Radio Scilly – Die kleinste Radiostation der Welt

107.9 MHz lautet die Frequenz der kleinsten Radiostation der Welt, die sich auf den Scilly Inseln vor der Küste von Cornwall befindet, genauer gesagt auf der Insel St. Mary’s. Am 3. September 2007 wurde der Sender ins Leben gerufen und er erreicht etwa 2100 Inselbewohner; in Cornwall ist er nur schwer zu empfangen.

Keri Jones ist der Boss von Radio Scilly, ein erfahrener Radiomann, der schon für viele Sender im ganzen Land gearbeitet hat.

Die Mittel für den Unterhalt erhält der Sender durch eine Lotterie. Das Lotterielos kostet ein Pfund und der Hauptgewinn liegt zurzeit bei £800. Alles, was über bleibt, erhält der Radiosender.

Auf dem Programm stehen regelmäßige Sendungen wie z.B. „Wreck of the Week„, in der jeweils über eines der vielen Wracks berichtet wird, die vor den Inseln liegen, oder Dr Vic’s Bird of The Week, in der immer ein anderer Seevogel vorgestellt wird.

Die Scilly-Inseln gehören zu den einsamsten Regionen Englands mit einer geringen Einwohnerzahl, wo das Leben sehr gemächlich und ruhig verläuft.

Radio Scilly liegt aber nicht hinter dem Mond: Der Sender ist auch online zu hören!

DJ  bei Radio Scilly – Ein Traumjob?

Weitere Infos in deutscher Sprache über die Scilly Inseln gibt es hier.

Hier ist ein Film über die Radiostation.

Published in: on 31. Mai 2010 at 17:49  Comments (3)  
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Sally Lunn’s in Bath (Somerset)

 

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Mitten im Zentrum der alten, sehenswerten Stadt Bath in Somerset steht das älteste Haus der Stadt. Hier gründete Sally Lunn ca. 1680 ihre berühmte Bäckerei, deren Waren sich bald in der vornehmen Gesellschaft großer Beliebtheit erfreuten. Noch heute kann man in Sally Lunn’s Teehaus die berühmten Bath Buns probieren, eine Art Rosinenbrötchen, die direkt im Haus nach einem geheimen Rezept hergestellt werden. Man versuchte immer wieder in den USA, in Australien und auch in Großbritannien die Buns zu kopieren, aber die wirklich echten werden nur bei Sally Lunn’s gebacken.

Sehenswert ist auch der aus der Römerzeit stammende Keller des Gebäudes, der in ein kleines Museum umgewandelt wurde, in dem u.a. auch die ursprüngliche Küche zu besichtigen ist.

Sally Lunn war übrigens ein junges Mädchen, das vor über 300 Jahren aus Frankreich flüchtete, in diesem alten Haus in Bath Arbeit fand und hier die Buns erstmals buk.

Sally Lunn’s ist täglich geöffnet und findet sich in der 4 North Parade Passage.

 

Mein Buchtipp – John Osborne: Radio Head

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

John Osborne ist ein Radio-Besessener. Er hört stundenlang Tag und Nacht englische Rundfunksender und hat aus dieser Begeisterung ein Buch gemacht: „Radio Head: Up and Down the Dial of British Radio“ (bei Simon & Schuster 2009 erschienen).  Einen Monat lang hörte er jeden Tag einen anderen Sender und dabei entdeckte er auch weniger bekannte wie z.B.  BBC Asian Network, Resonance 104.4 FM oder The Jazz.
John Osborne schreibt über Piratensender, den legendären BBC Radio 1-Moderator und DJ John Peel und führt Interviews mit Mark Radcliffe (BBC Radio 2) und Nicholas Parsons (BBC Radio 4).

Osborne reizt es, auch selbst bei einem Rundfunksender tätig zu werden, was ihm auch gelingt und so arbeitet er jetzt für Future Radio 96.9 in Norwich (Norfolk).

Eine sehr interessante und amüsante Reise durch die englische Rundfunklandschaft!

