Belouis Some: Imagination – X-Rated Video

Eigentlich heißt Belouis Some mit richtigem Namen Neville Keighley. Der 1959 geborene Brite gehörte zur New Wave-Szene und war in den 80er Jahren tätig, konnte sich aber nie aus dem Schatten der Popgrößen seiner Zeit lösen. Auf dem Soundtrack-Album des Films „Pretty in Pink“ war er zu hören und sein größter Erfolg war ein Platz 17 in den britischen Charts mit seinem Titel „Imagination„, der aus dem Album „Some People“ ausgekoppelt wurde.

Das achtminütige Musikvideo zu „Imagination“ sorgte seiner Zeit für viel Aufregung, weil es viele erotische Szenen enthielt. Bei „youtube“ darf nur die zensierte Version gezeigt werden. Auch sonst dürfte es heute kaum noch im Fernsehen zu sehen sein. Wer sagt denn, dass die Engländer so prüde sind?
Hier ist die vollständige unzensierte Version. Wer Probleme mit „Nudity“ hat, sollte sich das Video besser nicht ansehen.

Published in: on 30. Januar 2010 at 09:29  Schreibe einen Kommentar  
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The Grimethorpe Colliery Band aus South Yorkshire

In South Yorkshire liegt der kleine Ort Grimethorpe und er gehörte zu den Orten, die in den 90er Jahren von der Bergbaukrise in England stark getroffen wurde. 1993 wurde die Mine, die zuletzt 6000 Bergarbeiter beschäftigte, geschlossen, mit verheerenden Auswirkungen auf die Region.

Seit 1917 gibt es in Grimethorpe eine Blaskapelle, die Grimethorpe Colliery Band, deren Mitglieder alle im Bergbau arbeiteten und die über viele Jahre hinweg bestimmte Privilegien gegenüber den anderen Bergleuten genossen.

Die Brass Band konnte auf Wettbewerben viele Preise gewinnen und einer der Höhepunkte in der Geschichte der Kapelle war der Gewinn der National Brass Band Championships in der Royal Albert Hall 1992 in London und dass, als die Band gerade von der Schließung ihres Bergwerks erfahren hatte. Auf  jeden Fall überlebte die Band, bekam finanzielle Unterstützung und ist auch heute noch sehr aktiv; so sind für das Jahr 2010 mindesten zwei Dutzend Auftritte in ganz England geplant.

1995 wurde ein Film über die Grimethorpe Colliery Band gedreht („Brassed Off„) mit Ewan McGregor in der Hauptrolle. Aus Grimethorpe wurde Grimley und die Band lieferte auch den Soundtrack zum Film, der weitaus erfolgreicher wurde als ursprünglich angenommen. In Deutschland lief der Film unter dem Titel „Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten“ und ist noch auf DVD erhältlich.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus „Brassed Off“:

Published in: on 29. Januar 2010 at 19:27  Comments (1)  
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Bridego Bridge bei Mentmore (Buckinghamshire)

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Sagen Ihnen die Namen Ronald Biggs und Bruce Reynolds noch etwas? Sie waren die „Masterminds“ bei jenem legendären Postzugraub vom 8. August 1963, bei dem eine Gruppe von Männern den Postzug von London nach Glasgow anhielten und 2,6 Millionen Britische Pfund erbeuteten, damals eine gewaltige Summe.

Die (Gentleman?)-Gangster brachten den Zug bei Sears Crossing unter ihre Kontrolle und fuhren ihn dann einige hundert Meter weiter zur Bridego Bridge, eine Brücke, die nicht weit von Leighton Buzzard in Bedfordshire, in der Nähe des Dörfchens Mentmore (Buckinghamshire)steht. Da ich die deutsche Verfilmung des Stoffes „Die Gentlemen bitten zur Kasse“ mit Horst Tappert in einer der Hauptrollen wirklich gut fand, habe ich die Brücke einmal aufgesucht und darunter gestanden, dort, wo die Postsäcke aus dem Zug in bereitstehende Fahrzeuge verladen wurden. Es war schon ein merkwürdiges Gefühl am Schauplatz eines der größten Verbrechen in der englischen Geschichte zu stehen.

