Songs about London – Warren Zevon: „The Werewolves of London“

Die Gerrard Street und der Eingang zu Londons Chinatown.
Photo © PAUL FARMER (cc-by-sa/2.0)

Sicher hat sich schon jeder einmal gefragt, was denn eigentlich die Lieblingsspeise von Werwölfen ist. Der US-amerikanische Singer-Songwriter Warren Zevon (1947-2003) hat diese Frage schon vor längerer Zeit beantwortet und zwar in seinem 1978 veröffentlichten Song „The Werewolves of London„. Dort heißt es zu Beginn des Liedes:

I saw a werewolf with a Chinese menu in his hand
Walking through the streets of SoHo in the rain
He was looking for the place called Lee Ho Fooks
For to get a big dish of beef chow mein

Beef Chow Mein ist es also, was, zumindest die Londoner, Werwölfe gern essen. Wer dieses Wokgericht einmal nachkochen möchte, hier ist eine Anleitung dazu.
Warren Zevon verrät uns in seinem Song auch gleichzeitig, wo diese unheimlichen Wesen ihr Beef Chow Mein am liebsten zu sich nehmen, nämlich bei Lee Ho Fooks, einem Restaurant in der Gerrard Street Nummer 15/16. Die Gerrard Street ist die Haupttrasse in der Londoner Chinatown in der City of Westminster. Wer heute Lee Ho Fooks dort aufsuchen möchte, um das Wokgericht selbst einmal zu probieren, wird enttäuscht sein, denn das Restaurant gibt es nicht mehr, dafür hat ein anderes Chinarestaurant an gleicher Stelle aufgemacht, das Dumplings‘ Legend. Auf deren Speisekarte findet man mehrere Chow Mein-Gerichte, auch mit Rindfleisch.

Am Schluss von Warren Zevons Song heißt es:

I saw a werewolf drinkin‘ a piña colada at Trader Vic’s
His hair was perfect.

Ein polynesisches Trader Vic’s-Restaurant gibt es in London im Hilton on Park Lane (22, Park Lane), wo man allerdings als Spezialität nicht die Piña Colada, sondern den Mai Tai-Cocktail anbietet. Werwölfe, die sich in London nicht so gut auskennen, haben es also heute nicht ganz leicht, wenn sie sich auf die Spuren ihrer Vorfahren Ende der 1970er Jahren begeben wollen und dazu Warren Zevons Songtext als Reiseführer benutzen.

Hier ist „The Werwolves of London“ zu hören, dessen Melodie Kid Rock im Jahr 2008 für sein „All Summer Long“ verwendete.

 

Published in: on 30. Oktober 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – „Soho Square“ von Kirsty MacColl

Dort in dem Winkel, wo die Oxford Street auf die Charing Cross Road trifft, findet man eine kleine grüne Oase namens Soho Square. Viele Bänke laden zu einer Ruhepause ein, eine Statue Charles II. weckt Erinnerungen an die Geschichte des 17. Jahrhunderts und man fragt sich, welchen Zweck wohl das kleine Fachwerkhäuschen mitten auf dem Platz erfüllt (es ist ein Aufbewahrungsort für Gartengeräte). Die Bäume spenden im Sommer Schatten, so dass man dort in der Mittagspause seinen Lunch zu sich nehmen kann. Die Häuser, die den Platz einrahmen, sind sehr beliebt als Büros für Firmen, die in der Medienbranche tätig sind wie zum Beispiel Paul McCartneys MPL Communications.

1993 widmete die Folksängerin Kirsty MacColl (1959-2000) dem Platz ein Lied, das sie auch „Soho Square“ nannte und das mit den Zeilen beginnt „Your name froze on the winter air An empty bench in Soho Square„. Kirsty MacColl starb sehr früh im Jahr 2000 bei einem Unfall während ihres Urlaubs in Mexico. Ihre Familie und Freunde ließen ein Jahr später zur Erinnerung eine „bench in Soho Square“ errichten, die am 12. August 2001 eingeweiht wurde. Einige Reden wurden gehalten und Kirsty MacColls Lieder erschallten über den Soho Square. Anschließend fand man sich im nahegelegenen Pub Pillars of Hercules in der Greek Street zusammen, wo man Kirstys Lieder spielte.

An der Bank im Soho Square ist eine Plakette angebracht mit der Inschrift: „Kirsty MacColl 1959 – 2000 One day I’ll be Waiting There No Empty Bench in Soho Square„.

Hier ist das Lied zu hören.

Die Kirsty MacColl-Erinnerungsbank.
Photo © Peter Trimming (cc-by-sa/2.0)

Die Statue Charles II. vor dem Fachwerkhäuschen.
Photo © Peter Trimming (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 23. September 2017 at 02:00  Comments (5)  
Tags: ,

Songs About London – Chelsea, der noble Stadtteil der britischen Hauptstadt, im Spiegel der Musik

Blick auf den Londoner Stadtteil Chelsea.   © Copyright PAUL FARMER and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf den Londoner Stadtteil Chelsea.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright PAUL FARMER and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wenn man den Namen Chelsea hört, denken viele in erster Linie an den Fußballclub des Londoner Stadtteils, der dem russischen Oligarchen Roman Abramovich gehört und zu den wohlhabendsten Vereinen des Landes zählt. Es gibt auch eine Damenabteilung, die sich Chelsea Ladies Football Club nennt und die in der Women’s Super League spielt. Ein sehr beliebter Song, der im Stadion Stamford Bridge gespielt und gesungen wird, dort wo „The Blues“ ihre Heimspiele ausrichten, ist der „Chelsea Dagger“ der schottischen Rockband The Fratellis, nach dem man wunderschön gröhlen kann.

Die jungen Frauen des Stadtteils müssen eine besondere Anziehungskraft haben, denn immer wieder werden ihnen Songs gewidmet. Hier sind zwei Beispiele:

Die 1988 in Oxford gegründete Band Ride brachte 1990 eine EP auf den Markt, auf der der Titel „Chelsea Girl“ zu finden ist. Auch Andy Bell und seine Bandkollegen kennen das Geheimnis der Mädchens aus Chelsea nicht so genau, singen sie doch „You must have something and what it is I don’t know, You must have something ‚cause I can’t let you go“.

Eine junge blonde Dame aus Chelsea steht im Mittelpunkt eines Rocksongs der vierköpfigen Nord-Londoner Band Fiende Fatale, dem sie auch den Titel „Chelsea Girl“ gegeben haben.

