The Lion Hotel in Shrewsbury (Shropshire)

Charles Dickens hat hier einmal gewohnt, ebenso Charles Darwin, Benjamin Disraeli und der berühmte Geiger Paganini (und ich auch einmal). Die Rede ist vom „The Lion Hotel“ in Shrewsbury (Shropshire), mitten in der Stadt gelegen, also optimal für einen Besuch in der sehenswerten Stadt.

Der ehemalige „Coaching Inn“ stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört mit zu den sehenswerten Gebäuden von Shrewsbury. Auch im Inneren ist das Hotel sehr gemütlich eingerichtet mit einem großen Tudor-Kamin und der holzgetäfelten „Oak Bar„.
Ein besonderes Augenmerk wurde, nachdem das Hotel im Jahr 2006 einen neuen Besitzer bekam, auf die Umgestaltung des Restaurants gelegt. „The Hayward“ wurde mehrfach mit AA-Rosetten ausgezeichnet.
Vor zwei Jahren wurde The Lion von der thailändischen Firma Fico Cororation gekauft.

59 Zimmer sind im Hotel vorhanden und die Preise jetzt zum Beispiel im Juli reichen von £85 für ein Standard-Doppelzimmer bis zu  £124 für eine Suite. Das Frühstück ist im Preis enthalten.
Dieser Film zeigt einige Bilder vom Lion.

Ein sehr empfehlenswertes Hotel in einer Stadt, die einen Besuch auf jeden Fall lohnt!

The Lion Hotel
Wyle Cop
Shrewsbury
Shropshire
SY1 1UY

Published in: on 15. Juli 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Lucknam Park – Ein 5*-Hotel bei Colerne in Wiltshire

Nur 10 km von Bath entfernt, in der Nähe des Ortes Colerne in Wiltshire, liegt das  Country-House-Hotel Lucknam Park, das zu der Relais & Chateaux-Gruppe gehört und zu den führenden 5*-Hotels Englands zählt.
Das Haus wurde 1720 im palladianischen Stil erbaut und diente mehreren Familien als Wohnsitz, bis es 1987 als Hotel eröffnet wurde.

Hotel und Küche wurden in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet; so war Lucknam Park „The AA Hotel of the Year England 2010/11“ des britischen Automobilclubs AA. Das Hauptrestaurant „Hywel Jones“ hat einen Michelin-Stern und 3 AA-Rosetten; das Zweit-Restaurant „The Brasserie“ hat eine Rosette. Hier braucht man sich um sein leibliches Wohl also keine Sorgen zu machen. Küchenchef im Hywel Jones ist…Hywel Jones, der vorher u.a. bei Marco Pierre White und Nico Ladenis gearbeitet hat. Er ist ebenfalls für die Brasserie zuständig.

Auch das Spa kann sich sehen lassen. Es wurde schon einmal mit dem „Most Excellent Spa Award“ von Condé Nast Johansens ausgezeichnet und war 2016 Best Spa in the Southwest (so der „The Good Spa Guide“).

Die Preise für eine Übernachtung mit Frühstück beginnen bei etwa £ 359 für ein Standard-Doppelzimmer und enden bei £1479 für die Grand Master Suite.

Dieser Film stellt das sehr schöne Hotel vor und hier erhält man einen Blick von oben auf die Anlage.

Lucknam Park Hotel & Spa
Colerne, Chippenham, Wiltshire, SN14 8AZ

Die Einfahrt zum Hotel.
Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)

Eigenes Foto des Hotelprospekts.

Foto meines Hotelprospekts.

Published in: on 4. Juli 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Blue Bicycle – Eines der besten Restaurants in York

The Blue Bicycle in York. – Eigenes Foto

Es gibt in York zahllose Restaurants, aber bis vor kurzem hatten wir keines gefunden, das aus der Masse herausragte. Wer gern indisch oder italienisch isst, kommt in der Stadt voll auf seine Kosten, auch die vielen Pubs bieten einfache Kost an.
Jetzt haben wir aber doch ein Restaurant gefunden, das eine anspruchsvollere Küche hat und eine abwechslungsreiche Karte anbietet: Das Blue Bicycle in der Fossgate, ca 3 Minuten zu Fuß von den Shambles entfernt. Ein entsprechendes blaues Fahrrad steht übrigens vor der Tür.
Im Haus war einmal ein Bordell untergebracht und im Untergeschoss kann man Fotos von einigen der Damen betrachten, die hier einmal ihrem Gewerbe nachgingen. Die Webseiten des Restaurants greifen dieses Thema wieder auf.

Das Blue Bicycle ist angenehm eingerichtet und wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Die Speisekarte lässt eine bestimmte Richtung nicht erkennen. Es gibt englische Gerichte (Pan-fried Bubble & Squeak oder Lasagne of Yorkshire Black Pudding), italienisch angehauchte (“Cannelloni” of Goat’s Cheese & Cucumber) und asiatisch inspirierte (Cured Salmon with Thai spices, Mango & Chilli relish & a Crab won-ton). Die Preise für die Vorgerichte liegen zwischen £6 und £11.50, die der Hauptgerichte zwischen £15 und £22.50.
Die Weinkarte ist umfangreich und gut sortiert.

Wer einmal in York einen kulinarisch anspruchsvollen Abend erleben möchte, dem kann ich das Blue Bicycle sehr empfehlen.

Schräg gegenüber liegt ein „gestyltes“ Restaurant mit indischer und Bangladeshi Küche, die Mumbai Lounge, die wir auch getestet und für gut befunden haben.

The Blue Bicycle
34 Fossgate
York, YO1 9TA
Tel. 01904 673990

Der River Foss fließt direkt am „Blue Bicycle“ vorbei. – Eigenes Foto.

Published in: on 17. April 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Mount Royale & Spa Hotel inYork (North Yorkshire)

Unser Auto vor dem Hotel. – Eigenes Foto

Wer in der nordenglischen Stadt York ein Hotel sucht, das dicht am Zentrum liegt, dem kann ich das Mount Royale Hotel empfehlen, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1967 von Richard und Christine Oxtoby geführt wird und das auf sehr angenehme Weise, wie ich es selbst zweimal erlebt habe. Es liegt, wie es der Name schon sagt, an der Straße The Mount, eine der großen Einfallstraßen in die Stadt.

Die Hotelfront, mit einem kleinen Parkplatz, geht zur Straße hin, die Rückseite führt auf einen hübschen Garten. Die Zimmer sind alle unterschiedlich ausgestattet, auch die Liebhaber von Himmelbetten werden hier fündig.
Es gibt im Haus eine eigene Spa-Abteilung und von Mai bis September steht ein beheiztes Schwimmbad zur Verfügung. Als besonders angenehm habe ich das Restaurant One 19 in Erinnerung; gutes Essen in sehr angenehmer Atmosphäre. Es wurde 2013 in Oxo’s on the Mount umbenannt. Am Herd steht Chefkoch Russell Johnson.

Die Zimmerpreise beginnen bei £125 für ein Standard-Doppelzimmer und gehen bis zu  £265 für die Penthouse Suite.

Dieser Film zeigt Bilder aus dem Hotel.

The Mount Royale & Spa Hotel
117-119 The Mount
York YO24 1GU

 

Unsere Gardensuite. – Eigenes Foto

Careys Manor Hotel im New Forest bei Brockenhurst (Hampshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Wer sich die Region des New Forests im Süden Englands einmal näher ansehen möchte, dem kann ich als Übernachtungsmöglichkeit das Careys Manor Hotel sehr empfehlen. Es liegt sehr ruhig am Rand des Ortes Brockenhurst;  Salisbury, Winchester und die Küste bei Lymington sind schnell erreichbar.

Wir wohnten im modernen Garden Wing, dessen Zimmer entweder einen Balkon oder eine eigene Terrasse besitzen. Man kann auch im alten Manor House wohnen, wo die Einrichtung traditioneller gehalten ist.
Das Hotel legt sehr großen Wert auf seinen Spa-Bereich, in dem man sich u.a. eine Thaimassage gönnen kann; weiterhin gibt es eine Kräutersauna, einen Eisraum und eine Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen.

Das Cambium, kürzlich renoviert, ist das Hauptrestaurant, daneben gibt es noch ein französisches Bistro, Le Blaireau und das Thai Zen Garden Restaurant. Alistair Craig, der 2016 ins Careys Manor kam, ist der Chefkoch im Cambium. Seine Karriere begann im nahegelegenen Montagu Arms Hotel in Beaulieu (s. dazu meinen Blogeintrag), dann führte ihn sein Weg nach Schottland und schließlich zog es ihn wieder in den New Forest zurück. 3 AA-Rosetten hat er bisher hier erkocht.

Die Zimmerpreise beginnen etwa bei £200 für ein Doppelzimmer (incl. Frühstück), die Suiten liegen etwa bei £320. Die Roof Terrace Suite ist das Highlight des Hotels (ab £359).

Ein sehr angenehmes Hotel für einen Besuch im New Forest wie dieser Film zeigt.

Siehe auch meinen Erfahrungsbericht über ein anderes sehr schönes Hotel im New Forest, das Rhinefield House Hotel.

Careys Manor Hotel & SenSpa
Lyndhurst Road
Brockenhurst
Hampshire
SO42 7RH

 

Published in: on 9. März 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Dans le Noir – Ein Londoner Restaurant der ganz besonderen Art

Das Gebäude rechts vom "The Green" ist das "Dans le Noir".    © Copyright Chris Whippet and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Gebäude rechts vom „The Green“ ist das „Dans le Noir“.
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Die britische Hauptstadt bietet eine unüberschaubare Auswahl an Restaurants an, darunter auch recht kuriose. Da gibt es Lady Dinah’s Cat Emporium, wo man seinen Afternoon Tea in Gesellschaft von Katzen zu sich nehmen kann oder Annie the Owl, ein Café mit Eulen, das aber auf Grund von Protesten von Tierschützern nicht zum Zuge kam oder The Bunyadi, ein Restaurant, das im vorigen Jahr nur ein paar Monate geöffnet war und in dem man nackt speisen konnte. Die Nachfrage nach Reservierungen war riesig, zuletzt sollen es über 40 000 gewesen sein (bei 46 Plätzen).

