Ettington Park Hotel in Warwickshire – Revisited 2019

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Vor kurzem verbrachte ich wieder einmal drei Tage im Ettington Park Hotel bei Alderminster in Warwickshire, ein idealer Ausgangspunkt für Besuche in der Shakespeare-Stadt Stratford-upon-Avon, für diejenigen, denen es dort zu trubelig ist. In meinem Blog berichtete ich vor einigen Jahren über meine bisherigen Erfahrungen mit diesem Hotel. Dieses Mal gefiel mir alles besser und ich fühlte mich hier sehr wohl. Bei der Ankunft erfuhren wir, dass während unseres Aufenthaltes eine Hochzeitsmesse stattfinden würde, die aber nicht wirklich störte, abgesehen davon, dass die Parkplätze restlos belegt waren. Nach dem freundlichen Empfang an der Rezeption wurden wir auf unser Zimmer geführt; wir hatten die Shakespeare-Suite (Zimmer 49) im ersten Stock gebucht, die uns sehr gut gefiel. Auf dem Bett erwartete uns ein Stoff-Elch, dem das Hotel die Aufgabe übertragen hatte, dafür zu sorgen, dass die Gäste ungestört bleiben konnten, indem sie ihn vor die Tür stellten (anstelle des Schildes „Do not disturb“). Da wir aber gleich merkten, dass unser Elch lieber im Bett bleiben würde, als sich nachts auf den harten Boden vor die Tür zu legen, behielten wir ihn auch im Bett. Der Blick von unserer Suite ging auf die Ruine der Kapelle hinaus und auf das satte Grün des Rasens.

Das Frühstück und das Abendessen werden sowohl im Oak Room als auch in der Library serviert. Die Bibliothek ist mein Lieblingsraum im Hotel, wunderschön eingerichtet mit einem großen Kamin und darüber liegenden Buntglasfenstern. Hier gibt es eine Geheimtür und es wird die Geschichte erzählt, dass immer wieder ein ganz bestimmtes Buch aus dem Regal fällt, das mit den selben aufgeschlagenen Seiten auf dem Boden liegen bleibt. Ettington Park gilt als das „most haunted hotel in England„, in dem 21 Geister umgehen sollen (in Zimmer 6 spukt es ganz besonders).
1963 wurden die Außenaufnahmen des Gruselfilms „The Haunting“ (dt. „Bis das Blut gefriert“) hier gedreht.

In unserer Shakespeare-Suite hatten wir keine Störungen durch Geister, vielleicht hat der Stoff-Elch dafür gesorgt.

Ich kann das Hotel jetzt nach dem dritten Aufenthalt vorbehaltlos empfehlen. Nach Möglichkeit sollte man lieber eine der Suiten buchen, das Standardzimmer bei unserem vorletzten Aufenthalt gefiel mir nicht so gut.
Zu den Übernachtungspreisen: Es spielt eine große Rolle, wann man hier wohnt; so zahlten wir für unsere Suite von Samstag auf Sonntag  £379, von Sonntag auf Montag £219, jeweils mit Frühstück.

Ettington Park Hotel
Alderminster
Stratford-upon-Avon
Warwickshire 
CV37 8BU

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Unsere Shakespeare-Suite.
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Unser Bettgenosse.
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Eine etwas unheimliche Abendstimmung.
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Published in: on 20. Mai 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Thornbury Castle Hotel revisited 2019

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Nach wie vor ist das Thornbury Castle in Thornbury (South Gloucestershire) mein absolutes Lieblingshotel in England. Mein allererster Blogeintrag vor mehr als neun Jahren galt diesem Hotel und im Laufe der Zeit habe ich mehrfach über diese wunderschöne, romantische Burg geschrieben. Für mich ist ein Englandurlaub eigentlich erst perfekt, wenn ich einige Tage in dem Hotel nördlich von Bristol verbracht habe.

Im März wohnte ich wieder einmal drei Tage und Nächte in dem alten Gemäuer, zum achten Mal, in dem schon Heinrich VIII und Anne Boleyn einige Zeit residierten. Die jungen Damen an der Rezeption empfingen uns sehr freundlich, und wir wurden in unsere „bedchamber“ geführt, dieses Mal war es „Henry VIII“ (die Zimmer haben hier keine Nummern, sondern Namen), in diesem waren wir noch nicht. Der Zugang erfolgte über eine sehr steile Treppe, für Menschen mit Gehschwierigkeiten wäre das nichts. Ein großes Himmelbett sorgte für die entsprechende Atmosphäre in dem Raum, in dem wir uns sofort wohlfühlten.

Nach dem Abendessen zeigte uns auf meinen Wunsch hin, die Dame an der Rezeption die Tower Suite ganz oben in der Burg, die über mehr als 70 Stufen zu erreichen ist. Hier steht also Englands größtes Hotelbett, mit einer Breite von drei Metern, in dem eine ganze Familie unterkommen kann (was auch hin und wieder wahrgenommen wird).

Um noch einmal auf das Abendessen zurückzukommen: Der Küchenchef, Andrew Chan, ist großartig und zaubert hervorragende Gerichte auf den Teller (seine Vorgänger hatten doch einige Schwächen). Er hatte schon früher im Castle gearbeitet, kam dann wieder als Head Chef zurück. Auch im Restaurant trafen wir auf freundliches, kompetentes Personal.

Während unseres Aufenthaltes nahmen wir erstmalig an einer Burgführung teil, die auf Wunsch von Valerie vorgenommen wird, die früher an der Rezeption gearbeitet hat und das Hotel in und auswendig kennt. In der Lounge erzählte sie von der Geschichte des Thornbury Castles und führte uns durch das Haus und durch die schönen Tudorgärten, die von Kate, der Chefgärtnerin gepflegt werden, die wir auch kennenlernten und die mit Begeisterung von ihrer Aufgabe sprach.

Wer in der Zeit von Mai bis September hier wohnt, kann am „Dining in the Dungeon“ teilnehmen, an einem Abendessen bei Kerzenlicht, dass in dem ehemaligen, aus dem 16. Jahrhundert stammenden Kerker serviert wird, allerdings nur für Gruppen von sechs bis acht Personen (ein Mindestumsatz von £300 ist erforderlich). Dort ist auch der Weinkeller untergebracht, in dem, neben vielen anderen Flaschen, Wein aus eigenem Anbau lagert, dem Thornbury Castle Wein, den wir im Restaurant probieren konnten.

Nach drei Übernachtungen haben wir schweren Herzens unser Lieblingshotel wieder verlassen, das wir mit Sicherheit bald wieder aufsuchen werden (vielleicht dann in der Tower Suite).

Thornbury Castle
Castle Street
Thornbury, South Gloucestershire, BS35 1HH

Unsere Henry VIII Bedchamber.
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Unser Lieblingsplatz in der Lounge.
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Thornbury Castle vom angrenzenden Kirchhof aus gesehen.
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Published in: on 7. April 2019 at 02:00  Comments (2)  
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The Manor Country House Hotel in Weston-on-the Green (Oxfordshire) – Ein Hotel mit viel Potential, das leider nicht genutzt wird

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Mich interessierte schon seit langem das Manor Country House Hotel in Weston-on-the Green in der Nähe von Bicester in Oxfordshire, das früher einmal im Johansen Hotelführer gelistet war. Jetzt habe ich es in der letzten Woche ausprobiert…und war maßlos enttäuscht. Das sehr schön anzusehende historische Haus liegt in einer ebenso schönen Park- und Gartenanlage und hat sehr viel Potential, das leider nicht ausgeschöpft wird.
Als wir das Hotel gegen 16.30 Uhr erreichten, wurde mir mitgeteilt, dass unsere reservierte Manor Suite noch nicht bezugsbereit ist und wir noch einige Minuten warten müssten. Ich holte mittlerweile das Gepäck aus dem Auto und brachte es durch den ziemlich schmutzigen Eingang ins Foyer. Nach einiger Zeit schnappte sich der Rezeptionist unser Gepäck, stellte es vor die Tür unseres Zimmers und verschwand sofort wieder. Er schloss die Tür nicht auf, stellte unseren Koffer nicht auf die dafür vorgesehene Ablage und zeigte uns nicht die aus mehreren Zimmern bestehende Suite; das habe ich bisher noch nie in einem Hotel erlebt.
Die Manor Suite war riesig groß und machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Leider erwiesen sich die Räume als sehr kalt, im Badezimmer gab es überhaupt keine Heizung und trotz aller Bemühungen gab es weder im Waschbecken noch in der Badewanne heißes Wasser. An Haarewaschen war also nicht zu denken.
Wir gingen nach dem Check-In in die Bar, um einen Drink zu uns zu nehmen. Die Bar war verwaist, weit und breit war kein Mensch zu sehen. Nach mehrfacher Betätigung der Klingel auf dem Bartresen, kam jemand, der meine Frage nach einer Getränkekarte verneinte, die gäbe es nicht. Wir tranken einen Sherry in der ungemütlichen Bar, die aus zusammengewürfelten Möbeln bestand.