Selbst über die Chelsea Boots genannten Stiefeletten kann man Songs schreiben wie The Shadows in diesem Instrumental zeigen.

Der amerikanische Jazzmusiker Billy Strayhorn unterlag einem Irrtum, als er 1941 „Chelsea Bridge“ schrieb. Auf einer Europareise sah er ein Gemälde der Londoner Battersea Bridge und hielt diese für die Chelsea Bridge, der er diesen Song widmete.

Der Komponist Syd Dale aus Yorkshire, der für seine Easy-Listening-Musik bekannt ist, schrieb den, wie ich finde, sehr gefühlvollen Song „Chelsea Dawn„, eine Hommage an den Sonnenaufgang über der britischen Hauptstadt.

Tragisch geht es in MarillionsChelsea Monday“ zu, in dem von einem Mädchen die Rede ist, das in Chelsea in die Themse springt („Fished a young chick out of The Old Father“), aus Kummer darüber, dass sie es nicht schafft, eine berühmte Schauspielerin zu werden.

Über den 2.6 Kilometer langen Chelsea Walk, der sich quer durch den Stadtteil zieht, singt die Birminghamer Rockband Ocean Colour Scene in ihrem gleichnamigen Song; allerdings entpuppt sich dieser Spaziergang als nicht allzu erfreulich.

Das heimstadion vom Chelsea Football Club Stamford Bridge, in dem der "Chelsea Dagger" gesungen wird.    © Copyright PAUL FARMER and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Heimstadion des Chelsea Football Clubs Stamford Bridge, in dem der „Chelsea Dagger“ gesungen wird.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright PAUL FARMER and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Chelsea Bridge.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Chelsea Bridge.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

 

Published in: on 26. Januar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – A Foggy Day in London Town

Ein nebliger Tag an der Themse in London.   © Copyright PAUL FARMER and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein nebliger Tag an der Themse in London.
  © Copyright PAUL FARMER and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Seit dem Clean Air Act aus dem Jahr 1956 ist Schluss mit dem ständigen, gesundheitsgefährdenden Nebel in London. Viele Menschen außerhalb Englands assoziieren aber nach wie vor die britische Hauptstadt mit dem „pea souper“ oder „killer fog“ wie der Nebel damals bezeichnet wurde.

George und Ira Gershwin schrieben 1937 ein Lied über so einen „Foggy Day (in London Town)“, der in den Film „A Damsel in Distress“ (dt. „Ein Fräulein in Nöten“) eingebaut wurde. Fred Astaire, der den Song sang, und Joan Fontaine spielten in dem Streifen die Hauptrollen, der auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers P.G. Wodehouse beruhte. Die beiden Gershwin-Brüder schrieben das Lied übrigens innerhalb einer Stunde an einem Abend Anfang 1937 in ihrem Haus in Beverly Hills, als George gerade von einer Party zurückkam (und vielleicht etwas angeheitert gerade in der richtigen Stimmung war).

George Gershwin sollte den weltweiten Erfolg seines Liedes nicht mehr miterleben, denn er starb einige Monate, bevor der Film in die Kinos kam. Fred Astaire machte eine Schallplattenaufnahme vom „Foggy Day“, die ihn in die US-amerikanischen Hitparaden brachte; animiert von der Beliebtheit  des Songs nahmen ihn viele weitere Künstler in ihr Repertoire auf wie Frank Sinatra, Mel Tormé und Petula Clark.

George Gershwin, der den Song komponierte. Photographer: Carl Van Vechten. This image is in the public Domain.

George Gershwin, der den Song komponierte.
Photographer: Carl Van Vechten.
This image is in the public Domain.

Published in: on 11. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – Coldplay: The Cemeteries of London

Der Brompton Cemetery in London.   © Copyright Thomas Nugent and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Brompton Cemetery in London.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Thomas Nugent and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Coldplay ist eine Londoner Rockgruppe, die sich 1996 formierte und die vor allem durch ihren Frontmann Chris Martin bekannt wurde, da über ihn, auf Grund seiner Ehe mit der Schauspielerin Gwyneth Paltrow, häufiger in der Boulevardpresse zu lesen war. Die vier Mitglieder von Coldplay veröffentlichten im Juni 2008 ein Studioalbum mit dem Titel „Viva la Vida or Death and All His Friends„, auf dem der Titel „Cemeteries of London“ zu hören ist. Das Besondere an dem Album ist, dass die Songs in mehreren Kirchen in Barcelona aufgenommen worden sind, was ihnen eine ganz spezielle Atmosphäre verleiht.

In „Cemeteries of London“ sind bei genauerem Hinhören auch spanische Elemente verwoben worden wie das rhythmische Klatschen, das man vom Flamenco kennt. Das dazu hergestellte Musikvideo passt sehr gut zu der düsteren Stimmung des Songs und setzt sich aus Clips von alten Stumm- und Horrorfilmen zusammen. Der Text handelt vom nächtlichen London, wo sich unten am Fluss Hexen unter den Brücken versammelt haben. Mysteriöses und Geisterhaftes wabert über über der Stadt, und der Song endet mit der Zeile „There’s no light over London today“. Mir hat sich „Cemeteries of London“ erst nach mehrmaligem Hören richtig erschlossen.

Hier ist das Video zu sehen.

Die Waterloo Bridge bei Nacht. Trafen sich hier die Hexen in Coldplays Song'    © Copyright N Chadwick and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Waterloo Bridge bei Nacht. Trafen sich hier die Hexen in Coldplays Song?
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright N Chadwick and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 5. Januar 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – Chris Rea: Road to Hell

Irgendwo hier entstand Chris Reas "Road to Hell".   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Irgendwo hier entstand Chris Reas „Road to Hell“.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ich bin die M25, die einmal rund um London führt, viele Male gefahren, sowohl im Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeigersinn. Die Ringautobahn war zwar immer sehr voll, aber glücklicherweise bin ich bisher noch nie in einen der Monsterstaus geraten, die leicht entstehen, wenn ein Unfall mehrere Fahrstreifen blockiert.

Was macht ein Rocksänger, wenn er mit seinem Auto in einen Stau gerät? Er komponiert während der Wartezeit einen Song. So geschehen an einem Wintertag im Jahr 1988, als es Chris Rea auf dem London Orbital erwischte und zwar dort, wo sich die M25 mit der M4 kreuzt, ein für Staus besonders anfälliges Teilstück der Autobahn. Rea kritzelte auf einem Stück Papier den Text für einen zukünftigen Song, den er entsprechend der Situation „Road to Hell“ nannte und der zu einem seiner großen Hits werden sollte. Wozu doch Staus auch gut sein können!