Dans le Noir gehört auch in die Kategorie kurioser Restaurants. Es liegt im Stadtteil Clerkenwell in der Straße Clerkenwell Green. Das Besondere daran: Man isst in diesem Haus in totaler Finsternis, das Servicepersonal ist blind und lässt die Gäste an der Erfahrung teilhaben wie es ist, nicht sehen zu können. Außerdem soll man sich ganz auf die Sensorik konzentrieren und den Geschmacks- und Geruchssinn in den Vordergrund stellen, sich also nicht durch die Umgebung ablenken lassen. Wer möchte, kann eines der vier Überraschungsmenüs bestellen und die dazu passenden Überraschungsweine, aber à la Carte Bestellungen sind natürlich auch möglich. Die Preise für die Menüs variieren von £46 für zwei Gänge bis zu £89 für das fünfgängige Tasting Menu. Hier ist ein Film über das Londoner Dans le Noir.

Die Idee zu diesem Restaurantkonzept hatte der Franzose Edouard de Broglie im Jahr 2003. In Paris eröffnete er sein Restaurant in der rue Quincampoix 51 im 4. Arrondisssement. Ich stand einmal davor und hörte erstmals von dieser Kuiosität. Weitere „Filialen“ von Dans le Noir gibt es in Barcelona und St Petersburg.

Vergleichbares existiert auch in Deutschland: Die „unsicht-Bars“ in Berlin, Köln und Hamburg und das Nocti Vagus in Berlin.

Dans le Noir
30-31 Clerkenwell Green
London EC1R ODU

Published in: on 5. März 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Zeitgeist@The Jolly Gardeners – Ein Gastro-Pub mit deutscher Küche im Londoner Stadtteil Lambeth

   © Copyright PAUL FARMER and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Black Prince Road 49-51 so lautet die Adresse eines Pubs, der nur ein paar Schritte von der Themse entfernt im Londoner Stadtteil Lambeth liegt. „Best German food pub in and probably outside the UK“, so brüstet sich das Gasthaus nicht gerade bescheiden. Wer in der britischen Hauptstadt mal gerade keinen Appetit auf Ploughman’s Lunch oder Bangers and Mash hat, der kann im Zeitgeist@The Jolly Gardeners gute deutsche Hausmannskost probieren. Auf der Karte stehen zum Beispiel Jägerschnitzel, Leberkäse, Currywurst, Schweinshaxe, Frikadellen, Käsespätzle und ein Zeitgeist-Schnitzel, zu dem ein Glas Jägermeister gereicht wird. Deutscher geht es wirklich nicht mehr. Damit das deutsche Schnitzel nicht durch ein englisches Bitter oder Lager verwässert wird, gibt es hier eine umfangreiche Auswahl an germanischen Bieren wie Flensburger, Köstritzer oder Benediktiner, die sonst eher selten in der britischen Hauptstadt zu finden sind. Und da nach einer Haxn ein hochprozentiger Schnaps unabdingbar ist, stehen diverse deutsche „Absacker“ zur Verfügung. Samstags kann man sich in dem Pub auch die deutschen Bundesligaspiele auf einem Großbildschirm ansehen. Wer fußballresistent ist, zieht sich bei schönem Wetter besser auf einen der Tische vor dem Jolly Gardeners zurück.

Das Gasthaus zu den fröhlichen Gärtnern gibt es in Lambeth schon seit mehr als 100 Jahren. Charlie Chaplin, der in der Nähe wohnte, soll hier ein- und ausgegangen sein, und, wie es auf der Homepage des Pubs zu lesen steht, spielte Charlies Vater Charles Chaplin sr. in den Räumlichkeiten Klavier. Der Pianist soll dem Alkohol dermaßen zugesprochen haben, dass er bereits mit 38 Jahren an den Folgen starb.

Zweimal schon wurden in dem Pub Szenen für Spielfilme gedreht: In Guy Ritchies Spielfilm „Snatch“ (dt. „Snatch – Schweine und Diamanten“) mit Brad Pitt aus dem Jahr 2000 ist das Gasthaus zu sehen, ebenfalls in „The Calcium Kid“ (dt. „Calcium Kid“) mit Orlando Bloom und Omid Djalili (2004).

 

 

Ungewöhnliche Urlaubsdomizile Teil 2: The House in the Clouds in Thorpeness (Suffolk)

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Ganz so hoch wie der Name es vermuten lässt, „The House in the Clouds„, liegt dieses Gebäude in Thorpeness in Suffolk nicht. 1923 erbaute man an dieser Stelle einen Wasserturm, und da diese Gebäude in der Regel nicht sehr attraktiv aussehen, „verkleidete“ man ihn als Wohnhaus. In dem Wassertank, der das Dorf mit Trinkwasser versorgte, hatte man seinerzeit 230 000 Liter speichern können, das von der nahegelegenen Thorpeness Windmill hineingepumpt wurde. Diese hübsche weiße Windmühle befindet sich heute in Privatbesitz und ist nur an wenigen Tagen im Jahr zugänglich.

1977 bekam Thorpeness eine richtige Wasserversorgung, wodurch der Turm eigentlich überflüssig wurde. Aber anstatt ihn abzureißen, entfernte man den Tank und baute das ganze Gebäude als Wohnhaus um, das heute über 5 Schlafzimmer, 3 Badezimmer, ein Wohnzimmer und ein Esszimmer verfügt. Das „Highlight“ des Turmhauses aber ist der von einer Galerie umsäumte Raum ganz oben, von dem man einen grandiosen Blick hat. Jedermanns Geschmack ist die Einrichtung vielleicht nicht; die Räumlichkeiten und Treppenhäuser wimmeln von Figuren, Masken, Geweihen, Bildern und ausgestopften Tieren. Dieser Film zeigt die einzelnen Stockwerke. Der Name „The House in the Clouds“ stammt von einer Kinderbuchautorin, Mrs Malcolm Mason, die hier mit ihrem Mann einmal wohnte und ein Gedicht mit diesem Titel schrieb.

Wer das Haus mieten möchte, sollte vielleicht nicht gehbehindert oder gebrechlich sein, denn es gibt hier fünf Stockwerke, die erst einmal bezwungen werden müssen. Die günstigsten Wochenmietpreise liegen bei £2200 im Januar/Februar und steigen bis auf £3275 über Weihnachten bzw. Silvester/Neujahr. Nähere Infos gibt es hier.

Thorpeness liegt auf halbem Wege zwischen der Benjamin-Britten-Stadt Aldeburgh und dem Kernkraftwerk Sizewell.

 

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Die Windmühle neben dem "Wolkenhaus".   © Copyright Cameraman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Windmühle neben dem „Wolkenhaus“.
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Auch auf dem Dorfschild von Thorpeness finden sich das House in the Clouds und die Windmühle wieder.   © Copyright Adrian S Pye and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Auch auf dem Dorfschild von Thorpeness finden sich das House in the Clouds und die Windmühle wieder.
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Ungewöhnliche Urlaubsdomizile Teil 1: The House in the Sea in Newquay (Cornwall)

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Newquay – One of the nation’s favourite seaside holidays“ heißt es auf der Homepage der Stadt an der Nordküste Cornwalls. Newquay ist das Zentrum des Surfsports von Großbritannien, hat viele schöne Strände und gilt als besonders familienfreundlich. Entsprechend viele Hotels und Pensionen gibt es hier, für jeden Geldbeutel etwas. Für den ganz großen Geldbeutel und für den, der in einem besonders ungewöhnlichen Domizil seine Urlaubstage in Newquay verbringen möchte, ist das House in the Sea am Towan Beach zu empfehlen. Wo in ganz England gibt es ein „Ferienhaus“, das ganz allein auf einem Felsen im Meer liegt und nur über eine eigene Hängebrücke vom Festland aus zu erreichen zu erreichen ist?
Auf Towan Island wurden im 19. Jahrhundert Kartoffeln angepflanzt und Hühner gehalten und es war nicht ganz leicht, den Felsen zu erklimmen; das ging nur auf in den Stein geschlagenen gewundenen Wegen. 1902 erbaute man die Hängebrücke und acht Jahre später das Haus, in das ein reicher, exzentrischer Mann einzog, der gern nachts auf seiner Orgel spielte.
Der nächste Bewohner des felsigen Eilands war Alexander Lodge, der als Erfinder der Zündkerze gilt. Er wurde mehrere Male von einem anderen „Erfinder“ besucht, dem des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, von Sir Arthur Conan Doyle. Dann wechselte der bewohnte Felsen weitere Male den Besitzer, wurde in ein Teehaus umfunktioniert und im Jahr 2001 von Richard Long, 4th Viscount Long, einem Mitglied des Oberhauses übernommen, der hier zwölf Jahre zusammen mit seiner Frau lebte, bis es den beiden zu mühsam wurde, ihr Domizil zu erreichen; außerdem hatten sie die Nase voll von den vielen lauten Strandparties, die sich unterhalb ihres Anwesens abspielten.

Das House in the Sea wurde verkauft und in ein Ferienhaus umgewandelt, das in der Hauptsaison von der Firma Boutique Retreats für rund £4590 pro Woche zu mieten ist, im Winterhalbjahr ist das Haus für £1989 zu haben. Sechs Erwachsene finden hier Platz, es gibt drei Schlafzimmer, darunter den Master Bedroom, der mit einem Himmelbett ausgestattet ist.

Wer möchte, kann auf dem House in the Sea eine Fahne hissen, um zu signalisieren, dass der Felsen/die Insel besetzt ist, und der Eingang zur Hängebrücke lässt sich auf der Landseite absperren, um sicher zu stellen, dass keine ungebetenen Gäste die Urlaubsruhe stören.

   © Copyright Graham Robson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Das Le Strange Arms Hotel in Old Hunstanton (Norfolk)

Auch im Winter hat das Le Strange Arms Hotel seine Reize.    © Copyright Richard Green and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Auch im Winter hat das Le Strange Arms Hotel seine Reize.
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Zweimal wohnten wir im Le Strange Arms Hotel in Old Hunstanton an der Westküste Norfolks. Das Hotel, das zur Best Western-Kette gehört, bietet von einigen Zimmern aus einen Blick auf das Meer, genauer gesagt auf den Wash.
Wer an Golf interessiert ist, findet direkt neben dem Hotel den Hunstanton Golf Course; einige schöne Strände liegen direkt vor dem Haus.

Das Hotelrestaurant Le Strange Brasserie and Bar bietet ín angenehmer Atmosphäre einen Meerblick und die Oak Bar ist im Sommer zur Terrasse hin geöffnet, so dass man seinen Drink draußen zu sich nehmen kann.

Das „Le Strange Arms Hotel“ verfügt über 36 Zimmer und Suiten. Die Übernachtungspreise beginnen bei etwa £115 für ein Standard-Doppelzimmer; die Zimmer mit Meerblick und die Four Poster Rooms liegen darüber.

Ich kann das Hotel (hier sind einige Bilder) empfehlen;  viele Sehenswürdigkeiten liegen  in unmittelbarer Nähe.
Direkt neben dem Hotel findet man The Ancient Mariner Inn, in dem man eines der Biere aus der Adnams Brauerei probieren kann.

Le Strange Arms Hotel
Golf Course Road
Hunstanton, Norfolk, PE36 6JJ

   © Copyright David Lally and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Ancient Mariner Inn neben dem Hotel.    © Copyright Stephen McKay and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Ancient Mariner Inn neben dem Hotel.
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Empfehlenswerte Restaurants in Berkshire

The Waterside Inn in Bray. Eigenes Foto.

The Waterside Inn in Bray.
Eigenes Foto.

Westlich von London, in den Grafschaften Berkshire und Buckinghamshire, gibt es eine Fülle von guten und sehr guten Restaurants. Heute möchte ich einige von ihnen in Berkshire vorstellen.

Das Gourmetdorf Bray an der Themse, vergleichbar mit dem deutschen Baiersbronn, wo es mehrere besternte Restaurants gibt, habe ich im Laufe der Jahre in meinem Blog einige Male erwähnt. Dort gibt es gleich zwei 3*-Häuser: Heston BlumenthalsFat Duck“ und Alain Roux‘The Waterside Inn„. Die „Fette Ente“ liegt direkt in einem unscheinbaren Haus an der High Street, das konkurrierende „Waterside Inn“ hat seinen Standort in wunderschöner Lage an der Themse. Blumenthals Küche zeichnet sich durch große Experimentierfreudigkeit aus und ein Aufenthalt in seinem Restaurant ist ein Gesamtkunstwerk; Alain Roux‘ Küche ist klassisch-französisch, und das Haus gehört seit vielen Jahren zu den besten Restaurants der Welt.
Direkt neben der „Fat Duck“ führt Heston Blumenthal ein weiteres Michelin-besterntes Haus, „The Hind’s Head„, das von außen sehr viel attraktiver aussieht, und ein paar Schritte die High Street hinunter besitzt der Großmeister der englischen Küche auch noch den Gastro-Pub „The Crown„.

Mehrfach ausgezeichnet wurde im Jahr 2016 das Restaurant „The Dining Room“ im Oakley Court Hotel, auf halbem Weg zwischen Bray und Windsor an der Themse gelegen. Hier steht Executive Head Chef Damian Broom am Herd, dessen Gerichte ich schon häufig probieren konnte.

In dem großartigen Cliveden House Hotel bei Taplow kocht seit einiger Zeit André Garrett in dem nach ihm benannten Restaurant. Ich kenne nur seinen Vorgänger und hatte leider noch nicht das Vergnügen, seine Speisen zu genießen. Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wird einen Aufenthalt in diesem National Trust-Haus mit Sicherheit nicht vergessen.

Einen guten Ruf genießt „The Bladebone“ in Chapel Row bei Bucklebury, einem kleinen Dörfchen mitten auf dem Lande, südlich der Autobahn M4, das dadurch bekannt geworden ist, dass hier Kate Middleton aufwuchs, die Herzogin von Cambridge. Küchenchef und Hausherr ist Richie Sanderson, der den 350 Jahre alten Gasthof zu einem gemütlichen Country Pub umgestaltet hat und eine sehr attraktive Speisekarte anbietet.

The Crown and Horns“ in East Ilsley in West Berkshire wurde im vergangenen Jahr mit dem Berkshire & Buckinghamshire Life Food & Drink Awards Pub of the Year ausgezeichnet; verantwortlich dafür sind die Kochkünste von Küchenchef Chris Spencer.

Der Berkshire & Buckinghamshire Life Food & Drinks Award 2016 in der Kategorie Best Family Dining ging an „The Horns“ in Crazies Hill, südöstlich von Henley-on-Thames. Adam Purdy ist Küchenchef und Landlord des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gasthofs.

Diese Liste stellt nur eine kleine Auswahl aus der Vielzahl von guten Restaurants in der Grafschaft Berkshire dar.

The Fat Duck in Bray. Eigenes Foto.

The Fat Duck in Bray.
Eigenes Foto.

The Hind's Head in Bray. Eigenes Foto.

The Hind’s Head in Bray.
Eigenes Foto.

The Crown in Bray. Eigenes Foto.

The Crown in Bray.
Eigenes Foto.

Oakley Court bei Windsor. Eigenes Foto.

Oakley Court bei Windsor.
Eigenes Foto.

Cliveden House Hotel bei Taplow. Eigenes Foto.

Cliveden House Hotel bei Taplow.
Eigenes Foto.

The Bladebone in Chapel Row.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Bladebone in Chapel Row.
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The Crown & Horns in East Ilsley.    © Copyright Stuart Logan and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Crown & Horns in East Ilsley.
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The Horns in Crazies Hill.    © Copyright Oswald Bertram and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Horns in Crazies Hill.
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Published in: on 14. Januar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Winter im Ashdown Park Hotel bei Forest Row in East Sussex

Eigenes Foto.

Es gibt nur wenige Hotels in England, die ich schon einmal verschneit kennengelernt habe; das Ashdown Park Hotel im Ashdown Forest in East Sussex ist eines davon. Dieses beeindruckende Haus hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Es diente im 1. Weltkrieg als Krankenhaus für verwundete Soldaten, dann als Ausbildungsstätte für Nonnen und schließlich war es Teil einer internationalen Universität.

Das Hotel liegt in einem sehr schönen Park mit einem kleinen See, in dessen Mitte Springbrunnen vor sich hin plätschern. Bei meinem zweiten Aufenthalt hier war der Park verschneit und die Bäume abends angestrahlt, einmal sah ich auch Rehe durch den Park ziehen; es ist also alles sehr romantisch.

Der Chefkoch des gemütlichen Anderida Restaurants ist seit 2011 Andrew Wilson, der früher hier schon einmal gearbeitet hatte und der sich zwei AA Rosetten erkocht hat. Das Abendessen wird häufig von einem Pianisten begleitet, dazu der Blick auf den Park: Perfekt. Ich habe mich beide Male in dem Hotel sehr wohl gefühlt.
Dass in so einem eindrucksvollen Hause auch Hochzeiten stattfinden, liegt auf der Hand. Bei der Buchung sollte man auf jeden Fall nachfragen, sonst kann es ziemlich turbulent werden.

Zum Ashdown Park Hotel gehört auch ein 18-Loch-Golfplatz und ein Spa mit Hallenbad und Wellnessangeboten.
Das Haus ist eines der „Elite Hotels„, zu denen u.a auch Tylney Hall in Hampshire und Luton Hoo in Bedfordshire gehören, die ich meinem Blog schon einmal vorgestellt habe.

Ashdown Park Hotel
Wych Cross
Near Forest Row
East Sussex RH18 5JR

 

Über Nacht ist der Winter hereingebrochen. Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto des Hotelprospekts.

Foto meines Hotelprospekts.

Published in: on 19. Dezember 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Christmas in England 2016: Weihnachten im Thornbury Castle Hotel (South Gloucestershire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Über das wirklich ungewöhnlich schöne Thornbury Castle Hotel in Thornbury (South Gloucestershire) habe ich in meinem Blog im Laufe der Jahre mehrfach berichtet. Ich habe dort zehnmal gewohnt und es ist mein Hotel Nummer 1 in England. Einmal hatte ich sogar das seltene Vergnügen, die Burg im Schnee zu erleben. Eine wunderbare Atmosphäre, wenn man abends aus dem Fenster seiner „Bedchamber“ auf das Schneetreiben hinausschaut, sich zum Abendessen erst in die kerzengeschmückte Lounge begibt, in der man sich vor das Kaminfeuer setzt, und dann in das Restaurant gebeten wird, das ebenfalls von Kerzen und Kaminfeuer beleuchtet ist. Ich gerate ins Schwärmen…

Das Thornbury Castle Hotel bietet auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsaufenthalt an, der vom 24. bis zum 27. Dezember dauert und einige Highlights bietet:

Die Anreise beginnt nachmittags am Heiligen Abend. In der Lounge wird als erstes ein Cream Tea angeboten; es folgt am frühen Abend ein Champagner-Empfang (black tie!) der eingetroffenen Gäste, die dabei durch Weihnachtslieder in eine festliche Stimmung versetzt werden. Anschließend genießen alle ein fünfgängiges Gourmet-Menü, das der neue Küchenchef Stuart Shaw kreiert hat (Shaw hatte acht Jahre im Manor House in Castle Combe in Wiltshire gearbeitet). Wer möchte, kann danach die Mitternachtsmesse in der Kirche St Mary’s besuchen, die direkt hinter dem Burghotel steht (Beginn 23.30 Uhr), eine sehr schöne Kirche!!

Am ersten Weihnachtstag versammeln sich die Gäste mittags zu einem Glas Sherry in der Lounge, wo auch kleine Geschenke verteilt werden, und dann geht es wieder zu einem üppigen Festmahl ins Restaurant. Wer dann noch mag, kann anschließend an einer Schatzsuche in der Burg teilnehmen (oder sich in sein Himmelbett legen). Abends wird ein leiches Mahl gereicht und mehrere Portweine zum Probieren angeboten.