Zum Abendessen gingen wir in das schön anzusehende Restaurant Baron’s Hall mit ebenso schön gedeckten Tischen, das aber leider eiskalt war. Der Ober, es war wieder der Rezeptionist vom Check-In, brachte uns die „Karte“, die aus einem laminierten Blatt bestand, meines mit einem Fleck versehen. Es gab einige Vorgerichte, Hauptgerichte und Desserts, auf der Rückseite fand ich Pizza und Burger. Wie bitte? Pizza in einem Country House Hotel? Die überschaubare Weinkarte, ebenfalls nur ein laminiertes Blatt, wurde uns mit der Bemerkung überreicht, dass nicht mehr alle verzeichneten Weine verfügbar wären. Meine Wahl fiel auf einen Sauvignon Blanc aus Neuseeland, den der Ober mit den Worten „You are lucky“ an den Tisch brachte. Und dann begann die Katastrophe: Mein „Starter“, eine Pastete, war eigentlich kaum genießbar und wurde auf steinhartem Brot serviert. Meiner Frau erging es mit ihrem Vorgericht nicht besser. Mein Hauptgang, Hähnchenbrust, war mit hartem Gemüse umlegt, ebenso ungenießbar. Als ich den Ober auf die „Qualität“ des Abendessens aufmerksam machte, sagte er nur, er würde meine Beschwerde an die Küche weiterleiten. Von dort hörte ich nichts, keine Entschuldigung. Dafür waren die lautstarken Unterhaltungen aus der Küche in unserem Zimmer zu hören, die direkt darunter lag. Wir verzichteten auf Dessert und Digestif und gingen in unsere kalte Suite zurück.

Das Frühstück am nächsten Morgen war bis auf den metallisch schmeckenden Orangensaft okay. Als ich beim Check-Out gefragt wurde, ob ich mit dem Aufenthalt im Hotel zufrieden war, musste ich das natürlich verneinen und wies noch einmal auf das katastrophale Abendessen hin, das mir die freundliche Dame an der Rezeption dann von der Rechnung nahm. Sie wollte, dass wir nicht mit einem „bad feeling“ das Haus verließen. Das war die einzige freundliche Geste, die wir im Manor Country House Hotel erlebten, das wir in Zukunft nicht mehr aufsuchen werden.

Das Schlafzimmer unserer Manor Suite.
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Das Wohnzimmer.
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Die Baron’s Hall (leider ist das Foto unscharf geworden).
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Die Gartenanlage.
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Published in: on 19. März 2019 at 02:00  Comments (6)  
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The George Hotel in Stamford (Lincolnshire)

Wie alt genau „The George“ in Stamford ist, weiß keiner so genau. Die Schätzungen gehen von 900 bis zu 1000 Jahren aus. Der frühere Gasthof war eine Station auf der Strecke von London nach York und unzählige Kutschen hielten hier an, um die Pferde zu wechseln und ihren Passagieren eine Ruhepause auf der langen Fahrt zu gönnen.

„The George“ brüstet sich damit, dass in seiner langen Geschichte lediglich ein Mord in seinen Mauern stattgefunden hat und dass Sir Walter Scott das Gasthaus mehrfach aufgesucht hat.

Ich selbst habe im Gegensatz zu Sir Walter nur zweimal hier gewohnt und beide Male war ich mit dem Hotel und vor allem auch seinem Restaurant sehr zufrieden. Man kann zwischen dem Oak Room Restaurant und dem Garden Room Restaurant wählen; ersteres ist das Hauptrestaurant, das andere ist ganztägig geöffnet und informeller.

Es gibt sehr schöne Zimmer im „George“; die einfacheren Doppelzimmer sind ab £225 zu haben, die schöneren Four-Poster-Rooms beginnen bei £305.

Hier ist ein Film über das Hotel.

Stamford ist eine sehr schöne alte Stadt, dicht an der A1 gelegen und hat als Besonderheit das schönste elisabethanische Haus Englands zu bieten, Burghley House.

Siehe auch meinen Blogeintrag über Stamford als Drehort für Filme.

Weihnachten im The George.
Photo © Richard Humphrey (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 21. Februar 2019 at 02:00  Comments (1)  
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The Bear Hotel in Woodstock (Oxfordshire)

Wenn man den Namen Woodstock hört, denkt man auch gleichzeitig (nein, nicht an das Festival von 1969, das war im US-Bundesstaat New York) an den Blenheim Palace, den Geburtsort Sir Winston Churchills, einen riesigen Palast mit genauso riesigen Parkanlangen. Die meisten Touristen, die nach Woodstock kommen, sind auch in erster Linie wegen dieses sehenswerten Hauses hier. Wenn die ganzen Menschenmassen am späten Nachmittag wieder abgezogen sind, wird es ruhiger in der kleinen Stadt, und der Charme des Ortes, der 12 km nördlich von Oxford liegt, offenbart sich wieder.

Als Übernachtungsmöglichkeit bietet sich in erster Linie The Bear Hotel in der Park Street an, eine alte Postkutschenstation aus dem 13. Jahrhundert. Das Haus gehört zu den Macdonald Hotels (ich berichtete bereits über The Compleat Angler in Marlow und über The Randolph in Oxford, die auch zu der Gruppe gehören). Das efeuumrankte 4*-Hotel ist etwas für Romantiker: Hier gibt es große offene Kamine, uralte Eichenholzbalken, Zimmer mit Himmelbetten… und natürlich Hausgeister, wie sollte es in in so einem alten Haus auch anders ein. Ja, The Bear wird sogar als eines der „most haunted hotels“ in ganz Großbritannien genannt.

54 Zimmer gibt es im Haus, vom einfachen Classic Room bis zu den großen Suiten. Die Preise liegen etwa zwischen £100 (Bed and Breakfast) und £300 (Feature Suite mit Dinner, Bed and Breakfast). Das Restaurant heißt einfach nur The Restaurant (früher The Silk Glove), hat zwei AA-Rosetten und bietet klassische englische Küche.  

Zahlreiche Prominente sind in The Bear abgestiegen, darunter die ehemaligen Premierminister Edward Heath und Harold Wilson und die Schauspieler Elizabeth Taylor und Richard Burton, die sich in den 1960er Jahren in der Marlborough Suite vergnügten, die man auch heute noch buchen kann.

In diesem Film wird The Bear vorgestellt.

The Bear Hotel
Park Street
Woodstock
OX20 ISZ

 

Published in: on 13. Februar 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Quo Vadis – Ein Restaurant im Londoner Soho-Viertel mit einer interessanten Vergangenheit

Eingerahmt von einer Pizzeria und einem Stripclub findet man in der Londoner Dean Street im Vergnügungsviertel Soho ein Restaurant namens Quo Vadis. Im Sommer kann man unter einer Markise hier im Freien essen, obwohl das eher kein Vergnügen ist, fließt doch der Autoverkehr hautnah an den Tischen vorbei.

1926 wurde Leoni’s Quo Vadis von dem Italiener Pepino Leoni gegründet, der eine Menge Geld in sein Restaurant steckte, das für ihn sein Ein und Alles war. Man ging gern zu Pepino, um bei ihm italienische Gerichte zu essen und er war allseits beliebt. Dann traf ihn im Jahr 1940 zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wie der Blitz seine Internierung als Volksfeind, da in diesem Jahr Italien in den Krieg eingetreten war. Nichts hatte er sich zu Schulden kommen lassen, er hatte niemals irgendwelche Aussagen getroffen, die ihn als Feind des britischen Volkes auswiesen. Er war lediglich der Besitzer eines beliebten Restaurant in der Dean Street. Verständlich, dass Pepino wütend auf die britischen Behörden war. Nach Kriegsende kehrte er nach Soho zurück und verstärkte seine Anstrengungen, um sein Quo Vadis zu einem der besten Restaurants des Viertels zu machen, was ihm auch gelang.

Noch einmal erzürnte eine Maßnahme den Italiener, und zwar wurde an der Fassade seines Restaurants eine blaue Plakette angebracht mit der Inschrift „Karl Marx 1818-1883 lived here 1851-1856„. Gerade an den Mann, der Pepinos wohlhabende Klientel zum Teufel jagen wollte, sollte mit der Plakette erinnert werden, das war Geschäftsschädigung in den Augen des Restaurateurs. Aber Pepino überlebte auch diesen „Schicksalsschlag“.

Nachdem der Italiener gestorben war, wechselte Quo Vadis den Besitzer. Eine Zeit lang gehörte es dem umstrittenen Sternekoch Marco Pierre White und dem ebenso umstrittenen Künstler Damien Hirst. Heute erinnern noch zwei private Speiseräume an die Vergangenheit des Restaurants: Der Marx Room und der Leoni Room. Seit 2012 ist der gebürtige Schotte Jeremy Lee Küchenchef im Quo Vadis, der „British fare“ auf seine Fahnen geschrieben hat.

Quo Vadis
26-29 Dean Street
Soho
London W1D 3LL

Published in: on 31. Januar 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Skindles – Ein ehemaliges Hotel in Maidenhead und seine Wiederauferstehung als Brasserie

Für viele Jahre ein Schandfleck an der Themse in Maidenhead, das verbarrikadierte ehemalige Skindles Hotel.
Photo © Kevin White (cc-by-sa/2.0)

Londoner, die ihre außerehelichen Beziehungen pflegen wollten, fuhren gern nach Brighton an die Südküste, wo es viele verschwiegene Hotels gab und noch immer gibt. Für die, die nicht so weit fahren wollten, war das Skindles Hotel in Maidenhead (Berkshire) eine Alternative. Viele Pärchen buchten hier gern ein Zimmer, möglichst mit Blick auf die Themse, die direkt am Hotel vorbei fließt, aber der Ausblick stand nicht im Mittelpunkt des Aufenthaltes der Fremdgänger und Fremdgängerinnen.

Die ehemalige Kutschenstation wurde 1833 von William Skindle als Hotel eröffnet und erfreute sich bald großer Beliebtheit, die bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts anhielt. Größen aus Politik und dem Showbusiness gaben sich die Klinke in die Hand. Zeitweilig war es in den 1920 und 1930er Jahren ein Treffpunkt für berühmte Motorsportler, später dann, in den 1950er Jahren, traf man sich gern im Skindles zum Teetrinken und zum Tanzen.  Bette Davis und die Marx Brothers zählten zu den Gästen.

