Rodney Legg (1947 – 2011) – Der Mann, der die Grafschaft Dorset wie kein anderer kannte

Brownsea Island in Dorset. Auch über diese Insel schrieb Rodney Legg ein Buch.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Brownsea Island in Dorset. Auch über diese Insel schrieb Rodney Legg ein Buch.
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Wenn es ein „Guinness Book of Records“ nur für die Grafschaft Dorset gäbe, so würde Rodney Legg dort mehrfach verzeichnet sein. Niemand außer ihm hat so viele Bücher über Dorset geschrieben (ca 125) und wohl niemand hat so viele Kilometer auf den Straßen und Wegen des Counties zurückgelegt, um Recherchen für seine Bücher zu betreiben.

Rodney Frank Legg wurde 1947 in Bournemouth geboren und schon mit 16 Jahren begann er sich für Dorset zu interessieren. Im Alter von 21 Jahren gründete er die Zeitschrift „Dorset – The County Magazine„, später wurde daraus das noch heute existierende „Dorset Life„, in dem er über alle möglichen Aspekte in Zusammenhang mit der Grafschaft schrieb. Ein Thema, das ihm am meisten am Herzen lag, war der freie Zugang (public right of way) zu allen Teilen des Landes. 1963 schon trat er der Open Spaces Society bei, die sich genau dafür einsetzte, und 1989 wurde Legg der Vorsitzende der Gesellschaft, die er 20 Jahre lang leitete. Von 1990 bis 2010 gehörte er dem National Trust Council an, wobei sich seine Vorstellungen nicht immer mit denen des Trusts deckten. Er kämpfte jahrelang dafür, dass der NT seine Ländereien für die Öffentlichkeit zugänglich machte und hatte auch damit Erfolg.

Legg hatte sein Hauptquartier im National School Building in Wincanton (Somerset) aufgeschlagen, wo er inmitten seiner Bücher und Dorset Memorabilia arbeitete. 1982 schon hatte er hier seinen Verlag Wincanton Press gegründet.

Einige wenige Beispiele für sein umfangreiches literarisches Schaffen:
„Wartime Dorset – The Complete History“
„Dorset’s Hardy Country“
„Guide to Dorset’s Ghost“
„Brownsea – Dorset’s Fantasy Island“
„Literary Dorset“

…und viele, viele Wanderführer.

Rodney Legg starb am 22. Juli 2011 an Krebs. Auf seinen Wunsch hin wurde er auf der Higher Ground Meadow außerhalb von Dorchester bei Corscombe beigesetzt, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf das von ihm so geliebte Dorset hat.

Wincanton (Somerset) Town Hall. In dieser Kleinstadt hatte Rodney Legg sein Hauptquartier.    © Copyright Peter Wood and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wincanton (Somerset) Town Hall. In dieser Kleinstadt hatte Rodney Legg sein Hauptquartier.
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Published in: on 6. Mai 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Dorsets schönste Dörfer des Jahres 2013

Best Large Village: Child Okeford.    © Copyright Clive Perrin and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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In der Grafschaft Dorset gibt es zahllose hübsche Dörfer mit reetgedeckten Häusern und schönen Namen wie Melbury Abbas, Bishop’s Caundle oder Crooked Withies. Wenn man es dann noch schafft, aus diesen vielen „chocolate box villages“ herausgehoben zu werden und einen Preis für das schönste Dorf Dorsets zu bekommen, dann müssen die Dorfbewohner sich mächtig ins Zeug geworfen haben.

Am 19. September wurden in der Village Hall von Puddletown zum siebenundzwanzigsten Mal die Preise des Wettbewerbs „Dorset’s Best Village“ vergeben. Und die Sieger sind:

In der Kategorie „Best Large Village“ erhielt Child Okeford den ersten Preis. Der Ort liegt am River Stour im nördlichen Teil der Grafschaft und hat ein intaktes Dorfleben; hier gibt es noch Bellringer, einen Flower Arranging Club und einen Gardeners Club. Ein Postamt, ein Dorfladen und sogar eine Arztpraxis ist vorhanden. Einen prominenten Mitbürger kann das Dorf auch verzeichnen, den Komponisten Sir John Tavener, der sich vorrangig durch Kirchenmusik einen Namen gemacht hat.

In der Kategorie „Best Small Village“ ist der diesjährige Preisträger das Dorf Tincleton, östlich von Dorchester am River Frome gelegen. Tincleton ist so klein, dass es wenig darüber zu sagen gibt, außer, dass es eine hübsche, kleine Kirche am Ortseingang namens St John the Evangelist besitzt, die 1849 erbaut wurde.

Vergeben wurden auch noch Sonderpreise, z.B. „The People’s Project“ für Dörfer, deren Bewohner sich durch besonderes Engagement für ihren Wohnort ausgezeichnet haben. Da tat sich Broadwindsor (in der Nähe von Beaminster im Westen Dorsets) hervor mit dem Community Shop Project. Im August 2011 schloss der Dorfladen und statt sich in das Schicksal zu fügen, dass es in Broadwindsor nie wieder eigene Einkaufsmöglichkeiten geben würde, taten sich die Bewohner zusammen und organisierten einen neuen Dorfladen, der in der Old Telephone Exchange untergebracht wurde und seit dem 6. April diesen Jahres von freiwilligen Kräften geführt wird. Finanzielle Unterstützung gab es von mehreren Seiten, Spenden kamen herein und viele Bewohner kauften Anteile an ihrem Dorfladen. Einen  besonderen Service gibt es für alte und behinderte Menschen, die nicht selbst in den Laden kommen können. Man muss nur anrufen, seine Bestellung aufgeben und schon wird alles ins Haus gebracht. Toll!!

Best Small Village: Tincleton.    © Copyright Chris McAuley and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Broadwindsor.    © Copyright Rob Purvis and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 17. Oktober 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Panther und Pumas in Dorset?

Die Journalistin und Zeichnerin Merrily Harpur widmet einen großen Teil ihrer Zeit, um einem Phänomen auf die Spur zu kommen, dass die Grafschaft Dorset schon seit geraumer Zeit bewegt: Der Sichtung von Großkatzen (Panther? Pumas?), die eigentlich im Süden Englands nicht heimisch sind.

Auf der Webseite http://www.dorsetbigcats.org/ kann man nachlesen, wo schon überall diese mysteriösen Großkatzen gesichtet wurden und Merrily Harper hat bereits zwei Bücher darüber geschrieben „Roaring Dorset: Encounters with Big Cats“ (2008) und „Mystery Big Cats“ (2006).

Doch nicht nur in Dorset, wo offensichtlich der Schwerpunkt der Sichtungen liegt, sind Panther, Puma und Co. gesehen worden, auch in anderen Teilen Großbritanniens sollen sich die Großkatzen aufhalten, so die Big Cats Research Group, die um Spenden bittet („Big cats in Britain need your help“). Wie soll man denn den Phantomtieren helfen, wenn man ihrer noch nie habhaft geworden ist?

Hier ist eine zweiteilige Dokumentation, die sich mit dem Thema beschäftigt:
Teil 1  Teil 2

Published in: on 31. Dezember 2009 at 11:29  Schreibe einen Kommentar  
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