Am zweiten Weihnachtstag, dem Boxing Day, gibt es die Möglichkeit, auf der High Street von Thornbury dem traditionellen Auszug der Berkeley Hunt beizuwohnen, der ältesten dieser Art in Großbritannien. Dieser Film zeigt wie es dabei zugeht. Nach einem leichten Mittagessen gibt es auf dem Burggelände eine Vorführung, bei der Michael Davie seine Kunst als Falkner zeigt, die er seit mehr als dreißig Jahren ausübt. Und was machen die Gäste abends? Richtig, sie essen, und zwar zelebriert Stuart Shaw zum Abschied noch einmal ein Gala-Diner. Am nächsten Tag geht es dann wieder nach Hause.

Was kostet so ein Drei-Tage-Paket? Es kommt darauf an, was man für eine Zimmerkategorie gebucht hat. Das Standard-Doppelzimmer kostet zum Beispiel £1755 und das geht dann hoch bis zu £2655 für eine Superior-Suite.

Sehr zu empfehlen für einen Aufenthalt im Thornbury Castle Hotel (nach eigener Erfahrung) sind zum Beispiel die Plantagenet Deluxe Bedchamber und die Bedford Bedchamber.

Diesen kleinen Film habe ich einmal bei einem abendlichen Spaziergang im verschneiten Tudorgarten des Thornbury Castles aufgenommen.

Thornbury Castle vom Kirchhof von St Mary's aus gesehen. Eigenes Foto.

Thornbury Castle vom Kirchhof von St Mary’s aus gesehen.
Eigenes Foto.

Hier in der Lounge steht dann auch ein Weihnachstbaum. Eigenes Foto.

Hier in der Lounge steht dann auch ein Weihnachtsbaum.
Eigenes Foto.

Mein Auto steht zur Abfahrt bereit (leider!). Eigenes Foto.

Mein Auto steht zur Abfahrt bereit (leider!).
Eigenes Foto.

St Mary's hinter dem Thornbury Castle. Eigenes Foto.

St Mary’s hinter dem Thornbury Castle.
Eigenes Foto.

Published in: on 10. Dezember 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Suffolk Pink, ein berühmter Sternekoch und The Angel Hotel in Lavenham (Suffolk)

The Angel in Lavenham in dem hellen Suffolk Pink, das niemand mochte.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Angel in Lavenham in dem hellen Suffolk Pink, das niemand mochte.
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Fährt man durch das ländliche Suffolk fällt dem Reisenden auf, dass außergewöhnlich viele Häuser pinkfarben gestrichen sind. Diese Farbe hat sogar einen eigenen Namen: Suffolk Pink. Bis zurück in das 14. Jahrhundert reicht die Geschichte dieser Farbgebung. Es gibt da einige Schattierungen, von hellem Rosa bis zu einem dunkleren Rosa, und man mischte früher Schweine- oder Ochsenblut bzw. den Saft von Holunderbeeren oder Schlehen dazu, je nachdem, was man für einen Farbton erreichen wollte.

Suffolk Pink stand im Mittelpunkt einer Kontroverse in dem hübschen Städtchen Lavenham. Im Jahr 2011 übernahm der berühmte Sternekoch Marco Perre White aus London das Angel Hotel am Market Place. Mr. White hat in der kulinarischen Szene Großbritanniens nicht nur einen Ruf als erstklassiger Koch, sondern auch als Rauhbein und Wüterich. Gleich nachdem er das aus dem 15. Jahrhundert stammende Haus gekauft hatte, eckte er mit der Bevölkerung Lavenhams an, denn er warf populäre Getränke wie Foster’s oder Strongbow-Cider aus seinem Angebot heraus, weil sie seiner Meinung nach eine Klientel anlockte, die er in seinem Haus nicht haben wollte.
Marco Pierre White legte Wert auf anspruchsvolle Gäste mit einem gewissen Niveau, das nicht unterschritten werden sollte, und so blieben viele „Regulars“ weg. Doch gab es noch weitere Probleme mit dem Sternekoch. Das bislang crèmefarbene Gebäude ließ er in Suffolk Pink streichen, eigentlich kein Problem, doch nach Ansicht vieler in Lavenham war es das falsche Suffolk Pink, es war zu hell und blass. Vertreter des District Councils sahen sich das Angel Hotel an, auch Marco Pierre White kam dazu, mit dem Ergebnis, dass das Gebäude neu gestrichen werden sollte, dieses Mal aber in einem dunkleren Suffolk Pink (der Koch hatte seinen Hotelmanager mit der Wahl des Farbtons beauftragt, ihm selbst gefiel das helle Pink auch nicht).

Schon drei Jahre nach der Übernahme des Angels trennte sich Marco Pierre White Ende 2014 wieder von seinem Hotel und verkaufte es an die kleine Gruppe Cozy Hotels. Jetzt werden die von Mr. White verschmähten Lager-Biere wieder angeboten und die Speisekarte enthält überwiegend Pub Classics.

Der exzentrische Koch hatte einen seiner anderen Gastro-Pubs im gleichen Jahr verkauft: The Pear Tree in Whitley (Wiltshire). Auch hier mochten die Bewohner den Eigentümer nicht und boykottierten den Pub. Sie bekamen darin nicht das, was sie eigentlich wollten und die Preise waren ihnen auch viel zu hoch. Außerdem lief dem Starkoch sein Personal weg, weil viele den ruppigen Führungsstil nicht mochten. Wie in Lavenham war auch hier in Whitley nach drei Jahren Schluss. The Pear Tree wird von einem neuen Mangement betrieben und scheint gut angenommen worden zu sein, wenn man die Kritiken im TripAdvisor liest.

Hier im Pear Tree in Whitley lief es nicht rund unter dem Management von Marco Pierre White.    © Copyright Maigheach-gheal and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier im Pear Tree in Whitley lief es nicht rund unter dem Management von Marco Pierre White.
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The Kings Arms Hotel – Ein sehr empfehlenswertes Hotel an der High Street von Old Amersham (Buckinghamshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Bei unserem vorletzten Besuch in Old Amersham, nördlich von Beaconsfield in Buckinghamshire, fanden wir das Kings Arms Hotel an der High Street sehr verlockend und dieses Mal haben wir uns entschieden, dort für einige Tagen zu wohnen…eine sehr gute Entscheidung. Wer den Film „Four Weddings and a Funeral“ (dt. „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“) gesehen hat, kann sich eventuell noch an eine nächtliche Szene erinnern, die vor dem Hotel gedreht worden ist. Die anschließende Szene mit Hugh Grant und Andie McDowell, die in einem Himmelbettzimmer spielt, wurde im Nachbarhotel „The Crown“ gedreht. Beide Hotels gehören denselben Besitzern.

Wir hatten Zimmer Nummer 12 gebucht, eine Suite unter dem Dach mit uralten Holzbalken und auch einem Himmelbett. Der Boden war etwas uneben und gewöhnungsbedürftig; Badezimmer und Toilette schlossen sich ohne Tür an den Wohnraum an. Das Badezimmer war etwas boutiqueartig ausgestattet mit einem schüsselförmigen Waschbecken und einer Einhand-Mischbatterie (!!!), nicht selbstverständlich in englischen Hotels. Ein Zimmer zum Wohlfühlen. Gehbehinderte sollten diese Suite besser nicht buchen, da sie nur über mehrere Treppen und Gänge zu erreichen ist. Wir blickten auf den Parkplatz des Hotels, dessen Zufahrt durch einen Torbogen führt, durch den früher die Kutschen gefahren sind, denn The Kings Arms war einmal ein „Coaching Inn“. Diesen Innenhof kann man in dem Miss Marple-Spielfilm „Murder at the Gallop“ (dt. „Der Wachsblumenstrauß“) mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle sehen, aber auch andere Teile des Hotels wurden für die Dreharbeiten damals 1963 verwendet.

The Kings Arms verfügt über eine/n Bar/Pub und über ein hübsches Restaurant, in dem auch das Frühstück serviert wird.

Ganz besonders aber gefiel uns der exzellente, freundliche, aufmerksame Service an der Rezeption. Schon bei der Ankunft empfing uns eine junge Dame, mit der wir sofort ins Gespräch kamen und die uns in unser Zimmer führte. Im Verlauf unseres Aufenthaltes, der leider von einem gravierenden Autoproblem geprägt war, erwies sie sich als außerordentlich hilfreich, was auch für die beiden Hotelbesitzer galt. Wir durften unser Auto nach unserer Abreise eine Woche lang auf dem Hotelparkplatz stehen lassen, bevor es nach Deutschland zurücktransportiert wurde. Auch in anderer Hinsicht zeigte man sich uns gegenüber als sehr entgegenkommend. Dieses Hotel kann ich in jeder Beziehung empfehlen!

The Kings Arms
30 High Street
Amersham
Buckinghamshire HP7 0DJ

Unser Zimmer Nummer 12. Eigenes Foto.

Unser Zimmer Nummer 12.
Eigenes Foto.

Das türlose Badezimmer. Eigenes Foto.

Das türlose Badezimmer.
Eigenes Foto.

Horsted Place Country House Hotel bei Little Horsted (East Sussex) – Revisited

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

In der vergangenen Woche besuchte ich noch einmal das Horsted Place Country House Hotel in der Grafschaft East Sussex. Dicht an der A26, die nach Lewes führt, liegt das Hotel, ideal für Besucher des Glyndebourne Festivals, das nur wenige Autominuten entfernt liegt. 1851 wurde das eindrucksvolle Haus gebaut, das zum großen Teil von dem bedeutenden Architekten Augustus Welby Northmore Pugin entworfen wurde, ein Verfechter des Gothic Revival-Stils.

1965 erwarb Lord Rupert Nevill das Haus und gestaltete es komplett um; auch der umliegende Park und die Gärten wurden neu konzipiert, wozu sich Lord Nevill die fachmännische Hilfe von Sir Geoffrey Jellicoe (1900-1996) sicherte, einer der großen Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts, der u.a. die Gärten von Sutton Place in Surrey und den Rosengarten in Cliveden (Berkshire) anlegte.Im Park finden sich schöne alte Bäume, ein Gartenhaus und es schließt sich ein Golfplatz an.

