Die Cromer Pier Show – Varieté in einem Theater über dem Meer in North Norfolk

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Etwa 50 Piers gibt es noch an den englischen Küsten und von denen haben nur noch fünf am Kopfende ein Theater; früher waren es wesentlich mehr. Über eines dieser Theater und seine Shows möchte ich heute berichten: Die Cromer Pier Show im Pavilion Theatre im Norden der Grafschaft Norfolk.
The Only Full End Of Pier Show In The World“ steht auf der Webseite zu lesen; die anderen Pier Show Theater sind in Blackpool, Great Yarmouth, Weymouth und Worthing zu finden.

Die Pier in Cromer ist 151 Meter lang und das Theater hat 514 Sitzplätze. Schon seit 42 Jahren wird die Pier Show gezeigt, die in der Sommersaison vierzehn Wochen lang zu sehen ist. Rund 50 000 Besucher amüsieren sich so jedes Jahr am Ende der Cromer Pier. Was gibt es in der zweieinhalb stündigen Show zu sehen? Geboten wird ein bunter Mix aus Comedy, Zauberei, Artistik, Gesang und Tanz, angereichert mit vielen Spezialeffekten, viel Glitzer und Darbietungen in extravaganten Kostümen. In diesem Jahr findet die Show vom 1. Juli bis zum 30. September statt. Dieser Film zeigt einige Ausschnitte aus dem Programm des vorigen Jahres.

Vielleicht sind in diesem Jahr einige deutsche Gäste unter den Besuchern, angeregt durch den Dokumentarfilm „Seaside Special“ des deutschen Regisseurs Jens Meurer, der am 19. Januar seinen Kinostart in Deutschland hatte. Die Varietéshow steht im Mittelpunkt dieses Films, der die Problematik des Themas Brexit in dem Küstenort zeigt und wie die Einwohner und die Showmitwirkenden damit umgehen. Cromer war eine Pro-Brexit-Stadt gewesen; die unterschiedlichen Auffassungen dazu haben manchmal große Risse in den Familien und in der ganzen Gesellschaft erzeugt. Jens Meurer porträtiert in seinem Film Menschen der Stadt, die mit einer Entscheidung konfrontiert werden, die ihr Leben verändert, und nicht nur zum Positiven. Würde es heute noch einmal zu einer Abstimmung „Stay or Leave“ kommen, deren Ergebnis im Jahr 2016 nur knapp war (52% pro Brexit), so könnte es angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die deutlich geworden sind, die Mehrheit der Bevölkerung sich anders entscheiden.

Hier ist der Trailer zu „Seaside Special“.

Das Buch zum Artikel:
Martin Gore: The Road to Cromer Pier – A story about the lives and loves of the Cromer Summertime Special Show. nielsen 2019. 322 Seiten. ISBN 978-099551574.

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Published in: on 24. Januar 2023 at 02:00  Comments (1)  

Dingles Fairground Museum bei Lifton in Devon

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Wer einmal Lust auf einen „trip down memory lane“ hat und sich gerade in Devon aufhält, sollte dem Dingles Fairground Museum einen Besuch abstatten, das ganz in der Nähe der Durchgangstrasse A39 bei dem Dörfchen Linton liegt und gut ausgeschildert ist. In zwei riesigen Hallen findet man alles, was auf den Rummelpätzen seit den 1920er bis zu den 1970er Jahren anzutreffen war und viele davon kann man ausprobieren.

Ursprünglich hieß die Anlage Dingles Steam Village, wurde dann ständig erweitert und in Dingles Fairground Heritage umbenannt, im vorigen Jahr folgte dann der neue Name Dingles Fairground Museum, gemanagt vom Fairground Heritage Trust.

Auf welche Freuden kann man sich hier einstellen? Da gibt es einmal den Klassiker jeden Rummelplatzes, das Dodgem, in Deutschland meist Autoscooter genannt, bei dem man sich in knallbunten Elektrogefährten gegenseitig wegschubsen oder jagen kann. Dann ist da natürlich die Geisterbahn, der Ghost Train, bei der man im Stockdunklen unheimlichen Wesen begegnet. Die Bahn hier stammt aus dem Jahr 1947. Der Chariot Racer Ark war in den 1930er Jahren sehr beliebt; auf Motorrädern oder Tieren konnte/kann man auf diesem Karussell seine Runden drehen. Ebenfalls aus den 1930er Jahren stammt die Moon Rocket, etwas großspurig „Supersonic Sensation“ tituliert. Für kleinere Kinder stehen die gemütlichen Happy Caterpillar und Toy Town Merry Go Round bereit, während sich die Älteren an Schießbuden und dem immer wieder beliebten Spiegelkabinett, hier The Crazy Mirrors genannt, verlustieren können.

Darüber hinaus stehen in den Hallen alte Lastwagen, mit denen früher die Karussells durch die Lande transportiert wurden, Wohnwagen der Schausteller, es gibt eine Spielarkade und und und. „Fun for all the family“ mit entsprechender Lautstärke und fröhlichem Kindergeschrei. Der ideale Schauplatz für verregnete Tage.

Dieser Film zeigt einen Besuch in dem Vergnügungspark.

Photo: jthornett.
Creative Commons 2.0

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Published in: on 21. Januar 2023 at 02:00  Comments (2)  

The Kursaal – Ein prächtiges, leider leer stehendes Gebäude mit einer glorreichen Vergangenheit in Southend-on-Sea (Essex)

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1973 hatte eine englische Band einen kleinen Charterfolg mit dem Song „Little Does She Know„, der Name der Band: The Kursaal Flyers aus dem Badeort Southend-on-Sea in der Grafschaft Essex. Ein merkwürdiger Name für eine Band? Er bezieht sich auf eines der herausragendsten Gebäude der Stadt, dem Kursaal, der viele Jahre lang ein Anziehungspunkt für Touristen aus ganz Großbritannien war, neben der längsten Pier der Welt, die Southend auch zu bieten hatte und noch hat (siehe dazu meinen Blogeintrag).

Kursaal ist eines der Wörter aus der deutschen Sprache, die in die englische Einzug gehalten hat, und man findet den Begriff hin und wieder in englischen Kurorten. Der Kursaal in Southend war Teil eines der weltweit ersten, speziell für diesen Zweck errichteten Vergnügungsparks zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Was gab es hier nicht alles zu sehen: Weibliche Löwendompteure, Windhundrennen, ein Zoo mit Bären und Tigern, eine Schlittschuhbahn, eine Miniatureisenbahn, eine Wall of Death, eine Steilwand für Motorrad- und Autokunststücke, Wasserrutschen, eine Geisterbahn und eine besonders bei Männern beliebte Attraktion „Knock the Lady out of bed“ (über einem Bett befand sich eine Zielscheibe, und wenn man dort ins Schwarze traf, kippte das Bett mitsamt der darin liegenden, bikinigekleideten Dame um, die anschließend ein Tänzchen aufführte).

Im Ballroom des Kursaals traten berühmte Bands auf wie AC/DC, Queen und Deep Purple. Es war also jahrzehntelang mächtig was los im und am Kursaal. Doch dann ging es bergab: 1973 wurde der Vergnügungspark geschlossen und auf dem Gelände Wohnhäuser gebaut, der Ballroom machte dicht. Ende der 1990er Jahre versuchte man, dem Kursaal neues Leben einzuhauchen, indem nach Renovierungsarbeiten dort ein Casino, eine Bowlingbahn und ein McDonald’s eingerichtet wurden, doch letztendlich brachte das alles nichts, die glorreichen Zeiten des Kursaals und seiner Attraktionen waren ein für allemal vorüber. Das McDonald’s schloss seine Pforten, ebenso vor drei Jahren die Bowlingbahn und vor zwei Jahren das Casino. Was ist jetzt noch in dem Gebäude zu finden? Eine Filiale der Supermarktkette Tesco, ein Tesco Express. Wie traurig!

Es war einmal…Der Kursaal und seine Attraktionen im Jahr 1964.
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HAPPY NEW YEAR 2023

Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Der Jahreswechsel steht an, und bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen meinen Followerinnen und Followern in Deutschland und weltweit für ihre Treue bedanken!! Manche von ihnen begleiten mich auf den Wegen kreuz und quer durch England schon seit vielen Jahren und darüber freue ich mich immer wieder sehr. Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr!

Die Bilder in meinem letzten Blogeintrag des Jahres 2022 zeigen das Riesenrad London Eye am Ufer der Themse am Silvesterabend, illuminiert und mit Feuerwerk.

Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)

Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 31. Dezember 2022 at 02:00  Comments (11)  

Die weihnachtliche Lichtershow in Cowdray Park in West Sussex

Wo sich sonst die Gemeinde der britischen Polospieler und deren Fans treffen, in Cowdray Park in West Sussex (siehe dazu meinen Blogeintrag), findet dieses Jahr seit dem 1. Dezember wieder eine großartige weihnachtliche Lichtershow statt. Man liebt in England die vorweihnachtlichen Illuminationen sehr, ob in den Städten oder auf dem Land, wo sich die großen Herrenhäuser gern mit tausenden von Lichtern schmücken.

Die kleine, erst vor zwei Jahren gegründete Firma Light Up Trails hat in diesem Jahr in Cowdray Park ein Winterwunderland geschaffen, das die romantischen Ruinen von Cowdray House mit einbezieht. Der illuminierte Spazierweg führt 1,5 Kilometer durch das Parkgelände, auf dem für die Besucher etliche Überraschungen warten. Man begegnet Father Christmas und seinen Rentieren, neben den Ruinen ist Santa’s Grotto aufgebaut, und sowohl am Eingang als auch am Wegesrand kann man sich mit winterlichen Getränken und Naschereien stärken. Das Motto der diesjährigen Lichtershow heißt „Peace and Tranquility„, also „Friede und Stille“. Die Lichtkünstler haben, wie schon im vorigen Jahr, ganze Arbeit geleistet und Millionen von LED-Lämpchen installiert, die den Park in ein magisches Licht tauchen.
Der Eintritt ist nicht ganz billig, er kostet £20 für einen Erwachsen und £12 pro Kind. Die Veranstaltung ist noch bis zum 31. Dezember zu sehen.

Parallel zu der Lightshow in Cowdray Park hat die Firma Light Up Trails in diesem Jahr eine weitere Attraktion geschaffen, in dem Arboretum Sir Harold Hillier Gardens in Ampfield in Hampshire.

Published in: on 22. Dezember 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Norfolk Wherries – Ehemalige Frachtsegler auf dem Seengebiet der Norfolk Broads

The Albion. Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)

Die Norfolk Broads im Osten Englands sind ein Seengebiet, das besonders bei Freizeitkapitänen sehr beliebt ist. Hier schippern alle möglichen Boote herum, die an vielen Orten gemietet werden können, zum Beispiel bei Norfolk Broads Direct in Wroxham, einer Firma, die schnittige Motorboote im Angebot hat.
Hin und wieder trifft man auf ein eigenartig geformtes Segelschiff, ein sogenanntes Norfolk Wherry, das in früheren Jahrhunderten zur Beförderung von Passagieren und Lasten genutzt wurde. Die Wherries hatten einen geringen Tiefgang, und die Besatzung bestand meistens aus ein bis zwei Personen. Bis zu dreißig Tonnen konnten die Boote bewältigen, die meist über schwarze Segel verfügten. In den 1940er Jahren ging es den Wherries an den Kragen, denn die Fracht wurde lieber auf der Schiene und der Straße transportiert.

Acht dieser Boote sind heute noch übrig geblieben, von denen die Hälfte im Besitz des Wherry Yacht Charter Charitable Trusts ist, dem Norfolk Wherry Trust gehört eines, der Rest ist in Privatbesitz. Da ist zum Beispiel die Albion, die älteste aller Wherries, die im Oktober 1898 vom Stapel lief oder die Solace, die fünf Jahre jünger ist.

Abbildungen von Wherries findet man unter anderem auf Grabsteinen wie dem von Joseph Bexfield auf dem Friedhof von All Saints‘ in Thurlton in Norfolk oder auf Village Signs, zum Beispiel von Salhouse und Rockland St Mary, beide ebenfalls in Norfolk. Auch auf Pubschildern sind die Norfolkboote zu finden wie dem vom The Wherry Inn in Geldeston.

Dieser Film zeigt eine Wherry in den Norfolk Broads.

The Solace. Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Eine Wherry auf Joseph Bexfields Grab in Thurlton in Norfolk.
Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)

Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

The Wherry Inn in Geldeston (Norfolk).
Photo © Keith Evans (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 12. November 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Oxnead Hall in Norfolk – Vom ehemaligen Wohnsitz der Paston Familie zu einem sehr lauten Veranstaltungsort für Hochzeiten

Photo © Glen Denny (cc-by-sa/2.0)

Selbst deutsche Zeitungen berichteten vor einigen Tagen über Oxnead Hall in Norfolk, über ein historisches Haus, das Ende des 16. Jahrhunderts erbaut worden ist und das einmal von 1597 bis 1732 der Wohnsitz der Paston Familie war. Die Korrespondenz dieser Familie, bekannt als die Paston Letters, dient bis heute vielen Historikern als Quellenmaterial für Forschungen über das Leben in England zur Zeit der Rosenkriege und des frühen Tudorzeitalters.
Von der ursprünglichen Oxnead Hall ist nicht mehr allzu viel übergeblieben, dafür erfuhr das Gebäude einige Anbauten und heute ist die Hall ein außerordentlich beliebter Veranstaltungsort für Hochzeiten. „A terrestrial paradise“ steht auf der Webseite der Hall zu lesen, und ein Paradies für Braut, Bräutigam und Hochzeitsgäste an diesem ganz besonderen Tag muss es wohl auch sein, immerhin darf das Brautpaar, beziehungsweise deren Eltern, einen fünfstelligen Betrag hinblättern, wenn sie Oxnead Hall nutzen wollen.

Was für die einen das Paradies ist, ist für andere die Hölle. Waren es anfangs nur einige wenige Hochzeitsfeiern, die hier stattfanden, sind es jetzt so viele geworden, dass die Bewohner von Oxnead auf die Barrikaden gehen und sich zu wehren versuchen, denn an den Feiern nehmen bis zu 200 Personen teil, und da ist ein hoher Lärmpegel vorprogrammiert. Die Parties gehen bis in die tiefe Nacht, laute Musik ergießt sich über die Anwohner, die nicht mehr schlafen können, Gäste urinieren in die Gärten und der Motorenlärm der an- und abreisenden Autos nervt die Menschen im Ort tierisch. Protestaktionen wurden ins Leben gerufen und Plakate aufgehängt; „Brides and grooms are not welcome in Oxnead“ und „No more weddings. We’ve had enough“ steht auf ihnen zu lesen. Die Betreiber der „wedding venue“ tun ihr möglichstes, um den Lärm einzudämmen, doch das ist bei alkoholisierten und feierlustigen Hochzeitsgästen nicht so einfach. Über 100 Hochzeitsfeiern soll es in diesem Jahr schon gegeben haben (hier ist ein Film über eine von ihnen) und da kann man den Frust der Dorfbewohner durchaus verstehen. Bleibt abzuwarten, ob es eine Lösung für diese komplizierte Sachlage in diesem an und für sich ruhigen Teil von Norfolk gibt.

Die Einfahrt zur Hall.
Photo © Glen Denny (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 2. November 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Die Piratenstädte Hastings (East Sussex) und Penzance (Cornwall) – Ein Wettstreit um einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde

Hastings Pirate Day.
Photo © Oast House Archive (cc-by-sa/2.0)

Seit dem Jahr 2009 gibt es in der Stadt Hastings (East Sussex) an der englischen Südküste einen Pirate Day (zuletzt im Juli 2022), an dem es in den Straßen von Piraten nur so wimmelt. Da gibt es eine Parade am Meer entlang, einen „pirates fancy dress competition“, man kann Pirates Burger essen, und die Pubs der Stadt steigen voll in das Geschehen mit ein, indem Bands dort aufspielen. Hier sind einige filmische Impressionen vom diesjährigen Pirates Day. Seit zehn Jahren ist Hastings jetzt schon die „Pirate Capital of the World„.

Machen wir einen Schwenk an die äußerste Südwestspitze Englands, nach Penzance in Cornwall. Auch diese Stadt wird mit Piraten in Verbindung gebracht, durch die Oper „The Pirates of Penzance“ von Arthur Sullivan und Sir William Schwenck Gilbert, am 30. Dezember 1879 uraufgeführt, nicht in Penzance sondern in Paignton in Devon. 1983 wurde das Bühnenstück auch verfilmt mit Kevin Kline und der vor wenigen Tagen verstorbenen Angela Lansbury in den Hauptrollen.

Zwischen Hastings und Penzance besteht seit Jahren ein erbitterter Wettstreit um den Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde: Wer schafft es, zu einem bestimmten Zeitpunkt die meisten als Piraten verkleidete Menschen zusammenzubringen? Klingt ganz nach Thomas Gottschalks „Wetten dass…?“

Im Jahr 2011 gelang es der Stadt in Cornwall mit 8,734 „pirates“ in das Book of Records zu gelangen, was aber Hastings zwei Jahre später zunichte machte, indem sie mit einem Kraftakt 14 231 verkleidete Piraten versammeln konnte. Diese Demütigung wollte Penzance auf gar keinen Fall hinnehmen und startete 2014 einen neuen Versuch, Hastings zu übertrumpfen. Fast wäre es der kornischen Stadt auch gelungen, aber es fehlten 77 Piraten. Es hieß, dass einige von ihnen sich in den Pubs „festgetrunken“ und entweder keine Lust mehr hatten, sich der Zählung anzuschließen oder dazu gar nicht mehr in der Lage waren. Das gleiche wiederholte sich im Jahr 2017, auch da gelang es Penzance nicht, bei seinem Pirates on the Prom-Festival, den Rekord zu brechen und wieder könnten es die „Pubpiraten“ gewesen sein, die sich von ihren Pints nicht rechtzeitig trennen konnten, um an dem Rekordversuch teilzunehmen. In Hastings hat man sicher über den zweiten Misserfolg in der über 500 Kilometer entfernten Stadt gejubelt.

