Songs about Milton Keynes

MK aus der Luft gesehen.
Photo © M J Richardson (cc-by-sa/2.0)

Auch heute bleibe ich in meinem Blog noch einmal in Milton Keynes, der modernen, jungen Stadt in der Grafschaft Buckinghamshire, und stelle einige Songs vor, die über MK geschrieben worden sind. Da gibt es so einige und viele von ihnen stellen die Stadt und einige Aspekte von ihr in positivem Licht dar.

Da ist einmal das riesige Einkaufszentrum Centre:MK am Silbury Boulevard, das mit über 200 Geschäften zu den größten in Großbritannien zählt. Darüber ist einmal ein Werbesong geschrieben worden, in dem es heißt, so etwas hat man noch nie gesehen, was vielleicht ein wenig übertrieben ist. Hier ist „You’ve Never Seen Anything Like It“ zu hören. Geschrieben wurde der Song von Ronnie Bond, einem weniger bekannten Musiker, der u.a. Drummer für The Troggs in den 1960er Jahren war und 1992 starb.

Für ein sauberes, mülltrennungsgerechtes, grünes Milton Keynes setzen sich Schülerinnen und Schüler der St Monica’s Catholic School in ihrem „Milton Keynes Recycling Song“ ein.

Der US-Amerikaner Matt Farley, der sich auch The Guy Who Sings About Cities And Towns“ nennt und schon 20 000 Songs geschrieben haben soll, hat sich auf seinem Album „English England, British Britain, Uk, Great Song!“ auch Milton Keynes angenommen und beschreibt die Stadt in seinem Song „Milton Keynes, Nice British Town“ so.

Dem örtlichen Fußballverein Milton Keynes Dons ist der Song „We Are“ gewidmet. Der Verein ist seit dem vorigen Jahr in der Football League Two und steht aktuell auf Platz 10.

Elliot Mason beschreibt in seinem Song „Milton Keynes“ wie man dorthin kommt, was das Besondere an der Stadt ist und dass man dort offensichtlich in Zufriedenheit lebt („Where people live in peace And make love all the day“).

Cliff Richard nahm sein Musikvideo „Wired For Sound“ auch in der Stadt in Buckinghamshire auf.

Published in: on 28. August 2019 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Milton Keynes (Buckinghamshire) und sein Midsummer Boulevard

Der Midsummer Boulevard. (hat nichts mit Inspector Barnabys Midsomer County zu tun).
Photo © Richard Rogerson (cc-by-sa/2.0)

Über die Stadt Milton Keynes in Buckinghamshire habe ich in meinem Blog zweimal geschrieben, einmal erst vor wenigen Tagen über das Thema E-Autos und einmal über die „concrete cows„.

Die erst etwas mehr als 50 Jahre junge Stadt ist so wie einige US-amerikanische Orte schachbrettmusterartig angelegt und sollte die Metropolen London, Birmingham, Oxford und Leicester entlasten, in denen der Wohnraum knapp geworden war. Ein Architektenteam unter der Leitung von Derek Walker (1929-2015) machte sich also ans Werk, um diese neue Stadt in Buckinghamshire zu planen. Eigentlich sollte man meinen, wenn so eine moderne, nüchterne Stadt entworfen wird, dann handelt es sich dabei auch um ein eben solches Architektenteam; dem war aber nicht ganz so. Die Stadtplaner standen damals unter dem Einfluss der Gegenkultur der 1960er Jahre; so trafen sich die Architekten zu ihren Meetings während  Musik von Pink Floyd im Hintergrund lief und Bücher des Esoterikers John Mitchell wie sein 1969 erschienenes „View over Atlantis“ hatten durchaus einen Einfluss auf die Planer. Derek Walker richtete das Straßengitternetz von Milton Keynes nicht exakt in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung aus, sondern schwenkte es leicht, so dass bei der Anlage der Haupttrasse, des Midsummer Boulevards, am Tag der Sommersonnenwende die Sonne haargenau am Beginn des Boulevards aufgeht (wenn sie denn nicht gerade von Wolken verdeckt wird). Parallelen zu Stonehenge drängen sich auf. Die beiden Straßen, die den Midsummer Boulevard rechts und links begleiten, heißen Silbury Boulevard und Avebury Boulevard, sind also nach prähistorischen Stätten benannt.

Eine alte Eiche, die mitten in der neu geplanten Stadt stand, wurde nicht etwa gefällt, sondern etwas später in ein Einkaufszentrum integriert, wo es dem Baum aber nicht gefiel und er allmählich einging. Heute steht nur noch ein Rest von ihm da, umgeben von den oben erwähnten „concrete cows“.

Die Reste der alten Eiche im Shopping Centre CMK, umgeben von den Kühen.
Photo © Jeremy Bolwell (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 27. August 2019 at 02:00  Comments (1)  
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Milton Keynes in Buckinghamshire – Ein Dorado für Fahrer elektrischer Autos und für Parkplatzsucher

Das Schnellladezentrum in der Nähe der Autobahn M1 in Milton Keynes.
Photo © Philip Jeffrey (cc-by-sa/2.0)

Milton Keynes ist eine Retortenstadt, die vor zwei Jahren ihren 50. Geburtstag feierte. MK, wie die Stadt kurz auch genannt wird, wurde im Schachbrettmuster angelegt und der Verkehr wird durch zahllose Kreisverkehre geregelt. Viele große und mittlere Unternehmen haben sich hier im Laufe der Jahre niedergelassen (Mercedes Benz, Volkwagen, Argos, Suzuki) und daher strömen Tag für Tag Tausende Pendler aus dem Umland in die Stadt und das heißt, volle Straßen, volle Parkplätze. Um die Parkplatzsuche zu vereinfachen, hat man in MK ein Projekt gestartet, das die Wirkungsweise des „Collaborative Parking“ untersucht.  Fahrzeuge werden mit Parksensoren und einem speziellen Display ausgerüstet, das dem Fahrer aktuell freie Parkplätze, auch in Parkhäusern, anzeigt. Wie das funktioniert, zeigt dieser Film.