Da der Lord mit dem Gatten der Königin befreundet war, ließen sich die Queen und Prinz Philip hin und wieder auch im Horsted Place sehen. Es gibt sogar einen Queen’s Walk, der vom Hotel zur Kirche St Michael and All Angels in Little Horsted führt; so benannt, weil die Königin bei ihren Besuchen dort zum Gottesdienst ging.

Das Hotel verfügt über Doppelzimmer, die im günstigsten Fall im Winterhalbjahr £145 kosten; schöner sind natürlich die großen Suiten wie die Windsor und die Portsmouth Suite und das Highlight des Hauses, die Neville Suite, die ab Nacht inklusive Frühstück zu haben sind. Wir übernachteten in der wunderschönen Windsor Suite, in der die Queen bei ihren Besuchen im Horsted Place immer wohnte.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist Küchenchef Allan Garth verantwortlich, der früher einmal unter Albert Roux im Londoner Le Gavroche gearbeitet und im michelinbesternten Gravetye Manor (ich berichtete darüber) in West Sussex gekocht hat. Das relativ kleine Restaurant, in dem auch das Frühstück serviert wird, ist sehr angenehm und mit einem großen Kamin bestückt.

Wie so viele Hotels in England ist auch das Horsted Place beliebt für Hochzeiten und da diese Veranstaltungen für Hotelgäste manchmal ganz schön störend sein können, ist es angebracht, bei der Buchung zu fragen, ob das Haus zum gewünschten Termin „hochzeitsfrei“ ist.

Horsted Place Hotel
Little Horsted, Uckfield,
East Sussex TN22 5TS
Tel: 01825 750581

Der gläserne Eingang zu unserer Windsor-Suite. Eigenes Foto.

Der gläserne Eingang zu unserer Windsor-Suite.
Eigenes Foto.

Die Windsor-Suite. Eigenes Foto.

Die Windsor-Suite.
Eigenes Foto.

Das Restaurant vom Horsted Place. Eigenes Foto.

Das Restaurant vom Horsted Place.
Eigenes Foto.

Der Treppenaufgang. Eigenes Foto.

Der Treppenaufgang.
Eigenes Foto.

Im Park. Eigenes Foto.

Im Park.
Eigenes Foto.

Gilbey’s – Ein „posh“ Restaurant in Old Amersham (Buckinghamshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Vor wenigen Tagen besuchte ich das Restaurant Gilbey’s am Market Square in dem hübschen Ort Old Amersham in Buckinghamshire. Zwei sehr anspruchsvolle Restaurants stehen dort Seite an Seite: Die „Artichoke„, das sich langsam zu einem der besten Häuser in ganz Großbritannien entwickelt und sogar von Raymond Blanc, Chef des Le Manoir aux Quat’Saisons in Great Milton in Oxfordshire (ich berichtete in meinem Blog darüber) empfohlen wird und eben Gilbey’s, in dem ich ein Abendessen zu mir nahm. Ich bekam sogar ohne Reservierung einen Tisch, was nicht die Regel ist.
Das Restaurant ist in den Räumen einer ehemaligen Grundschule aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. 1989 wurde das Gebäude, in dem sich bis dahin ein Tea Room befand, komplett umgestaltet und als Restaurant eröffnet; Gilbey ist der Name des Besitzers. Es gibt noch ein Schwester-Restaurant gleichen Namens in Eton, das bereits seit 1975 existiert.

Ich hatte an dem Abend ein dreigängiges „Set Menu“, bestehend aus „Rolled Ham Hock & Chorizo“, „Grilled Whole Cornish Mackerel“ und „White Chocolate & Plum Cheescake“, meine Frau gab sich mit einem „Corn-fed Chicken Suprême“ zufrieden. Als Aperitif hatten wir einen Kir Royal bzw. einen Raspberry Sparkler und tranken zum Essen eine Flasche Pheasants Bacchus aus dem hauseigenen Weingut Pheasants Ridge in Hambleden in Buckinghamshire. Selbst in englischen Restaurants sind Weine aus dem eigenen Land eher selten zu finden.
Die Rechnung belief sich auf £100, wozu automatisch eine sogenannte „voluntary service charge“ in Höhe von 12,5% dazugerechnet wurde. Voluntary??
Leider müssen bei Gilbey’s alle Beilagen extra dazubestellt werden, selbst Brot und Butter kosten hier £1.95. Abgesehen davon und einem leider sehr lauten Nachbartisch fühlten wir uns in dem Restaurant wohl und waren mit der Qualität der angebotenen Speisen zufrieden. Ich kann es gern weiterempfehlen!

Über unseren Aufenthalt im The Kings Arms Hotel in Old Amersham werde ich demnächst berichten.

Gilbey’s
1 Market Place
Old Amersham
Buckinghamshire HP7 0DF

 

 

Millers at the Anchor Hotel in Porlock Weir (Somerset)

   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Porlock Weir ist ein winziger, abgelegener Ort an der Küste von Somerset und direkt an dem Miniaturhafen liegt das Anchor Hotel, das ich in sehr guter Erinnerung habe.
Einmal hatten wir dort nur zu Abend gegessen und ein anderes Mal hatten wir hier auch in einem hübschen Zimmer übernachtet. Neben dem Schlafraum gab es noch ein weiteres Zimmer mit einem „bay window“, das direkt auf den Hafen blickte und von dem man abends die Lichter der gegenüberliegenden walisischen Küste sehen konnte.

Das kleine Restaurant ist sehr gemütlich. An einem Abend toste ein Sturm um das Haus, die schweren Vorhänge waren zugezogen und das Abendessen war vorzüglich.

Das Hotel gehört seit einigen Jahren dem Londoner Antiquitätenhändler Martin Miller, der es in „Millers at the Anchor“ umbenannt und nach seinen persönlichen Vorlieben neu gestaltet hat. Martin Miller ist in der Kunstwelt u.a auch als Herausgeber der „Miller’s Antiques Guides“ benannt.

Die Übernachtungspreise in einem Doppelzimmer der gehobenen Kategorie mit Hafenblick liegen bei ca 160 Pfund inklusive Frühstück, die rückwärtigen Zimmer beginnen bei etwa 90 Pfund.

Hier ist ein Film über das Hotel.

Millers at the Anchor
Porlock Weir
Near Minehead
Somerset TA24 8PB

   © Copyright Roger Cornfoot and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 21. September 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Ston Easton Park Hotel in Somerset – Ein Update

Author: William Avery. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Author: William Avery.
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Vor fünf Jahren stellte ich in meinem Blog das Ston Easton Park Hotel in Somerset vor, das damals zur von Essen Hotelgruppe gehörte. In der Zwischenzeit ist das Luxushotel in unruhiges Fahrwasser geraten, da die Hotelgruppe zusammenbrach und die Zukunft des Hauses eine Zeit lang ungewiss war. Im September 2012 wurde Ston Easton Park, zusammen mit Sharrow Bay im Lake District, von der Firma Hamilton Bradshaw des Unternehmers James Caan übernommen und seitdem herrscht wieder Ruhe in diesem idyllischen Teil der Grafschaft Somerset.

Das Hotel liegt in einem weitläufigen Parkgelände, das von dem berühmten Landschaftsarchitekten Humphry Repton (1752-1818) angelegt wurde. Das Haus wurde im 18. Jahrhundert für John Hippisley Coxe gebaut, dessen Familie schon seit über 200 Jahren in Ston Easton wohnte. Bis zum Jahr 1956 blieb es im Familienbesitz, dann musste es verkauft werden, da die Steuerlast zu hoch war. Ston Easton Park verfiel allmählich, bis der Herausgeber der Times, William Rees-Mogg, es übernahm und viel Geld in die Restaurierung des Hauses steckte. 1978 ging es in neue Hände über und wurde in ein Hotel umgewandelt.

Ston Easton Park ist ein 4*-Hotel und verfügt über lediglich 20 Zimmer, von den  Classic Rooms bis zu den State Rooms, wobei die Preise bei etwa £150 beginnen. Vor wenigen Tagen bekam ich ein Angebot des Hotels über £215 für Übernachtung, Frühstück und Abendessen; das ist im Vergleich zu anderen Country House Hotels recht günstig.

The Sorrel Restaurant, das eine Küche auf hohem Niveau in sehr schönen Räumlichkeiten bietet, zählt zu den besten in Somerset. Es stand bei meinem letzten Blogeintrag noch unter der Leitung des Küchenchefs Adam Cain, seine Stelle hat in diesem Jahr Martin Baker übernommen, der schon unter Gordon Ramsay und Marco Pierre White gearbeitet hat.

Das in palladianischem Stil gebaute Haus liegt am Rande des kleinen Dorfes Ston Easton an der A37 (Bristol-Shepton Mallet), westlich von Midsomer Norton (keine Verbindung zu Inspector Barnabys Midsomer County!).

Dieser Film vermittelt einen Eindruck von der Lage des Hotels und von seinen Räumlichkeiten.

Ston Easton Park
Nr. Bath
Somerset
BA3 4DF

Foto meines Hotelprospektes

Foto meines Hotelprospektes

 

Published in: on 16. August 2016 at 02:00  Comments (1)  
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Eastwell Manor Hotel in Boughton Lees bei Ashford (Kent)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eines meiner Lieblingshotels im Süden Englands ist das Eastwell Manor Hotel am Rande des Dörfchens Boughton Lees in der Nähe von Ashford in Kent. Es gehört zu den „Pride of Britain„-Hotels, einer Gruppe sehr guter, meist historischer Häuser.

Die Geschichte von Eastwell Manor geht bis in das 16. Jahrhundert zurück, als Richard Plantagenet, der Sohn Richards III, hier lebte. Das Hotel liegt inmitten eines ausgedehnten Parkgeländes mit einem wunderschönen italienischen Garten und einem Rosengarten. Da das Eastwell Manor ein beliebtes Hotel für Hochzeiten ist, kann es an einem Wochenende schon einmal sehr voll sein und es ist ratsam, bei einer Buchung danach zu fragen.

In der Eingangshalle ist in den Wintermonaten ein großer Kamin in Betrieb, der einen (jedenfalls für mich) sehr angenehmen Geruch verströmt, der im ganzen Hause zu spüren ist.
Die Räumlichkeiten des Manor Restaurants, in dem auch das Frühstück serviert wird, sind eindrucksvoll und haben große Fenster, durch die man einen schönen Blick auf den Park hat.