Der Zettel, auf dem Chris Rea den Song schrieb, wurde im Jahr 2010 von ihm bei einer Auktion eingereicht, deren Erlös dem Teenage Cancer Trust zugute kommen sollte, doch der Mindestpreis wurde nicht erreicht und daher ersteigerte niemand den ersten Entwurf des berühmten Songs.

„The Road to Hell“ erschien als Teil 1 und Teil 2 auf Chris Reas zehntem gleichnamigen Studioalbum, das 1989 veröffentlicht wurde. Hier ist das Musikvideo zu sehen.

Der Schriftsteller Jake Wallis Simons hat in seinem 2014 erschienen Roman „Jam“ (er wurde nicht ins Deutsche übersetzt) über einen Stau auf der M25 geschrieben. Simons zeigt in seinem Buch das Verhalten der Insassen mehrerer Fahrzeuge während des Stillstands. „This hellish ring of ordered chaos“ und „This endless strip of highway to nowhere” sind nur einige der Äußerungen, die über die Ringautobahn in dem Roman fallen.

Published in: on 25. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – The Kinks: Waterloo Sunset

Sonnenuntergang an der Waterloo Bridge.   © Copyright Colin Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Sonnenuntergang an der Waterloo Bridge.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Colin Smith and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Am 5. Mai 1967 wurde einer der schönsten Songs der 60er Jahre veröffentlicht. „Waterloo Sunset“ von den Kinks. „The Greatest Song about London“ wurde das Lied in einer Umfrage einer Londoner Radiostation genannt oder „Anthem of London„, so „Time Out“. Noch einen Schritt weiter ging der Musikjournalist Robert Christgau, der sogar von „the most beautiful song in the English language“ sprach.

Ray Davies von den Kinks schrieb und produzierte „Waterloo Sunset“, das erst als Single und dann auf dem Album „Something Else by The Kinks“ erschien. Ursprünglich sollte der Song „Liverpool Sunset“ heißen und mit dem „dirty old river“ meinte Davies eigentlich den River Mersey und nicht die Themse. Doch da die Beatles mit Titeln wie „Penny Lane“ immer wieder ihre Heimatstadt Liverpool besangen und damit viel Aufmerksamkeit auf die Stadt am Mersey lenkten, meinte der Kinks-Boss, jetzt wäre London auch mal wieder dran und benannte seinen Song um. Da er die Waterloo Bridge mehrmals pro Woche überquerte, bot sie sich als „replacement“ für Liverpool an.

In dem Lied geht es um ein Pärchen, Terry und Julie, das sich regelmäßig Freitagabend am Waterloo-Bahnhof trifft und von dort aus die Waterloo Bridge überquert, von wo aus sie den Sonnenuntergang beobachten.

Ray Davies veröffentlichte 1997 ein Buch mit Kurzgeschichten, das ebenfalls den Titel „Waterloo Sunset“ trug (Penguin Books, ISBN 978-0140253368, leider vergriffen, aber antiquarisch problemlos zu bekommen).

Hier ist das Lied zu hören.

Published in: on 8. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs About London – The Northern Line

High Barnet - Einer der beiden nördlichen Endstationen der Northern Line.    © Copyright Robin Webster and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

High Barnet – Einer der beiden nördlichen Endstationen der Northern Line.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Robin Webster and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Innerhalb des Londoner U-Bahnnetzes gehört die Northern Line zu den ältesten, längsten und betriebsamsten Linien. Täglich fahren im Durchschnitt über 900 000 Menschen mit der Northern Line und es werden immer mehr, vor allem wenn der Streckenabschnitt nach Battersea fertiggestellt sein wird. Seit 1937 gibt es diese U-Bahnlinie, die sich aus mehreren, weit früher gebauten Abschnitten zusammensetzt. Die Entfernung vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt beträgt 58 Kilometer mit 50 Stationen, von denen die von Hampstead die am tiefsten im ganzen Netz gelegene ist (58,5 Meter). Der südlichste Bahnhof ist die oberirdische Station Morden, die nördlichsten High Barnet bzw. Edgware (die Northern Line ist bei Camden Town in zwei Linien aufgeteilt).

Bei einer Umfrage unter den U-Bahnpassagieren Londons im Jahr 2013, bei der nach der beliebtesten und unbeliebtesten Linie gefragt wurde, schnitt die Northern Line bei weitem am schlechtesten ab. 34% der Befragten nannten diese Nord-Süd-Trasse als die unbeliebteste (auf Platz 2 folgte die District Line mit 13%); die beliebteste Linie war die Jubilee Line mit 24% (Platz 2 die Victoria Line mit 19%). Der Grund für das schlechte Abschneiden der Northern Line war u.a. die ständige Überfüllung der Züge während der Stoßzeiten, so dass die Pendler regelmäßig zwei bis drei Züge abwarten müssen, bis sie darin einsteigen können.

Einige britische Künstler haben Songs geschrieben bzw. gesungen, in denen die Northern Line vorkommt. Hier sind drei Beispiele:

– „Northern Line“ von Jamie T. Ich greife bei der Kurzbeschreibung seiner Musik auf die Wikipedia zurück, die das prägnant ausdrückt: „Seine Musik bedient sich hauptsächlich alltäglicher Instrumente und Geräusche, die mit Hilfe von Sampling in eingängige Pop-Songs arrangiert werden. Durch ungewöhnliche Kombinationen und Anleihen aus verschiedensten Stilrichtungen (Folk, Ska, aber auch elektronische Elemente) entstehen neuartige Musikstücke“.

– „Northern Line“ von Yeti. Das ist eine 2004 gegründete Band aus dem Norden Londons, die sich 2009 aufgelöst hat.

– „Northern Line“ von LV featuring Joshua Idehen. In diesem Song wird nach einzelnen Stationen der U-Bahnlinie gefragt: „What do you know about…?“ Entweder kommt eine spontane Antwort wie bei King’s Cross und Waterloo oder ein „blank“ wie bei Moorgate, dazu fällt niemandem etwas ein. Der Refrain am Ende des Songs nennt noch einmal die Endstationen der Linie „Morden, Morden, High Barnet, Edgware“.