1978 wurde das Skindles in einen Nachtclub umgewandelt, mit ebenso großem Erfolg, denn nach wenigen Jahren hieß es, dass das Studio Valbonne, so der Name, wäre der beste Nightclub der Welt, in den es u.a die Rolling Stones, John Lennon und Yoko Ono und Prinzessin Margaret zog. Alles lief also bestens, bis es in den 1990er Jahren vorbei mit dem Spektakel war. Das Skindles schloss seine Pforten für immer, wurde mit Brettern vernagelt und gammelte vor sich hin, ein Jammer bei dieser wunderschönen Lage, neben der Themsebrücke an der A4, der Bath Road.

Im Oktober 2015 kamen schließlich Baufahrzeuge, die den ganzen Komplex abrissen, um darauf eine elegante weiträumige Wohnanlage zu bauen, die Taplow Riverside Homes & Apartments. Nichts mehr erinnert an das einstmals so beliebte Hotel…bis auf eine Brasserie, die den Namen Roux at Skindles trägt und im Oktober 2018 an der Stelle eröffnet wurde, wo das Hotel stand. Der Name Roux ist in der Gourmetszene Englands ein Begriff, denn Michel Roux und sein Sohn Alain betreiben ein Stück weiter die Themse entlang in Bray das 3*Sterne Restaurant und Hotel Waterside Inn, eines der besten Englands.
Das Roux at Skindles hat deutlich niedrigere Preise als der Waterside Inn und bietet vom Frühstück über Mittagessen, Afternoon Tea bis zum Abendessen alles an, was die Bewohner von Maidenhead sich wünschen, ohne allzu tief in die Tasche greifen zu müssen, aber trotzdem bei den berühmten Rouxs speisen zu können. Außer Montag ist die Brasserie täglich geöffnet.

Roux at Skindles
Mill Lane
Taplow
Maidenhead SL6 OAG

Hier an der Maidenhead Bridge lag das berühmte Hotel.
Photo © Nigel Cox (cc-by-sa/2.0)

The Waterside Inn in Bray.
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Published in: on 13. Januar 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Rose & Crown in Bainbridge (North Yorkshire)

AD 1445 steht über der Eingangstür des Rose & Crown Hotels und Pubs am Ortseingang von Bainbridge in North Yorkshire. Bainbridge liegt an der A684, mitten im Yorkshire Dales National Park. Das hübsche Haus, „The Pride of Wensleydale“, gehört mit zu den ältesten Hotels/Pubs in der Grafschaft und war früher einmal eine Kutschenstation. Dass wir uns hier in einem Country Pub befinden, sagt schon das vor dem Haus aufgestellte Schild „Dirty boots and muddy paws very welcome any time“. In den drei Bars kann man u.a. Biere der Black Sheep Brewery in Masham probieren; es ist aber ein Free House, also an keine Brauerei gebunden. Es gibt ein hübsch eingerichtetes Restaurant und einige Zimmer mit Übernachtungspreisen von ca £70 bis £80.

Über eine Besonderheit verfügt The Rose & Crown, das Bainbridge Forest Horn, das in einer Glasvitrine untergebracht ist. Leider wird die Tradition des „hornblowing“ zur Zeit nicht weitergeführt. Vor sehr langer Zeit war Bainbridge vom Forest of Wensleydale umgeben, einem weitläufigen dichten Waldgebiet. Jeden Abend vom 27. September bis zum Shrove Tuesday, also dem Faschingsdienstag, war der Hornblower tätig, der kräftig ins Horn blies, um Reisenden und Arbeitern, die sich im Wald befanden, den Weg zurück in die Zivilisation zu weisen, wo sie im Rose & Crown eine Mahlzeit und etliche Pints Bier erwarteten.

The Rose and Crown Hotel
Bainbridge
Wensleydale, North Yorkshire, DL8 3EE 

Bainbridge und The Rose & Crown.
Photo © Peter McDermott (cc-by-sa/2.0)

The White Hart Hotel in Lincoln (Lincolnshire)

Wer die sehenswerte Stadt Lincoln besucht und dort auch übernachten möchte, dem kann ich das White Hart Hotel im historischen Teil der Stadt empfehlen. Bereits im 14. Jahrhundert war das Haus ein „coaching inn“ und ist bis heute im gleichen Gewerbe geblieben. Der „White Hart“ liegt nur wenige Schritte von der gewaltigen Kathedrale entfernt, die zusammen mit dem York Minster und der Londoner St. Paul’s Cathedral zu den größten Kirchen Englands gehört. Dort wurden auch einige Szenen für den Film „The Da Vinci Code“ gedreht.

Das modern gestylte Grille Restaurant & Bar wird von Chefkoch Michael House geleitet, der einige Jahre für Raymond Blanc gearbeitet hat, dem legendären Chef des Le Manoir aux Quat’Saisons in Great Milton, Oxfordshire.

Die Zimmer des Hotels, von einigen hat man einen Blick auf die Kathedrale, sind modern eingerichtet und kosten pro Nacht zwischen €150 für ein Standard-Doppelzimmer und knapp €200 für eine große Suite. Hotelparkplätze sind vorhanden; sehr angenehm bei der problematischen Parkplatzsituation in Lincoln.

The White Hart Hotel
Bailgate
Lincoln LN1 3AR

Photo © John Sutton (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 14. Dezember 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Carnarvon Arms – Ein Pub mit Hotelbetrieb vor den Toren des Highclere Castles in Berkshire

Am 13. September 2019 kommt in Großbritannien ein Film in die Kinos, der für hohe Besucherzahlen prädestiniert ist: Die Fortsetzung der TV-Serie „Downton Abbey„, eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Wieder haben sich all die bekannten Schauspieler im Highclere Castle zusammengefunden, um der eigentlich schon tot gesagten Serie neues Leben in Form eines abendfüllenden Spielfilms einzuhauchen. Und alle freut’s, die Seriendarsteller, die Zuschauer und natürlich auch die Carnarvons, die Besitzer des Schlosses, in deren Kasse wieder neues Geld klingelt, denn die Besucherströme ins Highclere Castle werden nach der Premiere des Films wieder stark zunehmen.

Nicht weit von der Zufahrt zum Schloss entfernt liegt The Carnarvon Arms, ein Pub mit Hotelbetrieb, der nach der Besitzerfamilie des Castles benannt ist und der auch durch seine ideale Lage von „Downton Abbey“ profitiert hat. Die ehemalige Kutschenstation wurde im Jahr 2015 von Marco Pierre White übernommen und komplett renoviert, was sich ausgezahlt hat, denn ein Jahr später wurde der Gasthof mit der Auszeichnung Historic Luxury Hotel of the Year versehen, „providing exemplary hospitality and service, innovative design and excellent food“. Hier ist ein Film über das Haus.

The Carnarvon Arms hat schon viele prominente Gäste willkommen geheißen wie zum Beispiel den Dichter Alfred, Lord Tennyson, General Dwight D. Eisenhower, den 34. Präsidenten der USA, und natürlich auch die Filmcrew von Downton Abbey.
Dame Maggie Smith wohnte während der Dreharbeiten vorzugsweise in dem edlen The Vineyard Hotel, nicht weit entfernt In Newbury, das für seinen großartigen Weinkeller im ganzen Land bekannt ist.

The Carnarvon Arms
Winchester Road
Newbury
RG20 9LE

Doubletree by Hilton Cambridge City Centre – Ein empfehlenswertes Hotel am River Cam in der Universitätstadt

Früher hieß es Garden House Hotel, jetzt ist es das Doubletree by Hilton Cambridge City Centre, das zu den Doubletree Hotels gehört, die wiederum zur Hilton-Gruppe gehören. Wer bei einem Cambridge-Besuch ruhig und doch relativ zentral wohnen möchte, der ist in diesem modernen Hotel sehr gut aufgehoben. Man sollte sich ein Zimmer geben lassen, das direkt auf den River Cam hinausgeht, denn der fließt direkt hinter dem Haus vorbei. Ein angenehmer Spaziergang entlang des Cam führt dann direkt ins Zentrum der Universitätsstadt Cambridge.

Das Doubletree Hotel verfügt über ein Fitness-Zentrum und ein Hallenbad, viele der 138 Zimmer haben einen Balkon. Das Frühstück und das Mittag- und Abendessen werden in Marco Pierre Whites Steakhouse Bar & Grill Cambridge eingenommen.

Die Übernachtungspreise (inklusive Frühstück) beginnen bei etwa €180 für ein Doppelzimmer, die Juniorsuite kostet um und bei €280. Ich habe hier zweimal gewohnt und kann das Haus sehr empfehlen!

Doubletree by Hilton Cambridge City Centre
Granta Place
Mill Lane
Cambridge CB2 1RT

Blick aus einem der Zimmer auf den River Cam.
Photo © Barbara Carr (cc-by-sa/2.0)

 

Stanbrook Abbey Hotel in Worcestershire – Eine ehemalige Benediktinerinnenabtei, die zum Hotel umgebaut wurde

Author: Amanda Retreats
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In England gibt es einige Hotels, deren Gebäude früher einmal für religiöse Zwecke verwendet wurden. Als Beispiel nenne ich hier einmal die Nutfield Priory bei Reigate in Surrey; über meinen Besuch in diesem Hotel berichtete ich in meinem Blog. Auch die Stanbrook Abbey südlich von Worcester in der Grafschaft Worcestershire beherbergte einmal Nonnen des Benediktinerordens, die im Jahr 2009 das Haus verließen und sich in den North Yorkshire Moors niederließen. Auch ihr neues Domizil nennt sich Stanbrook Abbey, ist aber ein wesentlich moderneres (und weniger schönes) Gebäude.

