Die Snug Bar in englischen Pubs

Pub with a snug: The Malt Shovel in Spondon (Derbyshire).
Author: Victuallers.
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Es kann für einen erstmaligen Pubbesucher aus dem Ausland ganz schön verwirrend sein, wenn er/sie ein englisches Gasthaus betritt. Da sieht man manchmal eine Public Bar, eine Saloon Bar, eine Lounge Bar und (heutzutage selten) eine Snug Bar. Was hat das alles zu bedeuten? In welche sollte ich mich begeben? In den meisten Pubs ist das heute eigentlich egal. Früher waren die Saloon und Lounge Bars der „middle-class“ vorbehalten, wo es etwas komfortabler eingerichtet und das Bier ein wenig teurer war. In der Public Bar traf sich die „Arbeiterklasse“, hier kostete das Bier weniger, dafür war die Einrichtung einfacher. Das hat sich heute alles egalisiert, die Barbezeichnungen haben manche Pubs jedoch beibehalten.
The Snug war eine Besonderheit, die einige Pubs ihren Besuchern anboten. Das Adjektiv „snug“ bedeutet soviel wie gemütlich und geborgen, das Substantiv = Nebenraum, Extrazimmer. In diese von den anderen Bars abgeschirmten Räumlichkeiten begaben sich die Gäste, die nicht unbedingt von den anderen Besuchern gesehen werden und mit ihnen Small Talk machen wollten. Wenn beispielsweise der örtliche Pfarrer abends noch einen Absacker zu sich nahm, musste das ja seine Gemeinde nicht mitbekommen. Die eine oder andere Lady, die Lust auf ein Pint hatte, mochte auch ihre Gründe gehabt haben, dies nicht in einer der anderen Bars zu tun. Verliebte Pärchen fühlten sich im Snug vielleicht auch wohler als in der Masse der angetrunkenen Stammgäste.

Heute gibt es nur noch wenige Pubs, die über einen Snug Room verfügen wie The Malt Shovel in Spondon und The Holly Bush Inn in Makeney (beide in Derbyshire), historische Pubs aus dem 18. bzw. aus dem 17. Jahrhundert.

…und auch in diesem Derbyshire-Pub in Makeney gibt es noch einen Snug.
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Published in: on 22. März 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Außergewöhnliche Pubs Teil 2: The Yew Tree Inn in Cauldon (Staffordshire)

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Der „Good Pub Guide 2017“ sagt Folgendes zur Vergabe seiner Sterne: „Really outstanding pubs are awarded a star, and in one case two: these are the aristocrats among pubs“.
Der mit den zwei Sternen ist „The Yew Tree Inn“ in Cauldon in Staffordshire. Auf einer meiner Reisen machte ich extra einen Umweg, um mir diesen ganz besonders hervorgehobenen Pub einmal anzusehen.

Der 300 Jahre alte Gasthof wurde seit über 50 Jahren von Alan East geführt, der in dieser langen Zeit unendlich viel an Antiquitäten und allem möglichem Sammelsurium zusammengetragen hat. Seit ein paar Jahren hat die Leitung des Pubs Easts Stiefsohn Dan Buckland übernommen, aber Alan ist nach wie vor hier anzutreffen. The Moorlands Magpie wird Alan East genannt, die Elster aus dem Moorgebiet, weil er so eine ausgeprägte Sammelleidenschaft hat. Vor allem seine alten Musikautomaten sind im Pub sehr beliebt, die man mit einem Zwei-Pence-Stück zum Leben erwecken kann. Wie dort ein Symphonium klingt, zeigt dieser Film. Wer an Seidenstrümpfen Interesse hat, die einmal Königin Victoria getragen hat, der wird hier fündig, denn Alan East hat einige erworben und stellt sie zur Schau. Weiterhin gibt es hier eine 3000 Jahre alte griechische Urne, alte Fahrräder und Kirchengestühl aus St Mary’s in Stafford zu bestaunen. Wir nahmen unser Pint auf einer Kirchenbank zu uns. Die Essensauswahl ist eher bescheiden und besteht überwiegend aus Sandwiches und Pies.

A unique collection of curios in friendly pub with good value snacks and bargain beer; very eccentric„, ist das Fazit des Good Pub Guides 2017. I totally agree!

The Yew Tree Inn
Cauldon
Staffordshire
ST10 3EJ

Außergewöhnliche Pubs Teil 1: The George & Dragon in Hudswell (North Yorkshire), CAMRA Pub of the Year 2017

 

Die Hauptstraße von Hudswell mit dem George & Dragon.
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Wenn man ein besonders gelungenes Beispiel für Prince Charles‘ Initiative „The Pub is the Hub“ (ich berichtete darüber in meinem Blog) sucht, dann bietet sich dafür The George & Dragon in Hudswell in North Yorkshire an. Der Pub als Dorfmittelpunkt, in dem man sich trifft, sich miteinander austauscht und Freundschaften pflegt, das propagiert diese Initiative, zu einer Zeit, in der immer mehr Pubs ihre Pforten für immer schließen.

Ein kleines Wunder ist hier in Hudswell geschehen, einem 350 Einwohner zählenden Dorf am River Swale im Dunstkreis der Kleinstadt Richmond. Im Jahr 2008 schloss der Dorfpub, womit sich die Bewohner aber nicht abfinden wollten und so beschlossen sie, das Gasthaus zu kaufen und es als Kooperative zu führen. Landlord wurde Stu Miller, ein IT-Fachmann aus London, der keine Lust mehr auf seinen alten Job hatte und sich dieser neuen Aufgabe in Yorkshire mit Leib und Seele widmete. Hudswell ist ein winziges Straßendorf mit keinerlei Infrastruktur…das heißt, bis im Jahr 2010 The George & Dragon wieder eröffnet wurde. In dem Haus am Hudswell Lane kann man nicht nur im Kreise der Nachbarn sein Pint trinken, sondern auch noch einkaufen. The Little Shop hält auf engstem Raum das Nötigste parat, was man so täglich braucht. Dazu ist auch noch eine kleine Bibliothek in den Räumen untergebracht, deren Buchbestände regelmäßig ausgetauscht werden. Kostenloses WLAN ist im Pub ebenfalls erhältlich. Ein wirklich gelungener „Pub is the Hub“ und deshalb besuchte ihn auch der Prince of Wales im Herbst 2015 und ließ sich ein Glas Bier zapfen.

Belohnt wurde The George & Dragon vor wenigen Tagen mit der Auszeichnung „CAMRA Pub of the Year 2017″. Wenn das keine Erfolgsgeschichte ist: Vom totgesagten Gasthaus im ländlichen Yorkshire zum besten Pub ganz Großbritanniens!

Dieser Film stellt The George & Dragon in Wort und Bild vor.

 

Zeitgeist@The Jolly Gardeners – Ein Gastro-Pub mit deutscher Küche im Londoner Stadtteil Lambeth

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Black Prince Road 49-51 so lautet die Adresse eines Pubs, der nur ein paar Schritte von der Themse entfernt im Londoner Stadtteil Lambeth liegt. „Best German food pub in and probably outside the UK“, so brüstet sich das Gasthaus nicht gerade bescheiden. Wer in der britischen Hauptstadt mal gerade keinen Appetit auf Ploughman’s Lunch oder Bangers and Mash hat, der kann im Zeitgeist@The Jolly Gardeners gute deutsche Hausmannskost probieren. Auf der Karte stehen zum Beispiel Jägerschnitzel, Leberkäse, Currywurst, Schweinshaxe, Frikadellen, Käsespätzle und ein Zeitgeist-Schnitzel, zu dem ein Glas Jägermeister gereicht wird. Deutscher geht es wirklich nicht mehr. Damit das deutsche Schnitzel nicht durch ein englisches Bitter oder Lager verwässert wird, gibt es hier eine umfangreiche Auswahl an germanischen Bieren wie Flensburger, Köstritzer oder Benediktiner, die sonst eher selten in der britischen Hauptstadt zu finden sind. Und da nach einer Haxn ein hochprozentiger Schnaps unabdingbar ist, stehen diverse deutsche „Absacker“ zur Verfügung. Samstags kann man sich in dem Pub auch die deutschen Bundesligaspiele auf einem Großbildschirm ansehen. Wer fußballresistent ist, zieht sich bei schönem Wetter besser auf einen der Tische vor dem Jolly Gardeners zurück.

Das Gasthaus zu den fröhlichen Gärtnern gibt es in Lambeth schon seit mehr als 100 Jahren. Charlie Chaplin, der in der Nähe wohnte, soll hier ein- und ausgegangen sein, und, wie es auf der Homepage des Pubs zu lesen steht, spielte Charlies Vater Charles Chaplin sr. in den Räumlichkeiten Klavier. Der Pianist soll dem Alkohol dermaßen zugesprochen haben, dass er bereits mit 38 Jahren an den Folgen starb.

Zweimal schon wurden in dem Pub Szenen für Spielfilme gedreht: In Guy Ritchies Spielfilm „Snatch“ (dt. „Snatch – Schweine und Diamanten“) mit Brad Pitt aus dem Jahr 2000 ist das Gasthaus zu sehen, ebenfalls in „The Calcium Kid“ (dt. „Calcium Kid“) mit Orlando Bloom und Omid Djalili (2004).

 

 

Spukorte – The Chequers in Old Amersham (Buckinghamshire)

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Old Amersham ist einer meiner Lieblingsorte in Buckinghamshire, in dem ich kürzlich einige Tage verbrachte und darüber mehrfach berichtete. Die kleine Stadt beherbergt einige Häuser, in denen es spuken soll wie zum Beispiel im Crown Hotel in der High Street, im Woodrow High House und in mehreren Pubs wie dem hier vorgestellten Chequers Inn an der London Road West, die aus Old Amersham herausführt. Das Haus, in dem der Gasthof untergebracht ist, gehört zu den ältesten der Stadt, gebaut etwa um 1450 herum. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es hier spuken soll…und zwar erheblich. Von neun verschiedenen Geistern ist die Rede und wer diese Herrschaften einmal kennenlernen möchte, sollte sich in The Chequers einquartieren (es stehen mehrere Zimmer ab £79 zur Verfügung).

Was steckt nun hinter diesen Spukgeschichten, die sich um diesen Pub ranken? Um das Jahr 1500 gab es in Amersham eine ausgeprägte protestantische Bewegung, deren Führer ein gewisser William Tylsworth war. Der katholischen Obrigkeit waren diese Männer ein Dorn im Auge und so wurden sie kurzerhand der Ketzerei angeklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In der Nacht vor der Urteilsvollstreckung im nahegelegenen Parsonage Wood wurden Tylsworth und weitere sechs Männer im Chequers Inn untergebracht und von einem Mann namens Osman bewacht, dann wurden sie am nächsten Morgen zum Scheiterhaufen gebracht, den Tylsworths eigene Tochter Joan auch noch anzünden musste.
Diese sogenannten Amersham Martyrs sind es, die den Pub immer wieder aufsuchen bzw. hier in einer anderen Dimension leben; ihr Stöhnen und Ächzen war immer wieder im Haus zu hören. Zusätzlich soll hier auch noch Joan, die arme Tochter Tylsworths, umgehen, die in einem der im ersten Stock gelegenen Schlafzimmer schon vielfach Gäste erschreckt hat. Auch der Gefangenenwärter Osman hat keine Ruhe gefunden und wird immer mal wieder in der Bar des Chequers Inn gesichtet, wo er sich in der Nähe des Kamins aufhält, in einen Kapuzenmantel gehüllt.

Die Pubbetreiber hatten mit dem Spuk so ihre Probleme und daher wurden dreimal Exorzismen durchgeführt, 1953, 1963 und 1982, aber ohne dauerhaften Erfolg. 1964 nahm die British Paté einen Film im Chequers Inn auf, „Dig That Ghost„, der hier zu sehen ist.

Vielleicht war es damals aber auch ganz anders? Glaubt man der Inschrift des Gedenksteins, den man 1931 für die Amersham Martyrs im Parsonage Woods errichtete, so wurde William Tylsworth 1506 hingerichtet, fünf weitere Männer und Tylsworths Tochter Joan Norman im Jahr 1521. Ein ganz schönes Durcheinander, aber wie es auch damals Anfang des 16. Jahrhunderts in Amersham zugegangen sein mag, The Chequers Inn gilt als einer der „most haunted pubs“ von Buckinghamshire.

The Chequers Inn
51 London Road West
Amersham
Buckinghamshire HP7 9DA

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The Amersham Martyrs Memorial.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – The Plough in Cadsden (Buckinghamshire)

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In meinem Blog schrieb ich schon vor längerer Zeit über The Nag’s Head in Great Missenden (Buckinghamshire), in dem man auf dem Weg zur Toilette durchaus einmal Angela Merkel oder einem anderen Staatsoberhaupt begegnen kann. Der Grund: Chequers, der Landsitz der britischen Premierminister ist nicht weit und hin und wieder werden seine Gäste in einen der nahegelegenen Pubs eingeladen, wo man in ungezwungener Atmosphäre ein paar Pints zusammen trinkt.

Neben dem Nag’s Head wird dafür auch The Plough in dem kleinen Dörfchen Cadsden, ebenfalls in Buckinghamshire, aufgesucht, denn dahin könnte man von Chequers auch zu Fuß hingehen. David Cameron kehrte hier gern ein, entweder mit seiner Familie oder mit Politikern aus anderen Ländern. Durch die Presse ging die Geschichte wie er einmal aus Versehen seine damals achtjährige Tochter im Plough zurückließ. Er hatte angenommen, seine Frau Samantha hätte die Tochter mitgenommen, während Samantha annahm, sie wäre in seinem Auto mitgefahren. Als die Eltern das Fehlen der Tochter bemerkten, fuhr David Cameron schnell wieder zurück, um sie im Plough abzuholen.

Ein hoher Gast Camerons war der chinesische Präsident Xi Jinping, den er in The Plough zu einem Fish and Chips-Essen und einem Pint mitnahm (wie dieser Film zeigt). Offensichtlich war Xi Jinping von dem Pubbesuch so beeindruckt, dass er sich später persönlich bei dem Gastwirt mit einer E-Mail bedankte. Durch die Berichterstattung der chinesischen Medien wurde der Pub in China so bekannt, dass immer mehr Touristen aus dem Land bei ihrem Englandbesuch dem Plough einen Besuch abstatteten. Jetzt hat eine chinesische Investmentfirma den Pub sogar gekauft. Ich hoffe nur, dass die Fish and Chips auf der Speisekarte nicht bald durch Chop Suey ersetzt wird.

In der TV-Krimiserie „Inspector Barnaby“ ist in der Episode 47 „Down Among the Dead Men“ (dt. „Die Spur führt ins Meer“) The Plough häufig zu sehen. Barnaby und Jones untersuchen den Mord an dem Erpresser Martin Barratt und dabei geraten der Gastwirt Jack Fothergill und seine Reinemachefrau Ruby Wilmott ins Visier der Ermittler. Viele Szenen in dieser Folge wurden sowohl außerhalb des Pubs als auch im Schankraum selbst gedreht.

The Plough war einmal eine Kutschenstation und seine Anfänge gehen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Wer das prominente Gasthaus einmal aufsuchen möchte: Man erreicht es über den Kreisverkehr in dem Dorf Askett, das nördlich von Princes Risborough und  Monks Risborough liegt. Dort biegt man in die schmale Cadsden Road ein, die zum Longdown Hill wird. Hier geht rechts eine Sackgasse ab, die auf dem Parkplatz des Pubs endet.

Diesen Fußweg könnte man gehen, um von Chequers zum Plough zu gelangen.   © Copyright Chris Heaton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Diesen Fußweg könnte man gehen, um von Chequers zum Plough zu gelangen.
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Meine Gin-Trilogie Teil 3: The Cholmondeley Arms bei Cholmondeley in Cheshire

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Im ländlichen Cheshire, dort wo sich die A49 und die Wrenbury Road kreuzen, liegt in einem an eine Kirche erinnernden Gebäude The Cholmondeley Arms, ein Pub, der zu der Gruppe Cheshire Cat Pubs and Bars gehört. Diese Pubgruppe wurde 2008 von Tim Bird und Mary McLaughlin gegründet und umfasst bislang acht Häuser. Im Good Pub Guide 2017 wurde sie gerade zur Pub Group of the Year ausgerufen.

The Cholmondeley Arms war ursprünglich eine 1862 ins Leben gerufene Schule, die erst 1988 in ein Gasthaus umgebaut wurde. Im Jahr 2011 übernahmen die Cheshire Cat Pubs das Haus und renovierten das Gebäude, indem sie im Gastraum einige Elemente einbauten, die an den früheren Verwendungszweck als Schule erinnern. Schon kurz nach der Eröffnung im September 2011 gab es begeisterte Zeitschriftenartikel über diesen Pub und auch die einschlägigen Pubführer nahmen ihn gern auf.

Was The Cholmondeley Arms in Großbritannien einzigartig macht, ist die Auswahl an Gins. Sage und schreibe 366 Sorten sind hier im Angebot, das gibt es sonst nirgendwo im Königreich. Das Wacholder-Getränk steht immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens hier mitten in Cheshire: Gin Tasting Classes werden regelmäßig angeboten, es gibt Gin Feste und eine bereits in der vierten Auflage vorliegende Gin Bibel, in der man alles über das Getränk erfährt und die man hier herunterladen kann.
Um das Gin-Angebot noch größer zu machen, kann jedermann Gin-Sorten aus aller Welt, die es hier noch nicht gibt, mitbringen und erhält das Geld dafür zurückerstattet plus einem Gutschein über £10, den man gleich vor Ort wieder ausgeben kann, vielleicht für ein paar Gin and Tonics. Einige Exoten im Gin-Angebot des Pubs sind zum Beispiel Death’s Door aus Wisconsin und Aviation Gin aus Oregon.

Wer keinen Gin mag, kann stattdessen eines der fünf regionalen Biere probieren wie das Cholmondeley Best oder die Saison-Biere wie Teachers Tipple, Headmasters Ale und Schools Out, die alle an die Schule erinnern, die hier viele Jahre lang untergebracht war.

Nach einem umfangreichen Gin Tasting ist man sicher nicht mehr in der Lage, Auto zu fahren, und so kann man hier gleich eine Übernachtung einlegen. Sechs Zimmer stehen zur Verfügung, die alle nach Lehrern benannt worden sind (Mr. Dumbledore, Mr Chips usw.).

Hunde sind im Pub übrigens sehr willkommen, für die immer ein paar Snacks und ein „Hundebier“ bereitstehen.

The Cholmondeley Arms
Wrenbury Road
Cholmondeley
Near Malpas
Cheshire SY14 8HN

Published in: on 1. November 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Meine Gin-Trilogie Teil 1: The Nicholas Culpeper Pub im Gatwick Airport – Hier befindet sich die weltweit erste und einzige Gin-Destillerie in einem Flughafen

Hier im Gatwick Airport North Terminal findet man die Gin-Destillerie.   © Copyright Mary and Angus Hogg and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier im Gatwick Airport North Terminal findet man die Gin-Destillerie.
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Gestern erwähnte ich in meinem Blog den Gatwick Airport, südlich von London, in dessen Abfertigungshallen die Hintergrundmusik abgestellt wurde. Dort gibt es im Nord-Terminal eine weltweit einzigartige Besonderheit: Im Nicholas Culpeper Pub befindet sich eine Gin-Destillerie; kein anderer Flughafen in der ganzen Welt kann sich damit brüsten. Seit Anfang diesen Jahres wird hier ein spezieller London Dry Gin hergestellt, extra für den Airport kreiert. In den letzten Jahren ist Gin in Großbritannien wieder sehr populär geworden (ich berichtete in meinem Blog einmal über die verheeerenden Folgen des Gin-Genusses im London des 18. Jahrhunderts) und so schuf der Gin-Experte Matthew Servini ein neues Rezept, in dem er Ingredienzien aus der ganzen Welt verwendet, zum Beispiel Rinde vom Chinesischen Zimtbaum und indische Engelwurz. Die Flaschen, die man hier kauft, sind nummeriert und tragen die Unterschrift des Destillateurs. Natürlich kann man an der Bar des Pubs den Gin probieren bzw. ihn in Form verschiedenartiger Cocktails zu sich nehmen. Da gibt es u.a. den Culpeper G&T, den Aviation und den Elderflower Spritz. Auf der Getränkekarte steht auch der berühmte Bombay Sapphire, der in der Laverstock Mill in Hampshire hergestellt wird und über den ich morgen in meinem Blog berichten werde.

Auf der Speisekarte des Pubs findet sich als Spezialität „Gin cured smoked salmon“, das habe ich sonst noch nie gesehen.

Der Name „Nicholas Culpeper Pub“ kommt übrigens von dem englischen Apotheker und Kräuterkenner Nicholas Culpeper (1616-1654),  der zur Bekämpfung von Krankheiten die Heilkraft der Pflanzen einsetzte. Geboren wurde er übrigens in dem kleinen Dorf Ockley in Surrey, das nur wenige Kilometer von der Start- und Landebahn des Flughafens von Gatwick entfernt liegt.

Geöffnet ist The Nicholas Culpeper Pub & Dining von 4 Uhr bis 22 Uhr.

 Nicholas Culpeper. This work is in the public domain.

Nicholas Culpeper.
This work is in the public domain.

The Good Pub Guide 2017

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Seit dem 8. September ist er auf dem Markt, der aktuelle „The Good Pub Guide 2017“ in seiner 35. Auflage. 1982 erschien diese Bibel für alle Pub-Gänger zum ersten Mal, herausgegeben von Alisdair Aird. 1996 kam Fiona Stapley als Mit-Herausgeberin dazu, die dann das Steuer ganz übernahm.

Zu einer Englandreise gehört für mich ein Pub-Führer unbedingt dazu. Vor einigen Jahren schwenkte ich vom „Good Pub Guide“ zum „AA Pub Guide“ um, der ca 2000 Pubs vorstellt und bebildert ist. Jetzt bin ich wieder beim Original gelandet, das auf 1072 Seiten rund 5000 empfehlenswerte Pubs auflistet. Geordnet ist das Buch alphabetisch nach Grafschaften und da stehen jeweils die besonders empfehlenswerten Gasthäuser am Beginn, die von Inspektoren genauestens unter die Lupe genommen worden sind, gefolgt von der Rubrik „Also Worth a Visit“, in der von Lesern genannte Pubs gelistet sind. Diese haben durchaus die Chance in den Hauptteil aufgenommen zu werden, wenn entsprechend viele positive Kommentare eingegangen sind. Man wird also durchaus dazu eingeladen, an der Gestaltung des Pub-Guides mitzuwirken  (am Ende des Buches finden sich entsprechende Formulare, die man ausfüllen und an die Redaktion schicken kann).
Die inspizierten Pubs werden sehr ausführlich beschrieben, mit den Namen der Licensees, den Öffnungszeiten und den angebotenen Biersorten. Man erfährt ob WLAN angeboten wird und ob Hunde willkommen sind und die angebotenen Speisen werden auszugsweise beschrieben.

In jeder Ausgabe des „Good Pub Guides“ wird der Pub des Jahres gekürt, sowie in Unterkategorien die besten ihrer Art genannt.

Pub of the Year 2017 ist „The Horse Guards Inn“ in Tillington (West Sussex) mit der Begründung: „A 300-year-old inn with all the character that goes with great age but with inventive food, lovely service, cosy bedrooms and a lush garden“. Der Enterprise-Pub liegt etwa 100 Meter von der A272 (Petworth – Midhurst) entfernt, gegenüber der Kirche All Hallows.

Unspoilt Pub of the Year 2017: Ye Olde Gate Inn in Brassington (Derbyshire)
Country Pub of th Year 2017: Cottage of Content in Carey (Herefordshire)
Town Pub of the Year 2017: Bank House in King’s Lynn (Norfolk)
Dining Pub of the Year 2017: The Red Lion in East Chisenbury (Wiltshire)
Inn of the Year 2017: The Inn at Whitewell in Whitewell (Lancashire)

The Good Pub Guide 2017. Edited by Fiona Stapley. Ebury Press 2016. 1072 Seiten. ISBN 978-1-78503-322-3. Der Preis beträgt £15.99.

Pub of the Year 2017: The Horseguards Inn in Tillington (West Sussex).   © Copyright Shazz and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Pub of the Year 2017:
The Horseguards Inn in Tillington (West Sussex).
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The Britannia Inn am Ende der Welt in Dungeness (Kent)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Es ist schon eine eigenartige Landschaft, wenn man von New Romney in Kent nach Süden abbiegt und auf dem Coast Drive bis zur äußersten Landspitze von Dungeness fährt, die von dem Kernkraftwerk Dungeness Power Station beherrscht wird. Zwischen der schmalen Straße und der Küste liegen Hütten, teils bewohnt, teils unbewohnt, manche verfallen, dazwischen hingestreut einige Schiffsrümpfe. Hier ist einer der längsten Kiesstrände der Welt und dieser Kiesboden zieht sich bis zur Dungeness Road hin. Wer an der Straße parken will, sollte sehr vorsichtig sein, und immer nur längs parken, auf keinen Fall im rechten Winkel zur Straße, denn man kann mit den Rädern schnell in diesem Kies versinken wie es mir vor einigen Tagen erging. Die Vorderräder meines Autos verschwanden in diesem lockeren Geröll und ich kam nicht mehr aus eigener Kraft heraus. Dank der Hilfsbereitschaft eines zufällig vorbeikommenden Autofahrers und eines Polizeiautos konnte ich nach mehreren Versuchen mittels einer Kette herausgezogen werden. Wird mir eine Lehre sein!

Am äußersten Ende der Dungeness Road, in Sichtweite des Kernkraftwerks liegt der Britannia Inn, ein barackenähnliches Gebäude mit einem (befestigten!!) Parkplatz davor und einigen Außensitzplätzen, von denen aus man einen Blick auf die beiden Leuchttürme hat. Wir nahmen ein Masterbrew der Brauerei Shepherd Neame zu uns, der der Pub auch gehört. Besonders gemütlich fand ich den gut besetzten Gastraum eigentlich nicht, er wirkte irgendwie kalt und kahl. An den Deckenbalken hingen unzählige Schlüsselringe. Gegessen haben wir hier nicht, im Tripadvisor finden sich relativ viele negative Anmerkungen über die Qualität und die Preise der angebotenen Speisen.
Wie auch immer, es ist schon merkwürdig hier unten in Dungeness. Einige Künstler haben sich in diesem abgelegenen Gebiet niedergelassen wie zum Beispiel im Dungeness Open Studio, schräg gegenüber vom Britannia Inn.

Nicky Minaj nahm ihr Musikvideo „Freedom“ hier auf und die Episode „Natural Causes“ (dt. „Wer ohne Sünde ist“) der TV-Serie „Inspector Lynley“ endet dramatisch auf dem Old Lighthouse, von dem aus man einen tollen Blick auf Dungeness hat. Auch der Britannia Inn ist in der Folge innen und außen zu sehen.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Dungeness Power Station und das Old Lighthouse. Eigenes Foto.

Dungeness Power Station und das Old Lighthouse.
Eigenes Foto.

Künstlerstudio gegenüber vom Britannia Inn.   © Copyright Marathon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Künstlerstudio gegenüber vom Britannia Inn.
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Published in: on 17. Oktober 2016 at 02:00  Comments (2)  
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Mein Buchtipp – Tim Hampson: CAMRA’s 101 Beer Days Out

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Tim Hampson kennt sich in Sachen Bier hervorragend aus. Er führt einen Bierblog und hat bereits mehrere Bücher verfasst wie „London’s Best Pubs“, „London Riverside Pubs“ und „The Beer Book“. Mit „101 Beer Days Out: Exciting and Unusual Experiences for Beer Lovers Around Britain“ hat Hampson einen Reiseführer für Bierfreunde vorgelegt, der quer durch Großbritannien führt und 101 Tipps für „beer lovers“ gibt. Erschienen ist das Buch bei Campaign For Real Ale, kurz CAMRA, ein 1971 gegründeter Interessenverband für alle, die mit Bier und Pubs zu tun haben.

Ursprünglich kam das Buch im Jahre 2012 auf den Markt, liegt aber mittlerweile in einer überarbeiteten und aktualisierten Fassung vor.
Die Reise beginnt im Südosten Englands mit einem Besuch der Shepherd Neame Brauerei (Tipp 1) in Faversham (Kent), dort wo auch das jährliche Hop Festival (Tipp 2) stattfindet. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor auf die Verbindung Bier und Eisenbahn und so erfahren wir u.a. von dem Real Ale Train (Tipp 13) in Hampshire, der zweimal im Monat die Watercress Line befährt und mehrere Biersorten an Bord anbietet. Auf dem Bahnsteig 1 des Bahnhofs von Hartlepool (County Durham) findet man das Rat Race Ale House (Tipp 88), das nur zu den Zeiten geöffnet hat, zu denen Züge verkehren.

Am Anfang des Buches stellt Tim Hampson die einzelnen Biersorten vor, die es in Großbritannien gibt und listet die Bierfestivals auf, die im Laufe eines Jahres veranstaltet werden.
Ein wirklich interessantes Buch für alle, die an englischen Bieren und an ungewöhnlichen Pubs interessiert sind.

Tim Hampson: 101 Beer Days Out: Exciting and Unusual Experiences for Beer Lovers Around Britain. Campaign for Real Ale 2015. 221 Seiten. ISBN 978-1-85249-328-8.

Die Shepherd Neame Brewery in Faversham (Kent).   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die Watercress Line in Hampshire.   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Red Lion in Hatfield (Hertfordshire) – Hier spielten sich am 4. Januar 1970 dramatische Szenen ab

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Wenn ich den Namen der Stadt Hatfield in Hertfordshire höre, denke ich in erster Linie an das Hatfield House, jenen Palast, in dem Heinrich VIII. seine Kinder Elizabeth, Mary und Edward erziehen ließ, und an die de Havilland Aircraft Company, die hier viele Jahre lang ihre Flugzeuge baute. Da Hatfield nicht weit von London entfernt liegt, wohnen in der Stadt viele Pendler, die in der Metropole arbeiten.

Nur wenige Gehminuten vom Hatfield House entfernt, liegt an der Great North Road Nummer 88 ein Pub, The Red Lion, der an seinem Neueröffnungstag eine Tragödie erlebte. Am Sonntag, dem 4. Januar 1970 öffnete The Red Lion seine Pforten und hatte gleich am ersten Abend einen sehr prominenten Gast: Keith Moon, Schlagzeuger der Rockgruppe The Who, damals eine der berühmtesten Bands Großbritanniens. Moon, seine Frau und einige Freunde fuhren dorthin, weil der Besitzer der Sohn eines seiner Nachbarn war. Doch gleich als sie den Pub betraten, merkten sie, dass sie da wohl einen Fehler gemacht hatten, denn der „Rote Löwe“ war fest in der Hand von aggressiven Skinheads. Keith Moon, der selten Bier, dafür um so lieber teuren Brandy trank, wurde von den jungen Männern angemacht. Solche Getränke wie sie Moon liebte, konnten sich die Skins nicht leisten und je später der Abend wurde, um so aggressiver traten die Glatzköpfe dem Drummer gegenüber auf. Als die Gruppe um Keith Moon schließlich den Pub verließ, wurde die Stimmung immer gewalttätiger. Der Bentley des Musikers geriet in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Die Skins bewarfen ihn mit Münzen und versuchten ihn umzukippen. Keith Moons Freund, Bodyguard und Fahrer Neil Boland gelang es nicht, den schweren Wagen durch die aufgebrachte Menge zu steuern und so stieg er aus, um die Meute zu konfrontieren. Es gab ein Handgemenge, währenddessen sich Moon selbst ans Steuer setzte und Gas gab. Er soll kein besonders geübter Fahrer gewesen sein, der auch nur selten selbst fuhr, und als sich der Bentley in Bewegung setzte, merkte Keith Moon nicht, dass Neil Boland unter das schwere Fahrzeug geraten war und er ihn eine ganze Strecke mitschleifte. Als er schließlich anhielt, war Boland so schwer verletzt, dass er noch in der Nacht im Krankenhaus verstarb.

Keith Moon wurde vor Gericht gestellt, aber was den Tod Bolands anging, freigesprochen, dafür aber wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss verurteilt. Später kam eine andere Version der nächtlichen Vorgänge vor dem Red Lion auf; jemand behauptete, nicht Keith Moon sondern seine Frau Kim hätte am Steuer des Bentleys gesessen, und der Musiker hätte die Schuld auf sich genommen. Was auch immer richtig ist, Keith Moon ließ diese Tragödie vor dem Red Lion in Hatfield bis zu seinem Tod im Jahr 1978 nicht mehr los.

Hier
ist Keith Moon mit einem Schlagzeugsolo zu hören und zu sehen.

The Red Lion gehört zur McMullen Brewery, die seit 1827 in der Grafschaftshauptstadt Hertford ansässig ist.

The Red Lion
88 Great North Road
Hatfield AL9 5EU

The Drovers Inn in Gussage All Saints (Dorset) – Von der Dorfgemeinschaft vor dem Tod gerettet

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Schon seit dem 17. Jahrhundert steht The Drovers Inn in dem kleinen Dörfchen Gussage All Saints in Dorset. Auch die Nachbardörfer haben ähnlich nett klingende Namen wie Gussage St Michael und Wimborne St Giles. An einem trüben Novembertag im Jahr 2014 kam das Aus für den hübschen Country-Pub. Er wurde an jemanden verkauft, der den Gasthof abreißen und auf dem frei werdenden Grundstück Wohnhäuser bauen wollte. Die Dorfbewohner waren „not amused“…und wehrten sich; sie wollten unter allen Umständen ihren Dorf-Pub behalten. Die Gussage Community Benefit Society wurde gegründet, ein Geschäftsplan aufgestellt und der Pub am 11. März 2016 von der Gesellschaft gekauft. 170 Anteilseigner gibt es bisher, und viele Dorfbewohner haben darüberhinaus ihre Freizeit und ihr Know how für die Renovierung des Gasthofs zur Verfügung gestellt, der jetzt am 9. Juli eröffnet werden konnte. Stephen und Barbara Aldred sind die neuen Gastwirte, und ich kann mir vorstellen, dass The Drovers Inn wieder gut frequentiert sein wird.

Schon einmal sollte es dem Pub an den Kragen gehen und zwar im Jahr 2000, als ihn die Ringwood Brewery rettete und aufhübschte.
Möge dem Drovers Inn von jetzt an ein langes Leben beschieden sein, mit vielen verkauften Pints. Ich finde es einfach großartig, dass es immer wieder Dörfern gelingt, ihren Village Pub mit sehr viel Engagement vor dem Sterben zu retten, wodurch ein wesentliches Element der Dorfgemeinschaft erhalten bleibt.

The Drovers Inn
Gussage All Saints near Wimborne BH21 5ET
Dorset

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Bruce Masters – Der Mann, der die meisten Pubs in Großbritannien besucht hat und im Guinness Book of Records steht

The Old Weavers House in Canterbury, besucht von Bruce Masters am 4. Januar 2011 Nummer 43739.    © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Old Weavers House in Canterbury, besucht von Bruce Masters am 4. Januar 2011 (Nummer 43 739).
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Am 11. Juni schrieb ich in meinem Blog über Cathy Price, die sämtliche Pubs mit dem Namen The Red Lion in Großbritannien besucht und darüber ein Buch geschrieben hat. 656 Pubs waren das, eine ansehnliche Leistung. Für Bruce Masters jedoch ist das eine lächerliche Zahl, denn er ist der Mann, der die meisten Pubs landesweit aufgesucht hat und das sind bis heute fast 50 000! Er hat sogar den Ehrgeiz, auch noch die restlichen Pubs aufzusuchen und das wären noch so etwa 16 000. Obwohl bei dem gegenwärtigen Pubsterben die Zahl der Gasthöfe immer weniger wird. Bruce Masterson war Börsenmakler, ist jetzt aber im Ruhestand und hat entsprechend mehr Zeit, sich seinem Zeitvertreib zu widmen. Seit 1960 besucht er regelmäßig die „watering holes“ des Landes und seit 1971 betreibt er das Sammeln als Hobby, indem er alle besuchten Pubs in einer Datei auflistet mit dem Datum des ersten Besuches, dem Ort, der Adresse und der Grafschaft. In jedem Pub trinkt Mr. Masters ein halbes Pint, möglichst ein Real Ale und möglichst ein Bier aus der Region. Eine Million Kilometer hat er auf seinem Pub-Marathon schon zurückgelegt und beinahe täglich werden es mehr. Zweimal pro Woche begibt er sich auf Reisen in das ganze Land, um hinter die Namen bisher noch unbekannter Pubs auf seiner Liste einen Haken als „erledigt“ zu setzen.

Die Nummer Eins der umfangreichen Liste (besucht am 22. Juli 1960) trägt The Unicorn in Hertford (Hertfordshire), der leider im Februar 2009 für immer seine Pforten schloss, was auch für die Nummer Zwei, The Gladstone Arms, in der gleichen Stadt gilt, der 1965 das Handtuch warf. Dafür existiert die Nummer Drei auf der Masters-Liste noch, The Black Horse in der West Street in Hertford, den Bruce Masters im Oktober 1960 aufsuchte. Sankey’s Public House & Seafood Brasserie in Tunbridge Wells (Kent) vermeldet stolz auf seinen Facebookseiten, dass sie die Nummer 47 684 sind.

Bruce Masters wohnt in Flitwick in der Grafschaft Bedfordshire und nennt dort The Bumblebee in der Coniston Road seinen Stamm-Pub.

Published in: on 4. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Penzance in Cornwall Teil 2: The Admiral Benbow in der Chapel Street

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Geht man auf der Chapel Street in Penzance in Cornwall vom Egyptian House, über das ich gestern in meinem Blog berichtete, ein Stück weiter in Richtung Hafen, findet man auf der linken Seite in der Hausnummer 46 einen bemerkenswerten historischen Pub, The Admiral Benbow.
Wer den berühmten Roman „Treasure Island“ (dt. „Die Schatzinsel“) von Robert Louis Stevenson gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch an die ersten Zeilen, in denen man gleich mit dem Gasthaus in Penzance konfrontiert wird. Dort heißt es in der deutschen Übersetzung im ersten Kapitel „Der alte Seehund im Admiral Benbow“:
So ergreife ich die Feder in diesem Jahre des Heils 17.. und versetze mich zurück in die Zeit, als mein Vater den Gasthof zum »Admiral Benbow« hielt, und als der braungebrannte alte Seemann mit der Säbelnarbe im Gesicht zuerst unter unserem Dache Wohnung nahm„.

Es ist einer der ältesten Gasthöfe in der Stadt im äußersten Südwesten von Cornwall und fällt schon einmal durch die Figur auf, die bäuchlings auf dem Dach liegt und mit einer Pistole auf irgendeinen imaginären Feind zielt. Unschwer zu erkennen, dass es sich hier um einen Schmuggler handelt. Die Inneneinrichtung des Admiral Benbow ist maritim beeinflusst und besteht aus Fundstücken, die man im Verlaufe von mehr als 400 Jahren aus Schiffen geborgen hat, die an der kornischen Küste Schiffbruch erlitten haben. Da findet man zum Beispiel Steuerräder, Galeonsfiguren, bemalte Fässer, eine Schiffskanone, Petroleumlampen usw. usw.; es geht sehr bunt zu in dem Pub.

Das Restaurant Captain’s Cabin besteht aus den Holzschnitzarbeiten eines ehemaligen portugiesischen Kriegsschiffes und bietet auf seiner Karte Standardgerichte an, ein paar italienische, ein Balti-Gericht und einen Benbow-Burger; na ja. Die 23 Positionen der „weltberühmten Weinkarte“ mögen auch nicht so ganz überzeugen, darunter als einziger deutscher Wein ein Piesporter Michelsberg mit sagenhaften 9% Alkoholgehalt (!!). Aber man geht ja nicht in den Admiral Benbow, um sich hier kulinarischen Genüssen und edlen Tropfen hinzugeben; die Atmosphäre des Pubs in der Chapel Street steht ganz im Vordergrund.

Benannt wurde das Gasthaus nach dem britischen Royal Navy-Admiral John Benbow, der 1653 in Shrewsbury geboren wurde und 1702 auf Jamaica starb.

The Admiral Benbow
46 Chapel Street
Penzance
Cornwall
TR18 4AF

Der Namensgeber des Pubs, Admiral John Benbow. This is a faithful photographic reproduction of a two-dimensional, public domain work of art.

Der Namensgeber des Pubs, Admiral John Benbow.
This is a faithful photographic reproduction of a two-dimensional, public domain work of art.

Beer Drinker of the Year Award 2016: Cathy Price und ihre Roten Löwen

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Die All-Party Parliamentary Beer Group, eine parteiübergreifende Einrichtung des britischen Parlaments (Zweck: „To promote the wholesomeness and enjoyment of beer and the unique role of the pub in UK Society“) hat den diesjährigen Preis „Beer Drinker of the Year“ vergeben und zwar an eine Dame, an Cathy Price. Sie erhielt die Auszeichnung nicht, weil sie Unmengen an Bier getrunken hat, sondern aus einem viel originelleren Grund.

Die kuriose Geschichte begann im Jahr 2011, als Cathy Price im Lake District den Red Lion in Hawkshead (Cumbria) betrat und dort auf einer Plakette las: “ The Red Lion is the most common Name for a Pub in the UK„. Ob wohl schon jemand alle Red Lions auf der Insel aufgesucht hat, schoss es ihr durch den Kopf? Wohl kaum, und der Gedanke an die vielen roten Löwen setzte sich bei ihr fest. Sie forschte ein wenig nach und recherchierte, dass im Jahr 2010 724 Red Lion-Lizenzen ausgestellt waren. Abzüglich der mittlerweile bei Reiseantritt geschlossenen Pubs kam sie auf die Zahl 656, die sie nun tatsächlich alle besuchte.

Nummer 2 (nach Hawkshead) war The Red Lion in Wheelton in Lancashire und Nummer 3 der Red Lion in Mawdesley, ebenfalls in Lancashire. Bei der Reise quer durch das Land legte Cathy Price im Verlauf von vier Jahren 90 000 Meilen zurück und besuchte über 650 Pubs mit dem Namen The Red Lion; in jedem trank sie ein halbes Pint. Die letzte Station ihrer Reise war The Red Lion in Northmoor in Oxfordshire.

Über diese ungewöhnliche Geschichte schrieb sie ein Buch, das Anfang 2016 unter dem Titel „The Red Lioness: One Woman. Four Years. 90 000 Miles. 650+ Pubs“ im Verlag Troubadour Publishing (ISBN  978-1785890369) erschien.

Der Preis wurde vom Vorsitzenden der All-Party Parliamentary Beer Group, Andrew Griffiths, während des alljährlichen Awards Dinner in der Haupstadt überreicht, in Anwesenheit von zahlreichen Parlamentsabgeordneten.

