Mein Buchtipp – Eddie Brazil: „Bloody British History – Buckinghamshire“

Foto meines Exemplares.

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Mein Lieblingsverlag, The History Press in Stroud (Gloucestershire), den ich in meinem Blog schon einmal vorstellte, hat eine Buchreihe, die sich „Bloody British History“ nennt. Darin geht es um Grafschaften und vor allem Städte Englands im Spiegel besonderer, meist blutiger  Ereignisse, die sich dort abgespielt haben. Neben beispielsweise Cambridge, Bristol, Salisbury und Suffolk gibt es auch einen Band über Buckinghamshire, den ich mir kürzlich gekauft und gelesen habe. Der Autor ist Eddie Brazil, der sich vor allem als „paranormal investigator“ einen Namen gemacht und Bücher über die Borley Rectory, High Wycombe und Geistererscheinungen in englischen Kirchen geschrieben hat.

Die Themen in Eddie Brazils „Bloody British History – Buckinghamshire“ sind u.a.:

The Weirdos of West Wycombe“ – Sir Francis Dashwood und seine Kumpane in den Hellfire Caves

The Chiltern Manhunt“ – Die Geschichte von der größten Verbrecherjagd in Buckinghamshire im 19. Jahrhundert, bei der die Mörder von zwei Jagdaufsehern quer durch die Chiltern Hills verfolgt wurden

Flying Saucers Over High Wycombe“ – Augenzeugenberichte über vermeintliche UFO-Sichtungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region High Wycombe

The Babes in the Wood“ – Ein Mordfall aus dem Jahr 1941, als in Penn zwei kleine Mädchen von einem Armeeangehörigen ermordet wurden. Sie waren auf dem Weg nach Hause und kamen von ihrer Schule, der Tylers Green First School. An der Kreuzung der Straßen Elm Road und Common Wood Lane beobachtete ein Junge wie sie in einen Armeelastwagen stiegen und konnte der Polizei wertvolle Hinweise geben, die zur Ergreifung des Täters führten.

Eddie Brazil: Bloody British History – Buckinghamshire. The History Press 2014. 96 Seiten. ISBN 978-0750960236.

Der Eingang zu den Hellfire Caves in West Wycombe.   © Copyright Graham Horn and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die Chilterns, durch die sich die Mörderjagd zog.   © Copyright Des Blenkinsopp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Hier über High Wycombe wollen viele Menschen Ende des 19. Jahrhunderts UFOs gesehen haben.   © Copyright Peter Jemmett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die Tylers Green First School in Penn. Von hier kamen die beiden Mädchen, die 1941 ermordet wurden.   © Copyright Scriniary and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 4. Februar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Christmas in England 2016: Weihnachten in Buckinghamshire

Das weihnachtliche Waddesdon Manor.   © Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das weihnachtliche Waddesdon Manor.
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Welche vorweihnachtlichen Aktivitäten gibt es in meiner Lieblings-Grafschaft Buckinghamshire? Hier ist ein kleiner Überblick:

Wie in jedem Jahr ist auch dieses Mal wieder das Waddesdon Manor nördlich von Aylesbury einer der schönsten dekorierten Orte im County. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das an ein französisches Schloss erinnernde Gebäude illuminiert. „Sparkling Christmas“ ist vom 9. November bis zum 2. Januar zu sehen. Der Künstler Bruce Munro hat auch im Jahr 2016 mit seinem „Field of Light“ für die Lichtinstallationen im Garten gesorgt und vom 16. November bis zum 11. Dezember findet im und außerhalb des Manors ein Weihnachtsmarkt statt.

Sehr märchenhaft geht es auch im Hughenden Manor zu, dem einstigen Wohnsitz von Benjamin Disraeli, wo die Räumlichkeiten nach Motiven der Grimmschen Märchen dekoriert sind. „A Fairy Tale Christmas“ öffnet am 1. Dezember seine Pforten und kann bis zum 20. Dezember besichtigt werden. Am 6., 15. und 20 Dezember gibt es hier einen Vortrag zu hören, der den Titel „Dark History of Fairy Tales“ trägt und sich an Erwachsene wendet. Alle anderen Aktivitäten im Haus sind aber sehr gut für Kinder geeignet.

Am 14. Dezember ist die Innenstadt der New Town von Beaconsfield von 18 Uhr bis 20.30 Uhr für den Verkehr gesperrt, weil dann dort das Festival of Lights inszeniert wird, bei dem man sich mit Weihnachtsgeschenken eindecken kann. Begleitet wird das Late Night Shopping von einem Laternenumzug, Dudelsackmusik und einer Lasershow.

Am 24. November wird in Marlow an der Themse die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet und niemand Geringeres als Mary Berry wird das in diesem Jahr tun, die außerordentlich populäre Jurorin der TV-Serie „The Great British Bake Off“. Um 17.30 Uhr geht es los und für die Zeremonie wird die High Street komplett gesperrt.

