Hotelboote auf englischen Kanälen und Flüssen – Die Alternative zum Selberfahren

Die beiden Hotelboote der Fa. Bywater Holiday Cruises. - © Copyright Roger Kidd and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Wer mit dem „narrowboat“ auf englischen Kanälen und Flüssen unterwegs ist, hat manchmal ganz schön zu tun (wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann): Schleusentore öffnen, Schleusentore schließen, Wasservorräte auffüllen, Anlegeplatz für die Nacht suchen, die Schiffsschraube von Unrat befreien usw. usw.
Wer dazu keine Lust hat, aber trotzdem eine Kanalfahrt machen möchte, dem bietet sich eine Alternative an: Hotelboote. Da kümmert sich die Crew um die Schleusendurchfahrten, die auch das Essen an Bord kocht, man muss eigentlich nur die langsam vorbeiziehende Landschaft genießen.

Es gibt unterschiedliche Schiffe, die auf den Kanälen und Flüssen als Hotelboote unterwegs sind, z.B. die über 20m langen Hausboote im Doppelpack, d.h. ein Boot zieht das andere. Die Firma Bywater Hotelboat Cruises in Crawley (West Sussex) bietet derartige Fahrten an, beispielsweise von Stratford-on-Avon nach Banbury mit 8 Übernachtungen für £ 775.
Die Firma Ladyline Hotel Boats in Basingstoke (Hampshire) hat zwei Boote, die auf den englischen Wasserwegen unterwegs sind, die „Lady Selena“ und die „Lady Margaret“, auch beides „narrowboats“. Hier kostet z.B. die Strecke Braunston – Aylesbury £ 680 mit 7 Übernachtungen an Bord.
Die Firma „Classic Waterway Holidays“ in Uttoxeter (Staffordshire) verfügt über ein Boot, die „Earlswood“, die maximal vier Personen aufnehmen kann. Die Route von Bath nach Oxford, die zehn Übernachtungen an Bord umfasst, kostet £ 795.

Weitere Anbieter sind u.a.:
Reed Boats
Tranquil Rose Hotel Boat Holidays
Periwinkle Hotel Boat

Hier ein Film der Fa Canal Voyagers, die mit ihren Booten „Taurus“ und „Snipe“ auf englischen Kanälen und Flüssen unterwegs ist.

Die Burlington Arcade in London – Luxuriöse Geschäfte unter einem Glasdach

Ein Beadle am Eingang der Londoner Burlington Arcade. - © Andrew Dunn. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Nicht nur in Paris und in Mailand gibt es Einkaufspassagen, die unter einem verglasten Dach einen Einkausbummel in luxuriösen Geschäften bieten, auch London kann mit so etwas aufwarten und zwar im vornehmen Stadtteil Mayfair mit der Burlington Arcade, die die Bond Street mit Piccadilly verbindet.

Am 20. März 1819 wurde die Einkaufspassage eröffnet, deren Geschäfte überwiegend Waren für Leute mit einem größeren Geldbeutel anboten, was auch heute noch zutrifft. So finden sich hier z.B. mehrere Juweliere und Uhrengeschäfte. Die Firma The Vintage Watch Company bietet mit mehr als 800 restaurierten Rolex-Uhren das weltweit größte Angebot in diesem Segment. Wer sich eine Luxusuhr der Marke Rolex aus dem Jahr 1915 zulegen möchte, kann das hier tun, vorausgesetzt man ist in der Lage  £ 7000 bis  £10 000 dafür auszugeben.
Bei den alt eingesessenen Firmen Church’s und Crockett & Jones kann man edle Schuhe erwerben und die St. Petersburg Collection offeriert Kreationen von Theo Fabergé.

Eine Besonderheit der Burlington Arcade sind die Beadles, das sind elegant gekleidete Herren, deren Aufgabe es ist, für Ruhe und Ordnung in der Passage zu sorgen. So sehen es diese Herren gar nicht gern, wenn dort gepfiffen oder gerannt wird; auch aufgespannte Regenschirme sind in der Arcade unerwünscht. So erzählt Mark Lord, der oberste Beadle auf den Webseiten der Burlington Arcade, das einmal einer seiner Vorgänger einem vor sich hin pfeifenden Mann auf die Schulter tippte und ihn darauf aufmerksam machte, dass Pfeifen in den heiligen Hallen der Arcade nicht gestattet ist. Es stellte sich heraus, dass der Pfeifer niemand anderes als Paul McCartney war, der sich sofort dafür entschuldigte. Der Beadle aber sagte: „As it’s you, Paul, it’s all right“ und von da ab pfiff Paul McCartney jedesmal wenn er die Einkaufspassage betrat, vergnügt vor sich hin.

Hier ein filmischer Rundgang durch die Passage.

Auch wenn man keine Vintage Rolex-Uhr kaufen möchte, ist ein Besuch in der Burlington Arcade schon ein besonderes Erlebnis.

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Village Greens – Ein wichtiger Bestandteil vieler englischer Dörfer

Great Bentley (Essex). – © Copyright terry joyce and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Village Greens“ sind das Herzstück vieler englischer Dörfer. Vielleicht am besten mit dem deutschen Dorfanger vergleichbar, werden die Grünflächen gern für Dorffeste und Veranstaltungen benutzt. Über 3600 Village Greens soll es in England geben und zusammen mit dem Dorfpub und der Dorfkirche stellen sie so etwas wie das typische Dorfidyll dar, das man aus den Miss Marple-Romanen Agatha Christie kennt und liebt.

Eines der größten Greens verfügt mit 170 000 Quadratmeter der Ort Great Bentley in Essex, der auch mehrfach zum „Village of the Year“ gekürt worden ist.
Auch Old Buckenham in Norfolk erhebt den Anspruch, das größte Village Green Großbritanniens zu besitzen.
Mein persönlicher Favorit ist das Village Green von Godstone in Surrey.