Wer auf Wellness Wert legt, findet direkt neben dem Hotel ein Spa mit Innen- und Außenpool, Sauna, Fitnessräumen und einen separaten Teil für Schönheitsbehandlungen.

Die Übernachtungspreise der 23 Zimmer und Suiten liegen im Bereich von rund 190 Euro für das einfache Standardzimmer bis ca 470 Euro für eine Suite. Am Wochenende liegen die Preise höher, am günstigsten ist eine Übernachtung von Sonntag auf Montag!

Ich bin bisher dreimal in dem Hotel gewesen und kann es für einen Aufenthalt in diesem Teil Kents nachdrücklich empfehlen. Es ist schnell vom Eurotunnel bzw. von den Fährhäfen zu erreichen.

Dieser Film mit Luftaufnahmen vom Hotel macht garantiert Appetit auf einen Aufenthalt in diesem Haus. Hier sind Innen- und Außenaufnahmen des Eastwell Manors zu sehen.

Eastwell Manor
Eastwell Park
Boughton Lees
Ashford
Kent
TN25 4HR

Die Einfahrt zum Eastwell Manor. Eigenes Foto.

Die Einfahrt zum Eastwell Manor.
Eigenes Foto.

In der schönen Gartenanlage. Eigenes Foto.

In der schönen Gartenanlage.
Eigenes Foto.

Published in: on 1. August 2016 at 02:00  Comments (2)  
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The Grafton Manor Hotel in Bromsgove (Worcestershire)

   © Copyright Martin Wilson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Wieder ein Hotel, in dem wir uns sehr wohl fühlten: Das Grafton Manor Hotel in Bromsgrove in der Grafschaft Worcestershire.
1567 wurde Grafton Manor vom Earl of Shrewsbury erbaut und hatte eine lebhafte Geschichte, bei der Skandale, der Gunpowder Plot und ein Duell einige der Höhepunkte bildeten. Wer es genauer wissen möchte, kann das auf der Homepage des Hotels nachlesen.

Die heutigen Besitzer sind die Mitglieder der Familie Morris, die das Haus nach dem 2. Weltkrieg übernahmen und es 1980 in ein Luxushotel umwandelten. John und June Morris machten das Haus zu dem, was es heute ist. Ihre Kinder Stephen und Nicola führen es weiter. Ein weiterer Sohn, Simon Morris, der der Küchenchef war, kann aus Krankheitsgründen nicht mehr im Betrieb arbeiten.
In der Küche steht Tim Waldron am Herd. Bei unserem Besuch, der schon einige Jahre zurückliegt, war es noch Simon, der eine besondere Vorliebe für die indische Küche hatte.

Grafton Manor ist sehr beliebt für Hochzeitsfeiern (es hat sogar einen eigenen Wedding dress shop), so dass man bei einem Wochenendbesuch immer vorher nachfragen sollte, ob das Hotel dann auch „hochzeitsfrei“ ist. Ja, die ganzen Webseiten werden von dem Thema „Hochzeiten“ regelrecht beherrscht. Ich hatte einige Male in englischen Hotels das „Pech“, in solche Feiern hineinzugeraten und da fühlt man sich als „normaler“ Gast oft ein wenig beiseite geschoben.

Die Übernachtungspreise im Grafton Manor Hotel sind erstaunlich niedrig; so bekommt man ein Standard-Doppelzimmer bei „booking.com“ schon ab 88 Euro, inklusive Frühstück. Auch die beiden Garden View und Lake View Suiten sind für nur 112 Euro erhältlich. In welchem anderen Country House Hotel gibt das noch?

Eine frühzeitige Reservierung ist ratsam, weil das Haus nur über 8 Zimmer und 2 Suiten verfügt.

Nach meiner Erfahrung mit dem Hotel kann ich es sehr empfehlen. Es liegt am südwestlichen Ortsrand von Bromsgrove, nur wenige Meter von der Autobahn M5 entfernt, von der ich bei meinem Besuch aber nichts hörte.

Grafton Manor Hotel
Grafton, Grafton Lane
Bromsgrove, Worcestershire
B61 7HA, England

Eigenes Foto des Hotelprospekts.

Foto  meines Hotelprospekts.

The National Restaurant Awards 2016

Restaurant des Jahres 2016: The Sportsman in Seasalter (Kent).   © Copyright Chris Whippet and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Restaurant des Jahres 2016: The Sportsman in Seasalter (Kent).
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Am 27. Juni wurden die National Restaurant Awards für das Jahr 2016 im Londoner Hurlingham Club vergeben. Restaurant Magazine ermittelt alljährlich die besten Restaurants des Landes mittels einer vielköpfigen Jury aus Journalisten, Köchen und Restaurantkritikern.  Hier sind sie nun, die diesjährigen Preisträger:

Platz 1: The Sportsman in Seasalter (Kent), ein schon seit Jahren immer wieder hochgelobtes Restaurant, in dem Stephen Harris am Herd steht.
Platz 2: Barrafina Adelaide Street in London, wo man erstaunlicherweise nicht reservieren kann. Eine kleine Tapasbar mit nur 29 Plätzen, die 2015 auf Platz 1 stand.
Platz 3: The Ledbury im Londoner Stadtteil Notting Hill. Das Restaurant hat auch zwei Michelin-Sterne und steht auf Platz 14 der World’s 50 Best Restaurants 2016. Chefkoch ist der Australier Brett Graham.
Platz 4: Hedone in der Chiswick High Road in London. War im vorigen Jahr auf Platz 60 der besten Restaurants der Welt. Am Herd steht der Schwede Mikael Jonsson.
Platz 5: Restaurant Nathan Outlaw in Port Isaac (Cornwall). Chefkoch Nathan Outlaw hat sich auf Meeresfrüchte spezialisiert und darf sich seit 2011 mit zwei Michelin-Sternen schmücken.

Erstaunlich, dass die berühmten Häuser The Fat Duck in Bray (Platz 68), The Waterside Inn in Bray (Platz 23), Restaurant Gordon Ramsay in London (Platz 35) und Dinner by Heston Blumenthal in London (Platz 34) so weit zurückliegen.

Es wurden am 27. Juni noch weitere Auszeichnungen vergeben:

Chef’s Chef of the Year: Philip Howard. Bis vor kurzem Koch im Londoner The Square.
Lifetime Achievement Award: Pierre Koffman, der zurzeit Koffman’s im The Berkeley Hotel im Londoner Knightsbridge leitet.
Highest New Entry: Piquet in der Nähe der Londoner Oxford Street. Schaffte es gleich auf Platz 7.
Highest Climber: Lake Road Kitchen in Ambleside (Cumbria). PLatz 15 für das Restaurant im Lake District.
The Service Award: The Clove Club in der Shoreditch Town Hall in London.

The Ledbury im Londoner Notting Hill.   © Copyright Roger Davies and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Ledbury im Londoner Notting Hill.
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Published in: on 30. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Das Criterion Restaurant am Londoner Piccadilly Circus

Author: Ikos. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Author: Ikos.
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Downton Abbey„-Fans erinnern sich bestimmt noch an die Szenen in der ersten Episode der vierten Staffel, als sich Lady Edith mit ihrem Liebhaber Michael Gregson in einem Londoner Restaurant verabredet, wo er ihr von seinem Plan berichtet, deutscher Staatsbürger zu werden, damit er sich von seiner Frau scheiden und Lady Edith heiraten kann.
Ihr Treffpunkt war das Criterion Restaurant am Piccadilly Circus, eine Londoner Institution seit 1874. Man geht hier nicht unbedingt hin, weil das Essen so herausragend ist, sondern weil die Räumlichkeiten so beeindruckend sind. Immerhin hat die Huffington Post das Criterion zu den „10 Most Historic Restaurants in the World“ gewählt. Hohe Decken, viel Marmor und Gold und schwere Vorhänge machen einen gediegenen Eindruck und da rückt bei manchem die Rolle und die Qualität des Essens in die zweite Reihe. Es gab in jüngster Zeit allerdings einige Probleme mit dem Restaurant. Nachdem Englands Starkoch Marco Pierre White das Criterion bis 2009 führte, übernahm es der georgische Unternehmer Irakli Sopromadze. Als eine drastische Mieterhöhung ins Haus stand, wurde das Restaurant Mitte 2015 geschlossen, aber im Dezember des Jahres wieder eröffnet, dieses Mal unter der Ägide der Mailänder Firma Savini, so dass das Etablissement jetzt Savini at Criterion heißt. Auf der Karte dominieren nunmehr italienische Gerichte und für Londoner Verhältnisse liegen die Preise nicht allzu hoch. Über die Qualität der angebotenen Speise gibt es unterschiedliche Beurteilungen der großen britischen Tageszeitungen.

Das Restaurant hat im Laufe seines Bestehens zahllose illustre Gäste bewirtet. Der Schriftsteller Herbert George Wells ging hier ein und aus, die Frauenrechtlerin Christabel Pankhurst nahm regelmäßig mit ihren Mitstreiterinnen den Afternoon Tea im Criterion ein, und der frühere Premierminister David Lloyd George und Winston Churchill waren hier oft anzutreffen.

Eine Plakette an einer Wand erinnert daran, dass an der Bar des Restaurants erstmals der Name Sherlock Holmes in Sir Arthur Conan Doyles Roman „A Study in Scarlet“ (dt. „Eine Studie in Scharlachrot“) erwähnt wurde, als nämlich Dr. Watson von seinem Freund Stamford erfährt, dass ein exzentrischer Mann einen Mitbewohner für seine Wohnung in der Baker Street sucht.

Direkt neben dem Restaurant liegt das gleichnamige Theater und so bietet das Criterion in der Zeit von 17 Uhr bis 19 Uhr und von 22 Uhr bis 23 Uhr für Theatergänger ein spezielles 2- Gang oder 3-Gang-Menü an. Den Afternoon Tea gibt es für £26.50, den Champagne Tea für £37.

Dieser Film zeigt das Restaurant, allerdings noch nicht unter der neuen Bewirtschaftung.

Criterion Restaurant
224 Piccadilly
London W1J 9HP

This work is in the public Domain.