Edgware Station - Der andere nördlichste Bahnhof der Northern Line. Author: Sunil060902. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Edgware Station – Der andere nördlichste Bahnhof der Northern Line.
Author: Sunil060902.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Morden Tube Station - Der südlichste Punkt der Northen Line. Author: bob walker. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Morden Tube Station – Der südlichste Punkt der Northern Line.
Author: bob walker.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Published in: on 13. Oktober 2014 at 02:00  Comments (1)  

Songs about London – Die Kilburn High Road

   © Copyright Martin Addison and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Martin Addison and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Kilburn ist ein Stadtgebiet im Nordwesten von London, das zu den drei Bezirken Camden, Brent und Westminster gehört und das man mit der U-Bahn am besten über die Bakerloo Line erreicht (Station Kilburn Park). Das multikulturelle Viertel wird besonders stark durch die hier wohnenden Iren geprägt; in keinem anderen Stadtteil Londons gibt es mehr Menschen irischer Abstammung als in Kilburn, so dass man schon vom „County Kilburn“ spricht wie auch eine britische Filmkomödie aus dem Jahr 2000 heißt.

Die Haupttrasse des Viertels ist die Kilburn High Road, Teil der A5, die in nordwestlicher Richtung aus London hinausführt und in Holyhead in Wales endet. Die Kilburn High Road wird von Geschäften dominiert, aber auch einige besonders ins Auge fallende Gebäude sind hier zu finden wie das Gaumont State Cinema, ein Art Déco-Gebäude, in dem in den 1950er bis in die 1970er Jahre viele Stars auftraten wie Buddy Holly, die Beatles, die Rolling Stones und David Bowie. Mehr als 4000 Menschen passten in den riesigen Saal, der zu den größten Europas zählte. Später wurde das Gaumont State Cinema als Bingohalle genutzt; heute hat die Glaubensgemeinschaft Ruach City Church hier ihr Hauptquartier.

Das Tricycle Theatre ist ein Treffpunkt an der Kilburn High Road, in dem Theaterstücke aufgeführt werden, die den multikulturellen Hintergrund des Stadtviertels widerspiegeln.

Dieses Musikvideo zeigt ein realistisches Bild der heutigen Kilburn High Road. Die Band Flogging Molly stellt die Straße musikalisch so dar und hier ist ein weiterer sehr stimmungsvoller Film über die High Road.

Das frühere Gaumont State cinema.    © Copyright Jaggery and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das frühere Gaumont State Cinema.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Jaggery and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Tricycle Theatre.    © Copyright PAUL FARMER and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Tricycle Theatre.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright PAUL FARMER and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 20. Juli 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs about London – Der Battersea Park

   © Copyright PAUL FARMER and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright PAUL FARMER and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Was fällt einem spontan ein, wenn man den Namen „Battersea“ hört? Wahrscheinlich zuerst die Battersea Power Station, das berühmte Kraftwerk am Südufer der Themse, das durch das Plattencover des Albums „Animals“ (1977) der britischen Formation Pink Floyd, noch bekannter geworden ist; dann vielleicht noch die Battersea Bridge und das Battersea Cats & Dogs Home, das Tierheim, über das ich schon einmal berichtete. Battersea war bis 1965 ein eigenes Metropolitan Borough, wurde dann aber im Zuge der Gebietsreform mit dem Metropolitan Borough of Wandsworth zusammengelegt, verlor seinen Namen und gehört jetzt zum London Borough of Wandsworth.

Dieser Teil Londons liegt am Südufer der Themse, gegenüber vom Chelsea Embankment, und wird geprägt vom Battersea Park. Früher duellierten sich hier gern Adelige, heute geht es in den Parkanlagen aber friedlicher zu. Das Erholungsgebiet mitten in London verfügt u.a. über einen Kinderzoo, über kleine Seen, die Battersea Evolution, ein Ort, an dem glamouröse Veranstaltungen stattfinden, und die Millennium Arena mit ihren Sportanlagen.

In erster Linie aber kann man im Battersea Park spazierengehen und sich vom Stress, den die britische Hauptstadt so mit sich bringt, erholen. Petula Clark widmete dem Park bereits 1954 ein, wie ich finde, sehr hübsches Lied, das den Titel „Meet Me in Battersea Park“ trägt. „There’s music and dancing, place for romancing so meet me in Battersea Park“ heißt es darin. Allerdings ist der Song in der zweiten Hälfte nicht mehr aktuell, denn Petula Clark singt da von den Attraktionen des früheren Vergnügungsparks, der 1977 sein Pforten schließen musste. Einer der Autoren des Liedes war übrigens Leslie Clark, Petula Vater.

Hier ist Petula Clarks „Meet Me in Battersea Park“ zu hören.

   © Copyright Paul Gillett and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Paul Gillett and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 10. Mai 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags: ,

Songs About London – Belsize Park

Haverstock Hill in Belsize Park.   © Copyright Mike Quinn and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Haverstock Hill in Belsize Park.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Mike Quinn and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Dieses wohlhabende Viertel im Norden Londons namens Belsize Park wird von der breiten, baumbestandenen Straße Haverstock Hill durchzogen, an der sich kleine Läden, Cafés und Restaurants angesiedelt haben. Die Wohngegend ist bei Prominenten aus dem Showgeschäft sehr beliebt; ob Gwyneth Paltrow, Helena Bonham-Carter oder Herbert Grönemeyer, viele haben hier ihre Zelte aufgeschlagen, denn erstens ist es ein ruhiges Viertel, zweitens hat man es nicht weit bis zur City und drittens ist das Erholungsgebiet von Hampstead Heath ganz in der Nähe. Einen Park gibt es in Belsize Park übrigens nicht, dafür eine eigene U-Bahn-Station an der Northern Line  am Haverstock Hill.

1968 wurde Belsize durch einen kleinen 30minütigen Film und vor allem durch dessen Soundtrack international bekannt: „Les Bicyclettes de Belsize“ mit Judy Huxtable und Anthony May in den Hauptrollen. Gedreht wurde er allerdings im benachbarten Hampstead.  Hier ist ein Musikvideo mit Ausschnitten aus dem Film.

Die Titelmusik wurde in der Version von Engelbert Humperdinck weltberühmt; auch Mireille Mathieu nahm dieses eingängige Lied auf.

Wer sich näher für Belsize Park interessiert, es gibt zwei DVDs, „The Belsize Story„, die sich eingehend mit diesem schönen Teil Londons beschäftigen (hier erhältlich).