Published in: on 27. Januar 2010 at 19:15  Comments (2)  
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The Falstaff Experience in Stratford-upon-Avon (Warwickshire) – Very Haunted!

 

Hier in der Sheep Street findet man die Falstaff Experience. – © Copyright Kenneth Allen and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Bei einem meiner zahlreichen Besuche in Stratford-upon-Avon in Warwickshire besuchte ich auch einmal „The Falstaff Experience“ in der Sheep Street im Zentrum der Stadt. Derek Acorah, ein durch das Fernsehen bekanntes Medium, hält dieses Gebäude für „one of the most frightening places I have ever encountered„.

Die Sendung „Most Haunted“ des Fernsehsenders Living TV hat dort schon einmal gedreht und die Crew verbrachte in dem Haus eine Nacht voller Schrecken. Nachdem ich die Sendung gesehen hatte, musste ich die „Falstaff Experience“ unbedingt einmal selbst besuchen und ich tat das mit meiner (etwas widerstrebenden) Frau an einem eiskalten Februartag.

Wir waren die einzigen Besucher an einem Samstagvormittag und das Haus hatte schon etwas Beunruhigendes an sich. 4o verschiedene „spirits“ soll es hier geben und fast täglich berichten Besucher von merkwürdigen Begegnungen. Wir begegneten im wahrsten Sinne des Wortes niemanden, aber ich möchte nicht unbedingt eine Nacht hier verbringen, was man aber tun kann, denn das Museum bietet fast täglich Touren nach Einbruch der Dunkelheit an.

„The Falstaff Experience“ hat eine Reihe von Preisen gewonnen und erfreut sich in Ghost-Hunter-Kreisen sehr großer Beliebtheit. Die Autorin paranormaler Untersuchungen Fiona Broome bezeichnete das Haus sogar einmal als „one of the most unique and haunted places in the world“.

Besuchen Sie doch die „Falstaff Experience“ einmal bei Ihrem nächsten Besuch in Stratford-upon-Avon. Vielleicht begegnen Sie ja einmal einem der 40 Spirits. Gegenüber dem Haus in der Sheep Street gibt es übrigens einige nette Restaurants.

Hier ist ein Film über die „Falstaff Experience“.

Published in: on 26. Januar 2010 at 20:29  Comments (3)  
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Englands ältestes Gefängnis in Hexham (Northumberland)

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Die Kleinstadt Hexham im äußersten Norden Englands in der Grafschaft Northumberland kann sich dreier Dinge rühmen. Erstens ist Hexham Geburtsort von Pete Doherty, dem Sänger der Gruppe Babyshambles und Ex-Freund von Supermodel Kate Moss, der mehrheitlich durch seine Drogenexzesse von sich reden machte. Ob man sich dieses Sohnes der Stadt aber wirklich rühmen kann, sei dahingestellt.

Zweitens findet sich hier eine sehr imposante Kirche, die Hexham Abbey.

Und drittens steht in Hexham Englands ältestes Gefängnis, d.h. es gibt noch ältere, aber dieses Gebäude wurde von Anfang an als Gefängnis konzipiert. Im Jahr 133o wurde Hexham Old Gaol gebaut und es erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als nicht besonders sicher, da es immer wieder Gefangenen gelang, aus dem Gemäuer zu flüchten; manchmal auch mit Unterstützung des Aufsichtspersonals, das dafür gern einmal die Hand aufhielt.

Bis in die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts war das Gefängnis in Betrieb, dann wurde es für gänzlich andere Dinge benutzt, als Bank, als Anwaltsbüro, als Billardhalle. Dann verfiel das Gebäude immer mehr, bis es von Grund auf renoviert wurde und seit 1980 als Museum und Touristenbüro fungiert.

