Public Footpaths – Öffentliche Wege, die manchmal ins Nirgendwo zu führen scheinen

Ein Public Footpath auf der Isle of Wight. Wo mag der wohl hinführen?
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

In England nimmt man es mit dem öffentlichen Wegerecht sehr genau. Immer wieder sieht man die Hinweisschilder „Public Footpath„, die das Recht garantieren, dass man darauf auch gehen darf; Reiten und Fahrradfahren ist darauf aber nicht gestattet. Kinderwagen, Hunde an der Leine und Rollstühle sind erlaubt.
Es gab immer mal wieder Auseinandersetzungen mit Grundstückseigentümern, an oder durch deren Besitz ein solcher Public Footpath führt und die damit nicht einverstanden waren. Am bekanntesten war sicher der Mass Trespass of Kinder Scout vom 24. April 1932 im Peak District, über den ich in meinem Blog einmal schrieb.

Einige dieser frei zugänglichen Wege, so sah ich es immer wieder, waren zwar in der Theorie frei zugänglich, nicht aber in der Praxis, denn die Hinweisschilder wiesen auf vollkommen zugewachsene, von Dornenbüschen blockierte Wege hin. Da frage ich mich, wer dann da bitteschön entlanglaufen soll. Menschen mit Gehproblemen haben es auf den Public Footpaths auch nicht ganz leicht, denn oft muss man noch die „stiles“ überwinden, Zauntritte, mit deren Hilfe zwar Menschen, nicht aber Vieh oder Wild über ein Hindernis klettern können. Konfrontiert wird man auf den öffentlichen Fußwegen manchmal auch mit den sogenannten Kissing Gates, die ebenfalls nur Zweibeiner, aber keine Vierbeiner hindurchlassen.

Hier sind einige Bilder von diesen manchmal recht abenteuerlichen Public Footpaths und den Hindernissen, auf die man trifft:

Lädt dieser Weg wirklich zum Wandern ein?
Photo © Malc McDonald (cc-by-sa/2.0)

Public Footpath in Essex.
Photo © Malc McDonald (cc-by-sa/2.0)

Ein Stile in Dorney Wood (Buckinghamshire).
Photo © David Hawgood (cc-by-sa/2.0)

Ein Kissing Gate.
Photo © Mat Fascione (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 3. April 2019 at 02:00  Comments (9)  
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