Die Milchflaschensammlung des Steve Wheeler aus Malvern in Worcestershire

Hier an der Leigh Sinton Road in Malvern steht das Milk Bottle Museum.   © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier an der Leigh Sinton Road in Malvern steht das Milk Bottle Museum.
   © Copyright Mat Fascione and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Am 02.02.2011 schrieb ich in meinem Blog schon einmal über das Thema „Milchflaschensammeln„, das ich heute noch einmal aufnehmen möchte, indem ich die riesige Sammlung von „milk bottles“ des Steve Wheeler aus Malvern in Worcestershire vorstelle.
Über 35 Jahre schon sammelt der Mann diese Objekte, die für die meisten von uns allen gleich aussehen; aber weit gefehlt. Es gibt da eine große Bandbreite an Formen , an Etiketten usw. Steve Wheeler hat Milchflaschen aus der ganzen Welt zusammengetragen und es bisher auf rund 20 000 Stück geschafft, wobei der Löwenanteil, nämlich über 17 000 Flaschen, aus Großbritannien kommt. Die Sammlung hat er in Regalen in einem Gebäude hinter seinem Haus in der Leigh Sinton Road Nummer 16 untergebracht, das er als „Milk Bottle Museum“ bezeichnet. Dort finden sich Schätze aus Molkereien, die schon lange nicht mehr existieren, von der königlichen Royal Dairy Farm in Windsor usw. usw.
Es begann damit, dass Steve Wheeler auf einer Wanderung durch die Brecon Beacons in Wales eine schmutzige alte Milchflasche fand, die, wie er recherchierte, aus einer lange geschlossenen Molkerei aus Shropshire stammte. Da war das Jagdfieber geweckt, das bis heute angehalten hat und auch jetzt ist ihm kein Weg zu lang, um eine Flasche in seine Sammlung aufzunehmen, die ihm noch fehlt und das sind noch mehrere Tausende.
Etwa £100,000 ist seine Kollektion wert und am liebsten würde er daraus ein richtiges Museum machen mit festen Öffnungszeiten, denn bisher können Interessenten die Flaschen nur nach vorheriger Anmeldung sehen.

Steve Wheeler verabscheut übrigens Milch und hat seit seiner Kindheit keine mehr getrunken. In diesem Film kommt er selbst zu Wort und zeigt uns seine Sammlung.

 

Published in: on 25. August 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Milchflaschensammeln – Auch das ist ein Hobby einiger Engländer

Author: Unisouth. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Author: Unisouth.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

 

Mike und Naomi Hull aus Stroud in Gloucestershire haben eine Sammelleidenschaft, die doch recht ungewöhnlich ist: Sie sammeln Milchflaschen. Wer da denkt, dass die Flaschen, die der Milchmann allmorgendlich in aller Frühe vor die Haustüren stellte, alle gleich aussahen, der irrt. Es gibt hunderte der unterschiedlichsten gläsernen „Milk bottles“. Die Hulls haben weit mehr als tausend davon. Die ältesten gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück; es gibt unterschiedliche Formen, verschiedenartige Verschlüsse und natürlich unendlich viele Aufdrucke der einzelnen Molkereien. Die Glasflaschen haben aber ganz starke Konkurrenz bekommen, denn der Trend geht seit vielen Jahren in Richtung Plastikflasche und Tetra Pak.

1975 begannen Mike und Naomi mit dem Sammeln. Sie suchten z.B. Rastplätze entlang vielbefahrener Straßen ab und wurden dort immer wieder fündig. Autofahrer aus allen Teilen des Landes hatten dort ihre Milchflaschen liegengelassen und diese fanden dann bei den Hulls ihr neues Zuhause.

Die beiden begeisterten Sammler stellten bald fest, dass es auch andere Menschen mit der gleichen Sammelleidenschaft gab und so starteten 1984 Mike Hull und Margaret Barber einen speziellen vierteljährlich erscheinenden Newsletter mit dem Titel „Milk Bottle News„. 1987 übernahm Naomi Hull den Posten der Mitherausgeberin von Margaret Barber. Der Newsletter bringt auch Artikel, die im weitesten Sinne mit Milchflaschen zu tun haben, z.B. über Molkereien, also sogenannte „dairyanas„.

Zweimal jährlich finden sich die „milk bottle afficionados“ auf Meetings zusammen und diskutieren über ihr Lieblingsthema bzw. organisieren eine Tauschbörse.

Published in: on 2. Februar 2011 at 04:00  Comments (1)  
Tags: