Alfred Hitchcocks Kopf als Skulptur in der Londoner New North Road

Gainsborough Studios heißt ein Apartmentkomplex in der Londoner New North Road, der 2004 errichtet wurde. Der Name kommt von dem ehemaligen Filmstudio, das an dieser Stelle stand und von 1924 bis 1949 Filme produzierte. Hier begann der junge Alfred Hitchcock seine Karriere als Filmregisseur und drehte Filme wie „The Lady Vanishes“ (dt. „Eine Dame verschwindet“) und „The Lodger“ (dt. „Der Mieter“).

Zu Ehren Alfred Hitchcocks stellte man hier eine Skulptur von ihm auf, die seinen markanten Kopf zeigt, der in Richtung Hollywood blickt, wo er zu einem der berühmtesten Regisseure der Filmgeschichte wurde. Den Auftrag für die Skulptur bekam der 1939 geborene Antony Donaldson, dessen Werke zum Beispiel in der Londoner Tate Gallery ausgestellt sind. Im Jahr 2003 wurde das aus Cortenstahl geschaffene Kunstwerk von Anthony Minghella, einem anderen renommierten britischen Filmregisseur, eingeweiht.
Unter dem Riesenkopf befindet sich übrigens ein Designstudio.

Siehe auch meinen anderen Blogbeitrag über Alfred Hitchcock in London.

Published in: on 31. August 2018 at 02:00  Comments (1)  
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Die Alfred Hitchcock-Mosaike in der U-Bahnstation von Leytonstone in London

Alfred Hitchcock als Kind vor dem Laden seines Vaters in der Leytonstone High Road.
Photo © Mike Quinn (cc-by-sa/2.0)

Leytonstone ist ein östlicher Stadtteil von London, der von der A12 und der High Road durchzogen wird. In der Hausnummer 517 der High Road erblickte am Sonntag, dem 13. August 1899 Alfred Hitchcock das Licht der Welt. Über dem Lebensmittelladen seiner Eltern wurde ein Kind geboren, das später einmal zu einem Inbegriff des Filmthrillers werden sollte. Das Haus existiert heute nicht mehr, es wurde in den 1980er Jahren abgerissen. An der Stelle steht jetzt eine Jet-Tankstelle, an der eine blaue Plakette angebracht ist, die an Hitch erinnert. Hier findet man auch gegenüber der Tankstelle auf der gleichen Straßenseite ein Haus, das von Mateusz Odrobny und Anna Mill mit Motiven aus Hitchcocks Film „Die Vögel“ bemalt wurde.

Man ist auch heute noch stolz in Leytonstone auf seinen großen Sohn und so verewigte man ihn mit einer Serie von Mosaiken in der örtlichen U-Bahnstation. Die Hitchcock Gallery wurde am 3. Mai 2001 eröffnet und besteht aus 17 Mosaiken mit Motiven aus seinen berühmten Filmen. Der London Borough of Waltham Forest organisierte das Projekt, das von Mitgliedern des Greenwich Mural Workshops ausgeführt wurde. Die Künstler benötigten für die Ausführung sieben Monate und verwendeten für die Mosaike 80 000 Kacheln. Neben den Filmmotiven zeigen drei Szenen Bilder von Hitchcock selbst, einmal als Kind auf einem Pferd vor dem Laden seines Vaters, einmal bei der Arbeit als Regisseur und einmal zusammen mit Marlene Dietrich. Die Filmmotive zeigen Szenen aus seinen Filmen (hier nur einige Beispiele) „Rear Window“ (dt. „Das Fenster zum Hof“), „Psycho“ (dt. „Psycho“), „North by Northwest“ (dt. „Der unsichtbare Dritte“) und „To Catch a Thief“ (dt. „Über den Dächern von Nizza“).

Die Leytonstone Tube Station liegt an der Central Line, der Eingang ist am Church Lane.

Hier ist ein Song über Alfred Hitchcock und die Mosaike von Leytonstone.

„Rear Window“ oder „Das Fenster zum Hof“.
Photo © Mike Quinn (cc-by-sa/2.0)

„Psycho“.
Photo © Mike Quinn (cc-by-sa/2.0)

„North by Northwest“ oder „Der unsichtbare Dritte“.
Photo © Mike Quinn (cc-by-sa/2.0)

„To Catch a Thief“ oder „Über den Dächern von Nizza“.
Photo © Mike Quinn (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 11. September 2017 at 02:00  Comments (1)  
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