Die Open Spaces Society setzt sich für den Erhalt und Fortbestand dieser Grünflächen ein und auf ihrer Webseite schreibt die Organisation:

Town and village greens are the essence of rural England and Wales. Story-book images of village greens tend to be of an expanse of grass in the centre of a village complete with oak tree and seat, or a carefully-manicured recreation ground just outside the village, where cricket is played in the lengthening shadows of a summer evening, and the villagers dance round the maypole. In fact they are much more than that, and very varied.“

Ray Davies von der englische Rockgruppe The Kinks hat einen sehr schönen Song geschrieben, der den Titel trägt „Village Green Preservation Society„, der eigentlich die Hymne der Open Spaces Society sein könnte. Hier ist er in der Version von Kate Rusby hören.

Old Buckenham (Norfolk). - © Copyright James Allan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Godstone (Surrey). - © Copyright Richard Rogerson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Fortnum & Mason-Uhr in London – Hier sind die Herren Fortnum und Mason stündlich zu sehen

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181 Piccadilly, London W1A 1ER, United Kingdom, so lautet die Adresse von Londons Edelkaufhaus Fortnum & Mason, das schon 1707 von William Fortnum und Hugh Mason gegründet wurde und das sich Königlicher Hoflieferant nennen darf.
1964 wurde über dem Haupteingang des Kaufhauses eine vier Tonnen schwere Uhr angebracht, die an die Firmengründer erinnern soll. Initiiert wurde das durch den damaligen Besitzer, den kanadischen Geschäftsmann W. Garfield Weston. Zu jeder vollen Stunde gehen an der Uhr die beiden Türen auf und hinaus marschieren die 1,20m großen Figuren von William Fortnum und Hugh Mason, begleitet von Glockenspiel und Musik. Der eine hält einen Kerzenständer in der Hand, der andere ein Teetablett. Sie verbeugen sich mehrmals knapp voreinander, überzeugen sich davon, dass vor dem Kaufhaus alles in Ordnung ist und verschwinden wieder hinter ihren Türen (wenn die Mechanik nicht gerade einmal wieder verrückt spielt).

Die18 Glocken, die im Viertelstundentakt erklingen (hier zu hören), wurden übrigens in der Whitechapel Bell Foundry hergestellt, die ich an dieser Stelle schon einmal vorgestellt habe, und aus deren Produktion auch der Big Ben stammt.
Hier ist die berühmte Uhr im Film zu sehen.

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Ploughman’s Lunch – Eine Mittagsmahlzeit, die von vielen Pubs angeboten wird

Author: P.Smith. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Ich kann mich an keinen Englandaufenthalt erinnern, an dem ich nicht mindestens einmal in einem Pub einen Ploughman’s Lunch gegessen habe. Eigentlich kann man bei der Zubereitung dieses Essens kaum etwas falsch machen und es ist schnell angerichtet. Der typische Ploughman’s Lunch besteht aus einem großen Stück Käse, meist Cheddar oder Stilton, Pickles, einer eingelegten Zwiebel, Salatblättern, Butter und Brot. Natürlich gibt es auch noch andere Variationen, z.B. statt des Käse kann man eine Scheibe Pastete oder Schinken haben. Es ist in der Regel genug auf dem Teller, um locker damit bis zum Abendessen auszukommen. Ein Pint Bitter gehört zu diesem Mittagessen eigentlich dazu.

Entstanden ist der Ploughman’s Lunch 1960 aus einer Werbekampagne des Milk Marketing Board, die damit den Verkauf von englischem Käse in Pubs vorantreiben wollten.

1983 kam ein Film in die Kinos, der „The Ploughman’s Lunch“ hieß, mit Tim Curry und Jonathan Pryce in den Hauptrollen, nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan, der den Zustand Englands in der Thatcher-Ära zeigt.

Published in: on 25. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Stanley Green – Londoner Original und Exzentriker, der gegen die fleischliche Lust kämpfte.

Author: Sean Hickin. This work is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 License.

Author: Sean Hickin.
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Stanley Green (1915 – 1993) war 25 Jahre lang ein Mann, ohne den man sich die Londoner Oxford Street kaum vorstellen konnte. Diese Straße war nämlich sein Arbeitsplatz, auf der er tagaus, tagein langmarschierte und sein Anliegen vorbrachte, das ihn sein Leben lang beschäftigte: Der Verzicht auf Protein.
Auf einer großen Tafel, die er inmitten der vielen Menschen auf der Londoner Shopping-Meile hochhielt, stand:
Weniger Lust durch weniger Protein: Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Käse, Erbsen, Bohnen, Nüsse„.

Der „Protein-Mann“ sah in der „fleischlichen Lust“ hier ist nicht das Essen gemeint!) das Grundübel der Menschheit. Enthaltsamkeit bis zur Hochzeit forderte er und das wäre viel leichter zu erreichen, wenn man auf proteinhaltige Nahrungsmittel ganz oder zumindest teilweise verzichtet.

Er kam mit dieser Forderung natürlich nicht bei allen Menschen gut an, so zog er sich den Zorn so mancher jungen Dame zu, die er belehrte „In Deiner Hochzeitsnacht wird es zu spät sein, Deinen Mann davon zu überzeugen, dass Du noch Jungfrau bist, obwohl das nicht mehr zutrifft„.

Stanley Green verkaufte auf seiner „Oxford-Street-Missions-Tour“ auch eine kleine Broschüre, in der er die Vorzüge des Verzichts auf proteinreiche Nahrung noch einmal erläuterte. „Eight Passion Proteins with Care„, so der Titel der Broschüre, die er selbst herstellte, verkaufte sich innerhalb von 20 Jahren 87 000mal.

Der „Protein-Mann“ schaffte es sogar in das renommierte „Oxford Dictionary of National Biography„, in dem ein Eintrag über ihn zu finden ist. Nach seinem Ableben erschienen in einigen großen englischen Tageszeitungen Nachrufe auf ihn.
Was wäre England ohne seine mal mehr, mal weniger liebenswerten Exzentriker!

Published in: on 24. Juni 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Hadleigh Farm in Benfleet (Essex) – Einer der Austragungsorte der Olympischen Spiele 2012

Die Hadleigh Farm in Essex. - © Copyright william and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Die Hadleigh Farm in Benfleet (Essex), etwa 40 Km von London entfernt, ist einer der Austragungsorte der Olympischen Sommerspiele 2012, der außerhalb der Londoner Stadtgrenzen liegt. Hier wird das Mountainbiking stattfinden, eine olympische Disziplin, die erstmals 1996 in Atlanta in Georgia eingeführt wurde.

Der Mountainbiking-Kurs ist rund um das Hadleigh Castle gebaut worden, das dem English Heritage gehört, aber auf dem Farmgelände steht, das wiederum der Heilsarmee gehört. William Booth, der Gründer der Heilsarmee, hatte die Farm 1891 gekauft, um dort verarmten Londonern ein Asyl zu bieten. Heute findet sich auf der Farm ein „Rare Breed Centre„, wo gefährdete Nutztierrassen gehalten und gezeigt werden und das man auch besichtigen kann.

Die Wettbewerbe im Mountainbiking werden am 11. und 12. August nächsten Jahres auf dem sehr anspruchsvollen Parcours rund um Hadleigh Castle ausgetragen. Was mit der im März 2011 fertiggestellte Anlage nach den Olympischen Spielen geschehen wird, ist noch nicht endgültig entscheiden.

Wer den Kurs schon einmal virtuell abfahren möchte, kann das hier tun.

Salvation Army-Hadleigh Farm,
Castle Lane,
Benfleet,
Essex,
SS7 2AP
Tel. 01702 558550

Published in: on 23. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The World Gravy Wrestling Championships – Ringkämpfe in der Bratensoße in Stacksteads (Lancashire)

The Rose 'n' Bowl, Austragungsort der Weltmeisterschaften.    © Copyright Alexander P Kapp and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Rose ’n‘ Bowl, Austragungsort der Weltmeisterschaften.
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Wer immer schon einmal zusehen wollte wie sich zwei ausgewachsene Menschen einen Ringkampf in einer mit Bratensoße gefüllten „Arena“ liefern, der kann das in Stacksteads im Borough of Rossendale in Lancashire einmal im Jahr tun. Dann werden hier  nämlich die „World Gravy Wrestling Championships“ ausgetragen, einer jener verrückten Wettbewerbe, die es wohl nur in England gibt.

Bei den Wettkämpfen zählt nicht allein die Körperkraft der Teilnehmer, auch der „Fun Factor“ ist wichtig, d.h. jeder sollte sich für den Wettkampf besonders witzig anziehen, denn das bringt Punkte. Männer und Frauen kämpfen jeweils für sich, „Gemischt-Geschlechter-Bratensoßen-Kämpfe“ gibt es nicht (obwohl die Männer wohl nichts dagegen hätten). Jeder Kampf dauert zwei Minuten, in denen man seinen Gegner in der Bratensoße zu Fall bringen muss. Drei Punkte gibt es beispielsweise, wenn man seinen Kontrahenten mit beiden Schultern für drei Sekunden in die Soße drückt.
Es kann aber auch Strafpunkte geben, wenn man sich unsportlich verhält oder zu aggressiv zur Sache geht.
Die Gewinner erhalten die „Gravy Wrestling World Championship Trophy“ mit eingraviertem Namen.

Die nächsten Weltmeisterschaften finden am 29. August, also am Bank Holiday, statt, um Punkt 12 Uhr und zwar am
Rose ‚N‘ Bowl in der Newchurch Rd in Stacksteads, OL13 0UG, in Lancashire.
Tel. 01706 879555

Wie das bei den Wettkämpfen so zugeht, kann man hier im Film sehen.

Clapham Wood in West Sussex – Schauplatz mysteriöser Ereignisse

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Wer sich einmal in der Nähe der kleinen Gemeinde Clapham in West Sussex aufhalten sollte, dem sei geraten, einen großen Bogen um den dort liegenden Clapham Wood zu machen (wer ängstlichen Gemütes ist!). Dort geschehen seit Jahrzehnten merkwürdige Dinge und es kann passieren, dass man nicht mehr lebend aus dem Wald herauskommt.
Vier Menschen sind dort zu Tode gekommen wie z.B. der Polizist Peter Goldsmith, der in Clapham Wood wanderte und dessen Leiche man sechs Monate später fand. Der ehemalige Pfarrer von Clapham, Harry Neil Snelling, verschwand in dem Wald 1978 und seine Leiche wurde sogar erst drei Jahre später aufgefunden. Die Polizei ermittelte intensiv und nahm schließlich einen gewissen Tim Withers fest, der für alle vier Morde verantwortlich gewesen sein soll und eine lebenslängliche Freiheitsstrafe erhielt.

Doch die Serie merkwürdiger Ereignisse riss nie ab: Es gab viele Berichte über angebliche UFU-Sichtungen; Leute, die sich in Clapham Wood aufhielten, erzählten, dass sie sich verfolgt fühlten oder dass ihnen plötzlich übel wurde; Hunde verschwanden oder wurden mit tödlichen Verletzungen aufgefunden.

Dann hieß es, ein satanischer Kult treibe sein Umwesen in Clapham Wood, „The Friends of  Hecate„, der dort rituelle Tötungen von Tieren vornahm.

Was ist an diesen ganzen Geschehnissen nun Realität und Fantasie? Darüber herrschen total gegensätzliche Meinungen. Die einen meiden den Wald und fürchten sich, die anderen sagen, das ist alles Quatsch und man kann alles auf natürliche Weise erklären.
Also: Am besten man macht sich selbst ein Bild und geht einmal nachts im Clapham Wood spazieren, dann kann man anschließend berichten, ob der Wald tatsächlich „haunted“ ist oder nicht.

Hier ist eine zweiteilige Dokumentation über Clapham Wood:
Teil 1 Teil 2

Published in: on 20. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Heute vor 50 Jahren in den britischen Charts – Eden Kane: Well I ask you

Die britischen Charts vor 50 Jahren in der Mitte des Monats Juni wurden stark von US-Sängern dominiert. Unter den Top 20 waren aber auch einige Briten zu finden, so z.B. Eden Kane, ein in den 60er Jahren populärer Sänger, der aber nie zu den ganz Großen gehörte. „Well I ask you“  schaffte es im August 1961 sogar noch auf Platz 1 der britischen Single-Charts.
Geschrieben wurde der Song von Les Vandyke, der u.a. für Adam Faith, John Leyton und Petula Clark als Songwriter tätig war.

Eden Kanes richtiger Name lautete Richard Graham Sarstedt. Sein Bruder Peter Sarstedt hatte 1969 auch einen Nummer-Eins-Hit in Großbritannien mit „Where do you go to (my lovely)?“.
Eden Kane hatte noch drei weitere Top Ten Hits und dann ging es langsam bergab, denn die Beatles nahten und die hatten einfach ein riesiges Verdrängungspotential und in deren Sog gingen viele andere einfach unter.

Hier ist „Well I ask you“ zu hören.

Published in: on 19. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Lion Hotel in Shrewsbury (Shropshire)

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Charles Dickens hat hier einmal gewohnt, ebenso Charles Darwin, Benjamin Disraeli und der berühmte Geiger Paganini (und ich auch einmal). Die Rede ist vom „The Lion Hotel“ in Shrewsbury (Shropshire), mitten in der Stadt gelegen, also optimal für einen Besuch in der sehenswerten Stadt.
Der ehemalige „Coaching Inn“ stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört mit zu den sehenswerten Gebäuden von Shrewsbury. Auch im Inneren ist das Hotel sehr gemütlich eingerichtet mit einem großen Tudor-Kamin und der holzgetäfelten „Oak Bar„.
Ein besonderes Augenmerk wurde, nachdem das Hotel im Jahr 2006 einen neuen Besitzer bekam, auf die Umgestaltung des Restaurants gelegt. „The Hayward“ hat zwei AA-Rosetten und als Chefkoch wurde Ian Matfin engagiert, der unter Gordon Ramsay in dessen Londoner „Aubergine“ und bei Raymond Le Blanc im „Le Manoir aux Quats Saisons“ in Oxfordshire gearbeitet hat.

Auch wer in seinem Shrewsbury-Aufenthalt auf Wellness nicht verzichten möchte, ist im „Lion“ gut aufgehoben, denn das „Absolute Bliss Spa“ bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Behandlungen an.

59 Zimmer sind im Hotel vorhanden und die Preise reichen von £108 für ein Standard-Doppelzimmer bis zu  £140 für eine Suite. Das Frühstück ist im Preis enthalten.
Ein sehr empfehlenswertes Hotel in einer Stadt, die einen Besuch lohnt!

The Lion Hotel
Wyle Cop
Shrewsbury
Shropshire
SY1 1UY
Tel: 01743 353107

Published in: on 17. Juni 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Breaking News – Das erste Pubschild mit William und Kate ist da!!

© Copyright Trish Steel and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Kaum sind Prince William und Kate Middleton verheiratet und zum Duke and zur Duchess of Cambridge geworden, hat man schon das erste Pubschild mit dem Konterfei der beiden aufgestellt  und zwar in… Tilshead, einem kleinen Dorf in Wiltshire auf der Salisbury Plain und der Pub heißt „The Rose & Crown„.
Also: Alle William und Kate-Fans müssen diesen Pub aufsuchen, wenn sie denn einmal in Wiltshire unterwegs sind!

Hier die Adresse und ein Foto vom Pub:

The Rose & Crown
High Street
Tilshead
Wiltshire
SP3 4RY
(01980) 621062

The Rose & Crown, noch mit altem Pubschild. - © Copyright Brian Robert Marshall and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Flags courtesy of http://www.3DFlags.com..

J. Hudson & Co. in Birmingham und die Polizeitrillerpfeifen

Author: Scott Sanchez. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Als im Jahr 1829 ín London der Metropolitan Police Service ins Leben gerufen wurde, stattete man die Polizisten mit Handrasseln aus, die dazu dienten, Hilfe und Unterstützung von anderen Kollegen herbeizuholen. Da diese Rasseln nicht allzuweit zu hören und umständlich zu bedienen waren, suchte die Polizei der Hauptstadt nach einem Ersatz und fand ihn in Form der Trillerpfeife.

Den Auftrag für die Ausstattung der Polizisten mit diesem Hilfsmittel, damals „State of the Art“, bekam die in Birmingham ansässige Firma J. Hudson & Co., deren Firmengründer Joseph Hudson extra für diesen Zweck eine neuartige Trillerpfeife entwickelt hatte, die den Vorteil besaß, dass man sie im Mund halten konnte und beide Hände frei hatte, um z.B. einen Dieb festzuhalten.

Die Hudsonsche Trillerpfeife war so laut, dass man sie über eine Entfernung von 1,5 km hören konnte. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gehörte dieses Gerät zur Grundausstattung jedes Polizisten, bis dann die wesentlich komfortableren Funksprechgeräte nach und nach die Pfeifen ablösten.

Die Firma J. Hudson & Co. ist nach wie vor in Birmingham beheimatet und gehört weltweit zu den Marktführern in der Produktion von Pfeifen jeglicher Art, die unter dem Namen Acme verkauft werden. So stellt sie u.a. die Tornado 2000 her, die lauteste Pfeife der Welt, Hundepfeifen und Schiedsrichterpfeifen sind im Programm und zu den Großabnehmern zählen u.a. die NATO, die FIFA und die NFL.

Polizeitrillerpfeifen sind heute kaum noch im Einsatz, werden aber gern als Abschiedsgeschenk für aus dem Dienst scheidende Polizisten verwendet.

J. Hudson and Co. (Whistles) Ltd.
244 Barr Street, Birmingham
B19 3AH, UK
Tel: 0121 554 2124

Published in: on 15. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Wer war eigentlich…Sainsbury, nach dem die Supermarktkette benannt wurde?

Sainsbury's in Maidstone (Kent). - © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Sainsbury’s ist neben Tesco und Asda, den beiden Marktführern, in fast jeder englischen Stadt zu finden und hier kann man sich mit Lebensmitteln und anderen Dingen eindecken. Mit ca 147 000 Angestellten ist die Firma einer der großen Arbeitgeber des Landes. Wer war aber nun „Sainsbury“?

John James Sainsbury wurde am 12. Juni 1844 im Londoner Stadtteil Lambeth geboren. Mit 14 Jahren hatte er seinen ersten Job, bezeichnenderweise bei einem Lebensmittelhändler in Lambeth. Als 1863 sein Vater starb, musste John James von nun an die Familie ernähren, d.h. seine Mutter und seine beiden Schwestern. Im Alter von 24 Jahren heiratete er Mary Ann Staples und die beiden eröffneten einen Laden, in dem sie Milchprodukte verkauften und zwar in Holborn in der Drury Lane 173.