Milton Keynes ist eine sehr innovative Stadt und man versucht hier, den Verkauf von Elektroautos mit einer Reihe von Maßnahmen zu fördern. So steht in MK Großbritanniens erstes Electric Vehicle Experience Centre, in dem sich jedermann über Elektroautos informieren kann. Große Anbieter wie BMW, Volkswagen, Renault, Nissan, Mitsubishi und Kia stellen in dem Centre ihre elektrisch betriebenen Fahrzeuge aus, so dass die potentiellen Käufer alles unter einem Dach finden und nicht von Händler zu Händler fahren müssen. Wer möchte, kann die Autos auch sofort probefahren oder sie sogar für wenig Geld eine ganze Woche lang testen. Das kurzfristige Ziel von Milton Keynes ist, dass 23% aller Neuzulassungen Elektroautos sind.

Um das zu erreichen, wurde die Infrastruktur erheblich ausgebaut. Neben zahlreichen Aufladestationen (zur Zeit sind es etwa 365) in der Stadt wurde Großbritanniens größtes Schnellladezentrum installiert, nur einen Katzensprung von der Autobahn M1 entfernt (Junction 14), wo 8 Fahrzeuge gleichzeitig in kurzer Zeit aufgeladen werden können.
Ein weiterer Vorteil für Fahrer von E-Autos ist, dass sie fast überall kostenlos parken können., was natürlich gerade für Pendler, die ihr Fahrzeug den ganzen Tag unterbringen müssen, sehr interessant ist.

Also: Milton Keynes steht in Großbritannien ganz weit oben, was E-Autos anbelangt und ist an der Go Ultra Low-Kampagne beteiligt, die den Absatz dieser Autos ankurbeln soll, einer Kampagne von Staat und Autoindustrie.

Dieser Film fasst noch einmal zusammen, was sich in MK in Richtung Elektromobilität tut.

Published in: on 11. August 2019 at 02:00  Comments (8)  
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The Concrete Cows in Milton Keynes (Buckinghamshire)

Die Originale im Shopping Centre.   © Copyright Cameraman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Originale im Shopping Centre.
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Wie das mit Kunstwerken oft so ist, fanden auch die Concrete Cows der in Kanada geborenen Künstlerin Liz Leigh sowohl Zustimmung als auch Ablehnung. Sie schuf die kleine Tierherde, die aus drei Kühen und drei Kälbern besteht, Ende der 1970er Jahre in einem Studio bei Milton Keynes in Buckinghamshire, und man findet sie heute neben der Schnellstraße A422, dem Monks Way, auf einer Weide im Bancroft Park, wo sie friedlich vor sich hin grasen.

Um genau zu sein, das sind nicht die Originale, die stehen nämlich im Central Milton Keynes Shopping Centre, sondern Repliken, die man hier aufgestellt hat. Warum? Die armen Tiere sind im Laufe ihres Lebens schon übel misshandelt, gestohlen und entführt worden. Das kleinste Kalb, Millie Moo, wurde schon bald nach seiner Geburt mitten in der Nacht gestohlen und musste ersetzt werden. Jahre später wurde es entführt und eine Lösegeldforderung gestellt; irgendwann tauchte Millie dann wieder auf. Dann wurden die Tiere von irgendwelchen Spaßvögeln neu angemalt, mal in Pink, mal als Zebra, mal zu Halloween als Gerippe (wie dieser Film zeigt). Ja, die kleine Herde hatte es nicht leicht.

Die Skulpturen sind aber schon lange in Milton Keynes verankert, was sich darin zeigt, dass die Fan-Tribüne des örtlichen Fußballvereins, des Milton Keynes Dons Football Clubs, The Cowshed, der Kuhstall, genannt wird und dass die Maskottchen des Clubs zwei Kühe namens Donny und Mooie sind.

Dann gibt es in der Stadt noch eine Brauerei, The Concrete Cow Brewery, und einen Verlag namens Concrete Cow Press.

Zwei der Kühe haben sogar schon einmal eine Reise nach Italien unternommen. Gut verpackt schickte sie man zur Biennale nach Venedig, wo sie stolz ihr Heimatland vertraten. Im Gegensatz zu den in freier Natur lebenden bzw. aufgestellten Kuh-Repliken haben es die Originale in dem Einkaufszentrum besser, denn hier fallen sie nicht so leicht Vandalen zum Opfer.

Man kann die Concrete Cows sehen, wenn man die A5 am Abbey Hill Roundabout verlässt und auf den Monks Way in Richtung Bedford und M1 abbiegt, gleich hinter der ersten Brücke stehen sie auf der linken Seite.

In diesem Film kann man sich die Tiere noch einmal in Ruhe ansehen.

Die in freier Wildbahn lebenden Repliken-   © Copyright Cameraman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die in freier Wildbahn im Bancroft Park lebenden Repliken.
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Published in: on 15. Oktober 2015 at 02:00  Comments (1)  
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