Im Jahr 2015 wurde die ehemalige Abtei, die von den Söhnen des berühmten Architekten Augustus Pugin gestaltet wurde; als Hotel eröffnet und 2017 in die Gruppe der Hand Picked Hotels aufgenommen. 55 Zimmer und Suiten stehen den Gästen zur Verfügung, von den kleinen Small Classic Rooms (ca £84) über die Four Poster Rooms (ca £135) bis zur Master Suite (ca £232). Man kann auch das separat stehende, mit dem Hotel durch einen Kreuzgang verbundene Manor House buchen, das vollständig mit Küche und fünf Schlafzimmern ausgestattet ist. Ideal für Hochzeitsgäste, denn Stanbrook Abbey ist beliebt für Hochzeitsfeiern (wie die meisten Country House Hotels in England).

Das Abendessen wird in Sister Charlotte’s Restaurant eingenommen; verantwortlich für die Küche ist Chefkoch Rhys Stone.

In diesem Film sind Bilder vom Hotel zu sehen.

Stanbrook Abbey Hotel
Jennet Tree Lane
Callow End
Worcester WR2 4TY

Published in: on 7. November 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Monkey Island Hotel bei Bray (Berkshire) – Ein Update

Vor fast genau drei Jahren stellte ich in meinem Blog das Monkey Island Hotel bei Bray in Berkshire vor, das kurz danach seine Pforten schloss.
Monkey Island ist eine Insel auf der Themse, ganz in der Nähe von Maidenhead. Bray ist ja das Gourmetdorf Englands; nirgendwo im Land gibt es auf so engem Raum so viele Sterne-Restaurants. Der Waterside Inn bietet neben seinem 3*-Restaurant auch noch luxuriöse Hotelzimmer, und bis Ende 2015 gab es ein weiteres Hotel bei Bray, eben das besagte Monkey Island Hotel. Der Ruf des Themsehotels hatte stark nachgelassen, die Bewertungen wurden immer schlechter. Sehr schade, denn es hat eine außergewöhnlich schöne Lage.

Glücklicherweise wird es demnächst wieder unter neuem Management und neuen Besitzern öffnen. Die Hotelgruppe YTL-Hotels aus Malaysia hat Monkey Island übernommen und komplett umgestaltet. Damit beauftragt wurde die New Yorker Firma Champalimaud Design, die bereits u.a. für das The Ritz-Carlton Kuala Lumpur, The Carlyle in New York und das Dorchester in London gearbeitet hat. Die Eröffnung des Monkey Island Hotels hat sich immer wieder verzögert, aber jetzt soll es bald so weit sein. 38 Zimmer und drei Suiten werden den Gästen zur Verfügung stehen. Einen kleinen Probelauf gab es schon im Sommer bei einem Empfang für den High Sheriff von Berkshire. YTL Hotels hat sich einige namhafte Leute aus London für ihr neues Etablissement geholt; als General Manager wird Lee Kelly fungieren, bisher Gastronomieleiter im Savoy Hotel. Der neue Chefkoch, Will Hemming, war ein direkter Nachbar von Lee Kelly, er war der Head Chef im legendären Simpson’s in the Strand, das neben dem Savoy Hotel liegt.

Bray wird also in Kürze noch mehr zu bieten haben, als es das jetzt schon tut.

Das Café Royal in der Londoner Regent Street

Das ehemalige Café Royal, bevor es zum Hotel umgebaut wurde.
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Nicht nur Paris hatte seine Literaten- und Künstlercafés, auch in London gab es diese Stätten, in denen sich Schriftsteller und Maler zusammenfanden, um dort miteinander ihre Zeit zu verbringen. Das Café Royal in der Regent Street Nummer 68 war eines davon. Es wurde von einem französischen Ehepaar  Daniel Nicholas und Célestine Thévenonin in den 1860er Jahren gegründet. Daniel nannte sich in Daniel Nicols um, und er sah in den folgenden Jahren, dass viele seiner Landsleute in London sein Café aufsuchten, weil es sie an die Pariser Cafés  erinnerten. Einige Jahre später entdeckte auch die Londoner Künstler- und Literatenszene das Lokal an der im Zentrum gelegenen Regent Street und fand sich hier regelmäßig ein.

Die illustren Gäste des plüschigen Cafés waren u.a. Oscar Wilde (nach dem eine Lounge im heutigen Hotel Café Royal benannt ist) und Aubrey Beardsley, die sich hier immer um Punkt 13 Uhr zum Mittagessen einfanden. Der Karikaturist Max Beerbohm war hier häufig anzutreffen wie später Winston Churchill, George Bernard Shaw, Noel Coward und Elizabeth Taylor. Auch der Adel war vertreten wie Edward, Prince of Wales, der spätere Edward VIII, und Diana, Princess of Wales. Irgendwann ließ dann die Attraktivität des Regent Street Cafés nach und es wurde im Jahr 2008 geschlossen.

Ich kannte es noch als Café und Restaurant. Nach der Schließung erfolgte ein kompletter Umbau in den Jahren 2008 bis 2012 und es entstand ein Hotel, das den Namen beibehielt, das 5*-Haus Hotel Café Royal. 160 Zimmer und Suiten stehen den Gästen zur Verfügung, die für eine Übernachtung ein Minimum für rund €450 für ein Standardzimmer einplanen müssen.

Seit kurzem, dem 20. September, gibt es im Hotel die Bar Ziggy’s, eine Hommage an David Bowie und seinen Ziggy Stardust. Der Sänger war gern und häufig im Café Royal, und die Bar ist mit vielen Fotos von ihm dekoriert. Es werden Cocktails angeboten, deren Namen auf Bowies Textpassagen basieren wie zum Beispiel „Tongue Twisting Storm“, „Electric Dream“ und „Tigers on Vaseline“ aus dem Song „Hang on to Yourself„, der auf dem Album „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ zu hören ist.

Hier ist ein Film über das Hotel Café Royal.

Published in: on 10. Oktober 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Chewton Glen Hotel & Spa in New Milton (Hampshire) – Eines der besten Hotels in Großbritannien

Der Schriftsteller Frederick Marryat, der in Deutschland vor allem durch seinen Roman „Sigismund Rüstig“ (Masterman Ready, or the Wreck in the Pacific im Original) bekannt geworden ist, war in Chewton Glen an der Küste von Hampshire häufig zu Gast, denn das Haus gehörte seinem Bruder George Mitte des 19. Jahrhunderts. 1962 wurde Chewton Glen in ein Hotel umgewandelt, das Martin und Trevor Skan gehörte und das sie 40 Jahre lang managten und zu einem der Tophotels in ganz Großbritannien führten. Im Jahr 2006 übernahmen zwei weitere Brüder das Hotel, Ian und Richard Livingstone, denen auch das Schwesterhotel Cliveden, westlich von London, gehört.

Wer hier übernachten möchte, muss schon sehr tief in die Tasche greifen, denn selbst die einfachsten Zimmer, die Garden Rooms, kosten hier schon £325 ohne Frühstück. Wer es komfortabler haben möchte, kann zum Beispiel eine Hot Tub Suite für £850 oder die Masterman Ready Suite für £1170 buchen. Noch exklusiver sind die vier Baumhaussuiten wie The Yews, in die bis zu 12 Gäste passen und die pro Nacht mit £2850 zu Buche schlägt.

Für den Dining Room ist Executive Head Chef Luke Matthews verantwortlich. Wenn man die Tripadvisor-Bewertungen für dieses Jahr liest, gibt es offensichtlich dort Serviceprobleme, was natürlich in einem Haus diesen Ranges nicht sein darf.

Das zur Relais & Chateau-Gruppe gehörende Chewton Glen wurde in den letzten Jahren mit Auszeichnungen geradezu überhäuft und so 2016 zum Beispiel zum Countryside Hotel Of The Year und Spa Hotel Of The Year gewählt.

Chewton Glen Hotel & Spa
Christchurch Road
New Milton
Hampshire BH25 6QS

 

Published in: on 5. September 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Holbeck Hall Hotel bei Scarborough (North Yorkshire) – Ein Hotel mit einem dramatischen Ende

Hier stand einmal das Holbeck Hall Hotel.
Photo © Stephen McCulloch (cc-by-sa/2.0)

Am Ende der Seacliff Road am südlichen Rand von Scarborough in North Yorkshire stand einmal ein Hotel mit einem wunderschönen Ausblick auf das Meeer, das Holbeck Hall Hotel. 1879 wurde das Haus erbaut, das zuerst in Privatbesitz war, ehe es später in ein 4*-Hotel umgebaut wurde. Mehr als hundert Jahre stand dieses ansehnliche Gebäude hier am Rand der Klippen, bis es am 5. Juni 1993 in sich zusammenstürzte, wobei glücklicherweise niemand zu Schaden kam, denn das Ende des Hotels hatte sich schon angekündigt. Gefährliche Risse im Gebäude deuteten darauf hin, dass es immer instabiler wurde. Schnell sprach es sich in Scarborough und in der Umgebung herum, dass das Holbeck Hall Hotel bald zusammenstürzen würde und es entstand eine neue Touristenattraktion. Fernsehteams kamen hierher, um das Ende des Hauses zu dokumentieren, das dann an diesem 5. Juni 1993 auch eintraf. Es hatte schwere Regenfälle gegeben, und so kam es zu einem Erdrutsch, der nicht nur Teile des Hotels, sondern auch noch einen ganzen Küstenabschnitt mit 27 000m³ ins Meer spülte. Dieser Film zeigt Archivmaterial vom Einsturz und auf dieser Webseite sind Fotos vom Hotel zu sehen.

Vier Jahre später kam es zu einem Prozess, den die Eigentümer des Holbeck Hall Hotels gegen den Scarborough Borough Council führten. Sie meinten, dass der Council keine Schutzmaßnahmen gegen mögliche Erdrutsche getroffen hatte und daher eine Mitschuld trüge. Das Gericht wies die Anklage aber ab.