Finanziell ging es John James und Mary Ann nicht so besonders gut, sie wohnten in sehr beengten Verhältnissen über ihrem Laden. Aber es wurde nach und nach besser und sie schafften es, eine Kette von Lebensmittelläden aufzubauen, die im Jahr als der Firmengründer starb (1928) aus 128 Einheiten bestand. Bis 1995 war Sainsbury’s Marktführer im Vereinigten Königreich; erst dann überholte Tesco und 2003 auch noch Asda.

Die letzten Familienmitglieder der Sainsburys zogen sich Ende der 90er Jahre aus dem Unternehmen zurück; sie halten aber noch 15% der Aktien, davon hält David John Sainsbury, Baron Sainsbury of Turville die meisten. Der Geschäftsmann wohnt übrigens auch in Turville in Buckinghamshire, das ich an dieser Stelle schon einmal vorstellte.
Der Firmensitz liegt heute am Holborn Circus in der City of London.

Der Firmensitz am Holborn Circus. - © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 14. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Diver – Eine Skulptur in der Themse im Osten Londons

Author: Andrew j w. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Die Gegend um Rainham im Osten Londons gehört nicht gerade zu den schönsten der Stadt; sie ist geprägt von Industrieanlagen, die mehr oder weniger dicht an der Themse liegen. In Rainham, in der Themse, findet sich aber auch ein beachtliches Kunstwerk, das manchmal, bei Niedrigwasser, komplett zu sehen ist, sonst nur zum Teil aus dem Wasser ragt, manchmal aber, bei Hochwasser, ganz untergetaucht ist.

The Diver„, also „Der Taucher“ heißt diese Skulptur, die von John Kaufman (1941-2002) geschaffen wurde und die am 23. August 2000 um 3.30 Uhr nachts in der Themse installiert wurde. Die aus den Fluten des Flusses auftauchende Gestalt besteht aus verzinktem Stahl, wiegt drei Tonnen und ist 4,60m hoch.
John Kaufman, der im Osten Londons wohnte, verbrachte fünf Jahre mit der Realisierung seines Projekts, von der Idee bis zur Installation der Skulptur im Schlick des Flusses. Sie soll an seinen Vater Friederich Johann Andreas Kaufmann erinnern, der  selbst Taucher in den London Docks war, und an alle Männer, die gefährliche Jobs auf der Themse ausüben.

Im März 2009 nahm der Bürgermeister von London, Boris Johnson, die Skulptur in seine Liste  „100 reasons to visit London“ auf. Außerdem soll „The Diver“ auf Anstecknadeln der kommenden Olympischen Spiele in London zu finden sein.

Published in: on 13. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Queen’s Head in Little Marlow (Buckinghamshire) – Beliebt bei englischen TV-Produzenten

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Er sieht ja wirklich toll aus „The Queen’s Head“ im idyllischen Little Marlow in Buckinghamshire, und er bietet alles, was man sich von einem englischen Country Pub erwartet: Kaminfeuer im Winter, ein Biergarten im Sommer. Der gegenüber vom Manor House gelegene Gasthof stammt aus dem 16. Jahrhundert und er ist ideal für ein Pint Bitter auf der Durchreise oder aber auch für Lunch und Dinner, denn die Küche bietet deutlich mehr als den Standard „Pub Grub“ wie Ploughman’s Lunch und Sandwiches.

„The Queen’s Head“ liegt am Ende einer kleinen Straße, dem Pound Lane, ideal für TV-Produzenten, die hier Fernsehaufnahmen machen können, ohne die Dorfbewohner allzusehr zu stören, aber auch um ungestört drehen zu können. So wurde Little Marlow mehrfach für die Krimiserie „Midsomer Murders“ („Inspector Barnaby“) zum Schauplatz schrecklicher Verbrechen und auch „The Queen’s Head“ wurde mit einbezogen wie in Folge 4 der 1. Staffel „Faithful unto Death“ (dt. „Treu bis in den Tod“). In dieser Folge wurden sowohl Außen- als auch Innenaufnahmen des Gasthofs gemacht.

Auch für die letzte gedrehte Folge der Serie „Inspector Morse„, das außerordentlich traurige „The Remorseful Day„, in der der Oxforder Kriminalbeamte stirbt, wurde der „Queen’s Head“ in Little Marlow ausgesucht.

The Queen’s Head
Pound Lane
Little Marlow SL7 3SR,
Tel. 01628 482927

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto der Visitenkarte des Pubs.

Eigenes Foto der Visitenkarte des Pubs.

Who Killed Cock Robin? – Kinderreim, TV-Krimi, Walt-Disney-Film

This photo was taken by Andreas Trepte, http://www.photo-natur.de. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.

Der englische Kinderreim „Who Killed Cock Robin?“ soll erstmals im 18. Jahrhundert aufgetaucht sein; möglicherweise ist er aber noch viel älter. Es geht dabei um ein Rotkehlchen, das von einem Pfeil getötet wird und auf die Frage „Wer hat Cock Robin getötet?“, antwortet der Spatz „Ich habe ihn getötet mit meinem Pfeil und Bogen“. Auf jede weitere Frage, antwortet jeweils ein anderes Tier.

Was für ein Sinn dahinter steckt, ist Gegenstand von Spekulationen. Möglicherweise ist es eine Anspielung auf den Tod von König William II, der im Jahr 1100 von einem Pfeil getötet wurde oder aber mit besagtem Cock Robin ist Robin Hood gemeint. Wie auch immer, es ist ein hübscher Reim.

Walt Disney hat das Thema 1935 in einem Zeichentrickfilm verarbeitet, der für den Oscar nominiert  und 1936 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet wurde. Hier ist der Film in voller Länge zu sehen.

Who Killed Cock Robin?“ (dt. „Leichen leben länger“)  ist auch der Titel der Episode 17 in der 4. Staffel der TV-Krimiserie „Midsomer Murders„, in der Inspector Barnaby den Mörder Robin Wooliscrofts finden muss, der nach einer Party tot in einem Brunnen aufgefunden wird.

Vertont wurde das Lied auch mehrfach.Ich habe hier einmal die Version von Bird Radio als Beispiel genommen. Bird Radio ist eine Ein-Mann-Band, die in der Person von Mikey Kirkpatrick  aus Herefordshire besteht.

Hier ist der vollständige Text des Gedichts:

„Who killed Cock Robin?“ „I,“ said the Sparrow,
„With my bow and arrow, I killed Cock Robin.“
„Who saw him die?“ „I,“ said the Fly,
„With my little eye, I saw him die.“
„Who caught his blood?“ „I,“ said the Fish,
„With my little dish, I caught his blood.“
„Who’ll make the shroud?“ „I,“ said the Beetle,
„With my thread and needle, I’ll make the shroud.“
„Who’ll dig his grave?“ „I,“ said the Owl,
„With my pick and shovel, I’ll dig his grave.“
„Who’ll be the parson?“ „I,“ said the Rook,
„With my little book, I’ll be the parson.“
„Who’ll be the clerk?“ „I,“ said the Lark,
„If it’s not in the dark, I’ll be the clerk.“
„Who’ll carry the link?“ „I,“ said the Linnet,
„I’ll fetch it in a minute, I’ll carry the link.“
„Who’ll be chief mourner?“ „I,“ said the Dove,
„I mourn for my love, I’ll be chief mourner.“
„Who’ll carry the coffin?“ „I,“ said the Kite,
„If it’s not through the night, I’ll carry the coffin.“
„Who’ll bear the pall? „We,“ said the Wren,
„Both the cock and the hen, we’ll bear the pall.“
„Who’ll sing a psalm?“ „I,“ said the Thrush,
„As she sat on a bush, I’ll sing a psalm.“
„Who’ll toll the bell?“ „I,“ said the bull,
„Because I can pull, I’ll toll the bell.“
All the birds of the air fell a-sighing and a-sobbing,
When they heard the bell toll for poor Cock Robin.

www.bierzwerg.de – Hier bekommt man Real Ales aus England

Author: Ranveig. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

In deutschen Super- bzw. Getränkemärkten sind Biere aus England selten zu finden. Um in den Genuss eines Real Ales zu kommen, muss man also entweder nach England fahren… oder man ordert seine Lieblingssorte online bei der Firma Bierzwerg, die ihr Lager kürzlich von Köln ins münsterländische Greven verlegt hat. Beim Bierzwerg bekommt man Bier-Raritäten aus der ganzen Welt, so auch aus Großbritannien.

Hier einige Beispiele:
– Von der an dieser Stelle am 08.02.2010 schon vorgestellten Adnams Brewery in Southwold (Suffolk) gibt es das „Bitter Classic“ in der Halbliterflasche
– Von der Brauerei Wychwood in Witney (Oxfordshire), hier vorgestellt am 03.05.2011, kann man das berühmte „Hobgoblin“ ordern oder deren „Goliath“, „Wychcraft Blonde Beer“ und „Scarecrow Golden Pale“
– Die Black Sheep Brauerei in Masham (North Yorkshire) stellt das „Monty Python’s Holy Grail Ale“ her, das es im Angebot der Firma für € 2.99 gibt.

Auch einige eher exotische Sorten finden sich im Programm, so z.B. das „Wells Banana Bread Beer“ der Wells and Young’s Brewing Company in Bedford (Bedfordshire), die auch das „Waggle Dance Honey Beer“ herstellt. Vielleicht nicht jedermann Sache.

Beim Bierzwerg kann man sich online mit den englischen Biergenüssen eindecken, an die man sonst hier in Deutschland nicht herankommt.

www.bierzwerg.de
Bettina-von-Arnim-Straße 13
48268 Greven
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Published in: on 10. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die besten Restaurants Englands, die zur Weltspitze gehören

 

"The Fat Duck" in Bray, das fünftbeste Restaurant der Welt. - © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Alljährlich wird eine Liste der 50 besten Restaurants der Welt veröffentlicht, die den S. Pellegrino Award bekommen. Die Rangliste wird von “The World’s 50 Best Restaurants Academy” erstellt, einer Gruppe aus über 800 anerkannten Restaurant-Experten, die aufgrund ihrer spezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse auf internationaler Ebene ausgewählt wurden.
Ich möchte heute einmal kurz die vier englischen Restaurants vorstellen, die es unter die Top 50 geschafft haben.

Auf Platz 5 der Rangliste steht, wie nicht anders zu erwarten, Englands nach wie vor bestes Restaurant „The Fat Duck“ in Bray (Berkshire), das ich schon einmal in meinem Blogeintrag vom 14.12.2009 porträtierte. Hier steht Heston Blumenthal am Herd, der vor allem durch seine Molekularküche von sich reden machte und dem der Michelin-Restaurantführer 3 Sterne verliehen hat. Wer dort einmal essen möchte, sollte sich sehr lange im voraus einen Tisch reservieren lassen, denn die Nachfrage ist groß. Hier ist das aktuelle „Tasting Menu“ zu sehen, das £160 pro Person kostet und für das man sich vier Stunden Zeit nehmen sollte.

Auf Platz 34 steht „The Ledbury„, das im Londoner Stadtteil Notting Hill zu finden ist. Das 2-Sterne-Restaurant wurde 2005 eröffnet und in der Küche schwingt der Australier Brett Graham den Kochlöffel. Das „Tasting Menu“ sieht in diesem Hause so aus und kostet £95.00.

Der Platz 41 wird von dem im Londoner Stadtteil Smithfield gelegenen „St. John“ eingenommen. Das Äußere des Hauses lässt nicht unbedingt vermuten, dass hier eines der 50 besten Restaurants der Welt untergebracht ist. Fergus Henderson ist hier der Chef und er bietet auf seiner Karte einiges an, was vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist; so arbeitet er gern mit Innereien bzw. mit etwas „exotischeren“ Teilen des Schweins.

Auf Platz 43 schließlich steht ein weiteres Londoner Restaurant „The Hibiscus„, im noblen Stadtteil Mayfair zu finden. Küchenchef Claude Bosi hatte früher in Pariser Restaurants gearbeitet, ging dann nach Ludlow in Shropshire, eine der englischen „Gourmetstädte, und eröffnete 2007 das „Hibiscus“ in der Maddox Street, das ihm 2 Michelin-Sterne einbrachte. Das siebengängige „Tasting Menu“ kostet bei ihm £ 100.