Im Museum gibt es viel über die Geschichte des Gefängnisses zu sehen: Interaktive Displays stehen zur Verfügung und ein gläserner Fahrstuhl führt durch die Stockwerke des Hauses. Es gibt immer wieder im Laufe des Jahres besondere Events; also dies ist wirklich kein langweiliges, sondern ein sehr aktives Museum.

Published in: on 23. Januar 2010 at 09:48  Schreibe einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 13: Rob Rouse

Rob Rouse, 1974 geboren, war ursprünglich einmal Erdkundelehrer, bevor er auf den Stand-up-Comedy-Zug aufsprang. Nachdem er 1998 den SYTYF-Wettbewerb (So You Think You’re Funny) in Edinburgh gewann, zog er mit seinen Shows durch die Lande.
Bald wurde auch das Fernsehen auf ihn aufmerksam und Rouse wirkte in zahlreichen Sitcoms mit wie „The Bunk Bed Boys“  oder „Grownups“.

Seine letzte Show trug den Namen „My Family…and the Dog that Scared Jesus„. Das Magazin „Time Out“ nennt Rouse „A phenomenal performer…Rob Rouse is a born clown, a latter day Stan Laurel“.

Machen Sie sich hier selbst ein Bild von ihm anhand eines Auftritts in Edinburgh aus dem vergangenen Jahr:

Published in: on 22. Januar 2010 at 14:41  Schreibe einen Kommentar  
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Motorrad-Leichenwagen aus Measham (Leicestershire)

 

New Street im Measham. - © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Eine Marktlücke der besonderen Art hat Paul Sinclair aus Measham in Leicestershire ausgemacht. Wenn Motorradfahrer sterben, warum sollen sie dann in einem Auto zur letzten Ruhestätte gefahren werden? Also baute Sinclair, ein anglikanischer Pfarrer, Motorräder mit angebauten Leichenwagen.
Der Erfolg der Firma Motorcycle Funerals war so groß, dass mittlerweile über 1000 Beerdigungen in ganz England und Schottland durchgeführt wurden und Paul Sinclair will expandieren und Großbritannien mit einem ganzen Netz von Niederlassungen überziehen.

Zur Auswahl stehen Triumphs, eine Suzuki und eine Harley-Davidson. Die Suzuki Hayabusa ist Paul Sinclairs Paradestück. Das Motorrad kann über 300 km/h fahren  und hält den Weltrekord als schnellster Leichenwagen der Welt.
In anderen Ländern wie Irland, Australien und den USA wird dieser letzte Service für Biker ebenfalls angeboten.

Published in: on 17. Januar 2010 at 10:47  Schreibe einen Kommentar  
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Dozmary Pool im Bodmin Moor (Cornwall)

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Als ich einmal vom legendären, von Daphne DuMaurier in einem Roman verewigten, Jamaica Inn in Cornwall nach Süden fuhr, kam ich durch das Bodmin Moor und dort auch am Dozmary Pool vorbei. Dieser kleine, einsam gelegene See spielt in der Artus-Sage eine Rolle. Hier nämlich soll König Artur sein Schwert Excalibur aus den Händen der Lady of the Lake, der Dame vom See, erhalten haben. Als Artur im Sterben lag, soll Sir Bedivere, einer der Ritter der Tafelrunde, das berühmte Schwert auf dem Dozmary Pool der Lady of the Lake wieder zurückgegeben haben.

Der „Faust Cornwalls“, Jan Tregeagle,  ist auch mit dem See verbunden. Tregeagle war ein besonders strenger Richter im 17. Jahrhundert, der dem Teufel seine Seele verkaufte und im Gegenzug dafür viel Geld und Macht erhielt. Am Ende seines Lebens wird er dazu verdammt, den bodenlosen Dozmary-Pool mit einer einem zerbrochenen Schneckenhaus auszuschöpfen.

Übrigens ist der Dozmary Pool wie die Sage berichtet nicht „bottomless“. Während mehrerer Dürreperioden, zuletzt im Jahr 1976,  trocknete der See vorübergehend aus. So viel zur Zuverlässigkeit von Sagen.

Published in: on 16. Januar 2010 at 09:31  Comments (1)  
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Buchtipp: „Simons Katze“ von Simon Tofield

Eigentlich wollte Simon Tofield nur ein neues Zeichenprogramm testen. Er zeichnete einen Kurzfilm und stellte ihn für ein paar Freunde ins Netz. Dann brach der Server fast zusammen. Inzwischen sind es mehr als 30 Millionen Klicks auf YouTube: Simons Katze ist ein sagenhafter Mund-zu-Mund-Propaganda Erfolg aus England. Begeisterte Fans aus der ganzen Welt haben sich schon in dieses anarchische, anbetungswürdige Tier verliebt. Warum? – Jeder kennt eine Katze wie diese! Von phänomenaler Fresslust besessen schnurrt Simons Katze erfindungsreich durch den Tag. Nahezu rund um die Uhr versucht sie, mit subtilen Manövern und dreisten Kapriolen die Aufmerksamkeit ihres Besitzers zu wecken, damit dieser sie füttert. Wer Katzen kennt, wird diese lieben.
Jetzt gibt es „Simons Katze“ auch als Buch „, in Deutschland im Goldmann-Verlag erschienen. Das Original „Simon’s Cat“ steht zur Zeit auf den englischen Bestsellerlisten.

Simon Tofield, vielfach prämierter Illustrator und Filmregisseur, lebt mit seinen drei Katzen Hugh, Maisie und Jess in Bedfordshire und die Tiere haben Pate gestanden für die kleinen Abenteuer, die Simons Katze erlebt. Tofield hat gerade die Arbeiten an seinem zweiten Buch begonnen und auch weitere Filme sind in Vorbereitung.

Sehen Sie hier Simon’s Cat in „Let me in“:

Published in: on 15. Januar 2010 at 18:38  Comments (2)  
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Bananarama – Robert de Niro’s Waiting

 

Eine der ersten erfolgreichen Girl Groups waren Bananarama, die 1979 gegründet wurde. Die Gründungsmitglieder waren Siobhan Fahey, Keren Woodward und Sara Dallin und die Band hält noch heute den Rekord im Guinness Book of Records als die Girl Group mit den meisten Charthits in der Geschichte der Popmusik.

Siobhan Fahey, der Name verrät es schon, wurde in Irland geboren, Keren Woodward und Sara Dellin erblickten beide  in Bristol das Licht der Welt.

Aus dem Album „Bananarama“ (1984) stammt der Song „Robert de Niro’s Waiting„. Eigentlich sollte er „Al Pacino’s Waiting“ heißen, aber der Name Robert de Niro ließ sich textlich besser verarbeiten. Als Robert de Niro von diesem „Tribut“-Song hörte, rief er die Band an und verabredete sich mit den drei jungen Damen zum Abendessen, die darüber natürlich begeistert waren.

Regisseur des Musikvideos war der 1993 verstorbene Duncan Gibbins, der z.B. auch für Whams „Club Tropicana“  und „Who’s That Girl?“ von den Eurythmics  verantwortlich zeichnete.
Der Song erreichte Platz 3 der britischen Charts, hier zu sehen.

Published in: on 14. Januar 2010 at 19:58  Schreibe einen Kommentar  
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Das Minack Theatre in Cornwall

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Könnte es einen spektakuläreren Platz geben, um Shakespeares Drama „Der Sturm“ aufzuführen als das Minack-Freilichttheater am äußersten Südwestzipfel Englands? Ich habe leider nie eine Aufführung miterlebt, bin aber einmal durch das in die Felsklippen geschlagene Theater gegangen und konnte mir gut vorstellen wie „Der Sturm“ von einem richtigen Sturm an der Küste Cornwalls begleitet wird.

Das „Minack“ bietet 750 steinerne und teils mit Gras bewachsene Sitzplätze (ein mitgebrachtes Kissen lohnt sich immer!) bei denen die Titel der bisher gespielten Theaterstücke in die Rücklehnen der Sitze geschlagen sind.

