
Photo © Neil Theasby (cc-by-sa/2.0)
Besucher des Peak District National Parks in der Grafschaft Derbyshire, die sich etwas weiter in die rauhe Landschaft hineinwagen, werden nördlich des Snake Pass mit einer eigenartigen Felsgruppe konfrontiert, die wie eine Ansammlung von Burgen aussieht, und die daher auch den Namen Alport Castles trägt, benannt nach dem recht kurzen, nur neun Kilometer langen River Alport. Die „mittelalterlichen Burgen“ sind das Ergebnis eines gewaltigen Erdrutsches, der sich vor etwa 8000 Jahren auf einer Länge von 800 Metern ereignete; der größte Erdrutsch, den es je in Großbritannien gegeben hat. Schichten aus Schiefergestein hatten dem Gewicht des über ihnen lagerndem Sandstein nicht mehr standgehalten und waren zusammengestürzt. Ähnliches, aber nicht ganz so Spektakuläres, hatte sich im Peak District am Mam Tor ereignet; siehe dazu meinen Blogeintrag.
Wer diese Region einmal besuchen möchte, kann sein Auto beispielsweise an der A57 an einem der Parkplätze am Snake Pass abstellen und von dort in circa zwei Stunden zu den Alport Castles gelangen.
Auf der Alport Castle Farm, etwas unterhalb der Felsformationen gelegen, wurde die Frauenrechtlerin Hannah Mitchell (1872-1956) geboren und verbrachte hier ihre Kindheit. Mit vierzehn Jahren verließ sie im Streit ihr Elternhaus und zog zu ihrem Bruder nach Glossop, einer Stadt, die ebenfalls im Peak District in Derbyshire liegt. Sie engagierte sich sehr für das Frauenwahlrecht, war im Stadtrat von Manchester tätig und arbeitete viele Jahre als Friedensrichterin. In ihrem Buch „The Hard Way Up, the Autobiography of Hannah Mitchell, Suffragette and Rebel“ schreibt sie auch von ihrer nicht ganz leichten Kindheit am Fuße der Alport Castles.
Dieser Film zeigt die Alport Castles von einer Drohne aus.

Photo © Neil Theasby (cc-by-sa/2.0)

Alport Castle Farm.
Photo © Colin Park (cc-by-sa/2.0)