Wo alles begann:    © Copyright Keith Salvesen and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wo alles begann: The Red Lion in Hawkshead.
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Station Nummer 2: The Red Lion in Wheelton (Lancashire).   © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Station Nummer 2: The Red Lion in Wheelton (Lancashire).
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Die 3. Station: The Red Lion in Mawdesley (Lancashire).   © Copyright JThomas and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die 3. Station: The Red Lion in Mawdesley (Lancashire).
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Wo alles endete: The Red Lion in Northmoor (Oxfordshire).   © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wo alles endete: The Red Lion in Northmoor (Oxfordshire).
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Spukorte – The Bear Inn in Stock (Essex)

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Leider habe ich im The Bear Inn in Stock (Essex) an der B1007 noch kein Pint getrunken, weil ich dort immer vor den Öffnungszeiten durchgefahren bin. Der Gasthof liegt ein Stück von der High Street zurück und das Pubschild ziert ein dicker Braunbär. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

In vielen Bücher über „haunted Pubs“ wird The Bear gelistet, denn um ihn rankt sich die Geschichte von Charlie the Spiderman; das war ein Stallknecht im 18. Jahrhundert, dessen Aufgabe es war, sich um die Pferde der Gäste zu kümmern. Charlie war dem einen oder anderen Pint natürlich nicht abgeneigt, aber er hatte ein Problem: Als Stallbursche verdiente er nur sehr wenig und Bier kostete Geld. Eines Tages kam er auf eine Idee, um sich noch zu weiteren Pints zu verhelfen, die er umsonst bekommen konnte. Er verdingte sich im The Bear Inn sozusagen als Hobby-Zauberer und das ging so. In den einzelnen Räumen des Pubs gab es Kamine, die sich alle irgendwo im oberen Stockwerk vereinigten, was aber nicht alle wussten. Charlie schnappte sich also einen Krug Bier und kletterte einen der Kamine nach oben, wo er in Ruhe sein Bier austrank. Dann kletterte er einen anderen Kamin wieder hinunter und: Tata, da war er wieder, aber in einem anderen Raum. Die „locals“ kannten den Trick natürlich, aber die „first-timer“ nicht und staunten. Gern gaben sie dem Knecht daraufhin ein Bier aus. Da man ziemlich gelenkig sein musste, um zwischen den Kaminen hin und herzuklettern, nannte man Charlie in Stock den „Spiderman“.

An einem Weihnachtsabend spielte Charlie sein Spiel wieder einmal. Die Einheimischen langweilte das allmählich und so wollten sie ihn zu ihrem eigenen Vergnügen ausräuchern. Sie fachten das Kaminfeuer noch einmal kräftig an und freuten sich schon auf einen rußschwarzen, verschwitzten Spinnenmann…doch es kam niemand von oben heruntergehastet. Charlie war nicht mehr, er erlitt einen jämmerlichen Erstickungstod. Jetzt gibt es zwei verschiedene Versionen über das Ende der Geschichte: In der einen wird Charlie eingeklemmt zwischen zwei Kaminen später aufgefunden, in der anderen findet man Charlie überhaupt nicht mehr, trotz gründlichen Kaminfegens. Und so meinen manche, dass der Stallknecht noch immer irgendwo in dem Kaminlabyrinth, mittlerweile gut durchgeräuchert, feststeckt.

Der Geist Charlies aber ist noch aktiv; so heißt es, dass der eine oder andere Gast und auch die Landlords des Pubs ihn zum Beispiel mit dem Kopf nach unten in einem der Kamine hängen gesehen haben. Rußspuren tauchen unerklärlicherweise auf dem Teppichboden des Gasthauses auf und einige behaupten sogar, den Spiderman in voller Stallknechtmontur gesehen zu haben wie er aus einem Kamin heraustrat.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Spiderman, bei meinem nächsten Besuch in Essex werde ich hier einmal einkehren und vielleicht ein Pint Bombardier Glorious English probieren.

The Bear Inn
16 The Square
Stock
Ingatestone CM4 9LH

 

 

The Swan in Pangbourne – Das einstige „Grenz-Gasthaus“ und drei Männer, die nicht mehr auf der Themse fahren wollten

Hochbetrieb am Swan in Pangbourne.   © Copyright Geoff Pick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hochbetrieb am Swan in Pangbourne.
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Dass der kleine Ort Pangbourne in Berkshire nicht zu den ärmsten des Landes gehört, sieht man allein schon daran, dass an der Station Road Lamborghini-Verkaufsräume direkt neben denen der Firma Bentley zu finden sind. Wir befinden uns hier eben im Speckgürtel von London. Ich mag diese Region an der Themse sehr, die sich von Wallingford bis nach Reading zieht. Über die Whitchurch Toll Bridge, die Berkshire mit Oxfordshire verbindet, schrieb ich ich vor einigen Monaten.

Diese Grenze zwischen den beiden Grafschaften verlief einmal genau durch den Swan Inn am Ufer der Themse; um es noch genauer auszudrücken, die Grenzlinie teilte die Bar des Pubs in zwei Teile. Ein Teil der Bar lag also in Berkshire und der andere in Oxfordshire. Das führte zu einem Kuriosum, denn die beiden Counties hatten unterschiedliche Ausschankzeiten. Wenn es abends soweit war, dass der Gastwirt die Worte „Time Gentlemen, please“ ausrief, um seine Gäste darauf aufmerksam zu machen, dass er nun gleich schließen müsse, ergriffen alle ihre Gläser und zogen damit an das andere Ende der Bar, das in der Grafschaft mit den längeren „licensing hours“ lag, wo sie dann fröhlich weiter tranken. Tolle Sache! Der Wirt musste nur aufpassen, dass keiner seiner Gäste aus Versehen die Grenze überschritt und sich dadurch strafbar machte.

Wer das wunderbare Buch „Three Men in a Boat“ von Jerome K. Jerome gelesen hat, kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass Jerome, George und Harris mitsamt ihrem Hund Montmorency hier bei strömendem Regen in Pangbourne die Nase voll hatten von ihrer Themsefahrt und sie am Swan Inn beendeten. „…three figures, followed by a shame-looking dog, might have been seen creeping stealthily from the boat-house at the Swan, towards the railway station…“

Den Swan Inn gibt es nach wie vor in Pangbourne; hier kann man auf der Terrasse direkt an der Themse ein Bier trinken und, falls man mit einem Boot kommt, direkt davor anlegen. In welchem Jahr das Gasthaus erbaut worden ist, kann man nicht exakt sagen, „Circa 1642“ steht an der Fassade, na ja, immerhin ein Anhaltswert.

Die Speisekarte ist ein wenig auf die Lage an der Themse abgestimmt, so findet man darauf z.B. ein Boatman’s Lunch und, was ich besonders einfallsreich finde, als Dessert ein „The Swan Cygnet-Ture Ice Cream Sundae“. Dafür haben wenigstens keine Schwänlein ihr Leben lassen müssen!

The Swan liegt an der Straße Shooter’s Hill, nur ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt, von dem aus damals die drei Männer und ihr Hund Pangbourne fluchtartig in Richtung London verlassen haben.

Übrigens machte der Comedian David Walliams („Little Britain“) hier im Swan Station, als er im September 2011 die Themse durchschwamm, wie dieser Film zeigt.

Blick auf die Themse von der Terrasse des Swans.   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf die Themse bei Pangbourne, dort wo The Swan liegt.
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The Good Pub Guide 2016: Die besten Pubs des Jahres

Pub of the Year 2016: The Horse & Groom in Bourton-on-the-Hill (Gloucestershire).   © Copyright Peter Whatley and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Pub of the Year 2016: The Horse & Groom in Bourton-on-the-Hill (Gloucestershire).
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Am 3. September ist er zum 34. Male erschienen, der Good Pub Guide 2016 mit rund 5000 Empfehlungen. Alistair Aird rief den Pubführer 1982 ins Leben, Fiona Stapley führt ihn ab dieser Ausgabe weiter, und er ist so etwas wie die Bibel für Bier- und Pubfreunde geworden. Auf 1104 Seiten werden die besten Gasthäuser des Landes vorgestellt und wie jedes Jahr erhalten einige von ihnen besondere Auszeichnungen. Hier sind einige ausgewählte Exemplare:

Pub of the Year 2016 wurde The Horse & Groom in Bourton-on-the-Hill in Gloucestershire. Besucht man das nahegelegene Batsford Arboretum kommt man automatisch auf der steilen Hauptstraße des Ortes, der A44, oben auf dem  Hügel vorbei. Es gehört schon einiges dazu, sich gegen 5000 Bewerber durchzusetzen, doch für den Cotswold-Pub ist das nichts Neues, erhielt er doch schon vorher Auszeichnungen wie u.a. den Michelin Guide Bib Gourmand 2014 und 2015. Man legt im Horse & Groom sehr viel Wert auf die Qualität der angebotenen Speisen und natürlich müssen auch die Biere sehr gepflegt sein, die aus regionalen Brauereien kommen (Prescott Brewery, Stroud Brewery, Cotswold Lion Brewery usw.).

Die Auszeichnung New Pub of the Year 2016 ging interessanterweise an ein Haus, das sich selbst als „England’s Oldest Inn“ bezeichnet und sich auf das Jahr 947 zurückverfolgen lässt: Das renovierte The Porch House im Touristenort Stow-on-the-Wold (Gloucestershire), ebenfalls in den Cotswolds gelegen. Brakspeare-Biere geben hier in der Bar den Ton an und das Restaurant ist „Upper Class“, so gibt es hier jeden Mittwochabend Hummer als Spezialität.

Country Pub of the Year 2016 wurde The Fleece in Bretforton (Worcestershire), den ich mehrfach aufsuchte und darüber in meinem Blog auch geschrieben habe. Dieser dem National Trust gehörende Pub am nördlichen Rand der Cotswolds ist unbedingt zu empfehlen!

Über die Auszeichnung Unspoilt Pub of the Year 2016 freut sich der White Lion Inn in Barthomley, ein reetgedeckter Bilderbuch-Pub nahe der Autobahn M6 in Cheshire. “ Timeless and unpretentious“ nennt der Good Pub Guide diesen Gasthof aus dem 17. Jahrhundert.

The Fat Cat in Norwich (Norfolk) wurde zum Beer Pub of the Year 2016 ernannt, übrigens schon zum sechsten Mal! 32 Biere werden hier in der West End Street ständig vorrätig gehalten, ein Paradies für Biertrinker.

Wine Pub of the Year 2016, wie schon im Vorjahr, kann sich Woods Bar and Restaurant in Dulverton (Somerset) am Rande des Exmoors nennen. Über 400 Weine sind hier im Angebot und jeden kann man auch glasweise bekommen (eine Seltenheit). Woods gehört auch zu den Top Ten Pubs des Jahres 2016.

Zum Town Pub of the Year 2016 wurde schließlich The Wykeham Arms ernannt, der ganz in der Nähe der Kathedrale von Winchester in Hampshire liegt und offenbar gern von prominenten Persönlichkeiten aufgesucht wird; David Bowie, Robert Plant und Colin Firth sind hier schon zu Gast gewesen und weit vor ihnen Lord Nelson. Das Gasthaus geht bis in das Jahr 1755 zurück, als es als Kutschenstation diente.

