wollen, ist Skipton eine besuchenswerte, kleine Stadt am Eingang zum Yorkshire Dales National Park, in der man auf nette Weise spazieren gehen kann.

Dieser Film zeigt einen Spaziergang, der über die High Street und dann durch die Sheep Street führt.

Der haunted Pub in der Sheep Street.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der „haunted Pub“ in der Sheep Street.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Alexander P Kapp and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 25. Dezember 2015 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

Spukorte in England – Bagdale Hall in Whitby (North Yorkshire)

   © Copyright Mike Kirby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Mike Kirby and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In den über sechs Jahren, in denen ich meinen Blog schreibe, habe ich schon zehnmal über die Hafenstadt Whitby an der Ostküste der Grafschaft North Yorkshire berichtet. Dieser Ort bietet außer seiner außerordentlich schönen Lage einfach sehr viel Interessantes und Sehenswertes. Diejenigen, die einen Nerv für Gruseliges und Übernatürliches haben, kommen in Whitby voll auf ihre Kosten; da gibt es z.B. den Dracula Trail und Ghost Walks, die zu den Spukorten der Stadt führen.

Einer dieser Orte, um den sich Geistergeschichten ranken, ist Bagdale Hall an der Straße Spring Hill gelegen, westlich von der Mündung des River Esk. Die Hall wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von der damals sehr einflussreichen Conyers-Familie gebaut. Das Haus wurde im Laufe der Jahre immer wieder in der Familie weitervererbt, bis es im 17. Jahrhundert in den Besitz der Bushells überging. Einer dieser Familienmitglieder, der Marineoffizier Browne Bushell, war seinerzeit im Bürgerkrieg bei der Verteidigung des Scarborough Castles auf Seiten der Parlamentarier involviert. Nachdem die Burg an die Royalisten gefallen war, eroberte sie Bushell noch einmal, musste sich aber erneut den königlichen Truppen ergeben. Dieser Akt führte zu seiner Verhaftung; er wurde ins Gefängnis geworfen und schließlich 1651 auf Beschluss des Parlaments hingerichtet. Eine blaue Plakette erinnert an der Außenwand des Hauses an den früheren Bewohner.

Der Geist von Captain Browne Bushell kann sich offenbar nicht von Bagdale Hall, das mittlerweile zu einem Hotel geworden ist, trennen, denn ihm wird nachgesagt, dass er des Nachts die Treppen des alten Hauses hinauf- und hinuntergeht. Gäste haben Schritte auf den Gängen und im Treppenhaus gehört, obwohl niemand anderer unterwegs war. Das Reinigungspersonal will körperlose Stimmen vernommen und ein weinendes Kind in einem leerstehenden Zimmer gehört haben. Alles sehr mysteriös! Hier ist etwas für die Ohren.

Das Hotel verfügt in der Hall nur über wenige Zimmer (Übernachtungspreis etwa £200), von denen die meisten mit Himmelbetten ausgestattet sind. Weitere Zimmer gibt es im Annex (nur wenige Meter entfernt) und in der Lodge (rund 100 Meter vom Haupthaus). Wichtig für Gäste: Das Hotel verfügt über eigene Parkplätze. Ich habe schon viel Zeit in der Stadt auf der Suche nach einem freien Platz verbracht.

Bagdale Hall Hotel
1 Bagdale
Whitby
North Yorkshire
YO 21 1QL

   © Copyright Mike Kirby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Mike Kirby and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright Mike Kirby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Mike Kirby and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 16. Dezember 2015 at 02:00  Comments (3)  
Tags: