Streetwise Opera und das Projekt „The Unofficial Countryside“

Ein leerstehendes Grundstück, auf dem zeitweise die Natur die Herrschaft übernommen hat.
Photo © Gerald England (cc-by-sa/2.0)

„Streetwise Opera is an award-winning charity that uses music to help people make positive changes in their lives“. So steht es auf der Homepage der Organisation Streetwise Opera zu lesen, die 2002 von Matt Peacock in London gegründet wurde, und die obdachlosen Menschen  durch Musik Hilfestellung bei der Bewältigung ihres Schicksals geben will.

Ein spezielles Projekt, das nichts mit Musik, sondern mit Fotografie zu tun hatte, war „The Unofficial Countryside„, das von dem gleichnamigen Buch von Richard Mabey inspiriert wurde. Mabey hatte für die BBC mehrere TV-Dokumentationen produziert und war sehr an dem Thema Natur und Umwelt interessiert. Viele Bücher stammen aus seiner Feder, darunter das oben erwähnte, das er bereits 1973 schrieb und das 2010 bei Little Toller Books in einer Neuauflage erschien. Darin beschäftigt er sich mit der Natur im Großraum London, die immer mehr unter Asphalt und Beton verschwindet und die dennoch immer wieder irgendwelche Ritzen und Spalten findet, um dort wieder ans Tageslicht zu kommen und zu überleben. Hier ist Richard Mabey im Film zu sehen.

Aufgabe für die Teilnehmer des Streetwise Opera-Projektes war, diese Stellen und Orte aufzuspüren und sie im Bild festzuhalten. Sie gingen mit offenen Augen durch ihre Stadt und fanden lohnende Motive für ihre Kameras. Dieser Film zeigt Beispiele aus dem Projekt.

Ein ähnliches Buch wie das von Richard Mabey ist „Edgelands: Journey Into England’s True Wilderness“ von Paul Farley und Michael Symmons Roberts, das 2012 bei Vintage erschien.