New Pub of the Year 2016: The Porch House in Stow-on-the-Wold (Gloucestershire).   © Copyright Mark Percy and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Country Pub of the Year 2016: The Fleece in Bretforton (Worcestershire).   © Copyright Trevor Harris and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Country Pub of the Year 2016: The Fleece in Bretforton (Worcestershire).
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Unspoilt Pub of the Year 2016: The White Lion in Barthomley (Cheshire).   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Unspoilt Pub of the Year 2016: The White Lion in Barthomley (Cheshire).
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Beer Pub of the Year 2016: The Fat Cat in Norwich (Norfolk).   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Wine Pub of the Year 2016: Woods Bar and Restaurant in Dulverton (Somerset).   © Copyright Roger Cornfoot and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Town Pub of the Year 2016: The Wykeham Arms in Winchester (Hampshire).   © Copyright Mike Quinn and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 8. September 2015 at 02:00  Comments (1)  

Buckinghamshire und seine geschlossenen Pubs

Ein trauriger Anblick.    © Copyright Oast House Archive and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Über das Pubsterben in England habe ich im Laufe der Zeit an dieser Stelle schon mehrfach berichtet. Die Webseite „www.closedpubs.co.uk“ listet die Pubs, nach Grafschaften geordnet, auf, die ihre Pforten für immer geschlossen haben. Häufig werden die ehemaligen Gasthäuser in Wohnungen umgebaut, manchmal kommen auch Abbruchunternehmen und reißen die Gebäude ab. Wie schade! Steckt doch hinter jedem Pub eine Geschichte und Tausende haben sich darin wohl gefühlt und schöne Stunden verbracht. Über 28 000 Pubs sind bisher auf der genannten Webseite gelistet und jeden Tag werden durchschnittlich vier weitere geschlossen.

Anhand meiner Lieblings-Grafschaft Buckinghamshire, für die „closedpubs.co.uk“ bisher 488 genannt hat, habe ich hier einmal einige Beispiele aufgeführt.

The Swan and Castle in der Lower Street in Quainton wurde 2013 geschlossen. Kurz danach fand man die Leiche eines Mannes darin, der unter unklaren Umständen ums Leben gekommen war. Er hatte im Auftrag der Brauerei Greene King, der das Gebäude gehörte, dort gewohnt und sich um den Ex-Pub gekümmert. Quainton ist glücklicherweise nicht „pub-los“, es gibt noch den „George & Dragon“ am Village Green.

The Swan & Castle in Quainton.    © Copyright Philip Jeffrey and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Dog & Pot in Stoke Poges, nördlich von Slough. Dieser an der Rogers Lane gelegene Gasthof wurde schon 1758 als Kutschenstation erwähnt. Im Jahr 1900 riss man ihn ab und erbaute ihn neu. Im November 2011 kam das Ende; nun ist er zu einem Wohnhaus mutiert.

The Dog & Pot in Stoke Poges.    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Nash Arms an der Vale Road in Chesham. Am 16. Oktober 2013 wurde dieser Pub überraschend geschlossen, obwohl er gut lief, aber die Besitzer hatten andere Pläne mit dem Gebäude. Chesham hatte in der Vergangenheit schon mehrere Pub-Schließungen zu beklagen. Ein wirklicher Verlust, denn das Haus sieht wirklich sehr hübsch aus.

The Nash Arms in Chesham.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Yew Tree in Frieth. Dieser Gasthof öffnete erstmals in den 1850er Jahren und wurde im Mai 2014 geschlossen. Die Bewohner protestierten dagegen, denn die Schließung hinterließ eine empfindliche Lücke in dem kleinen Dorf. Aber es gibt Hoffnung, denn man kämpft für eine Wiedereröffnung, es gibt ein Konzept für die Weiterführung des Pubs. Hoffentlich klappt es!!!

The Yew Tree Inn in Frieth.    © Copyright Peter Jemmett and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 18. Juni 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Cat Pubs – Gasthäuser im Zeichen von Katzen

Einer der höchstgelegenen Pubs in England: The Cat and Fiddle in Cheshire.    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Man könnte eine Rundreise durch England machen und sich dabei nur nach Pubs richten, die bestimmte Namen haben, z.B. Tiernamen oder Namen von früheren Herrschern. Eine Royal Oak-Tour oder eine Queen’s Head-Tour wäre überhaupt kein Problem, davon gibt es jede Menge. Bei den „Tiernamen-Pubs“ könnte man noch einmal unterscheiden nach  Gasthäusern, in deren Namen Hunde, Hirsche, Wildschweine oder Vögel vorkommen. Oder wie wäre es mit Katzen?

Ich habe hier einmal eine kleine Auswahl von „Cat Pubs“ zusammengestellt, die sich beliebig verlängern ließe. Englandaffine Katzenfreunde finden vielleicht die eine oder andere Anregung.

The Cat & Canary liegt in Henfield in West Sussex. Eine brisante Namensmischung, sind doch beide Tiere nicht dafür bekannt, besonders gut miteinander zu harmonieren. Hier scheint es aber zu klappen wie das Pubschild zeigt, obwohl der Kanarienvogel einen deutlichen Sicherheitsabstand hält. Aber der Schein trügt wie die Geschichte zeigt, über die ich in meinem Blog schon einmal berichtet habe.

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Eine recht ungewöhnliche Zusammenstellung ist auch The Cat and Bagpipes wie ein Pub in East Harlsey bei Northallerton in North Yorkshire genannt wird. Das Pubschild zeigt einen dudelsackspielenden Kater im Schottenrock, aber: Es kann sein, dass der Gasthof gar nichts mit Katern zu tun hatte, denn man vermutet, dass es sich hier um eine Abkürzung handelt, und zwar „cat“ für „cattle“. Früher wurden Rinder, also cattle,  aus Schottland nach Süden getrieben und die schottischen Cowboys sollen hier eine Rast eingelegt haben, um ihre staubigen Kehlen anzufeuchten. Aber Rinder und Dudelsäcke passen ja eher noch weniger zusammen und Katzen machen sich auf einem Pubschild einfach besser (obwohl sie Dudelsackmusik hassen wie dieser Film zeigt).

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The Mad Cat in der High Street von Pidley in Cambridgeshire hat die Erfahrung mit misstönender Musik vielleicht schon hinter sich. Das Pubschild zeigt ein etwas furchterregendes schwarzes Exemplar der Gattung Felis silvestris catus, das sich irgendwie nicht richtig wohl zu fühlen scheint. Früher hieß der Gasthof in Pidley The White Lion. Jemand bekam den Auftrag, ein neues Schild zu malen, das aber nicht gelang, denn der „Weiße Löwe“ sah mehr nach einer verrückten Katze aus, wie ein Gast anmerkte, und so beschloss man, den Pub einfach umzubenennen in The Mad Cat. Das unten abgebildete Schild ist schon wieder eine (komplett umgestaltete) Neuauflage des ersten.

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Passen Katzen mit Dudelsäcken und Kanarienvögeln eigentlich nicht so optimal zusammen, so sieht das mit Katzen und Vanillesauce ganz anders aus. Über The Cat & Custard Pot in Shipton Moyne (Gloucestershire) habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. Das Pubschild zeigt eine Katze, die ihren Kopf genüsslich in einen Topf mit Vanillesauce steckt.
Es gibt noch einen zweiten Pub mit diesem ungewöhnlichen Namen, der in Paddlesworth, nördlich von Folkestone, in Kent zu finden ist. Auch dessen Schild ist amüsant: Es zeigt eine Katze mit dem Vanillesaucentopf in den Vorderpfoten; die Schnurrbarthaare weisen daraufhin, dass sie sich an der verlockenden Speise bereits gütlich getan hat.

Shipton Moyne (Gloucestershire).    © Copyright David Purchase and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Paddleswort (Kent).    © Copyright Nick Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Paddlesworth (Kent).
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Ebenfalls recht ungewöhnlich ist der Name Cat i‘ th‘ Well bei dem abgelegenen Dörfchen Lower Saltonstall bei Halifax in West Yorkshire. Man erzählt sich dort die Geschichte, dass ein früherer Landlord seine Frau Cath in einem Brunnen ertränkte, nachdem er erfahren hatte, dass sie ihm untreu war. Aus Cath in the Well wurde Cat i‘ th‘ Well und das Pubschild zeigt ein Kätzchen, das in einem Eimer sitzt, der wohl gerade aus dem Brunnen hochgezogen wurde.

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Der Fantasie der Landlords sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt da noch zahlreiche Cat & Fiddle Pubs (z.B. den Cat & Fiddle Inn in den Derbyshire Dales zwischen Buxton und Macclesfield, siehe Foto oben), The Squinting Cat bei Pannal (North Yorkshire), The Owl & Pussycat in Felixstowe (Suffolk), The Cat & Mutton in London oder The Romping Cat in Shrewsbury (Shropshire).

 

 

 

Published in: on 3. Mai 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

CAMRA National Pub of the Year 2014 – The Salutation Inn in Ham (Gloucestershire)

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Anfang diesen Jahres gab die Campaign For Real Ale (CAMRA) den Namen des Gewinners des National Pub of the Year Awards für 2014 bekannt und es war eine kleine Sensation: Sieger war der Salutation Inn in dem Dörfchen Ham in Gloucestershire, ganz in der Nähe des Berkeley Castles gelegen. Eine Sensation weil der Gastwirt Peter Tiley gar nicht aus der Gastronomiebranche stammt und den Pub erst vor gar nicht langer Zeit übernommen hat. Tiley hatte einen gut bezahlten Job im Londoner Finanzdistrikt, den er aufgab, um sich seinen lange gehegten Wunsch zu erfüllen, einen eigenen Pub zu besitzen. So übernahm er das brauereiunabhängige Haus in dem Winzlingsdorf Ham und führt das in kurzer Zeit in einen Höhenflug, von dem andere Publicans nur träumen können. Zuerst heimste er regionale Awards ein wie den Gloucestershire CAMRA Pub of the Year und den South West Region CAMRA Pub of the Year, bis er dann gegen zehntausende anderer Pubs den National Pub of the Year Award einstreichen konnte.

Die CAMRA bewertet nicht nur die Qualität der angebotenen Biere, sondern auch die Atmosphäre des Hauses, den Service, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Rolle, die der Gasthof in der Dorfgemeinschaft spielt. Peter Tiley konnte die Juroren in allen Punkten überzeugen.

Da der Salutation Inn an keine Brauerei gebunden ist, gibt es hier immer wieder wechselnde Bierangebote, zu den zur Zeit Produkte aus der Butcombe Brewery, der Bristol Beer Factory und der Plain Ales Brewery gehören. Da der Inn in Ham liegt, findet man natürlich auch „ham“ auf der Speisekarte und zwar Schinken von Schweinen, die extra im Dorf  für den Pub gezüchtet werden. Die Schweinchen der Gloucestershire Old Spots-Rasse leben nur ein paar Schritte entfernt in einem umzäunten Garten, wo sie glücklich vor sich hin leben (bis es ihnen an den Kragen geht).

