
Arundel in West Sussex mit Brücke über den River Arun und Arundel Castle.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0)
Der River Arun bleibt auf seiner gesamten Länge von 60 Kilometern der Grafschaft West Sussex treu und macht nicht einmal einen Abstecher in eine benachbarte Grafschaft. Er entspringt im St Leonard’s Forest bei Horsham und macht sich von dort aus auf den Weg in Richtung Meer, auf dem er unter anderem der Stadt Arundel, die nach ihm benannt ist, und der dortigen Burg einen Besuch abstattet. Kürzlich habe ich ihn in Arundel getroffen, wo er unter einer Brücke seines Weges zieht, und dann noch einmal in Littlehampton, wo er sich ins Meer ergießt. Er nimmt an dieser Stelle Abschied vom Festland und dem bei meinem Besuch geschlossenem und daher trist aussehendem Harbour Park, einem Freizeitpark, direkt an der Mündung des Flusses.
Dort stieß ich auf ein Phänomen, das ich bisher nur vom River Severn kannte (siehe hierzu meinen Blogeintrag über den Severn Bore): Bei auflaufender Flut wird das Wasser des Flusses wieder zurückgeschoben; die Gezeitenströmungen, allerdings nicht so stark wie auf dem Severn, wo Surfer sich die Wellen zunutze machen und den Fluss aufwärts befahren können, sind beachtlich und machen sich bis etwa 40 Kilometer landeinwärts noch bemerkbar. Wassersportler nutzen dieses Phänomen, indem sie mit ihren Booten die Strömung zur Hilfe nehmen und so sehr viel leichter „bergauf“ fahren können.
Der River Arun hat eine hohe Fließgeschwindigkeit, wenn ihm nicht alle paar Stunden die Flut entgegen kommt, und ist daher nicht ganz ungefährlich für Wassersportler.

Der Fluss bei Littlehampton, bergauf fließend.
Eigenes Foto.

Der triste, geschlossene Harbour Park.
Eigenes Foto.