Extrembügeln – Eine bizarre „Sportart“, die 1997 in Leicester entstand

Ein Extrembügler auf einem der Rivelin Rocks in South Yorkshire.
Author: Phil Shaw
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Entstanden ist die „Sportart“ Extrembügeln, die sich wirklich nur ein Engländer ausdenken konnte, 1997 in Leicester.  Der Fabrikarbeiter und Bergsteiger Phillip Shaw kam eines Tages auf die Idee, seine zu bügelnde Wäsche nicht mehr am heimischen Herd zu tätigen, sondern an ganz anderer Stelle, nämlich auf einem Berg. Seinen Freund Paul Nicks nahm er dazu mit, der die exzentrische Idee auch gut fand. So nach und nach bügelten die beiden an immer kurioseren Stellen und siehe da, auch andere Menschen konnten sich an der schrägen Idee der beiden Pioniere des Extrembügelns erwärmen, und zogen ebenfalls mit Bügelbrett und Bügeleisen bewaffnet los, um ihre Kleidung an immer merkwürdigeren Plätzen von lästigen Falten zu befreien.

Da gibt es z.B. das Bügeln auf Berggipfeln –> genannt Rockystyle
Das Bügeln in Wäldern –> genannt Foreststyle
Das Bügeln in Flüssen oder auf Seen –> genannt Waterstyle

Es gibt mittlerweile immer verrücktere Abarten des Extrembügelns: Bügeln unter Wasser, Bügeln beim Bungeejumping oder Synchronbügeln. Mein Favorit ist der Extrembügler auf der Autobahn M1, hier zu sehen.

Bei den Olympischen Spielen hat diese Sportart (bisher) noch keinen Einzug gefunden. Es gibt mittlerweile auch Extrembügler in anderen Ländern, so auch eine deutsche Sektion.

Hier sind die Yorkshire Divers bei einem Weltrekordversuch für Unterwasserbügeln zu sehen.

Das Buch zum Artikel:
Phil Shaw: Extreme Ironing. New Holland Publishers 2003. 96 Seiten. 978-1843305552.

Published in: on 25. Oktober 2019 at 02:00  Comments (3)  
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