Valentine Warner – Fernsehkoch der BBC, bald auch im deutschen Fernsehen

 

Valentine Warner ist mit seiner BBC 2-Reihe „What To Eat Now“ der Senkrechtstarter im englischen Fernsehen. Der sympathische neue Stern am Kochhimmel zeigt in seiner Sendung, wie man aus guten, regionalen Produkten einfache und leckere Gerichte zubereitet. Auch als „Russell Brand of the kitchen“ tituliert und als „truffle head„, wegen seiner Vorliebe für Trüffel, hat Warner außerdem schon 2 Kochbücher geschrieben, die auch schon in deutscher Übersetzung vorliegen unter dem Titel „Frisch und einfach kochen“ und (heute erschienen) „Frisch kochen – jetzt“.

Valentine Warners erster Job war im Londoner Restaurant „Halcyon“ und dann arbeitete er die nächsten 5 Jahre unter den Küchenchefs Alastair Little and Rose Carrarini.

Wer sich von Valentines Kochkünsten in Bild und Ton überzeugen möchte, kann ab dem 8. Juni  2010 um 23:15 Uhr RTL II einschalten – dann läuft Valentine Warners Sendung „Iss jetzt„.

Im englischen Fernsehen, wie im deutschen, herrscht kein Mangel an Köchen, dort tummeln sich u.a. Gordon Ramsay, Jamie Oliver, Sophie Dahl, Richard Corrigan und viele andere mehr.

Hier ein Ausschnitt aus „Iss jetzt“:

Meine Lieblings-Pubs – The Sherlock Holmes in London

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Jeder Sherlock Holmes-Fan, und es gibt immer noch viele davon, vielleicht nach dem aktuellen Film noch mehr, der nach London kommt, sollte unbedingt „The Sherlock Holmes“ in der Northumberland Street in Westminster besuchen. Ich nahm hier einmal ein Pint zu mir und sah mir in der oberen Etage die dort zusammengetragenen Memorabilia des legendären Detektives an. Man hat in dem Pub das Arbeits- und Wohnzimmer von S.H. nachgebildet, in dem man u.a. den Revolver von Dr. Watson und den ausgestopften Kopf vom „Hound of the Baskervilles“ findet.

Vom Restaurant des Pubs aus hat man einen sehr schönen Blick auf diese ganzen Sherlock-Holmes-Fundstücke, die auch mit freundlicher Unterstützung der Familie von Sir Arthur Conan Doyle zusammengetragen wurden.

Sehen Sie sich einmal die Karte des Restaurants an. Dort finden Sie u.a. als Vorspeise „The Sign of Four“, als Hauptgang „Mycroft’s Favourite“, „Inspector Lestrade’s Favourite“ oder „Hounds of the Baskerville“ (Würstchen mit Yorkshire Pudding).

Wer möchte, kann im Pub auch Souvenirs mit Sherlock Holmes-Motiven kaufen wie T-Shirts, Gläser oder Tassen.

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Published in: on 26. Mai 2010 at 18:57  Schreibe einen Kommentar  
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Harewood House bei Leeds (West Yorkshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

 

Harewood House bietet eigentlich alles, was sich ein Liebhaber von englischen Landhäusern wünscht. Es ist fast das ganze Jahr geöffnet, es gehört zu den sehenswertesten Häusern des Landes, die Inneneinrichtung stammt von Robert Adam, die Möbel von Thomas Chippendale, an den Wänden hängen Bilder von Turner, Reynolds, Tizian und El Greco und der Garten wurde von Lancelot ‚Capability‘ Brown angelegt. Wow, welches Country House kann sich noch mit so vielen berühmten Namen brüsten?

Aber das ist noch nicht alles: Geboten werden auf dem Gelände von Harewood House Konzerte, Autorallyes und Handwerkermärkte. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich den berühmten Vogelgarten ansehen mit Flamingos, Pinguinen und Papageien.

