Wie die Hängebrücke über die Themse in Marlow (Buckinghamshire) im Jahr 2016 beinahe Schaden genommen hätte

Durch diese Poller der Marlow Bridge zwängte der LKW-Fahrer seinen 2.5 Meter breiten Lastzug.   © Copyright Peter Jemmett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Durch diese Poller der Marlow Bridge zwängte der LKW-Fahrer seinen 2.5 Meter breiten Lastzug.
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Über die hübsche attraktive Stadt Marlow habe ich in meinem Blog bereits mehrere Artikel geschrieben, auch über die Hängebrücke, die die Themse überquert und die Grafschaften Buckinghamshire und Berkshire miteinander verbindet. In dem Beitrag schrieb ich auch über die engen Zufahrten, die durch Poller begrenzt werden, damit keine schweren LKWs die Brücke passieren können, die ein Maximalgewicht von drei Tonnen verträgt. Am 24. September 2016 gegen 22.30 Uhr wäre es der von William Tierney Clark erbauten Straßenbrücke beinahe an den Kragen gegangen, denn ein 37 Tonnen schwerer Lastzug aus Litauen der Speditionsfirma Girteka Logistics versuchte sie zu überqueren. Vielleicht verließ sich der Fahrer auf sein Navigationsgerät und übersah im Dunklen die Warnschilder vor der Brücke („Weak Bridge“, >2.0m<, 3T mgw) auf jeden Fall schaffte er es irgendwie, die Poller zu überwinden, wobei ein Reifen in die Brüche ging, und dann blieb er schließlich mit seinem Gefährt auf der anderen Seite der Brücke hängen (hier sind einige Fotos). Wie er durch die ersten Poller kam, grenzt schon an ein Wunder, denn ich musste mit meinem PKW schon sehr vorsichtig sein, damit ich nicht seitlich daran anschrammte. Da hing er nun am späten Abend auf der Brücke fest, der litauische Fernfahrer und konnte sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Die Polizei von Marlow kümmerte sich um den Fall, als sie zu Hilfe gerufen wurde, und ließ den schweren Truck über die Brücke zurückschleppen, die die 37 Tonnen-Last tatsächlich aushielt.

Aber was waren denn nun für Schäden an dem Bauwerk entstanden? Spezialisten untersuchten die Marlow Bridge sehr intensiv und stellten fest, dass sie kaum beschädigt worden war und die Sicherheit in keiner Weise gefährdet ist. Man befürchtete anfangs, dass die Themsebrücke bis zu sechs Monaten geschlossen werden müsste, aber es dauerte dann doch nur zwei Monate, bis sie am 25. November wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Die Zeremonie ist hier im Film festgehalten. Die Kosten für die entstandenen Arbeiten trug übrigens die Versicherung der Speditionsfirma, deren Fahrer sicher in Zukunft einen weiten Bogen um Marlow machen wird.

Bis maximal drei Tonnen dürfen die Fahrzeuge wiegen, die die Brücke überqueren möchten.    © Copyright Chris Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Bis maximal drei Tonnen dürfen die Fahrzeuge wiegen, die die Brücke überqueren möchten.
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Das nackte Mädchen an der High Street von Marlow (Buckinghamshire)

Geht man auf der High Street in dem attraktiven Städtchen Marlow in Buckinghamshire in Richtung Themsebrücke findet man auf der linken Seite die Statue eines hübschen nackten Mädchens, das auf einem Sockel sitzt und ganz entspannt die Umgebung betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Frohman Statue oder auch „Marlow’s Pocket Venus“ genannt, die am 16. Mai 1924 in Erinnerung an den US-amerikanischen Theaterimpresario Charles Frohman (1856-1915) errichtet wurde. Der Amerikaner hatte eine besondere Beziehung zu England im Allgemeinen und zu Marlow im Besonderen entwickelt und besaß den Wunsch, auf dem Kirchhof der All Saints Church am Ufer der Themse begraben zu werden, der nur einen Steinwurf von der Statue entfernt liegt.

Charles Frohman ist in England vor allem durch seine Londoner „Peter Pan„-Produktion im Duke of York Theatre bekannt geworden. James Matthew Barrie hatte seinen „Peter Pan“ in die Hände seines Freundes Frohman übergeben, der daraus eine Erfolgsshow bastelte. Die Hauptrolle spielte darin in der Zeit von 1906 bis 1913 die Amerikanerin Pauline Chase (1885-1962), die durch Frohman zu einem internationalen Star wurde.

Bei seinen Aufenthalten in Marlow wohnte Charles Frohman im an der Themse gelegenen Hotel The Compleat Angler (ich berichtete in meinem Blog darüber). Auch Pauline Chase hatte sich in die Stadt verliebt und zwar so sehr, dass sie ihre in Washington verstorbene Mutter dort exhumieren und auf dem Kirchhof von All Saints in Marlow erneut begraben ließ. Für die junge Schauspielerin war es ein harter Schlag, als sie vom Tode Frohmans erfuhr, der an Bord der RMS Lusitania, zusammen mit weiteren 1200 Passagieren, am 7. Mai 1915 zu Tode kam. Das Schiff war auf dem Weg von New York nach Liverpool und wurde von einem deutsche U-Boot vor der Küste von Irland versenkt. Frohmans Leiche wurde in Irland angespült und man überführte ihn zurück in seine alte Heimat, wo er in Ridgewood in New Jersey seine letzte Ruhestätte fand.

Aus Charles Frohmans Wunsch, einmal in Marlow beigesetzt zu werden, wurde also nichts, doch Freunde, darunter vor allem Pauline Chase, sorgten dafür, dass durch die Statue an der High Street die Erinnerung an ihn wachgehalten wird. Warum sollte das aber durch ein nacktes Mädchen geschehen? So genau weiß man das nicht mehr, aber die Vermutung geht dahin, dass Pauline Chase, die als „Pocket Venus of New York“ bekannt war, für das Memorial Modell gestanden hat, daher auch die Bezeichnung „Marlow’s Pocket Venus“. Auf dem Sockel ist die Inschrift eingetragen:
For ‚tis not right that in a house the muses haunt mournings should
dwell. Such things befit us not„.

Im Jahr 2008 begann man mit der Restaurierung des nackten Mädchens, denn der Zahn der Zeit hatte seine Spuren an der Statue hinterlassen, die Autoabgase hatten sich in den Stein gefressen und ein Fuß war abgebrochen. Die Firma Cliveden Conservation, die vor allem für den National Trust arbeitet, nahm sich der Figur an und „polierte“ sie wieder auf. Jetzt steht Marlow’s Pocket Venus wieder an der High Street, eingerahmt von zwei Bänken und betrachtet den vorbeiströmenden Autoverkehr. Um das Wohlergehen der Figur kümmert sich The Marlow Society. Hier sind einige Aufnahmen der Statue.

Der Friedhof der All Saints Church in Marlow, auf dem Charles Frohman gern begraben worden wäre. Eigenes Foto.

Der Friedhof der All Saints Church in Marlow, auf dem Charles Frohman gern begraben worden wäre.
Eigenes Foto.

Mein Buchtipp – Barbara Richardson & Cecilia Anne Sadek: Marlow – Past and Present

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Marlow an der Themse in der Grafschaft Buckinghamshire gehört zu meinen Lieblingsorten in England; mehrere Male habe ich in meinem Blog über die Stadt berichtet. Wer schon einmal dort war und sich näher dafür interessiert, dem kann ich das Buch „Marlow: Past and Present“ empfehlen, das die Vergangenheit der Stadt mit Fotos der Gegenwart gegenüberstellt; d.h. historische Fotos wurden aus der exakt gleichen Perspektive heute noch einmal aufgenommen, so dass man genau erkennen kann, was sich in der Zwischenzeit verändert hat. Glücklicherweise ist vieles erhalten geblieben, daher besitzt Marlow noch viel Atmosphäre.

