Das ehemalige Rolling Stones-Mitglied Brian Jones und seine Heimatstadt Cheltenham in Gloucestershire

Die Eldorado Road, in der Brian Jones seine ersten Lebensjahre verbrachte.
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Ich bin nur ein einziges Mal in Cheltenham in der Grafschaft Gloucestershire gewesen und habe die Stadt als sehr angenehm in Erinnerung, ein freundlicher Kurort mit einer gewissen Ausstrahlung.

Hier erblickte am 28. Februar 1942 Brian Jones das Licht der Welt, der einige Jahre lang einen Ruhm als Gründungsmitglied der Rolling Stones haben sollte. Am 3. Juli 1969 kam er auf tragische Weise auf der Cotchford Farm bei Hartfield in East Sussex ums Leben, kurz nachdem sich die anderen Rolling Stones-Mitglieder von ihm wegen Unzuverlässigkeit getrennt hatten. Brian Jones ertrank im Swimming Pool der Cotchford Farm, die er 1968 gekauft hatte.

Geboren wurde Brian Jones im Park Nursing Home in Cheltenham. Von 1942 bis 1950 wohnte er in der Eldorado Road Nummer 17, in einem Haus namens Rosemead. Dort ist ein blaue Plakette der Cheltenham Civic Society angebracht, die auf den früheren Bewohner hinweist. 335 Hatherley Road war eine weitere Adresse in Cheltenham, wo Brian Jones wohnte. Zur Schule ging er in die Dean Close Junior School, die noch heute in der Shelburne Road existiert. Die nächste Station seiner schulischen Ausbildung war die Cheltenham Grammar School, die heute Pate’s Grammar School heißt und an der Oldbury Road zu finden ist.

Nachdem er seine Geburtsstadt Anfang der 1960er Jahre verlassen hatte, kehrte er nach seinem Tod wieder nach Cheltenham zurück. Am 10. Juli 1969 fanden die Begräbnisfeierlichkeiten in der St Mary’s Parish Church statt. Brian Jones‘ Grab liegt auf dem Cheltenham Cemetery im Ortsteil Prestbury am Bouncers Lane.

Am 15. November 2005 ehrte Cheltenham Brian Jones mit einer Büste, die im Beechwood Shopping Centre aufgestellt wurde. Geschaffen hat sie der Bildhauer Maurice Juggins (1934-2014).

Hier sind einige Bilder aus Brian Jones‘ Leben.

Die Hatherley Road.
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Die Dean Close School.
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Brian Jones‘ Büste im Beechwood Shopping Centre.
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Published in: on 17. Juli 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Gustav Holst und sein Birthplace Museum in Cheltenham (Gloucestershire)

Das Holst Birthplace Museum in Cheltenham. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Halling

Cheltenham ist ein angenehmer Kurort in der Grafschaft Gloucestershire am Rande der Cotswolds, in dem man sehr schön promenieren kann. Bekannt wurde die Stadt auch durch die hier stattfindenden Pferderennen.

Am 21. September 1874 wurde hier der englische Komponist mit dem deutsch klingenden Namen Gustav Holst geboren. Seine Vorfahren stammten aber nicht aus Deutschland, sondern waren lettisch-schwedischer Herkunft. Holst, der mit einem anderen Komponisten, den ich hier schon einmal vorstellte, Ralph Vaughan Williams, befreundet war, wurde international hauptsächlich durch seine Orcherstersuite „The Planets“ bekannt. Das erstmals am 29. September 1918 in der Londoner Queen’s Hall aufgeführte Werk widmet sich jedem der Planeten (außer der Erde), wobei die Teile z.B. „Mercury, the Winged Messenger“ oder „Venus, the Bringer of Peace“ heißen.

In Holsts Geburtshaus errichtete man ihm zu Ehren 1975 ein Museum (es gibt nur noch ein weiteres als Museum eingerichtetes Geburtshaus eines Komponisten, das von Edward Elgar, das ich an dieser Stelle schon vorstellte), in dem man z.B. das Klavier sehen kann, auf dem „The Planets“ komponiert wurden.

Im Schlafzimmer im ersten Stock steht das Bett, in dem der künftige Komponist, wie man vermutet, geboren wurde.  Weiterhin sind die Küche, das Wohnzimmer und die Bedienstetenzimmer zu besichtigen. Man findet hier nicht nur Memorabilien an Gustav Holst, das Museum zeigt auch wie man in den 1870 und 1880er Jahren in dieser Region Englands lebte.

Im Holst Birthplace Museum finden regelmäßig Ausstellungen statt, so beginnt die nächste am 3. Juli und sie wird den Titel „Gustav Holst: An Englishman Abroad – How Foreign Cultures Influenced The Composer“ tragen.

Das Museum ist dienstags bis samstags geöffnet; der Eintritt kostet £4.50.

Am 4. April 2008 wurde in den Imperial Gardens eine Statue von Gustav Holst eingeweiht, hier im Film zu sehen.

Hier ist ein Ausschnitt aus The Planets‘ „Jupiter, the Bringer of Jollity“ zu hören.

Holst Birthplace Museum
4 Clarence Road
Pittville, Cheltenham
Glos, GL52 2AY
Tel. 01242 524846

Das Buch zum Artikel:
Imogen Holst: Gustav Holst – A Biography. Faber and Faber 2008. 242 Seiten. ISBN 978-0571241996.
(Imogen war die Tochter Gustav Holsts).

Die Statue Gustav Holsts in den Imperial Gardens in Cheltenham. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Halling