Swindon (Wiltshire) Teil 2: Prominente aus dem Showbusiness

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Swindon in Wiltshire zählt heute so etwa 185 000 Einwohner und darunter waren in den letzten Jahrzehnten so einige, die im Showbusiness Karriere gemacht haben. Ich habe einmal einige Beispiele zusammengestellt:

Rick Davies wurde am 22. Juli 1944 in Swindon geboren. Er war der Gründer der Band Supertramp, und er verbrachte seine Kindheit und Jugend im Haus seiner Eltern in 43 Eastcott Hill, einer abschüssigen Straße mit schmucklosen Reihenhäusern. Hier entstand seine Begeisterung für Musik und hier begann seine Karriere als ein weltweit bekannter und gefeierter Künstler. Hier ist ein Konzertmitschnitt.

Gilbert O’Sullivan war mit Davies befreundet, sie spielten zusammen in einer Band und später war O’Sullivan Trauzeuge bei Davies‘ Hochzeit. Er wurde 1946 in Irland geboren und zog mit seinen Eltern nach Swindon, wo er im Frobisher Drive wohnte. Dieser Straße widmete er 1988 ein Lied, das merkwürdigerweise nur in Deutschland veröffentlicht wurde. Er hatte hier mit seinen Songs „Clair„, „Alone Again“ und „Get Down“ große Erfolge gehabt, aber auch in seinem Heimatland war er mehrfach unter den Top Ten vertreten.

– Die Schauspielerin Diana Dors hatte ich in meinem gestrigen Blogeintrag schon erwähnt. Sie wurde als Diana Mary Fluck am 23. Oktober 1931 in Swindon geboren und ihre Schauspielkarriere begann etwa zur gleichen Zeit wie die von Marilyn Monroe auf der anderen Seite des Atlantik, mit der sie immer wieder auf Grund ihres Aussehens verglichen wurde. Die Filme, in denen sie mitspielte, gehören nicht gerade zu den Klassikern, aber sie hatte doch eine ziemlich große Fangemeinde. Sie starb schon sehr früh im Alter von nur 52 Jahren. Diana Dors‘ Elternhaus stand in der Marlborough Road 210, ein hübsches einstöckiges Haus an einer vielbefahrenen Straße, der B4006.

– Auch die Schauspielerin und Sängerin Billie Piper wurde in Swindon geboren und zwar am 22. September 1982. Im Alter von 15 Jahren hatte sie einen Nummer-Eins-Hit in England mit „Because We Want To„; das hatte vor ihr noch nie jemand geschafft. Als Schauspielerin wurde sie später vor allem durch ihre Auftritte in den TV-Serien „Dr Who“ und „Secret Diary of a Call Girl“ bekannt.

– Mitte der 1970er Jahre formierte sich in Swindon die Rockband XTC um den Sänger Andy Partridge. Ihr größter Erfolg war „Making Plans For Nigel“ aus dem Jahr 1979, das Platz 17 der britischen Single-Charts erreichte. Bassist Colin Moulding und Drummer Terry Chamber sind echte Swindonians, sie wurden in der Stadt geboren, während Andy Partridge auf Malta geboren wurde und mit seinen Eltern später nach Wiltshire zog.

– Swindons vielleicht attraktivster „Export“ ist Melinda Messenger, die am 23. Februar 1971 in der Stadt geboren wurde. Bewundern konnte man sie eine Zeitlang auf Seite 3 der „Sun“, wo sie ihre körperlichen Reize zur Schau stellte. Vom Page 3 Girl wechselte sie ins Fernsehen über, wo sie zahlreiche TV-Shows moderierte.

Rick Davies. Author: Robert Möckel. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Rick Davies.
Author: Robert Möckel.
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Gilbert O'Sullivan. Author: rolli22. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Gilbert O’Sullivan.
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Published in: on 2. Juni 2015 at 02:00  Kommentar verfassen  
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Swindon (Wiltshire) Teil 1: „Swindon: The Opera“

Das Museum of the Great Western Railway STEAM.    © Copyright Des Blenkinsopp and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Museum of the Great Western Railway STEAM. Hier wurde die Swindon-Oper uraufgeführt.
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Swindon als Thema einer Oper? Klingt sehr ungewöhnlich, gibt es aber tatsächlich. Am 7. Juli 2012 wurde „Swindon: The Opera“ uraufgeführt, anlässlich des „Diamond Jubilees“ der Königin von England. Die Musik komponierte die 1930 in London geborene Betty Roe, der Text stammt aus der Feder von Matt Fox. Ausgestattet mit £60,000 aus Lotterieeinnahmen produzierte Swindons Janice Thompsons Performance Trust, der Kindern im Alter von 4 bis 18 Jahren Gesangsunterricht erteilt, die Oper, in der es um 60 Jahre Geschichte der ehemaligen Eisenbahnstadt geht.

Erzählt wird die Geschichte auf der Bühne von Diana Dors, einer der Berühmtheiten Swindons; natürlich nicht von ihr selbst (die Schauspielerin, Großbritanniens Antwort auf Marilyn Monroe, starb bereits 1984), sondern von Polly Leach, die sie verkörpert. Im Mittelpunkt steht die Familie Eveley, die man in der Oper auf ihrem Weg von 1952 bis 2012 begleitet, dabei alle Höhen und Tiefen ihres Lebens miterlebt und dabei einiges über die neuere Geschichte der Stadt in Wiltshire erfährt. Das Ende des Eisenbahnbaus 1986, der Magic Roundabout und der örtliche Fußballverein Swindon Town, um nur einige Themen zu nennen, stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Uraufführung fand im Museum of the Great Western Railway STEAM statt, dort wo früher die Lokomotiven gebaut wurden (in Spitzenzeiten baute man in den Hallen drei Loks pro Woche). „Swindon: The Opera“ erntete in der Region sehr viel Beifall; man hatte es der Stadt, die im Land keinen allzu guten Ruf besitzt, eher nicht zugetraut, so etwas auf die Beine stellen zu können.

Hier ist ein Ausschnitt aus der Oper zu hören und hier sind Interviews mit Teilnehmern.