Die beiden Autorinnen des Buches, Barbara Richardson und Cecilia Anne Sadek wohnen beide in der Stadt an der Themse und sind durch das Betrachten alter Fotos auf die Idee gekommen, dieses Buch zu veröffentlichen. In zehn Kapiteln nehmen sie sich ihrer schönen Stadt an, so z.B. in „Geography“ und „Houses and Housing„, in denen sie vorwiegend Häuser in der High Street und der West Street, den beiden Hauptstraßen des Ortes, vorstellen. Weiterhin beschäftigen sich die Autorinnen mit den Kirchen und der Wirtschaft von Marlow. Im letzten Kapitel geht es um „People„, also um die prominenten Bewohner einst und jetzt. Über den Aufenthalt von Percy Bysshe und Mary Shelley berichtete ich an dieser Stelle schon einmal, Jerome K. Jerome wohnte eine Zeit lang in dem Haus Monk’s Corner, der Sternekoch Heston Blumenthal residiert hier seit 1997, der Ruderer Sir Steve Redgrave, der erfolgreichste britische Olympiateilnehmer aller Zeiten, wuchs in Marlow auf (man ehrte ihn mit einer Bronzeskulptur im Higginson Park) und Tony Buzan, der Erfinder des Mind Mappings, hat sein Büro in der Stadt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, natürlich wieder aus dem Hause The History Press!

Barbara Richardson & Cecilia Anne Sadek: Marlow – Past and Present. The History Press 2010. 95 Seiten. ISBN 978-0-7524-5284-5

Die Themse in Marlow. Eigenes Foto.

Die Themse in Marlow.
Eigenes Foto.

Die Themsebrücke in Marlow, gegenüber das Hotel The Compleat Angler. Eigenes Foto.

Die Themsebrücke in Marlow, gegenüber das Hotel The Compleat Angler.
Eigenes Foto.

Marlow High Street.    © Copyright N Chadwick and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Marlow High Street.
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Published in: on 26. März 2014 at 02:00  Comments (1)  
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Das literarische Marlow (Buckinghamshire) – Teil 3: Wer hier sonst noch lebte und arbeitete

The Two Brewers. Hier schrieb Jerome K. Jerome an seinen "Drei Männern".    © Copyright Nigel Cox

The Two Brewers. Hier schrieb Jerome K. Jerome an seinen „Drei Männern“.
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Wenn man den Namen Marlow hört, denken viele automatisch auch an Jerome K. Jerome, der das unvergleichliche Buch „Three Men in a Boat“ (dt. „Drei Mann in einem Boot) geschrieben hat. Jerome wohnte in verschiedenen Häusern in Marlow von 1910 bis 1920, darunter Monks Corner in Marlow Common und in Wood End House. Es gibt mehrere Pubs in der Umgebung, die von sich behaupten, Jerome hätte sein berühmtes Buch in ihren Mauern geschrieben, darunter auch The Two Brewers in der St Peter Street in Marlow, gleich hinter der All Saints Church, in einer Sackgasse, die an der Themse endet. In diesem Pub spielt übrigens auch eine Szene der TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ und zwar die Episode 42 „Sauce For the Goose“ (dt. „Die Leiche ist heiß“), in der Tom Barnaby bei einem Drink Helen Plummer recht nahe kommt. Auch in Folge 54  „King’s Crystal“ (dt. „Ein Sarg aus China“) drehte man hier in der St Peter Street.