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Published in: on 15. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Astor Grill – Ein neues Restaurant im Cliveden Hotel in Berkshire

Das imposante Cliveden House. Eigenes Foto.

Das imposante Cliveden House.
Eigenes Foto.

Über eines meiner Lieblingshotels in England, das Cliveden bei Taplow in Berkshire, habe ich in meinem Blog schon mehrfach geschrieben, über die Grand Hall, über Themse-Flussfahrten mit den Booten des Hotels und über das Buch „The Mistresses of Cliveden„.

Ich erinnere mich an ein sehr stimmungsvolles Abendessen im Hotelrestaurant an einem Winterabend mit Blick auf die glitzernden Lichter von Maidenhead.
Seitdem André Garrett die Position des Küchenchefs übernommen hat, sind im gastronomischen Bereich einige Veränderungen vorgenommen worden. Das bisherige Fine Dining-Restaurant „Waldo’s“ und „The Terrace“ wurden geschlossen, an deren Stelle kam „André Garrett at Cliveden„. Der Chefkoch hatte vorher im „Galvin at Windows“ gearbeitet, im 28. Stock des Londoner Hilton Hotels in Mayfair.

Am 8. April diesen Jahres eröffnete der „Astor Grill“ als weiteres Restaurant im Cliveden House, das ebenfalls von André Garrett betreut wird. In den ehemaligen Stallungen von Lord Astor, neben dem Haupthaus, ist dieses neue Restaurant untergebracht, an schönen Sommertagen steht die Terrasse auf dem Clocktower Courtyard zusätzlich zur Verfügung. Der Astor Grill ist täglich von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, so dass man hier einen Brunch, ein Mittag- oder Abendessen zu sich nehmen kann bzw. nachmittags den Afternoon Tea. Letzterer kostet £50 pro Person, wer noch etwas drauflegt, erhält für £73 den Cliveden ’66 Heritage Afternoon Tea, der zusätzlich den Cliveden ’66 Cocktail enthält, ein Champagnercocktail mit Taittinger 2008 und einem 24karätigem Goldblatt.

Wirft man einen Blick auf die Karte des Astor Grills so findet man dort einige Getränke und Speisen, die an die früheren Besitzer des Hauses, die Astors, erinnern. Als Aperitif gibt es einen Astor Fizz und eine Bloody Nancy, als Salat darf natürlich der berühmte Waldorf-Salat nicht fehlen und vom Grill darf man sich einen Astor Burger bestellen. Wer keine ganze Flasche Wein trinken möchte, kann unter 20 offenen Weinen wählen.

Ich habe das Cliveden mit all seinen Annehmlichkeiten, seinem exzellenten Service und seiner historischen Atmosphäre sehr genossen und kann es uneingeschränkt empfehlen, wenn man sich einmal etwas sehr Schönes gönnen möchte.

Astor Grill
Cliveden House
Taplow
Berkshire SL6 OJF

Der Clocktower, neben dem der Astoria Grill untergebracht ist. Eigenes Foto.

Der Clocktower, neben dem der Astor Grill untergebracht ist.
Eigenes Foto.

Published in: on 8. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Seckford Hall bei Woodbridge – Ein sehr empfehlenswertes, romantisches Hotel in Suffolk

Eigenes Foto

Seckford Hall ist eines meiner Lieblingshotels, in dem ich mehrfach gewohnt habe. Allein die Zufahrt  zu dem Haus, das aus dem 16. Jahrhundert stammt und das von einer Vielzahl von Kaminen dominiert wird, ist atemberaubend.
Seckford Hall liegt in Suffolk, wenige Gehminuten von Woodbridge entfernt.

32 Hotelzimmer gibt es im Hotel und im gegenüberliegenden Courtyard, darunter  einige sehr schöne Suiten wie z.B. der Tudor Room mit einem großen Four-Poster-Bett. Einige Möbelstücke, die früher einmal im Windsor Castle und im Buckingham Palace standen, haben jetzt in Seckford Hall ihre Heimat gefunden und in der getäfelten Lounge steht ein Stuhl auf dem Edward VII 1910 gestorben sein soll.

Seit meinem letzten Besuch hat sich im Restaurant-Bereich einiges getan. Das  Club Bar Restaurant gibt es nicht mehr und das Hauptrestaurant heißt jetzt „1530“ und ist „stylischer“ geworden.

Die Zimmerpreise beginnen bei etwa 165 Euro für ein Standard-Doppelzimmer mit Frühstück und für einen „Feature-Room“ bezahlt man ab 200 Euro; das ist im Vergleich zu vielen anderen Country House Hotels, in denen ich übernachtet habe relativ wenig.

Im Seckford Spa and Leisure Club finden sich ein Hallenbad, Fitnessgeräte und ein Schönheitssalon. Wenige Schritte vom Hotel entfernt, bietet der Seckford Golf Club dem sportlich Interessierten einen 18-Loch-Platz an.

Ich kann dieses Hotel, das über ein ausgeprägt angenehmes und ruhiges Ambiente verfügt,  jedem empfehlen, der das umliegende Constable Country besuchen möchte und einen zentralen Übernachtungsort sucht.

Seckford Hall Hotel
Woodbridge, Suffolk, IP13 6NU

Unser Zimmer mit eigener kleiner Terrasse. – Eigenes Foto

Eigenes Foto des Hotelprospekts.

 Foto meines Hotelprospekts.

Published in: on 18. Mai 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Alhambra Room im Rhinefield House Hotel bei Brockenhurst in Hampshire

With friendly permission of Hand Picked Hotels.

With friendly permission of Hand Picked Hotels.

Über meinen Besuch im Rhinefield House Hotel bei Brockenhurst im New Forest berichtete ich in meinem Blog vor einiger Zeit. Ich war von diesem einsam gelegenen Haus sehr angetan und kann einen Aufenthalt dort sehr empfehlen. Ein ganz besonderes Zimmer versteckt sich im Rhinefield House, das vor allem für private Abendessen für bis zu 12 Personen genutzt werden kann: The Alhambra Room, ein im maurischen Stil gehaltener, wunderschöner Raum, den man hier mitten im New Forest nicht erwartet hätte.

Rhinefield House wurde in den 1880er Jahren von Edward Lionel und Mabel Walker-Munro erbaut und der Alhambra Room war ein Geburtstagsgeschenk Mabels an ihren Mann, das an ihren gemeinsamen Aufenthalt während der Flitterwochen in Granada erinnern sollte, bei dem sie auch die berühmte Alhambra dort besichtigt und die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Der Raum war als Raucherzimmer konzipiert, in das sich die Herren nach dem Abendessen zurückziehen konnten. Der Architekt William Henry Romaine-Walker (1854-1940) hatte den Alhambra Room kreiert; er und Augustus E. Tanner waren auch für den gesamten Bau des Rhinefield House verantwortlich. Für diesen in England einzigartigen Raum verwendete Romaine-Walker u.a. venezianisches Glas, Onyx aus Persien und getriebenes Kupfer für die Wände. Überall finden sich Inschriften wie „There is no God but God and Mohammed is his Prophet“ und „The heavens and the earth testify to the magnificence of God“. Mosaike auf dem Boden wecken Erinnerungen an die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht.

Noch ein Wort zum Architekten William Henry Romaine-Walker. Seine Handschrift findet man zum Beispiel auch im Chatsworth House, wo er die Haupttreppe neu entworfen hat, und er baute das Danesfield House bei Marlow in Buckinghamshire, das seit 1991 auch als Hotel geführt wird (ich berichtete in meinem Blog darüber).

Das Rhinefield House Hotel im New Forest. Eigenes Foto.

Das Rhinefield House Hotel im New Forest.
Eigenes Foto.

Published in: on 12. Mai 2016 at 02:00  Comments (3)  
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The Lord Crewe Arms in Blanchland (County Durham)

Mein Place mat.

Mein Placemat.

Das erste Mal wurde ich auf The Lord Crewe Arms in Blanchland aufmerksam, als ich in einem National Trust Shop in York ein Set mit Placemats kaufte. Auf einem der sechs Untersetzer war eine Abbildung des alten Gasthofs zu sehen, die mich gleich faszinierte.

Blanchland liegt ziemlich abgelegen am Rande der Pennines im County Durham an der B6306, ein sehr hübsches Dorf mit mittelalterlichem Charakter, das früher einmal von der Blanchland Abbey dominiert wurde, von der noch Reste vorhanden sind wie das Abbey Gatehouse. Dort, wo im 12. Jahrhundert einmal die Priory stand, befindet sich heute The Lord Crewe Arms, benannt nach einem Bischof in Durham namens Lord Crewe. In dem alten Haus gibt es jede Menge „nooks and crannies“, u.a. einen riesigen begehbaren Kamin in der Küche, der auch heute noch für die Zubereitung von Speisen genutzt wird und in dem sich ein „priest hole“ verbirgt.
In zwei Restaurants wird das Essen serviert: Im Bishop’s Dining Room und in The Larders. Einst war das Haus nur ein normaler Country Pub, der „pub grub“ servierte, doch seitdem The Lord Crewe Arms von der Calcot Hotelgruppe übernommen wurde, hat sich hier einiges geändert. £1.5 Millionen wurden investiert und es entstand ein luxuriöses Hotel mit einer sehr guten Küche. Simon Hicks ist der Küchenchef, der zuvor in London gearbeitet hatte. Die Karte bietet viele regionale Spezialitäten an wie wildwachsenden Knoblauch vom Blagdon Estate, Makrelen aus der Embleton Bay in Northumberland oder Shrimps aus der Morecambe Bay. Drinks werden in der wunderschönen Gewölbebar serviert.

21 Zimmer und Suiten, jeder Raum individuell gestaltet, stehen für Übernachtungen zur Verfügung. Es ist beinahe überflüssig es zu erwähnen: Auch The Lord Crewe Arms hat einen Hausgeist: Es soll sich dabei um Dorothy Forster handeln, die Nichte des Bischofs von Durham, die ihren Bruder Tom aus dem Gefängnis befreit und ihn hier in Blanchland versteckt hatte, bevor dieser ins Exil nach Frankreich floh. Dorothy, so heißt es, wartet noch immer auf die Rückkehr ihres geliebten Bruders, hier im Hotel.