Hier die Adressen der Restaurants:
The Fat Duck
High Street
Bray, Berkshire 2L6 2AQ
Tel. 01628 580 333

The Ledbury
127 Ledbury Road
Notting Hill, London
W11 2AQ
Tel.  020 7792 9090

St John Bar & Restaurant
26 St John Street
London EC1M 4AY
Tel. 020 7251 4090

Hibiscus Restaurant
29 Maddox Street
W1S 2PA London
Tel.  020 7629 2999

Published in: on 9. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  

Village Signs – Dekorative Ortsschilder, die vor allem in East Anglia zu finden sind

Trowse, Norfolk. - © Copyright Evelyn Simak and licensed for reuse under this Creative Commons Lic

Mehr als 3000 Village Signs, diese dekorativen Ortsschilder, soll es in England geben, von denen die meisten in Norfolk (ca 500) und Suffolk (ca 350) zu finden sind. Neben den standardmäßigen, am Ortseingang stehenden Schildern, bilden diese holzgeschnitzten, aus Eisen, Keramik, Fiberglas oder Stein hergestellten Village Signs jeweils ein individuelles Abbild eines Ortes, auf dem z.B. Ereignisse aus der lokalen Geschichte gezeigt werden.

Im frühen 20. Jahrhundert entstanden die ersten dieser Ortsschilder in Norfolk, nachdem König Edward VII diesen Vorschlag einigen der Dörfer gemacht hatte, die auf oder am Rande des königlichen Sandringham Estate lagen.

Die Village Sign Society, 1999 von Maureen Long und Shirley Addy gegründet, setzt sich für den Erhalt dieser Tradition ein und dokumentiert die Dorfschilder in einer National Village Sign Database und Photobase.

Es gibt (gab) eine Fülle von Büchern, die sich mit dem Thema beschäftigen, z.B. Ursula BournesEast Anglian Village and Town Signs“ (Shire Publ., ISBN 978-0747805571) oder Ken Savages Serie über Village and Town Signs in den einzelnen Counties (erhältlich bei: Ken Savage, 7 Duck End, Godmanchester, Cambridgeshire, PE29 2LW) oder eine ganze Reihe von Büchern, nach Counties gegliedert, von AL Publications (2 The Hazels, Wilpshire, Blackburn, Lancashire, BB1 9HZ).

Hier einige Beispiele:

Platt, Kent. - © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Stambridge, Essex. - © Copyright terry joyce and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 8. Juni 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Der BT Tower in London – Eines der höchsten Bauwerke der Stadt

Author: Uli Harder. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Ursprünglich hieß er Post Office Tower, dann London Telecom Tower und schließlich British Telecom Tower, kurz BT Tower.
Der im Londoner Stadtteil Camden stehende, 189 m hohe Turm war eine Zeit lang  das höchste Gebäude der Stadt, bis er dann vom Tower 42 überholt wurde, der dann wiederum von One Canada Square übertrumpft wurde, der jetzt von dem noch im Bau befindlichen Shard London Bridge übertroffen wird.

Das General Post Office war der Auftraggeber des Turmes, der am 8. Oktober 1965 offiziell vom damaligen Premierminister Harold Wilson eröffnet wurde. Im Jahr darauf wurde das Gebäude auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die an den Aussichtsplatformen, dem Souvenirladen und dem Drehrestaurant „Top of the Tower“ im 34. Stock schnell Gefallen fand. Leider wurde das Restaurant aus Sicherheitsgründen 1980 geschlossen; schon 1971 explodierte dort in der Herrentoilette eine Bombe. Es war immer wieder im Gespräch, dem Restaurant eine neue Chance zu geben; zuletzt hieß es, man würde das „Top of the Tower“ zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr wieder eröffnen, aber auch das scheint jetzt nicht mehr zuzutreffen.

1981 schloss man den kompletten Turm für die Öffentlichkeit. Bis Mitte der 90er Jahre existierte der BT Tower eigentlich gar nicht, denn er war auf keiner offiziellen Karte verzeichnet. Die British Telecom nutzt den Turm auch heute noch für Telekommunikationszwecke.

In zahllosen Filmen, Fernsehserien und Büchern spielt der BT Tower eine mehr oder weniger große Rolle; in James Herberts Roman „The Fog“ beispielsweise wird er von einem Jumbo Jet zerstört.

Jetzt ist der Turm zwar schon lange nicht mehr die Nummer Eins der Londoner Skyline, eindrucksvoll ist er aber nach wie vor, vor allem, nachdem an der Turmspitze eine gewaltige LED-Installation angebracht wurde, die die letzten 1000 Tage bis zu den Olympischen Spielen 2012 herunterzählt. Hier ein kurzer Film darüber. Das imposante Farbenspiel des BT Tower ist hier zu sehen.

BT Tower
60 Cleveland Street,
Fitzrovia W1T 4JZ
London Borough of Camden

Published in: on 7. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Trauerreden einmal anders – John Cleese und seine witzige Würdigung Graham Chapmans

Author: Alan Light. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license

Ich komme heute noch einmal auf meinen Blogeintrag vom 28.05.  zurück, in dem ich alternative Beerdigungsmusik vorstellte, die in England zurzeit populär ist. Auf Platz 1 dieser Funeral-Charts steht der Monty Python-Hit „Always look on the bright side of life„.
Dieses Lied wurde 1989 bei der Trauerfeier für Graham Chapman in der Great Hall des St Bartholomew’s Hospitals gesungen. Chapman, einer der Pythons, war am 4. Oktober 1989 gestorben. Bevor es jedoch zu dieser Gesangseinlage kam, hielt ein anderer Python, nämlich John Cleese, den wir alle als Basil Fawlty in „Fawlty Towers“ kennen, die Traueransprache.

Ganz im Sinne des verblichenen Komikers hielt Cleese eine Rede, bei der die Anwesenden in lautes Gelächter ausbrachen. Schon die ersten Worte zeigten, was Cleese vor hatte: „this glorious opportunity to shock you all on his behalf“ wollte er nicht ungenutzt lassen und so begann er:

He has ceased to be, bereft of life, he rests in peace, he has kicked the bucket, hopped the twig, bit the dust, snuffed it, breathed his last, and gone to meet the Great Head of Light Entertainment in the sky„.