Nichts deutet mehr darauf hin, dass hier einmal ein 4*-Hotel stand.
Photo © Nicholas Mutton (cc-by-sa/2.0)

Hand Picked Hotels – Eine empfehlenswerte britische Hotelgruppe

Bei meinen Englandreisen spielen die Hotels, in denen ich übernachte eine wesentliche Rolle. Besonders gern bin ich in historischen Häusern mit offenen Kaminen im Winter, Kerzenbeleuchtung, Four Poster-Betten und gepflegten Restaurants mit leiser Musik im Hintergrund.

Ein Zusammenschluss von individuell geführten Hotels ist die Hand Picked Hotels-Gruppe, die ich sehr empfehlen kann und in denen ich noch nie enttäuscht worden bin. Bereits zweimal wurden die Hand Picked-Hotels zur AA Hotel Group of The Year ernannt, 2004-2005 und 2012-13. Bisher gehören 20 Häuser dazu, die in ganz Großbritannien verteilt liegen; es handelt sich dabei um 4*-Etablissements. In diesem Film kommt die CEO der Hotelgruppe, Julia Hands, zu Wort.

Hier möchte ich einige der „handverlesenen“ Häuser kurz vorstellen:

Woodlands Park Hotel bei Stoke d’Abernon in Surrey. Dieses viktorianische Haus, 1885 erbaut, gehörte dem Industriellen William Bryant und war eines der ersten in Großbritannien, das über elektrisches Licht verfügte. 57 Zimmer und zwei Restaurants stehen den Gästen zur Verfügung.

 

Rookery Hall Hotel bei Nantwich in Cheshire. Das 1816 ebaute imposante Haus gehörte dem wohlhabenden Zuckerplantagenbesitzer William Hilton Cooke, wechselte mehrfach die Besitzer bis es schließlich 1975 zum Hotel umfunktioniert wurde. 70 Zimmer stehen zur Verfügung, die Junior Suite Nummer 25 ist nach dem Erstbesitzer benannt. David Beckham feierte hier seine Verlobung mit Victoria Adams.

Rhinefield House Hotel bei Brockenhurst (Hampshire) im New Forest. Eines meiner Lieblingshotels in England. Ganz abgeschieden gelegen, in einer wunderschönen Parkanlage. Ich berichtete ausführlicher in meinem Blog über das Hotel und seinen Alhambra Room.

Eigenes Foto.

Ettington Park Hotel in der Nähe von Stratford-upon-Avon in Warwickshire. Auch dieses wunderschöne Haus habe ich in meinem Blog schon vorgestellt. Es ist in neogotischem Stil erbaut und liegt in einer sehr schönen Parklandschaft. Es ist „very haunted“!! 48 Zimmer stehen zur Verfügung.

Eigenes Foto.

Nutfield Priory Hotel bei Redhill in Surrey. Dieses Haus liegt direkt an der A25, wird aber durch einen Hügel vom Verkehrslärm abgeschirmt. Die Suiten des 1872 erbauten Hauses sind nach Schriftstellern benannt. Ich berichtete in meinem Blog schon früher einmal über die Nutfield Priory.

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Published in: on 2. August 2018 at 02:00  Comments (1)  
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Die besten Restaurants der Welt des Jahres 2018 und auf welchen Plätzen die englischen Häuser liegen

Am 19. Juni 2018 war es wieder soweit, dass die besten Restaurants der Welt in Bilbao in Spanien gekürt wurden. Jedes Jahr wählen über 1000 Experten die Restaurants und deren Chefköche aus, die ihrer Meinung nach das Non plus ultra der internationalen Kulinarik bilden.

Hier sind die Top 5 der World’s Best Restaurants 2018:

1. Osteria Francescana in Modena (Italien)

2. El Celler de Can Roca in Girona (Spanien)
3. Mirazur in Menton (Frankreich)
4. Eleven Madison Park in New York (USA)
5. Gaggan in Bangkog (Thailand)

So und wo liegen nun auf der Top 50-Liste die besten englischen Restaurants?

Auf Platz 33 finden wir das erste, The Clove Club, in dem der Schotte Isaac McHale am Herd steht, der vorher im The Ledbury, im Kopenhagener Noma (das viermal zum besten Restaurant der Welt gewählt wurde) und im New Yorker Eleven Madison Park gearbeitet hat. Die Adresse des Restaurants: Shoreditch Town Hall, 380 Old Street, London.

Platz 38 nimmt ein weiteres Londoner Restaurant ein: Lyle’s mit Chefkoch James Lowe, der sich einen Michelin-Stern erkocht hat, und Erfahrung in Heston Blumenthals Fat Duck in Bray (Berkshire) gesammelt hat. Das Restaurant befindet sich ebenfalls im Londoner Stadtteil Shoreditch, im Tea Building in der 56 Shoreditch High Street.

Das Londoner Restaurant The Ledbury, in dem der Australier Brett Graham den Kochlöffel schwingt, steht auf Rang 42. Schon seit 2005 gibt es dieses Haus, das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet worden ist. Grahams viergängiges Abendmenü kostet £125. Eine kleine Besonderheit am Rande: Hier werden die Küchenabfälle kompostiert, und die Gäste können sich auf Wunsch 5-Kilo-Beutel mit nach Hause nehmen, um ihre Gärten zu düngen. Die Adresse: 127 Ledbury Road, Notting Hill, London.

Auf Platz 45 liegt das Londoner Restaurant Dinner by Heston Blumenthal, für das Ashley Palmer-Watts verantwortlich ist, und der Namensgeber eher selten zu finden ist. Palmer-Watts hat viele Jahre in der Fat Duck gearbeitet. Seine Spezialität sind Speisen, die auf alten englischen Rezepten beruhen wie Meat Fruit aus dem Jahr 1500, Roast Chicken and Asparagus (1660) und Brown Bread Ice Cream (1830). Das Restaurant befindet sich im Mandarin Oriental Hotel in Knightsbridge.

Das einzige deutsche Restaurant unter den Top 50 ist das Berliner Restaurant Tim Raue in der Rudi-Dutschke-Straße 26 auf Rang 37. Auf Platz 66 erst folgen das Vendôme in Bergisch Gladbach, das Aqua im Wolfsburger Ritz Carlton Hotel auf Platz 73 (mein Favorit, in dem ich wunderschöne Abende verbracht habe), Nobelhart & Schmutzig in Berlin auf Platz 88 und auf Rang 97 das Atelier in München.

Published in: on 23. Juni 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Lewtrenchard Manor – Ein „Pride of Britain“-Hotel am Rand des Dartmoors in Devon

Die Einfahrt zum Lewtrenchard Manor befindet sich direkt neben der St Peter’s Church, an der der exzentrische Sabine Baring-Gould (1834-1924) eine Zeit lang als Pastor arbeitete, dessen Familiensitz das benachbarte Manor House war. Es liegt auf halbem Wege zwischen Okehampton und Launceston am westlichen Rand des Dartmoors in Devon. Seit 1949 wird das Haus als Hotel geführt und gehört zur „Pride of Britain„-Gruppe, mit der ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Besagter Sabine Baring-Gould (Sabine ist in diesem Fall wirklich ein männlicher Vorname) hatte einen erheblichen Anteil daran wie ansprechend das Manor House heute aussieht. Das Hotel ist in eine Parklandschaft eingebettet mit Bächen, Teichen, Brunnen und Gärten, angelegt von Walter Sarel und der berühmten Gartengestalterin Gertrude Jekyll. Die Hausgäste haben hier also eine sehr gute Gelegenheit, in der idyllischen Anlage spazieren zu gehen.

Man kann im Haupthaus wohnen, im Tower House und im Courtyard. Die Preise für eine Übernachtung mit Frühstück beginnen bei £180 für ein Standard-Doppelzimmer, die Suiten liegen zwischen £235 und £280.

Das wunderschön eingerichtete Restaurant serviert regionale Küche; am Herd steht der 33jährige Matthew Peryer, der in einem der besten Hotels Englands, dem Chewton Glen in New Milton (Hampshire), eine dreijährige Ausbildung genossen hat. Lewtrenchard Manor ist seine erste Stelle als Chefkoch.

Geführt wird das Hotel von den Besitzern James & Sue Murray. Dieser Film zeigt einige Bilder vom Manor.

 

Lewtrenchard Manor
Lewdown,
Okehampton

Devon,
England
EX20 4PN

St Peter’s Church, an der Sabine Baring-Gould arbeitete.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 10. Juni 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Hoar Cross Hall – Ein Hotel der Spitzenklasse in Staffordshire

Von 2005 bis 2015 wurde das Hoar Cross Hall Hotel jedes Jahr mit den World Travel Award ausgezeichnet und zwar in den Kategorien „England’s Leading Resort“ bzw. „England’s Leading Spa Resort“ und seit 2016 war es jeweils nominiert und zwar gemeinsam mit solch renommierten Hotels wie Chewton Glen, Stoke Park und Four Seasons Hampshire.

Das Hotel liegt südwestlich von Derby am Ortsrand des Dorfes Hoar Cross in der Grafschaft Staffordshire. Es ist ein beeindruckendes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das von dem Architekten Henry Clutton im sogenannten „Neo Jacobean“-Stil gebaut wurde. Clutton entwarf auch das Welcombe Hotel in Stratford-on-Avon und baute den Wasserturm am Cliveden Hotel bei Taplow in Berkshire.

Das Abendessen wird im Ballroom eingenommen; von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Gartenanlagen. Im Spabereich wird das Mittagessen serviert und in der Hall kann man nachmittags einen Tee oder Kaffee trinken.

Hoar Cross Hall bietet 96 Zimmer und Suiten. Die günstigste Übernachtung in einem Standard-Doppelzimmer kostet innerhalb der Woche um €155 inklusive Frühstück (z.B. bei booking.com). Die Standard-Suite liegt bei ca €245; größere Suiten, und als Prunkstück die Royal Suite, stehen ebenfalls zur Verfügung. An den Wochenenden liegen die Übernachtungspreise höher.

Der Wellness-Bereich ist riesig mit zwei Pools und unzähligen Möglichkeiten, sich von fachkundigem Personal behandeln zu lassen. Dem Hotel angeschlossen ist eine Golfakademie, man kann Tennis spielen oder seine Bogenschießkünste verfeinern.

In diesem Film kann man sich das alles noch einmal ansehen.

Hoar Cross Hall Hotel
Hoar Cross
Maker Lane
Near Yoxall
Staffordshire
DE13 8QS

Die Bibliothek.
Author: Checksandbalances.
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The Long Gallery.
Author: Checksandbalances.
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Published in: on 4. Mai 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Kaspar, die schwarze Holzkatze des Londoner Savoy Hotels, und ihre spezielle Aufgabe

Kaspars Zuhause, das Savoy Hotel.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Im Foyer des Londoner 5*-Hotels The Savoy trifft man auf einem Tischchen auf eine schwarze Holzkatze, ca 60 cm hoch. Ihr Name ist Kaspar und ihr ist eine ganz besondere Aufgabe im Hotel zugedacht. Hin und wieder darf sie ihren Platz verlassen und wird an einen Tisch gebeten, wo sie ein weißes Lätzchen umgebunden bekommt und wo für sie gedeckt ist. An diesem Tisch nehmen jeweils dreizehn Gäste Platz (sind es mehr oder weniger werden Kaspars Dienste nicht benötigt), die sich einen schönen Abend in einem der besten Hotels der Stadt machen möchten. „Dreizehn bei Tisch“ geht gar nicht, denn das bringt Unglück, darum fungiert Kaspar als vierzehnter Gast… und alles ist wieder in bester Ordnung.

Dieses Ritual geht auf ein Vorkommnis aus dem Jahr 1898 zurück, als der südafrikanische Diamantenhändler Woolf Joel  ein Abendessen im Savoy gab. Kurz vorher hatte einer der geladenen Gäste abgesagt, so dass plötzlich dreizehn Gäste am Tisch saßen. Kein Problem meinte der Gastgeber, ich bin nicht abergläubisch. Aber einer der Anwesenden war der Meinung, dass die Zahl 13 Unglück bringt und deutete an, dass der Erste, der den Tisch verlassen auch als Erster in der Runde sterben würde. Woolf Joel stand auf… und nichts passierte. Lachend setzte er sich wieder hin. Kurze Zeit später, am 14. März 1898, wurde Mr. Joel von Baron Von Veltheim erschossen, weil er sich geweigert hatte, an einem Attentat auf den südafrikanischen Präsidenten Paul Kruger mitzuwirken. Woolf Joel war also tatsächlich der Erste aus der Savoy-Runde, der starb.
Das Management des Savoy Hotels entschied, dass es ab sofort kein „Dreizehn bei Tisch“ mehr geben würde und von nun an, sollten sich wieder einmal dreizehn Gäste zusammenfinden, jemand vom Personal dazusetzen sollte, was sich aber als unpopulär herausstellen sollte. 1927 entschied man sich für eine andere Lösung. Der Architekt Basil Ionides, der gerade mit der Umgestaltung des Savoy Theatres beschäftigt war, erhielt den Auftrag, eine schwarze Katze zu entwerfen, der der Name Kaspar gegeben wurde. Bis heute versieht Kaspar ihre Aufgabe einwandfrei und soviel ich weiß, sind nie Klagen über sie gekommen.

Kaspar’s ist auch der Name des Meeresfrüchte-Restaurants des Savoy Hotels. Anlässlich der Eröffnung hat der südafrikanische Künstler Jonty Hurwitz eine neue, anamorphe Version von Kaspar geschaffen, die hier zu sehen ist.

Der englische Kinderbuchautor Michael Morpurgo hat einmal ein Buch mit dem Titel „Kaspar: Prince of Cats“ geschrieben. Er kannte die schwarze Holzkatze persönlich, da er im Jahr 2007 einmal Writer in Residence im Savoy Hotel war. Hier liest der Autor ein Stück aus seinem Buch vor.

 

Published in: on 26. April 2018 at 02:00  Comments (1)  
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The Randolph – Ein 5*-Hotel in Oxfords Beaumont Street

Für mich ist Colin Dexter einer der besten Krimiautoren, die England je hervorgebracht hat. Sein Chief-Inspector Morse, in Zusammenarbeit mit Sergeant Lewis, hat alle seine Fälle in Oxford geklärt, wo auch Colin Dexter wohnt. Die britische Fernsehserie „Morse“ mit John Thaw in der Hauptrolle war hervorragend, und ich bin froh, sämtliche Folgen als DVD-Box mein Eigen nennen zu können.

In mehreren seiner Romane spielt das Randolph Hotel mitten in der Stadt in der Beaumont Street eine Rolle. In „The Wolverton Tongue“ wird eine amerikanische Touristin sogar in diesem Hotel ermordet.

Bei einem meiner Besuche in Oxford musste ich natürlich im „Randolph“ wohnen (ich hatte allerdings nicht das Mordzimmer!) und auch die „Morse Bar„, benannt nach dem Detektiv, aufsuchen, in der häufig auch Colin Dexter zu Besuch sein soll.

„The Randolph“ ist ein 5-Sterne-Hotel, sicher das beste in der Stadt, und besteht schon seit 1864. Es verfügt über 151 Zimmer, hat mit  „The Restaurant at The Randolph“ ein beeindruckendes Restaurant und verfügt auch über ein eigenes Spa.

Die Übernachtungspreise in diesem zur „MacDonald Hotels & Resorts„-Gruppe gehörenden Haus schwanken sehr je nach Wochentag und Monat. Im Mai zum Beispiel ist kaum ein Standardzimmer unter €300 pro Nacht zu bekommen. Die Suiten kosten meist über €1000. Über die Hotelbuchungsgesellschaften wie booking.com bekommt man aber häufig günstigere Preise.
Das Hotel verfügt zwar über einige Garagenplätze, die aber schnell besetzt sind. Darum ist eine frühzeitige Buchung dafür empfehlenswert.

Ein sehr angenehmes Haus mitten in der Innenstadt von Oxford. In diesem Film sind Bilder aus dem Hotel zu sehen.

Published in: on 17. April 2018 at 02:00  Comments (1)  
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Tom Kerridge und die Restaurantszene von Marlow in Buckinghamshire

Die West Street in Marlow, an der zwei von Tom Kerridges Restaurants liegen.
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)

Über Marlow in Buckinghamshire, wunderschön an der Themse gelegen, habe ich in meinem Blog schon vielfach geschrieben. Die kulinarische Szene der Kleinstadt wird seit einigen Jahren von Tom Kerridge geprägt, der hier mittlerweile drei Restaurants eröffnet hat. Der 1973 in Salisbury (Wiltshire) geborene Koch hat im Laufe seiner Karriere in vielen englischen Restaurants gearbeitet, in London zum Beispiel beim Spitzenkoch Gary Rhodes.
Sein Ziel aber war es immer schon gewesen, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Im Jahr 2005 war es dann soweit, als er gemeinsam mit seiner Frau, der Bildhauerin Beth Cullen-Kerridge, The Hand and Flowers in Marlow aufmachte. Der an der West Street gelegene Gastro-Pub bekam schon ein Jahr später einen Michelinstern und 2012 sogar einen zweiten, womit The Hand and Flowers der erste britische Pub war, der jemals eine so hohe Auszeichnung bekommen hat. Nach den eigenen Worten ist die Ausrichtung der Küche: „built on strong French foundations, using the highest quality fresh British produce“. In der Woche gibt es mittags einen dreigängigen Luch für £29.50, einen speziellen Sunday Lunch à la Carte, und wenn man „ganz normal“ von der Karte bestellen möchte, liegen die Vorspeisen zwischen £11.50 und £19.50, die Hauptgänge zwischen £31.50 und £42 und die Desserts bei rund £13.50. Hier ist ein Film über den Gastro-Pub.

Tom Kerridge ist ein Mann mit viel Energie und so zog es ihn auch ins Fernsehen, wo er bei der BBC mehrere Kochsendungen hatte bzw. moderierte, zuletzt in diesem Jahr bei BBC2 sein „Tom Kerridge: Lose Weight For Good„.

In Marlow wollte Kerridge es aber nicht mit The Hand and Flowers beruhen lassen, und deshalb eröffnete er 2014 in der West Street Nummer 3 The Coach, ein Restaurant das täglich von 8 Uhr morgens bis 22.30 Uhr geöffnet ist (sonntags bis 21 Uhr). Das mitten im Zentrum von Marlow gelegene Restaurant, in dem man übrigens nicht reservieren kann, wurde im Michelin Guide Great Britain & Ireland 2018 erstmals mit einem Stern versehen. Dieser Film zeigt das Restaurant.

Und Tom Kerridge hatte immer noch nicht genug: In der High Street von Marlow entstand unter seiner Regie The Butcher’s Tap, eine Kombination von Lokal und Fleischerei. Seit dem 17. November 2017 kann man hier Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung kaufen, aber auch ein Bier, ein Glas Wein und/oder Snacks zu sich nehmen.

Man darf gespannt sein, ob Tom Kerridge sein Imperium in Marlow noch weiter ausbauen wird.

