James Doran Webb – Der Mann, der aus Treibholz großartige Kunstwerke herstellt

The Foal at Canter von James Doran Webb im Park des Oakley Court Hotels. Eigenes Foto.

The Foal at Canter von James Doran Webb im Park des Oakley Court Hotels.
Eigenes Foto.

Bei meinem letzten Aufenthalt im Oakley Court Hotel bei Windsor war ich fasziniert von den Kunstwerken, die dort im Park ausgestellt waren. Sie stammen alle von James Doran Webb, dessen Spezialität ist, aus an Küsten angeschwemmtem Treibholz Tierfiguren herzustellen. Ganz besonders hatte es mir „A Foal at Canter„, wie oben abgebildet, angetan. Sehr eindrucksvoll war auch die Löwengruppe „The Tree Climbing Lions of Lake Manyara“ und „The Jumping Stag, der vor dem Hoteleingang steht.Zwischen 1000 und 3000 Arbeitsstunden benötigt Webb zusammen mit seinem Team, um so ein Kunstwerk herzustellen und das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. £9000 kostet „A Foal at Canter“ und der Hirsch liegt bei £22 000. Die Löwengruppe ist noch für £100 000 zu haben; bevor sie vor dem Oakley Court Hotel aufgestellt wurde, war sie in der diesjährigen Chelsea Flower Show ausgestellt. Großartig finde ich immer wieder die Treibholz-Pferde des Künstlers. Hier sind einige von ihnen zu bewundern.

James Doran Webb lebt und arbeitet auf den Philippinen. In seinem Studio dort lagert das Treibholz, aus dem er seine Figuren baut. Bei der Suche danach helfen ihm die Dorfbewohner, die sich auf diese Weise etwas Geld verdienen. Außerdem setzt er für jedes Kilo Holz, das er ankauft, einen neuen Baum auf abgeholzten Hügeln der Insel Cebu mit dem Ziel, einmal 80 000 Stück anzupflanzen.

Dieser Film zeigt den sympathischen Künstler bei der Arbeit.

Der an sich schon sehr schöne Park des Oakley Court Hotels direkt an der Themse hat durch diese wunderbaren Skulpturen noch dazugewonnen.

Oakley Court Hotel in Berkshire – Ein Update

Das Oakley Court Hotel bei Nacht. Eigenes Foto.

Das Oakley Court Hotel bei Nacht.
Eigenes Foto.

Das direkt an der Themse zwischen Bray und Windsor gelegene Oakley Court Hotel stellte ich in meinem Blog schon einmal vor. Die Lage ist einmalig, das Hotelgebäude sehr beeindruckend. Ende September war ich hier zum dritten Mal zu Gast und war  leider etwas enttäuscht. Überall vermisste ich eine lenkende Hand, die dafür sorgt, dass sowohl im Hotelbereich als auch im Restaurant und in der Bar alles glatt läuft. Man sollte das Haus möglichst am Wochenende meiden, denn von Freitag bis Sonntag werden hier fast immer Hochzeiten gefeiert bzw. finden andere Festlichkeiten statt. Schon als ich am Freitagnachmittag eintraf, war kaum noch ein freier Parkplatz zu finden, obwohl es davon auf dem Hotelgelände sehr viele gibt.
Unser Zimmer war dieses Mal im West Wing und wies mehrere Macken auf: Die Birne in der Nachttischlampe war defekt, die Toilettenspülung funktionierte nicht und der Fernsehempfang war grauenhaft (wir schalten zwar selten den Fernseher ein, aber am nächsten Abend wollten wir gern den Start der fünften Staffel von „Downton Abbey“ sehen). Außerdem herrschte im Raum ein merkwürdiger Geruch. Ich ging zur Rezeption, um auf die Mängel hinzuweisen, und der Duty Manager kam sofort, entschuldigte sich, konnte uns aber für die Freitagnacht kein anderes Zimmer geben, da sie voll ausgebucht waren. Er bot uns an, £50 von der Zimmerrechnung abzuziehen und uns die nächste Nacht in einem anderen Raum unterzubringen. Das klappte auch gut; als wir am Samstagnachmittag zurückkamen, war unser Gepäck bereits in ein Zimmer im East Wing gebracht worden. Hier stimmte alles, so wie wir es von unseren früheren Aufenthalten gewohnt waren.

Das Personal in der Bar und im Restaurant ist zwar freundlich, aber recht unaufmerksam. Am ersten Abend wurde uns zum Aperitif statt der ausdrücklich bestellten trockenen Sherries halbtrockene gebracht. Am zweiten Abend vergaß man unsere Aperitifbestellungen ganz. Das Restaurant hat mittlerweile eine zweite AA-Rosette bekommen und Chefkoch Damian Broom bietet sowohl ein Drei-Gang Market Menu (£30) und ein Sieben-Gang Tasting Menu (£45) an. Wir hatten am ersten Abend das dreigängige Menü und waren damit sehr zufrieden; am zweiten Abend aßen wir in der Bar, die eine eigene Speisekarte hat. Dort ist es allerdings etwas ungemütlich, wenn ständig Menschenmengen an einem vorbeilaufen. Der Service beim Frühstück ließ, wie schon bei früheren Aufenthalten, zu wünschen übrig, so wurden zwar die Teller schnell abgeräumt, aber kein neues Besteck nachgelegt, das man sich am Büffet geben lassen musste. Bei einem 4-Sterne-Hotel (an der Hoteleinfahrt waren auf einem Schild sogar fünf Sterne zu sehen) erwarte ich besseren Service.

