Die St Edward’s Church in Stow-on-the-Wold (Gloucestershire) und John Entwistles Trauerfeier

St Edward's in Stow-on-the-Wold (Gloucestershire).    © Copyright Steve Daniels and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Edward’s in Stow-on-the-Wold (Gloucestershire).
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Steve Daniels and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Im Alter von 57 Jahren starb John Entwistle, der Bassist der legendären Band The Who, am 27. Juni 2002, ein Tag vor Beginn der USA-Tour in Las Vegas in seinem Hotelzimmer. Nach Keith Moon war Entwistle schon das zweite Bandmitglied, das The Who verlor.

Der Musiker wohnte damals in den Cotswolds, nahe eines Dorfes namens Lower Swell, bei Stow-on-the-Wold. Quarwood hieß sein Domizil, in dem er 27 Jahre seines Lebens verbrachte. Gebaut wurde Quarwood Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Architekten John Loughborough Pearson für den Pfarrer Robert William Hippisley. Beide hatten eine Verbindung zur Gemeindekirche von Stow-on-the Wold, St Edward’s. Pearson hatte die Kirche restauriert, an der Hippisley seinen Dienst als Pfarrer versah. Und in genau diesem Gotteshaus wurde die Trauerfeier für John Entwistle, dem späteren Bewohner von Quarwood, abgehalten.

Hunderte von Menschen strömten in die Kirche St Edward’s, darunter auch die letzten beiden verbliebenen Who-Musiker Roger Daltrey und Pete Townshend, die sich alle von Entwistle verabschieden wollten. Nicht alle passten in die Kirche hinein, so dass der Gottesdienst per Lautsprecher nach draußen übertragen wurde.

St Edward’s ist eine schöne mittelalterliche Kirche mit einer Besonderheit, die mir sehr gut gefällt: Eine der Eingangstüren wird von zwei uralten Eiben flankiert, die regelrecht in die Kirchenmauern hineingewachsen sind. Manche „Lord of the Rings“-Fans meinen, dass diese Tür Modell gestanden hat für Tolkiens Doors of Durin und eine gewisse Ähnlichkeit ist meiner Ansicht nach schon da. Der Autor der „Herr der Ringe“ soll mehrfach in Stow-on-the-Wold gewesen sein.

Hier ist ein Film über die Parish Church des Cotswolds-Dorfes zu sehen, die mitten im Ort, nur wenige Schritte vom Market Square entfernt ist, auf dem man sein Auto abstellen kann (wenn man denn einen Parkplatz findet).

John Entwistles hinter Büschen und Bäumen verstecktes Quarwood befindet sich nach wie vor in Privatbesitz und liegt ca 1 Kilometer südlich von Stow an der A429.

Die von Eiben gesäumte Kirchentür von St Edward's.    © Copyright Martyn Gorman and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die von Eiben gesäumte Kirchentür von St Edward’s.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Martyn Gorman and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 10. Juni 2015 at 02:00  Comments (1)  
Tags: ,

The Stow Horse Fair – Zweimal im Jahr herrscht Chaos in dem Cotswolds-Städtchen

Stow Market Place. Ein Lunch im King's Arms (im Hintergrund zu sehen) kann ich sehr empfehelen.    © Copyright Bikeboy and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Stow Market Place. Einen Lunch im The Kings Arms (im Hintergrund zu sehen) kann ich sehr empfehlen.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Bikeboy and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Bei meinen Besuchen in Stow-on-the-Wold (Gloucestershire) herrschte immer ziemlich viel Betrieb in dem Cotswolds-Städtchen. Hübsche Pubs, Antiquitätenläden und der ansprechende Marktplatz locken immer wieder viele Touristen an. Es herrscht eine entspannte freundliche Atmosphäre, die zum Bummeln einlädt.

Zweimal geht es hier allerdings so richtig zur Sache, wenn jeweils im Mai und im Oktober Tausende von Besuchern zur Stow Horse Fair aufkreuzen, die auf das Jahr 1476 zurückgeht. Zigeuner und fahrendes Volk kommen aus allen Teilen Englands in Wohnwagen und bunten Pferdekutschen, um vor den Toren von Stow ihr Lager aufzuschlagen. Früher wurden bei der Gelegenheit Schafe verkauft und gekauft, dann wurde die Fair zu einem Umschlagplatz für Pferde. Heute werden hier auch noch Pferde verkauft, aber es ist ein großer Rummelplatz geworden, auf dem zahlreiche Stände allerlei mehr oder weniger nützliche Artikel anbieten. Manchmal sind die Wiesen an der  Maugersbury Road, auf denen die Zigeuner lagern, total aufgeweicht und das Fest wird zu einer einzigen Schlammschlacht wie im Mai 2012, als nach tagelangen Regenfällen alles im Matsch versank.

Die Geschäftsleute von Stow-on-the-Wold  sehen der Fair immer mit gemischten Gefühlen entgegen; rund die Hälfte aller Läden und mehrere Pubs machen in dieser Zeit einfach zu. Die Ladeninhaber fürchten, dass bei ihnen gestohlen wird und die Publicans möchten nicht so gern, dass es in ihren Etablissements zu Schlägereien kommt, denn manchmal geht es bei der Fair ganz schön rau zu wie dieser Film zeigt und im Mai 2010 kam es sogar zu einer Messerstecherei. Die hygienischen Verhältnise im Lager lassen auch manchmal zu wünschen übrig, so dass die Gärten der Bewohner Stows schon mal zweckentfremdet werden. Die Polizei ist während der Festtage mit einem großen Aufgebot vor Ort.
Das Bild des Marktplatzes ändert sich jeweils zu den Zeiten der Fair. Es herrscht ein buntes Gemisch aus Touristen und Zigeunern, wobei die oft sehr aufreizend bekleideten jungen Damen, die sich hier versammeln, besonders ins Auge fallen.

Wie es bei der Stow Horse Fair zugeht, zeigen diese Bilder.

Noch einmal der Marktplatz aus einer anderen Perspektive.    © Copyright Jonathan Billinger and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Noch einmal der Marktplatz aus einer anderen Perspektive.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Jonathan Billinger and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 21. Dezember 2014 at 02:00  Comments (3)  
Tags: