Merkwürdige Ortsnamen im County Durham

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Über merkwürdige Ortsnamen in der Grafschaft Dorset berichtete ich schon einmal (hier mein Blogeintrag); auch das County Durham im Nordosten des Landes hat einige Orte mit ungewöhnlichen Namen. Hier sind ein paar Beispiele:

No Place. Ein kleines Dorf zwischen Beamish und Stanley. Die Bewohner wehrten sich vehement, als 1983 der Ort in Co-operative Villas umbenannt werden sollte. No Place blieb bestehen, Co-operative Villas wurde sozusagen zum Zweitnamen.

Pity Me. Ein Vorort von Durham. Über den Ursprung des Namens gibt es mindestens ein halbes Dutzend verschiedene Versionen, zum Beispiel: „St Cuthberts coffin was dropped here by wandering monks on their way to Durham. The miracle working saint is said to have pleaded with the monks to be more careful and take pity on him“ (so die Webseiten von England’s North East).

Dabble Duck. Heißt auf Deutsch so viel wie „planschende Ente“ und ist ein Gewerbegebiet bei Shildon.

Bearpark. Hier gab und gibt es keine Bären; der Name leitet sich wahrscheinlich von dem französischen Beaurepaire ab.

Crook. Die Bewohner des Dorfes, die „Crooks“, sind mit Sicherheit keine „Gauner“.

Ireshopeburn. Ein kleines Dorf im Weardale.

Man kann im County Durham auch eine kleine Weltreise machen, ohne die Grenzen der Grafschaft verlassen zu müssen, so gibt es hier ein Toronto, ein Quebec, ein Bloemfontein, ein Bishop Auckland und ein Portobello.
Wer sich eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich das Buch „A Dictionary of County Durham Place-names“ von Victor Watts empfehlen (English Place Name Society 2002).

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Eine der Straßen in Crook, in der viele „Crooks“ wohnen.
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Ireshopeburn.
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Published in: on 18. Dezember 2025 at 02:00  Comments (1)