Die Idee zu diesem Theater stammt von Rowena Cade, die einem örtlichen Ensemble ihr zum Meer abfallendes Grundstück für die Aufführung von Shakespeares „Der Sturm“ anbot. 1932 wurde das Stück mit großem Erfolg aufgeführt und Mrs. Cade baute jahrelang mit freundlichen Helfern an der Verbesserung von Bühne und Zuschauerrängen weiter.

Heute werden in der Zeit von Juni bis September alljährlich 17 Stücke aufgeführt; zu besichtigen ist das Minack Theatre aber ganzjährig. Auf dem Spielplan für 2010 stehen u.a. „Romeo und Julia“, „West Side Story“, „Jesus Christ Superstar“ und zum Saisonabschluss am 18. und 19. September die „Proms at the Minack„.“ Bring your flags, hooters and whistles and join in the fun“ steht es auf der Webseite des Minack und man möchte auf diese Weise wohl dem großen Londoner „Last Night of the Proms“ etwas Konkurrenz machen.

Sehen Sie hier einmal in die Aufführung des Musicals „Evita“ hinein.

Published in: on 13. Januar 2010 at 20:36  Schreibe einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 12: Dave Spikey

Der 1951 in Lancashire geborene Dave Spikey begann seine Karriere als Comedian im Jahr 1990. Die erste seiner vielen noch folgenden Auszeichnungen war „North West Comedian of the Year„. Das Zusammentreffen mit Peter Kay (s.a. mein Blogeintrag vom 24. Oktober 2009) erwies sich als sehr fruchtbar und beide formten eine Partnerschaft, die  viele Erfolge einbrachte wie die Shows „That Peter Kay Thing“ und „Phoenix Nights“ auf Channel 4 für die er den British Comedy Award erhielt.

Im Jahr 2003 ging er erstmals auf Tournee mit seiner Show „Overnight Success Tour“ und trat in ausverkauften Häusern auf. Die DVD zu der Show wurde ebenfalls ausgezeichnet und verkaufte sich 75 000 mal.

Zwei Jahre lang war Spikey in der populären Comedy-Gameshow „8 Out of 10 Cats“ zu sehen und der bisherige Höhepunkt seiner Karriere war ein Auftritt vor der englischen Königin.

Im Oktober letzten Jahres erschien Spikeys erstes Buch mit dem witzigen Titel „He Took My Kidney Then Took My Heart„.

Der Stand-up Comedian ist auch nach 20 Jahren noch sehr aktiv und gehört zu den populärsten „Witzbolden“ in Großbritannien. Hier ein Ausschnitt aus einer Show.

Published in: on 12. Januar 2010 at 15:56  Schreibe einen Kommentar  
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Die Kathedrale von Gloucester – einmal anders gesehen

 

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Über die ehrwürdige Kathedrale von Gloucester im Westen Englands gibt es im Internet unzählige Informationen, die ich hier nicht wiederholen möchte, dafür will ich hier einige andere  interessante Randnotizen über die Kirche geben.

Wer die Harry Potter-Filme gesehen hat, weiß vielleicht auch, dass die ersten drei Filme in der Kathedrale gedreht wurden, dabei dienten die Kreuzgänge als Korridore der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Die Schüler der benachbarten King’s School erfreuten sich der Ehre, als Statisten dabei sein zu dürfen. Eigentlich hatten die Produzenten des Films die Kathedrale von Canterbury als Drehort vorgesehen, aber dort lehnte man (trotz eines großzügigen  finanziellen Angebots) ab. Nicholas Bury dagegen, der Dekan der Kirche, gab sich als Harry-Potter-Fan zu erkennen und hieß die Filmcrew in Gloucester willkommen. Natürlich ist seitdem die Gloucester Cathedral zu einem Wallfahrtsort vieler HP-Fans aus der ganzen Welt geworden.