Ein Ausgehtipp für London: The Bunga Bunga Restaurant, Pizzeria und Bar in Battersea

An der Ecke Battersea Bridge Road/ Howie Street im Londoner Stadtteil Battersea, direkt neben dem Royal College of Art, stand früher einmal ein Pub namens The Brunel, der seine Pforten schließen musste. Seit 2011 findet sich darin ein italienisches Lokal, das Bunga Bunga heißt. Noch ein Italiener fragt man sich, davon gibt es doch schon so viele in London. Doch dieses Restaurant ist etwas anders als all die anderen, multifunktioneller würde ich sagen. Das zweistöckige Haus besteht aus Restaurant/Pizzeria, Karaokebar, aus der Martini Prosecco Beach Bar und dem L’Osservatorio, das man für private Feiern buchen kann.

In das Bunga Bunga sollte man möglichst in einer Gruppe hingehen, darauf ist es zugeschnitten, und wer einen ruhigen, romantischen Abend verbringen möchte, ist hier fehl am Platze. Die Pizzen sind in dem Lokal die Spezialität, sie tragen Namen wie Italian Stallion, Julius Cheeser und Frank’s Capra. Am beliebtesten sind aber die bis zu einem Meter langen Pizzen, die man sich zu mehreren am Tisch teilen kann.

Und dann gibt es die kuriosen Cocktails und da finden wir auch die Beziehung zu dem Namen des Etablissements wieder. Ein Bunga Bunga-Cocktail wird in einem Gefäß serviert, das dem Kopf von Silvio Berlusconi nachempfunden ist, dessen Bunga Bunga-Parties eine Zeit lang die Weltpresse beschäftigte. Es gibt weitere prominente Köpfe, aus denen man sein Getränk schlürfen kann, so beispielsweise den von Berlusconis Nachfolger Mario Monti (der Cocktail heißt Supermario Monti) und den von Mario Balotelli (The Balotelli), dem exzentrischen Fußballspieler (zurzeit bei OGC Nizza). Es ist auch möglich, sich zu mehreren einen Cocktail zu teilen wie The Vespa, der aus einem kleinen Motorroller getrunken wird (£60 für drei Personen), The Leaning Tower of Pisa, in einem schiefen Turm kredenzt (£95 für sechs), The Colosseum (£140 für acht) und schließlich das Highlight, der Italia 90, in einem World Cup serviert (£260 für 8-10 Personen), denn 1990 war Italien das Gastland für die Fußball-Weltmeisterschaften (die Deutschland gewann, Italien wurde Dritter).

Es ist immer was los im Bunga Bunga wie dieser Film zeigt und bei der Geburtstagsparty anlässlich des fünfjährigen Bestehens sah es hier so aus.

Bunga Bunga
37 Battersea Bridge Road
London SW11 3BA

Published in: on 8. Februar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Stoke Park – Ein Luxushotel in Stoke Poges (Buckinghamshire)

Das Stoke Park Hotel in Stoke Poges, im äußersten Süden der Grafschaft Buckinghamshire, wird seit Jahren schon mit Lobeshymnen überhäuft. „A stay at this country house hotel is as good as it gets“, sagt zum Beispiel das Magazin Marie Clare, und der Evening Standard meint „No.1 best wedding venue just outside of London“. Der angeschlossene Golfplatz wird ebenso in den höchsten Tönen gelobt; das Golfhaus bekam im vorigen Jahr die Auszeichnung „Best clubhouse in the world“ und das Great Golf Magazine ernannte Stoke Park zum „Best Gourmet golf resort in the world 2017“.

Das wunderschön nördlich von Slough gelegene Haus wurde 1908 Großbritanniens erster Country Club. Das imposante Gebäude, das auf einem Grundstück erbaut wurde, das einmal John Penn gehörte, der seinen Reichtum in Pennsylvania gemacht hatte, wurde von dem berühmten Architekten James Wyatt (1746-1813) entworfen; die Parkanlagen tragen die Handschrift von Lancelot „Capability“ Brown und Humphry Repton.

Das Stoke Park Hotel gehört in die 5*-Kategorie, das Fine Dining-Restaurant „Humphry’s„, benannt nach dem Gartenbauer, erfreut sich dreier AA-Rosetten und gehört mit zu den besten Südenglands. Chefkoch ist seit vierzehn Jahren schon der mehrfach ausgezeichnete Chris Wheeler, der viele Jahre unter dem französischen Starkoch Jean-Christophe Novelli gearbeitet hat. Sein siebengängiges Tasting Menu kostet £85.

Wer im Stoke Park einmal übernachten und gleichzeitig Chris Wheelers Kochkünste erleben möchte, kann dies für £488 tun (Standard-Doppelzimmer, Frühstück und Dreigang-Menü inklusive).

Dieser Film zeigt das Innere und das Äußere dieses großartigen Hotels.

Wer den James Bond-Film „Goldfinger“ gesehen hat, erinnert sich sicher noch an die Szene auf dem Golfplatz mit Sean Connery und Gert Fröbe (hier noch einmal zu sehen), die hier in Stoke Park gedreht wurde. Ein weiterer James Bond-Darsteller, Pierce Brosnan, war einige Jahre später in dem Film „Tomorrow never dies“ („dt. „Der Morgen stirbt nie“) im Ballroom des Hotels zu sehen, und Daniel Craig, der auch einmal ein James Bond werden sollte, spielte den Mr X in dem Thriller „Layer cake“ (dt. Layer cake“), in dem ebenfalls Stoke Park zu sehen ist.
Im Jahr 1998 war das Produktionsteam von Midsomer Murders („Inspector Barnaby“) hier zu Gast, um einige Szenen für Episode 7 „Strangler’s Wood“ (dt. „Der Würger von Ravens Wood“) zu drehen.

Stoke Park, Country Club, Spa and Hotel
Park Road
Stoke Poges SL2 4PG

 

 

Published in: on 5. Februar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die Brasserie Zédel – Ein Stück Paris mitten in London

Die Sherwood Street liegt mitten im quirligen Londoner Stadtteil Soho und in der Hausnummer 20, nur wenige Schritte vom Piccadilly Circus entfernt, findet man die Brasserie Zédel, ein Lokal im Belle Epoque-Stil, das genau so gut in Paris stehen könnte. Es erinnert an meine Lieblingsrestaurants in der französischen Hauptstadt wie beispielsweise das Bofinger am Place Bastille oder das Grand Café Capucines  am Boulevard des Capucines.

Die Brasserie gehört zu dem Imperium von Chris Corbin und Jeremy King, die seit über 35 Jahren in London renommierte Restaurants betreiben wie das legendäre The Wolseley, das The Delauney und das Bellanger, eine weitere Brasserie. Dort, wo wir das Zèdel heute finden, stand einmal das Regent Palace Hotel, Anfang des 20. Jahrhunderts das größte Hotel in Europa. Der Vorgänger des französischen Restaurants war das 2004 eröffnete Atlantic Bar & Grill, 2012 wurde nach einem Umbau daraus die Brasserie Zédel, deren Vorbild das Bouillon Chartier in der rue du Faubourg Montmartre war. Dieses Pariser Restaurant ist sehr beliebt, einmal wegen seiner Atmosphäre und dann wegen seiner niedrigen Preise. Beides trifft auch auf das Londoner Gegenstück zu, vor allem die Preise hier liegen deutlich niedriger als in vergleichbaren anderen Londoner Etablissements. Das Dreigang-Menu wird für £13.25 angeboten, die Bouillabaise kostet £17.75 und das Choucroute Alsacienne £15.50.

Neben dem Restaurant gibt es hier noch die Art Déco-Bar Américain und den Veranstaltungsraum Crazy Coqs, in dem ständig ein buntes Programm aus Musik, Kabarett und Comedy angeboten wird.

Ein Kochbuch mit Rezepten aus der Brasserie gibt es auch, geschrieben von dem 2016 verstorbenen Restaurantkritiker A.A. Gill mit dem Titel „Brasserie Zédel: Traditions and Recipes from a Grand Brasserie“ (Quadrille Publishing 2016).

Dieser Film vermittelt einen Eindruck vom Restaurant.

Art Déco in der Brasserie.
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 13. Januar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Country House Hotels und zwei wesentliche Störfaktoren für Individualreisende

St Michael’s Manor bei St Albans in Hertfordshire.
Photo © Steve Fareham (cc-by-sa/2.0)

Für viele Country House Hotels gibt es zwei wesentliche Standbeine, die für Umsatz sorgen, gerade auch in Zeiten, zu denen wenig Reisende unterwegs sind: Hochzeitsfeiern und Konferenzen. Da kommen schnell schon einmal fünfstellige Summen zusammen. Leider haben Individualreisende damit ihre Probleme, und ich möchte aus eigenem Erleben einige Beispiele anführen.

Eine gute Idee ist es, bei der telefonischen Buchung im Hotel vorher zu fragen, ob zur Zeit des geplanten Aufenthaltes Hochzeiten oder Konferenzen geplant sind. Bucht man über booking.com, hrs.de oder ein anderes Portal sollte man einen Anruf im Hotel vorab auch in Erwägung ziehen, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

Kommt man mitten in eine Hochzeitsgesellschaft hinein, gibt es meist Parkplatzprobleme, das Personal im Hotel ist gestresst, es geht laut zu und die Atmosphäre in dem historischen Gebäude ist im Eimer. So geschehen bei einem Besuch des St Michael’s Manor am Rand von St Albans in Hertfordshire. Ich konnte mein Auto nirgends abstellen, beim Essen wurden die nicht zur Gesellschaft gehörenden Hotelgäste in ein Nebengemach verfrachtet, der Park war voll mit lärmenden Hochzeitsgästen; erst am Abend, nachdem das Brautpaar unter viel Getöse abgefahren war, legte sich langsam Ruhe über die Anlage, und ich hatte den Eindruck, dass auch die Enten im Teich tief aufatmeten und wieder ungestört ihre Kreise zogen.
Ähnlich erging es mir im Pendley Manor Hotel bei Tring in Hertfordshire. Das gleiche Spiel: Kein Parkplatz, das Hauptrestaurant war für die Nicht-Hochzeitsgäste gesperrt, es war laut und die Pfauen hatten sich alle in das Geäst der Bäume vor dem Hotel zurückgezogen.