Die Gärten von Harewood House sind besonders erwähnenswert, z.B. der Himalayagarten und der Walled Garden; das alles untersteht   Trevor Nicholson, dem Chefgärtner, der im Jahr 2008 mit dem Titel Professional Gardener of the Year ausgezeichnet wurde.

Das Haus ist auch heute noch Sitz der Familie Lascelles. Lord Harewood, George Lascelles, ist der 7. Earl. Seine Mutter war Mary, Princess Royal, Tochter von König Georg V. und Queen Mary. Er ist auch Cousin von Königin Elizabeth II.

Ich habe dieses Haus der Superlative, das nur wenige Kilometer von Leeds entfernt liegt,  mehrfach besucht und kann es nur empfehlen. Man sollte sich für einen Besuch viel Zeit nehmen, denn sowohl das Haus als auch die Gärten sind eine Reise wert!

 

Fisherman’s Friends aus Port Isaac (Cornwall)

Was macht eine CD namens „Port Isaac’s Fisherman’s  Friends„, gesungen von einem gleichnamigen Shantychor aus Cornwall, in den britischen Charts, zwischen Hip-Hoppern,  Lady Gaga und AC/DC? Manchmal geschehen schon wunderliche Dinge im Musikgeschäft.

Der Shantychor besteht aus Männern im Alter von 46 bis 76 aus dem Ort Port Isaac an der Nordküste Cornwalls, die teils Fischer waren, teils zur Küstenwache gehörten oder einfach nur Spaß am Singen von Seemannsliedern und Work Songs haben. Hier ein Beispiel ihrer Sangeskunst.

Die 10 Männer treten in den Sommermonaten jeweils Freitagabends um 20 Uhr in Port Isaac auf, wo sie ihre Shanties zum besten geben, die da u.a. „Ladies of Plymouth“, „Mare’s Tails And Mackerel Scales“ oder „Bully in the Alley“ heißen.

Ihr erfolgreiches Album wurde in der Church of St. James im nahegelegenen St. Kew aufgenommen. Ihre ersten beiden CDs haben sie selbst herausgebracht und dann kam ein Vertrag mit Universal zustande, der sehr lukrativ sein soll (man spricht von einer Million Pfund).

Eines Abends, als die 10 Männer wieder einmal am Hafen von Port Isaac auftraten, war zufällig der Schallplattenproduzent Rupert Christie unter den Zuhörern, der u.a. auch mit der irischen Band U2 zusammengearbeitet hat. Als er sie hörte, war er hin und weg, kontaktierte seine Manager und nahm die Sänger unter Vertrag. Jetzt touren die Fisherman’s Friends durch England und werden demnächst auch beim Glastonbury Festival auftreten, das in diesem Jahr vom 23. bis zum 28. Juni statt findet.

Übrigens: Die gleichnamigen Mentholpastillen werden nicht in Port Isaac, sondern in Fleetwood (Lancashire) hergestellt.

Published in: on 23. Mai 2010 at 09:05  Comments (2)  
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Dunsop Bridge (Lancashire) – Großbritanniens geographischer Mittelpunkt

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Der Forest of Bowland in Lancashire ist schon eine recht einsame Gegend im Nordwesten Englands und auch sehr wenig bekannt. Ziemlich in der Mitte des Forests und nur auf kleinen Straßen erreichbar (noch nicht einmal auf B-Straßen) liegt das Dorf Dunsop Bridge. Hier soll der geographische Mittelpunkt Großbritanniens liegen. Wer es bis auf den Meter genau haben möchte: Whitendale Hanging Stones, bei Brennands Farm, ist das absolute Zentrum des Königreichs.

Welches Dorf Englands darf sich damit brüsten, schon zweimal von der Queen besucht worden zu sein? Dunsop Bridge kann es; zuletzt war die Monarchin im Sommer 2006 hier, denn sie soll eine Schwäche für den Forest of Bowland haben.

