Peter Cushing (1913-1994), der Horrorfilmschauspieler, und Whitstable in Kent

Peter Cushings Wohnhaus, Seaway Cottage, in Whitstable.
Photo © David Anstiss (cc-by-sa/2.0)

Der 1913 in London geborene Schauspieler Peter Cushing ist vor allem durch seine Auftritte in zahlreichen Horrorfilmen in Erinnerung geblieben. 1939 war er erstmals in einer kleinen Rolle in dem Film „The Man in the Iron Mask“ zu sehen, letztmals 1984 in „Sword of the Valiant„. Dazwischen erlebte man Peter Cushing als Dr Van Helsing in Dracula (1958), als Victor Frankenstein in mehreren Frankenstein-Filmen, als Sherlock Holmes in „The Hound of the Baskervilles“ (1959) usw. usw.

Als Wohnort hatte sich Peter Cushing schon früh für den kleinen für seine Austern berühmten Küstenort Whistable im Norden Kents entschieden, in den er 1959 zog und in dem er bis zu seinem Tod im Jahr 1994 wohnte. Cushing und seine Frau Helen erwarben in unmittelbarer Nähe zum Meer das Haus 3 Seaway Cottage und sie fühlten sich hier zeitlebens wohl, geachtet und in Ruhe gelassen von den Bürgern Whitstables. Das Haus ist heute mit einer blauen Plakette verziert, die die Aufschrift „Peter Cushing O.B.E. 1913-1994  Actor lived here 1959-1994“ trägt.

Auch heute noch, 23 Jahre nach seinem Tod, sind Spuren Peter Cushings in Whitstable zu finden; so gibt es am Ende der High Street einen kleinen Aussichtspunkt, der sich Cushing’s View nennt und der zu seinen Lieblingsplätzen im Ort gehörte. An einer Sitzbank ist eine Plakette montiert, die darauf hinweist, dass die Bank von Helen und Peter Cushing gestiftet wurde. Gleich um die Ecke liegt eine kleine Straße namens Cushing’s Walk und in der Oxford Street  befindet sich ein Pub, der nach dem Schauspieler benannt wurde: The Peter Cushing.

In der Oxford Street liegt auch das Whitstable Museum & Gallery, in dem Erinnerungsstücke an Peter Cushing ausgestellt sind.

Die Band The Jellybottys nahmen einmal einen Tributsong auf mit dem Titel „Peter Cushing Lives in Whitstable“, hier zu hören.

Dieser Film zeigt Peter Cushings Spuren in der Küstenstadt in Kent.

Cushing’s Walk.
Photo © pam fray (cc-by-sa/2.0)

The Peter Cushing Pub.
Photo © Chris Whippet (cc-by-sa/2.0)

Whitstable in Kent – Die Stadt der Austern

Der Hafen von Whitstable-    © Copyright Chris Whippet and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Hafen von Whitstable.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Chris Whippet and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Vorgestern aß ich in Hamburg einige Austern (Sylter Royal) und musste dabei unwillkürlich  an Whitstable in Kent denken, die kleine Stadt, die für ihre Austern in ganz Großbritannien bekannt ist. An der Nordküste von Kent, westlich von Herne Bay, liegt das Zentrum des Austernanbaus, in dem es zahlreiche Restaurants gibt, die diese Meeresfrüchte anbieten.

Allen voran The Whitstable Oyster Company an der Horsebridge Road, sozusagen der Platzhirsch hier in Whitstable. Hier schlägt das Herz all jener höher, die sich an frisch gefangenem Meeresgetier gütlich tun wollen. Ein halbes Dutzend Whitstable Native Oysters zu £18 vielleicht als Vorspeise und ein Wolfsbarsch als Hauptgang (für £24). Die Ursprünge der Oyster Company gehen viele Jahrhunderte weit zurück.

In der High Street findet man Wheelers Oyster Bar, ein schmales, in Pink und hellblau angemaltes Häuschen mit einer nicht sehr umfangreichen Speisekarte, auf der man die örtlichen Austern in vier verschiedenen Zubereitungsarten ordern kann. Seit 1856 gibt es das Lokal, über das auch schon ein Buch geschrieben worden ist: „The Oyster Seekers“ von Mandy Bruce (Metro Publishing 2006, 242 Seiten, ISBN 978-1843581369).

The Crab & Winkle an der Harbour Street ist kein Restaurant für Fleischfreunde. Hier dominieren die Fischgerichte auf der Speisekarte. Neben Austern, die in einem Whitstable-Restaurant einfach „de rigueur“ sind, werden hier Meeresfrüchteplatten, Bouillabaisse, Hummer und zahlreiche Fische angeboten.

Jedes Jahr wird in der Stadt am Meer ein Austernfestival veranstaltet, in dem sich alles um die Meeresfrüchte dreht; in diesem Jahr zum 31. Mal, vom 25. bis zum 31. Juli. Da gibt es u.a. die Oyster Eating Challenge, bei der die Teilnehmer so schnell wie möglich ein halbes Dutzend Austern und ein halbes Pint Bier zu sich nehmen müssen (am 26.07. ab 16.30 Uhr), eine Strandparty, einen Umzug, eine Harbour Food Fair und viele andere Verlustierungen.

Wer mit Fischen und Meeresfrüchten überhaupt nichts anfangen kann, der sollte Whitstable vielleicht doch besser weiträumig umfahren.

Hier ist ein Film vom Umzug im letzten Jahr.

The Whitby Royal Oyster Company.    © Copyright Richard Hoare and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Whitstable Oyster Company.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Richard Hoare and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

   © Copyright pam fray and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright pam fray and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

   © Copyright Chris Downer and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Chris Downer and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 13. Juni 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags: