
Das Pit Memorial auf dem Westhoughton Cemetery
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)
Bergwerksunglücke gab es im Norden Englands immer wieder, und es muss schrecklich gewesen sein, tief unter der Erden ohne besondere Sicherheitsmaßmahmen zu arbeiten. Von einem dieser Unglücke schrieb ich schon einmal in meinem Blog, dem Huskar Pit Desaster am 4. Juli 1838 in Silkstone in South Yorkshire.
72 Jahre später ereignete sich kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember 1910, in Over Hulton (Greater Manchester), das damals noch zu Lancashire gehörte, das sogenannte Pretoria Pit Disaster in der Hulton Colliery, einem Kohlebergwerk, bei dem 344 Männer ihr Leben verloren. Lediglich die beiden Bergmänner Joseph Staveley und William Davenport überlebten die Explosion in der Pretoria Pit genannten Kohlegrube; eine Explosion, die durch eine Gasansammlung infolge eines Deckeneinsturzes am Vortag verursacht worden sein könnte, womöglich durch eine defekte Grubenlampe entzündet.
Viele Familien in dem Bergwerksort waren betroffen, manche verloren gleich mehrere Mitglieder. Noch heute gedenkt man der Toten am 21. Dezember an mehreren Gedenkstätten in der Region.
Da ist das Pit Memorial auf dem Westhoughton Cemetery, auf dem 229 Bergleute beigesetzt worden sind, die knieende Bronzefigur eines Bergmanns (von der Bildhauerin Jane Robbins geschaffen) vor einer Wand mit den Namen der Opfern in den Ditchfield Gardens von Westhoughton, und das Pretoria Pit Memorial am Rand des Hulton Parks am Broadway in Atherton, auf dem ebenfalls die Namen der toten Bergleute aufgeführt sind.
In diesem Film sind einige historische Aufnahmen zu sehen.
Die Houghton Weavers haben die Ereignisse vom 21. Dezember 1910 in dem Lied „The Pretoria Pit Disaster“ vertont.

Die Gedenkstätte in den Ditchfield Gardens von Westhoughton.
Photo © Bill Boaden (cc-by-sa/2.0)

Das Pretoria Pit Memorial in Atherton.
Photo © Kevin Waterhouse (cc-by-sa/2.0)