Jim Carter, der Butler Carson aus „Downton Abbey“, und seine Beziehung zu Harrogate in West Yorkshire

The Stray.
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Der Kurort Harrogate in West Yorkshire ist vielen Deutschen vor allem dadurch bekannt, dass hier die Sängerin Nicole beim 27. Eurovision Song Contest am 24. April 1982 im Conference Centre mit „Ein bisschen Frieden“ den Sieg für Deutschland holte.

Am 19. August 1948 wurde in diesem hübschen, angenehmen Kurort Jim Carter geboren, dessen spätere Schauspielerkarriere durch seine Rolle als Butler Carson in der Erfolgs-TV-Serie „Downton Abbey“ einen steilen Knick nach oben machte. Der Mann mit der sonoren Stimme verbrachte seine Kindheit und Jugend in Harrogate, wo er mit seinen Eltern in einem viktorianischen Haus am The Stray wohnte, einem Parkgebiet am südöstlichen Stadtrand, das sicher jeder kennt, der schon einmal in Harrogate weilte. Carter besuchte das Ashville College am Green Lane, rund zwei Kilometer vom Wohnhaus seiner Eltern entfernt. Hier wurde er in seinem letzten Schuljahr zum „head boy“, also zum Schulsprecher gewählt. Einer seiner Vorgänger als „head boy“ im Ashville College war übrigens Tony Richardson (1928-1991), ein weiterer Mann aus der Filmbranche, der als Regisseur und Produzent erfolgreich war und für seinen Film „Tom Jones“ 1964 einen Oscar als bester Regisseur erhielt.

Jim Carter ist seiner Heimatstadt in West Yorkshire treu geblieben und kommt immer mal wieder hierher zu Besuch. Auch weil seine 98jährige Mutter Molly im Pflegeheim The Granby an der Granby Road untergebracht ist. Erst im Februar eröffnete er einen neuen Fernsehraum in dem Heim, das gerade umgebaut wird. The Granby war einmal eines der besten Hotels in Harrogate.

Auch ins Ashville College zog es Jim Carter zurück, wo er im März 2014 das renovierte Soothill Auditorium eröffnete. Das College hat das Studio für seine Schauspielschüler nach ihm benannt. Eine Tafel an der Außenwand weist darauf hin: „The CARTER STUDIO Dedicated by Jim Carter (OA) on 16th March 2014“. Hier an der Schule hat Jim Carter auch seine ersten zaghaften Versuche auf der Bühne unternommen.

Ein weiterer Besuch Carters in seiner Geburtsstadt galt im Dezember 2013 dem Royal Pump Room Museum, wo eine Ausstellung mit dem Titel „Age of Elegance: Costumes from Downton Abbey“ stattfand. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung standen die Original-Kostüme, die die Damen in der TV-Serie in der ersten Staffel getragen hatten. Das Royal Pump Room Museum ist an der Royal Parade in Harrogate zu finden.

Vielleicht sehen wir Jim Carter als Butler Carson ja bald wieder, denn möglicherweise wird nach dem Ende der TV-Serie ein Spielfilm „Downton Abbey“ gedreht.

Das Ashville College.
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The Granby.
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The Royal Pump Room Museum.
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Harrogate Crime Writing Festival 2010 in Harrogate (North Yorkshire)

Jedes Jahr im Juli eilt alles in England, was sich auch nur  im weitesten Sinne mit Krimis beschäftigt, nach Harrogate, den Kurort in North Yorkshire, wo das Harrogate Crime Writing Festival statt findet. Da das Festival von der Brauerei Theakstons (s.a mein Blogeintrag über diese Brauerei) gesponsert wird und deren beliebteste Sorte Old Peculier heißt, nennt sich das Ganze jetzt Theakstons Old Peculier Crime Writing Festival.

Vom 22. bis zum 25. Juli liegt das britische Krimizentrum also wieder in der Stadt in North Yorkshire, wie immer im Crown Hotel.
Die Gästeliste ist wie in jedem Jahr hochkarätig: Ian Rankin, Val McDermid, Karin Slaughter und Jeffery Deaver (beide aus den USA angereist) und viele andere. Der Chef der Organisation ist in diesem Jahr der schottische Krimiautor Stuart MacBride.

Vergeben wird auch in diesem Jahr wieder der Preis Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year. Hier ist die Shortlist:

In The Dark – Mark Billingham
 The Surrogate – Tania Carver
 A Simple Act Of Violence – RJ Ellory
 The Crossing Places – Elly Griffiths
 Dead Tomorrow – Peter James
 Gallows Lane – Brian McGilloway
 Doors Open – Ian Rankin
 Child 44 – Tom Rob Smith

In diesen Tagen gibt es eine Fülle von Lesungen, Diskussionen, Vorträgen und Partys. Die britische Crime Writers‘ Association wird im Verlauf des Festivals auch einige Gewinner der Dagger-Awards bekanntgeben.
Also: Ein randvolles und interessantes Programm für jeden Krimifan.