Wer sein Abendessen oder seinen Lunch nicht im Hotel einnehmen möchte, der kann in Bray, das man in fünf Minuten mit dem Auto erreicht, sehr gut (aber auch deutlich teurer!) essen; es muss ja nicht gleich Heston Blumenthals „Fat Duck“ sein, auch seine anderen beiden Restaurants „The Hinds Head“ und „The Crown“ sind sehr empfehlenswert.

Das Oakley Court gehört nicht mehr zu der Hotelgruppe Principal Hayley wie ich es noch in meinem letzten Blogeintrag schrieb. Es wurde Ende 2013 an die Firma Lake Opportunities Limited verkauft. Vielleicht braucht man noch eine Weile, bis sich hier wieder alles eingespielt hat.

Eine der vielen gruseligen Steinfiguren am Hotel. Eigenes Foto.

Eine der vielen gruseligen Steinfiguren am Hotel.
Eigenes Foto.

Stimmungsvolle Atmosphäre an der Themse, besonders am frühen Morgen und am Abend. Eigenes Foto.

Stimmungsvolle Atmosphäre an der Themse, besonders am frühen Morgen und am Abend.
Eigenes Foto.

Einer der schönen Parkbäume vor dem East Wing. Eigenes Foto.

Einer der schönen Parkbäume vor dem East Wing.
Eigenes Foto.

Published in: on 23. Oktober 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Oakley Court Hotel (Berkshire) – Schauplatz zahlreicher Horrorfilme

Eigenes Foto

Nur wenige Kilometer von dem Berkshire-Dörfchen Bray entfernt, in dem sich zwei der besten englischen Restaurants (The Fat Duck und The Waterside Inn) befinden, liegt ein Hotel der besonderen Art, The Oakley Court Hotel.
Wenn man an einem trüben nebligen Tag davorsteht, sieht das im neugotischen Stil erbaute Haus schon sehr gruselig aus und man könnte sich vorstellen, dass es die ideale Kulisse für einen Horrorfilm abgeben würde. Und genau dafür hat Oakley Court auch über viele Jahre gedient.

Die Themse fließt nur einige Meter von dem unheimlichen Gebäude vorbei und wer einen Nerv für diese Atmosphäre hat, dem kann ich das Hotel sehr empfehlen.
Die Filmproduktionsfirma Hammer Films, die eng mit den Bray Filmstudios, die gleich um die Ecke herum liegen, verbunden war, drehte in Oakley Court in den 60er und 70er Jahren einige Horrorfilme wie „The Brides of Dracula„, „The Plague of the Zombies“ oder „And now the screaming starts!„. Wer „The Rocky Horror Picture Show“ gesehen hat, erkennt vielleicht in Oakley Court Dr. Frank N Furter’s Schloss „The Frankenstein Place“ wieder.

Das 1859 erbaute Haus wurde, nachdem die Filmproduktionen hier eingestellt waren, ab 1981 als Luxushotel geführt mit heute 118 Zimmern und Suiten, Fitnessräumen, Hallenbad, Tennis- und Golfplatz.
Das französisch ausgerichtete Restaurant „The Dining Room“ ist von der AA mit einer Rosette ausgezeichnet worden. Allerdings wechselte bei meinem Aufenthalt die relativ kleine abendliche Menukarte nicht (es gab nur ein Festpreismenu für knapp GBP 30.- ).

Ich wohnte gerade drei Nächte hier und am Wochenende kann es schon mal ziemlich voll werden, denn ich erlebte in dieser Zeit drei große Hochzeitsfeiern.
Besonders zu empfehlen sind die 16 Riverview Deluxe Zimmer, die alle einen Blick auf die langsam dahinziehende Themse haben, die besonders früh morgens und bei Sonnenuntergang eine besondere Stimmung verbreitet.
Die Preise pro Zimmer liegen zwischen ca 110 EUR und und 240 EUR. Mein Riverview-Zimmer kostete am Wochenende ca 180 EUR.
Das Oakley Court Hotel gehört der Principal Hayley Gruppe an.

The Oakley Court
Windsor Road
Water Oakley
Windsor
Berkshire
SL4 5UR

Die Themse vor dem Hotel. – Eigenes Foto

Unser Riverview-Zimmer lag hier im East Wing des Hotels. – Eigenes Foto

Hinweis auf die Filme, die hier im Haus gedreht wurden. Eigenes Foto.

Hinweis auf die Filme, die hier im Haus gedreht wurden.
Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.