1992 gab es im Dorf ein großes Ereignis. British Telecom errichtete hier ihre 100 000. Telefonzelle, deren Einweihung niemand geringerer als der berühmte Abenteuerer Sir Ranulph Fiennes vornahm. Die Plakette, die man an der Telefonzelle anbrachte, trägt die Zeilen „You are calling from the BT payphone that marks the centre of Great Britain„. Ob heute im Zeitalters des Handys von dort noch viel telefoniert wird? Vielleicht bekommen Handys im abgelegenen Forest of Bowland ja auch keinen Empfang?

Wer Enten mag, kann diese netten Vögel in größeren Mengen im Ort finden und Puddleducks Post Office and Tea Rooms‘ Verkaufsrenner ist…Entenfutter. Glücklich, eine Ente in Dunsop Bridge zu sein.

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Puddleducks Post Office and Tea Rooms.
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Published in: on 22. Mai 2010 at 08:19  Comments (1)  
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N-Dubz??? – Londoner Hip-Hop-Band und Bestsellerautoren

Der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentlicht es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.

Seit Wochen hält sich auf den britischen Bestsellerlisten ein Buch mit dem Titel „Against all odds„, verfasst von „N-Dubz„. Wer ist das? Worum handelt es sich?

N-Dubz ist eine Londoner Hip-Hop-Band, die aus den Mitgliedern Dino Contostavlos, seiner Cousine Tula Contostavlos und Richard Rawson besteht.  Dinos Vater Byron war in den 70er Jahren Bassist von Mungo Jerry gewesen und managte sie in den Anfangsjahren. Die drei Mitglieder gingen gemeinsam auf eine Schule in Camden Town und begannen damals schon mit gemeinsamen Auftritten. Im Jahr 2007 hatten sie  mit „Feva Las Vegas“ ihren ersten offiziellen Charthit. Bei den MOBO Awards (Black-Music-Preis) wurden sie 2007 als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Mit ihrem Song „Number 1“ erreichte N-Dubz erstmals im Mai vorigen Jahres Platz 1 der britischen Charts. Ihr Album „Against all odds“ kam bis auf Platz 6 der Album-Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet.

In ihrem oben erwähnten Buch erzählen die 3 Hip-Hopper von dem schwierigen Weg, Superstars zu werden und von ihren Plänen, auch in den USA Fuß zu fassen.

Published in: on 20. Mai 2010 at 17:51  Schreibe einen Kommentar  

Nyetimber Vineyards in West Chiltington (West Sussex)

 

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Hier residiert die Firma Nyetimber.
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Da versucht doch tatsächlich eine englische Firma Sekt herzustellen, der genauso gut wie Champagner sein soll! Was sagen die Franzosen dazu?

Nyetimber wurde 1988 in West Chiltington in West Sussex gegründet, etwa zwischen Pulborough und Storrington gelegen, und ist Englands größtes Weingut. Hier wird ausschließlich „sparkling wine“ hergestellt.
Es gibt zum einen das „Classic Cuvée„, das wie Champagner aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier besteht und zum anderen den „Blanc de Blancs„, ausschließlich aus Chardonnay-Trauben hergestellt.

Die derzeit erhältlichen Jahrgangssekte stammen aus den Jahren ab 1992 (Blanc de Blancs) und 1995 (Classic Cuvée).

Nyetimber-Sekte wurden schon mehrfach ausgezeichnet. So erhielt der 1992er Blanc de Blancs die IWSC 2009 Denbies Trophy for Best Worldwide Sparkling Wine. Die IWSC ist die International Wine & Spirit Competition. Bei der Bollicine del Mondo  in Verona, das von dem italienischen Weinmagazin Euposia durchgeführt wird, hat Nyetimbers Classic Cuvée 2003 in einer Blindverkostung sogar die Champagner von Roederer und Bollinger geschlagen!!

Paul Woodrow-Hill ist seit 2006 der Manager des erfolgreichen Weingutes. Das Nyetimber Manor wird erstmals im 11. Jahrhundert in Domesday Book erwähnt; wir haben es hier also mit einem sehr alten Estate zu tun.

Wo kann man diesen tollen Sekt denn nun bekommen? Führende Londoner Restaurants bieten ihn an wie z.B. Le Gavroche, Gordon Ramsays Claridges und Maze oder im The Albermarle im Brown’s Hotel.
Im Handel kosten die Nyetimber Sparkling Wines etwa ab  £25.

Hier ein kleiner Test von drei Sparkling Wines aus England, den Jane McQuitty für die Sunday Times durchgeführt hat; natürlich ist auch ein Nyetimber dabei.

Published in: on 19. Mai 2010 at 14:26  Comments (3)  
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River & Rowing Museum in Henley on Thames (Oxfordshire)

Eigenes Foto.

Wie der Ortsname schon sagt, liegt Henley direkt an der Themse und bei meinen Besuchen in der Stadt hatte ich immer ein Problem, einen Parkplatz zu finden; so voll ist es dort eigentlich immer. Bei Henley denkt jeder sofort an die berühmte Regatta, die dort alljährlich auf der Themse ausgetragen wird. Die „Henley Royal Regatta“ dauert 5 Tage und wird immer über das erste Wochenende im Monat Juli ausgetragen.

In der Stadt gibt es seit 1998 ein Museum, das sich dem Sport des Ruderns, der Themse und Henley selbst widmet, das „River & Rowing Museum„, damals von Queen Elizabeth II eröffnet. Das Museumsgebäude wurde von dem Architekten David Chipperfield entworfen und erhielt 1999 den Building of the Year Award und war im gleichen Jahr das National Heritage Museum of the Year.

Die Schwarzenbach International Rowing Gallery beschäftigt sich mit der Geschichte des Rudersports von den Anfängen im alten Griechenland bis heute.

In der Thames Gallery erfährt man alles über den Fluss, über seine wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Bedeutung.

Die Invesco Perpetual Henley Gallery gibt einen Überblick über die Geschichte der Stadt Henley-on-Thames. Natürlich gibt es im ganzen Museum jede Menge interaktive Betätigungsmöglichkeiten.

Die Wind in the Willows Gallery schließlich ist dem berühmten Buch von Kenneth Grahame und den Illustrationen von Ernest Howard Shepard gewidmet.

Also: Auch, wer am Rudersport kein besonderes Interesse hat, kommt in diesem Museum voll auf seine Kosten.

Mein Tipp für einen Henley-Besuch: Trinken Sie ein Pint Brakspears-Bitter im Pub „Angel on the Bridge„, direkt an der Themse gelegen.

Published in: on 16. Mai 2010 at 08:17  Comments (2)  
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CAMRA fordert von der neuen Regierung einen Minister für Pubs

CAMRA (Campaign for Real Ale) ist eine Organisation, die sich für die Qualität des britischen Bieres und für Pubs einsetzt. 1971 gegründet, hat CAMRA heute mehr als 100 000 Mitglieder. Die Organisation gibt den jährlich erscheinenden „Good Beer Guide“ heraus und kürt jedes Jahr den „National Pub of the Year“ (die letzten beiden Male erhielt die „Kelham Island Tavern“ in Sheffield diesen Preis).

Am 13. Mai schrieb CAMRA einen Brief an den neuen Premierminister David Cameron und forderte die Ernennung eines neuen Minister für Pubs. Dieses neue Ministerium soll sich für die Erhaltung des britischen Pubs einsetzen, der eine wichtige soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rolle im Leben der Briten spielt und der gefährdet ist, da täglich 6 Pubs ihre Pforten schließen.

CAMRA machte auch schon Vorschläge für diesen Ministerposten, z.B. Greg Mulholland, MP, mit  CAMRAs 2010 Parliamentarian of the Year Award ausgezeichnet, der auch  Vorsitzender der All Party Parliamentary Save The Pubs Group ist.
Ein anderer Kandidat wäre nach Ansicht CAMRAs Nigel Evans, MP,  stellvertretender Vorsitzender der All Party Parliamentary Beer Group.