Bereits am 17. November fand das „Switch On“ der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Marktplatz von Aylesbury statt, vorgenommen von Michelle Collins, die zurzeit im Waterside Theatre der Stadt in der Panto „Aladdin“ mitspielt.

Ein wichtiger Tag in der Vorweihnachtszeit in Buckingham ist der 10. Dezember, denn dann findet hier die Christmas Parade statt, bei der dekorierte Umzugswagen und Blaskapellen zu sehen und zu hören sind. Hier sind einige Bilder von der Parade des Vorjahres.

Auf der Manor Farm in Haddenham (wo mehrere Episoden der TV-Serie „Inspector Barnaby gedreht wurden, ich berichtete in meinem Blog darüber) ist schon seit dem 3. November in der Tythe Barn, einer alten Scheune aus dem 15. Jahrhundert, ein Weihnachtsmarkt untergebracht, der jeweils donnerstags bis sonntags bis zum 18. Dezember geöffnet hat und wo es Geschenke und weihnachtliche Dekorationen zu kaufen gibt.

Christmas at The Railway“ ist für alle gedacht, die ein Herz für alte Eisenbahnen haben. Das Buckinghamshire Railway Centre in Quainton führt vom 26. November bis zum 18. Dezember an den Wochenenden Dampflokfahrten durch, bei denen Father Christmas zugegen ist und Thomas the Tank Engine die Waggons schleppt.

Die High Street von Marlow mit Weihnachtsgirlanden.   © Copyright Scriniary and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die High Street von Marlow mit Weihnachtsgirlanden.
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Published in: on 23. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Buckinghamshires Best Kept Villages 2015

Jedes Dorf hätte gern die Auszeichnung „Best Kept Village“ und jedes Jahr werden die Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien verliehen, so auch in meiner Lieblings-Grafschaft Buckinghamshire.

Die Jury inspiziert die sich bewerbenden Dörfer unter bestimmten Gesichtspunkten: Wie ist der Zustand der Village Hall, des Kirchhofs, des Kriegerdenkmals? Wie sieht es mit Unrat auf den Straßen aus? Wie ist der Gesamteindruck? Nachdem man sich ein Bild von alldem gemacht hat, kommt die Jury zu einem Ergebnis und verteilt die Auszeichnungen.

Hier sind die Sieger des Jahres 2015 in Buckinghamshire:

– Den Gurney Cup (Dörfer unter 500 Einwohnern) erhielt in diesem Jahr Stoke Goldington, ein kleines gepflegtes Dorf an der B526, dicht an der Autobahn M1 gelegen. Die High Street wird von hübschen Häusern gesäumt; ein Pub, The Lamb, hat überlebt, der andere, The Malting House, wurde geschlossen.

– Den Morris Cup (Dörfer mit 500 – 1500 Einwohner) ging in diesem Jahr an Cuddington, ein sehr hübsches Dorf, nördlich der A418, das mehrfach Schauplatz von Midsomer Murders-Episoden war, in dem Inspector Barnaby auf Jagd nach Mördern ging (was aber die Jury nicht davon abhielt, Cuddington den Preis zu verleihen :-)). Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, denn es gibt einen sehr angenehmen Pub, The Crown, einen Dorfladen und die Kirche St Nicholas.

Stewkley erhielt zum wiederholten Male den DeFraine Cup (1500 – 3000 Einwohner). Das westlich von Leighton Buzzard gelegene Dorf sollte eigentlich einmal abgerissen werden, um Platz für einen weiteren Londoner Flughafen zu schaffen, aber die Bewohner schafften es, dieses Schicksal von Stewkley abzuwenden. Der Ort verfügt auch über eine der längsten Dorfstraßen in ganz Großbritannien.

An Dörfer über 3000 Einwohner wird der Pushman Cup verliehen, den in diesem Jahr Haddenham erhielt. Ich muss schon wieder an die TV-Serie „Inspector Barnaby“ erinnern, denn wir befinden uns hier tief im Midsomer County: In der Folge 12 „Judgement Day“ (dt. „Der Mistgabelmörder“) steht der Perfect Village Competition im Mittelpunkt, gedreht auf dem Village Green vor der Dorfkirche. Jetzt hat Haddenham also auch „in echt“ den Wettbewerb gewonnen, zu Recht wie ich meine, denn dieser Ort hat mir bei meinem Besuch besonders gut gefallen. Idylle pur!

Den Michaelis Cup erhalten größere Orte mit städtischem Charakter und einer Bevölkerung von über 3000. Der diesjährige Sieger: Marlow an der Themse. Hier kann es in der Touristensaison schon ganz schön voll werden, aber die Kleinstadt ist immer gepflegt und strahlt eine angenehme Atmosphäre aus.