Das gleiche widerfuhr mir im Lygon Arms Hotel in Broadway in den Cotswolds. Ich hatte mich schon auf ein schönes Abendessen in dem sehr stimmungsvollen Restaurant gefreut, das mir bei meinem letzten Besuch dort sehr gefallen hatte, aber das war gesperrt, weil die Firma Sony ein gr0ßes Meeting im Hotel durchführte und das gesamte Restaurant gebucht hatte. Also musste man sein Dinner in einem Nebengemach zu sich nehmen.

Das Oakley Court Hotel in Water Oakley bei Windsor in Berkshire hat das Thema Hochzeitsfeiern besser im Griff. Zwar spielt sich da viel auf den Wiesen zwischen Hotel und Themse ab (Getränkestände sind im Sommer für die Hochzeitsgäste aufgebaut, Kinder toben durch die Anlage), aber wenigstens gibt es separate Räumlichkeiten für Feiern dieser Art und die „Normalgäste“ können das Hauptrestaurant benutzen.

Wenn im Hotel eine Konferenz oder ein Meeting stattfindet, kann es zu ähnlichen Störungen kommen. Die Businessmen in ihren schwarzen Anzügen prägen die Atmosphäre, sind oft recht laut und interessieren sich in der Regel nicht für das schöne Hotelgebäude und seine Geschichte. Bei meinem Aufenthalt in dem wunderschönen Amberley Castle Hotel (West Sussex) hielt dort gerade irgendeine Firma ein Meeting ab und nach Feierabend traf man sich in der Bar. Das heißt, ein Nightcap kam für mich leider nicht in Frage, weil es inder Bar viel zu laut und ungemütlich war. Es wurde bis in den frühen Morgen getrunken und gejohlt. Der Burggeist fühlte sich wohl auch gestört, denn er ließ sich in unserem stimmungsvollen Himmelbettzimmer nicht blicken.

Bei meinen vielen Aufenthalten in meinem Lieblingshotel, dem Thornbury Castle in South Gloucestershire, hatte ich leider zweimal den Störfaktor „Businessmen“. Nachdem wir es einmal erlebten und genossen, wenige Tage nach 9/11 im Jahr 2001, die einzigen Gäste im Hotel zu sein, da alle US-Amerikaner ihre Buchungen storniert hatten, wurden wir bei einem anderen Mal vom Pech verfolgt und trafen auf besonders lautstarke Texaner, die ganz offensichtlich die einzigartige Atmosphäre der Hotellounge überhaupt nicht zu schätzen wussten, sondern sich lieber über Geschäftsangelegenheiten ihres Heimatstaates unterhielten. Wieder ein anderes Mal waren wir beim Frühstück im Restaurant mit einer Gruppe russischer Geschäftsleute konfrontiert, von denen einige im Trainingsanzug erschienen.

Wenn man schon viel Geld für Übernachtungen in Country House Hotels ausgibt, möchte man diese Häuser auch genießen; daher ist es besser, sich vorher zu vergewissern, dass mit den genannten Störfaktoren nicht zu rechnen ist.

Pendley Manor Hotel bei Tring (Hertfordshire).
Eigenes Foto.

The Lygon Arms in Broadway (Worcestershire).
Eigenes Foto.

Oakley Court Hotel bei Windsor (Berkshire).
Eigenes Foto.

Amberley Castle Hotel bei Arundel in West Sussex.
Eigenes Foto.

Thornbury Castle in South Gloucestershire.
Eigenes Foto.

Published in: on 12. Dezember 2017 at 02:00  Comments (4)  

De Vere Selsdon Estate – Ein Hotel der Principal Hotel Group bei Croydon in Surrey

Vor einiger Zeit stellte ich in meinem Blog das De Vere Tortworth Court Hotel in South Gloucestershire vor, das zu der Principal Hotel Group gehört. Zu der gleichen Hotelgruppe gehört auch das De Vere Selsdon Estate bei Croydon in der Grafschaft Surrey, ein sehr großes Hotel mit 200 Zimmern. Mitte der 1920er Jahre wurde das Haus von  Allan Doble Sanderson gekauft, der es in ein Hotel umwandelte, zunächst mit nur 24 Zimmern. Einige Jahre später erfolgten Anbauten, erst der East Wing und dann der West Wing. In den 1960er Jahren übernahm Basil Sanderson die Leitung des Hotels von seinen Eltern und auch er nahm Erweiterungen vor. Durch den Bau des Cambridge Wing kamen noch einmal 25 Zimmer dazu, so dass man heute vor einem sehr imposanten Bau steht. Als die Principal Hotel Group das Selsdon Estate 1997 übernahm, wurden weitere Einrichtungen hinzugefügt, die das Haus auch für Konferenzen und Geschäftstreffen interessant machen sollte.

Die Preise für die Zimmer sind im Vergleich mit vielen anderen Country House Hotel recht niedrig; die beginnen schon bei rund 70 Euro für ein Standardzimmer ohne Frühstück. Auch im Restaurant („Contemporary dining with a traditional British twist“) halten sich die Preise im Rahmen; die Hauptgänge liegen zwischen £14 und £16. Hier hat man wohl in erster Linie Geschäftsleute und Tagungsteilnehmer im Visier, die an „Fine Dining“ nicht so interessiert sind.
Direkt vor dem Hotel liegt ein 18-Loch-Golfplatz, der 1929 von dem englischen Profigolfer John Henry Taylor angelegt wurde.

Dieser Film zeigt das Hotel ausführlich von innen und von außen.

De Vere Selsdon Estate Hotel
126 Addington Road
South Croydon CR2 8YA

 

 

Published in: on 10. Dezember 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Montagu Arms Hotel in Beaulieu (Hampshire)

Im New Forest in Hampshire gibt es eine Vielzahl von angenehmen Hotels, das Montagu Arms in Beaulieu ist eines davon. In den einschlägigen Hotelführern wird es positiv erwähnt, der AA-Führer hat dem zu den „Pride of Britain“ gehörenden Haus vier Sterne verliehen.

Das 200 Jahre alte Montagu Arms wurde im Laufe der Zeit immer wieder verändert bzw. vergrößert, und wir finden im Hotel überall schöne Kamine und holzvertäfelte Wände.

Das Terrace-Restaurant gehört zu den besten weit und breit und rühmt sich dreier AA-Sterne, die sich Matthew Tomkinson erkocht hat. Tomkinson arbeitete vorher in „The Goose“ in Britwell Salome in Oxfordshire, wo er sich einen Michelin-Stern erkocht hatte („The Goose“ wurde 2010 geschlossen und zwei Jahre später neu eröffnet unter dem Namen „Olivier at The Red Lion„).

Das Hotel ist nicht sehr groß und verfügt nur über 22 Zimmer und Suiten, von denen einige über ein Himmelbett verfügen. Die Übernachtungspreise in der Woche für ein Standard-Doppelzimmer beginnen bei £229 (incl. Frühstück) und enden bei £349 für die Deluxe Suite. Am Wochenende liegen die Preise deutlich höher (um £50.00 bis £90.00),

Über ein eigenes Spa verfügt The Montagu Arms nicht, die Gäste können aber das SenSpa von Careys Manor Hotel in Brockenhurst, dem Schwesterhotel, mitbenutzen, das etwa 10 km entfernt liegt und das ich in meinem Blog auch schon vorgestellt habe. Beide Häuser kann ich für einen Aufenthalt im New Forest sehr empfehlen!

Dieser kleine Film gibt einen ersten Eindruck vom Hotel.

The Montagu Arms Hotel
Beaulieu
New Forest, Hampshire.
SO42 7ZL

Published in: on 22. November 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Blakeney Hotel in Blakeney (Norfolk)

An der Nordküste Norfolks liegt in dem Ort Blakeney ein hübsches Hotel, das Blakeney Hotel. Das Besondere an diesem Haus: Es liegt direkt am Kai mit kleinen Schiffen vor der Haustür. Der Blick geht auf den Blakeney National Nature Reserve, der dem National Trust gehört. Ich habe hier einmal übernachtet und war von dem 4*-Haus sehr angetan (bitte nicht verwechseln mit dem Blakeney Manor Hotel, das nur rund 200 Meter weiter liegt).

Das Hotel verfügt, neben der ausgezeichneten Lage, über alles, was man so braucht: Ein Hallenbad mit Sauna und kleinem Fitnessraum und ein Restaurant mit guter Küche (es hat schon seit zehn Jahren eine AA-Rosette!) und schönem Blick aufs Meer.

Von Blakeney aus kann man Spaziergänge am Meer und durch die Salzmarschen machen, und auch einige Stately Homes liegen nicht weit entfernt: Holkham Hall, Houghton Hall oder Sandringham sind leicht mit dem Auto zu erreichen.

Die Zimmerpreise im Blakeney Hotel, das ganzjährig geöffnet ist, beginnen bei etwa £ 190 für ein Standard-Doppelzimmer und gehen bis zu über £ 360 für ein Zimmer der höheren Kategorie, je nach Saison.

Ein sehr zu empfehlendes Hotel für einen Besuch der Nordküste Norfolks. Dieser Film zeigt Bilder vom Hotel und der näheren Umgebung.

Published in: on 18. November 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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