Samantha Cameron – Großbritanniens neue First Lady

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Seit gestern Abend gibt es einen neuen Premierminister in Großbritannien, David Cameron, und auch eine neue First Lady, Samantha Cameron.
„Sam Cam“, wie sie von ihren Freunden gennant wird, wurde am 18. April 1971 geboren und kommt aus einem wohlhabenden Hause. Ihr Vater Sir Reginald Adrian Berkeley Sheffield, 8th Baronet, stammt direkt von dem englischen König Charles II (1630-1685) ab; ihre Mutter ist Annabel Lucy Veronica Astor, Viscountess Astor.

Samantha Cameron ist eine Londoner Geschäftsfrau, Kreativdirektorin der Firma Smythson of Bond Street, die Luxusgüter herstellt wie z.B. edle Schreibwaren, Handtaschen, Füllfederhalter und ähliches.

Kennengelernt haben sich Samantha und David in der  Bristol Polytechnic, die  jetztige University of the West of England. Sie studierte dort Kunst und war mit Davids Schwester Clare befreundet. Beide heirateten am 1. Juni 1996 und haben 2 Kinder; das älteste Kind Ivan Reginald Ian starb schon im Alter von 6 Jahren. Nancy Gwen ist 6 Jahre alt und Arthur Elwen 4. Ein weiteres Kind ist unterwegs und soll im September zur Welt kommen.

Das Hochglanzmagazin Tatler hat die 39jährige auf den fünften Platz im Ranking der bestangezogenen Frauen der Welt gewählt und gilt schon als Englands Antwort auf Carla Bruni-Sarkozy.

Published in: on 12. Mai 2010 at 18:01  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Steve Haywood: One Man and a Narrowboat

Anders als Paul Gogarty (s.a. mein entsprechender Blogeintrag), der 900 Meilen auf englischen Kanälen gefahren ist, hat Steve Haywood  nur die Stecke Oxford – Bristol mit einem Hausboot abgefahren. Da ich selbst einmal die Strecke Evesham – Stratford – Evesham mit einem Narrowboat gefahren bin, las ich mit großem Interesse Steve Haywoods Buch „One Man and a Narrowboat: Slowing Down Time on England’s Waterways“ (Chichester: Summerdale 2009).

A very enjoyable book  to read – light-hearted, interesting and informative. What a way to travel!“ meint David Suchet, der als Darsteller des Hercule Poirot in der Fernsehserie „Poirot“ Erfolg hatte und der auch Vizepräsident des Lichfield and Hatherton Canals Trusts ist, also an englischen Kanälen sehr interessiert ist.

Man lernt eine ganze Menge von diesem Buch, das im Zeitlupentempo durch die englische Landschaft über Banbury, Stratford-on-Avon, Tewkesbury, Gloucester über die Severnmündung (die nicht ganz so einfach mit einem Narrowboat zu bewältigen ist) bis nach Bristol führt. Wer eine Hausboot-Tour auf diesem Streckenabschnitt plant, kann sich mit diesem Buch optimal vorbereiten. Der Narrowboat-Neuling sollte das aber nicht allein wie Haywood bewältigen, sondern mindestens zu zweit unterwegs sein, denn es erwarten einen Dutzende von Schleusen unterwegs und die sind nicht so ganz leicht allein zu bewältigen!

Published in: on 10. Mai 2010 at 19:08  Schreibe einen Kommentar  

Caroline Lucas ist die erste Abgeordnete für die Green Party im britischen Parlament

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Bei den Parlamentswahlen am vergangenen Donnerstag gab es in Brighton eine große Überraschung. Caroline Lucas, die Chefin der Green Party, konnte ihre Konkurrenten von der Labour Party und den Tories abhängen und wird als erste Grüne in das Parlament einziehen. Sie ist damit von 600 MPs zwar die einzige, die nicht zu den großen Parteien gehört, aber sie sieht das als ersten Schritt und bezeichnet das Wahlergebnis als „historisch“.
Die Grünenchefin konnte sich in Brighton gegen die Labour-Kandidatin Nancy Platts und gegen die Konservative Charlotte Vere durchsetzen.

Caroline Lucas war seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments; sie repräsentierte dort die Region von Südostengland. Dieses Amt muss sie jetzt aufgeben, weil sie ins Unterhaus einzieht.

Die Green Party hat schon seit längerem in Brighton eine starke Anhängerschaft und ist im Ortsrat mit 13 Sitzen vertreten.
Die 1960 geborene Politikerin erhielt 1989 den Doktortitel der Universität von Exeter für ihre Dissertation „Writing for Women: a study of woman as reader in Elizabethan romance“.

Seit 2008 ist Caroline Lucas Chefin der britischen Grünen und der jetzige Erfolg im Wahlbezirk Brighton Pavilion ist die bisherige Krönung ihrer Karriere.

Published in: on 9. Mai 2010 at 08:40  Schreibe einen Kommentar  
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Richard Felix – Ghost Hunter

Wer schon einmal die Sendung „Most Haunted“ des Senders LivingTV, auf die ich in meinem Blog schon mehrere Male eingegangen bin, gesehen hat, kennt auch Richard Felix, der die Rolle des Historikers eingenommen hatte. Mit großer Begeisterung ging er auf die jeweiligen Fälle von Geistererscheinungen ein, die er alle genau historisch untersuchte. Seit 2006 gehört er nicht mehr dem Team an.

Richard Felix stammt aus Derbyshire und er lebt mit seiner Familie noch immer in Derby, wo er vor einiger Zeit das berühmt-berüchtigte Derby Gaol gekauft hat, vielleicht der Ort mit den meisten Spukerscheinungen in der Stadt. Natürlich hat das Team von „Most Hauted“ dort auch gedreht.

Wer in Richard Felix‘ Derby Gaol einmal eine ganze Nacht verbringen möchte, kann dies auch tun. Gruppen von 15 bis 30 Personen können ein Arrangement buchen, das auch ein Abendessen enthält. Stag und Hen Parties sind auch möglich, obwohl das wohl eher auf ein großes Besäufnis hinauslaufen wird.

Richard Felix ist sehr rührig in Sachen „Ghosts“. Er veranstaltet in Derby Ghost Walks (nein, das ist nicht das Privileg der Stadt York!) und er hat eine Reihe von DVDs produziert, die er unter dem Titel “ Ghost Tour of Great Britainverkauft. Ich selbst besitze die Folge „Yorkshire Ghosts“.

Ich finde Richard Felix sympathisch und seine Begeisterung für alles Paranormale steckt an.

Published in: on 5. Mai 2010 at 18:39  Schreibe einen Kommentar  
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Dartmoor Prison Museum in Princetown (Devon)

 

Das Gefängnis von Dartmoor.    © Copyright Chris Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Gefängnis von Dartmoor.
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Das Zuchthaus von Dartmoor – da werden Erinnerungen wach an Edgar Wallace-Romane und Sherlock Holmes-Geschichten. Nebelverhangene unheimliche Moore, in denen sich Verbrecher herumtreiben, die aus dem Gefängnis ausgebrochen sind…

Die Zuchthausgebäude des HM Prison Dartmoor sehen bei trübem, nebligem Wetter wirklich etwas unheimlich aus wie ich es selbst einmal erleben konnte…aber ganz so schlimm geht es im Dartmoor heute nicht mehr zu, denn in dem Gefängnis werden keine gefährlichen Schwerverbrecher mehr untergebracht; es gehört jetzt in die Kategorie C und das heißt, es sind dort Gefangene untergebracht “ who cannot be trusted in open conditions but who are unlikely to try to escape“. Also, es ist gar nicht mehr so schlimm in Princetown.

