Meine Brighton-Trilogie Teil 3: Der analoge und der digitale Walk of Fame

Der Brighton Walk of Fame à la Hollywood.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Was Hollywood kann, das können wir in Brighton auch; gesagt, getan, und so gibt es seit 2002 in der Stadt am Meer ebenfalls einen Walk of Fame, der, wie das große Vorbild in Kalifornien, aus in das Pflaster eingelassenen Steinen besteht. Auf die Idee kam David Courtney, ein in Brighton geborener Komponist und Produzent, der eine Zeit lang in Los Angeles lebte und den Brighton Walk of Fame initiierte, der am Yachthafen der Stadt zu finden ist. Zur Zeit sind es über 100 Tafeln, die auf Prominente aufmerksam machen, die in irgendeiner Form mit dem Küstenort in Verbindung stehen/standen. Da haben wir beispielsweise Georg IV, der als Prince of Wales den Royal Pavilion erbauen ließ, die Schauspielerin Julie Christie, die Kunst am Technical College studierte, den Schriftsteller Graham Greene, der durch seinen Roman „Brighton Rock“ bekannt ist, die Sängerin Dusty Springfield, die einmal in der Wilbury Road im benachbarten Hove wohnte und den Boxer Chris Eubank, der seinen Wohnsitz in der Stadt am Meer hat.

Das ist sozusagen der „analoge“ Walk of Fame von Brighton, es gibt aber auch noch eine „digitale“ Variante, den Brighton Music Walk of Fame, der auf der Palace Pier angesiedelt ist und am 27. Juni 2018 eröffnet wurde. So etwas hat selbst Hollywood noch nicht (soviel ich weiß). Damit wurde die Attraktivität der Seebrücke noch gesteigert. Dieser ebenfalls von David Courtney initiierte Walk of Fame besteht aus interaktiven Tafeln, die jeweils einem Gesangsstar bzw. einer Musikgruppe gewidmet sind, die mit Brighton in Verbindung gestanden haben. Wenn man mit seinem Smartphone einen auf der Tafel angebrachten Code scannt, erhält man Informationen über den Künstler bzw. die Künstlerin und kann sich Songs von ihnen anhören (das funktioniert über die Shazam mobile App). Eine wirklich gelungene und interessante Idee. Auf den an der Pier angebrachten Tafeln finden wir u.a. The Who, Jeff Beck, Rod Stewart, Leo Sayer, David Gilmour, Jimmy Page, den Rag and Bone Man und viele andere.

Den Brighton Music Walk of Fame kann man sich an jedem Tag des Jahres ansehen bzw. anhören, denn die Pier ist täglich geöffnet.

Hier ist ein Film über den MWOF.

Brighton Palace Pier: Home of the Music Walk of Fame.
Photo © Richard Cooke (cc-by-sa/2.0)