The ArcelorMittal Orbit Slide – Die höchste und längste Rutsche der Welt im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park

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Jetzt hat London eine weitere Attraktion, die allerdings nur für wagemutige Leute von Interesse ist: The ArcelorMittal Orbit Slide. Den eigenartig gestalteten Turm mit dem Namen ArcelorMittal Orbit, der seit den Olympischen Spielen 2012 im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park steht, ist sicher weitgehend bekannt. Londons damaliger Bürgermeister Boris Johnson legte Wert darauf, neben dem Olympiastadion eine ins Auge fallende Attraktion zu errichten, und das wurde dieser Turm, den der indische Unternehmer und Milliardär Lakshmi Mittal weitestgehend finanzierte und der dafür nach seinem Stahlkonzern ArcelorMittal benannt wurde. Sir Anish Kapoor war für den Entwurf des Kunstwerks verantwortlich, von dessen Aussichtsplattformen man einen wunderbaren Blick auf London hat.

Um dieses Gebäude attraktiver zu machen (die Eintrittskosten brachten nicht das erhoffte Geld ein und der Turm entwickelte sich zu einem Zuschussgeschäft), wurde der belgische Installationskünstler Carsten Höller damit beauftragt, eine Rutsche rund um den Turm zu bauen. Die Auftraggeber entschieden sich für diesen Künstler, da Höller im Jahr 2006 in der ehemaligen Turbinenhalle der Londoner Tate Gallery etwas Ähnliches geschaffen hatte: The Test Site.

Seit dem 24. Juni ist The ArcelorMittal Orbit Slide für die Öffentlichkeit freigegeben und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Es ist mit 178 Metern die längste und höchste Rutsche der Welt, die sich zwölfmal um den Turm herumwindet. Es dauert 40 Sekunden bis man wieder festen Boden unter den Füßen hat und es erfordert schon etwas Mut, sich ganz oben in den Einstieg der Rutsche zu begeben und sich von dort der Schwerkraft zu überlassen. Obligatorisch für alle Rutschenbenutzer sind Helm und Ellenbogenpolster; man liegt in einer Art Wanne, atmet einmal tief durch…und dann kann die Fahrt losgehen. Dieser Film zeigt die Fernsehmoderatorin Ferne McCann, die die Rutsche einmal getestet hat.

Wer die Orbit Slide ausprobieren möchte, der muss dafür £15 bezahlen (Eintritt zum Tower und Rutsche);  Studenten und Senioren zahlen £12, Kinder zwischen 8 und 16 Jahren £10. Die Turmbesichtigung ohne Rutsche kostet £10/£7/£5. Die Öffnungszeiten: Wochentags von 11 Uhr bis 17 Uhr, am Wochenende 10 Uhr bis 19 Uhr, wobei die Rutsche erst 30 Minuten nach Turmöffnung in Betrieb genommen wird.

   © Copyright David Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Der ArcelorMittal Orbit in London – Das Prunkstück der Olympischen Spiele 2012?

Er ist noch gar nicht gebaut worden, doch schon wird er heftig diskutiert: Der ArcelorMittal Orbit, der das Wahrzeichen der Olympischen Spiele in London im  Jahr 2012 werden soll.

Verfechter sind zum einen der Bürgermeister von London Boris Johnson, der Stahlmagnat Lakshmi Mittal, der den größten Teil des erforderlichen Geldes beisteuern wird, und selbstverständlich der Architekt des Turmes Anish Kapoor.

Die englische Presse ist von dem Turm nicht so begeistert, obwohl von den Baukosten in Höhe von etwa 19 Millionen Pfund Lakshmi Mittal 16 Millionen Pfund tragen wird. Die „Daily Mail“ meint, der Turm sähe aus, als ob zwei gigantische Kräne miteinander kollidiert wären. In Anspielung an den Pariser Eiffelturm sprach man auch schon vom „Eyeful Tower„. Andere Vergleiche: ‚twisted spaghetti‘, ‚horrific squiggles‘ und ‚Meccano on crack‘. 

Die „Sunday Times“ beklagte kürzlich, dass der Turm nach dem Geldgeber, der Stahlfirma ArcelorMittal, benannt werden soll.

Hier einige Fakten zum Turm:
Die Höhe wird mit etwa 130 Metern angegeben. 700 Besucher pro Stunde sollen ihn besichtigen können. Neben einer Besucherplattform wird es auch noch ein Restaurant in luftiger Höhe geben. Der ArcelorMittal Orbit wird neben dem Olympiastadion stehen, und das wiederum wird im Osten Londons, im Stadtteil Stratford, gebaut.

Hier ein Film über den Orbit.