Hier ist ein Film von der Wiedereröffnung des Hotels, nachdem es von der Calcot Gruppe übernommen und renoviert worden war.

Wer sich für The Lord Crewe Arms interessiert: Blanchland liegt am River Derwent, südwestlich des Derwent Reservoirs. Der nächste größere Ort ist Consett.

Lord Crewe Arms
The Square
Blanchland
Consett
County Durham
DH8 9SP

The Lord Crewe Arms in Blanchland.   © Copyright Pauline E and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Lord Crewe Arms in Blanchland.
    © Copyright Pauline E and
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Das Abbey Gate House in Blanchland.   © Copyright Andrew Curtis and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Abbey Gate House in Blanchland.
    © Copyright Andrew Curtis and
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The Square in Blanchland.   © Copyright Jo Turner and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Square in Blanchland.
    © Copyright Jo Turner and
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Rushton Hall Hotel in Rushton (Northamptonshire)

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Es gibt viel reizvolle Country House Hotels in ganz England, von denen ich in meinem Blog über die Jahre einige vorgestellt habe. Ein besonders schönes Exemplar dieser Spezies ist das Rushton Hall Hotel in der Grafschaft Northamptonshire. Über die Triangular Lodge auf dem Gelände des Hotels habe ich in einem früheren Blogeintrag schon einmal geschrieben. Rushton Hall ist ein geschichtsträchtiges Haus; es gehörte eine lange Zeit der Familie Tresham. Thomas Tresham (1534-1605) war der Erbauer der Triangular Lodge, doch es war sein Sohn Francis Tresham (1567-1605), der in die Geschichtsbücher eingegangen ist, denn er war einer derjenigen, die den Gunpowder Plot zu verantworten hatten, durch den das Parlament in London in die Luft gesprengt werden sollte.
Im 19. Jahrhundert gehörte Charles Dickens zu den gern gesehenen Hausgästen auf Rushton Hall, und er soll in seinem Roman „Great Expectations“ (dt. „Große Erwartungen“) den Landsitz Haversham Hall nach dem Vorbild Rushton Hall gezeichnet haben.

Nach mehrfachen Besitzerwechseln gelangte Rushton Hall im Jahr 2003 in die Hände von Valerie Hazelton, die das Haus restaurierte und als 4**** Hotel eröffnete. Wer dort einmal eine Nacht verbringen möchte, der muss nicht ganz so tief in die Tasche greifen wie das bei einigen anderen Country House Hotels der Fall ist. Der Classic Bedroom wird hier bereits ab £170 angeboten, die Four Poster Bedrooms dagegen liegen schon bei ca £400.

Verantwortlich für das Fine Dining Restaurant von Rushton Hall, das mit drei AA-Rosetten ausgezeichnet worden ist und zu den besten von Northamptonshire gehört, ist Küchenchef Adrian Coulthard. In seinem Tresham Restaurant bekommt man abends zum Beispiel ein saisonales Dreigangmenü für £55.

Im Stableyard Spa kann man sich aus zahlreichen Wellnessangeboten das passende aussuchen oder im Hallenbad einige Runden schwimmen.

Rushton Hall liegt nördlich von Kettering zwischen der A6 und der A43 am westlichen Ortsrand von Rushton. Die Zufahrt erfolgt durch zwei Torhäuser von der Desborough Road aus.

Dieser Film zeigt das Country House Hotel von innen und von außen.

Rushton Hall Hotel
Desborough Rd
Rushton, Kettering NN14 1RR

 

 

Published in: on 8. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Lygon Arms Hotel in Broadway (Worcestershire) – Ein Update

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Über das Lygon Arms Hotel (hier der Link zur momentan noch aktuellen Homepage) in dem hübschen Cotswolds-Dorf Broadway in Worcestershire habe ich vor längerer Zeit in meinem Blog schon einmal geschrieben. Da sich die Eigentumsverhältnisse hier ständig verändert haben, greife ich das Thema erneut auf und aktualisiere meinen Blogeintrag.

Der Bilderbuchort Broadway in den Cotswolds ist manchmal in der Hauptreisezeit sehr überlaufen. Doch wenn die ganzen Tagestouristen und Reisebusse den Ort verlassen haben, kehrt wieder Ruhe ein.

Ein sehr schönes Hotel, um diese Ruhe auch genießen zu können, ist das Lygon Arms Hotel, direkt im Zentrum von Broadway gelegen. Ich habe vor längerer Zeit zweimal in diesem Hotel gewohnt und war beide Male sehr angetan vom Ambiente, vom Service und auch vom Restaurant.

Das Haus stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde wie die meisten Gebäude in Broadway aus dem honigfarbenen Stein gebaut, der für die Region typisch ist. Oliver Cromwell übernachtete hier, bevor er 1651 in die Schlacht bei Worcester zog, und auch Charles I war schon Gast in dem Haus.

Das Hotel verfügt in einem Anbau über ein wunderschönes Spa mit einem beindruckenden Hallenbad. Das Hauptrestaurant „The Great Hall“ mit Tonnengewölbe und Galerien gehört für mich zu den schönsten Englands.

Ich kenne das Lygon Arms noch, als es zu der Savoy-Gruppe gehörte und erstklassig geführt wurde. Nach dem Verkauf wechselte das Haus leider mehrfach seine Besitzer, was ihm nicht gut bekam. Übernommen wurde es zuerst von der spanischen Barcelo-Gruppe, die weltweit, aber überwiegend in spanischsprachigen Ländern agiert. Barcelo zog sich im Jahr 2012 aus Großbritannien komplett zurück und so kam das Lygon Arms in den Besitz der Puma Hotels. Zwei Jahre später wurde die Hotelgruppe in The Hotel Collection umbenannt, zu der u.a. auch das Imperial Hotel in Torquay und das Imperial Hotel in Blackpool gehören. Mitte des vorigen Jahres fand eine erneute Umstrukturierung der Gruppe statt; neue Häuser kamen dazu, andere wurden abgestoßen. The Lygon Arms litt unter einem Investitionsstau, der exzellente Ruf, als es noch zur Savoy Group gehörte, war dahin, und es war kein Mitglied mehr der Small Leading Hotels of the World.
Doch jetzt scheint es wieder aufwärts zu gehen, denn vor wenigen Tagen wurde das 78-Zimmer-Haus von den beiden Brüdern Ian und Richard Livingstone übernommen, die bereits mit dem Cliveden Hotel bei Taplow in Berkshire und dem Chewton Glen Hotel in New Milton in Hampshire zwei der besten Häuser in ganz Großbritannien besitzen. Jetzt wird bestimmt großzügig hier in Broadway investiert werden, und ich freue mich für das Lygon Arms, dass es zumindest wieder auf den früheren hohen Standard gehoben wird, wenn nicht noch höher.

Das Buch zum Artikel:
Alison R. Ridley and Curtis F. Garfield: The Story of the Lygon Arms. Porcupine Enterprises 1992. 218 Seiten. ISBN 0-9621976-1-0.

Eigenes Foto.

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Published in: on 11. Februar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Top 5 Gastropubs des Jahres 2016

Vor wenigen Tagen wurden die besten 50 Gastropubs des Jahres ausgezeichnet, von den ich die Top 5 kurz vorstellen möchte. Die spanische Brauerei Estrella Damm aus Barcelona war in diesem Jahr, in Zusammenarbeit mit The Publican’s Morning Advertiser, der Sponsor für die Preise.

Platz 1: The Sportsman bei Seasalter an der Nordküste von Kent.

Das ist keine Überraschung, da das Restaurant bereits im Vorjahr Sieger war und in den beiden Jahren davor den zweiten Platz eingenommen hatte. Seit acht Jahren schon ist Chefkoch Stephen Harris Inhaber eines Michelin-Sterns, und er scheint immer besser zu werden. The Sportsman liegt ziemlich abgelegen inmitten von Wiesen, auf denen Schafe grasen, an der Faversham Road. Dieser Film lässt dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenlaufen.

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Platz 2: The Pipe & Glass Inn in South Dalton (East Yorkshire).

Auch Chefkoch James Mackenzie hat seit 2010 einen Michelin-Stern und arbeitete früher in der Nummer 3 der diesjährigen Liste, dem Star in Harome (North Yorkshire). Er zelebriert in seinem Restaurant traditionelle Yorkshire-Gerichte, aber mit einem besonderen „Touch“, der ihn unter die diesjährigen Top 5 gebracht hat. Dieser Film zeigt einen typische Arbeitstag im Pipe & Glass Inn, der nur wenige Kilometer nördlich der Kathedralenstadt Beverley liegt.

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Platz 3: The Star Inn in Harome (North Yorkshire).

Und noch ein Etablissement im Norden des Landes. Ich bin einige Male an diesem wunderschönen Haus vorbeigefahren, habe aber leider die Küche noch nicht probiert. Andrew Pern ist der Besitzer und Chefkoch in einer Person; er hat noch ein weiteres Restaurant in York, The Star Inn The City in der Museum Street. Hier ist ein Film über den Gasthof.

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Platz 4: The Coach in Marlow (Buckinghamshire).

In der sehenswerten Stadt Marlow an der Themse gibt es seit 2014, neben dem 2-Sterne-Haus Hand & Flowers, unter der gleichen Regie von Tom Kerridge einen weiteren hochangesehenen Gasthof, The Coach, in dem Nick Beardshaw am Herde steht, vormals Hand & Flowers. In dem ehemaligen chinesischen Restaurant Coach and Horses an der Ecke High Street/West Street kann man sowohl exzellent essen, aber, wenn man möchte, sich auch nur mit einem Pint begnügen.

Platz 5: The Pony & Trap in Chew Magna (Somerset).

Seit 2011 hält Josh Eggleton seinen Michelin-Stern fest und wird ihn sicher auch nicht mehr abgeben. Zusammen mit seiner Schwester Holly führt Josh Eggleton das Haus, ist bereits im Fernsehen aufgetreten und hat ein Buch geschrieben. Bristol, Bath und Wells sind nicht weit, so ist immer wieder für eine gutbetuchte Klientel gesorgt.

Published in: on 31. Januar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar