Der Beverley Town Trail – Auf den Spuren des mittelalterlichen Handwerks im Osten Yorkshires

Das Handwerk der „jerkin makers“, das waren die Hersteller von Wämsen, den Vorläufern der heutigen Westen.
Photo © Keith Edkins (cc-by-sa/2.0)

Beverley ist eine Stadt im Osten Yorkshires, zu Füßen des großartigen Münsters. Im Mittelalter war Beverley eine wohlhabende Stadt, in der das Handwerk eine große Rolle spielte. Mit dem Beverley Town Trail, der sich durch die ganze Stadt zieht, kann der Besucher sich ein Bild machen von den zahlreichen Berufsgruppen und Gilden, die hier zu finden waren. Hunderte von Schulkindern waren an dem Projekt beteiligt, deren Vorschläge und Ideen auf dem Trail umgesetzt wurden, in Form von größeren und kleineren Skulpturen, die an die einzelnen Handwerke erinnern. 39 Kunstwerke sind auf diese Weise entstanden, von denen ich hier einige vorstellen möchte.

Der „cooper“, der Küfer bzw. Fassmacher.
Photo © Bernard Sharp (cc-by-sa/2.0)

Der „wildfowler“, der Wildvogeljäger (Greylag ist die Graugans).
Photo © Bernard Sharp (cc-by-sa/2.0)

Der „saddler“, der Sattelmacher.
Photo © Bernard Sharp (cc-by-sa/2.0)

Der „hatter“, der Hutmacher.
Photo © Bernard Sharp (cc-by-sa/2.0)

Der „butcher“, der Schlachter.
Photo © Bernard Sharp (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 22. Januar 2019 at 02:00  Kommentar verfassen  
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St Mary’s Church in Beverley (East Yorkshire) und die Kathedrale von Ripon (North Yorkshire) – Wurde Lewis Carroll hier zu seinem Weißen Kaninchen inspiriert?

 

Das Kaninchen in St Mary’s in Beverley.
Copyright: Spencer Means.
Creative Commons 2.0

Beverley ist eine schöne alte Stadt im Osten Yorkshires und berühmt geworden durch das riesige Beverley Minster. Viele Besucher strömen dorthin und übersehen, dass es im Ort noch eine weitere sehr sehenswerte Kirche gibt, die aus der normannischen Zeit stammende St. Mary’s Church.

Freunde von Lewis Carrolls Geschichte „Alice im Wunderland“ besuchen aber vielleicht doch diese Kirche, weil man in ihr die steinerne Figur eines Kaninchens findet, das Vorbild für Carrolls „White Rabbit“ gewesen sein soll.

Charles Ludwidge Dodgson, so der richtige Name von Lewis Carroll, hat einmal im Verlaufe eines Familienausflugs St. Mary’s besichtigt und dabei das Kaninchen gesehen, das im 13. Jahrhundert seinen Platz in der Kirche gefunden haben soll. Wer das „pilgrim rabbit“ (so genannt, weil es einen Pilgerstab in den Pfoten hält) erschaffen hat und aus welchem Grund ist unbekannt. Ganz leicht zu finden ist die Steinfigur in der Kirche nicht, man muss schon etwas suchen oder jemanden fragen.

Es gibt aber noch eine andere Version wie Lewis Carroll auf die „Kaninchen-Idee“ gekommen sein könnte und auch da spielt Yorkshire eine Rolle und zwar die Kathedrale von Ripon, in der Carrolls Vater eine Zeit lang als Domherr wirkte. Dort gibt es im Chorbereich eine Schnitzarbeit von einem Kaninchen, das sich vor einem Greifvogel in seinen Bau flüchten will.

In diesem Filmausschnitt sind Alice und das weiße Kaninchen zu sehen.

Die Schnitzarbeit im Chor der Kathedrale von Ripon.
Photo © Martyn Gorman (cc-by-sa/2.0)

The White Rabbit aus „Alice im Wunderland“.
This file is made available under the Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.

Published in: on 10. April 2018 at 02:00  Kommentar verfassen  
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