Penzance in Cornwall, die Stadt, die nicht mehr im Guinness Buch der Rekorde steht.
Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 17. Oktober 2022 at 02:00  Comments (3)  

Old Canterbury (Kent) Teil 3: Die Escape Rooms in den Westgate Towers

Schauplatz der Escape Room Games: Die Westgate Towers.
Photo © Helmut Zozmann (cc-by-sa/2.0)

Escape Rooms sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Kaum eine größere Stadt, die dieses Freizeitvergnügen nicht anbietet. Auch in Canterbury gibt es mehrere Escape Rooms, darunter einige in den Westgate Towers, das mit 18 Metern Höhe das größte Torhaus Englands und das letzte der ehemals sieben Torhäuser in der Stadtmauer von Canterbury ist. Was für ein idealer Platz für Escape Rooms! Das im 14. Jahrhundert erbaute Gebäude, das eine Zeit lang als Gefängnis diente, bietet eine gruselige Atmosphäre, was den Reiz des Spiels noch verstärkt.

Im Escape In The Towers stehen drei Räume zur Verfügung, in denen die Spieler Rätsel lösen müssen, um ihnen wieder zu entfliehen: The Crime&Punishment Lab, The Comms Room und Magna Carta Murder.

The Crime & Punishment Lab ist in einer ehemaligen Gefängniszelle untergebracht, wo die Spieler mit dem Labor des mysteriösen Dr Wellington konfrontiert werden, der hier seine Experimente durchführte und spurlos verschwand.

Im The Comms Room-WW2 The Blitz Experience müssen die Aufgaben eines kürzlich verstorbenen Luftschutzwarts im Zweiten Weltkrieg übernommen und Canterbury vor Luftangriffen geschützt werden. Verrat und Sabotage machen den Spielern diese Aufgabe noch schwerer.

In Magna Carta Murder geht es um den Raub eines der seltenen Manuskripte, die dem Westgate Towers Museum geliehen worden sind. Dieses Escape Room Game findet auch oben auf den Türmen und im Museum selbst statt.

Zwei bis fünf Teilnehmer sind jeweils möglich; man muss die Termine online buchen, das Escape in the Towers ist täglich geöffnet. Die Preise für das Vergnügen liegen, je nach Teilnehmerzahl, zwischen £21 und £31 pro Person.

Escape in the Towers
1 Pound Lane
Canterbury, Kent, CT1 2BZ

P.S. Falls jemand mit dem Begriff Escape Rooms nichts anzufangen weiß, hier ist die Definition in der Wikipedia: „Kleine Personengruppen werden … gemeinsam in einem Raum oder eine kleine Anzahl Räume eingesperrt und müssen ihr Gefängnis innerhalb einer vorgegebenen Zeit (zumeist 60 Minuten) mit Hilfe der darin versteckten Hinweise und Gegenstände wieder verlassen“.

Published in: on 16. Oktober 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

London Duck Tours – Stadtrundfahrten einmal anders

Photo © Peter Trimming (cc-by-sa/2.0)

In der Chicheley Street in London, gleich hinter dem London Eye, stehen merkwürdige Gefährte, die auf Kundschaft warten. Sie sind gelb, sehen aus wie kleine Busse, können aber wesentlich mehr als nur auf Straßen herumzufahren: Diese Fahrzeuge können auch problemlos auf der Themse schwimmen.

Die Duck Tours bieten eine andere Art an, London kennenzulernen. Die Amphibienfahrzeuge, die im 2. Weltkrieg entwickelt und bei der Invasion der normannischen Küste 1944 eingesetzt wurden, sind seit 2003 im Londoner Straßenbild zu finden. Vorbild waren die Boston Duck Tours, die in der nordostamerikanischen Stadt schon länger bei Touristen sehr beliebt sind.
10 „Ducks“ sind momentan im Einsatz, die auch Spezialtouren durchführen wie die James Bond Tour, die Treasure Hunt Tour und die D-Day Tour.

Woher kommt nun der Name „Duck Tours“? Im 2. Weltkrieg hatten die Amphibienfahrzeuge den Codenamen DUKW, aus dem man kurzerhand Duck, die Ente,  machte. Wer es genau wissen möchte, was DUKW bedeutete:

D = First year of production code „D“ is for 1942
U = Body style „U“ utility truck (amphibious)
K = Front wheel drive
W = Two rear driving wheels (tandem axle).

Im Augenblick sind die Ducks gestrandet, weil die Zufahrtsrampe zur Themse gesperrt ist. Dort wird zur Zeit der Thames Tideway Tunnel gebaut, ein riesiger 25 Kilometer langer Abwasserkanal.

Hier ist ein Film über die Duck Tours. Siehe auch meinen Blogeintrag über die Windsor Duck Tours.

In Hamburg gibt es auch so etwas, den Hafencity Riverbus, den ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann.

Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 23. September 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Sir Joseph Nickerson und Frederick Robinson, 2nd Marquess of Ripon – Zwei Männer, die Rekorde im Abschießen von Wildvögeln aufstellten

Photo © Des Colhoun (cc-by-sa/2.0)

Sir Joseph Nickerson (1914-1990) war ein erfolgreicher Farmer und Geschäftsmann, der viele Sorten Saatgut nach Großbritannien importierte und damit wohlhabend wurde. Frederick Oliver Robinson, 2nd Marquess of Ripon (1852-1923) war ein Politiker, der im Parlament den Wahlbezirk Ripon in North Yorkshire vertrat und eng mit König Edward VII. befreundet war.
Beide hatten eine Leidenschaft: Das Abschießen von Wildvögeln. Ob Rebhühner oder Fasane, es konnten gar nicht genug sein; sie schossen die Vögel nicht ab, um sie dem menschlichen Genuss zuzuführen, sie betrieben diesen sogenannten „Sport“ nur zum Amüsement und um sich damit zu brüsten, wie viele Tiere sie erlegt haben.

Nickerson versuchte immer wieder die von dem Marquess aufgestellten Rekorde zu brechen. Sir Joseph war stolz darauf, in seinem Leben 188 172 Wildvögel abgeschossen zu haben, was durchschnittlich 7841 pro Jahr entsprach. Er stellte auch einen Rekord auf; niemand vor ihm hatte an einem Tag so viele Rebhühner getötet wie er, nämlich 1059. Da kann man doch wirklich stolz darauf sein! Nickerson schrieb ein Buch über seine Leidenschaft: „A Shooting Man’s Creed„, das so etwas wie die Bibel für Jäger von Wildvögeln ist und in dem er von der grenzenlosen Freude spricht, die ihm das Töten von Vögeln bereitet hat.

Der Marquess of Ripon soll in seinem Leben 556 000 Vögel geschossen haben, wovon 241 000 Fasane waren. Bei einer Jagd auf dem Gelände von Sandringham behauptete er, in weniger als einer Minute 28 Fasane getötet zu haben (was in diesem Film nachgestellt wird, aber glücklicherweise ohne Fasane). Der Mann war regelrecht besessen davon, alles abzuschießen, was ihm vor die Flinte kam, auch vor Singvögeln machte er kein Halt. Und wenn da zufällig ein friedlich grasendes Schaf herumstand…Bäng!

Leider sind diese beiden Männer keine Ausnahme; auch heute noch wird auf dem Privatgelände vieler Großgrundbesitzer in der Jagdsaison wild herumgeballert und alles vom Himmel geholt, was Flügel hat.

Published in: on 7. September 2022 at 02:00  Comments (1)  

Die Geevor Tin Mine – Ein Touristenziel bei Pendeen in Cornwall

Photo © Jonathan Wilkins (cc-by-sa/2.0)

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts deckte Cornwall mehr als die Hälfte des Weltbedarfs an Zinn. Der Bergbau war ein wichtiger Wirtschaftszweig im äußersten Südwesten Englands, doch am Ende des 20. Jahrhunderts waren die Minen weitgehend erschöpft. 1998 wurde die letzte Zinnmine geschlossen. Die Bergbaulandschaft von Cornwall nahm man 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes auf und in vielen Teilen des Landes sind die Ruinen und Überreste der einst florierenden Bergwerke noch zu sehen.

Die Geevor Tin Mine, nördlich von St Just bei Pendeen gelegen, wurde 1990 geschlossen und, nachdem die Pumpen abgestellt waren, wurden die Stollen geflutet. Heute erfreut sich die alte Zinnmine vieler Besucher, denn man hat sie als Touristenattraktion umgebaut, die allen Interessierten einen Einblick in die Arbeitsweise des früheren Bergwerks gibt. Neben dem Minenmuseum ist sicher der Höhepunkt eines Besuches eine geführte Tour durch den noch übriggebliebenen, zugänglichen Stollen Wheal Mexico.

Die Geevor Tin Mine ist ganzjährig von Sonntag bis Freitag von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet und kostet £17.70 Eintritt für einen Erwachsenen.

Hier ist ein Film über die Geevor Tin Mine zu sehen.

Geevor Tin Mine
Pendeen
Penzance
Cornwall
TR19 7EW

Das Buch zum Artikel:
Denys Bradford Barton: A History of Tin Mining and Smelting in Cornwall . D.B.Barton 1967. 302 Seiten. ISBN 978-0851530369 (nur noch antiquarisch erhältlich).

Photo: CharNewcomb.
Creative Commons 2.0
Photo: Ian A Gratton.
Creative Commons 2.0
Published in: on 23. August 2022 at 02:00  Comments (4)  

The Millennium Puzzle Bench in Luppitt (Devon)

Photo © David Smith (cc-by-sa/2.0)

Was wurde nicht alles zur Jahrtausendwende in England erbaut! In meinem Blog habe ich nur einen winzigen Bruchteil vorgestellt wie zuletzt The Knutsford Millennium Tapestry oder davor den Torrs Millennium Walkway und die Millennium Seedbank.

Heute begeben wir uns in die Grafschaft Devon, um dort in dem Dörfchen Luppitt die Millennium Puzzle Bench aufzusuchen. Wir finden die steinerne Bank vor der Pfarrkirche St Mary’s, oberhalb des Ortes. Am Silvestertag des Jahres 2000 wurde sie enthüllt und den Bürgern beziehungsweise Kirchgängern von Luppitt zur Begutachtung und Freizeitgestaltung übergeben.

Die Millennium Puzzle Bench wiegt etwa 15 Zentner und besteht aus feinkörnigem Granit. Besondern bequem ist die steinerne Bank nicht, aber die Bequemlichkeit stand auch nicht im Vordergrund als sie in mühevoller Kleinarbeit hergestellt wurde, sondern die Rätsel, die auf ihr angebracht sind. Da gibt es beispielsweise ein Railway Maze, ein in den Stein eingeritztes Labyrinth, das der heute 91-jährige Mathematiker Sir Roger Penrose entworfen hat; vom Start soll man auf unzähligen Schleifen und Kurven, ohne zurückzusetzen, das Ziel erreichen. Wir finden auf der Bank Bilderrätsel, ein Anagramm (ein Wort, welches durch Umstellung der Buchstaben ein neues Wort ergibt), ein word square puzzle, bei dem eine Anzahl von Wörtern sowohl horizontal als auch vertikal lesbar sein müssen, und so weiter. Man braucht sehr viel Geduld, um diese in Stein gemeißelten harten Nüsse zu knacken.

Rechts das oben erwähnte Railway Puzzle.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)
…und weitere Rätsel auf der Millennium Puzzle Bench.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 26. Juli 2022 at 02:00  Comments (2)  

The Brighton Greeters – Individuelle Stadtspaziergänge mit kenntnisreichen Führern

Blick vom i360 auf Brighton.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Wenn man eine Stadt kennenlernen möchte, bietet sich als erstes eine Rundfahrt mit einem Bus an, um sich einen Überblick zu verschaffen, anschließend kann man dann die Stadt auf eigene Faust erkunden. Brighton in East Sussex bietet eine interessante Variante der Stadterkundung an: The Brighton Greeters. Das sind keine professionellen Stadtführer, sondern Menschen, die auf freiwilliger Basis Besuchern ihren Ort zeigen. Damit die Führung auch individuell bleibt, werden maximal sechs Besucher auf die etwa zweistündige Tour mitgenommen, auch Einzelpersonen werden akzeptiert. Man kann sich einfach den Vorschlägen der Greeter hingeben, kann andererseits auch seine Wünsche äußern und die Stadt unter einem bestimmten Blickwinkel erkunden. In Brighton gibt es so viel zu sehen, dass man bei seinem Besuch vielleicht ganz gern auf die Kenntnisse der Einheimischen zurückgreift. Das Besondere an dem Brighton Greeters Scheme ist, dass er absolut kostenlos ist, nicht einmal Trinkgelder werden angenommen. Gebucht werden die freundlichen Damen und Herren über www.visitbrighton.com. Hier ist ein Film über die Brighton Greeters.

Alternativ gibt es in dem Seebad an der englischen Südküste auch geführte Touren von professionellen Blue Badge Guides wie Only in Brighton oder Brighton Walks.

Die Idee mit dem Greeter Scheme entwickelte Lynn Brooks 1992 in New York, seitdem wurde sie in vielen Ländern der Welt aufgegriffen, auch in Deutschland. In England gibt es sie noch in London und in Dover. Hier ist die Website der International Greeter Association.

Published in: on 13. Juli 2022 at 02:00  Comments (3)  

The Angmering Car Jumping Spectactular in West Sussex

Der Oval Raceway, auch Angmering Raceway genannt, ist eine Autorennstrecke in der Grafschaft West Sussex, dicht an der A27 gelegen, am Rande des Ortes Angmering. An der Zufahrt zu der Rennstrecke ist ein Schild angebracht „Motor Racing is Dangerous“ und darunter ist die Höchstgeschwindigkeit mit 10 Meilen angegeben. Englischer Humor?

Hier wird das Angerming Car Jumping Spectactular ausgetragen, wobei Männer (die Mehrzahl der Fahrer sind männlich), die so richtig Bock darauf haben, Autos zu demolieren, voll auf ihre Kosten kommen und das Risiko in Kauf nehmen, gesundheitliche Schäden zu erleiden.

Bei der „Sportart“ Car Jumping geht es darum, mit einem Auto über eine Rampe zu fahren und über eine Reihe von dahinter geparkten Fahrzeugen zu springen. Dass die dabei agierenden Autos keine Neufahrzeuge sind, liegt auf der Hand. Meist ist das „Springerauto“ nach erfolgter Landung komplett schrottreif und hat vielleicht auch noch im Todeskampf eines der zu überspringenden Autos mit in den Tod gerissen. Es gibt sogar Fahrer, die einen alten Wohnwagen hinter sich herziehen, Anlauf nehmen und dann mit dem Gespann den Sprung wagen.

Gewinner des Wettbewerbs ist, wer am weitesten und höchsten gesprungen ist und den meisten Applaus der Zuschauer bekommen hat. £50 beträgt das Preisgeld.

Mir tun die Autos leid, die jahrelang treu ihren Dienst getan haben und auf diese unwürdige Weise ihr Leben beenden müssen.

Published in: on 12. Juli 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein Buchtipp – John Bevis: An English Library Journey

Foto meines Exemplares.

John Bevis hat eine Leidenschaft, die er mit keinem anderen Menschen teilt: Er sammelt Bibliotheksausweise von englischen Öffentlichen Bibliotheken und hat darüber ein Buch geschrieben: „An English Library Journey With Detours to Wales and Northern Ireland

Auf vielen Reisen, die im Mai 2010 beginnen und im Oktober 2019 enden, sucht er die Bibliotheken selbst auf und lässt sich vor Ort einen Ausweis ausstellen, was manchmal schwierig ist, da er eine Londoner Adresse hat. Mancherorts ist die Ausleihe von Büchern nur an Ortsansässige erlaubt. Nach vielen Jahren ist es John Bevis gelungen, sich von jeder englischen „library authority“ einen Ausweis zu beschaffen. Lediglich die Isles of Scilly musste er links liegen lassen, weil der Aufwand zu groß gewesen wäre. Die dort ansässige Bibliothek hat ihm aber eine „library card“ zugeschickt.

Was auf den ersten Blick etwas skurril zu sein scheint, entpuppt sich im Laufe der Lektüre des Buches aber immer mehr zu einer Standortbestimmung des englischen Bibliothekswesens, dem es gar nicht gut geht. Im Zeitraum von John Bevis‘ Reisen wurden 773 Bibliotheken im Vereinigten Königreich geschlossen, 10 000 Jobs gingen verloren, rund 30 Millionen Bücher weniger stehen zur Verfügung und die Ausleihzahlen sind drastisch zurückgegangen.
Die Library of Birmingham am Centenary Square, die für £189 Millionen erbaut worden war und die zu den größten Europas zählt, musste schon nach kurzer Zeit ihre Öffnungszeiten von 73 Stunden auf 40 Stunden pro Woche reduzieren und das Personal, ursprünglich 188 Stellen, wurde um die Hälfte gekürzt. Das sind nur einige Beispiele, die John Bevan in seinem Buch anführt.

Noch einige Worte über die Gestaltung der englischen Bibliotheksausweise. Da gibt es die unterschiedlichsten Motive, die darauf gezeigt werden. Die der Liverpool Libraries zeigen zum Beispiel das Vereinswappen des Liverpool Football Clubs mit dem Motto „You’ll never walk alone“ und der Aufschrift „Love the Reds“. Es fehlt eigentlich nur noch das Konterfei von Jürgen Klopp.

Viele Bibliotheken haben ihren Wahlspruch auf ihren Bibliotheksausweis gesetzt. „Imagine, inspire, discover“ (Stoke-on-Trent), „Read, learn, discover“ (Dudley) oder „Enjoy and explore“ (Islington).

Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einem Zitat zum Thema Bibliothek, sehr sorgfältig zusammengestellt und absolut treffend. Nur zwei Beispiele: „The only thing that you absolutely have to know is the location of a library“ von Albert Einstein und „When I got my library card, that’s when my life began“ von Rita Mae Brown.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für Bibliotheken interessieren.

John Bevis: An English Library Journey With Detours to Wales and Northern Ireland. Eye Books 2022. 268 Seiten. ISBN 978-1785633089.

Die Birmingham Library.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)
Ersatz für eine geschlossene Bibliothek? In Sloley (Norfolk).
Photo © David Pashley (cc-by-sa/2.0)
Protest gegen Bibliotheksschließungen in Gloucester.
Photo: quisnovus.
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Martha Gunn (1726-1815) – Eine Berühmtheit im Seebad Brighton

Martha Gunns Grabstein auf dem Kirchhof von St Nicholas.
Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)

Folgendes Szenario im Seebad Brighton an der englischen Südküste ist möglich:
Ich mache einen Spaziergang durch die Stadt und treffe auf einen doppelstöckigen Linienbus, auf dessen Frontseite der Name „Martha Gunn“ prangt. In Brighton und Hove haben die Busse Namen, mehr darüber in einem früheren Blogeintrag. Dann spaziere ich durch die Upper Lewis Road und finde dort an der Ecke Edinburgh Road einen Pub, der den Namen „Martha Gunn“ trägt. Anschließend statte ich dem Kirchhof der St Nicholas Church an der Church Road einen Besuch ab und sehe dort einen großen, gepflegten Grabstein mit der Inschrift:

In Memory of Stephen Gunn….Also Martha, Wife of Stephen Gunn, who was Peculiarly Distinguished as a bather in this Town nearly 70 Years. She died 2nd of May 1815. Aged 88 Years„.

Nach dem Besuch auf dem Kirchhof setze ich mich in mein Auto, stelle mein Radio auf den Sender Southdown Radio Brighton ein und höre den Song „Minute of My Time„, der gerade gespielt wird. Die Interpreten: MarthaGunn, eine Rock/Popgruppe aus Brighton.

Wer war denn nun diese Frau, deren Namen man in dem Seebad so häufig liest? Martha Gunn war von Beruf „dipper„, was man im Deutschen vielleicht mit „Bademaschinistin“ oder „Badekarrenbedienerin“ übersetzen könnte. Zu Marthas Lebzeiten waren knappe Bikinis völlig undenkbar, damals stiegen die Damen ziemlich verhüllt zum Baden ins Meer, natürlich separat von den Männern. In meist von Pferden gezogenen, sogenannten „bathing machines“ ging es an den Strand, die Damen zogen sich darin um und wagten einige zaghafte Schritte ins Wasser, unterstützt von jenen oben erwähnten Dippern. Martha Gunn war damals die bekannteste unter ihnen, sie hatte sogar gute Beziehungen zum Königshaus, speziell zu dem späteren König George IV., als er noch der Prince of Wales war und häufig Brighton besuchte.

Martha Gunn wohnte nur ein paar Schritte von ihrem Arbeitsrevier, dem Strand und dem Meer, entfernt, in der East Street Nummer 36, in einem hübschen, kleinen Haus, das noch immer dort steht, mittlerweile unter Denkmalschutz. Freunde der veganen Küche werden in dem Restaurant Kokedama, das heute unter dieser Adresse zu finden ist, voll auf ihre Kosten kommen.
Gleich um die Ecke herum, am Castle Square, residiert das Blumengeschäft Gunns Florist, das von Nachfahren von Martha betrieben wird, ein weiteres ist in der Sydney Street zu finden.

Photo: Aaron Rhys Knight.
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Eine bathing machine, zwei dipper und badefreudige Damen.
This work is in the public domain.
Published in: on 30. Juni 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Ein Besuch in Hillesheim in der Eifel, Deutschlands Krimi-Hauptstadt Teil 1: Das Krimi-Hotel

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In dieser Woche war ich für ein paar Tage in der hübschen Kleinstadt Hillesheim in der Eifel, die sich zurecht „Deutschlands Krimi-Hauptstadt“ nennt. Im ersten Teil meiner Hommage an Hillesheim möchte ich über meinen Besuch im Krimi-Hotel berichten, morgen über das Kriminalhaus, das nur wenige Schritte vom Hotel entfernt ist. Beide Einrichtungen haben einen engen Bezug zu England.

Im Krimi-Hotel hat man die Auswahl unter themenbezogenen Zimmern und Suiten, die jeweils einem Autor/einer Autorin von Kriminalromanen und Filmgestalten gewidmet sind. Ich buchte die Barnaby-Suite im dritten Stock, über deren Bett ein großes Foto von John Nettles als DCI Barnaby und seinem ersten Assistenten Daniel Casey als DS Gavin Troy hängt. An den Wänden der Suite findet man weiterhin großformatige Szenenfotos aus einzelnen „Midsomer Murders“-Episoden wie „The Killings of Badger’s Drift“ (dt.“Tod in Badgers’s Drift“), „Written in Blood“ (dt.“Blutige Anfänger“) und „Dead Man’s Eleven“ (dt. „Sport ist Mord“).
Gleich im Eingangsbereich hängt ein gerahmter Übersichtsplan des Midsomer Counties mit den realen Namen der Schauplätze in Buckinghamshire und Oxfordshire. Für einen gesunden und sicheren Schlaf der Gäste in der Barnaby-Suite sorgt eine hoch gewachsene, englische Polizistin, die in voller Montur vor dem Bett steht und auf die Eingangstür schaut, damit dort keine ungebetenen Gäste hereinkommen. In einem kleinen herausgebauten Erker hinter der Polizistin steht ein Stativ mit einem Fernglas, durch das man sich die nähere Umgebung heranzoomen kann. Eine Remineszenz an die oben erwähnte Episode „The Killings of Badgers’s Drift“, in der Iris Rainbird mit einem Fernglas von ihrem Haus aus die Nachbarschaft ausspioniert und erpresst.

Gegenüber von unserer Barnaby-Suite ist die Suite „Der Name der Rose„, in der ein Mönch in einer Kutte in voller Lebensgröße für eine gruselige Atmosphäre sorgt. Weitere Zimmer sind unter anderem James Bond, Miss Marple, Sherlock Holmes und Edgar Wallace gewidmet.

Im Restaurant des Hauses wählt man aus der „Liste des Würgers von Blackmore Castle“ sein Abendessen, das zum Beispiel aus einem Salat „Der Mörder ist immer der Gärtner“, „Das letzte Mahl“ (Hirschgulasch) oder „Ein Mord wird angekündigt“ (Tafelspitz) bestehen kann.

Ein sehr originelles Hotel für alle Krimi-Liebhaber. Nebenan steht das Hotel Augustiner Kloster (beide Hotels gehören zusammen), das durch die verheerenden Regenfälle im Juli letzten Jahres stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist und erst im nächsten Monat wieder eröffnet werden kann. Der winzige Bach zwischen den Hotels trat über seine Ufer und richtete schwere Schäden an. Im Krimi-Hotel waren vor allem die Kellerräume betroffen; nach 222 Schließungstagen konnte es am 22.2. 22 seine Pforten wieder öffnen und krimibegeisterte Gäste empfangen.

Das Krimi-Hotel
Am Markt 14
54576 Hillesheim

Eigenes Foto
Eigenes Foto
Der Duschvorhang im Badezimmer. Erinnerungen an den Film „Psycho“ werden wach.
Eigenes Foto
Ein Bild im Restaurant.
Eigenes Foto.

Fahrbibliotheken in England in Wort und Bild

Einer der Bücherbusse, die in Lincolnshire unterwegs sind.
Photo © Bob Harvey (cc-by-sa/2.0)

Man nennt sie bookmobiles oder book vans, manchmal auch travelling libraries, in Deutschland heißen sie Fahrbibliotheken, also Fahrzeuge mit einem Buchangebot, die vorwiegend in ländliche Regionen beziehungsweise in Orte fahren, in denen sich eine feste Bibliothek nicht lohnt. Gern werden sie von Kindern und älteren Menschen, die nicht mehr sehr mobil sind, genutzt. In der Regel fahren diese Bücherbusse, wie Linienbusse, nach einem festgelegten Fahrplan ihre Routen ab. Die Buchauswahl ist natürlich wegen der Platzverhältnisse überschaubar.

Es gibt Karosseriebaufirmen, die sich auf die Herstellung von bookmobiles spezialisiert haben, und so sieht jeder Bücherbus, vor allem durch die Bemalung und Beschriftung anders aus.

In der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ beziehungsweise „Inspektor Barnaby“ ist Tom Barnabys Tochter Cully einige Male als Fahrerin eines bookvans zu sehen wie zum Beispiel in „Death and Dreams“ (dt. „Trau, schau, wem!“). Dabei handelt es sich um ein nicht ganz so großes Fahrzeug.

Es wurden auch schon Romane geschrieben, in denen ein „bookmobile“ im Mittelpunkt steht wie beispielsweise „The Case of the Missing Book“ aus der Reihe „A Bookmobile Mystery“ von Jack Lombard oder „An Amish Surprise“ aus der „Berlin Bookmobile Series“ von Shelley Shephard Gray, in der die Bibliothekarin Sarah Anne Miller und ihr Bücherbus im Mittelpunkt stehen.

Im Folgenden stelle ich einmal einige englische Bücherbusse im Bild vor.

Ein ziemlich großes Exemplar in Exeter (Devon).
Photo © Robin Stott (cc-by-sa/2.0)
Auf der Isle of Wight.
Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)
Haltestelle am Village Green von Wall in Northumberland.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)
Ein Bücherbus mitten in der Einsamkeit von Shropshire. Wer mag hier wohl hinkommen?
Photo © John H Darch (cc-by-sa/2.0)
Es geht auch eine Nummer kleiner wie hier in Wakefield (West Yorkshire).
Photo © Chris Neale (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 3. Mai 2022 at 02:00  Comments (4)  

Buxton in Derbyshire Teil 1: Das Buxton Opera House – Ein architektonisch ansprechendes Gebäude am Rand des Peak Districts

Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

Anfang des 20. Jahrhunderts machte sich der Architekt Frank Matcham (1854-1920) von London aus auf den Weg in die Provinz, wo er in der Kurstadt Buxton am Rand des Peak Districts in der Grafschaft Derbyshire den Auftrag erhalten hatte, dort ein Opernhaus zu erbauen. Matcham hatte sich auf Theaterbauten spezialisiert und sich bereits mit dem Richmond Theatre in Richmond-upon-Thames, dem London Hippodrome und dem Londoner Hackney Empire einen Namen gemacht. Etwas später sollten noch die beiden berühmten Londoner Vergnügungsstätten Palladium und Coliseum folgen.

Buxton war als Alternative zu Bath in Somerset als Kurort in Mode gekommen, und man ging hier hin „to take the waters“, also um sich an den Heilquellen gütlich zu tun. Also musste die Stadt ihren Kurgästen etwas bieten und darum wurde das Opera House errichtet. In den ersten Jahrzehnten seines Bestehens wurde das Theater gut angenommen, und es zeigte erfolgreiche Produktionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es mit den Live-Veranstaltungen vorbei, stattdessen wurde das Gebäude als Kino benutzt. Aber auch das Interesse an Filmvorführungen ließ allmählich nach, so dass das an und für sich stolze und schöne Gebäude verfiel und Mitte der 1970er Jahre geschlossen wurde. Glücklicherweise sah man von einem Abriss ab, sondern steckte im Gegenteil eine Menge Geld in das Opera House, um es zu renovieren. Nach dem Abschluss der jahrelangen Renovierungsarbeiten steht den Bürgern der Stadt und den Kurgästen jetzt wieder ein schönes Theater zur Verfügung, in dem 900 Menschen Platz finden.

Während des jährlichen Buxton Festivals werden im Opera House auch wieder Opern aufgeführt, leichtere Kost wird beim Buxton Festival Fringe aufgetischt (Comedy, Tanz, Filme etc.), das in diesem Jahr vom 6. bis zum 24. Juli stattfinden wird.

Zusammen mit dem Pavilion Arts Centre, das in den Komplex mit einbezogen ist, verfügt Buxton also über ein gutes kulturelles Angebot, und das mitten in der Provinz. Leider wird das Niveau aber auch zeitweise wieder gesenkt durch Auftritte beispielsweise der Dream Boys. Wo Oper draufsteht, ist also nicht immer Oper drin.

Dieser Film zeigt einen Drohnenflug über das Opernhaus.

Photo © Jim Osley (cc-by-sa/2.0)
Photo © Anthony O’Neil (cc-by-sa/2.0)

Shoreham Houseboats – „“Britain’s wackiest street” 

Ein Minensuchboot.
Photo: Nicholls of the Yard.
Creative Commons 2.0

Wir bleiben heute noch einmal in Shoreham-by-Sea in West Sussex. An der Riverbank am Fluss Adur gibt es eine Ansammlung von mehr als vierzig absonderlichen Hausbooten, die sich über einige hundert Meter am Ufer dahinzieht. „Britain’s wackiest street“ hat der Daily Mirror diese houseboat community einmal genannt. Niedergelassen haben sich hier Handwerker, Künstler und Menschen, die gern einen alternativen Lebensstil bevorzugen.

Bereits in den 1970er Jahren versammelten sich hier die ersten Hausbootbesitzer und es wurden immer mehr. Das Besondere an der Community ist, dass wir es mit Hausbooten zu tun haben, die in dieser Form einmalig sein dürften.
Da liegt zum Beispiel ein fünfzig Meter langes ehemaliges Minensuchboot, das in ein geräumiges Wohnhaus umgebaut worden ist. Dann finden wir hier die ziemlich abgewrackte Fähre Verda, die früher einmal in Portsmouth im Dienst war, auf die ein ehemaliger Linienbus aus den 1970er Jahren montiert worden ist. Daneben steckt eine Rakete im Schlamm mit der Aufschrift „Peace One Day“.

Ein witziges Boot liegt am River Adur vor Anker, in das ein dreirädriger Reliant Robin eingearbeitet wurde. Eine weitere, ehemalige Fähre, die „Shieldsman“ ist kaum noch als eine solche zu erkennen.

Diese ganze Community wirkt allerdings weitgehend ziemlich ungepflegt und erinnert an eine große Müllhalde. Man kann sich die Shoreham Houseboats von der rückwärtigen Seite ansehen, wo ein ehemaliger gepflasterter Treidelpfad vorbeiführt. Das eine oder andere Boot steht auch zum Vermieten zur Verfügung wie dieser Film zeigt.

Hier ist ein Film, in dem uns The Bald Explorer (Näheres über ihn demnächst an dieser Stelle) die Anlage zeigt.

Hausboot „Verda“.
Photo: Rob_sg.
Creative Commons 2.0
Das Reliant Robin-Boot.
Photo: In Memoriam: me’nthedogs.
Creative Commons 2.0
Die Ex-Fähre „Shieldsman“.
Photo: Les Chatfield.
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The Pathfinder March – Eine 74 Kilometer lange Laufstrecke durch Teile von Cambridgeshire

Beginn und Ende des Pathfinder March.
Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

Vergesst den Marathonlauf mit seinen läppischen 42,195 Metern, das ist was für Weicheier. Der Pathfinder March in Cambridgeshire ist „the real thing“, der ist nämlich 74 Kilometer lang, und der kann entweder im Gehen oder im Laufen zurückgelegt werden. Mit Pfadfindern hat er nichts zu tun, sondern mit der Pathfinder Force, einer speziellen Abteilung der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg, die für die Zielmarkierung der ihr folgenden Bomberverbände zuständig war. Stationiert war die Pathfinder Force auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Wyton in Cambridgeshire, und hier beginnt und endet der Pathfinder March auch, bei dem jedes Jahr bis zu dreihundert Teilnehmer gezählt werden. Ausgetragen wird der Lauf immer an einem Samstag, der der Sommersonnenwende am nächsten liegt.

Wer da mitmachen möchte, muss früh aufstehen, denn der Startschuss für die „Walker“ fällt schon um 4 Uhr; die „Runner“ können etwas länger schlafen, sie gehen um 8 Uhr auf die Piste. Noch später starten die Staffelläufer, die sich die Strecke also aufteilen; für sie beginnt der March um 9.30 Uhr. Die erste Hälfte der Strecke führt von RAF Wyton nach Longstanton, dem Half Way Point, wo The Black Bull verführerisch am Wegesrand steht, doch der ist für die Teilnehmer tabu (oder?). Von hier aus geht es auf dem Rundweg weiter, zurück nach Wyton. Acht Kontrollposten müssen auf der gesamten Strecke passiert werden, auf denen jeweils die Teilnehmerkarten gelocht werden müssen, als Nachweis, dass man auch wirklich dort gewesen ist (und nicht geschummelt und ein Taxi genommen hat).

Auf dem Weg kommt man an einem Ort vorbei, der Warboys heißt; auch hier gab es einen Militärflugplatz, dessen Name, RAF Warboys, allerdings nicht mit den hier stationierten „warboys“ zu tun hatte, denn den Ortsnamen gibt es schon seit rund tausend Jahren.

Der Zeitrahmen für den Pathfinder March beträgt zwanzig Stunden; wer es in dieser Zeit nicht geschafft hat, sollte ernsthaft überlegen, ob er/sie im nächsten Jahr erneut teilnimmt.

Wer den Weg, oder eine Teilstrecke davon, ohne Zeitdruck zurücklegen möchte, kann das das ganze Jahr über tun, die Strecke ist sehr gut ausgeschildert.

Hier führt der Pathfinder March entlang.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)
Steht verführerisch am Wegesrand: The Black Bull in Longstanton.
Photo © Hugh Venables (cc-by-sa/2.0)
Photo: michellebflickr.
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Published in: on 5. April 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

„Horror at Hinchingbrooke House“ – Eine Gruselveranstaltung in Huntingdon (Cambridgeshire)

Photo © Duncan Grey (cc-by-sa/2.0)

Bis 1956 war das Hinchingbrooke House in Huntingdon in der Grafschaft Cambridgeshire Sitz der Familie Sandwich (zu denen der vierte Earl gehörte, der Erfinder des Sandwichs). Anschließend wurde es bis heute als Schule verwendet, aber es steht auch für Tagungen und Hochzeiten zur Verfügung und…für die Gruselveranstaltung „Horror at Hinchingbrooke House„, die immer in der Zeit um Halloween herum stattfindet. Das Haus steht im Ruf „haunted“ zu sein (es gibt mehrere Berichte von Geistererscheinungen wie zum Beispiel von einer Nonne, die wegen einer Liebesbeziehung zu einem Mönch hingerichtet wurde), also beste Voraussetzung für eine „interactive and realistic horror experience„.

Was erwartet nun die Besucher im Hinchingbrooke House? Sie treffen auf viele Horrorgestalten wie den Mann mit der Kettensäge, auf Freddie Krueger aus der „Nightmare“-Filmreihe, auf einen Horror-Clown, auf Figuren aus den Gruselfilmen „The Purge – Die Säuberung“, „Silent Hill“ und „Psycho“.

Wie läuft das Ganze ab? Gruppen von 8 bis 12 Personen werden durch das Hinchingbrooke House und das Gelände um das Haus herum geschleust, die ganz auf sich allein gestellt sind. Auf der rund einstündigen Tour begegnen sie diesen Horrorgestalten, die von leibhaftigen Menschen dargestellt werden. Wem es zu gruselig wird, der hat keine Chance, die Tour vorzeitig zu beenden. Dann heißt es, Zähne zusammenbeißen, Augen zu und durch. Kinder unter zwölf Jahren, Herzkranke und Schwangere sind nicht zugelassen, denn hier handelt sich es um „one of the scariest events in the UK„.

Ticket holders may experience intense audio and lighting, extreme low visibility, strobe lights, fog, damp or wet conditions, high and low temperatures and a physically demanding environment„. Na, klingt das nicht verlockend? Die Ticket kosten zwischen £19.95 und £29.95. In diesem Jahr finden die Touren vom 22. bis zum 29. Oktober statt.

Dieser Film bietet schon einmal einen Vorgeschmack.

Hastings in East Sussex Teil 2: Source Park – Die größte unterirdische Skater- und BMX-Anlage der Welt

Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Nur einige Schritte von der Pier und der gestern vorgestellten Bottle Alley entfernt, liegt eine weitere Attraktion der Stadt Hastings in East Sussex, zumindest was die Skater- und BMX-Gemeinde betrifft: Source Park, die größte unterirdische Anlage der Welt für die Freunde dieser Sportarten. Und um noch eins draufzusetzen: Hier befindet sich auch noch der weltgrößte BMX-Laden; kein Wunder, dass der Source Park junge Männer und Frauen aus dem ganzen Land anlockt. Wer nicht aktiv sein will, der kann sich das Geschehen auf der Anlage auch von der Tribüne aus ansehen.

Diese unterirdischen Räumlichkeiten wurden in der Vergangenheit für unterschiedliche Zwecke benutzt, so zum Beispiel als Badeanstalt. Die White Rock Baths wurden 1876 eröffnet, getrennt als The Ladies Bath und The Gentlemen’s Bath, und und später von dem Bauingenieur Sidney Little, der auch die Bottle Alley geschaffen hat, neu gestaltet.

Die beiden Brüder Richard und Marc Moore kamen auf die Idee, aus den ehemaligen White Rock Baths eine riesige Anlage für Skater und BMX-Fahrer zu machen, sie selbst sind begeisterte Skater, und eröffneten die Anlage im Jahr 2016. Sie ist täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, das gilt auch für den Laden.

Hier ist ein Film über Source Park.

Source Park
White Rock

Hastings TN34 1JL

Published in: on 25. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Die Alwinton Border Shepherds‘ Show in Northumberland – Von Schafen, schlauen Hunden und Ringkämpfern

Dudelsackspieler aus Northumberland bei der Show in Alwinton.
Photo © David Clark (cc-by-sa/2.0)

Viel Abwechslung und Amüsement gibt es mitten in Northumberland nicht, da kommt es den wenigen Bewohnern dieses Gebietes (die Grafschaft ist die am dünnsten besiedelste Englands) gerade recht, wenn einmal im Jahr eine richtig schöne Landwirtschaftsshow abgehalten wird, die Alwinton Border Shepherds‘ Show, und zwar in dem kleinen Dorf Alwinton. Am jeweils 2. Samstag im Oktober findet diese „Country Fair“ statt, in diesem Jahr am 8. Oktober und das, wenn ich das richtig sehe, zum 154mal.

Im Mittelpunkt der Show stehen die Schafe, von denen es hier im Border Country an der Grenze zu Schottland jede Menge gibt. Die schönsten Tiere werden ausgezeichnet, einige müssen aber auch (ob sie wollen oder nicht) bei den Sheep Dog Trials mitmachen; das sind die Wettbewerbe, bei denen Border Collies verschiedene Aufgabe bekommen, mit dem Ziel eine kleine Herde von Schafen in ein „pen“, einen Pferch, zu treiben. Wenn alle Schafe darinnen versammelt sind und das Gatter geschlossen ist, ist die Aufgabe von Hund und „Handler“ erfüllt. Den Border Collies scheint das Spaß zu machen, den Schafen eher nicht. Wie das Ganze abläuft, kann man in diesem Film sehen.

Auf der Show in Alwinton gibt es natürlich noch sehr viel mehr Attraktionen: Hunderennen, Fell Races (Querfeldeinrennen jeweils für Erwachsene und für Kinder), Ringkämpfe im Cumberland & Westmorland-Stil und jede Menge Verkaufsbuden und Erfrischungsstände, sowie Autoscooter und die unvermeidliche Hüpfburg.

Wenn nach diesem ereignisreichen Samstag alles abgebaut ist, kehrt wieder Ruhe in Alwinton ein und das kleine Dörfchen versinkt bis zum nächsten Oktober erneut in einen Dornröschenschlaf.

Ob ich wohl zum schönsten Schaf der Landwirtschaftsshow gekürt werde?
Photo © David Clark (cc-by-sa/2.0)
Ein weiterer Wettbewerb: Terrier racing.
Photo: johndal.
Creative Commons 2.0
Published in: on 6. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Great Kinder Beer Barrel Challenge – Eine schweißtreibende Veranstaltung im Peak District

The Old Nags Head in Edale (Derbyshire).
Photo © Jeff Buck (cc-by-sa/2.0)

Warum finden Engländer so viel Spaß daran, schwere Gegenstände in Form von Rennen bergauf zu schleppen? Schon mehrere Male habe ich über derartige Veranstaltungen geschrieben, noch nicht über die Great Kinder Beer Barrel Challenge, die einmal jährlich in Derbyshires Peak District stattfindet.

Wie allgemein üblich werden diese mehr oder minder verrückten Ideen in Pubs ausgeheckt, so auch dieses Bierfass-Bergaufschleppen. Es war an einem Januarabend im Jahr 1998 als im Old Nags Head in Edale gerade die Biersorte ausging, die einer der Pubgäste am liebsten trank. Der Wirt machte aus Spaß das Angebot, wenn der Gast ein Fass davon vom nächstgelegenen Pub, dem Snake Pass Inn (der leider im Oktober 2019 geschlossen worden ist), holen würde, dann könnte er den Inhalt umsonst haben. Zum Erstaunen des Wirts machte sich der Gast tatsächlich auf den Weg, trommelte noch zwölf weitere durstige Kehlen zusammen, und alle holten ein Bierfass von dem fünf Kilometer entfernten Snake Pass Inn in ihr Stammlokal. Dabei kamen die Männer ganz schön ins Schwitzen, denn es ging auf dem Weg sehr steil bergauf und bergab.

Warum sollte man aus diesem einmaligen „Event“ nicht eine Dauereinrichtung in Form eines Rennens machen, fragte man sich in Edale und es entstand die Great Kinder Beer Barrel Challenge, benannt nach der bergigen Region, dem Kinder Scout, wo am 24. April 1932 der denkwürdige Mass Trespass stattfand (siehe dazu meinen entsprechenden Blogeintrag).

Bei der Challenge müssen bis zu elf Teams, die jeweils aus acht Männern und/oder Frauen bestehen, ein etwa 75 Kilo schweres Fass, in dem sich allerdings kein Bier sondern Wasser befindet, mit Hilfe einer selbstgebauten Tragevorrichtung vom Snake Pass Inn zum Old Nags Head Inn schleppen. Das Team, das die Strecke am schnellsten zurücklegt, erhält als Preis… natürlich ein Fass Bier. Alle Einnahmen aus der Veranstaltung werden wohltätigen Zwecken gespendet.

Nachdem die Challenge in den letzten beiden Jahren wegen Corona ausfallen musste, hoffen alle, dass sie in diesem Jahr im September wieder ausgetragen werden kann.

Hier ist ein Film über die Challenge.

The Snake Pass Inn.
Photo © steven ruffles (cc-by-sa/2.0)
Der Kinder Scout und das Edale Moor.
Photo © Andy Stephenson (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 12. Februar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Love Light Norwich 2022 – Ein Lichterspektakel vom Feinsten

Vom 17. bis zum 19. Februar wird Norwich, die Grafschaftshauptstadt von Norfolk, wieder in hellem Glanz erstrahlen, denn dann findet zum zweiten Mal Love Light Norwich statt, ein Lichterspektakel, das Besucher von nah und fern anlocken wird und auf das sich die Bewohner der Stadt freuen, wenn die Sehenswürdigkeiten farbenfroh angestrahlt werden.
Amor, der Gott der Liebe, wird auf die Burg projiziert werden, die Kathedrale wird in ein Meer aus psychedelischen Farben verwandelt, die Künstlerin Nicola Dicke ist mit ihrem „mobile light drawing studio“ präsent, um die Fassade der St Andrew’s Hall farblich neu zu gestalten.

Auch in den Straßen von Norwich gibt es bei Anbruch der Dämmerung viel zu sehen und zu erleben wie die Bicycle Ballet Company, die mit ihren Fahrrädern allerhand Kunststücke aufführt. Im National Centre for Writing in der Dragon Hall kann jeder, der möchte bei True Stories Live Geschichten aus seinem Leben erzählen. Der River of Love ist eine karnevalsartige Prozession durch die Straßen von Norwich mit illuminierten Booten und Meerestieren.

Vor zwei Jahren war Love Light Norwich ein großer Erfolg mit etwa 15 000 Besuchern, hoffen wir, dass es in diesem Februar genauso wird.

Published in: on 30. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

RAF Burtonwood bei Warrington (Cheshire) und die Burtonwood GI Brides 

Flugzeughangare, kurz vor dem Abriss.
Photo © Paul Anderson (cc-by-sa/2.0)
…und nach dem Abriss.
Photo © David Long (cc-by-sa/2.0)

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen war, sahen sich die Männer der Stadt Warrington in der Grafschaft Cheshire einem unerwarteten Problem ausgesetzt. Die Damenwelt der Stadt war erheblich geschrumpft, weil sich so manche der Ladies einen amerikanischen Soldaten zum Partner gewählt hatten und zu ihm in die USA gezogen waren. Wie war es dazu gekommen?

Der riesige Militärflugplatz RAF Burtonwood, nördlich von Warrington gelegen, entstand im Zweiten Weltkrieg und wurde den Amerikanern übergeben. Es war der größte US-Stützpunkt in Europa mit den längsten Start- und Landebahnen, den meisten Flugzeugen und dem meisten amerikanischen Personal. Rund 18 000 GIs waren hier stationiert, und dass diese jungen Soldaten in ihrer Freizeit die Lokale und Bars von Warrington aufsuchten, lag auf der Hand, und dort trafen sie, wie sicher erhofft, auf die jungen Damen der Stadt. Daraus entwickelten sich Freundschaften und eben auch zahlreiche Eheschließungen.

Burtonwood blieb noch viele Jahre in amerikanischer Hand, allerdings war die Zahl der dort stationierten Soldaten deutlich geringer. Insgesamt sollen sich zwischen 6 500 und 7 500 Frauen auf den Weg in die USA gemacht haben, um dort zu ihren Ehemännern zu ziehen. Enttäuschungen waren vorprogrammiert, denn die sogenannten Burtonwood GI Brides kannten ihre Männer meist nur flüchtig, und was diese ihnen über ihre Lebensumstände in de USA erzählt hatten, stimmte auch nicht immer. In größeren Gruppen fuhren die GI Brides mit Dampfern über den Atlantik, wo sie dann in New York abgeholt wurden. Später erhielten sie Eisenbahnfahrkarten, um selbst zu den Wohnorten ihrer Männer im ganzen Land zu reisen. Viele werden sich, zumindest in der ersten Zeit, einsam gefühlt haben, denn die GI Brides waren noch nie in den USA gewesen, kannten die Familien ihrer Männer nicht und waren unendlich weit von ihren eigenen Familien in England entfernt.

Das Ende des Militärflughafens Burtonwood wurde 1994 eingeläutet; es bestand kein Bedarf mehr und alle Gebäude wurden abgerissen (der Kontrollturm übrigens von Steeplejack Fred Dibnah). Heute durchquert die Autobahn M65 das Gelände, der Themenpark Gulliver’s World wurde darauf errichtet und es entstand ein Gewerbegebiet. Das RAF Burtonwood Heritage Centre, ein Museum, das Erinnerungsstücke zeigt, findet man auf dem Geländes des Themenparks.
In diesem Film sind einige historische Aufnahmen von RAF Burtonwood zu sehen.

Im RAF Burtonwood Heritage Centre.
Photo: Szzuk.
Dieses Werk wurde eingestuft unter Public Domain
Published in: on 22. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Cracker the Boat Horse – Eines der letzten Treidelpferde Englands und der Montgomery Canal in Shropshire

Der Montgomery Canal in der Maesbury Marsh.
Photo: Dave Dunford.
This work has been released into the public domain.

Der Montgomery Canal zieht sich von Wales nach Shropshire und ist 53 Kilometer lang. 27 Schleusen gibt es auf der Strecke. Der Kanal ist die Heimat eines der letzten Treidelpferde Englands, Cracker the Boat Horse. Das hübsche, kräftige Shirehorse zieht für touristische Zwecke ein Narrowboat namens „Countess„, das zwölf Meter lang ist und bis zu zwölf Personen befördern kann. Die Firma Bywater Cruises bietet diese Touren an, die in der Maesbury Marsh, etwa fünf Kilometer südöstlich der Stadt Oswestry, beheimatet ist.

Ob es Cracker gefällt, das tonnenschwere Boot den Treidelpfad entlang zu ziehen, weiß ich nicht, er tut das aber geduldig, wann immer das von ihm gefordert wird (er hat sogar eine eigene Facebookseite).

Die einstündige „river cruise“ kostet £7.50 pro Person, man kann das Boot aber auch für £80 pro Stunde chartern. Wer nun Cracker ins Herz geschlossen hat, kann Mitglied im Cracker Club werden und dafür sorgen, dass das Pferd zum Beispiel immer genügend Möhren und Stroh zur Verfügung hat, und dass es alle sechs Wochen neue Schuhe bekommt. Als Gegenleistung erhalten die Clubmitglieder kostenlose Cruises auf der „Countess“ mit einem frischbesohlten und mit Möhren gestärktem Pferd.

Hier sind Impressionen im Bild von einer dieser nervenberuhigenden „Flusskreuzfahrten“ zu sehen.

Bywater Cruises,
Canal Central,
Coed y Rae,
Maesbury Marsh,
Oswestry,
Shropshire
SY10 8JE

Published in: on 15. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Thursfords Christmas Spectacular – Eine Bühnenshow und ein vorweihnachtliches Wunderland

Photo: sparkleworld.
Creative Commons 2.0

The biggest Christmas show of it’s kind in Europe“ kann man auf den Webseiten des Dorfes Thursford in der Grafschaft Norfolk lesen. Was ist da in dem 200-Seelen-Dorf los?

Vom 9. November bis zum 23. Dezember wird täglich zweimal, um 14 Uhr und um 19 Uhr, eine Show zelebriert, an der 130 Teilnehmer auf der Bühne stehen und die man eher nach Paris ins Moulin Rouge als nach Norfolk verorten würde. Während der dreistündigen Show („an extravaganza of non-stop singing, dancing, music, humour and variety„) ist ein Mix aus Charthits und Weihnachtsliedern zu hören, langbeinige hübsche Frauen bieten etwas fürs Auge und im Hintergrund stehen Weihnachtsbäume mit tausenden von blinkenden Lämpchen. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack.

Doch die Bühnenshow Thursford Christmas Spectacular ist nur ein Teil dessen, was das Dorf insgesamt zu bieten hat. Drumherum ist eine riesige Weihnachtslandschaft aufgebaut, die genauso gut in den USA stehen könnte: Beleuchtete Elche, Weihnachtsmänner in allen möglichen Stellagen, bewegliche Zwerge und Tiere, eine Kakophonie von blechernen Weihnachtsliedern, Dschungelgeräuschen, trompetenden Elefanten, und das alles Disneyland-ähnlich aufbereitet.

Bis zu fünfzig Reisebusse aus dem ganzen Land stehen täglich auf den Parkplätzen, deren Passagiere sich vorweihnachtlich einstimmen lassen wollen. Kinder werden das Spektakel genießen.
Dieser Film gibt einen Eindruck davon, was Thursford in der Vorweihnachtszeit zu bieten hat.

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Published in: on 6. Dezember 2021 at 02:00  Comments (2)