In der West Street, über die ich in Teil 1 und Teil 2 dieser Mini-Serie in  meinem Blog bereits berichtete, findet sich noch eine weitere Plakette, die an einen Literaten erinnert, der heute allerdings in Vergessenheit geraten ist. In dem Haus mit der Nummer 47 wohnte Thomas Love Peacock (1785-1866), der mit Percy Bisshe Shelley eng befreundet war (den Mary Shelley allerdings nicht sehr leiden mochte). Hier schrieb er 1818 seinen damals wohl bekanntesten Roman „Nightmare Abbey“ (dt. „Nachtmahr-Abtei“). Außer diesem Roman wurde keines seiner anderen Werke ins Deutsche übersetzt. In dem Haus in der West Street ist heute die Firma Mandarin Stone untergebracht.

Zwei weitere Schriftsteller hatten sich im 19. Jahrhundert in Marlow niedergelassen, die wie Peacock kaum noch jemand kennt:
George Payne Rainsford James schrieb 90 vorwiegend historische Romane, die damals sehr erfolgreich waren. Übersetzt wurde, so weit ich das ermitteln konnte, nur sein Roman „Forest Days„, der unter dem Titel „Der Rächer vom Sherwood“ erschien. James wohnte in der Oxford Street.
Schließlich gab es da noch einen Francis Edward Smedley (1818-1864), der in Marlow geboren wurde und gewisse Erfolge mit seinen Romanen „Frank Fairlegh“ (1850) und „Harry Coverdale’s Courtship“ (1855) hatte. Übersetzt wurde meines Wissens gar nichts von ihm. Er wohnte am Ende seines Lebens in einem Landhaus namens Beechwood am Rande der Stadt.

Über das Hotel „The Compleat Angler“ am Ufer der Themse, das ja auch eine literarische Verbindung hat, habe ich in meinem Blog bereits geschrieben.

Das literarische Marlow (Buckinghamshire) – Teil 2: Das Albion House in der West Street, Mary Shelley und Frankenstein

1817 zogen Percy Bysshe Shelley und seine Frau Mary nach Marlow in Buckinghamshire und wohnten hier im Albion House in der West Street. Sie schlossen einen Pachtvertrag für 21 Jahre ab, blieben aber nur ein knappes Jahr hier, denn schon 1818 zog es die beiden nach Italien, wo Percy 1822 starb.
Das Albion House war recht groß, so dass ausreichend Platz war für Percy, Mary, ihren gemeinsamen Sohn William, Marys Stiefschwester Claire Clairmont und deren Tochter Allegra, und das Schweizer Kindermädchen Elise. Im September gebar Mary eine Tochter, Clara Everina Shelley, die aber schon nach drei Wochen wieder starb. Eigentlich fühlten sich die Shelleys wohl hier, aber das Haus hatte den Nachteil, dass es sehr feucht war, und als das Paar auszog, waren ihre Bücher alle schimmelig geworden.

Hier in der West Street von Marlow erblickte ein Monster das Licht der Welt: Mary Shelley schrieb ihren Roman „Frankenstein“ zu Ende und veröffentlichte ihn anonym im Januar 1818. Neben Bram Stokers „Dracula“ gilt „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ als der berühmteste Horrorroman der Literaturgeschichte (wobei Viktor Frankenstein nicht der Name des Monsters, sondern der seines Schöpfers ist). 500 Exemplare wurden damals gedruckt und viele glaubten, dass es aus der Feder ihres Mannes stammte. Anfangs war die Reaktion auf das Buch in Literaturkreisen nicht besonders positiv, aber nach und nach wurde es immer bekannter, und Mary Shelley ist hauptsächlich mit diesem Werk bis heute berühmt geblieben; nicht zuletzt aufgrund der zahllosen Verfilmungen des Stoffes.

Percy hatte eine Menge Geld in die Möblierung des Hauses gesteckt; Geld, das er eigentlich gar nicht hatte, sondern sich leihen musste. Die finanziellen Probleme sollten ihn noch länger verfolgen. 1818 packten die Shelleys ihre Koffer und verließen Albion House für immer; ihr neues Ziel hieß Italien.

