Mein Buchtipp – Susan McGowan: The A-Z of Curious Kent

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Der Verlag The History Press ist außerordentlich produktiv und hat ein Programm, das jedem, der an England interessiert ist, etwas bietet. Nach dreißig Jahren in Stroud in Gloucestershire zog der Verlag 2019 nach Cheltenham, ebenfalls in Gloucestershire gelegen.

Aus dem Programm für das Jahr 2020 habe ich mir unter anderem auch das Buch „The A-Z of Curious Kent: Strange Stories of Mysteries, Crimes and Eccentrics“ von Susan McGowan zugelegt. Die Grafschaft Kent hat einiges an Mysteriösem und Kuriosem zu bieten wie bereits die beiden Bücher „Kent’s Strangest Tales“ von Martin Latham und „Kent Urban Legends“ von Neil Arnold gezeigt haben.

Susan McGowan listet die ungewöhnlichen Dinge und Ereignisse in ihrem Buch, das von Colin McGowan sehr hübsch illustriert ist, in alphabetischer Reihenfolge auf und beginnt ihre Kuriositätensammlung mit einem kurzen Artikel über „Alluvia„, dem Kunstwerk von Jason deCaire, das im River Stour in Canterbury liegt (siehe dazu meinen Blogeintrag) und beendet das Buch mit „The Zombie Apocalypse: Hollywood Comes to East Kent„; darin schreibt sie, dass der Zombie-Film „World War Z“ (dt. „World War Z“) mit Brad Pitt in der Hauptrolle in Teilen in den ehemaligen Laboratorien der amerikanischen Pharmaziefirma Pfizer in Sandwich gedreht wurden (die hier unter anderem das Potenzmittel Viagra produzierten).

„The A-Z of Curious Kent“ takes you off the beaten track, to a world of daddlums and hufflers, gavelkind and grotters“ heißt es in dem Buch, das ich sehr als Ergänzung zu einem Standardreiseführer empfehlen kann (daddlum=ein Pubspiel, huffler=der Beruf eines Transporteurs an der Küste Kents, gavelkind=Lehnsbesitz, der beim Tode des Inhabers den ehelichen Abkömmlingen zu gleichen Teilen zufällt, so das Langenscheidts Wörterbuch, grotter=kleine Grotten, die aus Austernschalen gebaut werden).

Susan McGowan: The A-Z of Curious Kent – Strange Stories of Mysteries, Crimes and Eccentrics. The History Press 2020. 158 Seiten. ISBN 978-0-7509-9126-1.

Published in: on 18. Dezember 2020 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Mein Buchtipp – Martin Latham: Kent’s Strangest Tales

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Die meisten Englandbesucher reisen per Fähre oder per Eurotunnel über die Grafschaft Kent auf die Insel ein und bekommen gleich einen positiven Eindruck über das Land, seien es die Kreidefelsen bei Dover auf dem Seeweg oder das hübsche weiße Pferd  an der Tunnelausfahrt bei Folkestone. Der Garten Englands, wie Kent auch genannt wird, ist einer der schönsten Teile des Landes.

Martin Latham beschäftigt sich mit der Grafschaft in seinem Buch „Kent’s Strangest Tales: Extraordinary but true stories from a very curious county„, indem er einen „fascinating treasure trove of stories“ öffnet. Martin Latham ist Manager der Waterstones Buchhandlung in Canterbury, hat sich einen Doktortitel in Geschichte an der London University erworben, und sein Buch „The Bookseller’s Tale“ ist gerade Anfang September diesen Jahres erschienen.

Der Autor kennt sich also gut in Kent aus, wo er schon seit Jahrzehnten wohnt. Es macht Spaß dieses hoch interessante Buch zu lesen, das ich hiermit jedem empfehlen kann der sich für diesen wunderschönen Landstrich Englands interessiert.

Latham geht in seiner Geschichtensammlung chronologisch vor. Er beginnt 600 000 Jahre vor Christus als England noch mit dem Kontinent verbunden war und endet im Jahr 2015 mit einer Geschichte über Peter Benjamin aus Tonbridge, der letzte verbliebene Tunbridge Ware Maker, das ist eine besondere Kunst der Holzverarbeitung mit Einlegearbeiten (Tonbridge und Royal Tunbridge Wells sind benachbarte Städte in Kent).

Das Buch gehört in die „Strangest„-Serie, in der es unter anderen die Bände „Golf’s Strangest Rounds“, „Law’s Strangest Cases“ und „Medicine’s Strangest Cases“ gibt.

Martin Latham: Kent’s Strangest Tales: Extraordinary but true stories from a very curious county. Portico 2019. 256 Seiten. ISBN 978-1-910232-97-2.

Published in: on 3. Oktober 2020 at 02:00  Comments (1)  
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