Den Tindall Cup schließlich, der an Gewinner des Vorjahres vergeben wird, ging an Chalfont St Peter. Zusammen mit den anderen Chalfonts ist das ein sehr wohlhabender Ort, der durch seine günstige Autobahn-Verbindung zu London und wegen seiner Nähe zu den Pinewood- und Elstree-Filmstudios als Wohnort für Film- und Fernsehprominenz sehr begehrt ist.

The Sword of Excellence„, das ist der Sieger aller Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl, erhielt in diesem Jahr Marlow.

Amersham Old Town gewann leider keinen der Cups, wurde aber mit der Dashwood Trophy geehrt, als „bester Zweiter“.

Am 12. September werden die Auszeichnungen in den jeweiligen Dörfern durch Buckinghamshire Lord Lieutenant Sir Henry Aubrey Fletcher überreicht.
Wer einmal durch diesen Teil Englands reist, dem kann ich einen Besuch der (im doppelten Sinne) ausgezeichneten Dörfer sehr empfehlen.

Stoke Goldington.   © Copyright Richard Schmidt and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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St Nicholas in Cuddington. Eigenes Foto.

St Nicholas in Cuddington.
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Stewkley.   © Copyright Alex McGregor and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Haddenham. Eigenes Foto.

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Marlow. Eigenes Foto.

Marlow.
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Chalfont St Peter.   © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Amersham Old Town. Eigenes Foto.

Amersham Old Town.
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Published in: on 4. September 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – David Kidd-Hewitt: Buckinghamshire Heroes

 

Foto meines Exemplares.

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Der kleine Verlag Countryside Books in Newbury (Berkshire), der 1976 von Nick and Sue Battle gegründet wurde, hat ein sehr interessantes Verlagsprogramm, darunter auch die „Heroes“-Serie. Darin werden die „Helden“ einzelner Grafschaften vorgestellt. Bisher gibt es Bände über Hertfordshire, Cornwall, Norfolk, Leicestershire, Derbyshire und Buckinghamshire. David Kidd-Hewitts persönliche Auswahl „Buckinghamshire Heroes“ habe ich gerade gelesen. Er stellt zehn sehr unterschiedliche Helden der Grafschaft vor, beginnend mit dem „Steuerrebell“ John Hampden (1594-1643), der mit einem Denkmal auf dem Marktplatz von Aylesbury geehrt wurde, bis zu dem kleinen Thomas Ball aus Prestwood, der 2003 im Alter von nur 14 Jahren an Krebs starb und sich in seinen Leidensjahren trotzdem noch für das Wohl anderer Kinder einsetzte.

Weiterhin werden als Helden Buckinghamshires angeführt:

Roald Dahl, der Schriftsteller aus Great Missenden, der weltweit durch seine Kinderbücher berühmt wurde
– Die zahllosen Mitarbeiter von Bletchley Park, die im Zweiten Weltkrieg die Verschlüsselung des geheimen Nachrichtenverkehrs der deutschen Wehrmacht knacken konnten
Florence Nightingale, die Begründerin der modernen Krankenpflege
Ken „Snakehips“ Johnson, der erste schwarze Swing Bandleader Großbritanniens, der in Marlow Sir William Borlase’s Grammar School besuchte
John Newton, der Komponist aus Olney, der noch heute, vor allem durch sein „Amazing Grace“, weltberühmt ist.

Diese und noch einige andere Helden aus der Grafschaft Buckinghamshire werden auf 125 Seiten dargestellt, im Anschluss gibt es noch ein weiterführendes Literaturverzeichnis. Ein sehr lesenswertes und empfehlenswertes Buch!

David Kidd-Hewitt: Buckinghamshire Heroes. Countryside Books 2005. 128 Seiten. ISBN 978-1853069291.

Roald Dahls Grab auf dem Kirchhof von Great Missenden.    © Copyright David Hillas and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Roald Dahls Grab auf dem Kirchhof von St Peter and St Paul in Great Missenden.
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John Hampdens Statue auf dem Marktplatz von Aylesbury. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Attribution: KingDaveRa at English Wikipedia.

John Hampdens Statue auf dem Marktplatz von Aylesbury.
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Attribution: KingDaveRa at English Wikipedia.

The Old Vicarage in Olney. Hier schrieb John Newton das Lied "Amazing Grace".    © Copyright Robin Drayton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Old Vicarage in Olney. Hier schrieb John Newton das Lied „Amazing Grace“.
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Published in: on 11. April 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Jonathan Oates: Buckinghamshire Murders

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Ja, auch in meiner Lieblingsgrafschaft Buckinghamshire hat es so manchen spektakulären Mord gegeben. Aus der TV-Krimireihe „Midsomer Murders“ bzw. „Inspector Barnaby“ wissen wir, dass die Idylle der hübschen Dörfer oftmals täuscht und gerade dort schreckliche Morde verübt werden, zumindest im Fernsehen.
Als ich das hier vorgestellte Buch „Buckinghamshire Murders“ las, fühlte ich mich in DCI Barnabys Midsomer County zurückversetzt, denn viele der hier beschriebenen Mordfälle ereigneten sich in Dörfern, in denen die TV-Serie gedreht wurde.

