„Gallivant“ – Ein Dokumenarfilm des exzentrischen Filmemachers Andrew Götting

Hier am De La Warr Pavilion in Bexhill-on-Sea in East Sussex beginnt die Reise rund um Großbritannien.
Photo © Chris Whippet (cc-by-sa/2.0)

1997 kam der erste Film von Andrew Kötting in die Kinos, der den Titel „Gallivant“ trug. Ich berichtete in meinem Blog bereits über Köttings Film „Swandown„, in dem es um eine 160 Meilen lange Reise mit einem Tretboot in der Form eines Schwans von Hastings bis in den Londoner Stadtteil Hackney geht, die Kötting gemeinsam mit dem Schriftsteller Iain Sinclair unternimmt.

Das Wort „gallivant“ heißt in der englischen Sprache so viel wie „durch die Gegend ziehen, ohne ein festes Ziel im Auge zu haben“ und das trifft auf die Handlung dieses Dokumentarfilmes auch zu. Andrew Kötting, seine 85jährige Großmutter Gladys und seine 7jährige Tochter Eden fahren mit dem Wohnmobil einmal im Uhrzeigersinn an der Küste entlang um ganz Großbritannien herum, begleitet von einem Kamerateam, das die ungleichen Drei in manchmal wackligen, an Home Movies erinnernden Bildern filmt. Das Kind ist behindert, es leidet an dem Joubert Syndrom, einer „genetisch bedingten komplexen zentralnervösen Entwicklungs- und Funktionsbesonderheit beim Menschen auf der Grundlage einer Genmutation“, so die Wikipedia. Kötting hat eine Art Road Movie auf britische Art erschaffen, ein Film, der Begegnungen mit allerlei interessanten Menschen zeigt. Im Mittelpunkt diese faszinierenden Films aber stehen die drei Reisenden,wobei sich die Großmutter rührend um ihre kleine Enkelin kümmert.

„Gallivant“ erlebte seine Uraufführung 1996 beim Edinburgh International Film Festival, wobei Regisseur Kötting mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Der Film ist in ganzer Länge auf youtube zu sehen, hier ist der Trailer.

Published in: on 18. Februar 2019 at 02:00  Comments (1)  
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