Eng verbunden mit der Kirche ist der Name John Stafford Smith, der 1760 in Gloucester geboren wurde und in der Kirche begraben ist. Smith war wie sein Vater Organist und ist heute eigentlich nur noch bekannt als Komponist der amerikanischen Nationalhymne „The Spar-Spangled Banner„.

Wenig bekannt dürfte sein, dass hinter den Kulissen der Kathedrale viele Menschen wirken. 50 Festangestellte gibt es hier, darunter Steinmetze, Musiker und Verwaltungspersonal. Darüberhinaus gehen etwa 400 ehrenamtliche Helfer ihren unterschiedlichen Aufgaben nach, z.B. als Führer, Blumenarrangeure oder Bellringer.

Allein die Flower Guild, die für den Blumenschmuck verantwortlich ist, hat 60 Mitglieder und arrangiert täglich die Blumen in der Kathedrale neu.

Am Sonntag sind die Bellringer mit ihrer schweißtreibenden Arbeit an der Reihe; dienstags treffen sie sich um 19.30 Uhr zum Üben.

Hier ein kurzer Film über die Kathedrale.

Published in: on 8. Januar 2010 at 10:16  Schreibe einen Kommentar  
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Bob Ainsworth – Verteidigungsminister Großbritanniens

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Man verliert leicht den Überblick über das britische Kabinett, da recht häufig die Ressorts neu besetzt werden. So ging auch das britische Verteidigungsministerium am 5. Juni 2009 in neue Hände über. Bob Ainsworth ersetzte John Hutton, der lediglich neun Monate im Amt war. Ja, Gordon Brown hat alle Hände voll zu tun, seine Kabinettsposten ständig neu zu vergeben.

Wer ist nun Bob Ainsworth?
 Geboren wurde er am 19. Juni 1952 in Coventry. Er war gewerkschaftlich sehr stark engagiert und war von 1984-1992 im Stadtrat von Coventry u.a. als Vorsitzender des Finanzkomitees.
Seit 1992 ist der Mitglied des Parlaments. Als Regierungsmitglied war er u.a. Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Verkehr und Regionen (Januar 2001-Juni 2001), Staatsminister für Drogendelikte und organisiertes Verbrechen im Innenministerium (2001 – Juni 2003), und stellvertretender Geschäftsführer der Regierungspartei. Zuletzt war er Staatsminister für die Streitkräfte im Verteidigungsminsisterium.

Seine Äußerungen bezüglich der Kriege im Irak und in Afghanistan fanden nicht überall Beifall. So meinte er, dass zu Beginn der Kriege in den beiden Ländern, die britischen Truppen erheblich mehr Unterstützung hätten bekommen müssen.
Auch will Ainsworth an den britischen Nuklearwaffen festhalten. So sollen für ca 23 Milliarden EURO die Trident-Atom-U-Boote erneuert werden, was im Unterhaus erbitterte Gegner auf den Plan gerufen hat, die meinen, dass die Kosten dafür weit mehr betragen werden. Der Rechnungshof hat nun Ende 2009 auch noch ein großes Loch im Verteidigungsbudget fest gestellt. Es kommen also schwere Zeiten auf den Verteidigungsminister und auf seinen Chef Gordon Brown zu.

 

Published in: on 7. Januar 2010 at 13:03  Schreibe einen Kommentar  
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Screaming Lord Sutch: Jack the Ripper

In meinem Blogeintrag vom 14. November letzten Jahres über die „Monster Raving Loony Party“ erwähnte ich Lord Sutch schon einmal als den Gründer dieser skurrilen Partei. Bevor er in die „große Politik“ einstieg, betätigte er sich als Sänger und erreichte 1963 mit „Jack the Ripper“ den musikalischen Höhepunkt seiner Karriere. Am 16. Juni 1999 erhängte sich der in Depressionen verfallene Lord Sutch in London.