Die Rede von John Cleese ging auch in die Annalen der britischen „Trauerredengeschichte“ ein, da zum allersten Mal das „F Word“ (Fuck) verwendet wurde; eigentlich kein Wunder, denn Cleese war auch der Erste, der im britischen Fernsehen das Wort „Shit“ gebrauchte.

Also – Trauerreden kann man auch anders halten und hier ist sie in Auszügen zu sehen. Der volle Text findet sich hier.

Published in: on 6. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Nicholas Hobbes: England – 1000 things you need to know

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

1000 Dinge, die man über England wissen sollte (oder auch nicht) hat der Londoner Nicholas Hobbes in seinem Buch „England: 1000 things you need to know“ (London: Atlantic Books 2008, ISBN 978-1-84354-797-6) zusammengetragen, das auf dem Umschlag den Zusatz trägt „The facts and fables, people and places, events and emblems that have shaped our heritage„.

Was findet man denn nun in diesem Buch? Hier einige Beispiele. Im Kapitel „Stage and screens“ gibt es Informationen über die großen englischen Regisseure, über die James Bond- und die Carry On-Filme. Unter „Legends and folklore“ findet man u.a. die 14 Orte, die die meisten Geistererscheinungen für sich beanspruchen können oder die Namen der guten und der bösen Feen.

Im Kapitel „Sports and pastimes“ fand ich die Informationen darüber, was aus den englischen Spielern des Fußball-WM-Endspiels von 1966 (England:Deutschland) geworden ist, recht interessant;  das Endspiel mit der heiß diskutierten Frage, ob denn der Ball nun vor oder hinter der Torlinie des deutschen Tors war.

Nicholas Hobbes‘ Buch kann man von vorn nach hinten lesen, man kann wahllos darin blättern: Man findet man ständig interessante Fakten und Informationen über England, die man vielleicht noch nicht kannte.

Published in: on 5. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Cat Stevens – Mit „Matthew & Son“ begann seine Karriere

Damals in den 60er Jahren nannte sich Steven Demetre Georgiou noch Cat Stevens; nachdem er 1977 zum Islam übergetreten war, hieß er Yusuf Islam.

Der 1948 geborene britisch-zypriotische Sänger begann seine Karriere 1967 mit dem Album „Matthew & Son„, das Platz 7 der britischen Charts erreichte. Die gleichnamige Single-Auskopplung kam sogar bis auf Platz 2.

Der Londoner Schneider Henry Matthews soll Cat Stevens zu dem Lied indirekt inspiriert haben, denn, so die Worte des Sängers:
„I had a girlfriend, and she was working for this big firm, and I didn’t like the way that she had to spend so much of her time working. The riff seemed to fit the words, Matthew and Son. There was a bit of social comment there about people being slaves to other people“.

Die Londoner Firma Matthew & Son war damals offensichtlich nicht sehr arbeitnehmerfreundlich eingestellt wie der Text zeigt:

Up at eight, you can’t be late
for Matthew & Son, he won’t wait.

Watch them run down to platform one
And the eight-thirty train to Matthew & Son.

Matthew & Son, the work’s never done, there’s always something new.
The files in your head, you take them to bed, you’re never ever through.
And they’ve been working all day, all day, all day!

There’s a five minute break and that’s all you take,
for a cup of cold coffee and a piece of cake.

Matthew & Son, the work’s never done, there’s always something new.
The files in your head, you take them to bed, you’re never ever through.
And they’ve been working all day, all day, all day!

He’s got people who’ve been working for fifty years
No one asks for more money cuz nobody cares
Even though they’re pretty low and their rent’s in arrears

Matthew & Son, Matthew & Son, Matthew & Son, Matthew & Son,
And they’ve been working all day, all day, all day!

Hier ist eine Originalaufnahme aus den 60er Jahren zu sehen.

Published in: on 2. Juni 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Robert Thompson – The Mouseman of Kilburn

Das Besucherzentrum der Fa Robert Thompson’s Craftsmen Ltd in Kilburn (North Yorkshire). – © Copyright colin grice and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Nicht weit von der A19 gelegen, in der Nähe der Stadt Thirsk in North Yorkshire, findet sich der kleine Ort Kilburn, Sitz der Firma Robert Thompson’s Craftsmen Ltd, die sich auf die Herstellung von Möbeln aus Eiche spezialisiert hat.
Robert Thompson, der von 1876 bis 1955 hier in Kilburn lebte, war ein Möbeltischler, dessen Markenzeichen eine geschnitzte Maus war, die sich auf fast allen seinen Möbeln fand. Auch auf Kirchenbänken und anderen Einrichtungsgegenständen für Kirchen war diese Maus zu finden, daher sein Namenszusatz „The Mouseman„.
1919 soll sich Thompson einmal mit einem seiner Arbeitskollegen über den Spruch „Arm wie eine Kirchenmaus“ unterhalten haben, woraus dann die Idee mit der Maus entstanden ist.

Noch heute gibt es hier in Kilburn die Firma  Robert Thompson’s Craftsmen Ltd, die von Nachfahren des „Mouseman“ betrieben wird und die klassische Möbel aus Eiche herstellt, natürlich mit der geschnitzten Maus, die z.B. an einem Tischbein oder seitlich an einem Schrank angebracht ist.

Die Firma betreibt auch ein Besucherzentrum, in dem man sich über den „Mouseman of Kilburn“ informieren kann, das T Café für die Erfrischung zwischendurch und einen Gift Shop, in dem man kleinere Holzarbeiten erwerben kann.

Robert Thompson’s Craftsmen Ltd.
Kilburn, York, North Yorkshire.
YO61 4AH England
Tel. 01347 869100

Das Buch zum Artikel:
Patricia Lenneon: Mouseman – The Legacy of Robert Thompson of Kilburn. Great Northern Books 2012. 160 Seiten. ISBN 978-1905080076.

Eine der Thompson-Mäuse in der Kilburn Parish Church. – Picture taken by Dave Sumpner and released into the Public Domain.