Mein Buchtipp – John Osborne: Don’t Need The Sunshine

Foto meines Exemplares.

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Heute möchte ich auf ein sehr interessantes Buch von John Osborne hinweisen, „Don’t Need The Sunshine„, in dem er sich mit britischen Seebädern beschäftigt.
Anstoß zum Schreiben des Buches gaben Osborne seine nostalgischen Erinnerungen an seine Ferienerlebnisse als Kind an der See. Es herrschten damals (wie auch heute) natürlich keine Mallorca-Verhältnisse, was das Wetter anbelangt, aber das war man eben so gewöhnt und wenn es regnete, ging man in die Amusement Arcades, an denen damals kein Mangel herrschte.

Osborne beginnt seine Rundreise im Uhrzeigersinn in Scarborough an der Küste Yorkshires, arbeitet sich über Cleethorpes, Great Yarmouth („The East Anglian Las Vegas“), Margate, Beachy Head, Brighton, Falmouth, Blackpool bis nach Morecambe in Lancashire vor, wo seine Reise endet. Er wird (leider) immer wieder mit dem Verfall vieler Seebäder konfrontiert, denen die Gäste wegbleiben, weil die lieber an sonnigeren Gestaden für wenig Geld Urlaub machen.

Osborne befasst sich in seinem Buch auch mit Randerscheinungen der Seebäder; so besucht er das Saucy Postcard Museum in Ryde auf der Isle Of Wight, trifft Darsteller der Punch and Judy Shows in London, lässt sich von dem Chaplaincy Team von Beachy Head über deren aufopferungsvolle Tätigkeit auf der Selbstmörderklippe informieren und berichtet von den UK National Sandcastle Competitions in Woolacombe in North Devon.

Ich kann das Buch sehr empfehlen; es ist locker und flüssig geschrieben und gibt Einblick in die Problematik des Niedergangs vieler Küstenorte, die mehr oder weniger erfolgreich dagegen ankämpfen. Ich berichtete kürzlich darüber in meinem Blog.

John Osborne: Don’t Need The Sunshine. AA Publishing 2013. 288 Seiten. ISBN 978-0-7495-7397-3

Published in: on 23. September 2014 at 02:00  Comments (1)