David Edward Sutch wurde 1940 im Londoner Stadtteil Hampstead geboren. Inspiriert von dem Sänger Screaming Jay Hawkins nannte er sich Screaming Lord Sutch, 3rd Earl of Harrow. Seine Bühnenauftritte, die von seiner Band The Savages begleitet wurden, waren makaber und etwas für Liebhaber des schwarzen Humors; so stieg Lord Sutch meist bei Beginn der Shows aus einem schwarzen Sarg.
Sein „Jack the Ripper“, das mit dem Schrei einer Frau und dem Geräusch von Schritten beginnt, erreichte gleich nach Erscheinen der Bannstrahl der  BBC, die mit dieser Art von Musik gar nichts am Hute hatte.

Der Song wurde immer einmal wieder gecovert, so z.B. von den White Stripes, den Fuzztones und von Casey Jones and the Governors.

Hören Sie hier das Original vom 3rd Earl of Harrow:

Published in: on 6. Januar 2010 at 10:11  Comments (1)  
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Stand-up Comedians Teil 11: Sean Lock

 

Sean Lock wurde 1963 in Woking (Surrey) geboren und ist ein Comedian, der im Radio und Fernsehen zu hören und zu sehen ist, aber auch mit Stand-up Shows durch die Lande zieht. Am 20. Februar beginnt seine neue Tournee „Lockipedia“ im Leicester Curve Theater und endet am 28. Mai im Telford Oakengates Theatre.

„Lockipedia“ ist, in Anspielung auf Wikipedia, „a very unreliable, misleading but highly entertaining information resource. Lockipedia is what Sean ‘knows’ about stuff.“

Sean Lock ging einen ähnlichen Weg wie viele andere Comedians auch. Sein erster Auftritt im Fernsehen war 1993 und ihm gebührt die Ehre, einer der ersten Comedians zu sein, die in der Wembley Arena auftraten. Er hatte kleine Radioshows bei der BBC und bei Channel 4 seine eigene Fernsehshow „TV Heaven, Telly Hell„. Er war auch Gast bei den beliebten Shows „Have I Got News For You“ und „8 Out Of 10 Cats“.

Sean Lock hat eine DVD herausgebracht „Sean Lock Live„, die in Londons HMV Hammersmith Apollo aufgenommen wurde. Hier ist ein Ausschnitt aus einer seiner „Apollo“-Shows.

Published in: on 5. Januar 2010 at 10:18  Schreibe einen Kommentar  
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Das größte Shopping Centre in der EU liegt in Gateshead (Tyne and Wear)

Die Stadt Gateshead im Nordosten Englands habe ich schon einmal in meinem Blogeintrag vom 16. November erwähnt, als ich den „Angel of the North“ vorstellte.

In der ca 80 000 Einwohner zählenden Stadt befindet sich das größte Shopping- und Freizeitzentrum in der ganzen Europäischen Union: Das MetroCenter. 1986 wurde es eröffnet und umfasst heute ca 340 Geschäfte.

Vier Malls gibt es hier, die nach Farben benannt sind: Rot, Grün, Blau und Gelb, dazu Einkaufsstraßen, in denen die Läden nach Themen zusamengefasst sind.  Neben unzähligen Restaurants und Imbissständen verfügt das Center über eine Bowlingbahn und das brandneue ODEON IMAX Cinema, das einzige seiner Art im Nordosten Englands.

Auf dem Gelände findet sich weiterhin eine IKEA-Filiale und ein ASDA Supercentre, ein riesiger Supermarkt. Wer das MetroCenter gleich mehrere Tage aufsuchen will und in einen Shoppingwahn verfallen ist, hat gleich nebenan mehrere Hotels zur Auswahl.
Es gibt wohl auch nur wenige Einkaufszentren in Europa, die eine eigene Kapelle und einen eigenen vollzeitbeschäftigten Kaplan haben.

Lange Zeit lieferte sich das MetroCenter in Gateshead ein Kopf-an-Kopf-Rennen, was die Größe anbelangt, mit dem Bluewater Shopping Centre, das nahe der M25 bei Greenhithe im Nordwesten Kents liegt. Das größte Einkaufszentrum Europas ist übrigens das in Istanbul gelegene Cevahir Shopping Centre.