Das Haus in der West Street wurde am 16 Juli 1949 unter Denkmalschutz gestellt. Es ist heute in vier Wohnungen unterteilt. Wer es sich von außen einmal ansehen möchte: Es steht neben der Sir William Borlase’s Grammar School und ist sofort durch die merkwürdig geformten Fensterrahmen zu erkennen. Nur ein paar Schritte weiter, auf der gleichen Straßenseite, steht Englands einziger Pub mit zwei Michelinsternen, The Hand and Flowers.

Plakette am Albion House in Marlow. Photographed by Marvin Barretto for Open Plaques. Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic

Plakette am Albion House in Marlow.
Photographed by Marvin Barretto for Open Plaques.
Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic

Published in: on 8. September 2013 at 02:00  Comments (2)  
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Das literarische Marlow (Buckinghamshire) – Teil 1: Die West Street 31 und T.S. Eliot

Marlow, West Street 31. Hier wohnte T.S. Eliot. With freindly permission of Michael Macdonald of The Vanilla Pod.

Marlow, West Street 31. Hier wohnte T.S. Eliot.
With friendly permission of Michael Macdonald of The Vanilla Pod.

Über die Themsestadt Marlow in Buckinghamshire habe ich in meinem Blog schon einige Male geschrieben.  Dichter und Schriftsteller haben sich im Laufe der Zeit in dem hübschen Ort niedergelassen und eine gewisse „Zusammenballung“ dieser Damen und Herren fand in der West Street statt, die sich von der Stadtmitte in Richtung Henley-on-Thames zieht.

In der Hausnummer 31 wohnte der 1888 in St Louis geborene Lyriker und Dramatiker Thomas Stearnes Eliot, der 1948 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs ging Eliot nach England und blieb hier auch für den Rest seines Lebens. 1927 nahm er die britische Staatsbürgerschaft an, denn er fühlte sich sowieso mehr als Brite denn als Amerikaner. Seinen größten literarischen Erfolg landete er 1935 mit dem Drama „Mord im Dom„, in dem die letzten Tage des Erzbischofs von Canterbury, Thomas Becket, dargestellt werden.

Eliot zog im Jahr 1917 mit seiner Frau Vivienne Haigh Wood nach Marlow, wo sie sich im Haus mit der Nummer 31 niederließen. Der Philosoph Bertrand Russell stellte ihnen dort die Wohnung, die ihm gehörte, zur Verfügung.  Auch soll er hier eine Affäre mit Vivienne eingegangen sein, was T.S. Eliot verständlicherweise gar nicht gefiel und was die Ehe schwer belastete. Im Garten des Hauses in Marlow schrieb Eliot seine „Ode on Independence Day, July 4th 1918„, ein Gedicht, in dem er seine verletzten Gefühle zum Ausdruck bringt. Auch Aldous Huxley hatte eine gewisse Schwäche für Eliots Frau, denn 1918 schrieb er an seinen Bruder Julian: „She is such a genuine person, vulgar, but with no attempt to conceal her vulgarity“.
Schon im Jahr 1920 zogen die Eliots wieder aus Marlow weg und verbrachten die nächsten zehn Jahre ihres Lebens in London in 9 Clarence Gate Gardens.

An dem Haus in der West Stret 31 erinnert eine blaue Plakette an den berühmten Bewohner. Heute ist in dem Haus ein „Fine Dining“-Restaurant untergebracht, The Vanilla Pod, in dem Chefkoch Michael Macdonald am Herd steht; ein Restaurant, das schon mehrfach ausgezeichnet worden ist.

Hier ist eine Dokumentation über T.S. Eliot zu sehen.

T.S. Eliot.  This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired.

T.S. Eliot.
This image is in the public domain because its copyright has expired.

Die West Street in Marlow (Buckinghamshire).    © Copyright Des Blenkinsopp

Die West Street in Marlow (Buckinghamshire).
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