London Duck Tours – Stadtrundfahrten einmal anders

Photo © Peter Trimming (cc-by-sa/2.0)

In der Chicheley Street in London, gleich hinter dem London Eye, stehen merkwürdige Gefährte, die auf Kundschaft warten. Sie sind gelb, sehen aus wie kleine Busse, können aber wesentlich mehr als nur auf Straßen herumzufahren: Diese Fahrzeuge können auch problemlos auf der Themse schwimmen.

Die Duck Tours bieten eine andere Art an, London kennenzulernen. Die Amphibienfahrzeuge, die im 2. Weltkrieg entwickelt und bei der Invasion der normannischen Küste 1944 eingesetzt wurden, sind seit 2003 im Londoner Straßenbild zu finden. Vorbild waren die Boston Duck Tours, die in der nordostamerikanischen Stadt schon länger bei Touristen sehr beliebt sind.
10 „Ducks“ sind momentan im Einsatz, die auch Spezialtouren durchführen wie die James Bond Tour, die Treasure Hunt Tour und die D-Day Tour.

Woher kommt nun der Name „Duck Tours“? Im 2. Weltkrieg hatten die Amphibienfahrzeuge den Codenamen DUKW, aus dem man kurzerhand Duck, die Ente,  machte. Wer es genau wissen möchte, was DUKW bedeutete:

D = First year of production code „D“ is for 1942
U = Body style „U“ utility truck (amphibious)
K = Front wheel drive
W = Two rear driving wheels (tandem axle).

Im Augenblick sind die Ducks gestrandet, weil die Zufahrtsrampe zur Themse gesperrt ist. Dort wird zur Zeit der Thames Tideway Tunnel gebaut, ein riesiger 25 Kilometer langer Abwasserkanal.

Hier ist ein Film über die Duck Tours. Siehe auch meinen Blogeintrag über die Windsor Duck Tours.

In Hamburg gibt es auch so etwas, den Hafencity Riverbus, den ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann.

Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 23. September 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Sir Joseph Nickerson und Frederick Robinson, 2nd Marquess of Ripon – Zwei Männer, die Rekorde im Abschießen von Wildvögeln aufstellten

Photo © Des Colhoun (cc-by-sa/2.0)

Sir Joseph Nickerson (1914-1990) war ein erfolgreicher Farmer und Geschäftsmann, der viele Sorten Saatgut nach Großbritannien importierte und damit wohlhabend wurde. Frederick Oliver Robinson, 2nd Marquess of Ripon (1852-1923) war ein Politiker, der im Parlament den Wahlbezirk Ripon in North Yorkshire vertrat und eng mit König Edward VII. befreundet war.
Beide hatten eine Leidenschaft: Das Abschießen von Wildvögeln. Ob Rebhühner oder Fasane, es konnten gar nicht genug sein; sie schossen die Vögel nicht ab, um sie dem menschlichen Genuss zuzuführen, sie betrieben diesen sogenannten „Sport“ nur zum Amüsement und um sich damit zu brüsten, wie viele Tiere sie erlegt haben.

Nickerson versuchte immer wieder die von dem Marquess aufgestellten Rekorde zu brechen. Sir Joseph war stolz darauf, in seinem Leben 188 172 Wildvögel abgeschossen zu haben, was durchschnittlich 7841 pro Jahr entsprach. Er stellte auch einen Rekord auf; niemand vor ihm hatte an einem Tag so viele Rebhühner getötet wie er, nämlich 1059. Da kann man doch wirklich stolz darauf sein! Nickerson schrieb ein Buch über seine Leidenschaft: „A Shooting Man’s Creed„, das so etwas wie die Bibel für Jäger von Wildvögeln ist und in dem er von der grenzenlosen Freude spricht, die ihm das Töten von Vögeln bereitet hat.

Der Marquess of Ripon soll in seinem Leben 556 000 Vögel geschossen haben, wovon 241 000 Fasane waren. Bei einer Jagd auf dem Gelände von Sandringham behauptete er, in weniger als einer Minute 28 Fasane getötet zu haben (was in diesem Film nachgestellt wird, aber glücklicherweise ohne Fasane). Der Mann war regelrecht besessen davon, alles abzuschießen, was ihm vor die Flinte kam, auch vor Singvögeln machte er kein Halt. Und wenn da zufällig ein friedlich grasendes Schaf herumstand…Bäng!

Leider sind diese beiden Männer keine Ausnahme; auch heute noch wird auf dem Privatgelände vieler Großgrundbesitzer in der Jagdsaison wild herumgeballert und alles vom Himmel geholt, was Flügel hat.

Published in: on 7. September 2022 at 02:00  Comments (1)  

Die Geevor Tin Mine – Ein Touristenziel bei Pendeen in Cornwall

Photo © Jonathan Wilkins (cc-by-sa/2.0)

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts deckte Cornwall mehr als die Hälfte des Weltbedarfs an Zinn. Der Bergbau war ein wichtiger Wirtschaftszweig im äußersten Südwesten Englands, doch am Ende des 20. Jahrhunderts waren die Minen weitgehend erschöpft. 1998 wurde die letzte Zinnmine geschlossen. Die Bergbaulandschaft von Cornwall nahm man 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes auf und in vielen Teilen des Landes sind die Ruinen und Überreste der einst florierenden Bergwerke noch zu sehen.

Die Geevor Tin Mine, nördlich von St Just bei Pendeen gelegen, wurde 1990 geschlossen und, nachdem die Pumpen abgestellt waren, wurden die Stollen geflutet. Heute erfreut sich die alte Zinnmine vieler Besucher, denn man hat sie als Touristenattraktion umgebaut, die allen Interessierten einen Einblick in die Arbeitsweise des früheren Bergwerks gibt. Neben dem Minenmuseum ist sicher der Höhepunkt eines Besuches eine geführte Tour durch den noch übriggebliebenen, zugänglichen Stollen Wheal Mexico.

Die Geevor Tin Mine ist ganzjährig von Sonntag bis Freitag von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet und kostet £17.70 Eintritt für einen Erwachsenen.

Hier ist ein Film über die Geevor Tin Mine zu sehen.

Geevor Tin Mine
Pendeen
Penzance
Cornwall
TR19 7EW

Das Buch zum Artikel:
Denys Bradford Barton: A History of Tin Mining and Smelting in Cornwall . D.B.Barton 1967. 302 Seiten. ISBN 978-0851530369 (nur noch antiquarisch erhältlich).

Photo: CharNewcomb.
Creative Commons 2.0
Photo: Ian A Gratton.
Creative Commons 2.0
Published in: on 23. August 2022 at 02:00  Comments (4)  

The Millennium Puzzle Bench in Luppitt (Devon)

Photo © David Smith (cc-by-sa/2.0)

Was wurde nicht alles zur Jahrtausendwende in England erbaut! In meinem Blog habe ich nur einen winzigen Bruchteil vorgestellt wie zuletzt The Knutsford Millennium Tapestry oder davor den Torrs Millennium Walkway und die Millennium Seedbank.

Heute begeben wir uns in die Grafschaft Devon, um dort in dem Dörfchen Luppitt die Millennium Puzzle Bench aufzusuchen. Wir finden die steinerne Bank vor der Pfarrkirche St Mary’s, oberhalb des Ortes. Am Silvestertag des Jahres 2000 wurde sie enthüllt und den Bürgern beziehungsweise Kirchgängern von Luppitt zur Begutachtung und Freizeitgestaltung übergeben.

Die Millennium Puzzle Bench wiegt etwa 15 Zentner und besteht aus feinkörnigem Granit. Besondern bequem ist die steinerne Bank nicht, aber die Bequemlichkeit stand auch nicht im Vordergrund als sie in mühevoller Kleinarbeit hergestellt wurde, sondern die Rätsel, die auf ihr angebracht sind. Da gibt es beispielsweise ein Railway Maze, ein in den Stein eingeritztes Labyrinth, das der heute 91-jährige Mathematiker Sir Roger Penrose entworfen hat; vom Start soll man auf unzähligen Schleifen und Kurven, ohne zurückzusetzen, das Ziel erreichen. Wir finden auf der Bank Bilderrätsel, ein Anagramm (ein Wort, welches durch Umstellung der Buchstaben ein neues Wort ergibt), ein word square puzzle, bei dem eine Anzahl von Wörtern sowohl horizontal als auch vertikal lesbar sein müssen, und so weiter. Man braucht sehr viel Geduld, um diese in Stein gemeißelten harten Nüsse zu knacken.

Rechts das oben erwähnte Railway Puzzle.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)
…und weitere Rätsel auf der Millennium Puzzle Bench.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 26. Juli 2022 at 02:00  Comments (2)  

The Brighton Greeters – Individuelle Stadtspaziergänge mit kenntnisreichen Führern

Blick vom i360 auf Brighton.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Wenn man eine Stadt kennenlernen möchte, bietet sich als erstes eine Rundfahrt mit einem Bus an, um sich einen Überblick zu verschaffen, anschließend kann man dann die Stadt auf eigene Faust erkunden. Brighton in East Sussex bietet eine interessante Variante der Stadterkundung an: The Brighton Greeters. Das sind keine professionellen Stadtführer, sondern Menschen, die auf freiwilliger Basis Besuchern ihren Ort zeigen. Damit die Führung auch individuell bleibt, werden maximal sechs Besucher auf die etwa zweistündige Tour mitgenommen, auch Einzelpersonen werden akzeptiert. Man kann sich einfach den Vorschlägen der Greeter hingeben, kann andererseits auch seine Wünsche äußern und die Stadt unter einem bestimmten Blickwinkel erkunden. In Brighton gibt es so viel zu sehen, dass man bei seinem Besuch vielleicht ganz gern auf die Kenntnisse der Einheimischen zurückgreift. Das Besondere an dem Brighton Greeters Scheme ist, dass er absolut kostenlos ist, nicht einmal Trinkgelder werden angenommen. Gebucht werden die freundlichen Damen und Herren über www.visitbrighton.com. Hier ist ein Film über die Brighton Greeters.

Alternativ gibt es in dem Seebad an der englischen Südküste auch geführte Touren von professionellen Blue Badge Guides wie Only in Brighton oder Brighton Walks.

Die Idee mit dem Greeter Scheme entwickelte Lynn Brooks 1992 in New York, seitdem wurde sie in vielen Ländern der Welt aufgegriffen, auch in Deutschland. In England gibt es sie noch in London und in Dover. Hier ist die Website der International Greeter Association.

Published in: on 13. Juli 2022 at 02:00  Comments (3)  

The Angmering Car Jumping Spectactular in West Sussex

Der Oval Raceway, auch Angmering Raceway genannt, ist eine Autorennstrecke in der Grafschaft West Sussex, dicht an der A27 gelegen, am Rande des Ortes Angmering. An der Zufahrt zu der Rennstrecke ist ein Schild angebracht „Motor Racing is Dangerous“ und darunter ist die Höchstgeschwindigkeit mit 10 Meilen angegeben. Englischer Humor?

Hier wird das Angerming Car Jumping Spectactular ausgetragen, wobei Männer (die Mehrzahl der Fahrer sind männlich), die so richtig Bock darauf haben, Autos zu demolieren, voll auf ihre Kosten kommen und das Risiko in Kauf nehmen, gesundheitliche Schäden zu erleiden.

Bei der „Sportart“ Car Jumping geht es darum, mit einem Auto über eine Rampe zu fahren und über eine Reihe von dahinter geparkten Fahrzeugen zu springen. Dass die dabei agierenden Autos keine Neufahrzeuge sind, liegt auf der Hand. Meist ist das „Springerauto“ nach erfolgter Landung komplett schrottreif und hat vielleicht auch noch im Todeskampf eines der zu überspringenden Autos mit in den Tod gerissen. Es gibt sogar Fahrer, die einen alten Wohnwagen hinter sich herziehen, Anlauf nehmen und dann mit dem Gespann den Sprung wagen.

Gewinner des Wettbewerbs ist, wer am weitesten und höchsten gesprungen ist und den meisten Applaus der Zuschauer bekommen hat. £50 beträgt das Preisgeld.

Mir tun die Autos leid, die jahrelang treu ihren Dienst getan haben und auf diese unwürdige Weise ihr Leben beenden müssen.

Published in: on 12. Juli 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein Buchtipp – John Bevis: An English Library Journey

Foto meines Exemplares.

John Bevis hat eine Leidenschaft, die er mit keinem anderen Menschen teilt: Er sammelt Bibliotheksausweise von englischen Öffentlichen Bibliotheken und hat darüber ein Buch geschrieben: „An English Library Journey With Detours to Wales and Northern Ireland

Auf vielen Reisen, die im Mai 2010 beginnen und im Oktober 2019 enden, sucht er die Bibliotheken selbst auf und lässt sich vor Ort einen Ausweis ausstellen, was manchmal schwierig ist, da er eine Londoner Adresse hat. Mancherorts ist die Ausleihe von Büchern nur an Ortsansässige erlaubt. Nach vielen Jahren ist es John Bevis gelungen, sich von jeder englischen „library authority“ einen Ausweis zu beschaffen. Lediglich die Isles of Scilly musste er links liegen lassen, weil der Aufwand zu groß gewesen wäre. Die dort ansässige Bibliothek hat ihm aber eine „library card“ zugeschickt.

Was auf den ersten Blick etwas skurril zu sein scheint, entpuppt sich im Laufe der Lektüre des Buches aber immer mehr zu einer Standortbestimmung des englischen Bibliothekswesens, dem es gar nicht gut geht. Im Zeitraum von John Bevis‘ Reisen wurden 773 Bibliotheken im Vereinigten Königreich geschlossen, 10 000 Jobs gingen verloren, rund 30 Millionen Bücher weniger stehen zur Verfügung und die Ausleihzahlen sind drastisch zurückgegangen.
Die Library of Birmingham am Centenary Square, die für £189 Millionen erbaut worden war und die zu den größten Europas zählt, musste schon nach kurzer Zeit ihre Öffnungszeiten von 73 Stunden auf 40 Stunden pro Woche reduzieren und das Personal, ursprünglich 188 Stellen, wurde um die Hälfte gekürzt. Das sind nur einige Beispiele, die John Bevan in seinem Buch anführt.

Noch einige Worte über die Gestaltung der englischen Bibliotheksausweise. Da gibt es die unterschiedlichsten Motive, die darauf gezeigt werden. Die der Liverpool Libraries zeigen zum Beispiel das Vereinswappen des Liverpool Football Clubs mit dem Motto „You’ll never walk alone“ und der Aufschrift „Love the Reds“. Es fehlt eigentlich nur noch das Konterfei von Jürgen Klopp.

Viele Bibliotheken haben ihren Wahlspruch auf ihren Bibliotheksausweis gesetzt. „Imagine, inspire, discover“ (Stoke-on-Trent), „Read, learn, discover“ (Dudley) oder „Enjoy and explore“ (Islington).

Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einem Zitat zum Thema Bibliothek, sehr sorgfältig zusammengestellt und absolut treffend. Nur zwei Beispiele: „The only thing that you absolutely have to know is the location of a library“ von Albert Einstein und „When I got my library card, that’s when my life began“ von Rita Mae Brown.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für Bibliotheken interessieren.

John Bevis: An English Library Journey With Detours to Wales and Northern Ireland. Eye Books 2022. 268 Seiten. ISBN 978-1785633089.

Die Birmingham Library.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)
Ersatz für eine geschlossene Bibliothek? In Sloley (Norfolk).
Photo © David Pashley (cc-by-sa/2.0)
Protest gegen Bibliotheksschließungen in Gloucester.
Photo: quisnovus.
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Martha Gunn (1726-1815) – Eine Berühmtheit im Seebad Brighton

Martha Gunns Grabstein auf dem Kirchhof von St Nicholas.
Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)

Folgendes Szenario im Seebad Brighton an der englischen Südküste ist möglich:
Ich mache einen Spaziergang durch die Stadt und treffe auf einen doppelstöckigen Linienbus, auf dessen Frontseite der Name „Martha Gunn“ prangt. In Brighton und Hove haben die Busse Namen, mehr darüber in einem früheren Blogeintrag. Dann spaziere ich durch die Upper Lewis Road und finde dort an der Ecke Edinburgh Road einen Pub, der den Namen „Martha Gunn“ trägt. Anschließend statte ich dem Kirchhof der St Nicholas Church an der Church Road einen Besuch ab und sehe dort einen großen, gepflegten Grabstein mit der Inschrift:

In Memory of Stephen Gunn….Also Martha, Wife of Stephen Gunn, who was Peculiarly Distinguished as a bather in this Town nearly 70 Years. She died 2nd of May 1815. Aged 88 Years„.

Nach dem Besuch auf dem Kirchhof setze ich mich in mein Auto, stelle mein Radio auf den Sender Southdown Radio Brighton ein und höre den Song „Minute of My Time„, der gerade gespielt wird. Die Interpreten: MarthaGunn, eine Rock/Popgruppe aus Brighton.

Wer war denn nun diese Frau, deren Namen man in dem Seebad so häufig liest? Martha Gunn war von Beruf „dipper„, was man im Deutschen vielleicht mit „Bademaschinistin“ oder „Badekarrenbedienerin“ übersetzen könnte. Zu Marthas Lebzeiten waren knappe Bikinis völlig undenkbar, damals stiegen die Damen ziemlich verhüllt zum Baden ins Meer, natürlich separat von den Männern. In meist von Pferden gezogenen, sogenannten „bathing machines“ ging es an den Strand, die Damen zogen sich darin um und wagten einige zaghafte Schritte ins Wasser, unterstützt von jenen oben erwähnten Dippern. Martha Gunn war damals die bekannteste unter ihnen, sie hatte sogar gute Beziehungen zum Königshaus, speziell zu dem späteren König George IV., als er noch der Prince of Wales war und häufig Brighton besuchte.

Martha Gunn wohnte nur ein paar Schritte von ihrem Arbeitsrevier, dem Strand und dem Meer, entfernt, in der East Street Nummer 36, in einem hübschen, kleinen Haus, das noch immer dort steht, mittlerweile unter Denkmalschutz. Freunde der veganen Küche werden in dem Restaurant Kokedama, das heute unter dieser Adresse zu finden ist, voll auf ihre Kosten kommen.
Gleich um die Ecke herum, am Castle Square, residiert das Blumengeschäft Gunns Florist, das von Nachfahren von Martha betrieben wird, ein weiteres ist in der Sydney Street zu finden.

Photo: Aaron Rhys Knight.
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Eine bathing machine, zwei dipper und badefreudige Damen.
This work is in the public domain.
Published in: on 30. Juni 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Ein Besuch in Hillesheim in der Eifel, Deutschlands Krimi-Hauptstadt Teil 1: Das Krimi-Hotel

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In dieser Woche war ich für ein paar Tage in der hübschen Kleinstadt Hillesheim in der Eifel, die sich zurecht „Deutschlands Krimi-Hauptstadt“ nennt. Im ersten Teil meiner Hommage an Hillesheim möchte ich über meinen Besuch im Krimi-Hotel berichten, morgen über das Kriminalhaus, das nur wenige Schritte vom Hotel entfernt ist. Beide Einrichtungen haben einen engen Bezug zu England.

Im Krimi-Hotel hat man die Auswahl unter themenbezogenen Zimmern und Suiten, die jeweils einem Autor/einer Autorin von Kriminalromanen und Filmgestalten gewidmet sind. Ich buchte die Barnaby-Suite im dritten Stock, über deren Bett ein großes Foto von John Nettles als DCI Barnaby und seinem ersten Assistenten Daniel Casey als DS Gavin Troy hängt. An den Wänden der Suite findet man weiterhin großformatige Szenenfotos aus einzelnen „Midsomer Murders“-Episoden wie „The Killings of Badger’s Drift“ (dt.“Tod in Badgers’s Drift“), „Written in Blood“ (dt.“Blutige Anfänger“) und „Dead Man’s Eleven“ (dt. „Sport ist Mord“).
Gleich im Eingangsbereich hängt ein gerahmter Übersichtsplan des Midsomer Counties mit den realen Namen der Schauplätze in Buckinghamshire und Oxfordshire. Für einen gesunden und sicheren Schlaf der Gäste in der Barnaby-Suite sorgt eine hoch gewachsene, englische Polizistin, die in voller Montur vor dem Bett steht und auf die Eingangstür schaut, damit dort keine ungebetenen Gäste hereinkommen. In einem kleinen herausgebauten Erker hinter der Polizistin steht ein Stativ mit einem Fernglas, durch das man sich die nähere Umgebung heranzoomen kann. Eine Remineszenz an die oben erwähnte Episode „The Killings of Badgers’s Drift“, in der Iris Rainbird mit einem Fernglas von ihrem Haus aus die Nachbarschaft ausspioniert und erpresst.

Gegenüber von unserer Barnaby-Suite ist die Suite „Der Name der Rose„, in der ein Mönch in einer Kutte in voller Lebensgröße für eine gruselige Atmosphäre sorgt. Weitere Zimmer sind unter anderem James Bond, Miss Marple, Sherlock Holmes und Edgar Wallace gewidmet.

Im Restaurant des Hauses wählt man aus der „Liste des Würgers von Blackmore Castle“ sein Abendessen, das zum Beispiel aus einem Salat „Der Mörder ist immer der Gärtner“, „Das letzte Mahl“ (Hirschgulasch) oder „Ein Mord wird angekündigt“ (Tafelspitz) bestehen kann.

Ein sehr originelles Hotel für alle Krimi-Liebhaber. Nebenan steht das Hotel Augustiner Kloster (beide Hotels gehören zusammen), das durch die verheerenden Regenfälle im Juli letzten Jahres stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist und erst im nächsten Monat wieder eröffnet werden kann. Der winzige Bach zwischen den Hotels trat über seine Ufer und richtete schwere Schäden an. Im Krimi-Hotel waren vor allem die Kellerräume betroffen; nach 222 Schließungstagen konnte es am 22.2. 22 seine Pforten wieder öffnen und krimibegeisterte Gäste empfangen.

Das Krimi-Hotel
Am Markt 14
54576 Hillesheim

Eigenes Foto
Eigenes Foto
Der Duschvorhang im Badezimmer. Erinnerungen an den Film „Psycho“ werden wach.
Eigenes Foto
Ein Bild im Restaurant.
Eigenes Foto.

Fahrbibliotheken in England in Wort und Bild

Einer der Bücherbusse, die in Lincolnshire unterwegs sind.
Photo © Bob Harvey (cc-by-sa/2.0)

Man nennt sie bookmobiles oder book vans, manchmal auch travelling libraries, in Deutschland heißen sie Fahrbibliotheken, also Fahrzeuge mit einem Buchangebot, die vorwiegend in ländliche Regionen beziehungsweise in Orte fahren, in denen sich eine feste Bibliothek nicht lohnt. Gern werden sie von Kindern und älteren Menschen, die nicht mehr sehr mobil sind, genutzt. In der Regel fahren diese Bücherbusse, wie Linienbusse, nach einem festgelegten Fahrplan ihre Routen ab. Die Buchauswahl ist natürlich wegen der Platzverhältnisse überschaubar.

Es gibt Karosseriebaufirmen, die sich auf die Herstellung von bookmobiles spezialisiert haben, und so sieht jeder Bücherbus, vor allem durch die Bemalung und Beschriftung anders aus.

In der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ beziehungsweise „Inspektor Barnaby“ ist Tom Barnabys Tochter Cully einige Male als Fahrerin eines bookvans zu sehen wie zum Beispiel in „Death and Dreams“ (dt. „Trau, schau, wem!“). Dabei handelt es sich um ein nicht ganz so großes Fahrzeug.

Es wurden auch schon Romane geschrieben, in denen ein „bookmobile“ im Mittelpunkt steht wie beispielsweise „The Case of the Missing Book“ aus der Reihe „A Bookmobile Mystery“ von Jack Lombard oder „An Amish Surprise“ aus der „Berlin Bookmobile Series“ von Shelley Shephard Gray, in der die Bibliothekarin Sarah Anne Miller und ihr Bücherbus im Mittelpunkt stehen.

Im Folgenden stelle ich einmal einige englische Bücherbusse im Bild vor.

Ein ziemlich großes Exemplar in Exeter (Devon).
Photo © Robin Stott (cc-by-sa/2.0)
Auf der Isle of Wight.
Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)
Haltestelle am Village Green von Wall in Northumberland.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)
Ein Bücherbus mitten in der Einsamkeit von Shropshire. Wer mag hier wohl hinkommen?
Photo © John H Darch (cc-by-sa/2.0)
Es geht auch eine Nummer kleiner wie hier in Wakefield (West Yorkshire).
Photo © Chris Neale (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 3. Mai 2022 at 02:00  Comments (4)  

Buxton in Derbyshire Teil 1: Das Buxton Opera House – Ein architektonisch ansprechendes Gebäude am Rand des Peak Districts

Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

Anfang des 20. Jahrhunderts machte sich der Architekt Frank Matcham (1854-1920) von London aus auf den Weg in die Provinz, wo er in der Kurstadt Buxton am Rand des Peak Districts in der Grafschaft Derbyshire den Auftrag erhalten hatte, dort ein Opernhaus zu erbauen. Matcham hatte sich auf Theaterbauten spezialisiert und sich bereits mit dem Richmond Theatre in Richmond-upon-Thames, dem London Hippodrome und dem Londoner Hackney Empire einen Namen gemacht. Etwas später sollten noch die beiden berühmten Londoner Vergnügungsstätten Palladium und Coliseum folgen.

Buxton war als Alternative zu Bath in Somerset als Kurort in Mode gekommen, und man ging hier hin „to take the waters“, also um sich an den Heilquellen gütlich zu tun. Also musste die Stadt ihren Kurgästen etwas bieten und darum wurde das Opera House errichtet. In den ersten Jahrzehnten seines Bestehens wurde das Theater gut angenommen, und es zeigte erfolgreiche Produktionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es mit den Live-Veranstaltungen vorbei, stattdessen wurde das Gebäude als Kino benutzt. Aber auch das Interesse an Filmvorführungen ließ allmählich nach, so dass das an und für sich stolze und schöne Gebäude verfiel und Mitte der 1970er Jahre geschlossen wurde. Glücklicherweise sah man von einem Abriss ab, sondern steckte im Gegenteil eine Menge Geld in das Opera House, um es zu renovieren. Nach dem Abschluss der jahrelangen Renovierungsarbeiten steht den Bürgern der Stadt und den Kurgästen jetzt wieder ein schönes Theater zur Verfügung, in dem 900 Menschen Platz finden.

Während des jährlichen Buxton Festivals werden im Opera House auch wieder Opern aufgeführt, leichtere Kost wird beim Buxton Festival Fringe aufgetischt (Comedy, Tanz, Filme etc.), das in diesem Jahr vom 6. bis zum 24. Juli stattfinden wird.

Zusammen mit dem Pavilion Arts Centre, das in den Komplex mit einbezogen ist, verfügt Buxton also über ein gutes kulturelles Angebot, und das mitten in der Provinz. Leider wird das Niveau aber auch zeitweise wieder gesenkt durch Auftritte beispielsweise der Dream Boys. Wo Oper draufsteht, ist also nicht immer Oper drin.

Dieser Film zeigt einen Drohnenflug über das Opernhaus.

Photo © Jim Osley (cc-by-sa/2.0)
Photo © Anthony O’Neil (cc-by-sa/2.0)

Shoreham Houseboats – „“Britain’s wackiest street” 

Ein Minensuchboot.
Photo: Nicholls of the Yard.
Creative Commons 2.0

Wir bleiben heute noch einmal in Shoreham-by-Sea in West Sussex. An der Riverbank am Fluss Adur gibt es eine Ansammlung von mehr als vierzig absonderlichen Hausbooten, die sich über einige hundert Meter am Ufer dahinzieht. „Britain’s wackiest street“ hat der Daily Mirror diese houseboat community einmal genannt. Niedergelassen haben sich hier Handwerker, Künstler und Menschen, die gern einen alternativen Lebensstil bevorzugen.

Bereits in den 1970er Jahren versammelten sich hier die ersten Hausbootbesitzer und es wurden immer mehr. Das Besondere an der Community ist, dass wir es mit Hausbooten zu tun haben, die in dieser Form einmalig sein dürften.
Da liegt zum Beispiel ein fünfzig Meter langes ehemaliges Minensuchboot, das in ein geräumiges Wohnhaus umgebaut worden ist. Dann finden wir hier die ziemlich abgewrackte Fähre Verda, die früher einmal in Portsmouth im Dienst war, auf die ein ehemaliger Linienbus aus den 1970er Jahren montiert worden ist. Daneben steckt eine Rakete im Schlamm mit der Aufschrift „Peace One Day“.

Ein witziges Boot liegt am River Adur vor Anker, in das ein dreirädriger Reliant Robin eingearbeitet wurde. Eine weitere, ehemalige Fähre, die „Shieldsman“ ist kaum noch als eine solche zu erkennen.

Diese ganze Community wirkt allerdings weitgehend ziemlich ungepflegt und erinnert an eine große Müllhalde. Man kann sich die Shoreham Houseboats von der rückwärtigen Seite ansehen, wo ein ehemaliger gepflasterter Treidelpfad vorbeiführt. Das eine oder andere Boot steht auch zum Vermieten zur Verfügung wie dieser Film zeigt.

Hier ist ein Film, in dem uns The Bald Explorer (Näheres über ihn demnächst an dieser Stelle) die Anlage zeigt.

Hausboot „Verda“.
Photo: Rob_sg.
Creative Commons 2.0
Das Reliant Robin-Boot.
Photo: In Memoriam: me’nthedogs.
Creative Commons 2.0
Die Ex-Fähre „Shieldsman“.
Photo: Les Chatfield.
Creative Commons 2.0

The Pathfinder March – Eine 74 Kilometer lange Laufstrecke durch Teile von Cambridgeshire

Beginn und Ende des Pathfinder March.
Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

Vergesst den Marathonlauf mit seinen läppischen 42,195 Metern, das ist was für Weicheier. Der Pathfinder March in Cambridgeshire ist „the real thing“, der ist nämlich 74 Kilometer lang, und der kann entweder im Gehen oder im Laufen zurückgelegt werden. Mit Pfadfindern hat er nichts zu tun, sondern mit der Pathfinder Force, einer speziellen Abteilung der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg, die für die Zielmarkierung der ihr folgenden Bomberverbände zuständig war. Stationiert war die Pathfinder Force auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Wyton in Cambridgeshire, und hier beginnt und endet der Pathfinder March auch, bei dem jedes Jahr bis zu dreihundert Teilnehmer gezählt werden. Ausgetragen wird der Lauf immer an einem Samstag, der der Sommersonnenwende am nächsten liegt.

Wer da mitmachen möchte, muss früh aufstehen, denn der Startschuss für die „Walker“ fällt schon um 4 Uhr; die „Runner“ können etwas länger schlafen, sie gehen um 8 Uhr auf die Piste. Noch später starten die Staffelläufer, die sich die Strecke also aufteilen; für sie beginnt der March um 9.30 Uhr. Die erste Hälfte der Strecke führt von RAF Wyton nach Longstanton, dem Half Way Point, wo The Black Bull verführerisch am Wegesrand steht, doch der ist für die Teilnehmer tabu (oder?). Von hier aus geht es auf dem Rundweg weiter, zurück nach Wyton. Acht Kontrollposten müssen auf der gesamten Strecke passiert werden, auf denen jeweils die Teilnehmerkarten gelocht werden müssen, als Nachweis, dass man auch wirklich dort gewesen ist (und nicht geschummelt und ein Taxi genommen hat).

Auf dem Weg kommt man an einem Ort vorbei, der Warboys heißt; auch hier gab es einen Militärflugplatz, dessen Name, RAF Warboys, allerdings nicht mit den hier stationierten „warboys“ zu tun hatte, denn den Ortsnamen gibt es schon seit rund tausend Jahren.

Der Zeitrahmen für den Pathfinder March beträgt zwanzig Stunden; wer es in dieser Zeit nicht geschafft hat, sollte ernsthaft überlegen, ob er/sie im nächsten Jahr erneut teilnimmt.

Wer den Weg, oder eine Teilstrecke davon, ohne Zeitdruck zurücklegen möchte, kann das das ganze Jahr über tun, die Strecke ist sehr gut ausgeschildert.

Hier führt der Pathfinder March entlang.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)
Steht verführerisch am Wegesrand: The Black Bull in Longstanton.
Photo © Hugh Venables (cc-by-sa/2.0)
Photo: michellebflickr.
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Published in: on 5. April 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

„Horror at Hinchingbrooke House“ – Eine Gruselveranstaltung in Huntingdon (Cambridgeshire)

Photo © Duncan Grey (cc-by-sa/2.0)

Bis 1956 war das Hinchingbrooke House in Huntingdon in der Grafschaft Cambridgeshire Sitz der Familie Sandwich (zu denen der vierte Earl gehörte, der Erfinder des Sandwichs). Anschließend wurde es bis heute als Schule verwendet, aber es steht auch für Tagungen und Hochzeiten zur Verfügung und…für die Gruselveranstaltung „Horror at Hinchingbrooke House„, die immer in der Zeit um Halloween herum stattfindet. Das Haus steht im Ruf „haunted“ zu sein (es gibt mehrere Berichte von Geistererscheinungen wie zum Beispiel von einer Nonne, die wegen einer Liebesbeziehung zu einem Mönch hingerichtet wurde), also beste Voraussetzung für eine „interactive and realistic horror experience„.

Was erwartet nun die Besucher im Hinchingbrooke House? Sie treffen auf viele Horrorgestalten wie den Mann mit der Kettensäge, auf Freddie Krueger aus der „Nightmare“-Filmreihe, auf einen Horror-Clown, auf Figuren aus den Gruselfilmen „The Purge – Die Säuberung“, „Silent Hill“ und „Psycho“.

Wie läuft das Ganze ab? Gruppen von 8 bis 12 Personen werden durch das Hinchingbrooke House und das Gelände um das Haus herum geschleust, die ganz auf sich allein gestellt sind. Auf der rund einstündigen Tour begegnen sie diesen Horrorgestalten, die von leibhaftigen Menschen dargestellt werden. Wem es zu gruselig wird, der hat keine Chance, die Tour vorzeitig zu beenden. Dann heißt es, Zähne zusammenbeißen, Augen zu und durch. Kinder unter zwölf Jahren, Herzkranke und Schwangere sind nicht zugelassen, denn hier handelt sich es um „one of the scariest events in the UK„.

Ticket holders may experience intense audio and lighting, extreme low visibility, strobe lights, fog, damp or wet conditions, high and low temperatures and a physically demanding environment„. Na, klingt das nicht verlockend? Die Ticket kosten zwischen £19.95 und £29.95. In diesem Jahr finden die Touren vom 22. bis zum 29. Oktober statt.

Dieser Film bietet schon einmal einen Vorgeschmack.

Hastings in East Sussex Teil 2: Source Park – Die größte unterirdische Skater- und BMX-Anlage der Welt

Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Nur einige Schritte von der Pier und der gestern vorgestellten Bottle Alley entfernt, liegt eine weitere Attraktion der Stadt Hastings in East Sussex, zumindest was die Skater- und BMX-Gemeinde betrifft: Source Park, die größte unterirdische Anlage der Welt für die Freunde dieser Sportarten. Und um noch eins draufzusetzen: Hier befindet sich auch noch der weltgrößte BMX-Laden; kein Wunder, dass der Source Park junge Männer und Frauen aus dem ganzen Land anlockt. Wer nicht aktiv sein will, der kann sich das Geschehen auf der Anlage auch von der Tribüne aus ansehen.

Diese unterirdischen Räumlichkeiten wurden in der Vergangenheit für unterschiedliche Zwecke benutzt, so zum Beispiel als Badeanstalt. Die White Rock Baths wurden 1876 eröffnet, getrennt als The Ladies Bath und The Gentlemen’s Bath, und und später von dem Bauingenieur Sidney Little, der auch die Bottle Alley geschaffen hat, neu gestaltet.

Die beiden Brüder Richard und Marc Moore kamen auf die Idee, aus den ehemaligen White Rock Baths eine riesige Anlage für Skater und BMX-Fahrer zu machen, sie selbst sind begeisterte Skater, und eröffneten die Anlage im Jahr 2016. Sie ist täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, das gilt auch für den Laden.

Hier ist ein Film über Source Park.

Source Park
White Rock

Hastings TN34 1JL

Published in: on 25. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Die Alwinton Border Shepherds‘ Show in Northumberland – Von Schafen, schlauen Hunden und Ringkämpfern

Dudelsackspieler aus Northumberland bei der Show in Alwinton.
Photo © David Clark (cc-by-sa/2.0)

Viel Abwechslung und Amüsement gibt es mitten in Northumberland nicht, da kommt es den wenigen Bewohnern dieses Gebietes (die Grafschaft ist die am dünnsten besiedelste Englands) gerade recht, wenn einmal im Jahr eine richtig schöne Landwirtschaftsshow abgehalten wird, die Alwinton Border Shepherds‘ Show, und zwar in dem kleinen Dorf Alwinton. Am jeweils 2. Samstag im Oktober findet diese „Country Fair“ statt, in diesem Jahr am 8. Oktober und das, wenn ich das richtig sehe, zum 154mal.

Im Mittelpunkt der Show stehen die Schafe, von denen es hier im Border Country an der Grenze zu Schottland jede Menge gibt. Die schönsten Tiere werden ausgezeichnet, einige müssen aber auch (ob sie wollen oder nicht) bei den Sheep Dog Trials mitmachen; das sind die Wettbewerbe, bei denen Border Collies verschiedene Aufgabe bekommen, mit dem Ziel eine kleine Herde von Schafen in ein „pen“, einen Pferch, zu treiben. Wenn alle Schafe darinnen versammelt sind und das Gatter geschlossen ist, ist die Aufgabe von Hund und „Handler“ erfüllt. Den Border Collies scheint das Spaß zu machen, den Schafen eher nicht. Wie das Ganze abläuft, kann man in diesem Film sehen.

Auf der Show in Alwinton gibt es natürlich noch sehr viel mehr Attraktionen: Hunderennen, Fell Races (Querfeldeinrennen jeweils für Erwachsene und für Kinder), Ringkämpfe im Cumberland & Westmorland-Stil und jede Menge Verkaufsbuden und Erfrischungsstände, sowie Autoscooter und die unvermeidliche Hüpfburg.

Wenn nach diesem ereignisreichen Samstag alles abgebaut ist, kehrt wieder Ruhe in Alwinton ein und das kleine Dörfchen versinkt bis zum nächsten Oktober erneut in einen Dornröschenschlaf.

Ob ich wohl zum schönsten Schaf der Landwirtschaftsshow gekürt werde?
Photo © David Clark (cc-by-sa/2.0)
Ein weiterer Wettbewerb: Terrier racing.
Photo: johndal.
Creative Commons 2.0
Published in: on 6. März 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Great Kinder Beer Barrel Challenge – Eine schweißtreibende Veranstaltung im Peak District

The Old Nags Head in Edale (Derbyshire).
Photo © Jeff Buck (cc-by-sa/2.0)

Warum finden Engländer so viel Spaß daran, schwere Gegenstände in Form von Rennen bergauf zu schleppen? Schon mehrere Male habe ich über derartige Veranstaltungen geschrieben, noch nicht über die Great Kinder Beer Barrel Challenge, die einmal jährlich in Derbyshires Peak District stattfindet.

Wie allgemein üblich werden diese mehr oder minder verrückten Ideen in Pubs ausgeheckt, so auch dieses Bierfass-Bergaufschleppen. Es war an einem Januarabend im Jahr 1998 als im Old Nags Head in Edale gerade die Biersorte ausging, die einer der Pubgäste am liebsten trank. Der Wirt machte aus Spaß das Angebot, wenn der Gast ein Fass davon vom nächstgelegenen Pub, dem Snake Pass Inn (der leider im Oktober 2019 geschlossen worden ist), holen würde, dann könnte er den Inhalt umsonst haben. Zum Erstaunen des Wirts machte sich der Gast tatsächlich auf den Weg, trommelte noch zwölf weitere durstige Kehlen zusammen, und alle holten ein Bierfass von dem fünf Kilometer entfernten Snake Pass Inn in ihr Stammlokal. Dabei kamen die Männer ganz schön ins Schwitzen, denn es ging auf dem Weg sehr steil bergauf und bergab.

Warum sollte man aus diesem einmaligen „Event“ nicht eine Dauereinrichtung in Form eines Rennens machen, fragte man sich in Edale und es entstand die Great Kinder Beer Barrel Challenge, benannt nach der bergigen Region, dem Kinder Scout, wo am 24. April 1932 der denkwürdige Mass Trespass stattfand (siehe dazu meinen entsprechenden Blogeintrag).

Bei der Challenge müssen bis zu elf Teams, die jeweils aus acht Männern und/oder Frauen bestehen, ein etwa 75 Kilo schweres Fass, in dem sich allerdings kein Bier sondern Wasser befindet, mit Hilfe einer selbstgebauten Tragevorrichtung vom Snake Pass Inn zum Old Nags Head Inn schleppen. Das Team, das die Strecke am schnellsten zurücklegt, erhält als Preis… natürlich ein Fass Bier. Alle Einnahmen aus der Veranstaltung werden wohltätigen Zwecken gespendet.

Nachdem die Challenge in den letzten beiden Jahren wegen Corona ausfallen musste, hoffen alle, dass sie in diesem Jahr im September wieder ausgetragen werden kann.

Hier ist ein Film über die Challenge.

The Snake Pass Inn.
Photo © steven ruffles (cc-by-sa/2.0)
Der Kinder Scout und das Edale Moor.
Photo © Andy Stephenson (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 12. Februar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Love Light Norwich 2022 – Ein Lichterspektakel vom Feinsten

Vom 17. bis zum 19. Februar wird Norwich, die Grafschaftshauptstadt von Norfolk, wieder in hellem Glanz erstrahlen, denn dann findet zum zweiten Mal Love Light Norwich statt, ein Lichterspektakel, das Besucher von nah und fern anlocken wird und auf das sich die Bewohner der Stadt freuen, wenn die Sehenswürdigkeiten farbenfroh angestrahlt werden.
Amor, der Gott der Liebe, wird auf die Burg projiziert werden, die Kathedrale wird in ein Meer aus psychedelischen Farben verwandelt, die Künstlerin Nicola Dicke ist mit ihrem „mobile light drawing studio“ präsent, um die Fassade der St Andrew’s Hall farblich neu zu gestalten.

Auch in den Straßen von Norwich gibt es bei Anbruch der Dämmerung viel zu sehen und zu erleben wie die Bicycle Ballet Company, die mit ihren Fahrrädern allerhand Kunststücke aufführt. Im National Centre for Writing in der Dragon Hall kann jeder, der möchte bei True Stories Live Geschichten aus seinem Leben erzählen. Der River of Love ist eine karnevalsartige Prozession durch die Straßen von Norwich mit illuminierten Booten und Meerestieren.

Vor zwei Jahren war Love Light Norwich ein großer Erfolg mit etwa 15 000 Besuchern, hoffen wir, dass es in diesem Februar genauso wird.

Published in: on 30. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

RAF Burtonwood bei Warrington (Cheshire) und die Burtonwood GI Brides 

Flugzeughangare, kurz vor dem Abriss.
Photo © Paul Anderson (cc-by-sa/2.0)
…und nach dem Abriss.
Photo © David Long (cc-by-sa/2.0)

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen war, sahen sich die Männer der Stadt Warrington in der Grafschaft Cheshire einem unerwarteten Problem ausgesetzt. Die Damenwelt der Stadt war erheblich geschrumpft, weil sich so manche der Ladies einen amerikanischen Soldaten zum Partner gewählt hatten und zu ihm in die USA gezogen waren. Wie war es dazu gekommen?

Der riesige Militärflugplatz RAF Burtonwood, nördlich von Warrington gelegen, entstand im Zweiten Weltkrieg und wurde den Amerikanern übergeben. Es war der größte US-Stützpunkt in Europa mit den längsten Start- und Landebahnen, den meisten Flugzeugen und dem meisten amerikanischen Personal. Rund 18 000 GIs waren hier stationiert, und dass diese jungen Soldaten in ihrer Freizeit die Lokale und Bars von Warrington aufsuchten, lag auf der Hand, und dort trafen sie, wie sicher erhofft, auf die jungen Damen der Stadt. Daraus entwickelten sich Freundschaften und eben auch zahlreiche Eheschließungen.

Burtonwood blieb noch viele Jahre in amerikanischer Hand, allerdings war die Zahl der dort stationierten Soldaten deutlich geringer. Insgesamt sollen sich zwischen 6 500 und 7 500 Frauen auf den Weg in die USA gemacht haben, um dort zu ihren Ehemännern zu ziehen. Enttäuschungen waren vorprogrammiert, denn die sogenannten Burtonwood GI Brides kannten ihre Männer meist nur flüchtig, und was diese ihnen über ihre Lebensumstände in de USA erzählt hatten, stimmte auch nicht immer. In größeren Gruppen fuhren die GI Brides mit Dampfern über den Atlantik, wo sie dann in New York abgeholt wurden. Später erhielten sie Eisenbahnfahrkarten, um selbst zu den Wohnorten ihrer Männer im ganzen Land zu reisen. Viele werden sich, zumindest in der ersten Zeit, einsam gefühlt haben, denn die GI Brides waren noch nie in den USA gewesen, kannten die Familien ihrer Männer nicht und waren unendlich weit von ihren eigenen Familien in England entfernt.

Das Ende des Militärflughafens Burtonwood wurde 1994 eingeläutet; es bestand kein Bedarf mehr und alle Gebäude wurden abgerissen (der Kontrollturm übrigens von Steeplejack Fred Dibnah). Heute durchquert die Autobahn M65 das Gelände, der Themenpark Gulliver’s World wurde darauf errichtet und es entstand ein Gewerbegebiet. Das RAF Burtonwood Heritage Centre, ein Museum, das Erinnerungsstücke zeigt, findet man auf dem Geländes des Themenparks.
In diesem Film sind einige historische Aufnahmen von RAF Burtonwood zu sehen.

Im RAF Burtonwood Heritage Centre.
Photo: Szzuk.
Dieses Werk wurde eingestuft unter Public Domain
Published in: on 22. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Cracker the Boat Horse – Eines der letzten Treidelpferde Englands und der Montgomery Canal in Shropshire

Der Montgomery Canal in der Maesbury Marsh.
Photo: Dave Dunford.
This work has been released into the public domain.

Der Montgomery Canal zieht sich von Wales nach Shropshire und ist 53 Kilometer lang. 27 Schleusen gibt es auf der Strecke. Der Kanal ist die Heimat eines der letzten Treidelpferde Englands, Cracker the Boat Horse. Das hübsche, kräftige Shirehorse zieht für touristische Zwecke ein Narrowboat namens „Countess„, das zwölf Meter lang ist und bis zu zwölf Personen befördern kann. Die Firma Bywater Cruises bietet diese Touren an, die in der Maesbury Marsh, etwa fünf Kilometer südöstlich der Stadt Oswestry, beheimatet ist.

Ob es Cracker gefällt, das tonnenschwere Boot den Treidelpfad entlang zu ziehen, weiß ich nicht, er tut das aber geduldig, wann immer das von ihm gefordert wird (er hat sogar eine eigene Facebookseite).

Die einstündige „river cruise“ kostet £7.50 pro Person, man kann das Boot aber auch für £80 pro Stunde chartern. Wer nun Cracker ins Herz geschlossen hat, kann Mitglied im Cracker Club werden und dafür sorgen, dass das Pferd zum Beispiel immer genügend Möhren und Stroh zur Verfügung hat, und dass es alle sechs Wochen neue Schuhe bekommt. Als Gegenleistung erhalten die Clubmitglieder kostenlose Cruises auf der „Countess“ mit einem frischbesohlten und mit Möhren gestärktem Pferd.

Hier sind Impressionen im Bild von einer dieser nervenberuhigenden „Flusskreuzfahrten“ zu sehen.

Bywater Cruises,
Canal Central,
Coed y Rae,
Maesbury Marsh,
Oswestry,
Shropshire
SY10 8JE

Published in: on 15. Januar 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

Thursfords Christmas Spectacular – Eine Bühnenshow und ein vorweihnachtliches Wunderland

Photo: sparkleworld.
Creative Commons 2.0

The biggest Christmas show of it’s kind in Europe“ kann man auf den Webseiten des Dorfes Thursford in der Grafschaft Norfolk lesen. Was ist da in dem 200-Seelen-Dorf los?

Vom 9. November bis zum 23. Dezember wird täglich zweimal, um 14 Uhr und um 19 Uhr, eine Show zelebriert, an der 130 Teilnehmer auf der Bühne stehen und die man eher nach Paris ins Moulin Rouge als nach Norfolk verorten würde. Während der dreistündigen Show („an extravaganza of non-stop singing, dancing, music, humour and variety„) ist ein Mix aus Charthits und Weihnachtsliedern zu hören, langbeinige hübsche Frauen bieten etwas fürs Auge und im Hintergrund stehen Weihnachtsbäume mit tausenden von blinkenden Lämpchen. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack.

Doch die Bühnenshow Thursford Christmas Spectacular ist nur ein Teil dessen, was das Dorf insgesamt zu bieten hat. Drumherum ist eine riesige Weihnachtslandschaft aufgebaut, die genauso gut in den USA stehen könnte: Beleuchtete Elche, Weihnachtsmänner in allen möglichen Stellagen, bewegliche Zwerge und Tiere, eine Kakophonie von blechernen Weihnachtsliedern, Dschungelgeräuschen, trompetenden Elefanten, und das alles Disneyland-ähnlich aufbereitet.

Bis zu fünfzig Reisebusse aus dem ganzen Land stehen täglich auf den Parkplätzen, deren Passagiere sich vorweihnachtlich einstimmen lassen wollen. Kinder werden das Spektakel genießen.
Dieser Film gibt einen Eindruck davon, was Thursford in der Vorweihnachtszeit zu bieten hat.

Photo © Richard Humphrey (cc-by-sa/2.0)
Photo: sparkleworld.
Creative Commons 2.0

Published in: on 6. Dezember 2021 at 02:00  Comments (2)  

The Shepton Mallet Prison in Shepton Mallet (Somerset)

Photo © Neil Owen (cc-by-sa/2.0)

Als Her Majesty’s Prison Shepton Mallet im Jahr 2013 für immer geschlossen wurde, weinten die Gefangenen ihrem ehemaligen Gefängnis wohl keine Träne nach. Es war das älteste Gefängnis im Land (um 1625 herum wurde es in Betrieb genommen) und es sah auch sehr abweisend und düster aus. Es „beherbergte“ nur Männer, die zur Kategorie C zählten („Those who cannot be trusted in open conditions but who are unlikely to try to escape“) und Lebenslängliche.

Was macht man nun mit so einem finsteren, unheimlichen Gebäude? In England öffnet man so etwas gern für die Allgemeinheit und macht ein Spektakel daraus. Es gibt immer genug Menschen, die sich gern gruseln, und da das Gefängnis auch noch von Geistern heimgesucht sein soll, passte alles perfekt zusammen. Die Betreiber ließen das „Her Majesty’s“ weg und benannten es Shepton Mallet Prison.

Im Angebot sind:
The Cell Escape Room Experience, wobei die Teilnehmer in einer früheren Gefängniszelle eingeschlossen werden und die Aufgabe haben, daraus zu fliehen.
Touren durch das Gefängnis und die Zellen auf eigene Faust, mit der Möglichkeit „Cellfies“ zu machen (so steht es auf den Webseiten des Shepton Mallet Prisons); es gibt auch geführte Touren.
Geisterjagden.
Night behind bars. Für £54 hat man das Vergnügen, eine ganze Nacht in einer Zelle zu verbringen, vielleicht in der, in der die berühmt-berüchtigten Kray Twins in den 1950er Jahren einmal eingeschlossen wurden, weil sie vom Militär desertiert waren.

Wem der Sinn danach steht, der kann in dem Ex-Gefängnis auch heiraten: „Our dedicated team are waiting to help turn your wedding dreams into reality„. Ist schon verwunderlich, dass es Heiratswillige gibt, deren Herzenswunsch es ist, sich das Ja-Wort in einem düsteren Gefängnisgebäude zu geben…

Die Betreiber der Anlage sind schon recht erfinderisch, das Shepton Mallet Prison zu vermarkten; Weihnachtsparties stehen jetzt auch auf dem Programm („Christmas behind bars“).

„The World’s first ever prison marathon“ wurde hier auch schon ausgetragen; dieser Film legt davon Zeugnis ab.

Im vorigen Jahr wurden hier Szenen für die TV-Miniserie „Des“ gedreht, in der es um den Serienmörder Dennis Nilsen geht.

Shepton Mallet Prison
Frithfield Lane
Shepton Mallet
Somerset
BA4 5LU

Photo © Nigel Freeman (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 1. Dezember 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  

Gawsworth Hall Open Air Theatre

Photo © Peter Turner (cc-by-sa/2.0)

Im Dunstkreis der Stadt Macclesfield liegt das Dorf Gawsworth in der Grafschaft Cheshire. Das Highlight des Dorfes ist die Gawsworth Hall, ein beeindruckendes Country House, das in Privatbesitz ist und das zu bestimmten Zeiten zur Besichtigung freigegeben ist. Seit 1969 finden hier im Sommer im Open Air Theatre kulturelle Veranstaltungen statt, die vor der Kulisse des Tudorhauses für die Besucher besonders stimmungsvoll sind. Wie in England üblich, sind die Gäste eingeladen, vor den Aufführungen ihr mitgebrachtes Picknick einzunehmen, das bei schönem warmem Wetter am See auf dem Gelände besonders gut schmeckt.

Die Theatersaison in Gawsworth Hall ist ein bunter Mix aus Schauspiel, Comedy und Konzerten. In diesem Jahr gab es vom 26. Juni bis zum 1. August beispielsweise eine Aufführung von William Shakespeares „Komödie der Irrungen“ und eine Reihe von Tributkonzerten (Queen, Tina Turner, Fleetwodd Mac). Die von mir erst kürzlich an dieser Stelle vorgestellte Foden’s Band trat auf und der Comedian Jimmy Carr ließ sich von den Besuchern feiern.

In diesem Jahr konnten die Gäste der Veranstaltungen nicht wie gewohnt unter einem großen Zeltdach sitzen, Zugeständnisse, die man wegen Corona machen musste.

Das über 500 Jahre alte Haus (hier einige Bilder) soll einmal der Wohnsitz von William Shakespeares mysteriöser Dark Lady gewesen sein, die in seinen Sonetten auftaucht. Möglicherweise war es Mary Fitton (1578-1647), Hofdame Königin Elizabeths I.

Photo © Neil Kennedy (cc-by-sa/2.0)

Blists Hill Victorian Town in Telford (Shropshire)

Der Chemist Shop.
Photo © David Hallam-Jones (cc-by-sa/2.0)

Im Sommer des Jahres 2020 strahlte die BBC eine vierteilige Dokumentation namens „Victorian Pharmacy“ aus, die sich mit dem Thema beschäftigte, welche Rolle Medikamente in der viktorianischen Ära spielten und welche mehr oder weniger fragwürdigen pharmazeutischen Produkte damals angewendet wurden (hier ist die erste Folge zu sehen). Gedreht hat man die Doku im Chemist Shop der Blists Hill Victorian Town in Telford in der Grafschaft Shropshire. Blists Hill ist eine Art Freilichtmuseum auf einem ehemaligen Industriegelände, in dem die Besucher das Leben im 19. Jahrhundert in dieser Region nachvollziehen können. Die Museumsdichte hier in der Geburtsstätte der Industriellen Revolution ist sehr hoch, der Ironbridge Gorge Museum Trust unterhält zehn davon, auch die Victorian Town gehört dazu.

Es handelt sich hierbei um eine Familienattraktion, bei der auch Kinder auf ihre Kosten kommen; so gibt es auf dem weitläufigen Gelände einen Victorian Fairground, einen Süßigkeitenladen und eine Bergwerksbahn. Das New Inn Public House sorgt für die erforderlichen Erfrischungen zwischendurch, bevor man sich dann vielleicht die Candle Factory oder die Druckerei ansieht. Wer möchte kann in der Bank gleich am Anfang des Rundgangs sein Geld in alte Münzen aus der viktorianischen Zeit umtauschen und damit auf dem Gelände auch bezahlen.

Die Gebäude der Victorian Town sind zum Teil von auswärts hierher gebracht und neu errichtet worden, manche wiederum sind Replikas von anderen Gebäuden. Schon seit 1973 existiert das Open Air Museum, das ständig erweitert und verbessert worden ist.

Dieser Film zeigt einen Rundgang über das Gelände von Blists Hill.

Blists Hill Victorian Town
Legges Way
Telford TF7 5UD

Photo © Ashley Dace (cc-by-sa/2.0)
Der Fairground.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)
Author: Andrew-M-Whitman.
Creative Commons 2.0
Relikte einer ehemaligen Ziegelbrennerei.
Photo © Chris Allen (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 6. November 2021 at 02:00  Comments (1)  

Die Chislehurst Caves in Kent – Ein Höhlenlabyrinth südöstlich von London

Author: Banalities.
Creative Commons 2.0

Im äußersten Südosten von London, schon in der Grafschaft Kent gelegen, befinden sich die Chislehurst Caves, ein Labyrinth von Tunneln, die sich über 35 Kilometer erstrecken. Wann diese von Menschenhand gemachten Tunnel entstanden sind, ist nicht mehr genau feststellbar; Mitte des 13. Jahrhunderts wurden sie erstmals erwähnt, man baute hier Kreide und Feuerstein ab.

Nachdem der Bergbau in Chislehurst etwa Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben wurde, nutzte man das Stollen-/Höhlen-/Tunnellabyrinth für die unterschiedlichsten Zwecke. Im Ersten Weltkrieg wurde hier Munition gelagert, dann züchtete man Champignons und im 2. Weltkrieg dienten die unterirdischen Gänge als Luftschutzbunker, in denen bis zu 15 000 Menschen Zuflucht finden konnten.

In den 1960er Jahren wurden hier Rockkonzerte veranstaltet, bei denen so illustre Gäste wie die Rolling Stones und Pink Floyd auftraten. Auch einige Fernseh- und Spielfilme wurden in den Chislehurst Caves gedreht, beispielsweise 1981 der Horrorfilm „Inseminoid“ (dt. „Samen des Bösen“) oder Szenen der BBC-Serie „Merlin“ (dt. „Merlin – Die neuen Abenteuer“).

Die Heavy Metal-Band Cradle of Filth aus Suffolk nahm hier 2008 ihr Musikvideo „Honey and Sulphur“ auf.
Das Team der Geisterjäger von „Most Haunted“ hat sich die Tunnel in Kent auch schon vorgenommen; hier ihr Bericht.

Man kann die Chislehurst Caves auf geführten Touren kennenlernen, die mittwochs bis sonntags durchgeführt werden, 45 Minuten dauern und £7 kosten. Dieser Film gibt einen Eindruck von den unterirdischen Touren.

Chislehurst Caves
Caveside Close
Old Hill
Chislehurst
Kent
BR7 5NL

Das Buch zum Artikel:
James Wilkinson: The Ghosts of Chislehurst Caves. Greenlight Publishing 2011. 112 Seiten. ISBN 978-1897738436.

Author: mmmmngai@rogers.com.
Creative Commons 2.0
Author: Loz Flowers.
Creative Commons 2.0
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 19. Oktober 2021 at 02:00  Kommentar verfassen  

Die Thames Mudlarks – Schatzsuche im Schlamm der Londoner Themse

Niedrigwasser der Themse bei Chiswick.
Photo © Stefan Czapski (cc-by-sa/2.0)

Mitten in London beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut mehrere Meter, d.h. dass bei Wasserniedrigstand für einige Stunden Teile der Themse zum Vorschein kommen, die sonst vom Wasser überspült sind. Das ist die Zeit, zu der man die Mudlarks bei ihrer Arbeit beobachten kann. „Mudlark“ heißt soviel wie „Schmutzfink“ und eine schmutzige Arbeit ist das schon, was diese Leute hier tun. Mit Hilfe von Metalldetektoren suchen sie den Uferschlamm ab auf der Suche nach „Schätzen“, wobei das Wort „Schatz“ im weitesten Sinne gebraucht wird.

Die Mudlarks gab es auch schon im 18. Jahrhundert; das waren damals Menschen, die von der Suche nach Wertsachen im Themseschlamm ihren Lebensunterhalt bestritten. Gegenüber damals ist das heutige Suchen sicher angenehmer, denn die Themse gilt jetzt als einer der saubersten Flüsse Europas.

Die 1980 gegründete Society of Thames Mudlarks besitzt die „Lizenz zum Suchen“, die ihr von der Port of  London Authority ausgestellt worden ist. Alles, was die Mitglieder der Gesellschaft im Schlamm der Themse an historischen Artefakten finden, müssen sie dem Museum of London melden, das mittlerweile über eine umfangreiche Sammlung an Themsefunden besitzt.

Was findet man denn nun in dem Schlamm? Neben Dingen des alltäglichen Lebens, die in die Themse geworfen werden, entdecken die Mudlarks auch manchmal jahrhundertealte Gegenstände. So hat eines der Mitglieder der Gesellschaft über 2500 Knöpfe gefunden, von denen die ältesten aus dem 14. Jahrhundert stammen. Diese umfangreiche Knopfsammlung ist auch im Museum of London zu besichtigen. Ferner fand man in dem Schlamm des Flusses Münzen, Halsketten aus der Eisenzeit, Schmuckstücke der Angelsachsen und jede Menge Gegenstände aus der Römerzeit.

Neben der oben erwähnten Society of Thames Mudlarks gibt es noch andere Gruppierungen, die mit Metalldetektoren am Ufer der Themse tätig sind wie beispielsweise die Thames and Field Metal Detecting Society.

Dieser sehr informative Film zeigt die Arbeit der Mudlarks in London.

Gefunden in der Themse.
Author: Articulate Matter.
Creative Commons 2.0
Und auch das…
Author: neil cummings.
Creative Commons 2.0
Published in: on 14. Oktober 2021 at 02:00  Comments (4)  

Die Unique Devon Tours und The Hound of the Baskervilles

Das ehemalige Duchy Hotel in Princetown.
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)
 

The Hound of the Baskervilles“ (dt. „Der Hund von Baskerville“) ist vielleicht die bekannteste Detektivgeschichte aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930), die 1901/02 als Fortsetzungsroman im Strand Magazine in London erschien. Um sich ein wenig in die entsprechende Stimmung zu versetzen, die dann in sein Buch übernommen wurde, reiste Sir Arthur in das Dartmoor, wo er im Duchy Hotel (heute das National Park Visitor Centre) in Princetown Teile seiner Geschichte um den Geisterhund zu Papier brachte.

Dieser Hund von Baskerville machte das Dartmoor auch außerhalb der Grenzen Englands bekannt und sorgte dafür, dass viele Besucher diese zeitweise recht düstere Region aufsuchen. Wer das Dartmoor auf den Spuren des Hundes beziehungsweise auf den Spuren Sir Arthurs nicht auf eigene Faust erkunden möchte, dem bietet Unique Devon Tours eine Alternative.

Alex Graeme (in diesem Film stellt Alex seine Firma vor) und Mark Lakeman führen themenbasierte Fahrten durch Devon und Umgebung durch, unter anderem auch eine eintägige The Hound of the Baskervilles Tour. Alex Graeme ist Experte für die Grafschaft Devon; sein Urgroßvater war Robert Duins Cooke, von 1897 bis 1939 Reverend der St Andrew’s Church in Ipplepen, sechs Kilometer südwestlich von Newton Abbot, der damals Sir Arthur einige Tipps für seine Dartmoor-Recherchen gab.

Also: Alex Graeme kennt sich hier bestens aus. Die Hound of the Baskervilles Tour beginnt folglich in Ipplepen, führt dann nach Ashburton und Buckfastleigh zur Holy Trinity Church, wo das düstere, unheimliche Grabmal Squire Richard Cabells zu sehen ist. Richard Cabell soll als Vorbild für Sir Hugo Baskerville gedient haben (mehr über ihn und sein Grabmal ist in meinem entsprechenden Blogartikel zu lesen). Das Mittagessen auf der Tour wird im Rugglestone Inn in Widecombe-in-the-Moor eingenommen, einem richtig schönen, urigen Pub. Die zweite Hälfte der Rundfahrt führt zu Orten, die damals Sir Arthur aufgesucht hatte, unter anderem zu den Fox Tor Mires, die ihn zu dem Grimpen Mire im Roman inspirierten.

Für ein bis zwei Personen kostet die Tour £380, für drei bis sechs Personen £480.

Wer sich tiefer mit der Geschichte des unheimlichen Hundes und Sir Arthurs Buch beschäftigen möchte, dem empfehle ich diese Rezension aus dem Crimealley-Blog.

St Andrew’s in Ipplepen.
Photo © Paul Hutchinson (cc-by-sa/2.0)
Richard Cabells Grabmal auf dem Kirchhof von Holy Trinity in Buckfastleigh.
Photo © Adrian Platt (cc-by-sa/2.0)
Der Rugglestone Inn in Widecombe in the Moor.
Author: Major Clanger.
Creative Commons 2.0
Blick auf die Fox Tor Mires im Dartmoor.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 14. September 2021 at 02:00  Comments (1)  

Das Problem der „second homes“ in der englischen Provinz

St Ives in Cornwall, außerordentlich beliebt bei „second home buyers“.
Photo © Marika Reinholds (cc-by-sa/2.0)

Der Traum vieler Londoner, oder anderer Großstädter, ist es, einen Zweitwohnsitz auf dem Land, vorzugsweise am Meer, zu besitzen. Es gibt genug wohlhabende Menschen, die sich diesen Traum erfüllen können, leider auf Kosten anderer, nämlich derjenigen, die dort bereits wohnen und die darunter zu leiden haben. In der Regel werden Zweitwohnsitze in Dörfern oder Kleinstädten gekauft, wenn dort etwas frei wird; die Einheimischen, die auch an einem Kauf interessiert wären, haben keine Chance, weil die Großstädter finanzkräftiger sind. Da die neuen Besitzer aber nicht ständig dort wohnen, spricht man bereits von „ghost villages„, überwiegend leer stehenden Häusern, und die „Ureinwohner“ fühlen sich in ihren Dörfern nicht mehr wohl, ein soziales Problem ist entstanden. In der Corona-Pandemie hat sich dieser Trend noch verstärkt; der Drang aus der Stadt hinaus in die Provinz hat zugenommen, viele wollen, das Homeoffice macht es möglich, ganz aus den Metropolen wegziehen.

In England gibt es einen akuten Mangel an bezahlbarem Wohnraum, und Zweitwohnungsbesitzer nehmen Wohnungssuchenden diesen Wohnraum weg. „The pandemic property boom is pricing locals out of the British countryside“ titelte The Guardian kürzlich. Devon, Dorset und Cornwall sind beliebte Regionen, in denen sich Leute mit Geld gern einen zweiten Wohnsitz zulegen.

Es gibt bereits einige Orte im Südwesten, die den Kauf von Zweitwohnungen unterbinden wollen wie in Salcombe in Devon. In St Ives in Cornwall, ein Hotspot für extrem teuere Häuser und Wohnungen, hat man das schon getan, allerdings mit negativen Folgen. Dort wurde es verboten, dass neugebaute Häuser als Zweitwohnungen verkauft werden konnten. Die Folge: Zum einen litten die örtlichen Baufirmen darunter, weil jetzt eben keine neuen Häuser mehr gebaut wurden, zum anderen stürzten sich nun die wohlhabenden Großstädter auf die verbliebenen Häuser in St Ives, was die Preise noch mehr in die Höhe treibt.

Das Problem dieser „second homes“ und die gesellschaftlichen Auswirkungen dürfte das Land wohl noch lange beschäftigen.

Published in: on 7. September 2021 at 02:00  Comments (2)  

Die Murmelbahnen im House of Marbles in Bovey Tracey (Devon)

Photo © Chris Allen (cc-by-sa/2.0)

Sollte das Wetter bei einem Besuch des Dartmoors mal wieder zu unwirtlich sein, und man einfach keine Lust haben, durch die nebelverhangenen Moore zu fahren, dann bietet sich als Alternative ein Abstecher ins House of Marbles in Bovey Tracey (Devon) an, einer Kleinstadt am Ostrand des Dartmoors. An der Pottery Road liegen große Backsteingebäude, in denen alle möglichen Spielwaren („From the ridiculous to the sublime“) und Geschenke produziert und angeboten werden. Puzzles und Spiele, Kerzen und Seifen, Porzellan und Beautyprodukte, hier geht wohl kein Besucher mit leeren Händen hinaus.

Eine Besonderheit möchte ich aber herausheben: Die Glasmurmeln. Neben dem Spielemuseum und dem Keramikmuseum gibt es hier auch ein Glas- und Murmelmuseum. Teign Valley Glass produziert in den Gebäuden edle Glaswaren und eben auch Murmeln in den unterschiedlichsten Formen. Im Laden kann man dafür Murmelbahnen („marble runs“) kaufen und die größten Murmelbahnen, die es überhaupt weltweit gibt, kann man im House of Marbles bestaunen. Vier Exemplare gibt es davon, die Alex Schmid entworfen hat. Die größte Bahn heißt Snooki 2000, und sie ist faszinierend anzuschauen. Hier ist sie im Film zu sehen und hier ist ein Rundgang durch das House of Marbles.

Diese Besucherattraktion ist täglich geöffnet, montags bis samstags von 9 Uhr bis 17 Uhr, sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Noch eine Ergänzung für Besucher des Dartmoors: Das Dartmoor Magazine informiert über diese einzigartige Landschaft und gibt Tipps in Hülle und Fülle. Siehe hierzu meinen Blogeintrag.

The House of Marbles
The Old Pottery
Pottery Road
Bovey Tracy
Devon
TQ19 3DS

Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)
Author: ant.photos.
Creative Commons 2.0
Published in: on 25. August 2021 at 02:00  Comments (3)  

GAGB – Geocaching Association of Great Britain

Ein GPS-Empfänger.
Author: Johan Larsson.
Creative Commons 2.0

Für das relativ neue Freizeitvergnügen namens Geocaching benötigt man nur einen GPS-Empfänger und schon kann es los gehen. Was man früher als Schnitzeljagd bezeichnete, hat sich auf eine andere technisierte Ebene entwickelt. Die geografischen Koordinaten der zu suchenden Verstecke findet man im Internet. „Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie häufig auch verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren„, so die Wikipedia.

Auch in Großbritannien erfreut sich das Geocaching immer größerer Beliebtheit und so gibt es seit 2003 die Geocaching Association of Great Britain (GAGB), die sich um die Belange ihrer Mitglieder kümmert. Wichtig ist ihr der Kontakt zu den Grundbesitzern auf deren Boden der Geocache versteckt wird, denn das sollte nur mit deren ausdrücklicher Genehmigung geschehen.

Die GAGB gibt ein Magazin heraus, das den Titel „Seeker“ trägt und viermal jährlich erscheint. In der aktuellen Ausgabe finden sich beispielsweise Artikel über das Thema „Geoart“ („a series of caches where the shape of the series forms an image“), die weltweit erste „Art Geo Tour“ an den Küsten von Essex, Kent und Sussex und über Geocaching in Sri Lanka.

Die GAGB informiert auf ihren Webseiten über Mega Events, die in Großbritannien stattfinden wie in diesem Jahr Piratemania in Lincolnshire und London Calling 2021.

Für den Außenstehenden dürfte vieles von dem, was in der Geocacher-Szene so abläuft, schwer verständlich sein. Die Geocacher haben auch einen eigenen Jargon entwickelt, den die Muggels (Nicht-Geocacher) wohl kaum verstehen können. Dieser deutschsprachige Film erklärt das wichtigste über dieses Freizeitvergnügen.

Ein Geocache.
Author: cachemania.
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Published in: on 13. August 2021 at 02:00  Kommentar verfassen