Published in: on 3. Januar 2010 at 09:36  Schreibe einen Kommentar  
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Kennen Sie noch Manuel, den Kellner aus der Comedyserie „Fawlty Towers“?

Die Comedyserie „Fawlty Towers„, die 1975 (Folgen 1-6) und 1979 (Folgen 7-12) von der BBC ausgestrahlt wurde, gehört zu den populärsten Serien aller Zeiten in Großbritannien. Neben John Cleese als Basil Fawlty, Prunella Scales als Sybil Fawlty und Connie Booth als Polly ist auch der tolpatschige und des Englischen kaum mächtigen, spanische Kellner Manuel in Erinnerung geblieben, der seinen Chef häufig zur Weißglut trieb.

Manuel wurde von Andrew Sachs gespielt, der kein Spanier sondern ein gebürtiger Deutscher ist. Andreas Siegfried Sachs wurde 1930 in Berlin geboren und flüchtete mit seinen Eltern vor den Nazis nach England. Sachs ist mit Melody Lang verheiratet, die in der Fawlty Towers-Folge „Basil the Rat“ als Mrs. Taylor auftrat.

1959 hatte Sachs sein Filmdebüt in „The Night we dropped a clanger“ und hatte danach zahlreiche Rollen in Fernsehserien, in denen er auch heute noch mit fast 80 Jahren zu sehen ist; zuletzt in „Coronation Street„.

Als Manuel veröffentlichte Sachs auch einige Single-Schallplatten, die aber allesamt nicht erfolgreich waren.

Im Oktober 2008 stand der Name Andrew Sachs in allen Gazetten, weil er Opfer eines sogenannten „pranks„, also eines Streichs geworden war, den Russell Brand und Jonathan Ross in der „Russell Brand Show“ verübten. Sie hinterließen auf Sachs‘ Anrufbeantworter die Nachricht, dass Brand mit dessen Enkelin Georgina Baillie Sex gehabt hätte. Aufgrund dieses und ähnlicher  „pranks“ wurde Russell Brand schließlich von der BBC vor die Tür gesetzt (s.a. der Kommentar zu meinem „Russell Brand“ Blogeintrag vom 16. Dezember).
Sehen Sie hier eine Zusammenstellung einiger „Manuel“-Szenen aus „Fawlty Towers“.

Published in: on 2. Januar 2010 at 11:56  Comments (1)  
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Tough Guy Race in Perton (Staffordshire)

Wem das Ironman-Triathlon zu einfach ist, der hat in England die Möglichkeit ein Rennen mitzumachen, das wirklich etwas für harte Kerle, also für „Tough Guys“ ist. Alljährlich findet Ende Januar bei Perton in der Grafschaft Staffordshire das „Tough Guy Race“ statt, das regelmäßig nur die Hälfte aller Teilnehmer bis zum Ende durchhält.

12 km lang ist der Parcours, der mit Hindernissen nur so gespickt ist, die gefährlich klingende Namen haben wie „The Vietcong Tunnels“, „Tyre Torture“ oder „Stalag Escape“. Man muss unter Drähten, die unter Strom stehen, hindurchkriechen, hohe Wände ohne jegliche Hilfsmittel überwinden und durch tiefen Morast waten.

Ausgedacht hat sich das Ganze ein Grenadier der britischen Armee, der Trainingscamps für Elitesoldaten entwarf. Die Nachfrage, an dem Rennen teilzunehmen, ist groß, so dass sich in jedem Jahr mehrere tausende „Tough Guys“ oder auch „Tough Girls“ anmelden. Der nächste Start findet am 31. Januar 2010 statt. Die Teilnahmegebühr beträgt £135.00.
Also: Auf nach Staffordshire!

Sehen Sie hier wie es bei dem Rennen im Januar 2007 zuging:

Published in: on 1. Januar 2010 at 10:42  Schreibe einen Kommentar  
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