Die U-Bahn-Station Belsize Park.   © Copyright Robin Sones and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die U-Bahn-Station Belsize Park.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Robin Sones and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 31. März 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs About London – Die britische Hauptstadt und der Regen

   © Copyright Richard Humphrey and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Richard Humphrey and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Was fällt vielen Deutschen spontan zu den Begriffen „London“ und „Wetter“ ein? Sicher werden die meisten „Regen“ und „Nebel“ antworten, denn immer noch spuken in vielen Köpfen die frühen (deutschen) Edgar Wallace-Filme wie z.B.  „Der Frosch mit der Maske“ herum, in dem Eva Pflug das Lied „Nachts im Nebel an der Themse“ sang. Nebel und Regen waren wichtige Zutaten in diesen Kriminalfilmen und prägten die Vorstellungen, die man in Deutschland vom englischen/Londoner Wetter hatte. Im letzten Winterhalbjahr spielte der Regen allerdings eine unrühmliche Rolle im englischen Wettergeschehen!

Vergleicht man einmal die Niederschlagsmengen Londons mit denen anderer Weltstädte, dann schneidet die britische Metropole gar nicht so schlecht ab. Zürich, Amsterdam und Mailand sind beispielsweise deutlich nasser als London, ganz zu schweigen von US-amerikanischen Städten. Miami in Florida hat die doppelte Niederschlagsmenge, New Orleans in Louisiana sogar noch mehr.

Über London im Regen und im Nebel sind viele Songs geschrieben worden, über „Miami in the rain“ nicht.

Hier ist eine kleine Auswahl an Songs, die sich dem Thema „Schlechtes Wetter in London“ annehmen:

Paris: Rainy Day in London. Merkwürdigerweise scheint in dem Musikvideo ständig die Sonne.

Puressence: London in the Rain. Puressence stammt aus dem Raum Manchester; vielleicht wollten die vier Bandmitglieder London in nicht so gutem Licht erscheinen lassen…

Heather Nova: London Rain. „Nothing falls like London Rain“ singt Heather Nova von den Bermudas, die lange in London gelebt hat. Ihr Musikvideo zeigt keine nassen Straßen der Hauptstadt, sondern karibisches Flair.

Michael Bublé: A Foggy Day in London Town. Der alte Gershwin-Klassiker in der Version des kanadischen Jazzsängers.

Blossom Dearie: I Like London in the Rain. Die 2009 gestorbene Amerikanerin zeigt in ihrem Song, dass London auch im Regen seinen Reiz hat („Wet umbrellas in the rain there’ll be couples arm in arm London drizzle has its charm“).

The Pogues: A Rainy Night in Soho. The Pogues sind eine Band, die sich in London formierte und die müssen sich mit dem Wetter in ihrer Stadt ja bestens auskennen.

Published in: on 6. März 2014 at 02:00  Comments (1)  

Songs About London – West End Girls gegen East End Girls

Das Londoner West End.    © Copyright Chris Talbot and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Londoner West End.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Chris Talbot and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Londoner West End ist das Theaterviertel der Stadt, das durch die Straßen The Strand, Marylebone Road, Park Lane und Regent Street eingefasst wird. Hier gibt es jede Menge schicke Läden und Restaurants; die Immobilienpreise gehören zu den höchsten der Welt und die „bessere Gesellschaft“ ist hier zuhause bzw. lässt sich hier sehen.

Das East End dagegen galt schon immer als das Aschenputtel Londons, hier wohnten Arbeiter, Menschen mit wenig Geld und viele Einwanderer. Noch immer gibt es in den Bezirken im Osten der Stadt viel Armut, aber es findet ein Wandel statt, der das Gesicht des East Ends in der Zukunft noch sehr verändern wird.

Was unterscheidet nun die Mädchen aus dem Westen von denen aus dem Osten? Sind sie hübscher, intelligenter?

Die Pet Shop Boys haben 1984 ihren Song „West End Girls“ aufgenommen. „Der Song handelt von jungen Frauen aus dem West End Londons, die auf Männer aus dem von Proletariern bewohnten East End treffen. Er bezieht sich freilich auf vergangene Zeiten und fokussiert Klassenunterschiede und innerstädtischen Druck“, so formuliert es die Wikipedia.

Die Skinhead-Band Cock Sparrer beschäftigt sich in ihrem Song „East End Girl“ mit den toughen Mädchen aus dem Osten der Stadt: „She’s dangerous and beautiful and proud With her feet on the ground and her head high in the clouds“.

Das Londoner Eastend.    © Copyright Derek Harper and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Londoner Eastend.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Derek Harper and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 2. Februar 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags: ,

Songs About London – Primrose Hill

Blick vom Primrose Hill auf die Londoner City.   © Copyright Robin Sones and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick vom Primrose Hill auf die Londoner City.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Robin Sones and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Primrose Hill ist eines der bevorzugten Wohnviertel Londons und grenzt nördlich an den Regent’s Park an. Vom Hügel selbst hat man einen sehr schönen Blick auf das Zentrum der Metropole. Hier wohnen und wohnten unzählige Prominente wie James Bond-Darsteller Daniel Craig, die Schauspieler Jude Law und John Cleese, Londons Bürgermeister Boris Johnson und die beiden Labour-Politiker Ed und David Miliband.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass über den Primrose Hill viele Songs geschrieben worden, die dem Stadtteil bzw. dem 78 m hohen Hügel huldigen. Hier sind einige Beispiele:

– Die Band Madness singt über einen Mann, der den Primrose Hill von  seinem Fenster aus von unten betrachtet („A man opened his window and stared up Primrose Hill“), doch noch nie dort gewesen ist („For a fleeting second I was up that hill although I’ve never been there I wish I was there still“). Hier ist der Song.

John und Beverley Martyn besingen den Londoner Hügel und besteigen ihn in ihrem Song, um den Sonnenuntergang an einem Sonntagabend zu betrachten. Sehr eindrucksvoll wie ich finde! Hier ist der Song.

– Sehr schön finde ich den Song der Amerikanerin Kathe Green aus dem Jahr 1969, hier zu hören.

– Und noch ein Amerikaner, der den Hügel besingt: Loudon Wainwright III („Living on the side of Primrose Hill…) wohnte einige Zeit lang in diesem Teil Londons. Hier ist sein Song.

Das ist nur eine kleine Auswahl an „Primrose Hill“-Songs; wer mehr wissen möchte, wird auf dieser Webseite fündig.

...und noch einmal ein Blick vom Hügel auf die Stadt bei Nacht.   © Copyright Stephen Craven and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

…und noch einmal ein Blick vom Hügel auf die Stadt bei Nacht.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Stephen Craven and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 14. Januar 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Songs About London – Weihnachten in London

Die weihnachtliche Regent Street.    © Copyright Oast House Archive and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die weihnachtliche Regent Street.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Oast House Archive and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Regent Street in London ist zur Weihnachtszeit immer besonders schön geschmückt und beleuchtet; im riesigen Spielwarenladen Hamleys herrscht Hochbetrieb, und die Kassen klingeln dort noch mehr als sonst im Jahr.
Ich habe heute zwei Lieder herausgesucht, die versuchen, die Stimmung in der Stadt zu Weihnachten einzufangen.

Da ist einmal „Christmas Time in London Town„, das schon 1961 aufgenommen worden ist und von dem dänischen Duo Nina & Frederik gesungen wird. Dahinter verbergen sich Frederik Jan Gustav Floris, Baron van Pallandt, der bereits 1994 verstorben ist, und seine damalige Frau Nina, Baroness van Pallandt. Der Text des Liedes stammt von Nina & Frederik, die Musik von dem englischen Komponisten David Flatau. Ich mag dieses Lied sehr, das in diesem Video sehr schön von stimmungsvollen Bildern begleitet wird.

Nicht weniger schön finde ich Limahls Hommage an London zur Weihnachtszeit in seinem Song „London for Christmas“ aus dem Jahr 2012, in dem es heißt:

The Christmas tree will be beautiful in Trafalgar Square
We’ll do Selfridges for shopping and cocktails in Mayfair
You’ll be looking pretty through my camera lens
As we hear the chimes of Big Ben from our boat trip on the Thames

Es muss also nicht immer Whams „Last Christmas“ sein, das zurzeit weltweit von unzähligen Radiostationen gespielt wird, es gibt auch sehr hörenswerte andere weihnachtliche Popsongs aus dem Königreich.

Published in: on 24. Dezember 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Songs About London – Heute: Die Portobello Road

   © Copyright Helmut Zozmann and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Helmut Zozmann and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Große Teile des Films „Notting Hill“ mit Julia Roberts und Hugh Grant wurden 1999 in der Portobello Road im Stadtteil Notting Hill gedreht, eine Straße, die sich schier endlos durch diesen Teil Londons zieht. Bekannt ist sie, auch in Touristenkreisen, vor allem durch den Portobello Market. Wochentags dominieren hier die Lebensmittelhändler, am Samstag werden vorwiegend Antiquitäten und Second-Hand-Kleidung angeboten. Leider machen sich auch in dieser Straße nach und nach die ewig präsenten Kettenläden breit wie Starbucks, Subway, Caffee Nero und Tesco. Damit nicht das Clone-Town-Britain-Syndrom zu sehr überhand nimmt, haben sich die Friends of Portobello zusammengetan, um das zu verhindern. Möge es ihnen gelingen!!!

Es gibt eine ganze Reihe von Songs, die sich der Straße angenommen haben, von denen ich einige hier vorstellen möchte:

– In der Komödie „Bedknobs and Broomsticks“ (1971), die in Deutschland unter dem Titel „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ lief, mit Angela Lansbury in der Hauptrolle, gibt es einen hübschen Song namens „Portobello Road„. Hier ist der entsprechende Filmausschnitt zu sehen. Gedreht wurde allerdings nicht in London, sondern in Los Angeles.

– Ganz anders porträtiert der englische Komponist Syd Dale (1924-1994) den Markt in seinem Instrumentalstück „Portobello Market„, das 1975 erschien. Dale ist auch heute noch durch seine Filmmusik in Erinnerung geblieben.

– „Portobello Road“ ist eines der Frühwerke von Cat Stevens, das er schon 1966 veröffentlichte. Darin beschreibt er, was er auf einem Spaziergang durch die Straße so alles sieht („Cuckoo clocks, and plastic socks, Lampshades of old antique leather, Nothing looks weird, not even a beard, Or the boots made out of feathers“).

– Mark Knopfler von Dire Straits hat 1979 den Song „Portobello Belle“ in einem Pub in der Straße geschrieben, dem „Duke of Wellington“ in der Hausnummer 179, der gern von Musikern aufgesucht wurde.

– 1968 nahm der englische Singer-Songwriter Billy Nicholls das Album „Would You Believe“ auf; darauf findet sich der Song „Portobello Road“ (“ You can buy most anything, Paper clips or even eastern wedding rings“).

Published in: on 3. Dezember 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Songs About London – Heute: Die Warwick Avenue im Stadtteil Maida Vale

Die U-Bahnstation Warwick Avenue, dahinter die St Saviours Church.    © Copyright Jaggery and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die U-Bahnstation Warwick Avenue, dahinter die St Saviours Church.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Jaggery and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Londoner Warwick Avenue ist eine angenehme, baumbestandene, breite Wohnstraße im Stadtteil Maida Vale; Läden und Restaurants sucht man hier vergebens, dafür reihen sich in der Straße gepflegte Wohnhäuser aneinander. In den 1840er Jahren wurde die Warwick Avenue angelegt, davon zeichnete der Architekt George Ledwell Taylor für den Entwurf der Häuser mit den Nummern 2 bis 16 verantwortlich (das ist der, der damals den König überredete, den zentralen Londoner Platz nicht „King William the Fourth’s Square“, sondern „Trafalgar Square“ zu benennen).

Die Bakerloo Linie des Londoner U-Bahnnetzes unterhält an der Straße eine Station, die Warwick Avenue Station. Daneben steht eine moderne, für meine Begriffe ziemlich hässliche Kirche, die erst 1976 erbaut wurde, St Saviour, die die Gläubigen dieser auch Little Venice genannten Region bedient.
Sonst gibt es über diese Straße nicht viel zu sagen, außer, dass die Sängerin Duffy ein Lied über sie geschrieben und gesungen hat, das den Titel „Warwick Avenue“ trägt und mit den Worten beginnt:

„When I get to Warwick Avenue
Meet me by the entrance of the tube“  und etwas später:
„When I get to Warwick Avenue
I’’ll tell baby there we’’re through“

In dem Lied dient die U-Bahnstation als Treffpunkt einer jungen Dame mit ihrem Freund, dem sie sagen will, dass es aus ist zwischen ihnen, weil er sie zu oft verletzt hat.

