Afterburn – Ein Chilikäse aus Wincanton in Somerset, der seinem Namen alle Ehre macht

Windyridge Cheese Tasting.
Author: orangebrompton
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Man ist in England sehr fantasiereich, wenn es um die Namensgebung von Produkten geht. Ich denke da in erster Linie an Biersorten, die manchmal die witzigsten und verrücktesten Namen tragen. Auch im „Käse-Business“ gibt es so etwas wie den berühmt-berüchtigten Stinking Bishop aus Gloucestershire oder den Black Bomber aus Wales. Der Afterburn ist auch so ein Käsename, der schon im Vorfeld den Esser darauf hinweist, wohin die Reise geht.

Die Windyridge Cheese Limited in der Terry Pratchett-Stadt Wincanton in der Grafschaft Somerset stellt diesen sehr scharfen Käse her, die sich darauf spezialisiert hat, Cheddar mit allen möglichen Zutaten zu versehen, um dann neue Geschmackserlebnisse zu kreieren. Dem Afterburn hat man in der Käserei Jalapeño-Paprika, rote Chilischoten, Knoblauch, sowie grüne und rote Paprikaschoten hinzugesetzt, was einen ganz schön scharfen Mix ergibt. Als „fiercely hot“ wird der Käse beschrieben, und „reaching a crescendo of fire when you swallow it“ steht auf den Webseiten des Pangbourne Cheese Shops zu lesen. Am besten soll der Afterburn mit einem Glas Sauvignon Blanc schmecken, wobei ich aber fürchte, dass der scharfe Käse den zarten Geschmack des Weißweins übertönt.

Die Windy Ridge Cheese Limited hat noch weitere Pfeile im Köcher: Sie versetzt den regional produzierten Cheddar unter anderem noch mit Cidre und Äpfeln, mit Salbei, Frühlingszwiebeln und getrockneten Tomaten. In Deutschland habe ich den Afterburn bisher noch nicht gesehen; bei uns werden an englischen Käsesorten überwiegend Stilton, Cheddar und Chester angeboten.

In diesem Film wird der  Afterburn getestet, nicht von einem Affineur, sondern von „normalen“ Käseverbrauchern.

Published in: on 30. Januar 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  
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