Wer wissen möchte, wie es hinter den Gefängnismauern so zugeht und wer dort alles schon einmal eingesperrt war, der kann sich darüber im Dartmoor Prison Museum genauer informieren, nur ein paar Schritte vom Gefängnis entfernt, das im vorigen Jahr seinen 200 „Geburtstag“ feierte.
John George Haigh war z.B. dort untergebracht, der „Säurebadmörder“, der auch als der „Vampir von London“ bekannt war. Die Uniformen der Wärter werden dort gezeigt und deren Waffen und die Werkzeuge, die die Insassen gegen die Vorschriften  „gebastelt“ haben.

Das Museum ist an jedem Tag der Woche geöffnet.Es gibt auch einen „Gift Shop„, in dem man Dinge kaufen kann, die von den Gefängnisinsassen hergestellt worden sind.

Spektakuläre Projektionsshow vor dem Rochester Castle in Kent

 

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Am 16. April fand vor der Kulisse des Rochester Castle in Rochester (Kent) eine faszinierende Projektionsshow statt. AC/DC und Iron Man wurden hier vom Londoner Künstler-Kollektiv Seeper unter der Leitung von Evan Grant  auf einen Turm des Rochester Castles projiziert. „Architectural projection mapping project“ nennt sich das ganze und die Besucher waren fasziniert.
Der Song heißt  „Shoot to thrill“ und stammt aus dem neuen Album „Iron Man II„, hier zu sehen.
Ich habe mehrere Male vor dem Rochester Castle gestanden und ich wäre an dem Abend gern dabeigewesen.

Published in: on 3. Mai 2010 at 14:15  Schreibe einen Kommentar  
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Das Rhabarber-Dreieck in West Yorkshire

The Rhubarb Sculpture in Wakefield.   © Copyright Mike Kirby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Rhubarb Sculpture in Wakefield.
  © Copyright Mike Kirby and
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In West Yorkshire gibt es eine Region, die das „Rhabarber-Dreieck“ genannt wird und dessen Spitzen die Städte Leeds, Bradford und Wakefield bilden. Hier wird auf besondere Weise ein besonderer Rhabarber angebaut, auch „Champagner-Rhabarber“ genannt.

In großen stockdunklen Schuppen wachsen die Rhabarberpflanzen. Künstliches Licht würde die Ernte vernichten und so wird auch nur bei Kerzenlicht geerntet und es herrscht dort absolute Stille. Diese Anbaumethode wurde bereits in der viktorianischen Zeit erfunden.

Dieser spezielle Rhabarber soll (ich habe ihn leider noch nicht probiert) wesentlich besser schmecken als seine im Freien wachsenden Artgenossen, dafür ist er aber auch deutlich teurer. Er hat nur ganz wenige Kalorien (7 pro 100 Gramm) und soll sehr gesund sein.

Wer sich das alles einmal ansehen möchte, kann dies z.B. auf der Farm der Firma E. Oldroyd & Sons in Rothwell tun. Dort werden Touren durch „The Secret World of the Rhubarb Triangle“ angeboten. Empfangen wird man von Janet Oldroyd Hulme  „The High Priestess of Rhubarb“.

In diesem Jahr erhielt der Yorkshire-Rhabarber von der EU den Status „Geschützte Ursprungsbezeichnung„; damit kann er sich in andere englische Produkte einreihen, die den gleichen Status haben wie z.B. die „Melton Mowbray Pork Pies“ und der „Swaledale Cheese“.

Natürlich gibt es auch ein Festival, das u.a. dem Rhabarber gewidmet ist, das „Wakefield Festival of Food, Drink and Rhubarb„, das in diesem Jahr am 26. und 27. Februar“ statt fand.

Da sich auch britische Starköche wie Jamie Oliver und Marco Pierre White mit Rhabarber beschäftigt haben, geht der Beliebtheitstrend  für diese Pflanze deutlich nach oben.

Ein Rhabarber "forcing shed".    © Copyright Alan Murray-Rust and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein Rhabarber „forcing shed“.
   © Copyright Alan Murray-Rust and
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Published in: on 2. Mai 2010 at 09:20  Comments (1)  
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