Der erfolgreiche Publican Peter Tiley wird demnächst auch selbstgebrautes Bier anbieten, das er in einem Anbau herstellen will. Der Name steht schon fest wie auf seiner Webseite zu lesen ist: Tiley’s soll es heißen.

Kürzlich schaute das ZDF im Salutation Inn vorbei, als Patricia Schäfer vom Studio London für die Sendung „Heute in Europa“ einen kleinen Film über The Sally, wie der Salutation Inn kurz genannt wird, drehte.

In diesem Film stellt Peter Tiley seinen Gasthof selbst vor. Auch die BBC berichtete.

The Salutation Inn
Ham
Berkeley
Gloucestershire
GL13 9QH

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Die Hawkhurst Gang und ihre Versammlungsorte in Kent und Sussex

The Oak and Ivy in Hawkhurst (Kent).    © Copyright N Chadwick and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Oak and Ivy in Hawkhurst (Kent).
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Sie trieb ihr Unwesen in der Zeit zwischen 1735 und 1749 in Kent und East Sussex: Die Hawkhurst Gang, eine üble Truppe von Schmugglern und Halsabschneidern, die ihren „Heimathafen“ in der Ortschaft Hawkhurst in Kent hatte und aus etwa 500 Mitgliedern bestand. Stellte sich ihnen jemand entgegen, so wurde er entweder umgebracht oder nach Frankreich „exportiert“ und dort dem damaligen Kriegsgegner zum Fraß vorgeworfen.

Die Hawkhurst Gang hatte einige Versammlungsorte, meist in Gasthöfen, in denen die Schmuggler ihre finsteren Pläne ausheckten. Einer davon war der Oak and Ivy Inn, ihre Basisstation in Hawkhurst (Kent), der noch heute an der A268, der Rye Road, liegt. Ein uriger, gemütlicher Pub aus dem 15. Jahrhundert, hier im Film zu sehen.

Im nahegelegenen Goudhurst terrorisierte die Gang die Dorfbevölkerung; im Dorfteich versteckte sie ihre geschmuggelten Rumfässer (der Teich existiert immer noch, direkt an der Hauptdurchfahrtsstraße der West Road) und ihr Lieblingsaufenthaltsort war The Star & Eagle Inn neben der Kirche, heute ein sehr schönes Hotel. Die Bewohner von Goudhurst hatten die Nase voll von den Halunken, und sie organisierten eine Art Bürgerwehr, die Goudhurst Militia, um der Gang Einhalt zu gebieten. Ein gewisser George Sturt übernahm das Kommando, und er ließ aus Teilen des Kirchendaches Bleikugeln gießen und Verteidigungsgräben anlegen. Tatsächlich gelang es ihnen, die Schmuggler in die Flucht zu schlagen und läuteten damit das Ende der Hawkhurst Gang ein. Die Anführer Thomas Kingsmill und Arthur Gray wurden vor Gericht gestellt und zum Tode durch den Strick verurteilt.
Einen Besuch in Goudhurst in Kent kann ich sehr empfehlen, auch wenn es manchmal schwierig ist, hier einen Parkplatz zu finden. Eine Übernachtung im Star & Eagle Inn steht bei meinem nächsten Englandbesuch ganz oben auf meiner Prioritätenliste.

Über einen anderen Versammlungsort der Hawkhurst Gang, dem Mermaid Inn in Rye (East Sussex), habe ich in meinem Blog schon einmal berichtet. Ich übernachtete dreimal in diesem romantischen Hotel, auch in einigen der „Spukzimmer“. Die Schmuggler pflegten in dem alten Gasthaus zu trinken und wenn sie einmal plötzlich fliehen mussten, nutzten sie einen Tunnel, der zu einem anderen Gasthof führte, Ye Olde Bell Inn, den es heute auch noch gibt. Zimmer 19 im Mermaid Inn heißt The Hawkhurst Suite und möglicherweise nutzten die Schmuggler auch den Geheimgang in unserem Zimmer, Dr. Syn’s Room, der verborgen hinter einem Bücherschrank lag und zur Bar führte. Was dieses alte Fachwerkhaus alles erlebt haben mag? Die Hawkhurst Gang und ich können einen Aufenthalt hier sehr empfehlen!

The Star and Eagle in Goudhurst (Kent). Eigenes Foto.

The Star and Eagle in Goudhurst (Kent).
Eigenes Foto.

The Mermaid in Rye (East Sussex). Eigenes Foto.

The Mermaid in Rye (East Sussex).
Eigenes Foto.

The Old Bell in Rye (East Sussex). Eigenes Foto.

Ye  Olde Bell Inn in Rye (East Sussex).
Eigenes Foto.

 

The Bingley Arms in Bardsey (West Yorkshire) – Eines der ältesten Gasthäuser Englands

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„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der älteste Pub in diesem Land?“ Auf diese Frage käme der arme Spiegel in arge Bedrängnis, denn darauf wüsste er keine Antwort oder besser gesagt, er hätte darauf mehrere Antworten. Eine Handvoll Pubs im Lande erheben nämlich den Anspruch, der älteste zu sein wie z.B. Ye Olde Fighting Cocks in St. Albans (Hertfordshire) oder Ye Olde Trip to Jerusalem in Nottingham.

Ein weiterer Anwärter auf den Titel ist The Bingley Arms in Bardsey, nordöstlich von Leeds in West Yorkshire. Wie alt das Gasthaus ist, wissen auch die heutigen Besitzer nicht so ganz genau; man schätzt, dass es zwischen 905 und 953 gegründet wurde, das soll erst einmal einer unterbieten! Als The Priests Inn diente der Gasthof ursprünglich Mönchen, die zwischen der Kirkstall Abbey und der Abbey of St Mary in York unterwegs waren, um dort eine Rast einzulegen. Als im 16. Jahrhundert Heinrich VIII zahllose Kirchen und Klöster platt machte, versteckten sich katholische Priester auf der Flucht im Gasthaus in den beiden „priest holes“, die hinter einem großen Kamin angelegt worden waren.
1780 wurde The Priests Inn in The Bingley Arms umbenannt, nach Lord Bingley, dessen Wappen das Pubschild ziert.

Ein gewisser Samuel Ellis soll schon 953 an dieser Stelle Bier gebraut haben, heute bekommt man im Pub Biere der Brauereien Timothy Taylor, Black Sheep und Tetley’s. Das Restaurant heißt The Trencherman’s Bowl, in dem Küchenchef Carl Shewan vorwiegend Produkte aus der Region verwendet wie Hühnchen aus dem Nidderdale, Lammfleisch aus Bardsey und Schellfisch aus Whitby.

Verwundert es, wenn es in The Bingley Arms spukt? Nein, bestimmt nicht, in so einem alten Pub muss es einfach spuken. Mehrere Gestalten treiben hier ihr Unwesen, denen einmal die GCUK-Geisterjäger auf die Spur kommen wollten wie dieser Film zeigt.

Es gibt übrigens einen riesigen Parkplatz vor dem Gasthaus, so dass hier keine Parkprobleme entstehen.

The Bingley Arms
Church Lane
Bardsey
Leeds LS17 9DR

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The Signal Box Inn in Cleethorpes (Lincolnshire) – Großbritanniens kleinster Pub (oder sogar der Welt?)

Im Nordosten Lincolnshires liegt der Badeort Cleethorpes, der sich rühmt, den kleinsten Pub in ganz Großbritannien zu haben, manche behaupten sogar den kleinsten Pub der Welt. The Signal Box Inn heißt er und steht auf dem Gelände der Cleethorpes Coast Light Railway, einer Schmalspurbahn, die zwischen dem Freizeitzentrum und dem Pleasure Island Family Theme Park operiert.

Der Signal Box Inn, der früher einmal ein richtiges Stellwerkhäuschen war, wurde 2006 eröffnet und er misst etwa 2,45m x 2,45m; d.h. sechs Menschen können sich maximal gleichzeitig darin aufhalten (wenn es nicht besonders dicke sind). Obwohl es hier so eng zugeht, verfügt der Pub doch über fünf Handpumpen. Die üblichen Tüten-Snacks werden angeboten sowie eine überschaubare Anzahl an stärkeren alkoholischen Getränken. Vor dem Häuschen gibt es noch einige Tische und Bänke, so dass man, zumindest bei gutem Wetter, nicht darauf angewiesen ist, sein Pint im Inneren zu trinken.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass der Signal Box Inn rekordverdächtig ist und so kommen viele Einheimische, aber auch viele Touristen hierher nach Cleethorpes, um sich den Pub einmal anzusehen und auszuprobieren. Im Herbst letzten Jahres wurde er an die neuen Besitzer der Schmalspurbahn verkauft, die planen, den Pub länger zu öffnen als bisher (im Winterhalbjahr war er geschlossen). Der Wirt Alan Cowood ist jedenfalls mit dem gegenwärtigen Stand der Dinge und der Popularität seines Pubs sehr zufrieden.

The Smallest Pub On The Planet“ steht an der Schmalseite des Häuschens geschrieben; eigentlich ein Fall für das Guinness Book of Records, aber so viel ich weiß, hat sich Alan Cowood dort noch nicht für eine Aufnahme beworben und  so gilt wohl noch immer Sam’s Smallest Bar in Downtown Colorado Springs in den USA als Rekordinhaber.

In England gibt es noch einige andere Pubs, die sich als die kleinsten im Land bezeichnen wie The Nutshell in Bury St Edmunds (Suffolk) und The Lakeside Inn in Southport (Merseyside).

The Nutshell in Bury St Edmunds (Suffolk).    © Copyright Craig Janes and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Nutshell in Bury St Edmunds (Suffolk).
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The Lakeside Inn in Southport (Merseyside).    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Black Bull in Frosterley (County Durham) – Großbritanniens einziger Pub mit eigenen Glocken

 

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Nach Frosterley im County Durham kommt man nicht so ohne weiteres. Das Dorf liegt recht einsam, ca 28 Kilometer westlich der Stadt Durham  an der A689 am River Weare. Nur wenige Schritte von der Brücke entfernt, die den Fluss überquert, und der Weardale Railway-Station, findet man den Pub The Black Bull. Das Pubschild, das einen riesigen schwarzen Bullen zeigt, verkündet einladend:
„Here I stand by the River Weare
With open doors to serve good cheer
Come in and meet your fellow man
And put the world right if you can“

Einer derart freundlichen Einladung kann man doch nicht widerstehen. Im Black Bull fühlt man sich zurückversetzt in vergangene Zeiten. Überall findet man alte Möbel und andere nostalgische Einrichtungsgegenstände, Standuhren, Holzbalken, offene Kamine, so dass eine richtig heimelige Atmosphäre im Pub herrscht.
„We are completely and fiercely independent“, sagen die Betreiber und so können sie auch Biersorten anbieten, die ihnen niemand aufdrängt. Da gibt es Biere aus der Region Durham/Northumberland, die man nicht überall bekommt wie z.B. von der High House Farm Brewery in Matfen, der Allendale Brewery und der Wylam Brewery, alle in Northumberland ansässig.