In Little Marlow, wo ich erst kürzlich an einem schönen warmen Tag vor dem Queen’s Head Pub ein Pint trank, ereignete sich 1921 (nur wenige Schritte vom Pub entfernt, in der Church Street) ein Mord, der vom Milchmann George Arthur Bailey begangen wurde. Das Opfer war seine Ehefrau Kate, der er überdrüssig geworden war. Bailey, den man auch „The Musical Milkman“ nannte, behauptete, eine neue Notenschrift erfunden zu haben und suchte per Inserat in der Buckinghamshire Free Press junge gut gebaute Damen ab 16 Jahren, die ihm „musikalisch zur Hand gehen sollten“, wobei Übernachtungen in seinem Cottage durchaus vorkommen könnten…
Der Fall aus Little Marlow wird auch detailliert in dem Buch „The Musical Milkman Murder“ von Quentin Falk beschrieben, das ich demnächst an dieser Stelle vorstellen werde.

Schauplatz eines der blutigsten Mordfälle, die jemals in Buckinghamshire stattfanden, war Denham, jenes Dorf, in dem sich viele Schauspieler niedergelassen haben und in dessen Kirche St Mary the Virgin die Hochzeit von Cully Barnaby und ihrem Simon gedreht wurde. Auch hier war ich an einem schönen warmen Sommertag unterwegs (wer sagt eigentlich immer, dass es in England ständig regnet?) und traf auf viele freundlich grüßende Dorfbewohner. Am 22. Mai 1870 wurde hier in der Cheapside Lane eine ganze siebenköpfige Familie ausgelöscht, der Schmied Emanuel Marshall, seine Frau, seine Mutter, seine Schwester und seine drei Töchter. Der Täter, ein gewisser John Jones, auch er Schmied, wurde bald gefasst und hingerichtet.

Weitere Morde, die in Jonathan Oates‘ Buch beschrieben werden, fanden u.a. in Bledlow, Dorney, Slough und Aylesbury statt.
Wieder ein sehr interessantes Buch aus dem Verlag The History Press!

Jonathan Oates: Buckinghamshire Murders. The History Press 2012. 160 Seiten ISBN 978-0752470238.

he Queen's Head in Little Marlow; nur wenige Meter von hier entfernt, in der Church Street, wurde eine junge Frau ermordet. Eigenes Foto.

The Queen’s Head in Little Marlow; nur wenige Meter von hier entfernt, in der Church Street, wurde eine junge Frau ermordet.
Eigenes Foto.

Denham in Buckinghamshire. Eigenes Foto.

Denham in Buckinghamshire.
Eigenes Foto.

Published in: on 23. Oktober 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Roger Long: Curious Buckinghamshire

Foto meines Exemplares.

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Mein heutiger Buchtipp ist wieder einmal ein Produkt aus dem wunderbaren Programm des Hauses The History Press (ich berichtete darüber): Roger Long, dessen Buch „Historic Inns Along the River Thames“ ich an dieser Stelle schon einmal vorgestellt habe, beschäftigt sich in „Curious Buckinghamshire“ mit ungewöhnlichen Begebenheiten in meiner Lieblings-Grafschaft.

Auf 127 Seiten konfrontiert uns Roger Long mit ungeklärten Morden, Poltergeistern, Mythen und Legenden aus dem nordwestlich von London gelegenen County. Einige Beispiele:

– In Amersham gibt es zwei Pubs, die angeblich von Geistern heimgesucht werden – The Crown und The Chequers
– Ruth Osborne, die „Hexe“ von Long Marston
– The Bone House in der High Street von Haddenham, in dessen Bau Schafsknochen integriert wurden
– Die Landung von Aliens in High Wycombe
– Das unheimliche Mausoleum in Fawley
– Die „haunted church“ von Ellesborough

Illustriert wird Roger Longs interessantes Buch durch Zeichnungen und Schwarz-Weiß-Fotos. Wer Buckinghamshire einmal etwas genauer erkunden möchte, dem kann ich diese Lektüre zur Reisevorbereitung empfehlen. Long hat einen ebenfalls lesenswerten Parallel-Band über Oxfordshire geschrieben: „Curious Oxfordshire

Wer noch nie in Buckinghamshire war, hier ist ein kurzer Film, der die Grafschaft vorstellt.

Roger Long: Curious Buckinghamshire. The History Press 2013.127 Seiten. ISBN 9780752455167.

Published in: on 18. August 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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