Die walisische Sängerin Duffy stieg einmal zufällig an der U-Bahnstation Warwick Avenue aus, der Name blieb hängen und am nächsten Tag entstand der Song „Warwick Avenue“, der dann 2008 auf ihrem Album „Rockferry“ veröffentlicht wurde.

Hier ist das Musikvideo „Warwick Avenue“.

Die breite, baumbestandene Warwick Avenue in Maida Vale.    © Copyright Stacey Harris and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die breite, baumbestandene Warwick Avenue in Maida Vale.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Stacey Harris and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 13. November 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Songs About London – Heute: No. 10 Downing Street

Seit Margaret Thatchers Regierungszeit ist No. 10 Downing Street duch Gittertore abgesperrt.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Seit Margaret Thatchers Regierungszeit ist No. 10 Downing Street duch Gittertore abgesperrt.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wer war 1967 in Großbritannien Premierminister?…Richtig: Harold Wilson residierte von 1964 bis 1970 in No. 10 Downing Street; eine Straße, die soviel ich weiß, noch nicht sehr oft besungen worden ist. 1967 schrieben Larry Page und David Matthews einen Song namens „No. 10 Downing Street“ für die aus Andover in Hampshire stammende Band The Troggs, deren größter Hit „Wild Thing“ ein Jahr zuvor erscheinen war. Drei Mitglieder der 1964 gegründeten Band leben heute leider nicht mehr: Sänger Reg Presley starb in diesem Jahr am 4. Februar, der Gitarrist Dave Wright im Jahr 2008 und der Schlagzeuger Ronnie Bond bereits 1992.

In dem Song heißt es „No. 10 Downing Street, that’s where all the rules are made concerning me and you“ und weiter geht es:

„What we may read, what we may write
When to make peace and when to fight
To tell the truth or when to lie
And how much they take from us when we die.“

Eine mehr oder weniger milde Kritik an der Regierung Harold Wilsons, die, von „No. 10“ aus, die Geschicke ihrer Bürger bestimmt bzw. manipuliert. Die Downing Street (ich berichtete in meinem Blog darüber) ist eine kleine unscheinbare Straße, die von Whitehall abzweigt und durch ein Tor vom Rest der Welt abgeschottet ist. Benannt wurde sie nach dem Diplomaten Sir George Downing (1632–1689), der die Straße in den 1680er Jahren anlegen ließ.

Hier ist „No. 10 Downing Street“ von den Troggs zu hören.

Published in: on 2. November 2013 at 02:00  Comments (1)  
Tags:

Songs About London – Heute: Die Londoner Fußballvereine

Das Stadion der Spurs an der White Hart Lane. release this work into the public domain.

Das Stadion der Spurs:  White Hart Lane.
This image is released into the public domain.

Die britische Hauptstadt ist Heimat mehrerer großer Fußballvereine, von denen einige zur europäischen Oberklasse gehören. Es versteht sich von selbst, dass jeder Club bzw. dessen Fangemeinde einen eigenen Song hat, der bei jedem Match zum Besten gegeben wird. Hier sind einige Beispiele:

Tottenham Hotspur gibt es schon seit 131 Jahren. Der Premier League-Club spielt im Norden Londons im Stadion White Hart Lane und wird zurzeit von dem Portugiesen André Villas-Boas trainiert. Der Verein geriet kürzlich in die Schlagzeilen, als er seinen Spielen Gareth Bale für die Rekordsumme von (wahrscheinlich) €100 Millionen an Real Madrid verkaufte. Das Vereinslied heißt“ Tottenham Tottenham, Come on u Spurs„.

Arsenal Football Club. Der Erzrival von Tottenham Hotspur, zu dem kürzlich Mesut Özil wechselte und bei dem die Deutschen Lukas Podolski und Per Mertesacker unter dem Trainer Arsène Wenger spielen. Die Fans haben mehrere Gesänge für ihren geliebten Club drauf, darunter „Good Old Arsenal„, nach der Meldodie von „Rule Britannia“.

– Der FC Chelsea ist wohl der renommierteste Londoner Fußballverein, der jetzt wieder von José Mourinho trainiert wird. Die „Blues“ spielen im Westen Londons in ihrem Stadion Stamford Bridge. Von ihren Fangesängen gehört „Blue is the Colour“ zu den  beliebtesten.

-Den West Ham United Football Club gibt es auch schon seit 1895. Die „Irons“ oder auch „Hammers“ genannt spielen im Upton Park-Stadion im Londoner East End, zurzeit unter der Regie von Trainer Sam Allardyce. Die Hymne des Vereins heißt „I’m Forever Blowing Bubbles„.

– Der Fulham Football Club. Das Heimatstadion des Vereins heißt Craven Cottage, darum werden die Spieler auch gern „Cottagers“ genannt. Momentan ist der Niederländer Martin Jol der Trainer des Clubs, der immer ein wenig im Schatten der großen Londoner Rivalen Chelsea und Arsenal steht. Hier ist einer der vielen Fulham-Songs.

Es gibt noch viele weitere Londoner Fußballvereine wie Crystal Palce , Queens Park Rangers, Millwall usw. usw.

Das Stadion des Chelsea FC: Stamford Bridge. Author: Nick Mehlert. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Das Stadion des Chelsea FC: Stamford Bridge.
Author: Nick Mehlert.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Published in: on 10. Oktober 2013 at 02:00  Comments (2)  

Songs About London – Heute: „Swinging London“

Die Carnaby Street; in den 1960er Jahren ein Zentrum des Swinging LOndon.    © Copyright Christine Matthews and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Carnaby Street; in den 1960er Jahren Zentrum des Swinging London.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Christine Matthews and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Es gibt unzählige Songs, die über London geschrieben worden sind. Einige sind Liebeserklärungen an die Stadt, andere widmen sich einzelnen Stadtteilen, Straßen, Parks, Gebäuden usw. In meinem Blog werde ich von jetzt an in loser Reihenfolge „Songs about London“ vorstellen, von denen manche vielleicht kaum bekannt sind.

Ich beginne mit dem Thema „Swinging London„, wie die Stadt in den 1960er Jahren bezeichnet wurde, als sie kulturell und in Sachen Mode im Aufbruch war und schnell weltweit führend wurde (The Beatles, Mary Quant, Jean Shrimpton usw.).

– Der englische Countrysänger Roger Miller (1936-1992) nahm 1965 einen Song auf, der zwar „England Swings“ heißt, aber in dem es nur um London geht. Die Melodie geht einem nicht mehr aus dem Kopf, aber der Text ist ein bisschen so wie sich der kleine Moritz die britische Hauptstadt vorstellt… Die Engländer hievten den Titel bis auf Platz 13 der Charts hoch.

– 1989 wurde die US-amerikanische Band The Magnetic Fields gegründet; auch sie haben einen Song im Repertore, der „Swinging London“ heißt, 1994 veröffentlicht auf ihrem Album „Holiday“.

– Die Girlgroup Girls Aloud löste sich in diesem Jahr auf, nachdem die jungen Damen in ihrem Heimatland recht erfolgreich waren. Wie sie sich ihr „Swinging London“ vorstellen, zeigen sie hier.

– Mitten in die 1960er Jahre fällt der Song „Swinging Beefeater“ der Instrumentalband The Tornados, die mit ihrem „Telstar“ weltweit bekannt wurden. Warum sollen die Yeoman Warders of Her Majesty’s Royal Palace and Fortress the Tower of London, wie die Beefeaters richtig heißen, damals nicht auch geswingt haben?

-Die Carnaby Street stand damals im Mittelpunkt der Modebewegung. Die amerikanische, später in Deutschland lebende Sängerin Peggy March zollte 1969 mit in „In der Carnaby Street“ der Straße Tribut.

Das soll genügen, obwohl das Thema bei weitem noch nicht erschöpft ist.

Published in: on 30. September 2013 at 02:00  Comments (5)  

The Streets of London Teil 1: Ralph McTell und sein gleichnamiger Song

The Streets of London.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Thomas Nugent

Zu meinen Lieblingsbüchern in meiner Bibliothek gehört das Monumentalwerk „Dictionnaire Historique des Rues de Paris“ von Jacques Hillairet, der darin sämtliche Straßen von Paris (meiner zweiten „großen Liebe“ neben England) auflistet und näher beschreibt. Ein großartiges Buch!

Der 1944 in Farnborough in Kent geborene Sänger Ralph McTell zog in den 1960er Jahren quer durch Europa und arbeitete als „busker„, also als Straßensänger, auch sehr gern in Paris. Die Armut vieler Menschen, der er dort begegnete, wollte er in einem Song mit dem Titel „The Streets of Paris“ dokumentieren. Da er aber den Parisern nicht zu nahe treten wollte, entschied er sich dafür, seinen Song „The Streets of London“ umzubenennen, denn auch in der britischen Hauptstadt gab/gibt es viele obdachlose und arme Menschen.

Eigentlich sollte das Lied Bestandteil von Ralph McTells ersten Album „Eight Frames a Second“ sein, aber er empfand es selbst als so düster und deprimierend, dass er davon Abstand nahm. Erst auf seinem nächsten Album „Spiral Staircase„, das 1969 erschien, sollte dann der Song zu finden sein. 1974 veröffentlichte man „The Streets of London“ als Single, mit sehr großem Erfolg, auch in Deutschland.

Von dem englischen Sänger hat man in Deutschland seitdem nicht mehr viel gehört,  in seinem Heimatland ist er aber noch sehr aktiv und geht gern auf Tour. Am 4. Oktober beginnt seine neue Tour in Runcorn in Cheshire, die am 8. Dezember in der Londoner Cadogan Hall zu Ende geht.

So how can you tell me you’re lonely,
And say for you that the sun don’t shine?
Let me take you by the hand and lead you through the streets of London
I’ll show you something to make you change your mind

Das ist der Refrain von Ralph McTells „The Streets of London“, das die dunkle Seite der Hauptstadt beschreibt; auch heute noch, nach vielen Jahrzehnten, aktuell.

Ein vergleichbares Lexikon über die Straßen von London wie das oben erwähnte von Paris gibt es leider nicht. Am nähesten kommt da die ebenfalls großartige „The London Encyclopedia„, die aber bei weitem nicht alle Londoner Straßen umfasst.

Hier ist Ralph McTells „The Streets of London“ zu hören.

Eine Notiz am Rande: Ralph McTell wurde nach dem britischen Komponisten Ralph Vaughan Williams (s. hierzu meinen Blogeintrag) benannt, bei dem sein Vater als Gärtner arbeitete.

Electric Avenue im Londoner Stadtteil Brixton – Karibik in England

Brixtons Electric Avenue. - © Copyright Phillip Perry and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Der Londoner Stadtteil Brixton ruft sofort Assoziationen wach; man denkt an die „Brixton Riots„, die Aufstände in den Jahren 1981, 1985 und 1995, und an die multi-kulturelle Gesellschaft, die sich hier im Süden Londons etabliert hat.

Mitten in diesem oftmals unruhigen Stadtteil liegt die Electric Avenue, die ihren Namen dadurch erhalten hat, dass hier 1888 erstmals eine Marktstraße durch Straßenlampen elektrisch beleuchtet wurde. Auch heute noch ist die Electric Avenue eine belebte und geschäftige Marktstraße, die einen Teil des Brixton Markets bildet. Hier fühlt man sich nach Afrika und in die Karibik versetzt, denn man bekommt hier so gut wie alle Produkte aus diesen Regionen. Yamwurzeln, Kochbananen, exotische Fische, im Brixton Market auf der Electric Avenue gibt es das alles zu kaufen.

Leider hat auch diese Straße einen schwarzen Tag erlebt: Am 17. April 1999 zündete der „Nailbomber“ David Copeland vor einem kleinen Supermarkt eine mit Nägeln gefüllte Bombe, die 39 Menschen verletzte. Der Neonazi wollte mit dieser Aktion in Großbritannien einen Krieg gegen die Zuwanderer aus anderen Nationen beginnen. Copeland wurde von der Polizei gefasst, nachdem er auch noch im Osten Londons und in Soho Bomben explodieren ließ und dabei drei Menschen tötete.

Der aus Guyana stammende Sänger Eddy Grant, der auch in Deutschland mit seiner Band The Equals („Baby come back“) bekannt wurde, hatte 1982 einen großen Hit mit seinem Song „Electric Avenue„, in dem es um die Brixton-Aufstände von 1981 geht. Darin heißt es u.a.:

Workin‘ so hard like a soldier
Can’t afford a thing on TV
Deep in my heart, I’m a warrior
Can’t get food for them kids, good God

We gonna rock down to Electric Avenue
And then we’ll take it higher

Brixton bleibt ein Pulverfass wie es die Krawalle im August diesen Jahres gezeigt haben, als Horden von Jugendlichen viele Geschäfte plünderten.