New Scotland Yard’s Crime Museum – Ein Horrorkabinett des britischen Verbrechens

Das aktuelle New Scotland Yard-Gebäude am Victoria Embankment.
Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

Vor einigen Jahren besuchte ich einmal in Paris das Musée de la Préfecture de Police, ein Museum in der Rue de la Montagne Sainte-Geneviève im 5. Arrondissement, das sich mit der Geschichte des Verbrechens der Stadt beschäftigt.

Etwas Vergleichbares gibt es auch in London: New Scotland Yard’s Crime Museum, das früher Black Museum hieß, und, im Gegensatz zu dem Pariser Gegenstück, leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Die Ursprünge dieser Sammlung von Gegenständen, die mit spektakulären Verbrechen zu tun haben, geht bis in das Jahr 1874 zurück. Das Crime Museum ist im Gebäude von New Scotland Yard, dem ehemaligen Curtis Green Building, in Westminster untergebracht. Es dient ausschließlich zu Anschauungszwecken für Polizeibeamte, und nur die haben hier Zutritt.

Das Crime Museum beherbergt Gegenstände, die aus berühmt-berüchtigten Verbrechen stammen, zum Beispiel:
– Die Briefe, die Jack the Ripper an Scotland Yard schickte
– Der Herd auf dem der Serienmörder Dennis Nilsen seine Opfer kochte.
– Fundstücke von der Leatherslade Farm, auf der sich die Männer, die den Postzugraub von 1963 begingen, versteckten.
-Die Schaufel mit der Dr. Crippen 1910 seine Frau unter den Fliesen im Keller seines Hauses vergrub.
– Der sogenannte Bulgarische Regenschirm, durch den der Dissident Georgi Markow am 7. September 1978 in London ermordet wurde.

Es gab einige berühmte Besucher des Museums wie Sir Arthur Conan Doyle, Harry Houdini, Jerome K. Jerome und Mitglieder des Königshauses (wie die es wohl geschafft haben, Eintritt zu bekommen?)

Basierend auf der Idee eines „Mörder-Museums“ wurde 1959 der Spielfilm „Horrors of the Black Museum“ veröffentlicht (hier ist der Trailer).

Photo: we-make-money-not-art.
Creative Commons 2.0

Published in: on 17. November 2025 at 02:00  Kommentar verfassen