Die Küche des Hauses bezieht ihre Zutaten ebenfalls aus der Region und so findet man auf der Karte u.a. Taube aus dem Weardale, Käse von der Doddington Farm in Wooler (Northumberland) und Krebse von der Küste von North Shields.

Eine Besonderheit hat The Black Bull zu bieten, die es in keinem anderen Pub in Großbritannien gibt: Hier gibt es unter dem Dach Glocken, die in traditioneller Weise per Hand zum Klingen gebracht werden wie dieser Film zeigt. Bell Ringer aus nah und fern kommen hierher nach Frosterley, um einmal die zwölf Glocken des Black Bulls zu läuten.

Hier ist ein Film, der die Atmosphäre des Pubs sehr gut wiedergibt.

The Black Bull Inn
Frosterley
County Durham DL13 2SL

 

The Fox Inn in Bucks Green (West Sussex) oder was macht ein Pferd am ersten Weihnachtsfeiertag in einem Gasthaus

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The Fox Inn steht in Bucks Green bei Rudgwick in East Sussex an de A281, ein hübsches Gasthaus, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Es gehört der Brauerei Hall & Woodhouse in Dorset über die ich in meinem Blog schon einmal berichtet habe. Vor zwei Jahren sind die Außenanlagen von The Fox umgestaltet worden und ein neuer Besitzer hat den Gasthof übernommen.
Jedes Jahr spielt sich hier am ersten Weihnachtsfeiertag ein bizarres Schauspiel ab: Durch die Eingangstür kommt ein Pferd in den Pub, das an der Bar mit einer Tüte Kartoffelchips und einer Schale Bier gefüttert und dann durch den Hinterausgang wieder hinausgeführt wird. Was hat es mit dieser alten Tradition auf sich?

The Fox steht an einer Straßengabelung, dort wo die Guildford Road und die Loxwood Road zusammentreffen. In uralter Zeit führte ein öffentlicher Reitweg quer über die beiden Straßen und exakt an dieser Stelle wurde das Gasthaus erbaut. Und da ergab sich ein Problem: In England gibt es das Wegerecht und das besagt, man hat „the legal right, established by usage or grant, to pass along a specific route through grounds or property belonging to another“ (so die Wikipedia). Was nun? Eigentlich hätte der Besitzer des Fox Inn damals schon die Vorder- und Hintertür geöffnet halten müssen, damit Reiter, die des Weges kamen, von ihrem Wegerecht Gebrauch machen konnten. Da dies außerordentlich unpraktisch für alle Beteiligten gewesen wäre, einigte man sich auf einen Kompromiss: Jedes Jahr am Christmas Day darf ein Pferd und ein Reiter den ursprünglichen Reitweg quer durch den Pub benutzen, wodurch für ein weiteres Jahr das Wegerecht erhalten bleibt. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen, und ich glaube, so etwas ist auch nur in England möglich.

The Fox Inn
Bucks Green
Rudgwick
West Sussex
RH12 3JP

 

 

Jonathan Swift und Willoughby in Warwickshire oder Warum aus dem The Three Crosses Pub The Four Crosses wurde

Das ehemalige Gasthaus The Four Crosses in Willoughby.    © Copyright Andy F and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Jonathan Swift, der von 1667 bis 1745 lebte, ist auch heute noch ein in der ganzen Welt bekannter Schriftsteller, vor allem durch seinen Roman „Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, First a Surgeon, and then a Captain of Several Ships“, besser bekannt als „Gulliver’s Travels“, der erstmals 1726 erschien und in Deutschland als „Gullivers Reisen“ später vor allem in der gekürzten Version als Kinderbuch in fast jedem Kinderzimmer zu finden war, obwohl es sich eigentlich im Original um einen satirischen Roman handelt.

Jonathan Swift pendelte häufig zwischen England und seinem Geburtsland Irland hin und her und auf dem Weg von London zum walisischen Holyhead, wo er übersetzte, machte er hin und wieder in Willoughby in Warwickshire Station und da im Gasthof The Three Crosses. Es hieß, Swift konnte manchmal ein wahrer Stinkstiefel sein, arrogant und aufbrausend, und bei einem seiner Besuche in Willoughby war er mal wieder nicht so gut drauf. In diesem Falle traf er aber auf eine ebenbürtige Partnerin, denn die Wirtin des Three Crosses hatte Haare auf den Zähnen, wie man so schön sagt, und ließ sich nichts von Jonathan Swift gefallen. Aussagen wie „Der Kunde ist König“ oder wie hier „Der Gast ist König“ standen damals noch nicht so hoch im Kurs wie heute. Swift fühlte sich von der Gastwirtin durch ihr Verhalten jedenfalls derart genervt, dass er sich dazu hinreißen ließ, mit seinem Diamantring eine Botschaft für den Herrn des Hauses in eine Fensterscheibe einzuritzen. Darin stand zu lesen:

You have three crosses
On your door
Hang up your wife
And she’ll make four.

Deutlicher und drastischer kann man seinen Unmut wohl kaum äußern. Soweit bekannt ist, setzte der Wirt des Three Crosses den Vorschlag Swifts nicht in die Tat um, aber: Der Gasthof wurde umbenannt, man fügte im Namen ein weiteres Kreuz hinzu und fortan hieß er The Four Crosses. Noch heute kann man an der Fassade des Hauses in Willoughby die vier Kreuze sehen, allerdings hat man aus dem Pub ein Wohnhaus gemacht. Das Gebäude des ehemaligen Gasthofes steht an der Ecke Main Street/London Road, der A45.

Wenn man heute in Willoughby ein Bier trinken möchte, hat man nur einen Pub zur Auswahl, nämlich The Rose Inn in der Main Street, alle anderen Gasthöfe des Dorfes sind nach und nach eingegangen.

Willoughbys Village Sign, im Hintergrund der letzte verbliebene Pub des Dorfes, The Rose Inn, an der Main Street.    © Copyright Row17 and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Willoughbys Village Sign, im Hintergrund der letzte verbliebene Pub des Dorfes, The Rose Inn, an der Main Street.
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Toad in the Hole Teil 1: Ein Pubspiel aus East Sussex

Hier im Lewes Arms kann man Toad in the Hole spielen. This work is released into the public domain.

Hier im Lewes Arms kann man Toad in the Hole spielen.
This work is released into the public domain.

Die Stadt Lewes in East Sussex ist der absolute Hotspot für das Pubspiel Toad in the Hole und da finden sogar einmal im Jahr die internationalen Meisterschaften statt, die der Lewes Lions Club organisiert. Am 16. April diesen Jahres wurde dieser Wettbewerb zum 19. Mal in der Town Hall ausgetragen und die Gewinner der begehrten Trophäe waren die Leeky Boys, die Toad in the Hole-Spezialisten von den Barcombe Nurseries, das ist eine Firma, die in Barcombe, nördlich von Lewes, organisches Gemüse anbaut und offensichtlich treffsicheres Personal beschäftigt.

Worum geht es nun bei diesem Spiel mit dem merkwürdigen Namen „Kröte im Loch“? Die Kröten (toads) sind Münzen, die man in ein Loch (hole) befördern muss und dieses Loch befindet sich auf einem kleinen Tischchen. Aus einer Entfernung von acht Fuß (2,44 m) wirft man die meist aus Messing bestehenden Münzen auf den kleinen Tisch, in der Hoffnung, das Loch zu treffen. Wenn das gelingt, erhält der Werfer zwei Punkte, bleibt die Münze auf dem Tisch liegen, zählt das als ein Punkt, fällt sie herunter, gibt das keinen Punkt. Da man in jeder Runde vier Münzen werfen kann, ist die Maximalpunktzahl also acht. „Simples!“ würde das Erdmännchen Aleksandr Orlov sagen.

In East Sussex gibt es auch eine richtige Toad in the Hole-Liga, in der Mannschaften gegeneinander antreten, die meistens „pub-basiert“ sind. Das Team des Laughing Fish Pubs in Isfield bei Uckfield war in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Der Chalk Pit Inn in der Offham Road in Lewes hat ein eigenes Team, ebenso wie The Gardener’s Arms in Cliffe, einem Stadtteil von Lewes.

Spielen kann man Toad in the Hole u.a. im Lewes Arms (wo auch Dwyle Flunking gespielt wird), mitten in der Stadt am Mount Place, und in The Brewer’s Arms in der High Street.

Dieser Film veranschaulicht sehr schön dieses Pubspiel, präsentiert von Richard Vobes, der sich in seiner Fernsehserie „The Bald Explorer“ („exploring Britain’s great heritage, traditions and legends“) mit den Traditionen seines Landes beschäftigt.

Die Lewes Town Hall, Austragungsort der     © Copyright Roger  Kidd and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Lewes Town Hall, Austragungsort der internationalen Toad in the Hole-Meisterschaften.
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Der Saltersgate Inn an der A169 in den North York Moors – Ein historisches Gasthaus, das allmählich verfällt

Der Saltersgate Inn an der A169 heute.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Saltersgate Inn an der A169 heute.
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Ich bin mehrmals an diesem Pub in den North York Moors vorbeigefahren, als er noch geöffnet war. The Saltersgate Inn liegt an der A169, die von Pickering nach Whitby führt, weit entfernt von der nächsten Ansiedlung. 1648 wurde das Gasthaus gebaut, das als Kutschenstation diente und auch von Schmugglern als Unterschlupf genutzt wurde, die sich hier so manches Scharmützel mit Zöllnern lieferten. Eines Nachts legte sich einer der Zollbeamten auf die Lauer und ging, als die Schmuggelaktivitäten gerade wieder begannen, in den Pub, um die Missetäter zu verhaften. Dabei hieb ihm einer der Schmuggler ein Stuhlbein über den Kopf und tötete ihn. Schnell begrub man ihn unter der Feuerstelle im Gasthof, und der Wirt schwor, das Feuer nie ausgehen zu lassen, damit man das Grab des Zollbeamten niemals finden würde. Wenn das denn so stimmt, wäre das Feuer seit 1801 bis zur Schließung des Pubs im Jahr 2007 niemals ausgegangen.

Der Name des Pubs „Saltersgate Inn“ weist darauf hin, was damals geschmuggelt wurde, nämlich Salz, das die Fischer in den nahegelegenen Küstenorten wie Whitby und Robin Hood’s Bay dringend benötigten.

Seit der Gasthof geschlossen wurde, steht das Haus einsam und verlassen an der A169 und verfällt immer mehr. Pläne, es als Hotel wiederauferstehen zu lassen zerschlugen sich. Ein trauriger Anblick ist das und man kann nur hoffen, dass sich doch noch jemand (mit genügend Geld) des Saltersgate Inns erbarmt und ihn wieder zurück ins Leben ruft!

Der traurige Anblick des seit 2007 geschlossenen Saltersgate Inns in den North Yorkshire Moors.    © Copyright Pauline E and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der traurige Anblick des seit 2007 geschlossenen Saltersgate Inns in den North York Moors.
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Published in: on 26. April 2014 at 02:00  Comments (2)  
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